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Für PSA-Test bei jungen Männern

»Urologische Forschung«: Symposium in der Uni-Aula mit über 100 Experten

Gießen (if). Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes: Jährlich etwa 30 000mal müssen Ärzte in Deutschland die gefürchtete Diagnose stellen. Sollte also regelmäßige flächendeckende Vorsorgeuntersuchungen – ein PSA-Screening – für Männer ab einem bestimmten Alter eingeführt und von den Kassen vergütet werden? Die Frage wird von den Experten schon ebenso lange wie kontrovers diskutiert. In der Uni-Aula, wo beim 5. Symposium »Urologische Forschung« der Deutschen Gesellschaft für Urologie bis zum Wochenende über hundert Urologen und Biologen aus ganz Deutschland tagten, stützte Prof. Hans Lilja vom berühmten »Sloan Kettering Cancer Center« in New York mit seinen Forschungsergebnissen die Auffassung, dass eine einmalige Bestimmung des PSA-Wertes bei jungen Männern routinemäßige spätere Vorsorge-Tests entbehrlich machen könnte

Im März noch hatte das bundeseigene »Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit in der Medizin« befunden, die Blutuntersuchungen auf das »Prostata-Spezifische Antigen« und damit auf ein mögliches Krebsrisiko »könnten auch schaden«. 

Im Verlauf der Tagung – Gastgeber war Prof. Florian Wagenlehner von der Urologischen Uniklinik - wurden in mehr als 30 Vorträgen und auf 45 Postern ein breiter Querschnitt durch neugewonnene Forschungsergebnisse in der Zellbiologie des Urogenitaltraktes präsentiert. Dabei zeigte sich, dass die namentlich an der Justus-Liebig-Universität anvisierte Vernetzung der Forschung in den Lebenswissenschaften mit der vor Ort vorhandenen klinischen Kompetenz bereits ansehnliche Früchte trägt: Mitglieder von MIBIE, dem in Gießen angesiedelten hessischen »Loewe«-Schwerpunkt »Männliche Infertilität bei Infektion und Entzündung« koordinieren auch klinische Forschergruppen und Verbundprojekte des Bundesministeriums für Forschung und der EU. 

Ziel des Schwerpunktes, der der Initiative von Prof. Wolfgang Weidner zu danken ist, ist die Schaffung diagnostischer und therapeutischer Konzepte bei männlicher Infertilität. Infektionen und Entzündungen des männlichen Reproduktionstraktes sind für rund 20 Prozent aller unerfüllten Kinderwünsche verantwortlich. Medizinische Mikrobiologen und Urologen sind ebenso wie Veterinärmediziner in das Projekt eingebunden.

    

Kooperation mit Melbourne

    

Im Institut für Anatomie und Zellbiologie befasst sich eine Arbeitsgruppe um Prof. Andreas Meinhardt mit dem Thema. Eingebunden in MIBIE ist darüber hinaus das »Graduiertenzentrum für Lebenswissenschaften«, das auf internationaler Ebene mit der australischen Universität Melbourne kooperiert. »Junge Gießener Forscher holen sich Preis um Preis«, hörte man in diesem Zusammenhang anerkennende Stimmen, nachdem Universitätspräsident Prof. Joybrato Mukherjee, Medizindekan Prof. Trinad Chakraborty und Prof. Jan Fichtner, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, zusammen mit dem Direktor der Urologischen Universitätsklinik, Prof. Weidner, die Teilnehmer aus ganz Deutschland zu dem Symposium begrüßt hatten.

Die genossen nach dem dicht gedrängten wissenschaftlichen Programm in der Uni-Aula bei ihrem Festabend im Mathematikum »Mathematik zum Anfassen«.

 

Quelle: Giessener Allgemeine Zeitung, 18.11.2013