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Von der Gießener Lungenforschung beeindruckt

Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner besuchte zwei wissenschaftliche Einrichtungen

Gießen (if) »UGMLC« heißt die eine, »ECCPS« die andere hochkarätige, in Gießen angesiedelte Forschungseinrichtung. Beide, das »Universities of Giessen und Marburg Lung Center« und das »Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System«, haben zusammen mit der Betrauung Gießens als Hauptsitz des »Deutschen Zentrums für Lungenforschung« DZL der Stadt weltweites Renommee verschafft. In den Labors des »Excellence Cluster« und gegenüber im kunterbunten Biomedizinischen Forschungszentum am Aulweg werden – ebenso wie auf der Gießener Forschungsstation an den Hängen des Himalaya – Fragen des Zustandekommens bisher nur schwer zu behandelnder Lungenerkrankungen bearbeitet, während die Mediziner auf der »Lungenstation« der Medizinischen Klinik die gewonnenen Erkenntnisse so rasch wie irgend möglich in verbesserte Behandlungsstrategie umsetzen. 

Diese von den Professoren Werner Seeger und Friedrich Grimminger mit Nachdruck vorangetriebene Entwicklung führte bei der zuvor in Deutschland eher im Schatten anderer Gebiete stehenden Lungenforschung zu einer Kompetenz, die über das Bundesland hinaus selbst international nicht unbemerkt geblieben ist: Die weltweit größte Ambulanz für den lebensbedrohlichen Lungenhochdruck befindet sich im Universitätsklinikum Gießen. Nicht nur Patienten aus Osteuropa und dem Nahen Osten, sondern neuerdings selbst aus Südamerika werden immer häufiger zu Diagnostik und Behandlung nach Gießen geschickt, während zugleich die bemerkenswerten Ergebnisse der experimentellen und klinischen Forschung auf hohes internationales Interesse stoßen. 

Am Montagvormittag nun stattete der hessische Sozialminister Stefan Grüttner im Rahmen einer »Aktionswoche Forschung« der Landesregierung erstmals den Gießener Forschungseinrichtungen einen Besuch ab. Begleitet von Seeger besuchte er zunächst die Intensivstation, wo Prof. Hans-Dieter Walmrath und Oberärztin Susanne Herold über in Entwicklung befindlichen allerneuesten Therapiemöglichkeiten berichteten, ehe sich Grüttner selbst bei Dr. Henning Tiede in der Spezialambulanz einem Lungenfunktionstest unterzog. Der Weg führte den Politiker danach weiter in die Labors von ECCPS am Aulweg. 

ECCPS vereint Einrichtungen der JLU Gießen, der Universitäten Marburg und Frankfurt sowie des Max-Planck-Instituts Bad Nauheim in einem gemeinsamen Forschungsprogramm zu Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen. Da beide Gebiete vergleichbare Signalwege der Regulation besitzen und sich gegenseitig beeinflussen, ergeben sich sowohl auf molekularer als auch auf physiologischer Ebene Synergismen, die von Experten beider Gebiete genutzt werden. Im Mittelpunkt des Interesses, so erläuterte Prof. Norbert Weißmann, der als erster von vier Professoren des ECCPS-Projektes nach Gießen berufen worden war, steht dabei auch hier das bessere Verständnis der Krankheitsprozesse mit dem Ziel der Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten.

»Das heute hier Gesehene hat mich in der Auffassung bestärkt, dass die realisierte enge Verknüpfung von klinischer Medizin und experimenteller Forschung die Chance bietet, Verfahren zu entwickeln, die letztlich für die Patienten überlebenswichtig sind«, unterstrich, um ein Resümee gebeten, der sichtlich beeindruckte Sozialminister gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung. 

 
(Quelle: Giessener Allgemeine Zeitung, 25.6.13)