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Non-neuronale cholinerge Systeme

Im LOEWE-Schwerpunkt „Non-neuronale cholinerge Systeme“ (Prof. Dr. Wolfgang Kummer, Institut für Anatomie und Zellbiologie) geht es um Mechanismen der Aufrechterhaltung der Körperbarriere und -integrität, die bisher nur in Teilen verstanden sind: Acetylcholin (ACh) ist Überträgerstoff im Nervensystem und als Signalmolekül in Bakterien, Einzellern, Pflanzen und vielen Säugerzellen außerhalb des Nervensystems vorhanden, insbesondere an Körperoberflächen und im Abwehrsystem („non-neuronales cholinerges System“). Störungen dieses Systems führen zu Erkrankungen. Ziel des LOEWE-Schwerpunkts ist es, die molekularen und zellulären Komponenten dieses Regulationssystems unter gesunden und krankhaften Bedingungen zu entschlüsseln und daraus therapeutische Nutzungen zu ermöglichen. Die Spanne der relevanten Krankheitsbilder erstreckt sich über mehrere Organsysteme und reicht von der Haut (Neurodermitis, Blasen bildende Erkrankungen) über die Transplantatabstoßung bis zur häufig tödlich endenden Sepsis. An diesem geplanten Schwerpunkt unter Federführung der JLU  sind die Universitäten Marburg und Frankfurt beteiligt.

Sprecher:
Prof. Dr. Wolfgang Kummer
Institut für Anatomie und Zellbiologie 
Aulweg 123
35385 Gießen
Telefon: 0641 99-470 00 / -01
wolfgang.kummer@anatomie.med.uni-giessen.de