Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Willkommen!

Artikelaktionen

Pressespiegel

Giessener Anzeiger vom 21.5.2016

Beisetzung Mai 2016

GIESSEN - (fm). Zur Urnenbestattung von 30 Menschen, die ihre sterblichen Überreste per Vermächtnis dem Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität zur Verfügung gestellt hatten, kamen gestern mehr als 300 Trauergäste auf dem Neuen Friedhof zusammen. Neben rund 300 Studierenden der Medizin waren Angehörige und Freunde der vor Monaten Verstorbenen zum Teil von weither angereist. Völlig überfüllt war die Friedhofskapelle während der würdevollen Trauerfeier. Die feierliche Begrüßung, ein Psalm und gemeinsame Gebete, zwei Ansprachen sowie neun Musikstücke machten auf die Besonderheit dieser Urnenbestattung aufmerksam.

Maßgeblich beteiligt war der Chor der Studierenden unter der Leitung von Jan-Malte Domrös sowie Instrumental- und Bläsergruppen, ein Streichquartett, ein Gitarrensolo, Orgel und Gesang. Pfarrer Thomas Born würdigte die Verstorbenen, „die ihren Körper zur Ausbildung von angehende Ärzten“ zur Verfügung gestellt hätten. Neben ihren Angehörigen und Freunden würden sie auch die Studierenden und Lehrenden am Institut sowie die Klinikseelsorge nie vergessen, versprach Born. „Wir verneigen uns vor den Verstorbenen mit Dank, Respekt und in Ehrfurcht“, sagte Dr. Barbara Ahlemeyer vom Institut für Anatomie und Zellbiologie in ihrer Ansprache. Auch wenn es den Angehörigen schwergefallen sei, den Entschluss der Körperspender zu verstehen, hätten sie diese Entscheidung mitgetragen. „Die Zeit des Wartens hat heute ein Ende“, sagte die Rednerin mit Blick auf die lange Wartezeit bis zur Urnenbestattung. „Sie haben gelernt, dass das Leben weitergeht.“ Und zwar im Sinne der Körperspender, deren Wunsch „nach vorne gerichtet“ war. Den Dank aller Studierenden der Medizin überbrachte Nina Westerfeld. „Es ist unsere Aufgabe, uns dieser Spende würdig zu erweisen.“

Pfarrer Matthias Schmid betonte, die Verstorbenen hätten „durch ihren Körper viel von sich preisgegeben“. Immer wieder stelle sich die Frage, wer ist der Mensch hinter einem bestimmten Körper? Seit der Antike bildeten Seele, Geist und Körper eine Einheit. Die Körperspende für die Wissenschaft nannte Schmid „eine zutiefst humane und persönliche Glaubensaussage“. Den Weg von der Kapelle zum Gräberfeld säumten mehr als 100 Studierende mit Kerzen und Blumen in den Händen. Hinter Pfarrer Thomas Born und Pfarrer Matthias Schmid trugen Studierende einen Trauer-Kranz zum Gräberfeld. Auf der Schleife stand in großen Lettern: „In Dankbarkeit – die Lehrenden und Studierenden der Anatomie.“ Umsäumt von einer kaum überschaubaren Menge von Trauergästen wurden zum Abschluss 30 aufgereihte weiße Urnen gesegnet und von den jeweiligen Angehörigen in die Friedhofserde versenkt.

 

 

 

Ökumenische Trauerfeier für Körperspender am 29.5.15

Giessener Allgemeine Zeitung am 30.5.2015:

Respektvolle Andacht

TRAUERFEIER  Körperspender der Anatomie beigesetzt

GIESSEN (ies). Kerzen säumten den Zug der Trauergäste, die sich zur Beisetzung der Körperspender des Institutes für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität auf dem Neuen Friedhof versammelten. In einer ökumenischen Feier wurde zunächst den Menschen gedankt, "ohne die medizinische Ausbildung und Forschung nicht möglich wäre".

"Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir", zitierte Pfarrer Matthias Schmid aus Psalm 139, auch Pfarrerin Eva Reinhard sprach ein Gebet bei der respektvollen Andacht. Musikalisch begleitet vom Chor der Studierenden und weiteren Solisten, hielt Carolin Ritter die Ansprache für die Studierenden, die voller Dankbarkeit dem "Geschenk an die Wissenschaft" der Spender huldigte. Unter dem Gesang des Chores "Die Stimme Afrikas" und dem Spiel des Posaunenchores Kleinlinden zogen die Trauernden zum Urnenfeld.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zeitungsnotiz zur Trauerfeier 2013

Pfarrer Thomas Born (links) und Pfarrer Matthias Schmid leiten den Trauerzug durch das Kerzenspalier der Studierenden. Foto: FrahPfarrer Thomas Born (links) und Pfarrer Matthias Schmid leiteten 2013 den Trauerzug durch das Kerzenspalier der Studierenden. Foto: Frah

 

Kerzenspalier zum Abschied

 27.05.2013 - Giessener Anzeiger

 KÖRPERSPENDEN Institut für Anatomie richtet Trauerfeier aus / Im Dienst der Wissenschaft und Ausbildung

(kjf). Manchmal ist es sogar für die Hinterbliebenen eine Überraschung, wenn nach dem Tod eines Angehörigen keine Beerdigung stattfindet, sondern sich herausstellt, dass der Verschiedene seinen Körper der Wissenschaft vermacht hat. Statt eines Beerdigungsunternehmers kommen Mitarbeiter des Anatomischen Instituts der Justus-Liebig-Universität und bringen den Leichnam in das Institut. Ohne das übliche Abschiedsritual ist es für die Angehörigen manchmal sehr schwer, die Trauer zu verarbeiten.

 Auf dem Neuen Friedhof in Gießen richtete das Institut für Anatomie und Zellbiologie die Trauerfeier für 29 Körperspender aus, die mit ihrer Verfügung, nach dem Tod der Wissenschaft zu dienen, der Ausbildung der Mediziner einen großen Dienst erwiesen haben. Bis zu drei Jahre hatten die Angehörigen auf die Bestattung warten müssen. Mit der Trauerfeier erwiesen Universität und Studierende nicht nur den Körperspendern die letzte Ehre, sondern dankten auch den Angehörigen für ihre Geduld und Zustimmung.

 

Unter den Studierenden ist es Ehrensache, sich in einer würdigen Zeremonie von denen zu verabschieden, die es ihnen ermöglicht hatten, körperliche Funktionen an richtigen Körpern zu erlernen. Die Medizinstudentin Ramona Raap hatte als besondere Geste ein Kerzenspalier organisiert, an dem sich alle Studierenden beteiligten. Der Trauerzug bewegte sich von der Kapelle bis zum Urnenfeld durch das Spalier. Anja Witthöft hatte von studentischer Seite die Gesamtorganisation übernommen und dem Institut als Ansprechpartner gedient. Nach einem Orgelvorspiel von Lea-Theresa Ley begrüßte der katholische Pfarrer Matthias Schmid die Trauergemeinde, von der mehrere Hundert in der Kapelle keinen Platz mehr gefunden hatten. Die Trauerfeier wurde über Lautsprecher in den Außenbereich übertragen. Der Chor der Studierenden unter der Leitung von Leslie von Conrad und Anja Witthöft sang und als Solisten beteiligten sich Alica Koeppel, Philipp Häde, Malwine Ulrich, Andrea Lederle und Vincent Roeper. Roeper spielte unter anderem eine Eigenkomposition auf der Gitarre nach der Ansprache von Theresa Pieper, die von Studierendenseite besonders auf die Situation der Angehörigen einging.

 

Dr. Jörg Klug vom Institut für Anatomie, der evangelische Studentenpfarrer Thomas Born und sein katholischer Kollege Matthias Schmid sprachen zu den Trauergästen und nannten die Namen der 29 Körperspender. Und dann bewegte sich der Trauerzug durch das Spalier zur Bestattung. Am Urnenfeld gab es einen Bläsergruß an die Verstorbenen unter der Leitung von Ulf-Steffen Porath, bevor zum Abschluss der Chor der Studierenden mit Instrumentalbegleitung „Fields of Gold“ sang.

 






Giessener Anzeiger zur Trauerfeier am 21.5.2011:

Urnenbeisetzung 2006


Die Körperspender von 2011 wurden
in schlichten weißen Urnen auf
einem Gräberfeld im Neuen Friedhof
beigesetzt. Foto: Czernek

 

 

 

„Nach dem Tod für das Leben da zu sein“

21.05.2011 - GIESSEN

Trauerfeier für 29 Körperspender in der Friedhofskapelle mit anschließender Beisetzung - Dank an die Angehörigen im Namen der Medizinstudierenden

(cz). Mit einer würdevollen ökumenischen Trauerfeier nahmen gestern Hinterbliebene, Studierende, Professoren und Angestellte des Fachbereichs Medizin Abschied von 29 Personen, die ihre sterbliche Hülle als Körperspende der Universität zur Verfügung gestellt hatten.

Gemeinsam zelebrierten Pfarrer Matthias Schmid und Pfarrerin Eva Reinhard die Trauerfeier. „Jetzt schließt sich ein Kreis, der vor längerer Zeit mit dem Tod begonnen wurde“, sagte Schmid in seiner Ansprache. Er würdigte die Toten, dass sie viel von sich erzählt und Fremden preisgegeben hätten.

Pfarrerin Eva Reinhard wies darauf hin, dass die Angehörigen jetzt einen Ort der Trauer hätten. „Denn Orte helfen, den Verlust zu bewältigen“, sagte sie. Sie dankte auch den Angehörigen, die den Wunsch ihrer Verstorbenen respektiert und dadurch die Erkenntnisse von Lebensvorgängen ermöglicht hätten.

Dr. Christian Mühfeld würdigte das Engagement aus Sicht der Mediziner. Die Anschauung eines menschlichen Körpers würde zu fundierten Kenntnissen über den individuellen Körper führen. Er dankte den Toten für das Vertrauen, das sie gehabt hätten, um sich in die Obhut der Wissenschaft zu begeben, um „nach dem Tod für das Leben da zu sein“.

Im Namen aller Medizinstudenten sprach Deborah Dorth den Angehörigen ihren tief empfundenen Dank aus. Sie versicherte ihnen, dass alle Studenten sich des würdevollen Umgangs mit dem Körper bewusst gewesen seien und dass alle eine besondere Beziehung zu den jeweiligen Körperspendern aufgebaut hätten.

Großes Engagement bewiesen die Medizinstudenten, von denen 60 der Studierenden sich aktiv an der Trauerfeier beteiligten. Mit sehr viel Feingefühl hatten sie die Musikbeiträge ausgewählt. Der Chor der Studierenden umrahmte die Feier. Für atmosphärische Dichte sorgten Instrumentalwerke von Mozart, Bach und Gournot. Ihren Respekt gegenüber den Angehörigen, die oftmals mehrere Jahre auf die Beisetzung gewartet haben, zollten die Studenten, indem sie ein Spalier für die Angehörigen bildeten und den Weg zum Gräberfeld mit Kerzen säumten. Dort hatten die Angehörigen die Gelegenheit, sich persönlich von ihren Verstorbenen zu verabschieden.

 

Die Trauerfeiern in der Öffentlichkeit

 


artikel-in-der-giessener-presse
Pressebericht über die Trauerfeier 2010

 

In der pdf-Datei zum download finden Sie eine kleine Sammlung von Presseberichten über die Trauerfeiern der letzten Jahre.

 

Trauer

Die Trauerfeiern der letzten Jahre in der Presse