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Labor für Experimentelle Orthopädie

 

Die experimentelle und klinische Arthroseforschung stellt den wissenschaftlichen Schwerpunkt des Labors für Experimentelle Orthopädie dar. Hierbei werden intensiv Fragestellungen aus dem Bereich der Pathophysiologie, Pharmakologie und der Mechanobiologie einschließlich Tribologie arthrotischer Gelenke bearbeitet.

Die Arthrose ist nicht nur die häufigste rheumatische sondern auch weltweit die häufigste Erkrankung des Bewegungsapparates, wobei z.Z. etwa acht Millionen Menschen in Deutschland jedes Jahr einen Arzt aufsuchen. Da diese degenerative Gelenkerkrankung mit dem Alter korreliert und der Anteil Älterer an der Bevölkerung zunehmen wird, ist mit einer steigenden Anzahl an Arthrose-Patienten zu rechnen. So schätzen die WHO und die UNO, dass die Zahl der Patienten, die älter als 50 Jahre sind, sich in den Industrieländern während der nächsten 20 Jahre verdoppeln wird. Bereits heute zählt die Arthrose zu den großen Volkskrankheiten dieses Jahrhunderts mit enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Schätzungen zu Folge hat bereits mit 30 Jahren jeder zweite Mensch schon mindestens ein Gelenk, dessen Knorpel geschädigt ist. Mit 60 Jahren gibt es schließlich fast niemanden mehr, bei dem alle Gelenke völlig gesund sind - auch wenn die Arthrose bei einigen Glücklichen bis ins hohe Alter hinein "stumm" bleibt, sich also nicht schmerzhaft und bewegungseinschränkend bemerkbar macht.

Arthrose ist ein sehr langsamer, komplexer und das Gelenk schädigender Prozess, der in der Anfangsphase meist unbemerkt abläuft. Trotz Fortschritte in der Grundlagenforschung ist die Entstehung dieser Erkrankung unverstanden und eine ursächliche Behandlung nicht möglich. Will man den Ursachen und Mechanismen der Gelenkschädigung auf den Grund gehen, muss man moderne molekularbiologische, biochemische, immunhistologische und zellbiologische Technologien einsetzen. Da die Arthroseforschung in Deutschland nur an wenigen Stellen betrieben wird, wollen wir uns dieser Herausforderung in der erforderlichen Breite stellen. Insbesondere wollen wir die pathogenetischen Schlüsselereignisse und hierfür relevante Moleküle suchen, die ein klareres Verständnis des Krankheitsprozesses ermöglichen. Wichtige Fragen, die es zu beantworten gilt, sind:

•    Wann und wodurch kommt es zum Fortschreiten der Arthrose?
•    Wie lassen sich arthrotische Veränderungen frühzeitig erkennen?
•    Wie läßt sich medikamentös die Erkrankung zum Stillstand bringen?
•    Und, wie müssen die bereits entstandenen Schäden behandelt werden?

Unsere Vision ist, dass mit Hilfe modernster Labortechnologien die Voraussetzung geschaffen wird für eine verbesserte Diagnostik und das Aufzeigen Erfolg versprechender Behandlungskonzepte der Arthrose. Die enge Verzahnung zwischen Grundlagenforschung und klinisch ausgerichteter Forschung hat bereits in einigen Fällen den Transport der grundlagenwissenschaftlich erarbeiteten Ergebnisse in klinisch relevante Bereiche beschleunigt und verbessert. Beispielsweise haben die Erkenntnisse auf dem Gebiet der modernen Zellbiologie aktuell Eingang in die chirurgische Versorgung von Knorpeldefekten gefunden. So ist ein weiterer Schwerpunkt unserer klinischen Forschung das "Tissue Engineering" (Gewebezüchtung). Am Anfang einer solchen Entwicklung stehen jedoch umfangreiche experimentelle Arbeiten in unseren erst seit 2004 im Betrieb befindlichen neuen Forschungslaboren, in denen die oben genannten Fragen Gegenstand eingehender Untersuchungen sind.