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Artikelaktionen

Lehre

Proseminar: Mediengeschichte(n) des Radios


Sommersemester 2016 (Fachjournalistik Geschichte, JLU Gießen)

Kursbeschreibung:

In unserem Proseminar werden wir uns mit der Geschichte des Mediums Radio befassen. Seit seiner Einführung im frühen 20. Jahrhundert bot es ganz neue Chancen, aber auch große Herausforderungen für die mediale Kommunikation mit zunächst nur wenigen Hörer_innen, dann aber zunehmend mit den Massen. 
Wir werden uns zunächst medientheoretisch mit dem Radio bzw. dem Hörfunk an sich beschäftigen, seine Ursprünge, dessen holprigen Start und den Durchbruch als Massenmedium diskutieren. Der zeitliche wie inhaltliche Fokus des Seminars soll dann vor allem auf dem Kalten Krieg liegen, da Radio – neben der auch zu behandelnden nationalen Dimensionen – hier vor allem sein Potenzial als ‚grenzenloses’ oder ‚grenzüberschreitendes’ Medium voll ausspielen konnte: internationalen Radiopropagandasendern wie etwa dem US-Amerikanischen Radio Free Europe kam für den sog. „Cultural Cold War“ eine zentrale Bedeutung zu. Solche Sender produzierten ihr Programm speziell für internationale Hörerschaften etwa hinter dem figurativem „Eisernen Vorhang“. Auch die Herausforderung für Historiker_innen von Radio als auditiver Quelle werden wir problematisieren. Neben der medienhistorischen Auseinandersetzung mit dem Radio werden wir auch die Grundlagen für geschichtswissenschaftlichen Arbeiten schaffen – etwa korrektes Zitieren oder das Verfassen einer Hausarbeit. 

Vorlesung: 'Von der Nation über die Gesellschaft zum Wissen. Potenziale der Wissensgeschichte für die Kulturgeschichte'


Doktorand_innenringvorlesung: "Weg von der Meistererzählung: Neue Perspektiven der Kulturgeschichte." Wintersemester 2015/16, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen: Prof. Dr. Stefan Rohdewald

Abstract des Vortrags:

Wissen ist Macht! Wer mehr weiß, hat einen Vorteil gegenüber Konkurrent_innen, und somit mehr Macht. Dieser Einsicht – so zentral für unser Zeitalter der Wissensgesellschaft – widmet sich auch die Kulturgeschichte vermehrt, indem sie Formen von Wissen und deren konkrete Verbindungen zur Gesellschaft untersucht.

Die Wissensgeschichte analysiert den gesellschaftlichen Stellenwert und die Zirkulation verschiedener Wissensformen. Weniger wissensproduzierende Institutionen, sondern etwa der Alltag, die Praxis und die Lebenswelt von Wissenschaftler_innen werden untersucht. Wie entsteht etwa in einem Labor Wissen? Auch die Rolle von Wissen in der Alltagskultur wird reflektiert. Wie wird Wissen also ‚wissenswert‘ für Menschen?

Die Vorlesung soll in die historische Analyse von Wissen einführen. Wissenssoziologisch wird zunächst reflektiert, wie Wissen überhaupt zu Wissen wird. Wie etwa erhält es gesellschaftliche Akzeptanz und dadurch Verbreitung? Zentrale Einsicht ist, dass Wissen ein soziales Konstrukt ist: Es wird von den soziokulturellen Rahmenbedingungen seiner Produktion – etwa im ideologisierten Umfeld des Kalten Krieges – (mit)geformt und formt dann diese Umwelt wiederum neu. Aber auch unbelebte Alltagsobjekte können Wissensproduktion (vor-)strukturieren und damit aktiv das Ergebnis beeinflussen. Darauf aufbauend soll diskutiert werden, ob Wissen, wie etwa von Philipp Sarasin vorgeschlagen, das Potenzial hat, die beiden vorhergehenden Deutungsmuster des Historischen – die Nation/das Politische sowie die Gesellschaft/das Soziale – abzulösen, oder ob es nur eine weitere Analysekategorie der Geschichte darstellt.