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Artikelaktionen

Holocaust & Erinnerung (11)

Formen, Orte und Diskurse der Erinnerung an den Holocaust

Ein Erinnerungsnarrativ stellt kein abgeschlossenes System dar, sondern es entwickelt sich aus dem Spannungsverhältnis zwischen individuellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Aushandlungsprozessen – und ist somit zugleich fortwährend Modifikationen unterworfen. Dabei geht es vor allem darum, wie sich aus individuellen Erinnerungen kollektive (Re‑)Konstruktionen der Vergangenheit entwickeln.

Der Holocaust steht seit vielen Jahren im Zentrum des erinnerungspolitischen Selbstverständnisses der Bundesrepublik Deutschland. Nach wie vor – insbesondere aber auch für die Zeit nach den Zeitzeugen – besitzen die Debatten um das Erinnerungsnarrativ an den Holocaust eine hohe politische und öffentliche Relevanz. Nicht zuletzt deswegen erscheint es umso wichtiger, die Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten und sich aus interdisziplinärer Perspektive mit den Darstellungsformen zu befassen. Hierbei geht es auch um die Frage, was die unterschiedlichen Medien in Bezug auf die Erinnerungskultur leisten.

Die Mitglieder der Sektion „Holocaust & Erinnerung“ haben sich daher zum Ziel gesetzt, die Wechselwirkungen zwischen den medialen Darbietungsformen und Erinnerungsdarstellung im Allgemeinen zu befassen und sich im Speziellen den vielfältigen Formen und Orten der Erinnerung an den Holocaust zu widmen. Neben den Aushandlungsprozessen in der Literatur, den (interaktiven) Medien, den bildenden Künsten sowie der Gedenkstätten‑ und Ausstellungsarbeit stehen dabei auch die Ausprägungen in den wissenschaftlichen Diskursen der verschiedenen Disziplinen im Fokus des Untersuchungsinteresses.

 

Leitung und Kontakt

 

Termine

Der Termin für das nächstes Sektionstreffen steht noch nicht fest, bitten wenden Sie sich per Mail an uns.

 

Arbeitstagung Holocaust und Erinnerung im Comic

Sektion Holocaust und Erinnerung des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaft (GGK), Justus-Liebig Universität
10.6.2011, Gießen, Philosophikum I, Raum B29, Otto-Behagel-Straße 10, 35394 Gießen

Comics mit Holocaustbezug sind aktuell. Dies haben auch die Ausstellungen Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics in Berlin im Frühjahr 2010 und Superman und Golem von Dezember 2008 bis März 2009 in Frankfurt/Main gezeigt. Auch das wissenschaftliche Interesse an Comics hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Seit 2008 gibt es drei neue internationale Zeitschriften zur Comicforschung: 2008 erschien die erste Ausgabe des European Comic Art, 2010 folgten Studies in Comic und das Journal of Graphic Novels and Comics. Das Medium Comic ist längst aus der Subkultur in die internationale Forschung gelangt. Den Stand der deutschen Comicforschung bezeichnet Ole Frahm von der Arbeitsstelle für graphische Literatur jedoch als „unsäglich“ [1].

[1] www.orang-magazin.net/?p=451 (Letzter Zugriff: 20.09.2010)

Die Sektion Holocaust und Erinnerung hat sich intensive mit dem Thema der Darstellung und Verarbeitung von Holocausterlebnissen im Comic beschäftigt. Daher könnten erste Fragestellungen sein: Welche spezifischen Möglichkeiten bietet das Medium Comic bei der Darstellung und Verarbeitung des Holocaust? Was kann Comic im Gegensatz zum Film oder zum Buch? Wie kommunizieren die Comics, die traditionell als triviales und oft marginales Medium angesehen werden, das historische Wissen um den Holocaust? Wie tragen sie zur kulturellen Erinnerung bei? Wie hoch ist das pädagogische Potenzial? Wie kann die Lese- und Sehkultur von Comic gelehrt und geübt werden? Ziel ist hier insbesondere, das Interesse für diese Art der Darstellung und Verarbeitung von Holocausts zu wecken. Dabei wollen wir sowohl die Form, als auch die Funktion des Mediums Comic diskutieren, sowie die didaktischen Einsatzmöglichkeiten. Da die Mitglieder der Sektion aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, möchten wir auch die Arbeitstagung entsprechend für die verschiedenen Fachrichtungen und eine interessiertes Publikum offen halten.´

Kontakt:

Anika Binsch
Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Institut für Germanistik
Justus-Liebig-Universität Gießen
Otto-Behaghel-Str. 10 B/1
D-35394 Gießen
anika.i.binsch@germanistik.uni-giessen.de