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Artikelaktionen

Herzlich willkommen auf der Webseite der Arbeitsstelle Gender Studies...

Die Arbeitsstelle Gender Studies ist eine interdisziplinäre Forschungs- und Kooperationseinrichtung für Frauen- und Geschlechterforschung an der Justus-Liebig-Universität. Unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Holland-Cunz führt das Team der Arbeitsstelle Gender Studies Forschungsprojekte im Bereich verschiedener Geschlechterpolitiken und geschlechtersensibler Demokratieforschung durch. Darüber hinaus veranstalten wir regelmäßig Vorträge, Diskussionen und wissenschaftliche Tagungen. Geschlechterfragen sind zudem zentral in unseren Publikationen und der Lehre an verschiedenen Instituten der JLU.


Wenn Sie regelmäßig über unsere Aktivitäten sowie über das Geschehen in der Welt der Frauen- und Geschlechterforschung informiert werden wollen, bestellen Sie hier unseren .

 

Neuigkeiten und Ankündigungen


Dr. Tina Jung auf dem Podium zur Filmpremiere "Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?" am 17. September 2017 in Frankfurt

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Dr. Tina Jung, stellvertretende Leiterin der AGS, wird am Sonntag, den 17. September 2017 Teil der Podiumsrunde zur Filmpremiere der Dokumentation "Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?" sein. Die Premiere beginnt um 14 Uhr und findet im Cinema Kino (Roßmarkt, Frankfurt am Main) statt.

"Der Film geht der Frage nach, was eine physiologische Geburt sicher macht und wodurch sie gestört wird. Was sind die Folgen von Interventionen auf den Geburtsverlauf, für Mutter und Kind und möglicherweise für die zukünftige Gesellschaft?

Ein provokanter Titel. Gibt es überhaupt so etwas, wie eine sichere Geburt? Wofür brauchen wir Hebammen? Der Titel des Filmes soll diejenigen ansprechen, die planen, für eine Geburt in ein Krankenhaus zu gehen. Das sind in Deutschland 98% aller Gebärenden. In Krankenhäusern wird oft sehr viel interveniert. Die Frau wähnt sich im Krankenhaus sicher. Die Interventionen finden oft aus einer "forensischen Unsicherheit" heraus statt, um Prof. Dr. Rainhild Schäfers zu zitieren. Falls doch was passiert, will man wenigstens durchgehend die Daten nachweisen können. Interventionen finden aber auch statt, weil die Personaldecke in Krankenhäusern immer dünner wird und eine 1:1 Betreuung einer Schwangeren unter der Geburt überhaupt nicht möglich ist. So werden Wehen beschleunigende und Wehen hemmende Mittel gegeben, gerade, wie die Personalpräsenz es eben braucht oder zulässt. Die Geburt eines Kindes, und die Bedürfnisse der Frau unter der Geburt, müssen sich in in den meisten Kliniken nach dem Arbeitsplan der Belegschaft richten."

 

* Prof. Dr. Monika Greening (Professorin für Hebammenwissenschaften an der Kathol. Hochschule Mainz, Vorstand DGHWi - Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaften e.V.),

* Prof. Dr. Frank Louwen (Chefarzt & Leiter Funktionsbereich Geburtshilfe und Pränatalmedizin vom Universitätsklinkum Frankfurt, Vorstand DGGG - Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe)

* Eugenia Pellegrini (GfG-Geburtsvorbereiterin und GfG-Familienbegleiterin im Familiengesundheitszentrum Frankfurt)

* Franziska Kliemt (Vorstand / Bundeskoordination / Landeskoordination Hessen - Mother Hood e.V.)

* Dr. Tina Jung (Politikwissenschaftlerin, Uni Gießen)

Die Diskussion wird geleitet von Gerit Sonntag.




Vorträge von Dr. Tina Jung am 20. September in Gießen und am 30. September in Köln

Vortrag am 20. September 2019: "Sichere Geburten? – Was die Ökonomisierung der Geburtshilfe für Schwangere bedeutet" im FrauenKulturZentrum Gießen

In der Öffentlichkeit und in der Politik wird viel über die Situation der Hebammen diskutiert. Das Geburtshilfesystem ist durch die Ökonomisierung des Gesundheitssystems in einem tiefgreifenden Wandel, der aber nicht nur die Hebammen, sondern vor allem auch die schwangeren Frauen heute und in Zukunft betrifft. Kreißsäle werden geschlossen, in manchen Regionen finden Schwangere keine Hebamme mehr, in Kliniken müssen viele Hebammen drei oder mehr Gebärende gleichzeitig betreuen, die Zahl der geburtsmedizinischen Interventionen (z.B. Kaiser- schnittte) steigt stetig an. Gegen diese Entwicklungen haben sich vielfältige Protestbewegungen von Frauen- und Elterninitiativen (wie z.B. Mother Hood e.V.) gebildet und auch die Parteien setzen das Thema Geburtshilfe auf die politische Agenda – nicht zuletzt mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl.
Der Vortrag von Dr. Tina Jung gibt einen Überblick über die aktuellen Wandlungsprozesse in der Geburtshilfe und schildert, welche Auswirkungen die Ökonomisierung der Geburtshilfe für schwangere Frauen und junge Familien hat. Es wird gefragt, wie sichere Geburten für Frauen und Babys gewährleistet werden können und welche Positionen unterschiedliche politische Akteure (Parteien und zivilgesellschaftliche Initiativen) vertreten. 
Nur für Frauen.


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Des Weiteren wird Dr. Tina Jung am 30. September im Rahmen des Panels "Reproduktion materialisieren" auf der Tagung "Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung (28. - 30. September 2017) einen Vortrag zum Thema "Maternity Care als Herausforderung der Frauenforschung" halten. Das Programm der Tagung kann hier eingesehen werden. 





 


Dr. Alexandra Kurth in "Bündnis für Demokratie und Toleranz" berufen

Dr. Alexandra Kurth, Team der Geschäftsführung der Arbeitsstelle Gender Studies, ist für die Zeit von vier Jahren in den Beirat des "Bündnisses für Demokratie und Toleranz" berufen worden. Christian Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministeriums, berief Alexandra Kurth vor allem aufgrund ihrer langjährigen Forschung über Rechtsextremismus. Dem Gremium gehören 20 Politiker_innen, Wissenschaftler_innen und ehrenamtlich engagierte Bürger_innen an und entscheidet unter anderem jedes Jahr, welche Initiativen den Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz" erhalten. 

 

Bericht in der Gießener Allgemeinen vom 11. Mai 2017 / Bündnis für Demokratie und Toleranz 


 

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"On International Women's Day, March 8th, women and our allies will act together for equity, justice and the human rights of women and all gender-oppressed people, through a one-day demonstration of economic solidarity." (www.womensmarch.com/womensday)

 


 

 

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Women's March Frankfurt, ein "Sister March" zum Women's March on Washington in Washington DC/USA am 21. Januar 2017 

 


Entwicklung eines JLU-weiten, interdisziplinären Zertifikatsstudiengangs "Gender Studies"

Im Zuge des Ideenwettbewerbs zur Frauenförderung an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat die Arbeitsstelle Gender Studies Fördermittel zur Umsetzung eines interdisziplinären, JLU-weiten Zertifikatsstudiengangs „Gender Studies“ eingeworben. Das Projekt gliedert sich in zwei Bausteine: die Konzeption des Zertifikatsstudiengangs sowie dessen geplante Umsetzung zum Wintersemester 2018/19. Der geplante Studiengang „Gender Studies“ soll interdisziplinär angelegt und grundsätzlich offen für alle Fachbereiche und Disziplinen der JLU sein. Wir erhoffen uns, mit der Etablierung eines strukturierten Studienprogramms in Form eines Studiengangs dabei in Zukunft auch die Disziplinen und Fachbereiche stärker ansprechen zu können, die bislang noch keine oder wenig Gender-Bezüge in ihrer Lehre aufweisen. Zugleich fördert die Entwicklung eines Gender-Zertifikationsstudiengang auch eine höhere Sichtbarkeit der Gender Studies in- und außerhalb der JLU und bietet nicht zuletzt auch für die an der JLU vorhandenen Einrichtungen und Arbeitsgruppen, die mit Gender-Belangen befasst sind, eine willkommene und ertragreiche Form der vertiefenden Kooperation und der Erreichung von Synergieeffekten in der Nutzung und Bereitstellung von Gender-Angeboten. Die Leitung des Projekts übernehmen Prof. Dr. Barbara Holland-Cunz und Dr. Tina Jung.  



"Gender and Family in European Economic Policy: Developments in the New Millennium" erschienen

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Die Ergebnisse der Internationalen Tagung "Gender Equality since the Turn of the Millennium: Rethinking Successes and Innovations", die die AGS im Mai 2015 veranstaltet hat, erscheinen Anfang des Jahres 2017 als Sammelband (Print und E-Book). Der von Dr. Diana Auth (stellvertretende Leiterin der AGS), Dr. Jutta Hergenhan (ehemalige Geschäftsführerin der AGS) und Prof. Dr. Barbara Holland-Cunz (Leiterin der AGS) herausgegebene Sammelband trägt den Titel "Gender and Family in European Economic Policy: Developments in the New Millennium" und wird bei Palgrave Macmillan/Springer Nature, New York herausgegeben. Alle Informationen zum Tagungsband finden Sie auf dem Productflyer, den Sie hier herunterladen können. 

"This collection explores how pioneering gender equality policies have shaped women's economic presence in Europe since 2000. Equal pay policies, parental leave reforms, corporate quotas and electoral quotas have raised pressing questions about the effectiveness in promoting equal participation, as researchers quote both quantitative improvement in gender diversity and qualitative lag in cultural change. The chapters in this book present interlocking cross-national and cross-policy comparisons of the three most controversial reforms: equal pay, parental leave, and quotas for political representatives. The contributors address the cultural context in which reforms arose, internally contradictory policies, and the relative effectiveness of fast-track quotas and incentives compared to long-term efforts to change the overall culture of gender. This critical examination of the new millennium's groundbreaking gender policies will appeal to academics and practitioners interested in the progress of gender equality in the economic, political, and social welfare fields."