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Die Außenpolitik der östlichen EU-Nachbarn

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt „EaP_Diplo“ an der Universität Gießen mit rund 445.000 Euro

Die Analyse außenpolitischer Entscheidungen der Ukraine, Georgiens und der Republik Moldau gegenüber der Europäischen Union steht im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert. Geleitet wird das Projekt „Domestic Preferences and EU Cooperation – Explaining Foreign Policies in Ukraine, Georgia and Moldova. A Two-Level-Game Analysis“ („EaP_Diplo“) von Prof. Dr. Andrea Gawrich, Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZo) und Institut für Politikwissenschaft der JLU, sowie Dr. Vera Axyonova, Institut für Politikwissenschaft. Die DFG fördert es mit insgesamt rund 445.000 Euro für drei Jahre.

„Dieses Projekt stärkt die hervorragende Osteuropaforschung an der JLU weiter“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Gerade in politisch schwierigen Zeiten sind Forschungsprojekte wie dieses wichtig für die Völkerverständigung und den interkulturellen Austausch. Ich gratuliere allen Beteiligten herzlich zu diesem Erfolg.“

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrieren sich in „EaP_Diplo“  auf jene Länder, die – trotz politischen Drucks der russischen Regierung – ein Assoziierungsabkommen mit der EU geschlossen haben und als Spitzenreiter unter den sechs Ländern der östlichen Partnerschaft der EU gelten. Hinsichtlich der Annäherung an EU-Standards während der verschiedenen Phasen der Implementation der östlichen Partnerschaft zeigt sich in diesen drei Ländern eine große Varianz. Diese Varianz soll in einer umfassenden Analyse der innenpolitischen Präferenzbildung erklärt werden.

„Mit dem Projekt ‚EaP_Diplo‘ möchten wir die Forschungslücke in der theoriegeleiteten und methodologisch fundierten Außenpolitikanalyse postsowjetischer Staaten schließen“, so Prof. Gawrich. „Zudem entwickeln wir die Außenpolitikanalyse für nicht-konsolidierte Demokratien bzw. hybride Regime weiter. Bislang ist diese vor allem auf konsolidierte Demokratien angewendet worden.“ Stand bis dato meist die EU-Politik gegenüber den östlichen EU-Nachbarn im Vordergrund, so lenken die Forscherinnen und Forscher nun den Blick auf die Außenpolitik der osteuropäischen EU-Nachbarn. Das Projekt erweitert nicht zuletzt die Bandbreite an Länderstudien der östlichen Partnerschaft, indem es eine grundlegende Analyse der innenpolitischen Präferenzbildung zur Außenpolitik unternimmt.


Kontakt:


Institut für Politikwissenschaft
Karl-Glöckner-Straße 21E, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-23136