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Artikelaktionen

Literaturwissenschaft – eine Positionsbestimmung in schwierigen Zeiten. Welche Kompetenzen vermittelt die Disziplin?

Im Rahmen der offenen und auf Diskussion hin angelegten Tagung geht es darum, eine Positionsbestimmung der Disziplin zu gewinnen und zu klären, was die Literaturwissenschaft, auch in den Fremdsprachenphilologien, leisten kann.
Wann 19.05.2016 um 15:30 bis
20.05.2016 um 13:00
Wo JLU Hauptgebäude, Ludwigstr. 23, 35390 Giessen, Raum 316
Name
Kontakttelefon 0641-98442146
Teilnehmer Lehrende der Literaturwissenschaften
Termin übernehmen vCal
iCal

 Zierbild/Zeichnung: Personen sitzen und stehen auf einem Buchstapel - 'Tagung Literaturwissenschaft' (gr)

 

 

Zur Anmeldung

Organisator/innen:

PD Dr. Wolfram Aichinger, Institut für Romanistik (Universität Wien)

PD Dr. Christian Grünnagel, Institut für Romanistik (JLU)

Dr. Sabine Mandler, Hochschuldidaktische Weiterbildung (JLU)

Inhalte und Methoden:

Information is freely available everywhere now; the question is whether you know what to do with it.
(William Deresiewicz)

Literatur hat, v.a. im Fremdsprachenunterricht, seit geraumer Zeit einen schweren, wenn nicht zunehmend prekären Stand im Lehrbetrieb an Schulen, was auch Konsequenzen für die Position der Literaturwissenschaft an Universitäten nach sich zieht. Nach neuesten Reformbestrebungen der Lehramtsstudiengänge in Österreich besteht z.B. die Gefahr, dass zukünftige Französisch- oder Spanischlehrer_innen nach einer Einführungsveranstaltung und einem Proseminar eventuell gar nicht mehr mit Literatur arbeiten, sondern wahlweise auch ‚Medienwissenschaft‘ im Hauptstudium (Master of Education) wählen können. Nun geht es keineswegs darum, ein Fach gegen das andere auszuspielen; sehr wohl erscheint es aber geboten, deutlicher als bisher zu machen, was die Literaturwissenschaft eigentlich leistet, welche (Schlüssel-)Kompetenzen sie gerade auch bei zukünftigen FremdsprachenlehrerInnen fördert und was sie von anderen Disziplinen abhebt.[1]

Auch international wird eine solche Positionsbestimmung für dringend geboten erachtet. William Deresiewicz, ehemals Professor für englische Literaturwissenschaft an der US-amerikanischen Elite Universität Yale, scheint mit seinem New-York-Times-Bestseller Excellent Sheep. The Miseducation of the Amercain Elite (2014) zumindest in den USA einen Nerv getroffen zu haben. Zugespitzt läuft seine ebenso scharfsinnige wie scharfzüngige Analyse auf die Erkenntnis hinaus, dass (Ivy-League-)Studierende zwar alle möglichen Kompetenzen bis zur Perfektion erlernen, ihnen aber kritisches Denken und die Fähigkeit zur Selbstreflexion immer stärker abgehen. An diesem Punkt plädiert Deresiewicz für eine Neubewertung dessen, was die Literaturwissenschaft gerade in diesen und anderen Punkten wie z.B. der sprachlich differenzierten und ausdrucksstarken Textproduktion zu leisten vermag.

Im Rahmen der offenen und auf Diskussion hin angelegten Tagung wird es darum gehen, im Kreise von Literaturwissenschaftler_innen, Literaturdidaktiker_innen und Gymnasiallehrer_innen aus Deutschland und Österreich eine Positionsbestimmung der Disziplin zu gewinnen und zu klären, was die Literaturwissenschaft, gerade auch in den Fremdsprachenphilologien, leistet. Der Schwerpunkt wird dabei auf der romanischen Literaturwissenschaft liegen, Kolleg_innen und Studierende aller Philologien sind aber selbstverständlich willkommen und hiermit herzlich eingeladen mitzudiskutieren.

[1] Vgl. hierzu Aichinger, „Ein Jubeljahr für Don Quijote? Zur Abschaffung der Literatur an Schule und Universität“; in: Romanische Studien
[2] (2015), S. 261-269 (www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/28/202).

PROGRAMM

Das Programm können Sie auch hier als PDF herunterladen.
Tagungsprogramm 19.05.16
Tagungsprogramm 20.05.16

Hinweis:

Diese Veranstaltung ist mit 8 AE im Kompetenzfeld "Fachspezifische Didaktik" auf das Zertifikat für professionelle Hochschullehre des Hochschuldidaktischen Netzwerks Mittelhessen (HDM) anrechenbar. Über eine schriftliche Reflexion können weitere 8 AE eingeworben werden.