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Keynotes der Tagung

Keynote I Prof. Dr. Corinne Wyss

Titel: Reflexion und Reflexivität in der Lehrerbildung: konzeptionelle und empirische Grundlagen

 

Das Konzept der Reflexion wurde insbesondere auf Grund der Arbeiten von John Dewey in den 1930er Jahren und rund fünfzig Jahre später von Donald Schön (1983) in den Erziehungswissenschaften aufgenommen und weltweit in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen implementiert. In vielzähligen Arbeiten und Publikationen wurde das Konzept seither theoretisch und empirisch bearbeitet und verschiedene Bereiche wurden ausführlich thematisiert. Es besteht dabei der Konsens, dass Reflexivität eine wichtige Kompetenz von Lehrpersonen darstellt und die Reflexion im Unterrichtsalltag einer Lehrperson integriert sein sollte. Insgesamt bleiben bis heute jedoch einige Fragen noch immer unbeantwortet und unterschiedliche Aspekte sind noch nicht abschließend erörtert.

In der Präsentation wird auf der Grundlage der aktuellen Diskussion das Konzept der Reflexion erläutert sowie Möglichkeiten und Grenzen der Förderung von Reflexionsprozessen in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen dargestellt. Abschließend werden Wege zur Überprüfung von Reflexion aufgezeigt und es wird exemplarisch anhand von empirischen Ergebnissen ein Einblick in die Reflexionspraxis von angehenden Lehrpersonen gegeben.

Hier finden Sie die Folien zum Vortrag. 

 

    • Prof. Dr. Corinne Wyss ist Professorin für Professionalisierung und Kompetenzentwicklung an der Pädagogischen Hochschule Zürich.
    • Nähere Information zu Prof. Dr. Wyss finden Sie hier.

 

Keynote II Prof. Dr. Thomas Häcker

Titel: Reflexivität in allen Phasen der Lehrerbildung? Verflüssigende Hinweise in Zeiten der Verdichtung"


Obwohl Reflexivität aus guten Gründen als wesentlicher Faktor für den Aufbau und die Aufrechterhaltung professionellen Könnens sowie für die Weiterentwicklung des professionellen Handelns betrachtet wird, ist der Anspruch, die Reflexionskompetenz angehender Lehrkräfte umfassend zu fördern, ambitioniert. Die verbreitete Nobilitierung der Reflexivität als Selbstzweck,  die oftmals hohen Erwartungen an die Realisierung höchster Reflexionsniveaus und die Verdichtung von Reflexionsanforderungen in der Lehrer*innenbildung werfen die Frage auf, wie es gelingen kann,  dem Paradigma des ‚reflexiven Praktikers‘ gegenüber eine pragmatisch-realistische Haltung einzunehmen, die sich zwischen Mystifizierung einerseits und Trivialisierung andererseits positioniert. Hierzu bedarf es möglicherweise einer Verschiebung von einem individualistisch orientierten Lehren-des-Reflektierens hin zu einem Teilhaben-und-Teilnehmen-am-Reflektieren.

Hier finden Sie die Folien zum VortragDie in dem Vortrag vorgestellten Überlegungen stellen ein Amalgam dar aus Überlegungen, die Prof. Dr. Thomas Häcker im Wesentlichen in drei Beiträgen dargelegt hat: 

Häcker, Th. (2019): Reflexive Professionalisierung. Anmerkungen zu dem ambitionierten Anspruch, die Reflexionskompetenz angehender Lehrkräfte umfassend zu fördern. In: Maria Degeling, Nadine Franken, Stefan Freund, Silvia Greiten, Daniela Neuhaus und Judith Schellenbach-Zell (Hg.): Herausforderung Kohärenz: Praxisphasen in der universitären Lehrerbildung. Bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven. Bad Heilbrunn/Obb.: Klinkhardt, 81-96. (im Druck) 
Häcker, Th. (2017). Grundlagen und Implikationen der Forderung nach Förderung von Reflexivität in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. In C. Berndt, T. Häcker & T. Leonhard (Hrsg.), Reflexive Lehrerbildung revisited. Traditionen, Zugänge, Perspektiven (S. 21-45). Bad Heilbrunn/Obb.: Klinkhardt. 
Häcker, Th. (2012). Portfolio im Kontext einer reflektierenden Lehrer/innenbildung. In Rudolf Egger & Marianne Merkt (Hrsg.), Lernwelt Universität. Die Entwicklung von Lehrkompetenz in der Hochschule. (S.263-289). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

 

    • Prof. Dr. Thomas Häcker ist Professor für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Schulpädagogik und empirischen Bildungsforschung (ESB) an der Universität Rostock.
    • Nähere Information zu Prof. Dr. Thomas Häcker finden Sie hier.