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Artikelaktionen

Herzlich willkommen!

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Zentrums für Medien und Interaktivität

Das ZMI ist ein Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität Gießen und betreibt Forschung zu medienbezogenen Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen "Interaktivität" und die vielfältigen Wirkungen digitaler Medien auf die Gesellschaft.
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Aktuell

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Gießen 1968 - Filmvorführung der Fachjournalistik Geschichte im Kinocenter Gießen

Gießen 1968 – Filmvorführung der Fachjournalistik Geschichte im Kinocenter Gießen

 

Vor 50 Jahren protestierten die "68er" in der gesamten Bundesrepublik. Mit dem Vermächtnis des langjährigen Gießener Grünenpolitikers und "68ers" Heinrich Brinkmann, der auch "Dutschke von Gießen" genannt wurde, beschäftigt sich der Dokumentarfilm "Giessen 68 – ein revolutionärer Traum". Der Film ist eine Masterprojektarbeit von Studierenden der Fachjournalistik Geschichte der JLU Gießen.

Eine weitere Masterprojektarbeit mit dem Titel: " ‚… erwarten die sofortige Rückkehr‘. Der Fall Jeung Gil Choe" rekapituliert filmisch die Geschehnisse rund um die Entführung des Gießener Studenten Jeung Gil Choe und das anschließende Engagement seiner KommilitonInnen, welche sich für seine Freilassung einsetzten. Über das Projekt und die damit einhergehenden Dreharbeiten berichtete bereits im Vorfeld der Gießener Anzeiger.

Am Donnerstag, 28. Juni 2018, zeigt das Kinocenter Gießen, in Kooperation mit dem ZMI, der JLU Gießen und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien, die beiden Filme von Studierenden der Fachjournalistik Geschichte. Die Vorführung beginnt um 19:30 Uhr. Sie sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen!

 

(21.06.2018, Max Stümpel)

Schulmedien im digitalen Wandel – Steffen Obeling hält Gastvortrag zu fremdsprachlichen Lehrwerken der Zukunft

Schulmedien im digitalen Wandel – Steffen Obeling hält Gastvortrag zu fremdsprachlichen Lehrwerken der Zukunft

 

"In Deutschland füllen wir oftmals nur die Klassenzimmer mit Computern, nicht die Computer mit den richtigen Inhalten", schrieb die FAZ bereits im Januar 2016 zu digitalen Medien in Schulen[1]. Das Thema der Digitalisierung von Lehrmaterial ist in der Didaktik präsenter denn je. Wenn weite Teile der Gesellschaft, die Wirtschaft und die Unterhaltungsbranche immer digitaler werden, wieso sollte die Digitalisierung dann Halt vor den Schulen und der Lehre machen?

Mit den Fragen, Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung in der Lehre befasst sich die Vortragsreihe "Lehrmaterial digital?" des Forschungsverbundes Educational Linguistics im Sommersemester 2018.

Lag früher der Fokus im Bereich des Fremdsprachenunterrichts vor allem auf dem klassischen Buch, so werden heutzutage immer mehr moderne Techniken und Medien angewandt, um Fremdsprachen zu vermitteln. Ob Computer, Tablets oder Smartboards, moderne Techniken halten immer weiter Einzug in den Fremdsprachenunterricht.  Wie diese Techniken und das traditionelle Lehrwerk in Buchform miteinander kombiniert werden können, ist eine Herausforderung, der sich die Fremdsprachendidaktik stellen muss. Wie dies möglich ist, erfahren Sie im Vortrag von Steffen Obeling zum Thema "Schulmedien im digitalen Wandel – Wie sollen fremdsprachliche Lehrwerke der Zukunft (nicht) aussehen?". Der Vortrag findet am Dienstag, 5. Juni 2018, um 18:15 Uhr im Seminargebäude Philosophikum, Raum 202 (Alter Steinbacher Weg 44) statt.  

Obeling ist Mitglied des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung in Düren und Lehrwerksautor. Die Themen der funktionalen Integration digitaler Komponenten in fremdsprachliche Lehrwerke sowie die Arbeit mit dem Tablet und die damit einhergehende Frage nach dem Datenschutz werden im Zentrum des Vortrags stehen. Aus seiner langjährigen Erfahrung mit digitalen Unterrichtsmedien stellt Steffen Obeling Ansätze vor, in denen die digitalen Angebote der Lehrwerke das Fremdsprachenlernen bereichern können.

Der Vortrag stellt die erste von drei Veranstaltungen der Vortragsreihe "Lehrmaterial digital?" dar. Am 19. Juni 2018 folgt Frank Tscherwens und Stefan Kyas Vortrag zum Thema "Hat das Schulbuch eine Zukunft? Die digitale Transformation aus Verlagssicht." Am 3. Juli 2018 schließt die Veranstaltungsreihe mit Dr. Tushar Chaudhuris Vortrag zum Thema "Integrated Language Learning & Social Awareness. Das ILLSA Projekt von der Idee zum Produkt."

 


[1] faz.net, Stand 04.06.2018

 

(04.06.2018, Max Stümpel)

Die Ausstellung "Lanschaftsstücke/Landscape Plays" von Prof. Goebbels

Heiner Goebbels' Videoinstallation Landschaftsstücke/Landscape Plays in der Gießener Kunsthalle


Landschaftsstücke/Landscape Plays ist die erste Gießener Ausstellung des Frankfurter Künstlers und Inhabers der Georg Büchner-Professur Prof. Dr. h.c. Heiner Goebbels. Goebbels, der ebenfalls Sprecher der ZMI-Sektion Kunst und Medien ist und dem, am 6. Juni 2018, erneut die Ehrendoktorwürde verliehen wird, beweist das Verbindungspotential von Bildern, Klängen, Licht und Medien in seiner Videoinstallation, die in der Kunsthalle Gießen zu erfahren ist. Mit dem Begrüßungswort der Bürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz am 2. Juni 2018 öffnet die Kunsthalle die Türen für die zwei-monatige Ausstellung dem Publikum. Die fünf minuziös miteinander geschnittenen Videoprojektionen und Soundspuren erlauben die Erfahrung von Diskontinuität und Brüchen als ästhetisches Erlebnis. Wer bei dem Ausstellungstitel aber an Wiesen und Bäume denkt, wird auf Unerwartetes stoßen: Nicht die Natur, sondern die Kunst wird zur Landschaft. Goebbels' einstündige Videoinstallation, die als Loop immer wieder unmittelbar aufs Neue beginnt, arbeitet mit kompositorischen Verfahrensweisen das Unbewusste in den eigenen Arbeiten hervor, will es zum Sprechen bringen und verlangt dabei die gewohnte Betrachterposition zu ändern. Erfahren und geübt darin, aus dem ästhetischen Material anderer – wie dem des Komponisten Hanns Eisler in seinem Werk Eislermaterial – dem Publikum neue Facetten vorzustellen, die verborgenen Schichten im Material hervorzubringen, fragt Goebbels in dieser Arbeit nach Selbstauskunft. Das Unbewusste des Künstlers bleibt ein kleinerer Aspekt der Installation, im Vergleich zu der Erfahrung, die das Publikum an sich selbst erleben darf, wenn es sich in diesen Montageraum der Medien begibt. In Landschaftsstücke/Landscape Plays werden die üblichen Traditionslinien der Künste neu verbunden: die Landschaftsmalerei der Romantik mit Gertrude Steins Konzept der Landscape Plays. Das Ergebnis dieser Re-Definition darf bis Mitte August bestaunt werden. Die Gießener Presse berichtete ausführlich über die Ausstellung. Nachzulesen sind die Rezensionen im Gießener Anzeiger vom 2. Juni 2018 und 4. Juni 2018, sowie in der Gießener Allgemeine Zeitung. Zu besuchen ist die Ausstellung vom 3. Juni 2018 - 19. August 2018 in der Kunsthalle Gießen.

 

Fotos:©Wonge Bergmann/ Kunsthalle Gießen

 

(5. Juni 2018, Abdullah Erdogan )

Ludwig-Börne-Vorlesungen: "'68 – Eine Revision" Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Leggewie

Ludwig-Börne-Vorlesungen: "'68 – Eine Revision" Veranstaltungsreihe des Präsidenten in Kooperation mit Prof. Dr. Claus Leggewie

68 Plakat1968 gilt als Jahr des Aufbruchs und des Protests. Die Jugend lehnt sich auf, es wird demonstriert und rebelliert. Soweit bekannt – soweit so gut. In der diesjährigen Ludwig-Börne Ringvorlesung mit dem Titel "'68 – Eine Revision" soll es nun aber darum gehen, die Geschehnisse von 1968 in einem neuen Licht zu betrachten. Vor allem das, was nach der Revolte offen und unerfüllt geblieben ist, soll im Fokus stehen. Was ist aus der kritischen Universität geworden?  Welchen Erfolg hatten die Geschlechterkämpfe? Wie pazifistisch war die Revolte, und wie weit trug der kulturelle Wandel? Diese und andere Fragen werden von vier Referenten und Referentinnen kompetent erörtert und diskutiert.

 

1.) Den Auftakt zur Vorlesungsreihe bildet ein Vortrag von Jürgen Kaube, dem Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), zu "Universitäten nach der Hochschulreform" am 18. April 2018.

 

2.) Am 2. Mai 2018 wird die Publizistin und Schriftstellerin Barbara Sichtermann in ihrem Vortrag "Un/Gleich. Geschlechterkämpfe seit den 1960er Jahren" auf Gleichheit und Verschiedenheit im Prozess der Emanzipation im Anschluss an die 1960er Jahre eingehen: Die Kategorien, von denen die Frauenemanzipation strukturiert wird, heißen Gleichheit und Verschiedenheit, Gleichheitspolitik und Differenzpolitik. Es sind immer beide gleichzeitig am Werk, aber der Schwerpunkt ruht mal hier, mal da. Heute haben wir es zu einer bemerkenswerten Mischung der Geschlechter im öffentlichen Raum und in den Berufen und Funktionen gebracht. Frauen gehen zu den Soldaten, und Männer sollen Väterzeit nehmen, weibliche Chefs werden immer selbstverständlicher, männliche Akzeptanz dieser Art Frauenpower wächst an. Aber nicht überall und nicht friktionslos, denn „Women's lib“, wie es früher hieß, bedeutet nicht nur, dass die Frauen einen Freifahrtschein in alle ehemals männlichen Domänen erworben haben und die Männer ihnen dort Platz machen müssen. Es bedeutet auch, dass sich gewachsene Strukturen und Verhaltensweisen in nahezu sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen – bis in die Sprache hinein – verändern oder sich gegen Veränderung sperren. Zu beobachten ist in jedem Fall, dass es eine stetige Verunsicherung gibt, wodurch der Dialog zum Thema der Geschlechterkämpfe nicht nur hochaktuell, sondern auch von essentieller Bedeutung ist.

 

3.) Dr. Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler und Mitglied der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, wird am 16. Mai 2018 in "Natürlich kann geschossen werden. Oder wie pazifistisch war die Revolte?" Fragen zur Opfer- und Täterrolle erörtern: Die Sichtweise der meisten 68er basiert auf einer grundlegenden  Unterscheidung zwischen passiver und aktiver Gewalt. Sie sehen sich vor allem als Opfer staatlicher Repression. Im Verlauf der 68er-Bewegung hatte es insbesondere zwei Akte mörderischer Gewalt gegeben: Die Erschießung des Germanistikstudenten Benno Ohnesorg am Rande einer Demonstration gegen den Schah von Persien am 2. Juni 1967 und ein am 11. April 1968 von einem Rechtsradikalen auf Rudi Dutschke verübtes Attentat. Angesichts der Tatsache, dass es davor und danach zu einer Vielzahl militanter Ausschreitungen kam, ist jedoch zu fragen: Wann waren die Teilnehmer der 68er-Bewegung bloß Objekte staatlicher Gewalt, wann wurden aus ihnen selbst Subjekte von Gewaltaktionen und welche Relation bestand zwischen diesen beiden Formen. Es geht vor allem darum zu hinterfragen, wie sich dieser Rollenwechsel erklären lässt. War er situationsbedingt oder ist bereits von vornherein eine bestimmte Disposition vorhanden gewesen und welche determinierenden Faktoren spielten dabei eine Rolle? Auch die Gießener Allgemeine hat über Kraushaars Vortrag zu gewaltsamen Widerstand berichtet.

 

4.) Mit dem vierten Vortrag der Ludwig Börne-Vorlesungen lädt das ZMI zur Abschlussveranstaltung der Vorlesungsreihe ein. Als Historiker für zeitgenössische Geschichte und Professor an der Universität Kopenhagen stellt uns Prof. Dr. Detlef Siegfried am 6. Juni 2018 den kulturellen Hintergrund einer Jugend vor, der die Dynamik der '68er-Protestbewegung maßgebliche prägte. Der mit dem Humboldt-Forschungspreis 2018 ausgezeichnete Historiker schließt mit seinem Vortrag über das Thema "Kultur und die linke Szene der 60er und 70er Jahre" an die vergangenen Vorträge an, welche die Protestbewegung der '68er kritisch hinterfragten.
Bekannt ist das Wissen über die Verbindung von Protest und Jugendkultur. Doch wie angespannt und wie konfliktgeladen war das Verhältnis zwischen Protestbewegung und Popkultur wirklich? Wie verlaufen die Spuren der '68er in der Popkultur? Detlef Siegfried geht dem nach, was das Selbstbild einer Generation in Fragen stellen könnte, wie etwa die Frage der Konsumkultur. War die populäre Musik nur der Soundtrack jener Bewegung oder wirklich Einflussfaktor für politisches Handeln und Wertewandel? Siegfried wird versuchen das Wechselverhältnis aufzudecken.

 

Alle Vorträge finden mittwochs um 19.15 Uhr (19 Uhr c.t.) in der Aula im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität (Ludwigstraße 23) statt.

Das ZMI und die JLU laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen sich auf Ihren Besuch.  

(27.03.2018, Jennifer Neumann/ 5. Juni 2018, Abdullah Erdogan)

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