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CfP: "Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation"

Call for Papers für den Tagesworkshop zum Thema Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation im Rahmen des ZMI-Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft am Freitag, 12. April 2019, an der Justus Liebig Universität Gießen. Organisiert wird der Workshop von Dr. Tanja Skerlavaj (Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen) und Dr. des. Paul Reszke (Institut für Germanistik der Universität Kassel). 

In der Sprachwissenschaft ist der gesellschaftliche Funktionsbereich der Kunst bis in die 2000er Jahre hinein als Untersuchungs- und Erkenntnisobjekt unterrepräsentiert. Einen ersten systematischen Überblick darüber, „welche Rolle(n) die Sprache für die Kommunikation mit und durch Kunst spielt“, bietet der von Heiko Hausendorf und Marcus Müller herausgegebene Band Handbuch Sprache in der Kunstkommunikation(Hausendorf/Müller 2016). Wie in diesem Sammelband wird auch im Workshop davon ausgegangen, dass Kunstkommunikation ebenso von gesellschaftlicher Relevanz ist wie andere spezialisierte Formen von Kommunikation, also die politische, die Wirtschafts-, Glaubens-, Gesundheits- oder Rechtskommunikation. Darüber hinaus ist das Reden in Kunstdiskursen über enge Schnittstellen mit diesen anderen Wissensdomänen verbunden – das zeigen beispielsweise Großausstellungen wie die documentadurch ihre politischen Agenden oder breiten Thematisierungen einzelgesellschaftlicher und globaler Leitthemen.

Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft Im Zentrum einer linguistischen Erforschung der Kunstkommunikation müssen die Fragen stehen, wie man über, durch und mit Kunst kommuniziert, welche Themen dabei gleichzeitig mitverhandelt werden sowie wie Kunstinstitutionen ihre Inhalte sowohl intern konzipieren als auch nach außen kommunizieren. Dabei kommt erstens der Sprache eine zentrale Rolle zu – diese ist laut Hausendorf/Müller (2016, 5) in der Kunstkommunikation omnipräsent, und zwar »nicht nur in der Kommunikation über Kunstwerke, sondern auch schon im Kontakt mit Kunstwerken, der mit Sprache initiiert, vorbereitet, gerahmt und gestaltet wird«. Zweitens werden wir gegenwärtig Zeugen einer veränderten »semiotischen Landschaft« (Stöckl 2004, 2), in der nicht-sprachliche Aspekte zunehmend eine bedeutungskonstitutive Rolle übernehmen. Somit liegt unser Schwerpunkt gleichzeitig auf der Rolle der Sprache für die Kommunikation im Umkreis von Kunstinstitutionen; und wir richten den Blick auf andere Zeichenmodalitäten, durch die im Funktionsbereich »Kunst« kommunikativ gehandelt wird. 

Dabei möchte sich der Workshop sowohl dem Bereich der bildenden Kunst als auch dem der prozessual-performativen Kunst widmen – es kann also die Kommunikation in Kunstinstitutionen wie etwa Museen, Gallerien, Großausstellungen, Kunstvereinen und ‑häusern, aber auch in Schauspielhäusern, Opern und Konzertsaalgebäuden in den Blick genommen werden. Mögliche Forschungsfragen sind unter anderem:

  • Wer redet (mit) im Interaktionsrahmen »Kunst« und zu welchen kommunikativen Zwecken? (Unter die zu untersuchenden Gruppen können fallen: Fachexpert_innen, Künstler_innen, Kunstvermittler_innen, Kunstinteressierte, Geldgeber_innen, politische Akteur_innen, Kritiker_innen, Lai_innen)
  • Durch welche sprachlich-kommunikativen Praktiken erfolgt die Kommunikation im Umkreis von Kustinstitutionen?
  • Welche Medien und Modalitäten werden dabei inwiefern genutzt? 
  • Gibt es besondere Eigenschaften der Sprache von Kunstinstitutionen?
  • Welche Forschungsdesiderate und -potenziale bietet eine linguistische Erforschung von Kunstkommunikation?
  • Entsteht im Umfeld von Kunstinstitutionen eine besondere Form kommunikativ-pragmatischer Innovationen, beispielsweise die erstmalig breite Nutzung des Internets bei einer öffentlichen Veranstaltung im Kontext der documenta X(1997)?

Der Tagesworkshop wendet sich sowohl an erfahrene Forscher_innen als auch an jüngere Wissenschaftler_innen, die ihre Forschungsideen skizzieren und über Ansätze, Möglichkeiten und Probleme mit erfahrenen Wissenschaftler_innen diskutieren möchten. Erwünscht sind Beiträge, die sich mit der Kommunikation im Umkreis von Kunstinstitutionen aus textlinguistischer, diskurslinguistischer, gesprächsanalytischer, didaktischer oder medienlinguistischer Perspektive sowie aus der Perspektive der Multimodalitätsforschung auseindersetzen. 

Für Vorträge stehen 20 Minuten Vortragszeit und 10 Minuten für die Diskussionzur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Projekte und Themen mit Hilfe von Postern zu präsentieren.

Einsendeschluss für Beitragsvorschläge und einen Abstract war der 17. März 2019.

 

(28.02.2019 Laura Schilling)