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ZMI-Newsletter

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ZMI-Newsletter 3/2017

 

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren, werte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde des ZMI,

 

Prof. Dr. Katrin Lehnendas Editorial darf ich heute mir einer ganz wunderbaren Nachricht eröffnen: Dietmar Rösler ist seit dem 1. Oktober 2017 Seniorprofessor am ZMI. Mit ihm gewinnen wir nach Claus Leggewie bereits die zweite Seniorprofessur, die die Arbeit am ZMI bereichert und nach außen strahlen lässt. Dietmar Rösler ist dem ZMI mit seinen bisherigen Forschungsschwerpunkten schon lange inhaltlich und institutionell verbunden. Wie genau, das lesen Sie weiter unten etwas ausführlicher.

Einen Kater bekommt man vom vielen Feiern. Gern hätten wir das vom Ausgang der Bundestagswahl behauptet. Stattdessen heißt es jetzt Katerstimmung und die hat so gar nichts mit rauschenden Festen, sondern mit beunruhigenden Umbrüchen im parlamentarischen System zu tun: Jamaika-Kater? Eine Nachlese zur Bundestagswahl 2017 lautet der Titel einer Podiumsdiskussion, die das ZMI zusammen mit dem Politikwissenschaftlichen Institut der JLU am 26. Oktober 2017 im Hauptgebäude veranstaltet. Damit wird eine kurze, aber bereits gut etablierte Tradition am ZMI fortgesetzt: die kommentierende, debattierende, kontroversenorientierte Begleitung aktueller politischer Ereignisse und Entwicklungen, die sich zuletzt vor allem auf die großen Wahlen in den USA, Frankreich und zuletzt Deutschland bezogen. Erwartet werden ExpertInnen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern: Politikwissenschaft, Politikberatung, Journalismus u.a.

Nicht zuletzt freuen wir uns, dass Sabine Heymann, die als ZMI-Geschäftsführerin im Sommer in den Ruhestand gegangen ist, weiterhin spannende Projekte verfolgt und anstößt, die ihren Ausgang am ZMI genommen haben. Nachzulesen in diesem Newsletter.

 

Viele Freude beim Stöbern und Lesen und einen erfolgreichen Start ins neue Semester,

herzlich,

Ihre Katrin Lehnen

 

 


ZMI-Newsletter 3/2017

 

Editorial

 

News

Dietmar Rösler tritt am ZMI angesiedelte Otto-Behaghel-Seniorprofessur an

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl 2017

 

Veranstaltungsankündigungen

Transkulturelle Theaterprojekte zwischen China und Europa – Vortrag von Sabine Heymann am Shanghai Hamburg Forum

Grundwissen Migration und Menschenrechte – Interdisziplinäre Ringvorlesungen im Wintersemester 2017/2018

Interdisziplinärer Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture 

Digitale (Un)sichtbarkeiten – GGS-Jahrestagung 2017

LBM-Workshop in der Reihe Wissens- und Bildungsmedien

 

ZMI-Videos

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen – Videomitschnitt jetzt auf YouTube 

 

News der Ludwig Börne-Professur

Claus Leggewie veröffentlicht Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Filmaufnahmen als Zeitmaschine? – Rückblick auf die Summerschool der Fachjournalistik Geschichte 

Tagung Engagierte Literatur im deutschsprachigen Raum nach 1989 – JLU und AHL Mitveranstalter in Łódź 

Vadim Oswalt unterrichtet im Rahmen des University Immersion Program (UIP) an der Sichuan-University in Chengdu

Mathilde Hennig und Katrin Lehnen zu Gast auf der 4. Internationalen Deutschlehrertagung in Hanoi

Gemeinsamer Workshop der Germanistischen Institutspartnerschaften Gießen und Leipzig mit der Universität Hanoi und der Fremdsprachenuniversität Hanoi

Experten-Tagung Materialgestütztes Schreiben: Erfahrungen aus der Praxis – Perspektiven der Forschung an der JLU

Katrin Lehnen in der Sektion "Mediendidaktik und Medienkompetenz" auf der GAL 2017 in Basel

20 Jahre Gießener Forschungsschwerpunkt Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien

Starke Gießener Präsenz auf der Internationalen Deutschlehrertagung in der Schweiz

Sabine Heymann auf DFG-Tagung zu deutsch-italienischen Theaterübersetzungen in der Villa Vigoni und auf der EURODRAM-Jahresversammlung in Lissabon

Delegation aus Taiwan zu Besuch im ZMI

 

In den Medien

"Wenn an der JLU ‚irgendwas mit Medien‘ gemacht wird, ist das ZMI zumeist nicht weit" schreibt der Gießener Anzeiger

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei Maischberger

Neuigkeiten aus der Engelbart-Galaxis

Zeitgenössisches Theater in China

Sascha Feuchert rezensiert John Boyne’s Der Junge auf dem Berg in der FAZ

"Aust verschleiert wahre Autorenschaft" – Markus Roth veröffentlicht ausführliche Kritik der Konrad Heiden Biographie von Stefan Aust in der taz

 

Personalia

Ulrike Weckel wird Richard von Weizsäcker Fellow am St Antony’s College der Oxford University 

Neuzugänge im Team des ZMI


 

News

Dietmar Rösler tritt am ZMI angesiedelte Otto-Behaghel-Seniorprofessur an

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Dietmar Rösler Foto: JLU-Pressestelle/Rolf Wegst
Mit dem Wintersemester 2017/18 wird am ZMI eine zweite Seniorprofessur eingerichtet: Der Präsident der JLU hat Prof. Dietmar Rösler, Sprecher der ZMI-Sektion 3 Educational Linguistics, die Otto-Behaghel-Seniorprofessur übertragen. Arbeitsschwerpunkte werden die Unterstützung der Internationalisierungsaktivitäten der JLU, die Weiterführung der Forschung im Bereich Fremdsprachenlernen in der Mediengesellschaft sowie die Fort- und Weiterbildung hessischer DeutschlehrerInnen im Fach Deutsch als Zweitsprache sein.

Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Politologie an der FU Berlin ging Dietmar Rösler zunächst als DAAD-Lektor an das University College Dublin und danach als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Peter Eisenberg an das Institut für Germanistik der FU Berlin, wo er in dem damals noch sehr jungen Fach Deutsch als Fremdsprache promovierte. Von 1986–1996 war er Hochschullehrer am German Department des Londoner King’s College, von dort wechselte er auf die Professur für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der JLU.

In Gießen übernahm Rösler die Verantwortung für das Fachgebiet und den Studiengang Deutsch als Fremdsprache und entwickelte zusammen mit Prof. Henning Lobin, dem langjährigen Direktor des ZMI, den Masterstudiengang Sprachtechnologie und Fremdsprachendidaktik, in dem die Studierenden gleichzeitig in Computerlinguistik und Fremdsprachenforschung ausgebildet werden, einen im deutschsprachigen Raum einzigartigen Studiengang. Intensiv wurde in den 20 Jahren seines Wirkens die Zusammenarbeit mit der Germanistik in Asien ausgeweitet. Davon zeugen unter anderem eine direkt nach Dienstantritt beginnende und bis heute fortgeführte Kooperation mit der Baptist University in Hongkong, eine Gastprofessur an der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi, die Betreuung von DoktorandInnen aus Asien und, oft in Kooperation mit dem DAAD oder dem Goethe-Institut, vielfältige Fortbildungen für DeutschlehrerInnen und GermanistInnen in Asien, vor allem in Vietnam.

Neben dem Forschungsfokus Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien, den Dietmar Rösler in seinen zwanzig Jahren an der JLU kontinuierlich ausgebaut hat, spielte seit 2015 die Weiterbildung von hessischen DeutschlehrerInnen im Fach Deutsch als Zweitsprache in seinem akademischen Leben eine wichtige Rolle: Für die Lehrkräfteakademie hat er eine einjährige Weiterbildung für hessische DeutschlehrerInnen im Fach Deutsch als Zweitsprache konzipiert und intensiv auch selbst in ihr unterrichtet.

Die Antrittsvorlesung wird am Mittwoch, den 24. Januar 2018 um 18 Uhr stattfinden. Nähere Informationen folgen.

 

 

 

Podiumsdiskussion Jamaika-Kater? − Nachlese zur Bundestagswahl 2017

jamaika_katerDas Ergebnis der Wahl zum 19. Bundestag vom 24. September 2017 stellt sowohl mit dem Einzug der AfD als auch mit der Anzahl der in den Bundestag gewählten Parteien eine Zäsur für den deutschen Parlamentarismus dar. Wie geht es jetzt weiter? Mit sieben in den neuen Bundestag gewählten Parteien und neuen Koalitionsoptionen gibt es Gesprächsbedarf, nicht nur für die Politikwissenschaft.

Unter dem Titel Jamaika-Kater? – Nachlese zur Bundestagswahl 2017 findet am 26. Oktober 2017 um 18:00 Uhr s.t. eine Podiumsdiskussion in der Aula der JLU, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen statt, die das ZMI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaft (IfP) der JLU in der Reihe Kontroversen veranstaltet.

Auf dem Podium diskutieren Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt und Projektleiterin der German Longitudinal Election Study), der politische Blogger Stefan Krabbes, die Journalistin Maria Fiedler (Tagesspiegel), der Politikberater Matthias Hartl (pollytix strategic research gmbh) sowie die Politikwissenschaftlerin Prof. Dorothée de Nève (ZMI/IfP). Nach kurzen Inputs des Podiums besteht Gelegenheit zu einer offenen Debatte. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Simone Abendschön (ZMI-Sektion1/IfP). Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der JLU, wird mit einem Grußwort die Veranstaltung eröffnen.

 

 

 

 


Veranstaltungsankündigungen

Transkulturelle Theaterprojekte zwischen China und Europa – Vortrag von Sabine Heymann am Shanghai Hamburg Forum

Sabine Heymann, ehemalige Geschäftsführerin des ZMI und Mitglied der ZMI-Sektion 5, nimmt am 20. Oktober 2017 am Shanghai Hamburg Forum der Universität Hamburg teil. Im Rahmen des Generalthemas Händler, Arbeiter und Studenten: Chinesen in Europa wird sie einen Vortrag über transkulturelle Theaterprojekte zwischen China und Europa halten. Das Forum wird von der Abteilung Sprache und Kultur Chinas des Afrika-Asien-Instituts der Hamburger Universität veranstaltet. Ende April 2017 fand an der Fudan Universität Shanghai, Partnerhochschule der Universität Hamburg, zum fünften Mal das Shanghai Hamburg Forum zum Thema Deutschland in China: Geschichte und Erinnerung statt. In diesem Format finden alle zwei Jahre – jeweils in Shanghai und in Hamburg – deutsche und chinesische GeisteswissenschaftlerInnen zusammen, um sich gegenseitig Einblick in ihre Forschungen zu gewähren. Hamburg im Oktober ist diesmal die zweite Etappe.

 

 

 

Grundwissen Migration und Menschenrechte – Interdisziplinäre Ringvorlesungen im Wintersemester 2017/2018

Grundwissen Migration und MenschenrechteGlobale Prozesse haben einen direkten Einfluss auf das Leben vieler Menschen und verursachen verschiedenartigste Migrationsbewegungen. Zunehmend sind mit Migration auch menschenrechtliche Problematiken verknüpft. So prägen auch in Deutschland Debatten um Zuwanderung, Flucht, Integration und Menschenrechte sowohl die Medienberichterstattung, das politische Leben als auch den (akademischen) Alltag.

Um ihre Studierenden in Fragen von Migration und Menschenrechten zu bilden und auf diesbezügliche Thematiken in zukünftigen Berufsfeldern vorzubereiten, hat die JLU ein entsprechendes Studienangebot eingerichtet.

Im Wintersemester 2017/2018 veranstaltet das Projektteam "Interdisziplinäres Studienangebot ‚Migration & Menschenrechte’" (StaMM) der JLU zwei interdisziplinäre Ringvorlesungen zu diesen beiden Themenkomplexen. In den Veranstaltungen werden WissenschaftlerInnen aus sechs verschiedenen Fachbereichen der JLU historische, theoretische, politische und rechtliche Grundlagen zum Thema Migration und Menschenrechte, aber auch spezifische Handlungsfelder wie Schule und Gesundheit thematisieren. Ziel der Ringvorlesungen soll es unter anderem sein, Kompetenz in Migrations- und Menschenrechtsfragen für den Alltag zu schaffen.

An den beiden Veranstaltungsreihen beteiligen sich auch Mitglieder des ZMI:

Prof. Jörn Ahrens (ZMI-Sektion 1) hält am Montag, den 23. Oktober 2017 einen Vortrag über "Migration aus kultursoziologischer und gesellschaftstheoretischer Perspektive".   

Dr. Bettina Severin-Barboutie (ZMI-Sektion 4) spricht am Montag, den 6. November 2017 zum Thema "Historische ‚Normalität‘ von Wanderbewegungen".

Am Montag, den 27. November 2017 widmet sich Dr. Jutta Hergenhan (Wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI) dem Thema "Migration und Geschlecht aus politikwissenschaftlicher Perspektive".

Einen Tag später, am 28. November 2017, hält Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion 1) einen Vortrag zu "Human Rights from the Perspective of Cultural Studies".

Am Dienstag, den 9. Januar 2018 spricht Prof. Christine Wiezorek (ZMI-Sektion 1) über "Menschenrechte und pädagogisches Handeln".

Die Abschlussdiskussionen am Montag, den 29. Januar (Grundwissen Migration) und am Dienstag, den 30. Januar 2018 (Grundwissen Menschenrechte) werden von den drei InitiatorInnen der Ringvorlesungen, Prof. Christine Wiezorek, Dr. Regina Soremski (beide ZMI-Sektion 1) und Dr. Michael Knipper, geleitet.

Beide Ringvorlesungen finden wöchentlich montags (Grundwissen Migration) und dienstags (Grundwissen Menschenrechte) ab 16 Uhr im Großen Hörsaal, Stephanstr. 24 (Zoologie) in Gießen, statt. Weitere Informationen zu den Ringvorlesungen sowie zu StAMM finden Sie hier.

 

 

 

Interdisziplinärer Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture

Poster_Netzwerkanalyse_2017ZMI, International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und Herder-Institut Marburg veranstalten am 16. November 2017 gemeinsam den Workshop Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture. Die von Prof. Katharina Stornig (ZMI-Sektion 4/GCSC), Dr. Elke Bauer und Dr. Victoria Harms (jeweils Herder-Institut) organisierte Veranstaltung eröffnet am 15. November 2017 mit einem öffentlichen Vortrag von Dr. Martin Stark (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund). Das Programm sieht folgende Themenschwerpunkte vor:

Over the last decade, network analysis has made its way from a fringe theory to an established albeit minor methodology in historical research that goes beyond a purely metaphorical use of the term "network". A substantial number of studies on different topics and periods have shown that network theories and formal network methods developed in other disciplines can be fruitfully applied to various bodies of historical sources. Recognizing the growing importance of digital research tools and methods in the humanities and social sciences, the workshop aims at exploring the potential of processing and visualizing network data for the broader field of the study of history and culture. The speaker, Dr. Martin Stark (Hamburg/Aachen), is specializing in network theories and the development of digital tools for historical research. He will host a two-part-series of events. On the first day, Dr. Stark will introduce his research and relevant concepts, methods, and theories in the framework of a public lecture, followed by a discussion. On the second day, Dr. Stark will hold a hands-on workshop, which aims at providing registered participants the possibility to adapt the digital methods presented in the lecture via applying open source tools to their own research questions and projects. With Dr. Stark’s assistance, each participant is invited to bring his or her own research data and use the findings to visualize the implicit historical networks.

The workshop, a collaboration between the GCSC, the Herder Institute and the ZMI, is open to all graduate students, researchers, and staff interested in digital history. No prior knowledge of digital history is required. Participants are expected to bring their own laptops. Material to process will be provided, but individual findings can be used, too. Please indicate your preference in your registration email. In order to register, please send a short email summarizing your study/research interests and motivation to participate in this workshop by November 5, 2017, to victoria.harms@herder-institut.de. This informal email will only be used to better service your needs.

Zeit/Ort:

15. November 2017 (17.00-19.00 Uhr): Öffentlicher Vortrag "Historical Network Research: The Case of a Rural Credit Market in the 19th Century" (Ort: Multifunktionsraum des GCSC, Alter Steinbacher Weg 38, 35394 Gießen, in Kooperation mit dem Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte).

16. November 2017 (9.30-16.00 Uhr): Workshop "Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture" (Ort: Herder-Institut Marburg, Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg).

Den Flyer mit dem kompletten Programm finden Sie hier.

 

 

 

Digitale (Un)sichtbarkeiten – GGS-Jahrestagung 2017

Die Digitalisierung ist eine der treibenden Kräfte in der heutigen Welt und verändert unsere Gesellschaft nachhaltig. Während die Wirtschaft das schon lange erkannt hat und sich intensiv mit Arbeit und Industrie 4.0 auseinandersetzt, sieht sich gegenwärtig auch die restliche Gesellschaft vermehrt mit dem technischen Wandel konfrontiert. Öffentliche Angelegenheiten wie etwa das Gesundheits- und Bildungssystem werden zunehmend mit größtenteils unsichtbaren und algorithmischen Systemen digitalisiert. Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter, Instagram und viele andere verändern unser Kommunikationsverhalten und Möglichkeiten der Partizipation. Dabei werden im Hintergrund private Daten zum Öl der digitalen Welt.

Wir leben in einer zunehmend vernetzten und verdateten Gesellschaft, in der neue Formen des Arbeitens, des Kommunizierens und des Lernens entstehen. Das wirft viele Fragen auf:

Was passiert eigentlich im Hintergrund mit meinen Daten? Wie werden wir in Zukunft arbeiten, wie forschen? Wie lernen und bilden wir uns weiter? Wie wollen wir unsere Kinder auf diese Zukunft vorbereiten? Wie wollen wir in Zukunft an politischen Prozessen teilnehmen? Wo liegen die versteckten Herausforderungen und Chancen?

Die Tagung will den Raum geben, in einem interdisziplinären Umfeld Erfahrungen zu sammeln, Fragen aufzuwerfen, zu reflektieren und zu gestalten.

Die vom Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS) in Kooperation mit dem ZMI veranstaltete Tagung öffnet am 6. Dezember 2017 mit einem gemeinsamen Abendessen und anschließender Vorstellung des Kinderrechte-Filmfestivals, welches die Vermittlung von Medienkompetenz mit kultureller und politischer Bildung kombiniert und so den interdisziplinären Rahmen der Tagung verdeutlicht. Die Haupttagung selbst findet am 7. und 8. Dezember 2017 statt.

Den vollständigen Tagungsablauf und weitere Informationen finden Sie hier.

digitale unsichtbarkeiten
 

 

 

LBM-Workshop in der Reihe Wissens- und Bildungsmedien

Im Rahmen des interdisziplinären ZMI-Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft wird im März 2018 unter der Leitung von Prof. Thomas Gloning und Melanie Grumt Suárez ein erster Tagesworkshop mit dem Titel Wissens- und Bildungsmedien (I): Zeitschriften stattfinden. Dieser Workshop eröffnet eine Reihe von mehreren Veranstaltungen, die sich jeweils auf einen bestimmten Typ von Wissens- und Bildungsmedium beziehen. Nach den Zeitschriften (2018/1) sollen gedruckte und digital aufbereitete wissenschaftliche Lehrbücher (2018/2) im Mittelpunkt stehen.

Zentrale Frage- und Analyseperspektiven sind unter anderem: kommunikative Verfahren der Wissensorganisation und der Wissensvermittlung, Fragen der Textorganisation und der multimodalen Gestaltung, Aspekte der Verständlichkeit, der Brauchbarkeit und der Zielgruppenorientierung, Gesichtspunkte der Medienspezifik und ihrer Zusammenhänge mit Fragen der kommunikativen Gestaltung sowie auch Fragen der sprachlichen, themen- und fachspezifischen Gestaltung von Informationsangeboten. Weitere Perspektiven sind nicht ausgeschlossen.

Der Tagesworkshop, der im März 2018 stattfindet, wird sechs Vorträge mit anschließender Diskussion umfassen. Die Vorträge werden zeitnah in einem Open Access-Format veröffentlicht.

Die ZMI-Mitglieder und die LeserInnen des ZMI-Newsletters sind herzlich eingeladen, Vorschläge für Beiträge zum Thema Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien, sei es als Vortragsangebot, sei es als Angebot für einen schriftlichen Beitrag, zu schicken.

Ein Call for Papers wird Ende Oktober 2017 veröffentlicht.

Kontakt:

 

 

 


 

ZMI-Videos

Podiumsdiskussion: Fake oder Fakt? #Bundestagswahl2017 richtig wählen – Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Im Vorfeld der Bundestagswahl am 24. September 2017 wurden Themen wie Fake News, der Vorwurf der "Lügenpresse" und der Einsatz von bots in sozialen Medien in Deutschland besonders relevant. Zur wichtigen Frage, welche Informationsquellen zur Bundestagswahl bestehen und welche vertrauenswürdig sind, organisierten das ZMI und das Institut für Politikwissenschaft (IfP) unter der Beteiligung von Studierenden der Politikwissenschaft gemeinsam eine Podiumsdiskussion, die am 11. Juli 2017 in der Alten Universitätsbibliothek stattfand und ein großes Publikum anzog.

Bundestagswahl2017 

Nach einer kurzen thematischen Einführung durch Prof. Dorothée de Nève (IfP/ZMI) sprach Prof. Simone Abendschön (IfP, Schwerpunkt Methoden) über die Umstände, unter denen Wahlbefragungen entstehen. Sie warb für eine kritische Rezeption solcher Umfragewerte. Tanja Binder M.A., Mitglied im wissenschaftlichen Begleitteam des Wahl-O-Mat, präsentierte den Wahl-O-Mat als Orientierungshilfe bei der persönlichen Wahlentscheidung. Alexander Sander, Geschäftsführer der Digitalen Gesellschaft e.V., sprach über Informationsbezug in sozialen Netzwerken im Vorfeld von Wahlen und wägte hierbei das Risiko irreführender Phänomene wie bots gegen aufgeklärte Nutzerpraxis ab. Im Anschluss erfolgte eine lebhafte Diskussion mit vielen Rückfragen, die von Louisa A. Süß (Studentin der Politikwissenschaft, JLU) moderiert wurde.

Den Videomitschnitt der vollständigen Veranstaltung finden Sie jetzt auf unserem YouTube-Kanal.

Die hessencam berichtete im Rahmen des Formats Jugend berührt Politik ausführlich über die Podiumsdiskussion. Das Video finden Sie hier.

Auch die Gießener Presse berichtete über die Veranstaltung:

 

 

 


 

News der Ludwig Börne-Professur

Claus Leggewie veröffentlicht Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung

Eine optimistische Antwort auf US-Präsident Donald J. Trumps "America First"

Europa ZuerstRechtspopulismus mit seinen fremdenfeindlichen Parolen spielt in vielen Ländern eine immer größere Rolle. Doch an der europäischen Basis hat sich längst eine starke Gegenbewegung gebildet. In seinem neuen Buch Europa zuerst! zeigt Ludwig Börne-Professor Claus Leggewie auf, wie sich pro-europäische Initiativen für ein freiheitliches, weltoffenes und gerechtes Europa einsetzen. Er analysiert quer durch Europa und entlang seiner Peripherie verschiedene neue Parteien, Vereinigungen und NGOs. Dabei vertritt Leggewie die These, dass aus deren Arbeit neue Zukunftsvisionen erwachsen, die Europa neu erfinden und dem Stillstand europäischer Institutionen mit Lösungsansätzen entgegentreten. Ziel des Buches sei es, "Mut zu machen", insbesondere im Angesicht der vorherrschenden Stimmung bezüglich der Zukunft Europas. Nach der Lektüre von Europa zuerst! besteht die Hoffnung: Das Europa der Zukunft existiert und ist basisdemokratisch, kosmopolitisch, bürgernah und sozial gerecht. Leggewie will mit seinem Buch "wieder Lust auf Zukunft" machen und ruft zur aktiven Gestaltung europäischer Politik auf. Am 5. September 2017 stellte Leggewie das Buch zusammen mit Bundesaußenminister Sigmar Gabriel im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vor.

In verschiedenen Medien sprach Claus Leggewie bereits über Europa zuerst!:

Auf der Homepage des Ullstein Verlags finden Sie die Termine der kommenden Lesungen und Gespräche mit Claus Leggewie.

Claus Leggewie: Europa zuerst! Eine Unabhängigkeitserklärung. Berlin: Ullstein, 320 Seiten.

 

 

 


 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Filmaufnahmen als Zeitmaschine? – Rückblick auf die Summerschool der Fachjournalistik Geschichte

Filmaufnahme als Zeitmaschine

Schützengräben des Ersten Weltkriegs, das Winterpalais im Oktober 1917, das Warschauer Ghetto, der Nürnberger Gerichtssaal, ein DDR-Schlafzimmer: historische Filmaufnahmen entführen uns in vergangene Welten. Sie suggerieren Augenzeugenschaft und entfalten Wirkung, und dies selbst wenn die Betrachterin weiß, dass das Geschehen gestellt und die dokumentarische Anmutung des Materials künstlich erzeugt wurde. Was also können HistorikerInnen mit solchen bewegten Bildern anfangen? Wie können sie im Hinblick auf ihren Entstehungsprozess, ihre Machart, ihre Wirkung dekonstruiert und zugleich als historische Quellen für vergangene Gesellschaften genutzt werden? Um diese Frage kreiste die Summerschool Historische Filmaufnahmen als Zeitmaschine?, die vom 28. August bis zum 1. September 2017 an der JLU in Zusammenarbeit mit der ZMI-Sektion 4 stattfand und von Prof. Ulrike Weckel sowie Dr. Christina Benninghaus (beide Sektion 4) organisiert wurde. Den Masterstudierenden und DoktorandInnen aus Gießen, Berlin, Jena und Wien bot sich ein Programm, das ganz unterschiedliche Ansätze der historischen Forschung zu und mit Filmen präsentierte.

Neugierig geworden? Hier können Sie die ausführliche Rückschau von Christina Benninghaus nachlesen!

 

 

 

Tagung Engagierte Literatur im deutschsprachigen Raum nach 1989 – JLU und AHL Mitveranstalter in Łódź

Vortrag von Sascha Feuchert zu Carlos Peter Reinelts Willkommen und Abschied

Die deutschsprachige Literatur steht in einer langen Tradition des Engagements, die bis in die Aufklärung sowie die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Höhepunkte erreichte sie in der Zeit des Vormärz, des Expressionismus, der Weimarer Republik und dann während des Nationalsozialismus im Exil. Auch in der Nachkriegszeit sowie nach der Wende 1990 und um die Jahrtausendwende war die 'Einmischung' von SchriftstellerInnen ein wichtiger Teil des Kulturdiskurses. Aktuell macht die Forschung dagegen bei jüngeren AutorInnen eher eine Tendenz aus, sich weniger politisch zu engagieren, und beobachtet eine wachsende Popularität des Familienromans mit einem Rückzug ins Private. Dennoch werden gleichzeitig auch neue Schreibweisen und Genres, neue Diktionen und eine veränderte Rhetorik erprobt, um aktuelle gesellschaftliche und politische Probleme und Phänomene zu thematisieren.

Die Tagung Engagierte Literatur im deutschsprachigen Raum nach 1989, die vom 21. bis 24. September 2017 in Łódź (Polen) stattfand, untersuchte diese Formen und Richtungen des literarischen Engagements in den letzten 25 Jahren. Veranstaltet wurde sie von der Universität Łódź (UŁ), der JLU Gießen, der Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), dem PEN Zentrum Deutschland, dem Prüfungszentrum Goethe-Institut sowie dem Österreichischem Kulturforum Warschau unter der Leitung von Dr. Gudrun Heidemann (UŁ), Prof. Joanna Jabłkowska (UŁ), Dr. Elżbieta Tomasi-Kapral (UŁ), Prof. Sascha Feuchert (ZMI-Sektion 4/JLU/AHL) und Prof. Carsten Gansel (ZMI-Sektion 2/JLU).

Inhaltlich wurden literarische Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust in Werken der Folgegenerationen, die nicht überwundene Wende in Deutschland, Postkolonialismus-Debatten, Globalisierung oder Kosmopolitismus, eigene und fremde Facetten des Terrorismus, Wahrnehmung von Fremdheit, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt im Alltag, Debatten um die Meinungsfreiheit und die Verfolgung von SchriftstellerInnen weltweit sowie Umweltschmutz und Umweltschutz thematisiert.

Unter anderem sprach Sascha Feuchert unter dem Titel "Engagiert von der 'Flüchtlingskrise' erzählen?" über das Werk von Carlos Peter Reinelt Willkommen und Abschied. Neben den Vorträgen gab es ein Gespräch mit Josef Haslinger (Schriftsteller und bis 2017 Präsident des PEN-Zentrums Deutschland) über "Literatur und Engagement".

Das vollständige Programm mit allen Beiträgen und Vortragenden finden Sie hier.

 

 

 

Vadim Oswalt unterrichtet im Rahmen des University Immersion Program (UIP) an der Sichuan-University in Chengdu

Prof. Vadim Oswalt, Ko-Sprecher der ZMI-Sektion 2, nahm vom 3. bis 14. Juli am University Immersion Program (UIP) 2017 der JLU-Partneruniversität Sichuan-University in Chengdu (China) teil und gab einen Kurs zum Thema "World Views – Historical Maps in a transcultural Perspective". Sechzig Studierende diskutierten zwei Wochen lang über Kartographie und kognitive Karten sowie Weltbilder in historischen Karten aus Europa, Asien und der islamischen Welt. Zudem besuchte Vadim Oswalt das Historische Institut der Sechuan University zu einem fachlichen Austausch über historische Karten und zur Erörterung von Möglichkeiten der Kooperation.

Oswalt Sichuan
Kurs auf dem Wangjiang Campus der Sichuan University. Foto: privat

 

 

 

Mathilde Hennig und Katrin Lehnen zu Gast auf der 4. Internationalen Deutschlehrertagung in Hanoi

Keynotes der beiden Germanistik-Professorinnen zu Themen der Wissenschaftskommunikation und Digitalisierung von Schreibprozessen

Unter dem Titel International, Interkulturell, Interdisziplinar: DaF in Zeiten der Globalisierung waren die beiden Gießener Germanistik-Professorinnen Mathilde Hennig (ZMI-Sektion 3) und Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin des ZMI) als Keynote-Sprecherinnen auf der 4. Internationalen Deutschlehrertagung an der Universität in Hanoi geladen (8. bis 10. Oktober 2017). Die mit knapp 150 TeilnehmerInnen gut besuchte Tagung brachte ProfessorInnen, Deutsch-DozentInnen und LektorInnen aus dem südostasiatischen Raum zusammen. Sie verfolgte das Ziel, den Austausch und die Vernetzung unter den Beteiligten stärker zu fördern. Dabei trafen die beiden Gießener Wissenschaftlerinnen auf ein interessantes und dynamisches Umfeld der Auslandsgermanistik, das eher selten in unseren Blick gerät. Umso anregender war der Austausch mit vietnamesischen, thailändischen, laotischen, indischen, indonesischen, malaysischen und vielen anderen KollegInnen, die sich intensiv mit der Vermittlung der deutschen (Wissenschafts-)Sprache und Deutsch als Fremdsprache auseinandersetzen.

Mathilde Hennig hielt den Eröffnungsvortrag der Tagung. Unter dem Titel "Wie komplex ist Wissenschaftssprache?" ging sie den spezifischen sprachlich-syntaktischen Mitteln nach, die das Deutsche als Wissenschaftssprache insbesondere auch mit Blick auf seine historische Entwicklung kennzeichnen – und eben komplex machen. Katrin Lehnen eröffnete in ihrem Vortrag "Medienspezifische Schreibprozesse – Zur Veränderung literaler Praktiken durch Digitalisierung" Einblick in die Dynamik, die das Lesen und Schreiben seit einigen Jahren durch Prozesse zunehmender Automatisierung, Multimodalität und Interaktivität erfahren. An unterschiedlichen Beispielen der digitalen Textproduktion skizzierte sie Herausforderungen der Vermittlung literaler Pratiken an Schule und Hochschule.

 

 

 

Gemeinsamer Workshop der Germanistischen Institutspartnerschaften Gießen und Leipzig mit der Universität Hanoi und der Fremdsprachenuniversität Hanoi

Prof. Mathilde Hennig (JLU), Leiterin der Gießener Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) und Mitglied der ZMI-Sektion 3, Prof. Katrin Lehnen (JLU, Geschäftsführende Direktorin des ZMI) und Prof. Christian Fandrych (Herder-Institut Leipzig), Leiter der Leipziger GIP, veranstalteten am 9. und 10. Oktober 2017 an der Fremdsprachenhochschule der Nationaluniversität Hanoi einen Workshop mit DeutschdozentInnen beider Universitäten zum Thema Lernersprachdaten vietnamesischer Deutschlernender.

Seit gut zwei Jahren besteht die vom DAAD geförderte Institutspartnerschaft zwischen der Gießener Germanistik und der Deutschabteilung der Universität Hanoi. Seinerzeit waren Prof. Mathilde Hennig und Prof. Katrin Lehnen schon einmal in Hanoi und haben gemeinsam mit den vietnamesischen DeutschdozentInnen erste Ansätze für eine stärkere Forschungsorientierung der akademischen Arbeit in Hanoi entwickelt. Seitdem waren einige der vietnamesischen PartnerInnen – Studierende und DozentInnen – in Gießen wie auch ProfessorInnen und Studierende aus Gießen in Hanoi.

In diesem Jahr haben sich das Herder-Institut Leipzig, das ebenfalls eine GIP in Hanoi unterhält, und die JLU zusammen getan und einen gemeinsamen Workshop durchgeführt. Mit dem Ziel, Forschungsinitiativen anzustoßen und unter den eher schwierigen Forschungsbedingungen in Vietnam stärker zu bündeln, war vor einiger Zeit die Idee eines gemeinsamen Lernerkorpus an den beiden vietnamesischen Universitäten entstanden. An diesem können alle Beteiligten gemeinsam mit unterschiedlichen Fragestellungen und Datenausschnitten arbeiten. Im Workshop ging es nun um konkrete Fragen des Aufbaus und Arbeitens mit einem solchen Korpus. Die beiden vietnamesischen Leiterinnen der GIP, Dr. Dang Thi Thu Hien und Dr. Le Tuyet Nga, rekapitulierten in ihrem Teil des Workshops den "Prozess der Datenerhebung", den sie bisher in Angriff genommen haben. Dabei ist ein beachtlicher Korpus von mündlichen und schriftlichen Lernertexten entstanden. Christian Fandrych erläuterte Forschungsmethoden zur Erfassung von "Metadaten", während Mathilde Hennig Forschungsmethoden der "Annotation von Daten" zum Gegenstand machte. Katrin Lehnen schließlich erprobte mit den TeilnehmerInnen zwei unterschiedliche Methoden der "Datenauswertung". Die viel versprechende Kooperation wird im nächsten Jahr in Gießen mit einem Workshop auf Schloss Rauischholzhausen fortgesetzt, wo erste Ergebnisse mit der Korpusarbeit vorgestellt werden sollen.

 

 

 

Experten-Tagung Materialgestütztes Schreiben: Erfahrungen aus der Praxis – Perspektiven der Forschung an der JLU

Materialgestütztes SchreibenAuf der gemeinsam organisierten Veranstaltung der Gießener Germanistik (Prof. Helmuth Feilke, Prof. Katrin Lehnen, Geschäftsführende Direktorin des ZMI, Dr. Michael Steinmetz), der Paderborner Germanistik (Prof. Sara Rezat) und dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen Berlin (Prof. Petra Stanat) trafen vom 27. bis zum 29. September 2017 im Alexander-von-Humboldt-Haus der JLU VertreterInnen aus den Ländern, den Universitäten und aus Schulen der Region erstmals zusammen, um über Herausforderungen eines neuen Aufgabentyps zu sprechen.

Der neue Aufgabentyp "Materialgestütztes Schreiben" im Abitur wird 2017 fünf Jahre alt – und doch ist er noch lange nicht an den Schulen etabliert und angenommen. So gibt es inzwischen zwar einige deutschdidaktische Publikationen und Aufgabensammlungen, die Implementation in die Kerncurricula und Abiturprüfungen steht aber noch am Anfang und löst immer wieder Debatten zu Chancen, Herausforderungen – und Überforderungen – aus! Grund genug, ExpertInnen unterschiedlicher Bereiche zusammenzuführen und in einen gemeinsamen Austausch über die Potentiale zu treten. Vom 27. bis 29. September 2017 trafen sich im Gästehaus der JLU Personen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dem materialgestützten Schreiben befasst sind. In Vorträgen, Diskussionsstatements und an runden Tischen wurde auf inspirierende Weise dazu beigetragen, erste Forschungsarbeiten und laufende Dissertationsvorhaben zum Thema zu präsentieren, Vorbehalte näher zu beleuchten und Abstimmungswege zwischen Kultusministerkonferenz und Ländern transparent zu machen. Daraus erwuchsen interessante Impulse und Perspektiven für die weitere Arbeit an einem spannenden Thema.

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Katrin Lehnen in der Sektion "Mediendidaktik und Medienkompetenz" auf der GAL 2017 in Basel

Mit einem Vortrag zum Thema "Bedeutung digitaler Praktiken für formelles und informelles Lernen am Beispiel der Germanistik" war Prof. Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin des ZMI) an der Sektion "Mediendidaktik und Medienkompetenz" der Tagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V.) vom 7. bis 8. September 2017 in Basel beteiligt. In ihrem Vortrag stellte Lehnen Überlegungen zur fachspezifischen Nutzung und Reflexion digitaler Medien im Studium an, die sich auf eine explorative Befragung von Germanistik-Studierenden der JLU stützen. Die Untersuchung ist Teil des vom ZMI koordinierten Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft. Die offene Befragung zeigt unter anderem, dass die Studierenden eine kritische Sicht auf ihren eigenen Medienalltag werfen und ein gewisses Unbehagen auf Grund der Omnipräsenz digitaler Medien in ihrem Alltag verspüren. Interessant sind die Antworten auch mit Blick auf die gemischte Nutzung von Medien für fachspezifische und rein private Zwecke, wie die Nutzung von YouTube für die private Zerstreuung und die Aneignung von Wissen durch mündliche Erklärvideos.

 

 

 

20 Jahre Gießener Forschungsschwerpunkt Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien

Die erste Gießener Dissertation zum Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien erfolgte zu einer Zeit, als man an Mails vorsichtshalber noch keine allzu dicken Anhänge anbrachte und die Doktorandin Claudia Tamme in den Wohnungen der an ihrer Untersuchung beteiligten Studierenden noch Modems installieren musste. Seit dieser Pionierarbeit, bei der die Online-Tutorierung chinesischer Deutschlernender in Hongkong durch Gießener Studierende erforscht wurde, haben große technologische Veränderungen stattgefunden. Die Kommunikation von polnischen, chinesischen und deutschen Studierenden, die Prof. Katrin Biebighäuser im Rahmen des am ZMI angesiedelten Forschungsschwerpunktes Kulturtechniken und ihre Medialisierung vor ein paar Jahren analysierte, fand in einer virtuellen Welt statt. Ihre Avatare trafen sich an einem Nachbau der Berliner Mauer, bei dem über deutsche Geschichte gesprochen werden konnte. Die Kommunikation erfolgte gleichzeitig per Text- und Voice-Chat.

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Dies sind nur zwei Beispiele für Gießener Dissertationen, die sich seit zwanzig Jahren mit unterschiedlichen Aspekten des Fremdsprachenlernens mit digitalen Medien befassen. Das ursprünglich informelle Treffen der DoktorandInnen von Prof. Michael Legutke (Anglistik) und Prof. Dietmar Rösler (Germanistik, Sprecher ZMI-Sektion 3) etablierte sich schnell als kontinuierlich arbeitende Gruppe von Forschenden zum Thema digitale Medien und Fremdsprachenlernen. Sie wurde nach Gründung des Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) als – besonders langlebige und aktive – Sektion 8 des GGK in die Gießener Doktorandenförderung integriert. Die Gruppe hat inzwischen vier Sammelbände produziert, die beiden letzten zur Bedeutung der Aufgabenorientierung und von Interaktivitätskonzepten für das Lernen mit digitalen Medien.

Im Juli fand anlässlich des 20. Geburtstags dieser Gruppe auf Schloß Rauischholzhausen eine kleine ExpertInnentagung von ehemaligen und aktuellen Mitgliedern statt, die auf die Entwicklung des Fremdsprachenlernens mit digitalen Medien zurückblickte und zukünftige Tendenzen diskutierte. Und da ein Teil der Anwesenden inzwischen selbst zu den DoktorandInnen betreuenden Mitgliedern der academic community gehört, wurde beschlossen, sich im nächsten Jahr wiederzutreffen und auch die nächste Generation von jungen ForscherInnen einzuladen.

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Von links in der hinteren Reihe: Dietmar Rösler, Simon Falk, Michael Legutke, Torben Schmidt, Sebastian Kilsbach, Inke Schmidt, in der vorderen Reihe: Katrin Biebighäuser, Marja Zibelius, Nicola Würffel, Katja Nandorf, Sandra Götz, Karin Puga, Tamara Zeyer. Foto: privat

 

 

 

Starke Gießener Präsenz auf der Internationalen Deutschlehrertagung in der Schweiz

Alle vier Jahre treffen sich Lehrkräfte, die in aller Welt an Schulen oder Universitäten die Fremdsprache Deutsch unterrichten, zu einer großen Konferenz, die Forschung und Fortbildung kombiniert und für viele der circa 2.000 Teilnehmer auch einen wichtigen persönlichen Kontakt mit der deutschsprachigen Welt darstellt. Dieses Jahr fand die Tagung des Internationalen Deutschlehrerverbandes Anfang August in Freiburg in der Schweiz statt. In einem Plenarvortrag ließ Prof. Dietmar Rösler, Otto-Behaghel-Seniorprofessor der JLU, das Verhältnis von Kommunikationsorientierung und Grammatikvermittlung in der Fremdsprachenforschung der letzten 40 Jahre Revue passieren und diskutierte, wie sich  dieses Verhältnis durch das sich ändernde Mediennutzungsverhalten der Lernenden in den nächsten Jahrzehnten entwickeln könnte.

Tamara Zeyer, Mitglied der ZMI-Sektion 3 und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Deutsch als Fremdsprache, stellte ihre Rezeptionsstudie zum mediengestützten Grammatiklernen vor. In ihrer empirischen Studie analysiert Zeyer, wie Deutschlernende sich bereits auf dem Anfängerniveau durch entdeckendes Lernen mit digitalem Selbstlernmaterial Grammatikkenntnisse aneignen können. Auch zwei Gießener Premieren auf internationalem Parkett waren zu verzeichnen: Die beiden vietnamesischen DaF-Doktorandinnen Bao Ngoc Cao und Thi Thanh Hien Bui stellten erste Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Lernschwierigkeiten vietnamesischer Deutschlernender beim Thema Höflichkeit und zum Deutschlernen mit der App duolingo vor.

 

 

 

Sabine Heymann auf DFG-Tagung zu deutsch-italienischen Theaterübersetzungen in der Villa Vigoni und auf der EURODRAM-Jahresversammlung in Lissabon

Sabine Heymann, ehemalige Geschäftsführerin des ZMI und Mitglied der ZMI-Sektion 5, hat vom 18. bis 22. September 2017 am Deutsch-Italienischen Zentrum für Europäische Exzellenz Villa Vigoni an der DFG-Tagung Deutsch-Italienische Theaterübersetzungen seit 1945. Dramenklassiker im interkulturellen Dialog teilgenommen und dort einen Vortrag zum Thema "Inszenierungskulturen: zeitgenössische italienische Theatertexte auf italienischen und deutschen Bühnen. Die Inszenierungen der 'Lehman Brothers' von Stefano Massini" gehalten. Die Veranstaltung ist die Fortsetzung der Tagung Theateradaptionen. Interkulturelle Transformationen moderner Bühnentexte im Mai 2015 an der Universität Mainz und wurde auch diesmal wieder von Prof. Olaf Müller (Universität Marburg) und Prof. Elena Polledri (Universität Udine) geleitet. Aus dem Programm: "Obwohl Übersetzungen gerade im Hinblick auf das Theater immer schon ein klassisches komparatistisches Thema waren, ist die systematische Forschung zu diesem Thema überschaubar. (...) Das gemeinsame Gespräch in der Villa Vigoni soll das Thema des deutschsprachigen Kulturtransfers durch Theaterübersetzungen, das bislang von germanistischer wie romanistischer Seite in Deutschland und Italien nur punktuell in den Blick genommen worden ist, im Zusammenhang und sowohl aus deutscher als auch italienischer Perspektive untersuchen." TeilnehmerInnen der Tagung waren deutsche RomanistInnen und italienische GermanistInnen sowie Persönlichkeiten aus der Praxis (Theaterübersetzungen und Theaterverlage). Die Tagungsreihe wird fortgesetzt.

Villa Vigoni
Die Teilnehmer der DFG-Tagung vor dem Eingang der Villa Vigoni Foto: Villa Vigoni
Sabine Heymann nahm ebenfalls vom 22. bis 24. September an der EURODRAM-Jahresversammlung in Lissabon teil. Unter dem Titel Depois de Babel/After Babel – nach Georg Steiners Motto "to translate is to comprehend" – gestaltete das Teatro do Garagem am Teatro Taborda einen Programmzyklus mit szenischen Lesungen, Diskussionsrunden, Vorstellungsbesuchen und internen Sitzungen der EURODRAM-KoordinatorInnen. EURODRAM ist ein europaweites Netzwerk für Theater in Übersetzung, das den Austausch von Texten und besonders zwischen ÜbersetzerInnenn, AutorInnen und Theatern fördert und mit seinen Lesekomitees fast alle Sprachgruppen Europas, der angrenzenden Staaten des Mittelmeeraumes und Zentralasiens abdeckt.

 

 

 

Delegation aus Taiwan zu Besuch im ZMI

Die deutschen Bundestagswahlen 2017 standen schon Ende Februar 2017 auf dem Vortrags- und Diskussionsprogramm der JLU-Delegation, welche die Partneruniversität in Taiwan, National Dong Hwa Universität, sowie die Europa-Zentren der National Taiwan Universität und der Tamkang-Universität besuchten. Unter der Leitung von Prof. Dorothée de Nève (Stellv. Direktorin des ZMI) nahmen auch Dr. Jutta Hergenhan (Geschäftsführerin des ZMI), Benedikt Philipp Kleer M.A. (alle ZMI-Sektion 1 und Institut für Politikwissenschaft (IfP)) sowie Prof. Eike-Christian Hornig (IfP) an diesem Besuch teil.

Pünktlich zum Endspurt des deutschen Wahlkampfs zur Bundestagswahl sowie zur Verfolgung des Wahltags selbst, besuchte nun die taiwanesische Partnerdelegation die JLU und auch das ZMI. Zu Besuch waren Prof. Ching-peng Chu, Prof. Chewen-wen Chen, Prof. Kuo-chun Yeh, Prof. Hung-jung Ho und Prof. Yun-chen Lai. In der ZMI-Wissenschaftslounge wurde aber nicht nur über den Bundestagswahlkampf diskutiert, sondern sich angeregt über die verschiedenen interdisziplinären Forschungsbereiche des ZMI informiert und ausgetauscht.

Taiwandelegation
Dorothée de Nève und Lena Müller mit Ching-peng Chu, Chewen-wen Chen und Yun-chen Lai (v.l.n.r.) Foto: ZMI

 

 

 


 

In den Medien

"Wenn an der JLU ‚irgendwas mit Medien‘ gemacht wird, ist das ZMI zumeist nicht weit" schreibt der Gießener Anzeiger

Gießener Anzeiger interviewt Jutta Hergenhan

Jutta Hergenhan
Archivfoto: Ralph Zoth
Das ZMI ist immer nah am Puls der Zeit: "Wir begleiten technische Entwicklungen und betrachten sie mit einem kritischen, wissenschaftlichen Blick", so Dr. Jutta Hergenhan (wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI, Sektion 1) im Gespräch mit Eva Pfeiffer vom Gießener Anzeiger. Dieser berichtete am 2. September 2017 im Hochschulteil der Zeitung ausführlich über die neue wissenschaftliche Geschäftsführerin und die Inhalte des ZMI. Der Anzeiger berichtete weiter: "Seit 2015 widmet sich das ZMI dem Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft. Die beteiligten Forscher untersuchen dabei unter anderem, wie sich die Informationsbeschaffung in Bildungsprozessen durch neue Medienangebote verändert: YouTube-Tutorial statt Lehrbuch, Wikipedia statt Brockhaus. Unter den Beteiligten des Forschungsschwerpunktes finden sich Literaturwissenschaftler, Historiker und Sozialwissenschaftler. Denn das ZMI ist nicht an einen Fachbereich gebunden, sondern ein Netzwerk medienbezogener Forschungsbereiche innerhalb der Universität."

Den gesamten Bericht können Sie hier nachlesen.

 

 

 

"Faktencheck" von Dorothée de Nève bei Maischberger

Prof. Dr. Dorothée de Nève
Dorothée de Nève Foto: ZMI
In den Medien und in Fernseh-Talkshows wurde und wird heftig über die Bundestagswahl 2017 und deren Ergebnis debattiert. In diesen Debatten sind natürlich etliche Fragen beziehungsweise Fakten strittig. Inzwischen hat sich eine Praxis des "Faktenchecks" entwickelt, mit dem Ziel, Aussagen solcher Debatten auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen oder Aussagen mit entsprechenden Quellen zu belegen. Prof. Dorothée de Nève (Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI) hat in den vergangenen Wochen an zwei "Faktenchecks" zu Sendungen von Maischberger mitgearbeitet, zuletzt zur Sendung "Wutwahl: Haben die Volksparteien ausgedient?" am 28. September 2017. Insbesondere das Wahlergebnis der AfD wurde diskutiert. Auch wenn diese Sehnsucht nach Wahrheit vielleicht verständlich ist, bleibt diese kurzfristige und punktuelle Einbindung wissenschaftlicher Expertise problematisch. Dies gilt insbesondere, wenn letztlich nur isolierte "Fakten" herausgegriffen werden, um Diskussionsbeiträge zu verifizieren. Den "Faktencheck" zur Sendung vom 28. September 2017 finden Sie hier. Die ausführliche Beantwortung der Fragen, die sich zu der Sendung ergeben hatten, finden sich hier.

 

 

 

Neuigkeiten aus der Engelbart-Galaxis


In seinem Blog Die Engelbart-Galaxis: Digitale Welten jenseits der Schriftkultur schreibt Prof. Hennig Lobin über die Auswirkungen von Digitalisierung auf Lesen und Schreiben, was sich konkret ändert und welche Rolle dabei der Computer mehr und mehr einnimmt. Zwei Blog-Artikel behandeln sehr aktuelle und gesellschaftlich umstrittene Themen:

Blog Lobin

Mit der Veröffentlichung des neuen Rechtschreibdudens im August 2017 startete einen Tag zuvor der Verkauf von Google Home, einem "intelligenten Lautsprecher" mit Sprachfunktion. Dies könnten zwei Ereignisse ohne jeglichen Zusammenhang sein. Dass dem nicht so ist, zeigt Hennig Lobin in seinem Blog-Artikel "Sprachwandel durch intelligente Maschinen?" auf.

Offen zugängliche "Daten" wie Fotos des eigenen Gesichts oder beliebige Tonaufnahmen von Gesprochenem lassen heute weitreichende Schlüsse auf Lebensweise, Stimmung und Persönlichkeit eines Menschen zu. Maschinell durchgeführte Analysen übertreffen die menschlichen Fähigkeiten darin bei Weitem. Welche Auswirkungen diese Analysen auf das menschliche Kommunikationsverhalten haben, wird im Artikel "Superkommunikation" thematisiert. 

Den Blog von Henning Lobin finden Sie bei SciLogs.

 

 

 

Zeitgenössisches Theater in China

Sabine Heymann im Interview bei hr2 Kulturcafé

Theater in ChinaUnter dem Motto "Gibt es das? Die Theaterszene in China" führte die HR-Moderatorin Ruth Fühner am 28. Juli 2017 im hr2-Kulturcafé ein Gespräch mit Sabine Heymann, einer der drei Herausgeberinnen der vom ZMI geförderten Publikation Zeitgenössisches Theater in China.

"Wenn wir vom Theater in China hören, dann fällt uns meistens die Pekingoper ein – und sonst wenig. Es gibt dort aber eine äußerst vielfältige und auch widersprüchliche Theaterlandschaft. Neben den Formen des traditionellen Musiktheaters hat sich eine eigenständige Sprechtheaterkultur entwickelt, neben dem kommerziellen Theatersystem behauptet sich auch eine lebendige unabhängige Szene", heißt es in der Ankündigung des Gesprächs.

Das Interview steht auch als Podcast zur Verfügung.

Seit seinem Erscheinen im April ist das Buch allenthalben auf überaus positive Resonanz gestoßen. Der Kulturjournalist Peter von Becker sieht darin das Potential für ein Standardwerk. Der ehemalige Generalsekretär des Goethe Instituts, Hans-Georg Knopp, hält es für ein "Referenzbuch für Theater in China". Leitende Vertreter des Goethe Instituts äußerten, mit dem Buch sei Theatergeschichte geschrieben worden und erklären es zur Pflichtlektüre für alle MitarbeiterInnen. Gleich nach der Veröffentlichung erschien in der Fachzeitschrift Theater heute der Vorabdruck des Beitrags von Zhang Xian "Scheintot. Menschliche Bomben und Jesus als Zimmermann". Zhang Xian ist ein renommierter experimenteller Theaterkünstler Chinas, der im Sommersemester 2013 gemeinsam mit Herausgeberin Cao Kefei Gastprofessor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU war.

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Die HerausgeberInnen Christoph Lepschy, Sabine Heymann, Cao Kefei (von links) Foto: privat

Der Tagesspiegel schrieb: "Wer Erstaunliches über die Geschichte und aktuelle Entwicklung der seit dem Ende der Kulturrevolution geradezu explosiv vielfältig wiedererwachten Szene zwischen Peking, Shanghai und Hongkong erfahren will, der sollte zu einem Band greifen, der dieser Tage erscheint. (...) Mit einer Fülle von Analysen, Bildern, Zeugenberichten eröffnet sich ein Panorama, wie es hierzu für westliche Beobachter noch kein vergleichbares gab." In Zeit Online heißt es: "In einem 400-seitigen Buch, erschienen im Alexander Verlag, wird die lebendige, unabhängige Theaterszene in den Schlupflöchern der chinesischen Gesellschaft nun erstmals vorgestellt." Unter dem Titel "Theater ohne Bühne" schreibt Georg Blume hier, dass der Band Geschichten über Theaterkünstler wie Tian Gebing und Cao Kefei erzähle, gleichzeitig aber auch ein Panorama der chinesischen Theatergeschichte vermittle: "Zum Beispiel, wie grundlegend sich die Peking-Oper von der griechischen Tragödie unterscheidet ...".

Im Deutschlandfunk schreibt Michael Laages unter dem Titel "Wie die Kunst auf den Kopf gestellt wurde": "Durch Maos Kulturrevolution wurde auch das Theater in China grundlegend verändert. Wie dieser Umbruch bis heute nachwirkt – davon handelt Zeitgenössisches Theater in China. Ein Blick in eine 'fremde, abenteurreiche' Welt."

Friederike Felbeck resümiert in der nachtkritik unter der Überschrift "Grenzerfahrungen im Land der Mitte", dass das Buch "durch seine vielseitigen Blickwinkel und die Vielfalt der vorgestellten Künstler*innen und ihrer Arbeiten überzeugt" und "man sich bei der Lektüre dieses seitenstarken und reich bebilderten Buches treiben lassen" sollte.

Präsentationen des Buches gab es bisher im Rahmen des Theatertreffens Berlin (13. Mai 2017), beim Hamburger Theater der Welt (28. Mai 2017), im Mozarteum Salzburg (7. Juni 2017), im Rahmen des Kunstfests Weimar (Theaterhaus Jena) und am Goethe Institut Shanghai (beide 24. August 2017) sowie am Goethe Institut Beijing (2. Oktober 2017). Weitere Lesungen und Präsentationen sind geplant.

Zeitgenössisches Theater in China, Hg. von Cao Kefei, Sabine Heymann, Christoph Lepschy. 440 Seiten, Alexander Verlag Berlin. Gefördert durch das Goethe-Institut China, das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen und die Universität Mozarteum Salzburg.

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Sabine Heymann (3.v.l.) und Cao Kefei (2.v.r.) während der Podiumsdiskussion in Jena Foto: Thomas Müller

 

 

 

 

Sascha Feuchert rezensiert John Boyne’s Der Junge auf dem Berg in der FAZ

Sascha Feuchert besprach am 25. September in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung John Boynes Roman Der Junge auf dem Berg.

Nach dem Roman Der Junge im gestreiften Pyjama, der 2006 erschien und zum Welterfolg wurde, hat John Boyne mit Der Junge auf dem Berg nun einen weiteren Roman über den Nationalsozialismus und den Holocaust veröffentlicht (das englischsprachige Original erschien bereits 2015). Sascha Feuchert widmet sich beiden Werken, aber vor allem dem Roman Der Junge auf dem Berg sowie der Frage nach den Möglichkeiten von Fiktionalisierungen des Holocaust. "Der Mensch als 'geschichtenerzählendes Tier' (Graham Swift) braucht das Verkleinerungsglas der Fiktion, um seine Geschichte auch emotional zu begreifen. An dieser Stelle berühren sich Zeitzeugenbericht und Roman: Sie individualisieren Schicksale im Massenmord auf je eigene Weise und machen diesen so überhaupt erst fassbar", so Feuchert.

Die vollständige Rezension finden Sie hier.

 

 

 

"Aust verschleiert wahre Autorenschaft" – Markus Roth veröffentlicht ausführliche Kritik der Konrad Heiden Biographie von Stefan Aust in der taz

Markus Roth hat in der taz vom 27. Juni unter dem Titel "'Wer erzählt hier eigentlich?' – Stefan Austs Biographie über Konrad Heiden" eine ausführliche Kritik des Buches Hitlers erster Feind. Der Kampf des Konrad Heiden von Welt-Herausgeber Stefan Aust veröffentlicht. Vor allem geht Roth ausführlich auf zahlreiche problematische Textpassagen ein, in denen Aust sich der Worte Konrad Heidens bedient, ohne dies für die Leser kenntlich zu machen. Den gesamten Artikel finden Sie hier.

 

 

 


 

Personalia

Ulrike Weckel wird Richard von Weizsäcker Fellow am St Antony’s College der Oxford University

Ulrike Weckel
Ulrike Weckel Foto: Greg Sax
Prof. Ulrike Weckel wird für das akademische Jahr 2017/18 als Richard von Weizsäcker Fellow an das St Antony’s College der Oxford University gehen. Sie plant, dort an einer Einführung in die Mediengeschichte mit besonderem Blick auf das Publikum zu schreiben. Außerdem wird Ulrike Weckel eine internationale Konferenz zu Nazi Media: Effects and Responses, 1923-1949in Oxford organisieren und ausrichten. Weckel ist bereits zu zahlreichen Vorträgen an verschiedenen britischen Universitäten und Forschungsinstituten eingeladen worden, um dort zu Themen ihrer rezeptionsgeschichtlichen Forschung zu sprechen. Das Fellowship der VW-Stiftung sieht nach der Rückkehr auch eine Gegeneinladung für eine/n in Oxford tätige/n Kollegin oder Kollegen an die JLU Gießen vor. Auf der Professur für Fachjournalistik Geschichte am Historischen Institut wird Frau Weckel in den kommenden zwei Semestern von Frau PD Dr. Claudia Kemper aus Hamburg vertreten. Sprecherin der ZMI-Sektion 4 wird für diese Zeit Katharina Stornig, Juniorprofessorin für Kulturgeschichte.

 

 

 

Neuzugänge im Team des ZMI

Nachdem in den letzten Monaten zwei Mitarbeiterinnen das Team der ZMI-Öffentlichkeitsarbeit verlassen haben, unterstützen seit dem 1. September und 1. Oktober 2017 Lena Müller und Max Stümpel dieses Team. Lena Müller studiert im Masterstudium Demokratie und Governance. Max Stümpel studiert im Bachelorstudium Germanistik im Hauptfach sowie Politikwissenschaften und Soziologie im Nebenfach. Zum Wintersemester 2017/18 beginnt er außerdem ein Zweitstudium in Sozialwissenschaften. Beide sind als studentische Hilfskräfte für Webredaktion sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Da das ZMI seine Medienstrategie weiter ausbaut und in der Zukunft weitere Videomitschnitte von Veranstaltungen sowie Interviews produzieren wird, unterstützt Robin Uhl seit dem 15. September Ralph Zoth im Bereich Technik als studentische Hilfskraft. Er studiert im Bachelorstudium Umweltmanagement. 

Mit der zum Wintersemester 2017/18 etablierten Otto Behaghel-Seniorprofessur an der JLU/ZMI ist Selmin Hayirçil als studentische Hilfskraft für Seniorprofessor Dietmar Rösler tätig. Sie war in der Vergangenheit bereits für die ZMI-Sektion 3 beschäftigt und steht am Ende ihres Masterstudiengangs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit dem Schwerpunkt digitale Medien sowie im Nebenfach Erziehungswissenschaften. Frau Hayirçil strebt eine Promotion im Fach DaF an.

Die ZMI-Sektion 1 wird bei ihren zahlreichen Aktivitäten seit dem 1. Oktober von der studentischen Hilfskraft Marie E. C. Niederste-Muthmann unterstützt. Frau Niederste-Muthmann studiert im Bachelorstudium Social Sciences.

Das ZMI freut sich über die neuen Kolleginnen und Kollegen und heißt sie herzlich willkommen!

ZMI-Team
Lena Müller, Max Stümpel, Robin Uhl, Selmin Hayircil und Marie E. C. Niederste-Muthmann (von links) Foto: ZMI