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Artikelaktionen

ZMI-Newsletter

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ZMI-Newsletter 4/2017

Editorial

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freundinnen und Freunde des ZMI,

 

Jutta Hergenhan Format.jpg
Foto: Jan Kulke, PhotoArt Berlin
mit unserem letzten Newsletter in diesem Jahr möchten wir Sie über die Neuigkeiten am ZMI, unsere Aktivitäten der vergangenen Monate und auch die Themen für das kommende Jahr informieren.

Besonders deutlich wurde in den vergangenen Monaten, dass das Internet nicht nur Mittel, sondern auch Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ist. Digitale Überwachung, Sicherheitslücken, Informationssteuerung durch Algorithmen und Netzneutralität beschäftigen die Medienforschung seit Langem. Zunehmend wird jedoch auch der breiten Öffentlichkeit bewusst, dass es sich dabei nicht um abstrakte Fragen handelt, mit denen sich schon irgendjemand befassen wird. Vielmehr zeigt sich nun, dass es um die alltägliche private, berufliche, gesellschaftliche und politische Kommunikation und damit letztendlich um die Freiheit und Sicherheit jeder und jedes Einzelnen geht. Ist es schon nicht einfach, sich beständig mit den rapiden Entwicklungen im Bereich des Digitalen auf einer rein technisch-praktischen Ebene vertraut zu machen, so besteht eine noch viel größere Herausforderung darin, deren Auswirkungen auf die Interaktivität von Individuen, gesellschaftlichen AkteurInnen und Institutionen zu verstehen. Mit dieser spannenden Aufgabe wird sich das ZMI auch im kommenden Jahr befassen.

Um die digitale Welt zu regulieren, bedarf es einer Regierung. Was aber tun, wenn es schwerfällt, eine Regierung zu bilden? Die Bundestagswahl liegt inzwischen weit hinter uns. Was in zahlreichen Medien zunächst als historische Krise stilisiert wurde, ist nun zum Alltag geworden: Sondierungen ohne Ende.... Unter dem Titel Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl haben BeobachterInnen aus Politikwissenschaft, Politikberatung und Journalismus am 26. Oktober in der Aula der JLU den Wahlkampf, das Wahlergebnis sowie die Rolle der Medien analysiert und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert. Ihre Einschätzungen sind auch zum Verständnis der aktuellen Schwierigkeiten der Regierungsbildung hoch relevant. Den Videomitschnitt der Veranstaltung finden Sie in diesem Newsletter und auf dem ZMI-YouTube-Kanal.

Das ZMI wird auch das kommende Jahr wieder mit thematisch vielfältigen Projekten in unterschiedlichsten Formaten beginnen. Die ZMI-Sektion 4 organisiert im Januar in der Reihe Stimmen aus der Praxis Begegnungen mit Filmschaffenden, die sich mit historischen Thematiken befassen. Innerhalb des Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft freuen wir uns auf den ersten Workshop in der Reihe Wissens- und Bildungsmedien, der im März mit dem Thema Zeitschriften startet.

Wir laden Sie am 24. Januar 2018 herzlich zur Vorlesung von Prof. Dietmar Rösler ein, der damit dann auch ganz öffentlich die am ZMI angesiedelte Otto Behaghel-Seniorprofessur antritt.

Zum Abschluss des Jahres möchte ich mich im Namen des ZMI ganz herzlich bei allen bedanken, die unsere Arbeit inhaltlich so anregend, menschlich so angenehm und durch ihre Kooperation oft überhaupt erst möglich machen.

 

Ich wünsche Ihnen angenehme Feiertage und freue mich auf das neue Jahr am ZMI mit Ihnen!

 

Ihre Jutta Hergenhan

 

Frohe Weihnachten

 

 

 

Erinnerung an Susanne Göpferich

Eine sehr traurige Nachricht für das ZMI ist der Tod von Prof. Susanne Göpferich im Oktober. Susanne Göpferich hat als Person tief in unterschiedliche Bereiche der Universität hineingewirkt. Dazu zählt auch ihr großes Engagement am ZMI. Mit dem ZMI war Susanne Göpferich mit Anbeginn ihrer Tätigkeit an der JLU sehr eng verbunden. Sie war Mitglied des Direktoriums, hat in der Sektion 3 "Educational Linguistics" aktiv mitgewirkt und eigene Themenschwerpunkte initiiert. Den Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft hat sie mit vielen eigenen Ideen bereichert. Für das ZMI ist ihr Tod ein großer Verlust. Wir sind sehr dankbar für ihr vielfältiges Engagement und wir werden sie – jeder und jede auf ihre und seine eigene Art – in Erinnerung behalten. 





ZMI-Newsletter 4/2017

 

Editorial

Erinnerung an Susanne Göpferich  

News

Auf dem Weg zum Babelfisch? Fremdsprachenlernen in den Zeiten von Big Data – Antrittsvorlesung der Otto Behaghel-Seniorprofessur

Neu berufener Beirat traf sich am ZMI

 

Veranstaltungsankündigungen

Auf der Suche nach Bildern – Sascha Schmidt zu Gast bei Stimmen aus der Praxis

ZDF-History – Geschichte im Fernsehen zwischen "Dokutainment" und öffentlich-rechtlichem Auftrag – Johanna Kaack bei Stimmen aus der Praxis

Emerging Topics in the Study of Culture: Introducing Digital Literacy – Vortrag von Ramón Reichert

LBM-Workshop Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

 

ZMI-Videos

Podiumsdiskussion: Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 – Videomitschnitt jetzt auf YouTube 

Drei Fragen an Otto Behaghel-Seniorprofessor Dietmar Rösler

 

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Democracy in Decline: Populism and Democratic Deconsolidation in Europe and the U.S. – Claus Leggewie am Deutschen Haus an der New York University

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Kurz und gut! – Kommunikation in den Geisteswissenschaften in Zeiten von Twitter, Slam und "alternativen Fakten" – Katrin Lehnen zu medialen Transformationsprozessen bei Tagung der BBAW

Die Zukunft des Lesens – Henning Lobin eröffnet Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft

Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture – Workshopbericht von Katharina Stornig 

ZMI Round Table auf der GGS-Tagung Digitale (Un)sichtbarkeiten

Hungry Eyes Festival 2017: ein Festival zwischen Film, Performance und Kunst

Polit-Journalismus im Zeitalter der Likes und Klicks – Lennart Pfahler bei Stimmen aus der Praxis 

Henning Lobin in der Jury des Falling Walls Lab

Start des DFG-Projektes Fluency in E(NSF)L

"Travelling for transcultural theatre projects" – Sabine Heymann beim 6. Shanghai Hamburg Forum  

Jutta Hergenhan zu Migration und Geschlecht im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesungen Grundwissen Migration und Menschenrechte

 

In den Medien

"Das gesellschaftliche Problemfeld 'Digitalisierung' als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen" – Vortrag von Wolfgang Sander online

Social Media und digitale Wissenschaftskommunikation. Analyse und Empfehlungen zum Umgang mit Chancen und Risiken in der Demokratie – Henning Lobin an Veröffentlichung von Expertengruppe beteiligt

Engelbarts Traum auf Polnisch erschienen

Dorothée de Nève über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Interview mit Dorothée de Nève bei phoenix vor Ort

 

Personalia

Nachwuchs am ZMI

Thomas Gloning als Mitglied der Kommission Zentrum Sprache der BBAW wiederberufen

Henning Lobin in den Forschungsbeirat der Stiftung Wissenschaft und Politik berufen

 

 

 

 

 

News

Auf dem Weg zum Babelfisch? Fremdsprachenlernen in den Zeiten von Big Data – Antrittsvorlesung der Otto Behaghel-Seniorprofessur

RoslerDietmar.jpg
Dietmar Rösler. Foto: JLU-Pressestelle/Rolf Wegst
Digitalisierung und Gamifizierung? Das Fremdsprachenlernen in Bildungsinstitutionen scheint seltsam unberührt von den Entwicklungen, die andere Bereiche des Lebens erfasst haben. Disruptive Innovationen – Fehlanzeige. Vokabellernen auf dem Handy, ein paar Serious Games am Horizont, Selbstlernprogramme außerhalb von Schule und Hochschule – viel mehr ist nicht. Bleibt das so? Werden das sich ändernde außerschulische Mediennutzungsverhalten, die technologische Entwicklung und die Möglichkeiten, die Big Data bieten, auch das institutionelle Fremdsprachenlernen radikal verändern? Mit Konsequenzen für Lehrerrolle und Stundentafeln, für das Verhältnis von Alleinlernen und Lernen in der Gruppe und für das Zusammenspiel von formellem und informellem Lernen? Haben sie Auswirkungen auf den Lebensweltbezug des Unterrichts, so dass die  Unhintergehbarkeit der Künstlichkeit des Lernens im Klassenzimmer doch ein Stück weit hintergangen werden kann?

Diesen und weiteren spannenden Fragen wird Prof. Dietmar Rösler, Otto Behaghel-Seniorprofessor, bei seiner öffentlichen Antrittsvorlesung am 24. Januar 2018 um 18 Uhr im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen, nachgehen. Sie sind herzlich eingeladen!

Ein Interview mit Dietmar Rösler aus der Reihe Drei Fragen an…finden Sie in diesem Newsletter in der Rubrik ZMI-Videos. Darin spricht Rösler unter anderem über seine Zeit als Hochschullehrer in Großbritannien, den Namensgeber der Seniorprofessur, Otto Behaghel, und seine Verbindung zum ZMI.

 

 

 

Neu berufener Beirat traf sich am ZMI

Das ZMI freut sich über die Berufung des neuen Beirats und die neuen Beiratsmitglieder Andrea Ernst (WDR), Prof. Heike Greschke (Technische Universität Dresden), Alexander Sander (Digitale Gesellschaft e.V.) und Dr. Jasmin Siri (Ludwig-Maximilians-Universität München). Prof. Hans-Jürgen Bucher (Universität Trier) und Gert Scobel (ZDF/3 SAT) unterstützten die Arbeit des ZMI bereits im vorigen Beirat und bleiben diesem weiterhin erhalten. Den Mitgliedern des vorherigen Beirats danken wir an dieser Stelle ganz herzlich für die Zusammenarbeit.

Der neue Beirat, dessen Amtszeit vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. November 2020 läuft, traf sich zum ersten Mal am 8. Dezember 2017 mit Prof. Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin), Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin), Dr. Jutta Hergenhan (wissenschaftliche Geschäftsführerin), Ina Daßbach und Ralph Zoth in der ZMI-Wissenschaftslounge. Es entstand ein interessanter Austausch zur Medienstrategie des ZMI mit vielfältigen Anregungen aus den verschiedenen Perspektiven der Beiratsmitglieder (Journalismus, Netzpolitik, Medienforschung). Intensiv diskutiert wurden Fragen zeitgemäßen Wissenstransfers durch den Einsatz digitaler und sozialer Medien sowie die Weiterentwicklung der bereits existierenden ZMI-Formate.

Beirat
Der Beirat in der ZMI-Wissenschaftslounge. V.l.n.r.: Andrea Ernst, Hans-Jürgen Bucher, Alexander Sander, Jutta Hergenhan, Gert Scobel, Ina Daßbach, Dorothée de Nève, Heike Greschke und Katrin Lehnen. Foto: Ralph Zoth, ZMI
 


 

 

 

  

Veranstaltungsankündigungen

Auf der Suche nach Bildern – Sascha Schmidt zu Gast bei Stimmen aus der Praxis

stimmen aus der praxis logoAm Dienstag, den 16. Januar 2018 wird Sascha Schmidt, Freier Film- und Theaterregisseur, um 18:30 Uhr im Philosophikum I, Raum C 113 seine Erfahrungen aus der Praxis beschreiben und den interessierten Zuhörenden von seine Arbeit und der damit einhergehenden Suche nach Bildern berichten. Denn nahezu keine Dokumentation über ein historisches Thema kommt ohne das Zeigen von Archivmaterial (Filme, Fotos, Akten usw.) aus. Gerade der Einsatz von Archivfilmbildern vermittelt uns oft den Eindruck, ganz nah und intensiv an das erzählte Thema heranzukommen. Doch wie findet man passende Aufnahmen? Und wie bindet man diese innerhalb der Narration der erzählten Geschichte sinnvoll ein? Sascha Schmidt gibt uns zu diesen Fragen Einblick in seine Projekte (zum Beispiel Endstation Freistatt, NDR 2016, im Netz verfügbar) und berichtet aus der Praxis eines Filmemachers.

 

 

 

ZDF-History – Geschichte im Fernsehen zwischen "Dokutainment" und öffentlich-rechtlichem Auftrag – Johanna Kaack bei Stimmen aus der Praxis

stimmen aus der praxis logoGeschichte und Unterhaltung – wie passt das zusammen? Als Gratwanderung zwischen Fakten und Fiktion gehört das sogenannte "Dokutainment" zu einem der beliebtesten Vermittlungswege historischer Inhalte im Fernsehen. Wie Geschichten aus der Geschichte vor dem Hintergrund eines öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrages spannend aufbereitet und erzählt werden, berichtet Johanna Kaack, Autorin, Schlussredakteurin und Chefin vom Dienst für das Format ZDF-History in der Redaktion Zeitgeschichte. In ihrer redaktionellen Arbeit für das Fernsehformat ZDF-History bedient sie tagtäglich die spezifischen Anforderungen dieses Mediums – und seines Publikums. Zugleich gibt sie Einblicke in ihren bisherigen Karriereweg vom Studium der Fachjournalistik Geschichte bis zu ihrer heutigen Position in der Redaktion Zeitgeschichte des ZDF.

Der Termin im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe Stimmen aus der Praxis der ZMI-Sektion 4 und der Fachjournalistik Geschichte findet am Dienstag, den 30. Januar 2018 um 18:30 Uhr im Philosophikum I, Raum C 113 statt.

 

 

 

Emerging Topics in the Study of Culture: Introducing Digital Literacy – Vortrag von Ramón Reichert

Am Dienstag, den 30. Januar 2018, wird Prof. Ramón Reichert um 18 Uhr im GCSC, Alter Steinbacher Weg 38, 35394 Gießen im Multifunktionsraum 001 einen Vortrag zum Thema Emerging Topics in the Study of Culture: Introducing Digital Literacy halten. Ramón Reichert ist Professor am Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaften der Universität Wien. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich Medienwandel, Medientheorie, Mediengeschichte sowie Digitale Medien. Organisiert wird die Veranstaltung von der GCSC-Research Area 2 „Cultural Narratologies“. In den Vortrag einführen werden Ann-Marie Riesner (ehemalige Sprecherin der GCSC-Research Area 2; ZMI-Sektion 5) und Prof. Andreas Langenohl (ZMI-Sektion 1). Was die BesucherIn erwarten darf, beschreibt Reichert folgendermaßen:

The term literacy has become a ubiquitous metaphor in recent years, particularly in connection with digital technologies. Literacies remain an attractive option to describe the use of new communication technologies and different communication modes for the production of medially-mediated utterances. The lecture from Prof. Ramón Reichert (University of Vienna, Austria) gives an overview of the theories and methods of the new literacy studies and shows in this context their critical potentials and the latest developments in the research field of the digital literacies. Digital literacy involves an understanding how search engines function, how hypertexts and links are structured to encourage us to navigate in particular ways, how information is gathered about users, and how the activity of users is governed and constrained by technological and commercial forces. Digital Literacies develop a theoretical framework of their own owing to the media specificity of digital media culture. In another sense digital literacies focus on technological application competencies when it comes to using convergent media. Finally, Reichert would like to point out that the idea of digital literacy is not only a question of technological transformation but also a question of social practices.

 

 

 

LBM-Workshop Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien

LBM-Logo mit viel AbstandIm Rahmen des interdisziplinären ZMI-Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft wird am 16. März 2018 unter der Leitung von Prof. Thomas Gloning und Melanie Grumt Suárez ein erster Tagesworkshop mit dem Titel Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedien stattfinden.

Im Mittelpunkt des Workshops stehen folgende Forschungsperspektiven und Fragestellungen:

  • Welche unterschiedlichen kommunikativen Verfahren der Wissensorganisation und der Wissensvermittlung werden in Zeitschriften verwendet? Gibt es wiederkehrende Muster und typische Darstellungsstrategien?
  • Wie lassen sich Textorganisation und multimodale Gestaltung unterschiedlicher Beitragstypen beschreiben?
  • Welche Strategien der thematischen Organisation gibt es? Wie hängen thematische Organisation und Wissensorganisation zusammen?
  • Wie werden Prinzipien der Verständlichkeit und Brauchbarkeit umgesetzt? Wie wird Zielgruppenorientierung realisiert?
  • Welche Bedeutung hat die Medienspezifik von Zeitschriften für die kommunikativen Gestaltungsspielräume?
  • Welche Unterschiede bestehen zwischen gedruckten und elektronischen Zeitschriften?
  • Inwiefern bedingen spezifische Themen die Gestaltungsaufgaben, die im Rahmen einzelner Beiträge erfüllt werden müssen (zum Beispiel geschichtliche Themen versus medizinische Themen)?
  • Wie lassen sich Strategien der LeserInnenlenkung und der Navigation systematisieren?

Der Workshop eröffnet eine Reihe, in der unterschiedliche Wissens-, Informations- und Bildungsmedien im Rahmen des ZMI-Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft untersucht werden.

Kontakt:

 

 

 

ZMI-Workshop Darstellbarkeit

Der zweitägige Workshop Darstellbarkeit, der am 3. und 4. Mai 2018 im Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34, 35390 Gießen stattfinden wird, widmet sich dem Problem der bildlichen Darstellbarkeit – von Gewalt/Terror, Sexualität/Nacktheit, Erinnerung/Biographischem/Traum, Natur, Klimawandel, Krankheit/Altern etc. – und verbindet so die Felder Politik, Gesellschaft und visuelle Medien.

Deutlich ist, dass Gebote von Schicklichkeit und Scham, Akte von Zensur und Bilderstreit, Behauptungen von Machbarkeit und visueller Evidenz in Konkurrenz treten und sich überkreuzen, wo es um das Darstellbare, seine Möglichkeiten und Grenzen geht. Was darf, kann, muss oder soll wie und von wem zu sehen gegeben werden? Dieses Feld auszuloten erweist sich als interkulturell schwierig und interdisziplinär herausfordernd.

Ausgewählte, das Problem der Darstellbarkeit exemplifizierende Bilder verschiedener Lebensbereiche (Presse- und Alltagsfotos, technische und medizinische Bildgebung, Artefakte aus sozialen Medien, handwerklich hergestellte Bilder hochkünstlerischen und populären Charakters) sollen im Verlauf des Workshops von unterschiedlicher disziplinärer Warte aus jeweils zwei Perspektiven in 30-minütigen Beiträgen (pro RednerIn 15 Minuten) kommentiert werden. Dieses Tandemprinzip zielt auf eine mehrstimmige Beleuchtung der Darstellungsproblematik und sucht nach Schnittpunkten und Eigensinn der ins Gespräch gehenden Fachdisziplinen. Eine Keynote Lecture rundet gegebenenfalls das Programm ab.

Beiträge zugesagt haben bereits Prof. Jörn Ahrens, Prof. Claudia Hattendorff, Ulrike Heine, Prof. Bernhard Kretschmer, Prof. Claus Leggewie, Prof. Sigrid Ruby, Prof. Christoph Scheidenberger, Prof. Ansgar Schnurr, Prof. Katharina Stornig und Prof. Hermann A. Wegner.

Personelle Vorschläge für Tandems sowie für konkrete Bilder von KollegInnen aus den Kultur-, Gesellschafts-, Lebens- und Naturwissenschaften sind sehr willkommen und sollten bis zum 15. Januar 2018 an die Adresse der VeranstalterInnen gerichtet werden:

Claudia Hattendorff (claudia.hattendorff@kunst.uni-giessen.de) und Ansgar Schnurr (ansgar.schnurr@kunst.uni-giessen.de) vom Institut für Kunstpädagogik, Sigrid Ruby (sigrid.ruby@kunstgeschichte.uni-giessen.de) vom Institut für Kunstgeschichte sowie Claus Leggewie (claus.leggewie@zmi.uni-giessen.de), Ludwig Börne-Professur.

 

 

 

 


ZMI-Videos

Podiumsdiskussion: Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 – Videomitschnitt jetzt auf YouTube

Die Sondierungsgespräche zur Bildung der neuen Bundesregierung auf der Grundlage einer "Jamaika-Koalition" aus CDU/CSU, FDP und Bündnis'90/Die Grünen sind spektakulär gescheitert. Unter dem Titel Jamaika-Kater? Nachlese zur Bundestagswahl 2017 fand am 26. Oktober 2017 an der JLU Gießen eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem Ausgang der Bundestagswahl widmete. Auf dem Podium diskutierten Prof. Sigrid Roßteutscher (Goethe Universität Frankfurt), Stefan Krabbes (Politblogger), Maria Fiedler (Tagesspiegel), Matthias Hartl (pollytix strategic research GmbH) und Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI). Prof. Simone Abendschön (ZMI-Sektion 1) moderierte die Diskussion. Um den Ausgang der Bundestagswahl vom 24. September 2017 besser zu verstehen, bietet die Debatte zum Jamaika-Kater wichtige Ansätze und Ideen. Wie lässt sich der Erfolg der AfD erklären? Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der modernen Politik? Oder ganz allgemein: Wie ist dieses Wahlergebnis zu deuten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Videomitschnitt der Veranstaltung:

Auf dem Podium diskutierten Stefan Krabbes, Sigrid Roßteutscher, Simone Abendschön, Maria Fiedler, Matthias Hartl und Dorothée de Nève (v.l.n.r.).

Der Gießener Anzeiger berichtete ausführlich von einer "spannenden Debatte", während die Gießener Allgemeine Zeitung "SPD macht Forscher ratlos" titelte und ebenfalls von einer gelungenen Veranstaltung sprach.

Stefan Krabbes, der selbst auf dem Podium mitdiskutierte, schrieb im Anschluss in seinem Blog Stefan Krabbes. Meine Seite für Politik & Kultur: "Jamaika, Digitalisierung & neue Anforderungen für den Bundestag".

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu finden.

Der Ausgang der Bundestagswahl und die aktuellen Optionen zur Regierungsbildung waren auch Gegenstand eines Vortrages von Dorothée de Nève vor Studierenden der JLU. Aktuelle Wege der Regierungsbildung – Chancen und Herausforderungen lautete der Titel der Veranstaltung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der JLU Gießen am 7. Dezember 2017. Dorothée de Nève gab zunächst eine Einführung in das Thema und stellte die verschiedenen Optionen der Regierungsbildung vor, um anschließend in eine gemeinsame Diskussion überzuleiten. "Es ist hochdramatisch, dass die SPD zwischen Reform und staatstragender Verantwortung beginnt zu leiden", zitiert der Bericht des Gießener Anzeigers Dorothée de Nève.

 

 

 

Drei Fragen an Otto Behaghel-Seniorprofessor Dietmar Rösler

Im neuen ZMI-Interview Drei Fragen an… erzählt Prof. Dietmar Rösler davon, wie seine frühen Erfahrungen beim Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache (DaF) bei ihm das Forschungsinteresse für diese seinerzeit noch junge und wissenschaftlich wenig etablierte Disziplin geweckt haben. Im Gespräch mit Ina Daßbach redet Dietmar Rösler über seine Zeit als Hochschullehrer in Großbritannien, den Namensgeber der Otto Behaghel-Seniorprofessur, seinen Bezugspunkten zu ihm sowie seinem Forschungsfokus Lernen mit digitalen Medien und der daraus resultierenden Verbindung zum ZMI. Das komplette Interview ist jetzt auf dem YouTube-Kanal des ZMI zu sehen.

 

 

 

 

 

 

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Democracy in Decline: Populism and Democratic Deconsolidation in Europe and the U.S. – Claus Leggewie am Deutschen Haus an der New York University

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz Reflections on Truth, Politics, Democracy, and Language, die am 9. und 10. November 2017 im Deutschen Haus an der New York University (NYU) stattfand, war Prof. Claus Leggewie als Experte für die Podiumsdiskussion zum Thema Democracy in Decline: Populism and Democratic Deconsolidation in Europe and the U.S eingeladen. Aus dem Ankündigungstext:

"Deutsches Haus at NYU presents a panel discussion with Prof. Dr. Claus Leggewie and Prof. Dr. Adam Przeworski, which will be moderated by Christian Martin, Max Weber Chair at the Center for European and Mediterranean Studies at NYU. In recent years, populist movements have been on the rise across Europe and the United States feeding off mounting public discontent and the resentment of those feeling left behind by the global economy, technological change and growing inequality. The ascent of these populist and anti‐system movements poses one of the greatest threats to Western liberal democracies, as is evident particularly in Hungary and Poland in Europe, but also with the election of President Trump in the United States and in recent elections in Germany, Austria, and the Czech Republic. Our panel of renowned scholars will examine the disconcerting trends in U.S. and European politics, and the phenomenon of "democratic deconsolidation", which indicates a gradual erosion and deterioration of democratic principles, endangering the very political system we have taken for granted. What options do we have and what actions can we take to defend the institutions liberal democracies rely on and to alleviate the underlying disillusionment of the voter base that fuels the rise of populism?"

 

 

 


 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Kurz und gut! – Kommunikation in den Geisteswissenschaften in Zeiten von Twitter, Slam und "alternativen Fakten" – Katrin Lehnen zu medialen Transformationsprozessen bei Tagung der BBAW

kurz und gutUnter dem Titel Kurz und gut! – Kommunikation in den Geisteswissenschaften in Zeiten von Twitter, Slam und "alternativen Fakten" fand am 4. Dezember 2017 im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) eine ganztägige Tagung zu Fragen veränderter Wissenschaftskommunikation durch Digitalisierung statt. Prof. Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin des ZMI) war mit einem Vortrag zur "Transformation literaler Praktiken. Wie sich Lesen, Schreiben, u.a. verändern" zu der Tagung eingeladen. Bei der von der Akademie, dem Exzellenzcluster Topoi (FU und HU Berlin) und dem neu eingerichteten Graduiertenkolleg "Kleine Formen" (HU Berlin) organisierten Veranstaltung standen Fragen neu entstehender wissenschaftlicher Kommunikationsformate im Mittelpunkt.

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Foto: Jürgen Morgenroth
WissenschaftlerInnen, JournalistInnen, BloggerInnen und andere Interessierte diskutierten intensiv über Chancen und Grenzen "kurzer Formen" für die Wissenschaft. Neben 'klassischen' Vorträgen stand die Tagung selbst im Zeichen der Erprobung und Durchführung anderer Formate (World Café, Podien, Memory, Twitter, etc.).

Die Tagung war Teil der Veranstaltungsreihe zum Jahresthema Sprache, das die BBAW für 2017 und 2018 zum Gegenstand hat.

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Foto: Jürgen Morgenroth
Ausgehend von Überlegungen des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft am ZMI schlug Katrin Lehnen in ihrem Beitrag einen Bogen zu Entwicklungen und Umbrüchen, die mit der Digitalisierung literaler Praktiken (Lesen, Schreiben, aber auch andere) einhergehen und auch das Verständnis von Texten, Werken, Autor- und Urheberschaft verändern: Was bedeutet es, wenn die Unterscheidung von botgenerierten und von Menschen geschriebenen Texten immer schwieriger wird? Und welche Folgen hat es, wenn Texte (Blogs, Tweets, etc.) mit gefakten Autorschaften ins Netz gelangen und aus der Hand von Trolls stammen? Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
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Constanze Fröhlich (BBAW), Katrin Lehnen (ZMI Gießen) und Olaf Kramer (Universität Tübingen). Foto: Jürgen Morgenroth

 

 

 

Die Zukunft des Lesens – Henning Lobin eröffnet Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft

Jahrestagung LobinAls Eröffnungsredner der Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft sprach Prof. Henning Lobin (ZMI-Sektion 3) über das "Lesen im Zeichen der vierten Revolution". Die Tagung, die vom 20. bis 22. September 2017 im Literaturhaus München stattfand, hatte dieses Jahr Die Zukunft des Lesens zum Thema. In seinem Vortrag stellte Henning Lobin den Wandel durch die Digitalisierung in den Kontext früherer wissenschaftlicher Revolutionen und zeigte, welchen besonderen Triebkräften auch das digitale Lesen unterliegt. Seine Überlegungen führten zu vier Thesen: Abkehr von der Diktatur des Autors – Autorschaft wird durch Automatisierung relativiert; Abkehr von der Dominanz der Schrift – Texte sind wieder reich gegliederte Zeichenflächen; Abkehr von Einsamkeit und Zurückgezogenheit – Lesen durchdringt den Alltag; und kulturelle Prägung des Lesens durch den Buchdruck. Wurde das Buch in der Gutenberg-Galaxis als Bildungsgut sakralisiert und das tiefe Lesen quasireligiös überhöht? Seine den Vortrag abschließende Frage, "Können wir uns eine Bildungsgesellschaft neuen Typs vorstellen, die auf dem unterstützten flachen Lesen flüchtiger Textbilder beruht?", wurde am Nachmittag in mehreren Arbeitsgruppen bearbeitet und in einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Literaturhaus München diskutiert.

Schon am Morgen hatte Lobin im Deutschlandfunk Kultur ein Gespräch zu dieser Thematik geführt: "Wie liest die Generation Smartphone?".

 

 

 

Data Collection and Visualization of Networks in History and Culture – Workshopbericht von Katharina Stornig

Data CollectionDie Netzwerkforschung erlebt aktuell eine Konjunktur. Diese erfasste in den letzten Jahren auch die Geschichts- und Kulturwissenschaften, welche sich zunehmend mit den Möglichkeiten und Grenzen von zum Beispiel digitalen Netzwerkanalysen und der Visualisierung von Netzwerken auseinandersetzen. Der Begriff des "Netzwerks" erfährt dabei durchaus unterschiedliche Interpretationen und Konnotationen: So wird er in manchen Studien als Quellenbegriff operationalisiert und als Selbstzuschreibung von AkteurInnen betrachtet, die sich explizit als Netzwerk verstanden und beschrieben. Andere Studien wiederum verwenden den Begriff eher metaphorisch, um unterschiedliche (kommunikative) Bezüge zwischen Personen und/oder Institutionen deutlich zu machen.

Die historische Netzwerkforschung im engeren Sinn geht hingegen auf sozialwissenschaftliche Theorien und Methoden zurück. Sie versteht die Netzwerkanalyse als ein Instrument, welches es uns erlaubt, komplexe soziale Beziehungen und Bezüge auf Basis von bestimmten – zum Beispiel aus Textquellen erhobenen und kritisch reflektierten – Daten systematisch zu erfassen und darzustellen. Der erfolgreiche Einsatz der digitalen Netzwerkanalyse erfordert folglich nicht nur ein fundiertes Verständnis von ihrem analytischen Potential in bestimmten Forschungskontexten, sondern auch eine gewisse Vertrautheit mit den einschlägigen Programmen und Medien. Die Vermittlung dieses Wissens sowie die kritische Reflexion auf die Möglichkeiten und Grenzen dieses methodischen Zugriffs aus Sicht der Geschichts- und Kulturwissenschaften standen im Zentrum des Workshops, welcher von Dr. Martin Stark (Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Aachen), einem Experten und langjährigen Kenner des Feldes der historischen Netzwerkforschung, geleitet wurde.  

 Organisiert und durchgeführt wurde der interdisziplinäre Workshop, der am 15. und 16. November 2017 in Gießen und Marburg stattfand, in Kooperation zwischen der ZMI-Sektion 4, dem GCSC und dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Für die Organisation verantwortlich waren Prof. Katharina Stornig (ZMI-Sektion 4/GCSC), Dr. Elke Bauer und Dr. Victoria Harms (jeweils Herder-Institut).

Den ausführlichen Bericht können Sie in voller länger auf der Webseite der ZMI-Sektion 4 nachlesen.

workshop data collection
Mit 'Palladio' und 'Vennmaker' führte Martin Stark (links) Software zur Analyse und Visualisierung von Netzwerken ein. Foto: Herder-Institut

 

 

 

ZMI Round Table auf der GGS-Tagung Digitale (Un)sichtbarkeiten

Die Round Table Diskussion zu aktuellen Thematiken des Forschungsschwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft (FSP-LBM) am 7. Dezember 2017 stellte die gelungene erste Kooperation des ZMI mit dem Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS) dar. Die vom GGS in Kooperation mit dem ZMI veranstaltete interdisziplinäre Jahrestagung umfasste Vorträge, verschiedene Round Table Diskussionen und lud zur Vernetzung rund um das Thema digitale (Un)Sichtbarkeiten ein. Dazu öffnete die Tagung am 6. Dezember 2017 mit der Vorstellung des Kinderrechte-Filmfestivals, welches die Vermittlung von Medienkompetenz mit kultureller und politischer Bildung kombinierte. Die Tagung selbst fand am 7. und 8. Dezember 2017 statt.

ZMI Round Table
Jutta Hergenhan, Ina Daßbach und Dorothée de Nève (v.r.n.l.) diskutierten mit den TeilnehmerInnen der Tagung. Foto: Robin Uhl, ZMI
Dr. Jutta Hergenhan (wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI) eröffnete den Beitrag des ZMI mit einer Vorstellung des Forschungszentrums und des dort angegliederten Schwerpunktes Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft. Danach diskutierten Prof. Dorothée de Nève (stellvertretende Direktorin des ZMI), Dr. Jutta Hergenhan und Ina Daßbach M.A. (Hilfskraft FSP-LBM) mit den TeilnehmerInnen der Tagung. Es wurden je eine These zu den drei Themenschwerpunkten 'Sehnsuchtsort Wahrheit', 'digitaler Habitus' 'Konstruktion von Identität' zur Diskussion gestellt. Die Beiträge der aus verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen stammenden TagungsteilnehmerInnen bereicherten die Debatte mit interessanten Aspekten und neuen Perspektiven auf die aktuellen Forschungsgebiete des Schwerpunkts.

 

 

 

Hungry Eyes Festival 2017: ein Festival zwischen Film, Performance und Kunst

Kurzfilme, Fotoausstellungen, Installationen und Diskussionsveranstaltungen rund um das Medium Film standen im Zentrum des erstmals stattfindenden Hungry Eyes Festival. Vom 28. bis 30. Juli 2017 veranstalteten Studierende der Angewandten Theaterwissenschaften der JLU Gießen und Absolventen der Filmhochschule Mainz die internationale und intermediale Veranstaltung zum Thema Film und Bildmedien in den Räumen der Alten Universitätsbibliothek und des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaften.

Das Hungry Eyes Festival bot einen intermedialen und interaktiven Blick auf das Thema Film. So wurden neben den zahlreichen Kurzfilmen auch Installationen und Fotoausstellungen präsentiert. Am 30. Juli 2017 fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Beamen auf Bühnen statt, bei der die ZuschauerInnen dazu eingeladen waren mitzudiskutieren. Schon am 28. Juli 2017 konnten sich die BesucherInnen des Festivals aktiv beteiligen, von 15 bis 18:30 Uhr wurde ein 35-mm-Film-Material-Workshop mit Filmkünstler Jos Diegel angeboten.

Hungry Eyes
BesucherInnen des Hungry Eyes Festival beim Filmworkshop. Foto: Hungry Eyes Festival 2017
Studenten der Hochschule für Gestaltung Offenbach arrangierten die virtuelle 360º-Fotoausstellung Sentiment Solutions. In der Virtual Reality (VR)-Installation I See Colors von Moritz Lapke konnten BesucherInnen mit einer VR-Brille individuell einen abstrakten virtuellen Raum erkunden. Die Installation Europa Mon Amourorientierte sich an der Videospiel-Ästhetik und animierte die BesucherInnen zu einem interaktiven Umgang mit dem Medium Film. Der große Erfolg des Festivals ließ sich nicht zuletzt an den Publikumszahlen messen: An jedem der drei Abende verzeichnete das Festival ca. 100 interessierte BesucherInnen.

Das Interesse an dem Gießener Filmfestival war nicht nur bei den Teilnehmenden festzustellen. Mit einer finanziellen Förderung unterstützten neben dem ZMI unter anderem die Hessische Theaterakademie und die Hessiche Film- und Medienakademie das Team des Hungry Eyes in ihrem spannenden Anliegen, das Medium Film von allen Seiten zu beleuchten.

 

 

 

Polit-Journalismus im Zeitalter der Likes und Klicks – Lennart Pfahler bei Stimmen aus der Praxis

stimmen aus der praxis logoWie schreibe ich im Internet journalistisch spannend und unterhaltsam über Politik? Wie erreiche ich mein Publikum und wie mache ich auf meine Artikel aufmerksam? Ist Facebook dabei mein Kooperationspartner oder Gegner?

Antworten auf diese Fragen gab am 5. Dezember 2017 im Philosophikum I der JLU der ehemalige Fachjournalistik-Student Lennart Pfahler, Reporter im News- und Politikteam der Huffington Post Deutschland. Der 24-Jährige Journalist berichtet zurzeit als Parlamentskorrespondent vor allem über innenpolitische Themen. Bevor Pfahler durch ein Volontariat bei der Huffington Post in den Beruf einstieg, lebte er in Ägypten und den USA und absolvierte diverse Praktika im Bereich Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit. In seinem Blog Die Letzte Seite schreibt Lennart Pfahler über Innen- und Außenpolitik, insbesondere über den Nahen Osten und die Türkei. In der Reihe Stimmen aus der Praxis berichtete der Politikjournalist über seinen Berufsweg zur Huffington Post, über seinen Arbeitsalltag sowie seine Reporter-Reisen in die USA, die Türkei und den Irak.

 

 

 

Henning Lobin in der Jury des Falling Walls Lab

Bei der diesjährigen nationalen Auswahl des Falling Walls Lab am 18. September 2017 am Forschungszentrum Jülich war Prof. Henning Lobin (ZMI-Sektion 3) als Mitglied der Jury vertreten. Das Falling Walls Lab ist ein globaler Wettbewerb, in dem junge WissenschaftlerInnen ihre Ideen vor einem Fachpublikum in einem Vortrag zu vertreten haben. Die Sieger der nationalen Ausscheidungen kamen am 9. November 2017 in Berlin zu einer internationalen Schlussrunde zusammen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Falling Walls Lab
Henning Lobin (Bildmitte, hintere Reihe) mit den Jurymitgliedern und Teilnehmenden des diesjährigen Falling Walls Lab in Jülich. Foto: Forschungszentrum Jülich
 

 

 

 

Start des DFG-Projektes Fluency in E(NSF)L

Am 1. Dezember 2017 startete das von der DFG gefördete Projekt Fluency in ENL, ESL und EFL – Eine kontrastive Korpusanalyse des Englischen als Erst-, Zweit- und Fremdsprache, das von Dr. Sandra Götz (ZMI–Sektion 3) und Dr. Christoph Wolk geleitet wird. Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, welche Ressourcen und Strategien zu Strukturierung und Erhalt des Sprachflusses von den Sprechern verschiedener Varietäten des Englischen verwendet werden. Dabei sollen zum ersten Mal in einem gemeinsamen Ansatz MuttersprachlerInnen, Sprachlernende mit verschiedenen Erstsprachen, sowie SprecherInnen aus postkolonialen Zweitsprachkontexten gemeinsam anhand von Korpusdaten betrachtet und verglichen werden. Nicht nur die grundlegende quantitative Auswertung steht im Vordergrund, sondern auch die Verteilung flüssigkeitsrelevanter Merkmale im Gesprächsverlauf (zum Beispiel die Distanz zu anderen Merkmalen oder SprecherInnenwechseln) sowie der Einfluss sprachexterner Faktoren. Das Projekt soll bis Ende 2019 dauern. Außerdem am Projekt beteiligt sind Dr. Katja Jäschke sowie mehrere studentische MitarbeiterInnen.

 

 

 

"Travelling for transcultural theatre projects" – Sabine Heymann beim 6. Shanghai Hamburg Forum

"From Cheng Yanqiu to Rimini Protokoll: Travelling for transcultural theatre projects" lautete der Titel des Vortrags, den Sabine Heymann, ehemalige Geschäftsführerin des ZMI und Mitglied der ZMI-Sektion 5, am 20. Oktober 2017 beim 6. Shanghai Hamburg Forum der Universität Hamburg gehalten hat.

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Sabine Heymann (1. Reihe rechts) mit den Teilnehmenden des 6. Shanghai Hamburg Forum. Foto: B. Spyra
Sabine Heymanns Vortrag behandelte zwei denkwürdige Theaterprojekte zwischen Ost und West: die Reise des legendären Peking Opern-Darstellers Cheng Yanqiu 1932 von China nach Europa, wo er Anregungen zur Erneuerung des chinesischen Musiktheaters (xiqu) sammelte, und die Recherchereise des deutschen Theaterkünstlers Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) 2013 von Europa nach China für sein Stück "Volksrepublik Volkswagen". Aus dem Vortrag: "Two examples of transcultural travelling between Europe and China in the field of the theater (…). Two very different examples: one historical, nearly forgotten – the other from our days; one from China to Europe (and back) – the other from Europe to China (and back); one a study- and research-travel on art with uncertain outcome – the other the typical research with field investigation, interviews and videos for a typical documentary theater project, whose earning flowed directly into the production: that's what Kaegi calls 'the China pictures import'. When Cheng Yanqiu after 16 months returned to China, he put forward 19 recommendations for the development of xiqu. When Stefan Kaegi returned to Germany, he staged a play at the Staatstheater Hannover about the meeting of two global players."

Aus der Pressemitteilung des Forums: "The 6th Shanghai Hamburg Forum on 'China in Europe, past and present' has successfully concluded on Saturday, 21 October 2017. The Shanghai Hamburg Forum is co-organized by the Chinese Department of the University of Hamburg and the International Center for Studies of Chinese Civilization of Fudan University (Shanghai) and strives to promote intellectual exchange of German and Chinese scholars of the humanities. On Friday, 20 October 2017, a series of lectures, attended by students, teachers, and members of the Hamburger Sinologische Gesellschaft e.V., shed light on different aspects of cultural, personal, and academic exchange between Europe and China. The students of the graduate program 'China in Europe, Europe in China' presented their PhD projects in a poster exhibition. The day was concluded by an open discussion on future perspectives of the study of Sino-European relations."

 

 

 

Jutta Hergenhan zu Migration und Geschlecht im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesungen Grundwissen Migration und Menschenrechte

Grundwissen Migration und MenschenrechteAm 27. November 2017 widmete sich Dr. Jutta Hergenhan (Wissenschaftliche Geschäftsführerin des ZMI) dem Thema "Migration und Geschlecht aus politikwissenschaftlicher Perspektive". Sie zeigte auf, wie sich verschiedene politikwissenschaftliche Forschungsfelder mit den vielfältigen Aspekten von Migration befassen und welche geschlechterbezogenen Fragestellungen dabei untersucht werden. Neben geschlechtsbezogenen Fluchtursachen und geschlechterspezifischen Migrationsformen ging sie auf mediale Dimensionen geschlechterspezifischer und – stereotyper Darstellungen von Migration ein.

Die beiden vom Projektteam "Interdisziplinäres Studienangebot 'Migration & Menschenrechte'" (StaMM) der JLU organisierten interdisziplinären Ringvorlesungen finden im Wintersemester 2017/18 wöchentlich montags (Grundwissen Migration) und dienstags (Grundwissen Menschenrechte) ab 16 Uhr im Großen Hörsaal, Stephanstr. 24 (Zoologie) in Gießen, statt. Weitere Informationen zu den Ringvorlesungen sowie zu StAMM finden Sie hier.

 

 

 

 

 

In den Medien

"Das gesellschaftliche Problemfeld 'Digitalisierung' als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen" – Vortrag von Wolfgang Sander online

Die interdisziplinäre Fachtagung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und der Kultusministerkonferenz (KMK) widmete sich am 15. November 2017 in Berlin dem Thema Digitale Welt als Thema in Schule und Unterricht. Prof. Wolfgang Sander beleuchtete in einem Vortrag "Das gesellschaftliche Problemfeld 'Digitalisierung' als Aufgabe der politischen Bildung in Schulen". Der Videomitschnitt des Vortrags ist nun in der Mediathek der bpb online verfügbar.

Vortrag Sander 

 

 

 

Social Media und digitale Wissenschaftskommunikation. Analyse und Empfehlungen zum Umgang mit Chancen und Risiken in der Demokratie – Henning Lobin an Veröffentlichung von Expertengruppe beteiligt

Ivlb_9783958321175_0n einem mehrjährigen Prozess hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaft Empfehlungen zu Social Media und digitale Wissenschaftskommunikation erarbeitet. Prof. Henning Lobin (ZMI-Sektion 3) war seit 2015 in Gestalt mehrerer Expertenhearings und einer umfangreichen Expertise daran beteiligt. Im Juli sind die Empfehlungen nun von der Leopoldina veröffentlicht worden.

Im November ist als ein weiteres Ergebnis dieses Projekts im Velbrück-Verlag auch ein Buch zu diesem Thema erschienen, Perspektiven der Wissenschaftskommunikation im digitalen Zeitalter (Hrsg. P Weingart, H. Wormer, A. Wenninger und R. Hüttl), in dem Henning Lobin ebenfalls mit einem Beitrag vertreten ist.

Die Übersichtsseite der Leopoldina zu dem Thema finden Sie hier.

 

 

 

Engelbarts Traum auf Polnisch erschienen

marzenie engelbartaIm Warschauer Verlag Państwowy Instytut Wydawniczy (PIW) ist am 23. November 2017 die polnische Ausgabe des Buchs Engelbarts Traum von Prof. Henning Lobin (ZMI-Sektion 3) in der Reihe Biblioteka Myśli Współczesnej (Bibliothek des zeitgenössischen Denkens) erschienen. PIW bietet ein ähnliches Profil an wie der deutsche Suhrkamp-Verlag und nimmt in der polnischen Öffentlichkeit eine ähnliche Position ein wie dieser. Die Übersetzung erfolgte durch den Germanisten Łukasz Musiał von der Adam-Mickiewicz-Universität Posen.

Zur polnischen Ausgabe von Engelbarts Traum.

 

 

 

Dorothée de Nève über soziale Ungleichheit und politische Partizipation

Die Wahlbeteiligung in Deutschland befindet sich in einem Abwärtstrend: NichtwählerInnen bilden inzwischen bei vielen Urnengängen die stärkste Gruppe. Je größer die soziale Ungleichheit, desto geringer die Wahlbeteiligung. Ist die Demokratie in Gefahr?

Dieser Frage widmete sich Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) in einem Vortrag am 4. Dezember 2017, der von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) per Livestream übertragen wurde. Darin setzte Dorothée de Nève aktuelle Forschungsergebnisse zur niedrigen Wahlbeteiligung mit politischer Partizipation in Bezug.

Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich die Aufzeichnung hier anschauen.

 

 

 

Interview mit Dorothée de Nève bei phoenix vor Ort

de Nève phoenix
Am 23. November 2017 war Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) zu Gast in der Sendung vor Ort beim Nachrichtensender phoenix und wurde nach ihrer Einschätzung zur Zukunft Horst Seehofers gefragt. Dorothée de Nève hielt fest, dass sich momentan in Deutschland in mehreren Parteien beobachten lässt, was in anderen europäischen Ländern bereits stattgefunden hat: eine Identitätssuche der Parteien, die Infragestellung des Führungspersonals und der Verlust des Fadens zur Parteibasis. De Nève spricht sich im Interview dafür aus, die Oppositionsrolle von Parteien nicht zu negativ zu sehen und sieht in der aktuellen politischen Krise auch eine Chance, den Faden zu den BürgerInnen und WählerInnen neu zu stricken und mehr über Inhalte und Verfahren zu reden, statt über Ämter und Personen.

Zum Video des Interviews mit Dorothée de Nève.

 

 

 

 

 

Personalia

Nachwuchs am ZMI

Im Oktober hat unsere Kollegin und Mitarbeiterin Dr. Vera Ermakova, Wissenschaftliche Koordinatorin im Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft, ein Kind zur Welt gebracht. Wir freuen uns für und mit Vera Ermakova und wünschen Ihr und Ihrer jungen Familie alles Gute!

 

 

 

Thomas Gloning als Mitglied der Kommission Zentrum Sprache der BBAW wiederberufen

Prof. Dr. Thomas GloningDer Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat Prof. Thomas Gloning (ZMI-Sektion 3) am 6. November 2017 bis zum 30. November 2020 als Mitglied der Kommission Zentrum Sprache der BBAW wiederberufen. Das Zentrum Sprache fasst die sprachwissenschaftlichen Vorhaben zusammen, die an der Akademie gegenwärtig durchgeführt werden. Es wird auf längere Sicht diese Vorhaben in ein umfassendes digitales lexikalisches System integrieren, das die Erforschung des deutschen Wortschatzes auf eine neue wissenschaftliche Grundlage stellt.

 

 

 

Henning Lobin in den Forschungsbeirat der Stiftung Wissenschaft und Politik berufen

LobinVom Stiftungsrat der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin, wurde Prof. Henning Lobin (ZMI-Sektion 3) in den Forschungsbeirat berufen. Die SWP wird als eine wissenschaftliche Beratungsinstitution vom Bundeskanzleramt getragen und berät Bundestag und Bundesregierung in Fragen der Außen- und Sicherheitspoltik. Im zehnköpfigen Beirat konzentriert sich Henning Lobin insbesondere auf die Aspekte der digitalen Kommunikation in der Arbeit des Instituts sowie auf deren Rolle in politischen Prozessen.

 

 

 

 

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