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Artikelaktionen

Newsletter 3/2019

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Editorial

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder und liebe Freund*innen des ZMI,

 

Katrin Lehnen.jpgein kursorischer Blick in das Inhaltsverzeichnis dieses Newsletters zeigt Ihnen, dass ein Großteil der angekündigten und ein Großteil der vergangenen Veranstaltungen politische Fragen und Ereignisse zum Thema haben. Man kann das begrüßen, weil es zeigt, dass die beteiligten Wissenschaftler*innen auf aktuelle, überwiegend brisante und oftmals auch extrem schwierige und problematische politische Entwicklungen reagieren und versuchen, etwas zu beschreiben, zu analysieren, einzuordnen und zu diskutieren, was mit Wucht den öffentlich-medialen Diskurs bestimmt – und manchmal schwer zu begreifen ist, die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten, der Überfall auf die Synagoge und die Tötungen in Halle. Man kann das umgekehrt natürlich auch traurig finden, dass gesellschaftliche und politische Ereignisse und Tendenzen für neue Themen und eine eigene Agenda sorgen, die nicht immer Freude machen.

 

Wir wünschen Ihnen ein reiches und spannendes Wintersemester und hoffen, mit dem, was Sie in diesem Newsletter lesen können und angekündigt finden, dazu beizutragen.

 

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, 

 

Katrin Lehnen

 

 

 

 

Inhalt ZMI-Newsletter 3/2019

 

Editorial

 

News

Tenure Track Professur Mediendidaktik erfolgreich eingeworben

Neue Info-Broschüre des ZMI veröffentlicht

CfP: Emotionalisierung in den Medien – Tagung der DGPuK-Fachgruppe Mediensprache – Mediendiskurse an der JLU

Veröffentlichung der Broschüre Wissenschaftlerinnen der Universität Gießen

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

 

Veranstaltungsankündigungen

Podiumsdiskussion: „Einseitig, teuer, überflüssig…“ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik 

CfP: Research Workshop – Voting over contested issues – voting as contested issue: Historical and contemporary perspectives on referenda and elections

Das CEFR Companion Volume: Neue Konzepte, Kompetenzen, Skalen? – Konferenz der Forschergruppe Educational Linguistics

Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien? – Vortrag von Heinz-Jürgen Voß

Digitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriff in Zeiten der Digitalisierung

Workshop: Politische Öffentlichkeit und neue Formen der Protestkommunikation

Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

ZMI-Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film. What Questions can the Footage Answer? 

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

 

ZMI-Videos

Politik mal anders – Video des Vortrags von Dennis Lichtenstein an der JLU

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Workshop des deutsch-französischen Projekts Geschlechtergerechte Sprache in Schulbüchern in Deutschland und Frankreich

Sprachliche Fallstricke vietnamesischer Deutschlerner*innen. Mathilde Hennig und Katrin Lehnen an der Universität in Saigon

20 Jahre erfolgreiche Kooperation mit der Macquarie University (MQU) – Katrin Lehnen reist als Teil der Gießener Delegation für das ZMI an die australische Partneruniversität

Patriots for Peace? und aktuelle Hessenzeit feiern Premiere im Kinocenter

Arbeitsstelle Holocaustliteratur unterstützte die SWR-Fernsehproduktion Der Krieg und ich

Sabine Heymann auf dem Romanistentag 2019 in Kassel

„Stimmen aus der Praxis“: Fix it in the Post – AVEV Audio Concepts

Studientag Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart

Workspace Session Reihe zum Thema Digitale Hochschullehre

Ambiguität. Demokratische Haltungen bilden in Kunst und Pädagogik – Videomitschnitt der Tagung auf YouTube 

 

In den Medien

Interviews mit Dorothée de Nève zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg und den Erfolg der AfD in Zeitung, TV und im Netz

Claus Leggewie in der Welt über AfD und Klimapolitik

Dorothée de Nève bei der drehscheibe über Politikverdrossenheit

Dorothée de Nève zum Mord an Walter Lübcke

 

Neues aus den Seniorprofessuren


Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Jetzt! Opposition, Protest, Widerstand – Claus Leggewie ruft in seinem neuesten Buch zum Kampf um die Demokratie auf

Claus Leggewie im Wirtschaftsdienst über einen Zukunftsfonds für die Nachhaltigkeitswende 


Neues aus der Otto Behaghel-Professur

Vortrag und Workshop an der Tongji-Universität Shanghai

Häufigkeit ist nicht alles. Kriterien für die Auswahl von Wortschatz für den Anfängerunterricht

Forschungsprojekte zum Deutscherwerb studieninteressierter Geflüchteter: Koordinationstreffen der hessischen DaF-Professuren in Kassel

Smartphone, Virtual Reality, Assistenzsysteme: Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien heute und in der nahen Zukunft

Kinderliteratur im Fremdsprachenunterricht

Fortbildung im Tessin

Lehrmaterialanalyse: Vortrag für Deutschlehrkräfte in Griechenland

ZMI-Team mit starken Beiträgen auf der Konferenz der Fremdsprachenforscher

Laudatio auf Förderpreisträgerin des Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preises


Neues aus der Georg Büchner-Professur

Intermediales Forschungsprojekt der Georg Büchner-Professur: Los peces tendrán que aprender a caminar sobre la tierra (2019) – Performative Installation an der Universidad Nacional de Colombia

It´s Beautiful here – Anthology in Bogota

Vortrag von Heiner Goebbels in Bogota: QUE HAY UN LENGUAJE EN EL QUE LAS COSAS NI SE MUESTRAN NI SE ESCONDEN

Deutschlandpremiere von Everything That Happened And Would Happen bei der Ruhrtriennale erzeugt großes und vielfältiges Medienecho – weitere Aufführungen in St. Petersburg

Heiner Goebbels „Live in Concert“

Auszüge aus Surrogate Cities im Theater Münster und Osnabrück

Eislermaterial –Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg

Heiner Goebbels’ Hashirigaki unter den „best classical music works of the 21st century“ des Guardian 

Das Gegenteil von »so tun als ob«. Heiner Goebbels über die Schönheit des Machens und der Kollaboration – Interview in Melodie & Rhythmus

Publikationen von Heiner Goebbels

 

Publikationen

Informationen gegen Fake News. Zur postnormativen Moralisierung der Massenmedien

Das Öffentliche finanzialisierten Geldes

Migration als Bewegung am Beispiel von Stuttgart und Lyon nach 1945

 

Personalia

Dorothee Beck, Julia Hamborg und Angelique Hertzel verstärken das deutsch-französische Projekt Geschlechtergerechte Sprache in Schulbüchern in Deutschland und Frankreich

Ralph Zoth neuer technischer Beschäftigter für IT-Koordination am ZMI

Anette Feller und Komla Digoh neue studentische Hilfskräfte am ZMI

Andrea Gärtner verlässt das ZMI

Vera Ermakova hat das ZMI verlassen

Laura Schilling wechselt nach Frankfurt

Abdullah Erdogan hat das ZMI verlassen

Stellenausschreibung für eine*n Verwaltungsangestellte*n

 

 

 

 

News

Tenure Track Professur Mediendidaktik erfolgreich eingeworben

Die vom ZMI im Rahmen des Nachwuchspakts des Bundes beantragte Professur für Mediendidaktik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung von Literalität und Bildung ist in der zweiten Runde zusammen mit sechs weiteren NWP-Professuren an der JLU bewilligt worden. Sie soll am Fachbereich 05 angesiedelt und fachoffen ausgeschrieben werden. Das ZMI hatte Ende 2016 die Initiative für die Beantragung der Professur ergriffen, um den Digitalisierungsschwerpunkt weiter auszubauen und strukturell zu verankern. Entsprechend eng kooperieren Fachbereich und Zentrum bei der Ausgestaltung des Forschungsprofils. Die Ausschreibung der Professur erfolgt Anfang 2020.

 

 

 

Neue Info-Broschüre des ZMI veröffentlicht

Die Informationsbroschüre des ZMI wartet mit neuen Inhalten und einem frischen Design auf.

ZMI-Info_Broschüre_250.jpgDas ZMI freut sich, seine neue Informationsbroschüre vorstellen zu dürfen. Mit ihrem minimalistischen, klar strukturierten und ungewöhnlichen Design weicht die vierte Auflage der Broschüre erkennbar von den vorherigen Versionen ab. Der Fokus der zweisprachigen Publikation liegt auf knappen und präzisen Kurzporträts der einzelnen Aspekte und Schwerpunkte des Zentrums. Mithilfe von QR-Codes können sich interessierte Leser*innen von der Broschüre direkt auf die diversen Seiten der ZMI-Website führen lassen, um dort detailliertere Informationen zu erhalten. Um die Leserführung zu vereinfachen, orientiert sich die Gestaltung der Broschüre zudem an dem Kacheldesign der Website.

Die digitale Version der Broschüre kann hier gelesen werden.

 

 

 

CfP: Emotionalisierung in den Medien – Tagung der DGPuK-Fachgruppe Mediensprache – Mediendiskurse an der JLU

Call for Papers für die Tagung der DGPuK-Fachgruppe Mediensprache – Mediendiskurse vom 13. bis 15. Februar 2020, ZMI, JLU Gießen.

ZMI und DGPuk 300.jpgMit der Etablierung sozialer Medien haben sich im Netz ausgebaute Kommentar- und Bewertungspraxen etabliert, die – in ihrer harmlosen Variante – dazu führen, dass ständig alles geliked/disliked, geteilt, gerankt, mit Emojis versehen und beurteilt wird, darunter Bücher, Filme, Restaurants und Reisen genauso wie Professor*innen, (potentielle) Partner*innen und Autowerkstätten. Laien und Halbprofis beurteilen die Kompetenz von Ärzt*innen, rezensieren Bücher, kommentieren Kinofilme und debattieren in Foren über Serien und Spiele. Und auch berufliche Profis, z.B. Journalist*innen oder Wissenschaftler*innen, lassen ihre Beiträge in Form von Blogs von Leser*innen diskutieren und schalten sich auch selbst in die Debatten ein. Geprägt sind viele dieser Diskurse und Bewertungspraxen von einer starken und zunehmenden Emotionalisierung. Dies kann bewusst inszeniert sein, wie etwa bei Bewertungsformaten im Fernsehen, die in den letzten Jahren dominant sind (Germany’s next Topmodel, The Taste, Deutschland sucht den Superstar, The Voice etc.) oder aber Ausdruck von Befindlichkeiten sein, die im Netz eine eigene Dynamik und einen besonderen Hype erzeugen (z.B. das Video von Rezo vor der Europawahl 2019 oder der Hype um den Grünen-Vorsitzenden Habeck als neues Role Model für Parteipolitik). In einer weitaus weniger harmlosen Variante und insbesondere in politischen Diskursen resultiert diese Kommentar- und Bewertungspraxis teilweise in  extremen Ausbrüchen und Entgleisungen wie auch in verbalen (Gewalt-)Exzessen. Shitstorm, Hatespeech, Sprachverrohung etc. sind die Stichworte, unter denen in jüngster Zeit an verschiedenen Stellen diskutiert wird, was die sprachlich-kommunikative Emotionalisierung in den Medien, v.a. im Netz, bewirkt und wie sie auf Haltungen, Meinungen und Handlungen in der Gesellschaft zurückschlägt. Dies ist besonders da virulent, wo mediale Häme und Verbalattacken nicht im medialen Diskurs verbleiben, sondern handlungssteuernd werden und im Zusammenhang mit ‚echten’, ‚analogen’ Taten stehen. Der Fall der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke stellt dabei eine Zäsur da: Einer emotional aufgeheizten Debatte zur Flüchtlingspolitik und mehrfachen Morddrohungen im und außerhalb des Netzes ‚folgte’ die Ermordung des Politikers – zumindest aber wurde sie in einen engen Zusammenhang gestellt, der nicht (nur) nach einer Einzeltat, sondern nach organisierten Strukturen und nach einer allgemeinen Verrohung und Brutalisierung der Gesellschaft und ihres Sprachgebrauchs fragt. Die nachträgliche Verunglimpfung des Todesopfers durch weitere Kommentare im Netz und Äußerungen bei Demonstrationen verleiht diesen Emotionalisierungstendenzen eine weitere Dimension.

Emotionalisierung kennzeichnet einen Phänomenbereich, der zunehmend die Aufmerksamkeit öffentlicher Debatten erfährt und Gegenstand der Untersuchung von Mediendiskursen und Mediensprache wird. Neben mehreren populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen von Politiker*innen, Journalist*innen und Publizist*innen (z.B. Renate Kühnast, Anja Reschke, Carolin Emcke), die ihrerseits häufig von Shitstorms und Hatespeech direkt betroffen sind, ist die Frage nach den sprachlich-kommunikativen Ausprägungen von Emotionen und Emotionalisierungen – positiv wie negativ – in Mediendiskursen zunehmend Gegenstand der wissenschaftlichen Erforschung in unterschiedlichen Disziplinen.

Die Fachgruppentagung der  Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) stellt Fragen der Emotionalisierung in den Medien in den Mittelpunkt der Betrachtung. Diese reichen von den hier eher allgemein skizzierten Tendenzen der ununterbrochenen, immer weiter ausdifferenzierten Kommentierungs- und Bewertungspraxen von Produkten, Prozessen, Haltungen etc. in unterschiedlichen Kanälen bis hin zu konkreten Fällen und Fallanalysen von Emotionskulturen in spezifischen Diskursen. Erwünscht sind Beiträge zur theoretischen Eingrenzung und Konzeptionalisierung von Emotionen und Emotionalisierung in unterschiedlichen Medien und den entsprechenden analytischen Instrumenten und Methoden ihrer Untersuchung. Erwünscht sind ebenso empirische Studien und Fallbeispiele zu ausgewählten Phänomenbereichen medialer Emotionalisierung sowie zu deren Rezeption und Wirkung.

Themen und Fragen, die eine Rolle spielen können:

  • Wie sind Emotionen und Emotionalisierungen analytisch zu fassen und methodisch beobachtbar?
  • Was sind positive bzw. negative Emotionen? Wie kann man Emotionen evaluieren? Wann schlägt positive Emotion in negative um?
  • Medialität und Emotionen: Wie werden Emotionalisierungen bildlich, auditiv, gestisch, mimisch etc. ausgedrückt?
  • Dynamik der Emotionalisierung: Wie entsteht und wie entwickelt sich z.B. die emotionale Logik von Shitstorms / Candystorms?
  • Wie (unterschiedlich) funktioniert Emotionalisierung im politischen Diskurs in Abhängigkeit vom medialen-diskursiven Setting (Aschermittwochsrede vs. Youtube)?
  • Welchen Einfluss hat Emotionalisierung auf die Rezeption und Wirkung medialer Produkte?

Willkommen sind Vorschläge für verschiedene Formate: Tagungsvortrag (20 Minuten), Panel (90 –120 Minuten mit 2–4 Vorträgen oder Impulsreferaten zum gleichen Oberthema, das aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert wird), Workshop, Dialog zu Work in Progress (mit etwa 10 Minuten Input und 20–30 Minuten Diskussion), Poster.

Wir bitten Sie, Ihren Vorschlag per Mail in Form eines Extended Abstract (4000–6000 Zeichen) plus ggf. Anhang (Abbildungen, Tabellen) bis zum 31. Oktober 2019 einzureichen. Bitte senden Sie Ihren Beitrag in elektronischer Form (*.doc, *.docx, *.rtf, kein pdf!) an den Fachgruppensprecher Dr. Philipp Niemann sowie an die AusrichterInnen Prof. Katrin Lehnen, Dr. Jutta Hergenhan, Prof. Dorothée de Nève.

Literatur:

Bucher, Hans-Jürgen/ Barth, Christof (2019): Zwischen Hatespeech und Deliberation: affektive Öffentlichkeiten und politische Kommunikation in den sozialen Medien. In Hauser/Luginbühl/Tienken (Hrsg.), 57-81.

Emcke, Carolin (2016): Gegen den Hass. Frankfurt a. M.: S. Fischer.

Hauser, Stefan/Luginbühl, Martin/Tienken, Susanne (Hrsg.) (2019): Mediale Emotionskulturen. Frankfurt a.M.: Peter Lang.

Kühnast, Renate (2017): Hass ist keine Meinung: Was die Wut in unserem Land anrichtet. Heyne.

Reschke, Anja (2018): Haltung zeigen. Frankfurt a. M.: rororo.

 

 

 

Veröffentlichung der Broschüre Wissenschaftlerinnen der Universität Gießen

Die Broschüre Wissenschafterlinnen der Unviersität Gießen: Unkonventionelle Wege verändern die akademische Welt ist erschienen.

Gemeinsam mit dem Akademischen Auslandsamt und der Zentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten hat das ZMI die Broschüre Wissenschaftlerinnen der Universität Gießen: Unkonventionelle Wege verändern die akademische Welt herausgegeben. Angestoßen durch die Jubiläumsveranstaltung mit Podiumsdiskussion 100 Jahre FrauenWahlRecht: Bewegte Zeiten seit 1918, die am 12. November 2018 stattfand, leistet die Broschüre einen wichtigen Beitrag zur frauengeschichtlichen Erinnerungskultur der Justus-Liebig-Universität.

wissenschaftlerinnen der jlu broschüre 700.jpg Neben Eindrücken von der Jubiläumsveranstaltung präsentiert die Broschüre Kurzportraits von zwölf Frauen in der Wissenschaft der JLU, die sich ihrerzeit den gängigen Rollenbildern widersetzten und so eine Vorreiterinnenfunktion übernahmen. So geht die Brochüre unter anderem auf Dr. Charlotte Heidenreich von Siebold ein, die 1817 als erste Frau zur Promotion an der Gießener Universität zugelassen wurde, auf Prof. Dr. Margarete Bieber, erste planmäßige außerordentliche Professorin Deutschlands (1931), aber auch auf Pinonierinnen der Gegenwart, wie Prof. Dr. Katja Becker, erste Vizepräsidentin der JLU und seit 2019 Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Illustriert werden die Kurzportraits mit Fotos sowie Zeichnungen von Prof. Dorothée de Nève, der stellvertretenden Geschäftsführenden Direktorin des ZMI.

 

 

 

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

Populisten_lila_20190724 350.jpgAutoritäre Populisten erfahren in vielen Ländern wachsenden Zuspruch durch die Wahlbevölkerung. Staaten von weltpolitisch zentraler Bedeutung wie die USA und Brasilien werden mit Donald Trump und Jair Bolsonaro inzwischen von autoritären Populisten regiert. Auch in Europa wird mit Ungarn durch die langjährige Regierung Victor Orbans ein Land durch die Herrschaft eines autoritären Populisten seit Jahren stark umstrukturiert. In Deutschland wachsen die Tendenzen ebenfalls hin zu einem autoritären Populismus: Indikatoren dafür sind die bundesweiten Wahlerfolge der AfD, die es als Partei erst seit wenigen Jahren gibt.

Zentrale Elemente des politischen Handelns autoritärer Populisten sind Angriffe gegen demokratische und egalitäre Geschlechtervorstellungen, und ganz konkret gegen Frauen und LGBTIQ*. Diese Angriffe finden in verschiedensten Formen statt: verbal, physisch, diskursiv, symbolisch, institutionell und nicht zuletzt durch Regierungshandeln. Ein Charakteristikum dieses genderfeindlichen populistischen Handelns ist seine mediale Dimension, und insbesondere die direkte Kommunikation autoritärer Populisten über soziale Medien.

Die Podiumsdiskussion möchte das Phänomen der „autoritären Populisten“ anhand der zentralen Akteure Donald Trump und Jair Bolsonaro im Hinblick auf deren Gender-Handeln und ihre damit verbundenen medialen Strategien beleuchten. Im Hinblick auf Deutschland wird gefragt, inwiefern Angriffe auf Geschlechtergleichheit, Frauen und LGBTIQ* auch hier Teil eines autoritären Populismus sind, oder ob die in Deutschland beobachtbaren Phänomene kategorial anders eingeordnet werden müssen. Nicht zuletzt interessieren auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Strategie sowie die Bedeutung unterschiedlicher Medien und Medienformate für den Erfolg autoritärer Populisten.

Die Veranstaltung findet am 24. Oktober um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU statt. Es diskutieren Dr. Dinah Leschzyk (ZMI-Sektion Medien und Gender), Prof. Dorothée de Nève (stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI), Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion Medien und Gender) und Peter Weissenburger (taz). Der Präsident der JLU, Prof. Joybrato Mukherjee, wird die Podiumsdiskussion mit einem Grußwort eröffnen. Andreas Schwarzkopf von der Frankfurter Rundschau moderiert die Debatte.

 

 

 

 

Veranstaltungsankündigungen

Podiumsdiskussion: „Einseitig, teuer, überflüssig…“ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik

Mit der Podiumsdiskussion ,Einseitig, teuer, überflüssig…‘ Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk in der Kritik soll insbesondere auf die unabhängige Berichterstattung sowie auf das Modell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen eingegangen werden. Dabei werden häufig geäußerte Kritikpunkte aus Medienhistorischer und Mediensoziologischer Sicht beleuchtet, auch wird auf das Medienvertrauen vonseiten der Bürger*innen eingegangen werden.

Die Veranstaltung findet am 29. Oktober 2019 ab 18 Uhr in der Aula der JLU (Ludwigstr. 23, 35390 Gießen) statt. Sie wird von der Sektion Macht – Medium – Gesellschaft des ZMI in Kooperation mit dem Forschungsverbund antidemokratische Haltungen – Herausforderungen für Bildung und Sozialisation des Fachbereichs 03 organisiert.

Als ReferentInnen nehmen an dieser Veranstaltung Prof. Ulrike Weckel (ZMI-Sektion Medien und Geschichte), Prof. Nicole Zillien (ZMI-Sektion Macht – Medium – Gesellschaft) und Prof. Tanjev Schultz (Universität Mainz) teil. Letzterer begleitet auch die Langzeitstudie Medienvertrauen. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (Forschungsverbund Anti-demokratische Haltungen/ZMI).

 

 

 

CfP: Research Workshop – Voting over contested issues – voting as contested issue: Historical and contemporary perspectives on referenda and elections

20-21 February 2020, Justus Liebig University Giessen

JLU Logo 200.jpgRepresentative democracy is in crisis. Politicians and parties encounter increasing distrust and have more and more trouble to represent all citizens. While it is evidently challenging to respond to highly particularised interests in today’s diversified societies, ‘populist’ and right wing parties try to mobilise citizens by presenting seemingly easy solutions to pressing issues. At the same time, we see an increased use of measures of direct democracy, especially referenda. In the recent years, a number of controversial and hotly debated referenda was implemented. The Brexit referendum in 2016, the Catalan independence referendum 2017, the constitutional referendum in Turkey in 2017and the migrant quota referendum in Hungary in 2016 are only a few cases in point. These examples reveal two important characteristics of recent referenda, first, that they are implemented in quite different political figurations, from established democracies to authoritarian states. Second that they are failure-prone, since they do not always have the outcomes their initiators expect. How, then, can we explain the growing popularity of referenda in these different setting sand their polarising effects at the same time? How does the increased use of referenda relate to the crisis of representative democracy and the rise of populist rhetoric? Which role is played by the multimodal, and increasingly alarmist, mediatization of elections and referenda? What are the consequences for our understanding of (democratic) legitimacy and how it is ascribed? How is legitimacy negotiated and constructed in discourses around referenda and elections? Most generally, what does it entail to address referenda, elections, and voting in general not from a standpoint of normative political theory, but as social practices and political technologies? The workshop seeks to situate findings from empirical studies into the broader literature of political sociology, political theory and related fields dealing with the crisis of representative democracy, the uses of practices of direct democracy, and challenges to political legitimacy. Also, it wants to create a venue to connect contemporary debates on democratic voting and its discontents with studies investigating practices of voting in a historical perspective –for instance, histories of majority decision making, historical alternatives to it, and more generally the interconnection of technologies of decision making and the politico-cultural repre-sentation of society. Therefore, we welcome theoretical, empirical, and historical contribu-tions. Please submit your paper abstracts (max.300 words) to Andreas Langenohl and Sophie Schmäing (andreas.langenohl@sowi.uni-giessen.de, sophie.schmaeing@sowi.uni-giessen.de) by 31 October 2019.

 

 

 

Das CEFR Companion Volume: Neue Konzepte, Kompetenzen, Skalen? – Konferenz der Forschergruppe Educational Linguistics

poster_el1920_200.jpgAm Freitag, den 8. November 2019 findet von 9:00 bis 16:00 Uhr in Raum 011 und Raum 012 im Seminargebäude 2 des Philosophikum (Alter Steinbacher Weg 44), 35394 Gießen eine Konferenz zum CEFR Companion Volume statt. Die Konferenz beginnt um 9:00 Uhr mit einer Begrüßung durch die beiden Organisatorinnen Prof. Eva Burwitz-Melzer und Prof. Hélène Martinez (jeweils ZMI-Sektion Educational Linguistics). Es folgen im Tagesverlauf vier jeweils etwa einstündige Vorträge, die das CEFR Companion Volume aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Den Auftakt macht Dr. Brian North (Eurocentre Fundation Zürich) mit seinem Vortrag The CEFR Companion Volume. Anschließend betrachtet Prof. Claudia Rimer (Universität Bielefeld) Das CEFR Companion Volume aus der Sicht von DaF und DaZ, bevor Prof. Daniela Caspari (Freie Universität Berlin) auf die Sprachmittlung im CEFR Companion Volume eingeht. Die Veranstaltung schließt mit einem Vortrag von Prof. Eva Wilden (Universität Duisburg-Essen) zum Thema Digitalisierung und das CEFR Companion Volume.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Das Programm finden Sie hier.

 

 

 

Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien? – Vortrag von Heinz-Jürgen Voß

Auf Einladung von Dr. Jutta Hergenhan und Michaela Müller von der ZMI-Sektion Medien und Gender des ZMI hält Prof. Heinz-Jürgen Voß von der Hochschule Merseburg am 11. November 2019 einen Vortrag an der JLU.

Plakat Sexuelle Bildung 700.jpg Die ZMI-Sektion Medien und Gender befasst sich mit Fragen von Medienbildung im Hinblick auf zeitgemäße Sexualaufklärung und geschlechtliche Selbstbestimmung. Während in der Öffentlichkeit darüber gestritten wird, welche Art der Geschlechterpädagogik und Sexualaufklärung an Schulen stattfinden soll, suchen sich junge Menschen häufig Informationen zu Geschlecht und Sexualität im Internet. Als problematisch an der Selbstaufklärung im Internet wird oft der damit verbundene Konsum von Pornografie betrachtet, die stereotype Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen vermittelt. Befunde zum Zusammenhang von Pornografiekonsum und sexueller Gewalt unter Jugendlichen (u.a. Maschke/Stecher 2018) legen nahe, dass Medienbildung im Hinblick auf Geschlechterfragen im schulischen Kontext sinnvoll wäre. Gleichzeitig befördern Debatten um diesen Zusammenhang tendenziell auch moralische Panik. Eine differenzierte Betrachtungsweise von Möglichkeiten der Selbstaufklärung über insbesondere digitale Medien findet selten statt und erscheint bislang untererforscht.

Angesichts der Bedeutung, die die Lehramtsausbildung an der Universität Gießen hat, stellt sich die Frage, wie eine pluralistische Sexualaufklärung und Geschlechterpädagogik an Schulen heute aussehen sollte und wie zukünftige Lehrer*innen darauf vorbereitet werden sollten. Dabei ist der Aspekt der Mediennutzung besonders wichtig: Welche Art des Einsatzes von Medien und des Umgangs damit ist zur Sexualaufklärung sinnvoll und notwendig? Wie können Lehrkräfte Schüler*innen einen selbstbestimmten Umgang mit Medien vermitteln, der zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beiträgt und Gewalterfahrungen vorbeugt?

Prof. Heinz-Jürgen Voß befasst sich im von ihm geleiteten BMBF-Projekt Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung eingehend mit Fragen zu sexueller Bildung. In einem von ihm und Michaela Katzer herausgegebenen Sammelband mit dem Titel Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung durch Kunst und Medien: Neue Zugänge zur sexuellen Bildung (2019) wird auch die Funktion der Medien beleuchtet. Die Sektion Medien und Gender des ZMI freut sich daher auf die Ausführungen von Heinz-Jürgen Voß zu zeitgemäßer Sexualbildung und der Rolle von Medien. Es werden auch erste Ergebnisse des Projekts „Sexuelle Bildung für das Lehramt“ vorgestellt.

Der Vortrag Sexuelle Bildung zwischen Gewaltprävention und der Förderung sexueller Selbstbestimmung: Welche Rolle spielen Medien? findet am Montag, den 11. November 2019, 18 Uhr c.t., im Hörsaal AUB 1 der Alten Universitätsbibliothek statt. Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und Lehrende an der JLU sowie an alle Interessierten und Akteur*innen im Bereich sexueller Bildung auch außerhalb der JLU.

 

 

 

Digitaler Habitus: Tagung zu Bourdieus Habitusbegriff in Zeiten der Digitalisierung

In Anlehnung an den Ansatz von Bourdieu liefert das Konzept eines digitalen Habitus ein erweitertes Verständnis des grundlegenden Wandels literaler Praktiken und Bildungsprozesse, wie er mit der umfassenden und fortschreitenden Digitalisierung nahezu aller Lebensbereiche zu beobachten ist. Ein solches Konzept des Digitalen Habitus birgt das Potential, digitalisierungsbedingte Transformationen des Habitus im Sinne durch die Sozialisation erworbener Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsschemata heuristisch fassen zu können.

Am 14. und 15. November 2019 veranstaltet der Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft eine von der Thyssen-Stiftung geförderte Tagung zu diesem Thema. Es soll erkundet werden, inwiefern das Konzept des Digitalen Habitus als explanatorische Kategorie für die Theoriebildung wie auch empirische Ansätze fruchtbar gemacht werden kann und interdisziplinär anschlussfähig ist. Dazu zählen beispielsweise Formen und Fähigkeiten der Selbstpräsentation in digitalen Medien oder Wechselwirkungen verschiedener Konfigurationen des Digitalen Habitus mit bestimmten literalen Praktiken im Zuge von Digitalisierungsschüben. Diese sollen hinsichtlich ihrer Artikulation in Lern- und Bildungskontexten untersucht und mit unter dem Eindruck von Digitalisierungsprozessen sich verändernden normativen Leitbildern gelingender Bildung in Beziehung gesetzt werden.

Logo_LBM_und_FTSDas Programm folgt in Kürze.

Organisiert wird die Tagung von:

Ina Daßbach M.A. (Koordinatorin FSP Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft, ZMI, Institut für Politikwissenschaft, JLU), Dr. Jutta Hergenhan (Wissenschaftliche Geschäftsführerin ZMI), Prof. Andreas Langenohl (ZMI Sektion Macht – Medium – Gesellschaft / GCSC / Institut für Soziologie, JLU), Prof. Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin ZMI / Institut für Germanistik, JLU), Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin ZMI / Institut für Politikwissenschaft, JLU), Prof. Nicole Zillien (ZMI Sektion Macht – Medium – Gesellschaft / Institut für Soziologie, JLU).

 

 

 

Workshop: Politische Öffentlichkeit und neue Formen der Protestkommunikation

Von Occupy über Pegida bis Fridays-for-future: politische Protestkommunikation ist eine öffentliche Angelegenheit, sowohl auf der Straße wie auch im digitalen Raum. Und viele fragen sich, ob diese doppelte öffentliche Präsenz gegenüber früheren Formen von Protestkommunikation etwas qualitativ Neues darstellt. Welche Phänomene und Formen sind daran wirklich neu? Welche Wechselwirkungen lassen sich zwischen den verschiedenen Räumen und Medien politischer Öffentlichkeiten feststellen? Wie sind mediale Phänomene wie „Hasskommentare“ im Internet oder die Medialisierung der Segelreise Greta Thunbergs aus gesellschaftswissenschaftlicher Sicht einzuordnen? In welcher Protestgesellschaft leben wir?

Von diesen Fragen ausgehend gibt der Workshop durch ein kurzes Eröffnungs-Briefing zunächst einen Überblick über die Debatte. In der sich anschließenden Diskussion sollen dann konkrete Forschungsfragen entwickelt werden, die im Laufe der Woche zu einem Design für ein Forschungsprojekt verdichtet werden sollen. Dieses kann auch den Ausgangspunkt einer Qualifikationsarbeit darstellen.

Der von Prof. Andreas Langenohl (ZMI Sektion Macht – Medium – Gesellschaft) und Dirk Medebach, M.A. (JLU) organisierte Workshop richtet sich gleichermaßen an interessierte Studierende und Promovierende. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Er findet am 18. November 2019 von 9 bis 12 Uhr (s.t.) und am 20. November 2019 von 13 bis 16 Uhr (s.t.) jeweils im Philosophikum II, Haus E, Raum 02, statt.

 

 

 

Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

GCSC_Logo_RGB 200.jpgParadoxical political developments in the ‘Global North’ – in particular the commercial, capitalist and legal embrace of sexual, gender and racial minorities and the rise of far-right nationalism, with its attendant visible and violent classism, racism, xenophobia, homophobia, and sexism – ask for an urgent renegotiation of minoritarian politics of in_visibilities. Against this backdrop, the international and interdisciplinary conference Renegotiating Minoritarian In_Visibilities will investigate how minoritarian strategies in art and visual culture can undermine hegemonic regimes of representation and challenge the dominant patterns of visibility, assimilation and intelligibility. Considering close connections between academia, art critique/practice and activism, the societal relevance of the conference is grounded in its exploration of aesthetic strategies that counteract processes of discrimination and stereotyping due to gender, sexuality, race, ethnicity, age and further categories of difference.

The three-day conference with its format variety (workshops, artist talk, lecture-performance, keynote lecture, short panel presentations, etc.) will take place on November 12-14, 2019 at the International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) and the Institute for Art Education at Justus-Liebig-University Giessen, Germany. In addition, a kick-off event in the form of a performative presentation including a film screening will be offered on November 11, 2019 in the Margarete-Bieber-Saal.

Organization:

Oliver Klaassen, Jana Tiborra, Katharina Wolf and Cathérine Ludwig-Ockenfels on behalf of the GCSC-Research Area Visual and Material Culture Studies.

Cooperation Partners:

Institut für Kunstpädagogik (IfK) / JLU Giessen, ZMI-Sektion Medien und Gender, Zentrale Frauen und Gleichtstellungsbeauftragte und Büro für Chancengleichheit / JLU Giessen, Autonome AStA-Referate: Queer-Feministisches Frauenreferat und Bi*-Schwulen-Trans*-Queer-Referat / JLU Giessen, Research Network in Queer Studies, Decolonial Feminisms and Cultural Transformation (QDFCT) / JLU Giessen, Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Giessen, Aidshilfe Giessen e.V. im Hans Peter Hauschildhaus.

 

 

 

ZMI-Workshop: Allied Attempts to Cover Nazi Crimes on Film. What Questions can the Footage Answer?

Workshop der ZMI-Sektion Medien und Geschichte vom 13. bis 15. Dezember 2019, JLU Gießen

Logo_ZMI 200.jpgEs sind keine dokumentarischen Filmaufnahmen aus den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern bekannt, die vor der Flucht des SS Lagerpersonals und der Ankunft der Alliierten entstanden. Die SS hielt sich an das strikte Fotografierverbot, und die wenigen, ausnahmsweise erlaubten Aufnahmen, sollten propagandistische Zwecke erfüllen und über die wahre Natur der NS Verbrechen hinwegtäuschen. Das Filmmaterial der Alliierten aus der Zeit der Lagerbefreiung soll daher oftmals – in Dokumentarfilmen, Ausstellungen und in der historischen Bildungsarbeit – die Lücke in der visuellen Überlieferung füllen.

Doch können die Aufnahmen diese Erwartung wirklich bedienen? Wie umfassend ist die filmische Überlieferung jenseits der bekannten „Ikonen der Vernichtung“ (Cornelia Brink)? Was genau zeigen die Filmaufnahmen (und was nicht)? Und was können sie heute – nach jahrzehntelanger Forschung und geschichtskultureller Beschäftigung mit dem Holocaust – Betrachter*innen sagen, die Kameraleute und Filmemacher seinerzeit nicht als Zielgruppe im Sinn hatten?

VHH_eps_logo_200.jpgMitglieder der Sektion 4 des ZMI haben Kolleg*innen aus dem In- und Ausland eingeladen, die aus historischer, kuratorischer oder pädagogischer Perspektive mit diesen Filmaufnahmen befasst sind. Einige von ihnen arbeiten zusammen mit den Einladenden – Prof. Ulrike Weckel (ZMI-Sektion Medien und Geschichte), Anja Horstmann, M.A. und Ulrike Koppermann, M.A. – an dem EU-Verbundprojekt Visual History of the Holocaust: Rethinking Curation in the Digital Age. Das Forschungskonsortium entwickelt bis Ende 2022 ein umfangreiches digitales Repositorium, das das Liberation Footage wissenschaftlich aufarbeitet und mit Schriftquellen, Fotos und Interviews verknüpft. Während dieses Workshops werden die Teilnehmer*innen gemeinsam Sequenzen anschauen und diskutieren. Im Vordergrund stehen dabei u.a. die im Westen weitgehend unbekannten sowjetischen Aufnahmen, Amateurfilme amerikanischer Soldaten, ausgewählte Szenen aus den Kompilationsfilmen, zeitgenössische Film-Narrationen sowie Reaktionen von Überlebenden auf solche atrocity Filme, die in erster Linie der Reeducation von Deutschen dienen sollten, von denen damals so viele beteuerten, „davon“ nichts gewusst zu haben.

Am Sonntag, den 15. Dezember 2019, wird es im Gießener Kinocenter eine öffentliche Matinee mit anschließendem Filmgespräch geben.

Kontakt: .

 

 

 

Workshop: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie und feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

workshop_gießen_tentacular_desire_2_700.jpg Die ZMI-Sektion Medien und Gender organisiert am Mittwoch, den 18. Dezember 2019 von 15:00 bis 17:00 Uhr einen Workshop zu queerer Pornografie. Der Workshop mit Friederike Nastold ist auf 15 Teilnehmende begrenzt, ihm schließt sich ein öffentliches Film-Screening an. Die Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben.

Workshop mit Friederike Nastold: Tentacular Desire. Von handelnden Objekten und verhandelten Körperbildern im Kontext queerer Pornografie.

Wer, wie, was handelt und wird verhandelt? Orgiastische Körper im Blick: Im Rahmen eines zweistündigen Workshops wollen wir uns verschiedenen queerfeministischen Filmprojekten aus dem künstlerischen und aktivistischen Kontext widmen. Was ist queere Pornografie und wie zeigt sich ihr kritisches Potential? Über einen historischen Abriss sollen die feministischen sex wars der 1970er Jahre aufgegriffen und mit den heutigen Diskussionen in Bezug gesetzt werden.

Kein Vorwissen erforderlich. Max. 15 Personen. Anmeldungen bitte an sahra.rausch@gcsc.uni-giessen.de.

Feministisches Porno-Screening: FLUIDØ

Poster_Fluido_2_300.jpgDeutschland, 2017, 80 Minuten, Regie: Shu Lea Cheang, Hauptdarsteller*innen: Candy Flip, Bishop Black, Kristina Marlen

„Im Jahr 2060 ist die Welt von Aids befreit. Allerdings sind bei einigen Menschen die HI-Viren zu einem Gen mutiert, aus dem sich eine Droge gewinnen lässt, die zum Rauschmittel des 21. Jahrhunderts geworden ist. Eine Geheimpolizei versucht mithilfe virtuell unterstützter Direktkontrollen zu ermitteln, wer Träger*in dieses Gens ist. Währenddessen müssen anderenorts junge Männer an ein Kabelsystem gefesselt Sperma für die Gewinnung marktbeherrschender Pharmazeutika produzieren.

Die in Taiwan geborene Multimediakünstlerin und Filmemacherin Shu Lea Cheang hat in Berlin einen dystopischen Science-Fiction gedreht, bei dem es um die Macht von Körperflüssigkeiten und um deren Gewinnung geht. In Form einer orgiastischen Oper inszeniert sie einen atemlosen Reigen aus Körpern, Sekreten, Performances und sexuellen Akten, die oft im Dienste einer übergeordneten Ökonomie stehen. Ein über weite Strecken experimentelles und ungewöhnliches, auf konsequente Art parapornografisches Drama, in dem die Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwimmen.“

Mit einer Einführung in den Kontext queerer, feministischer Pornografie mit anschließender Diskussion mit Friederike Nastold, Kunsthochschule Mainz. Sie promoviert zu queerer Pornografie, organisiert Vulva-Workshops und ist in feministischen Kollektiven (Toytoytoy, Orga Orga) aktiv.

Wann: am Mittwoch, den 18. Dezember 2019, von 18:00 bis 20:00 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben.

Hier finden Sie einen Trailer zum Film.

 

 

 

 

ZMI-Videos

Politik mal anders – Video des Vortrags von Dennis Lichtenstein an der JLU

Auf dem YouTube-Kanal des ZMI ist ab sofort die Aufzeichnung des Vortrags Politik mal anders – Politikdarstellungen in Satire- und YouTube-Formaten von Dr. Dennis Lichtenstein zu finden.

In den Vereinigten Staaten von Amerika spricht man über Politik niemals mit Fremden oder im Smalltalk. In Deutschland lebt weiterhin die Tradition des emotionalen Gesprächs am Abendbrottisch. Der gute politische Ton sieht von Ort zu Ort anders aus. Wenn Gesellschaft sich mit sozialen Medien dauerhaft und schnelllebig in Verbindung hält, hat dies auch Einfluss auf den Umgang mit politischen Fragen. Satire-Formate wie die Heute-Show, Neues aus der Anstalt oder Neo Magazin Royale sind als ein Zugang zu diesen Fragen nicht mehr ausschließlich im TV unterwegs. Memes verbreiten politischen Inhalt in kürzester Zeit über die betreffenden Netzwerke und erreichen selbst gewählte Massen auch außerhalb der besten Sendezeit.

Diese Veränderung wirft Fragen auf: Was ist Satire? Was war sie vor dem Internet und was ist sie heute? Wie veränderte sie sich selbst und ihren erzielten Einfluss? Während die einen heute auf reine Provokationen setzen und die anderen investigative Inhalte nutzen, unterscheiden sich die Selbstverständnisse der Satiriker*innen nicht zwangsläufig.

In diesem Video stellt Dr. Dennis Lichtenstein von der österreichischen Akademie der Wissenschaften die Studie seines Teams vor, das sich genau mit solchen Fragen auseinandersetzte. In deren Rahmen wurden Interviews mit den bekannten Größen der Satire geführt und aktuelle Formate im Detail analysiert. Den Prozess und die Ergebnisse stellte Dennis Lichtenstein am 27. Juni 2019 an der JLU in Gießen im Rahmen eines Seminares der Politikwissenschaft unter Mithilfe des ZMI vor.

Den Videomitschnitt finden Sie hier.

 

 

 

 

Aktivitäten und Events der letzten Monate

Workshop des deutsch-französischen Projekts Geschlechtergerechte Sprache in Schulbüchern in Deutschland und Frankreich

Wissenschaftler*innen der Universitäten Gießen, Marburg, Paris 13 – Sorbonne Paris Cité und Paris Est Créteil trafen sich am ZMI im Rahmen des deutsch-französischen Forschungsprojekts zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch in der schulischen Lehre.

Am 11. und 12. September 2019 fand am ZMI der Auftaktworkshop zum Projekt Geschlechtergerechte Sprache in schulischen Lehrbüchern in Deutschland und Frankreich statt. Gemeinsam arbeiten Wissenschaftler*innen der Universitäten Gießen, Marburg, Paris 13 – Sorbonne Paris Cité und Paris Est Créteil an der Erstellung eines Forschungsantrags, der im Rahmen der DFG/ANR-Förderlinie für deutsch-französische Projekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften eingereicht werden soll. Das Projekt wird vom Forschungscampus Mittelhessen gefördert und findet in Kooperation mit dem Leibniz-Institut Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung statt.

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Im Uhrzeigersinn: Julia Hamborg, Dr. Jutta Hergenhan, Dr. Dorothee Beck und Dr. Gwenaëlle Perrier. Foto: ZMI
Die Forscher*innen nutzten das zweitägige Arbeitstreffen, um ländervergleichend Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf geschlechtergerechte Sprache zu diskutieren sowie interdisziplinäre Herangehensweisen und Forschungsfragestellungen zu entwickeln. Drei Säulen sollen den Fokus des Projekts bilden:

1)  Die Analyse von Praktiken und Thematisierungen geschlechtergerechter Sprache in Schule und Unterricht.

2)  Die Untersuchung von normprägenden Institutionen (z.B. Ministerien) und Einrichtungen (z.B. Verlage), die diese Materialien und Praktiken maßgeblich gestalten.

3)  Die Betrachtung des gesellschaftlichen Diskurses, der sich um den geschlechtergerechten Sprachgebrauch im schulischen Kontext in sowohl Frankreich als auch Deutschland bildet.

Das interdisziplinäre Projekt wird von Dr. Jutta Hergenhan geleitet und von Dr. Dorothee Beck (beide Politikwissenschaft, ZMI) koordiniert. Darüber hinaus sind Prof. Susanne Maurer (Erziehungswissenschaft, Uni Marburg, stellv. Projektleitung), Prof. Katrin Lehnen (Germanistik und Mediendidaktik), Prof. Hélène Martinez (Romanistik), Dr. Susann Gessner (Politikdidaktik, Uni Marburg), Dr. Gaël Pasquier (Soziologie, Paris Est Créteil), Dr. Marie Loison-Leruste (Soziologie, Paris 13) und Dr. Gwenaëlle Perrier (Politikwissenschaft, Paris 13) am Projekt beteiligt.

 

 

 

Sprachliche Fallstricke vietnamesischer Deutschlerner*innen. Mathilde Hennig und Katrin Lehnen an der Universität in Saigon

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Prof. Lehnen (links) und Prof. Hennig mit Dr. Dang Thi Thu Hien, Leiterin der Abteilung für Deutsche Sprache an der Universität Hanoi.
Vor vier Jahren startete die vom DAAD geförderte germanistische Institutspartnerschaft (GIP) mit der Universität Hanoi unter Leitung von Prof. Mathilde Hennig (ZMI-Sektion Educational Linguistics) und Dr. Hien Dang Thi Thu, die die dortige Abteilung für Deutsche Sprache leitet. In dem Projekt wird derzeit ein Lernerkorpus vietnamesischer Deutschlerner*innen aufgebaut. Weil die internationale Deutschlehrertagung DaF und Germanistik in Süd(Ost)asien – Nachhaltige Entwicklung und Qualitätssicherungin diesem Jahr in Saigon stattfand, wurde das Projekttreffen ebenfalls in diese extrem quirlige Metropole verlegt.

Im ersten Teil (9. und 10. Oktober 2019) fand der zweitägige Workshop Das vietnamesische Lernerkorpus (VIELKO) statt. Dabei kooperiert die Gießener GIP eng mit der Leipziger GIP (Prof. Christian Fandrych, Dr. Katrin Wiesnewski), die ihre Partner an der Nationaluniversität Hanoi haben. Zwei Tage arbeiteten Hanoier, Leipziger und Gießener Kolleg*innen intensiv an korpuslinguistischen Fragen mit dem Schwerpunkt ‚Zielhypothesenformulierung’ und ‚Fehlerannotation’. Im gemeinsamen Austausch über Forschungsfragen und Methoden entstanden konkrete Ideen für die weitere Arbeit an den Texten des Korpus.

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Teilnehmer*innen des Workshops Lernertextkorpus VIELKO an der Universität Saigon.
Der zweite Teil der Reise (11. bis 13. Oktober 2019) richtete sich auf die Deutschlehrer-Tagung. Prof. Mathilde Hennig und Prof. Katrin Lehnen (Geschäftsführende Direktorin des ZMI) waren jeweils zu Plenarvorträgen eingeladen und befassten sich mit Fragen der sprachlichen Norm (Der Duden und die Norm, Mathilde Hennig) und der Entwicklung von profilierten Schreibarrangements für den Erwerb von Schreibkompetenz (Förderung von Schreibkompetenzen. Wie gestaltet man gute Schreibaufgaben für den Deutschunterricht?, Katrin Lehnen).

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Gruppenbild der Hanoier Deutschabteilung auf der internationalen Deutschlehrertagung in Saigon.

 

 

20 Jahre erfolgreiche Kooperation mit der Macquarie University (MQU) – Katrin Lehnen reist als Teil der Gießener Delegation für das ZMI an die australische Partneruniversität

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Prof. Jörn Ahrens (JLU), Prof. Katrin Lehnen mit Prof. Nicole Anderson (v.l.) in einem der Broadcasting Studios an der MCQuarie University Sydney.
Mitte September durfte sich Prof. Katrin Lehnen, Geschäftsführende Direktorin des ZMI, über eine Reise an die MQU in Sydney freuen. Es gab viel zu feiern – 20 Jahre erfolgreiche Partnerschaft der Universitäten – und es gab viel zu bereden: gemeinsame DAAD-Projekte und –Initiativen, bestehende Forschungsnetzwerke zwischen Wissenschaftler*innen und solche, die in Zukunft entstehen könnten. Neben dem offiziellen Programm, bei dem u.a. der Information Point auf dem Campus der Partneruni eröffnet wurde und verschiedene Austauschrunden mit den Dekan*innen und anderen Fakultätsvertreter*innen der MQU stattfanden, hatte Katrin Lehnen die Gelegenheit, sich die vielfältigen Labs und Studios am Department of Media, Music, Communication and Cultural Studies zeigen zu lassen. Dort werden Studierende in unterschiedlichen angewandten Studiengängen mit dem Konzipieren, und Produzieren von Radio- und Fernsehbeiträgen, dem Schreiben von Online-Nachrichten, mit Regie und Musikproduktionen vertraut gemacht. Prof. Nicole Anderson, Head of Department, führte Prof. Katrin Lehnen und Prof. Jörn Ahrens (ZMI-Sektion Kunst und Medien) durch Broadcasting- und Aufnahmestudios, durch riesige Hallen, in denen Musik, Performances und andere Bühnenstücke hoch professionell eingeübt und aufgeführt werden – sehr beeindruckend!

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Verschiedene Fotos der Studios auf dem MQU-Campus.
Mit Prof. Martina Möllering, Dekanin der Faculty of Arts, und weiteren Kolleg*innen des o.g. Departments entstanden anregende Gespräche über aktuelle Forschungsvorhaben, die jetzt weiter Fahrt aufnehmen und durch einen Gegenbesuch am ZMI im nächsten Jahr ausgebaut werden sollen. Wechselseitige Interessen ergeben sich in den beiden Themenfeldern „Digitaler Habitus“ und „Emotionalisierung in den Medien“, die durch zwei Tagungen am ZMI in den kommenden Monaten behandelt werden und für die die australischen Partner*innen eigene Beiträge planen.

 

 

 

Patriots for Peace? und aktuelle Hessenzeit feiern Premiere im Kinocenter

Am 17.Oktober 2019 zeigte das Kinocenter Gießen erneut Filme von Studierenden der Fachjournalistik. Neben dem Masterprojekt Patriots for Peace? war auch die aktuelle Ausgabe des studentischen Nachrichtenmagazins Hessenzeit zu sehen.

Im Rahmen des Master-Praxismoduls und der „Fernsehwerkstatt“ produzieren Studierende der Fachjournalistik Geschichte regelmäßig eigene Filme und Fernsehbeiträge. Unterstützt werden die Projekte von Filmschaffenden, dem Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Gießen und der Medienanstalt Hessen (LPR). Wie schon in früheren Jahren fand die Premiere wieder im Kinocenter Gießen statt.

Patriots For Peace?

Die meisten Gießener*innen kennen das ehemalige US-Depot. Als es noch in Betrieb war, wusste aber kaum jemand, was hinter den Mauern vor sich ging. Durch Gießen verlief jahrzehntelang eine kilometerlange Front des Kalten Krieges, die nur wenige Deutsche überquerten. Vor den Mauern formierte sich in den 1980er Jahren der Widerstand der Friedensbewegung und der damals frisch gegründeten Grünen: gegen die US-Army, gegen die NATO, gegen die nukleare Aufrüstung. Nach Ende des Kalten Krieges verließen die Amerikaner nach und nach Gießen. Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls, dem Anfang vom Ende des Kalten Krieges, haben fünf Masterstudierende der Fachjournalistik Geschichte – darunter Jonas Feike, studentische Hilfskraft am ZMI – Zeitzeugen begleitet und einen Film über diesen blinden Fleck in der Stadt gedreht.

Im Vorprogramm: HessenZeit

In der neuesten Folge dieses bereits wohlbekannten Formats, das unsere Lehrbeauftragte und Alumna Jana Kremin seit vielen Jahren mit den Teilnehmer*innen der „Fernsehwerkstatt“ produziert, war dieses Mal ein plastikfreier Unverpacktladen, eine bunte Fußballmannschaft, in der Männer und Frauen gemeinsam kicken, ein Stadtradelstar mit GoPro auf dem Helm und die Galerie 23 von Menschen mit Behinderung zu sehen.

Die Premiere wurde von der Sektion Medien und Geschichte des ZMI unterstützt.

Filmabend der Fachjournalistik Geschichte am 17. Oktober 2019 im Kinocenter Gießen.

 

 

 

Arbeitsstelle Holocaustliteratur unterstützte die SWR-Fernsehproduktion Der Krieg und ich

Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL) der JLU unterstützte die SWR-Fernsehproduktion Der Krieg und ich, die Ende August und Anfang September im KiKA ausgestrahlt wurde, als Fachberaterin und in den begleitenden Chats zur Sendung

Die Serie Der Krieg und ich (SWR) erzählt in acht Episoden, wie Kinder aus ganz Europa den Zweiten Weltkrieg und Holocaust erlebt haben. Der Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA) zeigte am 31. August und 1. September sowie am 7. und 8. September 2019 ab 20:00 Uhr jeweils zwei Episoden, eingebettet in einen moderierten, begleitenden Rahmen.

Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL) unterstützte dabei die Fernsehproduktion in Bezug auf inhaltliche, historische und fachdidaktische Fragen im Umfeld der Ausstrahlungen. Prof. Sascha Feuchert, Leiter der AHL und Mitglied der ZMI-Sektion Medien und Geschichte, begleitete unter anderem die abschließenden Dreharbeiten für den Rahmen der Sendungen mit der Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva und dem Moderator Tobi Krell sowie dem Zeitzeugen Leon Weintraub, der das Getto Lodz und das Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat. Zudem stand das gesamte Team der AHL bei den begleitenden Chats zu den einzelnen Sendungen für Fragen der Kinder zur Verfügung. Die Chats wurden parallel zur Ausstrahlung jeweils von 20:00 bis 21:30 Uhr auf kika.de angeboten. Insgesamt konnte das Team der AHL an beiden Wochenenden über 400 Fragen der jungen Zuschauer*innen beantworten.

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Das Team der Arbeitsstelle Holocaustliteratur beantwortete in Chats die Fragen der jungen ZuschauerInnen. Foto: Hannah Brahm
Die Serie Der Krieg und ich erzählt in jeder der acht Episoden die Geschichte eines Kindes im Zweiten Weltkrieg und Holocaust. Sie setzt sich dabei aus mehreren gestalterischen Ebenen zusammen – Archivmaterial und eine Modellwelt ergänzen die Geschichten der Protagonisten aus Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Russland und der Tschechischen Republik. Basierend auf authentischen Tagebüchern und Biografien von Kindern aus ganz Europa wurden fiktionale Charaktere erschaffen, die den heutigen jungen Zuschauer*innen ab 8 Jahren die Identifikation mit den Kindern von damals erleichtern sollen.

Die einzelnen Episoden der Serie können online sowohl in der Mediathek des KiKA als auch in der Mediathek der ARD angesehen werden. Zusätzlich werden weitere Informationen und Materialien, Begriffserklärungen sowie Zeitzeugen-Interviews auf der Internetseite des SWR Kindernetz unter www.derkriegundich.de bereitgestellt. Auf den Erwachsenenseiten von KiKA finden Interessierte zusätzliche Informationen und ein Interview mit Sascha Feuchert. Die Sendung wird auch im Ersten ab dem 3. November 2019 immer sonntags ab 8:30 Uhr ausgestrahlt.

Die Produktion, die neben der Fachberatung durch die AHL auch durch Dr. Kathrin Kollmeier vom Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und durch Dr. Maya Götz, Leiterin des Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen, fachlich unterstützt wurde, hat 2018 den Kinder-Medien-Preis Goldener Spatz sowie 2019 den Kinder-Medien-Preis Der weiße Elefant erhalten.

 

 

 

Sabine Heymann auf dem Romanistentag 2019 in Kassel

Der Romanistentag (Kassel, 29. September bis 2. Oktober 2019) stand in diesem Jahr unter dem Motto Wiederaufbau Rekonstruktion Erneuerung. Sabine Heymann (ZMI-Sektion Kunst und Medien) hielt dort in Sektion 6 (Tragödie, Komödie und ...? Dramengattungen im romanischen Sprachraum von 1968 bis heute) einen Vortrag zum Thema Kassengift? Die prekäre Situation der italienischen Gegenwartsdramatik – eine unendliche Geschichte.

 

 

 

„Stimmen aus der Praxis“: Fix it in the Post – AVEV Audio Concepts

Stimmen aus der Praxis 197AVEV Audio Concepts (Gießen) berichtete über Möglichkeiten und Grenzen von Sounddesign und Postproduktion.

Im Rahmen des Sommerfestes der Fachjournalistik Geschichte am 18. Juli 2019 fand im Phil. I der JLU die letzte Veranstaltung der Reihe Stimmen aus der Praxis des Sommersemesters 2019 statt. Zu Gast waren Fabrizio Costantino, Martin Giemza und Philipe Zenz von AVEV Audio Concepts. Bei AVEV handelt es sich um einen Zusammenschluss vierer junger Musiker, Komponisten und Audioproduzenten aus Gießen. Regelmäßig unterstützt AVEV Projekte, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fachjournalistik Geschichte entstanden sind.

Anhand knapper Werkstattberichte, die die diversen Ebenen klanglicher Ausgestaltung unterschiedlicher geschichtsvermittelnder Medien thematisieren, lieferte der Vortrag Einblicke in wesentliche Aufgabenfelder (bspw. Tonaufzeichnung und -bearbeitung, Mischung, Musikproduktion, Restauration) im Bereich der Audioproduktion. Nicht zuletzt wurden auch Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Postproduktion ausgelotet.

 

 

 

Studientag Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart

Am 3. Juli 2019 veranstaltete Dr. Anna Isabell Wörsdörfer an der JLU einen Studientag zum Thema Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart. In Vorträgen à 25 Minuten mit anschließender Diskussion gaben fünf Wissenschaftlerinnen Einblicke in ihre Forschung.

Medial, temporal sowie geographisch waren die Untersuchungsgegenstände breit gefächert. Neben Täter- und Opferdiskursen in einer spanischen TV-Serie (Dr. Anna Wörsdörfer, JLU), iranischen Diasporafilmen (Dr. Alena Strohmaier, Universität Marburg) und der Imagination von Differenz in Shaws Saint Joan (Dr. Maren Scheurer, Universität Frankfurt) wurden auch Intersektionen von Alter und Sexualität besprochen: Im Roadmovie Cloudburst steht ein lesbisches Paar in seinen Siebzigern im Mittelpunkt, wie Dr. Linda Heß von der Universität Frankfurt anhand einprägsamer Szenen zeigte.

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Von links: Dr. Alena Strohmaier, Dr. Anna Isabell Wörsdörfer, Dr. Linda Heß, Dr. Maren Scheurer, Dr. Dinah Kristin Leschzyk. Foto: Ezgi Taskiran
Dr. Dinah Kristin Leschzyk (ZMI-Sektion Medien und Gender) stellte Diskurse jenseits etablierter Meinungen in Lateinamerika vor. Dabei ging sie auf Themen wie die Abtreibungsdebatte in Argentinien (#AbortoLegalYa, #YoAborté, #LegalOClandestino u.a.) und Gewalt gegen Frauen ein. Diese Themen sind nicht neu. Neu sind jedoch die Mittel, mit denen sich Aktivist*innen eine Stimme verschaffen. So sind beispielsweise in den letzten Jahren eine Reihe von Online-Portalen entstanden (etwa Revista Peutea und FemiNacida), die die in den klassischen Medien vorherrschende machistische Sichtweise um feministische Perspektiven erweitern.

Die Darstellung von Außenseiterpositionen als verbindendes Element aller Vorträge wurde mit einem engagierten studentischen Publikum diskutiert, das durch zahlreiche Fragen und Anregungen zum Erfolg der Veranstaltung entscheidend beitrug.

Die Veröffentlichung der Vorträge erfolgt 2020.

 

 

 

Workspace Session Reihe zum Thema Digitale Hochschullehre

Am 26. Juni 2019 startete die Workspace Session Reihe zum Thema Digitale Hochschullehre im Rahmen des Projektes Lehre 4.0. Dr. Tamara Zeyer (ZMI-Sektion Educational Linguistics) berichtete über ihre Erfahrungen mit digitalen Lehrmethoden aus ihrem eigenen Lehralltag (am Beispiel des Seminars für Masterstudierende des Studiengangs Deutsch als Fremdsprache). Die Aufzeichnung ihres Vortrags zum Thema Adobe Connect in der Hochschullehre als Brücke zwischen Theorie und Praxis im DaF-Unterricht ist hier abrufbar.

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Ambiguität. Demokratische Haltungen bilden in Kunst und Pädagogik – Videomitschnitt der Tagung auf YouTube

Tagung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der JLU Gießen in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 23. Februar 2019

Pluralistische Demokratien gründen auf einem gelassenen Umgang der Bürger*innen mit Alterität und Ambiguität. Das fordert die Anbieter*innen von kultureller und politischer Bildung in besonderer Weise. In der Beschäftigung mit Kunst werden Erfahrungen des Alteritären und Ambigen zum Gegenstand der Reflexion.

Die Tagung ging der Frage nach, inwiefern und unter welchen Bedingungen diese Auseinandersetzung in der Kunstpädagogik zu Bildungsprozessen führt, die ambiguitätstolerante Selbst- und Weltverständnisse, sowie demokratische Haltungen fördern können. Darüber hinaus wurden interdisziplinär konzeptionelle und praktische Möglichkeiten der Vernetzung von Kunstpädagogik und politischer Bildung herausgearbeitet. In verschiedenen Panels wurde Bezug auf Werke in der Ausstellung museum global. Mikrogeschichten einer ex-zentrischen Moderne genommen, die, ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit den Sammlungsbeständen der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, ausgewählte Beispiele einer transkulturellen Moderne jenseits des westlichen Kanons präsentierte. In Mikrogeschichten aus Japan, Georgien, Brasilien, Mexiko, Indien, dem Libanon und Nigeria hinterfragte das Museum nicht nur eurozentrische Narrative der Kunstgeschichte, sondern auch seine eigenen Perspektiven. Die Veranstaltung fand im OPEN SPACE statt, der anlässlich der Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Architekturkollektiv raumlabor berlin als kostenfrei zugänglicher Treffpunkt und Verhandlungsort eingerichtet wurde und das K20 praktisch und symbolisch in Richtung auf die Stadtgesellschaft öffnen soll.

Auf dem YouTube-Kanal der Kunstsammlung NRW ist ein Videomitschnitt der Veranstaltung verfügbar.

 

 

 

 

In den Medien

Interviews mit Dorothée de Nève zu den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg und zum Erfolg der AfD in Zeitung, TV und im Netz

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Prof. Dorothée de Nève.
In einem Interview mit stimme.deäußerte sich Prof. Dorothée de Nève unter Anderem dazu, warum mehr Männer als Frauen die AfD wählen

Politikwissenschaftlerin Prof. Dorothée de Nève (stellv. Geschäftsführende Direktorin des ZMI) beantwortete in einem Interview mit stimme.de Fragen bezüglich des Wahlerfolges der AfD bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Thematisiert wurde unter Anderem das Verhältnis zwischen Bildung und antidemkoratischen Haltungen, die Frage, wie rechtspopulistische Politik unattraktiver gemacht werden kann und warum zu den Wählern der AfD mehr Männer als Frauen zählen.

Das vollständige Interview ist hier zu finden.

 

Dorothée de Nève über die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen und die Rolle der Kirchen

In einem Artikel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau über die Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen kam unter anderem auch Dorothée de Nève zu Wort.

Obwohl sie bei den Wahlen am 1. September 2019 weder in Brandenburg noch in Sachsen stärkste Kraft geworden ist, konnte die AfD ihre Position in beiden Bundesländern deutlich stärken. Diese Entwicklung beunruhigt auch Vertreter*innen der jeweiligen Landeskirchen.

Laut EKHN sähen sich die Landesbischöfe durch das Wahlergebnis zum Dialog aufgerufen. Die neuen Landesregierungen müssten nun dafür sorgen, dass flächendeckende Themen, wie ärztliche Versorgung, der Ausbau des Nahverkehrs und eine verträgliche Gestaltung des Strukturwandels in Bergbauregionen vorangetrieben werden. Hier könnten die Kirchen durch ihre Bindung vor Ort unterstützend wirken.

Dorothée de Nève sieht die Kirchen vor allem in der Position, das Miteinander und den respektvollen Umgang mit der Umwelt und anderen Menschen zu stärken. „Gerade in dieser aufgeheizten Atmosphäre besteht immer wieder das Risiko, dass Religion instrumentalisiert wird. Dagegen müssen sich die Kirchen verwahren“, so de Nève.

Der komplette Artikel ist hier zu finden

 

Dorothée de Nève bei phoenix zu den Landtagswahlen 2019

De Neve phoenix AfD 150.jpgIm Studiogespräch bei phoenix sprach Prof. Dorothée de Nève über die Ergenisse der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.

Am 2. September 2019 sprach Dorothée de Nève im Studiogespräch bei phoenix über die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg. Dabei ging sie insbesondere auf die Relevanz der Ergebnisse für die AfD ein und diskutierte, ob und inwiefern die AfD als Volkspartei bezeichnet werden kann.

Das Interview können Sie hier ansehen.

 

 

 

Claus Leggewie in der Welt über AfD und Klimapolitik

Am 19. August 2019 erschien in der Tageszeitung Die Welt ein Interview mit Prof. Claus Leggewie, welches die Belegung klimapolitischer Themen durch die AfD in den Fokus nahm.

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Prof. Claus Leggewie. Foto: KWI
Hinsichtlich der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen veröffentlichte Die Welt am 19. August einen Artikel Lennart Pfahlers, der ein Interview mit Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig Börne-Professur und Mitbegründer des ZMI, wiedergibt. Pfahler selbst hat Fachjournalistik Geschichte an der JLU studiert

Zentral für das Interview ist die Frage, wie die AfD, vor allem im Osten Deutschlands, mit klimapolitischen Themen umgeht und wie sich die Debatte über diese Themen zwischen den Positionen der AfD und den Grünen gestaltet. In der politischen Landschaft Deutschlands sei das Potenzial für die Relativierung klimarelevanter Themen größer als die AfD selbst, was der Lösung bestehender Probleme in diesem Bereich nicht zuträglich sei. Eine Möglichkeit, die Thematik zugänglicher zu machen und der Bevölkerung näher zu bringen liege in einem veränderten Framing. „Der Wahlkampf im Osten müsste zeigen, dass man gerade mit Umweltpolitik gegen die Marginalisierung vieler „abgehängter“ Gegenden kämpfen kann“, so Leggewie.

Für das demokratisch einzig gangbare Verhalten im Falle weiterer und größerer Wahlerfolge der AfD – sowohl bei den Anstehenden Landtagswahlen als auch auf Bundesebene – hält Leggewie eine „Einheitsfront der Demokraten“. Bei einer Koalition mit der AfD könnten die demokratisch orientierten Parteien des gesamten Spektrums, auch die konservativ orientierten, nur an Glaubwürdigkeit und Handhabe verlieren.

 

 

 

Dorothée de Nève bei der drehscheibe über Politikverdrossenheit

Dorothée de Nève sprach im Interview mit der drehscheibe über die aktuelle Politikverdrossenheit in Deutschland.

In einem Interview mit der drehscheibe sprach die Politikwissenschaftlerin Prof. Dorothée de Nève, stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI, über die aktuelle Politikverdrossenheit in Deutschland. Dabei ging es unter anderem um direktdemokratische Partizipationsinstrumente wie beispielsweise Bürgerbegehren und Ratsreferenden. Laut de Nève mangele es also nicht an Möglichkeiten, direkt an Politik teilzuhaben; vielmehr gäbe es gravierende Lücken in der politischen Bildung, weswegen Bürger*innen oftmals die Kenntnisse über ihre politischen Rechte fehlten.

Der vollständige Artikel erschien in der September-Sonderausgabe „Demokratie!“ und kann  nach Anmeldung hier gelesen werden.

 

 

 

Dorothée de Nève zum Mord an Walter Lübcke

Dorothée de Nève diskutierte den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und den Anstieg an tätlichen Angriffen gegen Politiker.

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten und CDU-Politiker Dr. Walter Lübcke in seinem Heimatort Wolfhagen am 2. Juni 2019 erschütterte das ganze Land. Aus kurzer Distanz wurde Lübcke mutmaßlich von einem Rechtsextremisten erschossen.

In einem Zeitungsartikel diskutierte Prof. Dorothée de Nève, Politikwissenschaftlerin an der JLU und stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI, den besorgniserregenden Anstieg von gegen Politiker*innen gerichteten Gewalttaten. Insbesondere KommunalpolitikerInnen seien davon betroffen. Eine Umfrage des Magazins Kommunal ergab beispielsweise, dass Beschimpfungen und Bedrohungen inzwischen fester Bestandteil des Mandats auf lokaler Ebene sind.

Laut de Nève verdeutlicht der Mord an Lübcke, dass insbesondere in Hessen der Rechtsterror keineswegs aufgeklärt ist. Auch betont die Politikwissenschaftlerin, dass diese Tat nicht als Einzelfall abgetan werden darf: „Es handelt sich bei dem Mord am Regierungspräsident Lübcke nicht um eine pathologische Tat eines  Einzeltäters. Vielmehr geht es um eine gezielte Form politischer Partizipation. Hier wird mit illegaler Gewaltanwendung Politik gemacht."

Auf die Frage, wie gegen solchen Hass gegen Politiker*innen vorgegangen werden kann, hat de Nève eine klare Antwort. Sie plädiert für ein solidarisches Zusammenleben, in dem die Verantwortung für Gegenmaßnahmen gegen diesen „gewalttätigen Irrsinn“ nicht auf PolitikerInnen abgeschoben wird, sondern sich jede Bürgerin und jeder Bürger gegen die Verrohung auf der Straße, in der Kneipe und in den sozialen Medien einsetzt. Konkret wäre außerdem ein hessischer NSU-Untersuchungsausschuss zu empfehlen, der gezielt terroristische Netzwerke offenlegt.

Der vollständige Artikel erschien in der Wetzlarer Neue Zeitung, der Dill Post, dem Weilburger Tageblatt und dem Hinterländer Anzeiger.

 

 

 

 

Neues aus den Seniorprofessuren

Neues aus der Ludwig Börne-Professur

Jetzt! Opposition, Protest, Widerstand – Claus Leggewie ruft in seinem neuesten Buch zum Kampf um die Demokratie auf

„Mich hat geärgert, dass wir fast schon mit Angstlust über das Ende der Demokratie nachdenken, aber so wenig darüber, wie wir das verhindern können, welchen Widerstand wir den Autokraten entgegensetzen können“; nannte Prof. Claus Leggewie im Interview mit dem Deutschlandfunk am 28. September 2019 als Antrieb für das Verfassen seines neuesten Buches. Wie wir Populisten, Autokraten und Rassisten entgegentreten können, lautet entsprechend dieser Motivation der Untertitel seines Buches und deutet an, worum es in dem Buch geht:

Es stapeln sich die Abhandlungen darüber, warum »Populisten auf dem Vormarsch« sind und wie »Demokratien sterben«. Einem guten Dutzend neuer Autokraten rund um den Globus ist es gelungen, mit trivialem Gerede, überraschenden Coups und unsäglichen Drohungen alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Trump und Co. auf allen Kanälen: Gebannt verfolgen auch Kritiker deren Schachzüge, als käme die nächste Staffel einer Serie im Fernsehen. Oder sie schalten deprimiert ab. In diesem Buch geht es um etwas ganz anderes: um Opposition, Protest und Widerstand. Es soll zweierlei nahebringen: dass die Freiheitsverluste in Russland, der Türkei und den Vereinigten Staaten, aber auch in Polen und Ungarn auch unsere Freiheiten zerstören. Und dass eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland keineswegs ausgeschlossen ist, vielleicht schon begonnen hat.

Der Aufstieg der Autokraten ist aufhaltsam. Das Buch führt vor, wie sich Protest, Opposition und Widerstand in Parlamenten und auf den Straßen, in Gerichtssälen und Kommunen, in religiösen Gemeinschaften und Gewerkschaften, in der Wissenschaft, in den Medien und in den Künsten regt. Und es fasst zusammen, wie Verweigerung funktioniert und, wenn alle Stricke reißen, staatliche Willkür zu bekämpfen ist.

Claus Leggewie, Jetzt! Opposition, Protest, Widerstand, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019, 222 Seiten, 10 Euro.

 

 

 

Claus Leggewie im Wirtschaftsdienst über einen Zukunftsfonds für die Nachhaltigkeitswende

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Prof. Claus Leggewie. Foto: JLU
Für eine nachhaltige Entwicklung sind soziale sowie marktwirtschaftliche Strategien unabdingbar. Unter dieser Bedingung diskutieren Prof. Claus Leggewie, Inhaber der Ludwig Börne-Professur, Dr. David Löw Beer, Dr. Theresa Schlüter und Prof. Hans-Joachim Schellnhuber in ihrem Artikel Ein Zukunftsfonds für die Nachhaltigkeitswende. Dabei argumentieren sie, dass die CO2-Bepreisung zwar notwendig, aber keinesfalls ausreichend ist, wenn das Klimaproblem gelöst werden soll. Stattdessen entwickeln sie einen Zukunftsfonds, mithilfe dessen die Klimaziele sozial erreicht, die Wohlfahrt und Lebensqualität gesteigert und der private und öffentliche Kapitalstock modernisiert werden könnte. Dieser Fonds verbindet drei wesentliche Aspekte: eine soziale und ökologische Finanzierung; Verwendung der Mittel anhand der Prioritäten der Nachhaltigkeitswende; sowie Nutzung der möglichen Renditen für einen sozialen Ausgleich im Übergangsprozess.

Der Beitrag erschien in Wirtschaftsdienst. Zeitschrift für Wirtschaftspolitik (99. Jahrgang, Heft 8, August 2019). Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

 

 

Neues aus der Otto Behaghel-Professur

Vortrag und Workshop an der Tongji-Universität Shanghai

Auf Einladung von Professor Jin Zhao, der Leiterin der Deutschen Fakultät der Tongji-Universität, und der Zweigstelle Shanghai der Gesellschaft für deutsche Sprache hielt Prof. Dietmar Rösler am 11. Juni 2019 einen Vortragmit dem Titel Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien — Individualisierung, Differenzierung, Kooperation, der sich mit den neueren Entwicklungen des Fremdsprachenlernens mit digitalen Medien befasste. Am folgenden Tag stand ein Expertengespräch mit denjenigen Kolleg*innen der Tongji auf dem Programm, die sich mit der Entwicklung von MOOCs für das Fremdsprachenlernen befassen. Am 14. und 15. Juni 2019 schließlich folgte auf dem chinesisch-deutschen Campus in Zusammenarbeit mit Julia Weber, DAAD-Lektorin an der Tongji, ein zweitägiger Workshop zur Arbeit mit Dhoch3, einem Angebot des DAAD zur Ausbildung von Deutschlehrkräften weltweit, an dessen Entwicklung die JLU-DaF-Professur beteiligt ist.

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Teilnehmende am Workshop zu Dhoch3. Foto: Julia Weber
 

 

 

  

Häufigkeit ist nicht alles. Kriterien für die Auswahl von Wortschatz für den Anfängerunterricht

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Prof. Dietmar Rösler. Foto: Tamara Zeyer
Die 4000 häufigsten Wörter des Deutschen sorgen für eine Textdeckung von 95%, heißt es. Ein beruhigender Satz für Deutschlerner, der riesige Wortschatzberg scheint so besser erklimmbar. Aber: Wenn ein Deutschlerner in China einem deutschen Besucher die dortigen Essgewohnheiten erklären möchte, braucht er Wörter wie Klebreisrolle und gefüllte Dampfnudel. Die befinden sich natürlich nicht unter den Top-4000. Ebenso wenig wie Teile des Wortschatzes, den Lokführer und Pflegekräfte auf dem Weg nach Deutschland durch ihren Berufsbezug schon früh benötigen. Und dass, wie Gerhard Augst in seinem gerade erschienenen Buch Der Bildungswortschatz. Darstellung und Wörterverzeichnis nachgewiesen hat, auch der überwiegende Teil des deutschen Bildungswortschatzes in den Frequenzlisten einen schweren Stand hat, zeigt, dass auch Deutschkurse für Studienbewerber sich nicht allein auf nach Häufigkeit sortierende Wortschatzlisten verlassen können.

In seinem Vortrag Wortschatzerwerb im Sprachnotstandsgebiet A — warum die schönen Frequenzlisten allein leider nicht ausreichen diskutierte Prof. Rösler die verschiedenen Kriterien, die man bei der Bestimmung des Wortschatzes für bestimmte Lernergruppen mit bestimmten Lernzielen heranziehen muss. Das geschah im Rahmen der eintägigen Tagung Bildung – Sprache – Wortschatz, die am 5. Juli 2019 als Abschiedskolloquium für Prof. Gerhard Augst an der JLU stattfand, organisiert von Prof. Helmuth Feilke.

 

 

 

Forschungsprojekte zum Deutscherwerb studieninteressierter Geflüchteter: Koordinationstreffen der hessischen DaF-Professuren in Kassel

Seit gut einem Jahr finden an den Lehrstühlen für Deutsch als Fremdsprache der hessischen Universitäten Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel und Marburg Forschungsvorhaben zur wissenschaftlichen Untersuchung unterschiedlicher Szenarien statt, in denen Geflüchtete Deutsch lernen und Bildungsgänge durchlaufen, um sich erfolgreich in die Gesellschaft zu integrieren. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert diese Forschungsprojekte im Rahmen des Hessischen Aktionsplans zur Integration von Flüchtlingen. Das Gießener Projekt untersucht in der ersten Phase die Rolle, die die digitalen Medien beim Deutschlernen erfolgreicher Lerner spielen. Prof. Dietmar Rösler und Dr. Tamara Zeyer nahmen am 28. Juni 2019 in Kassel am Koordinationstreffen der fünf Projekte teil, auf dem der aktuelle Stand der Forschung in den jeweiligen Projekten und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit diskutiert wurden.

 

 

 

Smartphone, Virtual Reality, Assistenzsysteme: Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien heute und in der nahen Zukunft

Mit aktuellen und in der nahen Zukunft zu erwartenden Tendenzen des Fremdsprachenlernens mit digitalen Medien befasste sich vom 11. bis 13. Juli 2019 die sog. TechAG, eine inzwischen internationale Gruppe von ForscherInnen, die vor 22 Jahren als informelles Treffen der von Prof. Michael Legutke und Prof. Dietmar Rösler betreuten Gießener DoktorandInnen begann, die sich mit dem zu dieser Zeit exotischen Gegenstand Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien befassten.

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Selmin Hayircil erprobt virtuelle Realität. Foto: Tamara Zeyer
Beiträge der in Leipzig und Wien arbeitenden Kolleginnen befassten sich mit der Frage, wie digitale Kompetenz in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und in der Hochschuldidaktik verankert werden kann. Prof. Torben Schmidt und Dr. Carolyn Blume berichteten vom beeindruckenden Lüneburger Projekt der Multiperspektivischen Unterrichtsvideos in der Lehrerbildung, mit dem ein weitaus komplexerer Blick auf Unterricht möglich wird, als dies in den meisten videographischen Projekten zur Zeit der Fall ist.

Das ZMI war mit drei Beiträgen vertreten. Zur Frage, wie Deutschlernende ihr Smartphone außerhalb des Unterrichts nutzen, um im Alltag zu bestehen, stellte Selmin Hayircil erste Ergebnisse ihres Promotionsprojekts vor. Dr. Tamara Zeyer und Prof. Dietmar Rösler gaben Einblicke in ihr Forschungsprojekt zur Mediennutzung erfolgreich Deutsch lernender studieninteressierter Geflüchteter. Und Ralph Zoth löste mit seiner Einführung in die Welt der Virtuellen Realität, die von den Teilnehmenden begeistert erprobt wurde, eine intensive und kreative Diskussion über zukünftige Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie beim Fremdsprachenlernen aus. Perfekt organisiert wurde auch die diesjährige Tagung von Dr. Tamara Zeyer.

 

 

 

Kinderliteratur im Fremdsprachenunterricht

Dass man mit Kinderliteratur im Fremdsprachenunterricht für Kinder und mit Jugendliteratur im Fremdsprachenunterricht für Jugendliche arbeitet, scheint einleuchtend. Aber wie sieht es mit Kinderliteratur im Unterricht mit Erwachsenen aus? Wann ist es legitim, mit gekürzten Fassungen zu arbeiten? Darf man mit literarischen Texten Grammatik vermitteln? Welche Rolle spielen Bilderbücher bei der Vermittlung von Landes- und Kulturkunde? Was ist bei der Arbeit mit zweisprachigen kinderliterarischen Texten zu beachten? Das sind einige der Fragen, für die Prof. Emer O’Sullivan (Leuphana Universität Lüneburg) und Prof. Dietmar Rösler in ihrem Beitrag Kinder und Jugendliteratur für den neuen, im de Gruyter Verlag erschienenen Band Literaturdidaktik der Reihe ‚Grundthemen der Literaturwissenschaft‘ den Stand der Forschung zusammenfassen.

 

 

 

Fortbildung im Tessin

Für italienischsprachige Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache in der Schweiz führte Prof. Rösler eine zweiteilige Fortbildung durch, die die Verbindung von Grammatikvermittlung und inhaltlich und kommunikativ interessanten Kontexten zum Thema hatte. Nach einer Überblicksveranstaltung im September 2018 standen im August 2019 die Präsentationen von Praxiserkundungsprojekten im Mittelpunkt, in denen die Teilnehmer*innen ihre Unterrichtsversuche, die sie im Laufe des Jahres durchgeführt hatten, vorstellten und diskutierten.

 

 

 

Lehrmaterialanalyse: Vortrag für Deutschlehrkräfte in Griechenland

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Foto: Ellinogermaniki Agogi
Am 13. und 14. September 2019 fand die elfte Konferenz für griechische Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache in Pallini unter dem Motto Effizienter, kooperativer, kommunikativer: Deutsch als Fremdsprache heute statt. Ausrichter der Veranstaltung war die Ellinogermaniki Agogi in Kooperation mit dem Goethe-Institut Athen, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen und dem panhelladischen DeutschlehrerInnenverband. Prof. Dietmar Rösler eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zur Geschichte und den Aufgaben und Methoden der Lehrmaterialanalyse, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede der werkanalytischen und der rezeptionsanalytischen Vorgehensweisen für Printlehrwerke und digitale Lernmaterialien diskutiert wurden.

 

 

 

ZMI-Team mit starken Beiträgen auf der Konferenz der Fremdsprachenforscher

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Prof. Dietmar Rösler (links) und Dr. Tamara Zeyer. Foto: Selmin Hayircil
Vom 25. bis 28. September 2019 fand in Würzburg die 28. Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Fremdsprachenforschung statt. Ihr Rahmenthema: Sprachen, Kulturen, Identitäten: Umbrüche durch Digitalisierung? Das ZMI war gleich mit drei Vorträgen vertreten: Selmin Hayircil analysierte, wie ausländische Studierende an deutschen Universitäten in ihrem deutschsprachigen Alltag ihre Smartphones nutzen, um zu kommunizieren und um ihren Deutscherwerb voranzutreiben. Dr. Tamara Zeyer hatte auf der 27. Konferenz gezeigt, wie Lernende eine interaktive und animierte Lernsoftware zum Grammatiklernen auf der Grundstufe nutzen. Diese Daten aufnehmend zeigte sie, wie sich im Kontext der Digitalisierung die Lehrwerkanalyse wegbewegt von der bisher eher werkanalytischen Vorgehensweise hin zu einer rezeptionsanalytischen, der es gelingt, die tatsächliche Vielfalt der Nutzung digitaler Materialien von Lernenden zu beschreiben und zu systematisieren. Und schließlich stellten Dr. Tamara Zeyer und Prof. Dietmar Rösler die ersten Ergebnisse ihrer Studie zum Mediennutzungsverhalten erfolgreicher Fremdsprachenlernender vor; diese Studie ist Teil des am ZMI angesiedelten, vom HMWK geförderten Projekts zum Deutscherwerb studieninteressierter Geflüchteter.

 

 

 

Laudatio auf Förderpreisträgerin des Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preises

Seit 25 Jahren vergibt der DAAD jedes Jahr den Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis an ausländische Wissenschaftler*innen für herausragende Arbeiten auf den Gebieten germanistische Literatur- und Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien. Dieses Jahr wurde er am 24. September 2019 im Rahmen des Germanistentags in Saarbrücken überreicht.

Der Linguist Prof. Yoshiki Mori von der Universität Tokio wurde für seine Leistungen als Forscher, Lehrer und Organisator in der japanischen und ostasiatischen Germanistik ausgezeichnet. Prof. Dietmar Rösler hielt die Laudatio auf die Förderpreisträgerin Dr. Rana Raeisi Dastenaei, Assistenzprofessorin an der Universität Isfahan, die bereits sowohl literaturwissenschaftlich und linguistisch als auch im Bereich Deutsch als Fremdsprache publiziert hat.

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Prof. Dietmar Rösler, Dr. Rana Raeisi Dastenaei, Prof. Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin des DAAD, Prof. Dr. Yoshiki Mori, Prof. Klaus von Heusinger (v.l.n.r.). Foto: manuela meyer fotografie
 

 

 

 

Neues aus der Georg Büchner-Professur

Intermediales Forschungsprojekt der Georg Büchner-Professur: Los peces tendrán que aprender a caminar sobre la tierra (2019) – Performative Installation an der Universidad Nacional de Colombia

Das Edificio 408 des Laboratorio de Ensayos Hidráulicos beherbergt das Modell eines Abschnitts des Rio Magdalena und des Canal del Dique, der sich in der Gegend von Calamar abzweigt. Es ist der Versuch, in einer künstlichen Umgebung geographische Gegebenheiten realitätsgetreu abzubilden, um Untersuchungen zu machen: hydraulische Untersuchungen an fluvialen Bauten, Pfeilern, Schleusen, Spundwänden, Sedimentfallen, Baggerarbeiten, Armschließstrukturen, Signalstrukturen; hier wird zu sedimentologischen Fragen geforscht, was die Befahrbarkeit von Kanälen und die Flussschifffahrt betrifft, Fragen zur Erosion von Flussufern, Studien zur Umweltverträglichkeit und morphologische Untersuchungen (wozu sind die?), Forschungen zu xyz u.v.a. Aber allein die Reduktion auf die dafür notwendigen Parameter ist eine Übersetzung des Realen in eine andere, eigene Wirklichkeit. An diese andere Wirklichkeit des Raums möchte ich anknüpfen.

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Foto: Heiner Goebbels
Es sind Dinge, Materialien, Vorgänge, die diesen Raum erzeugen – vieles davon, kann man sehen, oder ahnen. Was man nicht sieht, sind die vielen Bedeutungsschichten, die der Raum in sich trägt. Die bewegten Zeiten und „zivilisatorischen“ Prozesse, die sowohl von der fließenden, unbändigen Kraft der Natur erzählen als auch von dem 500 Jahre andauernden Versuch sie kontrollierbar zu machen. Landschaft hat immer auch Implikationen von geopolitischer ökonomischer Macht und ihren Auswirkungen auf soziale und ökologische Verhältnisse.

Vielleicht kann man etwas davon hören, von den Narben der Industrialisierung, den Eingriffen der Menschen und den ökologischen Traumata, dem Müll, von den abwesenden Körpern der anonymen Toten, die, wie manche sagen, den Fluss zu „Kolumbiens größtem Massengrab“ gemacht haben, von den kaputten Dampfern, von den Krokodilen und Kaimanen, die es hier gibt oder den über hundert Fischarten.

Oder lesen kann man davon: „Nun begannen Nachrichten von der Strasse einzutreffen. Niemand brachte sie. Sie kamen einfach, selbstständig, wie hereingebracht von fließenden Lehm, der durch die Gassen kroch und Hausrat mitführte, Dinge und Aberdinge, Trümmer einer fernen Katastrophe, Gerümpel und tote Tiere“ (Gabriel Garcia Marquez: Isabel's Monolog).

Gemeinsam mit der Wahrnehmung der Betrachter bilden die Dinge und Klänge den Raum als individuelle Wirklichkeit. Immer wieder neu, im Zusammenwirken aller Sinne.

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Foto: Heiner Goebbels
Ortsspezische performative Installation mit 8-Kanal Sound und diversen Materialien.

Musik: Heiner Goebbels (mechanischen Objekten), Camille Emaille (Percussion), Nicolas Perrin (Guitar, Eletronics), Cecile Lartigeau (Ondes Martinot), Leo Maurel (Orgeln).

Künstlerische Zusammenarbeit: René Liebert. Beratung: Matthias Mohr. Assistenten: Juliana Ríos, Sorina-Silvia Circu. Ingenieur: Alejandro Pineda. Produktionsleitung: Luis Carlos Cifuentes. Sound, Technik und Produktion: Team de Museo de Arte.

Produktion: Dirección de Patrimonio Cultural de Universidad Nacional de Colombia.

Ein intermediales Forschungsprojekt der Georg Büchner-Professur am ZMI, unterstützt von der JLU. 18. September bis 18. Oktober 2019, Universidad Nacional de Colombia (Bogota).

 

 

 

It´s Beautiful here – Anthology in Bogota

An exhibition of two sound- and video installations and one performative installation.

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Foto: Heiner Goebbels
Museo de Arte de la Universidad Nacional de Colombia in Bogota presents from September on an Anthology of Sounds & Spaces with works by Heiner Goebbels. From September 12th the two video- and sound-installations Genko An 111321 (Bogota 2019) and Landscape Plays will be shown in the Museo of Universidad Nacional until February 29th 2020.

On September 16th and 17th the orchestra cycle Surrogate Cities was performed by two orchestras conducted by Guerrasim Voronkov in the Auditorio of Universidad Nacional. More than 140 musicians of the National Symphony Orchestra and the Orchestra of the Conservatorio performed together with international soloists.

The performative installation Los peces tendrán que aprender a caminar sobre la tierra was on display from September 18th until October 18th 2019.

„It’s beautiful here, my eyes can wander, I’m alone with my thoughts, I’m not interrupted, which I would be, if I returned and joined my family.“

This – in the novel "Indian Summer" by Austrian author Adalbert Stifter (1857) — is the answer of a young woman when being asked, why she was walking alone in the fields.

I take it as a motto for this anthology for several reasons, because I strictly believe that even within hundreds of spectators or listeners in theatre, in a concert or an exhibition: in the very moment when having a strong artistic experience we are basically alone.

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Foto: Heiner Goebbels
And the intensity of our awareness and perception for things, colours, sounds, any detail, or another and individual experience of time is something we need to regain – specially in a world of a totalitarian influence of the media. Our desire for a reflected and contemporary idea of beauty is universal and ageless. Not for the recognition of an obvious, familiar and stereotypical beauty, but for the experience of an unexpected one, which can be discovered. Even – or specially – in more difficult times. Art doesn't need to mirror reality, but can help to sharpen our tools for perception: to see and to hear, and to make sense of what we see and what we hear ourselves.

The quote from Adalbert Stifter's "Indian Summer" found its way into Heiner Goebbels' Music Theatre work When the Mountain changed its clothing and can be discovered in his video installation Landscape Plays.

The opening of the anthology It´s Beautiful here was accompanied by an Inaugural Lecture by Heiner Goebbels at the Museo de Arte der Universidad Nacional, Bogota, on September 12th.

Besides Heiner Goebbels offered a Masterclass for composition class students at the conservatory on September 9th.

 

 

 

Vortrag von Heiner Goebbels in Bogota: QUE HAY UN LENGUAJE EN EL QUE LAS COSAS NI SE MUESTRAN NI SE ESCONDEN

2_Los Andes_100.jpgAm 30. August 2019 hielt Prof. Heiner Goebbels an der Universidad Los Andes, einer wichtigen Partneruniversität der JLU in Bogota, einen Vortrag mit dem Titel QUE HAY UN LENGUAJE EN EL QUE LAS COSAS NI SE MUESTRAN NI SE ESCONDEN, der von dem Kollegen und Theaterregisseur Pedro Salazar eingeführt und übersetzt wurde. Diese Masterclass wurde als „Inauguración de la Cátedra Giessen en Uniandes” angekündigt, stieß bei Studierenden der Studiengänge für szenische Künste, Design, Musik und bildende Kunst auf großes Interesse und löste im Anschluss intensive Diskussionen auch über die aktuellen Ausbildungsbedingungen in den theaterbezogenen Studiengängen aus. 

   

 

 

Deutschlandpremiere von Everything That Happened And Would Happen bei der Ruhrtriennale erzeugt großes und vielfältiges Medienecho – weitere Aufführungen in St. Petersburg

Vier ausverkaufte Vorstellungen der deutschen Erstaufführung des neuesten Stücks Everything That Happened And Would Happen bei der diesjährigen Ruhrtriennale vom 23. bis 26. August 2019 in der Jahrhunderthalle Bochum, hinterließen bei Publikum und Presse vielfältige, leidenschaftliche und kontroverse Reaktionen:

„Zurück bleibt eine Szenerie aus verknoteten Kulissen und rauchenden Rohren, einer einsam sich vom Rande herabneigende Palme und irgendwelcher Gerätschaften, die die Bühne in ein Chaos verwandeln. Beckettsche Endzeitstimmung. Heiner Goebbels und sein Team sind nicht für Hoffnung und Lösungen zuständig. Auch das ist eine Botschaft: wir müssen selbst dafür sorgen.“ (Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. August 2019.)

„Es gibt keinen roten Faden in dieser Performance, die mit vielen Requisiten, mit grossem Getöse und dem Willen zur Verrätselung spielt. Als würde hier mit unnütz gewordenen Versatzstücken aus einer Vergangenheit hantiert, mit der man nichts mehr anzufangen weiss. Um von diesem Unding der Historie zu erzählen, schafft Heiner Goebbels immer neue, faszinierende Räume aus Licht und Rauch, öffnet gar den Höllenschlund, spielt Theater mit ausrangierten alten Prospekten, lässt Denkmalsockel ohne Helden in der öden Einsamkeit stehen, kreiert das Chaos stilvoll zu einem krächzenden, trommelnden, fiependen, unerbittlichen Soundmix. [...] Und so gibt es bei der Premiere in die Stille des letzten Bildes hinein gleich ein kräftig gebrülltes «Buh» für den Versuch, dem Schrecklichen mit einer Ästhetik der Verwirrung und Irritation zu begegnen. Gleichwohl erschliesst sich so etwas wie ein Sinn in der Gesamtheit dieser Collage, in der nicht linear erzählt werden kann angesichts der Bocksprünge der Vergangenheit: Die Versprechen an die Zukunft haben sich als hohl erwiesen, gekümmert hat dies keinen.“ (Bernd Noack, Neue Zürcher Zeitung (CH), 28 August 2019.).

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Foto: Ruhrtriennale

Everything That Happened And Would Happen bei den Theatre Olympics in Sankt Petersburg

Die Theatre Olympics sind ein internationales Theaterfestival für wichtige Aufführungen weltweit bedeutender Theaterpraktiker, das sich als Plattform für den theatralen Austausch, als Dialog jenseits ideologischer, kultureller und sprachlicher Differenzen begreift, um die Bedeutung experimentellen zeitgenössischen Theaters zu etablieren. Bereits mehrmals war Prof. Heiner Goebbels mit Arbeiten bei dieser Theaterolympiade vertreten. Bei den ersten Theatre Olympics 1993 inszenierte er im antiken Stadion von Delphi Die Befreiung des Prometheus nach einem Text von Heiner Müller. 2001 zeigte er in Moskau das Musiktheaterstück Hashirigaki und 2016 in Wroclaw Max Black or 62 ways of supporting the head with a hand.

Bei der nächsten Theaterolympiade, die 2019 in St. Petersburg stattfindet, wird am 30. Oktober sowie am 1. und 2. November 2019 Heiner Goebbels‘ Everything That Happened and Would Happen zu sehen sein.

Im Rahmen der Theatre Olympics 2019 wird Heiner Goebbels am 25. Oktober 2019 eine Masterclass im Mediastudio der Neuen Bühne des Alexandrinsky Theaters anbieten, die für Studierende der Theater- Musik- und Kulturstudiengänge an den Universitäten in St. Petersburg offen ist; am selben Ort findet mit ihm am 2. November 2019 eine offene Diskussion mit dem Publikum über seine Aufführung statt.

Auf Einladung der Faculty for Liberal Arts and Sciences der State University of St. Petersburg wird Heiner Goebbels dort am 1. November um 16:00 Uhr einen Vortrag halten.

 

 

 

Heiner Goebbels „Live in Concert“

Im November ist es möglich Heiner Goebbels als Pianist mehrere Male „live on stage“ zu erleben: im Duo Heiner Goebbels / Gianni Gebbia auf dem huddesfield contemporary music festival (17. November 2019) und auf dem Zurich Jazzfestival Unerhört! (30. November 2019); darüber hinaus mit Camille Emaille, Nicolas Perrin, Cecile Lartigau, Leo Maurel und Gianni Gebbia als THE MAYFIELD in Palermo bei der Transeuropa 2019 (8. November 2019). Am 7. November 2019 um 9:30 Uhr wird Heiner Goebbels eine Composition Masterclass am Conservatorio Alessandro Scarlatti, Palermo (Italien), anbieten.

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Heiner Goebbels und Gianni Gebbia. Foto: René Liebert
In einem Programmheft-Text für das Züricher Festival spricht Heiner Goebbels darüber, wie es für den Komponisten und Regisseur Heiner Goebbels ist, wieder selbst als Musiker aufzutreten:

„Als ich Anfang bzw. Mitte der 90er Jahre die Chance bekam, erste Musiktheaterstücke zu inszenieren und für Ensembles und Orchester zu komponieren, habe ich mich als improvisierender Musiker von der Bühne zurückgezogen. Mir fehlte die Zeit, aber ich fühlte mich auch quasi doppelt beobachtet: von mir als Komponisten, der mit dem spontanen musikalischen Einfall nicht zufrieden war, und von mir als Regisseur, der eine andere Vorstellung von der Szene und vom eigenen Auftreten hat. Die Improvisation braucht aber Spontaneität und eine Art Unmittelbarkeit und wer zu viel Distanz hat, fällt aus dieser Unmittelbarkeit heraus.

Die letzten Jahre standen eher im Kontext großer und komplexer Formate – Orchesterkonzerte mit Surrogate Cities, Inszenierungen für die Ruhrtriennale, und in meiner jüngsten Performance Everything That Happened And Would Happen stehen zusammen mit 12 Performern und Tänzern auch Gianni Gebbia und vier junge französische Improvisationsmusiker*innen auf der Bühne. Ein Musiktheaterstück ganz auf der Basis improvisierter Musik zu entwickeln, war neu für mich: es ist der Wunsch aus der präzisen Planbarkeit künstlerischer Prozesse auszusteigen, den eigenen Ideen zu misstrauen und stattdessen die Bühne der kollaborativen Energie, Diversität und Kreativität zu überlassen.

Auch das hat meine Lust an der Improvisation wieder geweckt. Einer solchen Unternehmung gegenüber ist ein Duo-konzert intimer, persönlicher, fragiler -–aber für mich nicht weniger aufregend.“

 

 

 

Auszüge aus Surrogate Cities im Theater Münster und Osnabrück

Mit dem 2. Sinfoniekonzert feiern die städtischen Orchester Münster und Osnabrück kooperativ ihr jeweils 100-jähriges Bestehen. In diesem Rahmen werden am 29. und 30. Oktober sowie 3. November (Münster) und am 4. November 2019 (Osnabrück) auch Auszüge (Drei Horatier Songs, In the country of last things, Surrogate, Die Faust im Wappen) aus Heiner Goebbels‘ Surrogate Cities zu hören sein. Mit Golo Berg (Dirigent), David Moss und Jocelyn B. Smith.

 

 

 

Eislermaterial – Konzert in der Elbphilharmonie Hamburg

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Foto: Barbara Fahle
Hanns Eisler gelang es in den 1950er Jahren in der ehemaligen DDR, die gesellschaftliche Isolation der modernen Musik zu durchbrechen. Viele seiner Werke, vor allem in den Bereichen Lied, Chor, Theater und Film sind in ihrem künstlerischen und immer auch gesellschaftlichen Gehalt visionär. 1998 schuf Heiner Goebbels anlässlich des 100. Geburtstages von Hanns Eisler für das Ensemble Modern eine Hommage, die in ihrer Komplexität an das Schaffen Eislers anknüpft. Die ganze Breite von Eislers Schaffen verarbeitet er im Eislermaterial, in dem er einige von dessen berühmtesten Liedern für das Ensemble Modern eingerichtet, arrangiert und mit originalen Tondokumenten von Eisler collagiert hat. Interpret der Lieder ist der Schauspieler Josef Bierbichler mit seiner unverkennbaren ungekünstelten und zugleich anrührenden Stimme. Das Konzert wird am 4. Februar 2020 im großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg zu hören sein.

„Ich glaube, dass meine Entscheidung, professionell Musik zu machen, wesentlich mit seiner [Hanns Eislers] Arbeit zu tun hat. [...] Ich war fasziniert von der ganzen Bandbreite, in der Eisler diskutiert hat, über Literatur, Politik, Mathematik, Philosophie, bildende Kunst, Musik natürlich…“. (Heiner Goebbels)

 

 

 

Heiner Goebbels’ Hashirigaki unter den „best classical music works of the 21st century“ des Guardian

Die britische Tageszeitung The Guardian nannte kürzlich Heiner Goebbels' Musiktheater Hashirigaki (2000) unter den 10 besten 'classical musik works' des 21. Jahrunderts. Andrew Clements: „A Gertrude Stein novel, Japanese folk music and the Beach Boys’ album Pet Sounds aren’t the most obvious sources for one of Goebbels’ uniquely personal fusions of words, music and image. But, as often in his theatre pieces, the most unlikely ingredients cohere magically, creating a witty, allusive dramatic world unlike any other, with the 1960s sounds counterpointing Stein’s rambling surrealism.“

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Foto: theatre vidy
 

 

 

Das Gegenteil von »so tun als ob«. Heiner Goebbels über die Schönheit des Machens und der Kollaboration – Interview in Melodie & Rhythmus

Ende der 1970er-Jahre spielte Heiner Goebbels mit dem Sogenannten Linksradikalen Blasorchester in der Frankfurter Sponti-Szene. 1994 feierte er mit Surrogate Cities seinen Durchbruch in der Kunstmusik. Melodie & Rhythmus sprach mit dem Komponisten anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums über diese berühmte Orchestersuite, seine neuen Arbeiten Under Construction und Everything that Happened and Would Happen und über die große Bedeutung, die die Schönheit für ihn hat.

Interview mit Bastian Tebarth, in: Melodie & Rhythmus – Magazin für Gegenkultur, 4/2019, S.12/13.

 

 

 

Publikationen von Heiner Goebbels

Dass es eine Sprache gibt, worin sich die Dinge weder zeigen noch verbergen

In: Julia Kiesler und Claudia Petermann (Hg.) Praktiken des Sprechens im zeitgenössischen Theater, Theater der Zeit, Berlin, 2019, S. 41-53.

Praktiken des Sprechns 120.jpgDas zeitgenössische Theater bringt neue Umgangsformen mit Texten und gesprochener Sprache hervor. In den Beiträgen dieses Tagungsbandes, der auf Basis eines Forschungsworkshops an der Hochschule der Künste Bern entstand, reflektieren Theaterpraktiker, Sprechwissenschaftler sowie Pädagogen der  Schauspielausbildung über künstlerische Strategien des Sprechens und des Einsatzes der Stimme im Theater der Gegenwart.

Darüber hinaus wird über methodische Ansätze der Sprechausbildung von Schauspielerinnen und Schauspielern nachgedacht und auf ihre aktuellen Herausforderungen hin diskutiert. Mit Beiträgen u. a. von Heiner Goebbels, Hans Martin Ritter und Laurent Chétouane.

 

 

 

On Aesthetic Experience As Anachronic Experience

In: Paolo de Assis and Michael Schwab (Hg.): Futures of the Contemporary – Contemporaneity, Untimeliness and Artistic Research, Leuven University Press, Leuven, 2019, S. 85-95.

Futures of the Contemporary 120.jpgFutures of the Contemporary explores different notions and manifestations of “the contemporary” in music, visual arts, art theory, and philosophy. In particular, the  authors in this collection of essays scrutinise the role of artistic research in critical and creative expressions of contemporaneity. When distinguished from “the contemporaneous” of a given historical time, “the contemporary” becomes a crucial concept, promoting or excluding objects and practices according to their ability to diagnose previously unnoticed aspects of the present. In this sense, the contemporary gains a critical function, involving particular modes of relating to history and one’s own time.

Written by major experts from fields such as music performance, composition, art theory, visual arts, art history, critical studies, and philosophy, this book offers challenging perspectives on contemporary art practices, the temporality of artistic works and phenomena, and new modes of problematising the production of art and its public apprehension.

 

 

 

 

Publikationen

Informationen gegen Fake News. Zur postnormativen Moralisierung der Massenmedien

moralische Kollektive.jpgProf. Andreas Langenohl hat in dem von Dr. Stefan Joller und Dr. Marija Stanisavljevic bei Springer VS, Wiesbaden, 2019, herausgegebenen Buch Moralische Kollektive auf den Seiten 75-95 einen Aufsatz mit dem Titel Fake News. Zur postnormativen Moralisierung der Massenmedien veröffentlicht.

„In den Vorwürfen der Verbreitung von ‚Fake News‘, denen die Massenmedien derzeit ausgesetzt sind, und in deren Abwehr durch Vertreter der Massenmedien werden wir Zeugen einer Moralisierung der Massenmedien: nämlich als ‚Lügenpresse‘ oder im Gegenteil als Hüter der Wahrheit. Ihre eigentliche politische Funktion haben Massenmedien allerdings eher in der politischen Deliberation, die nicht auf Information zu reduzieren ist. Der Artikel untersucht, welche Folgen eine moralisierende Aufwertung von ‚Wahrheit‘ als eigentlichem Geschäft der Massenmedien für die Prozesse der politischen Deliberation hat, die nicht in Moralität, sondern in Normativität den ihnen adäquaten Geltungstypus finden. Abschließend wird eine Gegenwartsdiagnose skizziert, die nicht Postfaktizität, sondern Postnormativität als Kernproblem gegenwärtiger politischer Kommunikationsprozesse ausmacht.“

 

 

 

Das Öffentliche finanzialisierten Geldes

Prof. Andreas Langenohl hat in Mittelweg 36, Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 28(3-4), 2019, auf den Seiten 131-154 den Beitrag Das Öffentliche finanzialisierten Geldes veröffentlicht. Andreas Langenohl befasst sich darin unter anderem mit Medien der Sichtbarmachung von Geld und Zahlungen, beispielsweise durch Börseninfrastrukturen; aber auch mit dem Bereich der Social Studies of Finance, der stark durch Medien und die Techniksoziologie geprägt ist.

Zum Heft:

Viele Dinge unseres Alltagslebens sind uns so vertraut, dass wir sie gebrauchen, ohne uns zu fragen, wie sie eigentlich funktionieren. Eines dieser Dinge, von deren Ursprung und Funktion wir uns allenfalls naive Vorstellungen machen, ist das Geld, das für uns erst dann zu einem theoretischen Problem wird, wenn seine Funktionsbedingungen ins Wanken geraten. Erst dann wird ersichtlich, dass sich die gesellschaftliche Bedeutung des Geldes nicht in seiner Rolle als ubiquitäres Tauschmittel erschöpft. Folgen wir dem Geld auf seinen verwickelten Wegen rund um den Globus und verabschieden wir uns von gewohnten Sichtweisen, eröffnen sich neue Perspektiven der Geldsoziologie, in deren Sichtachsen das Geld seine vermeintlich festgeprägte Form verliert und sich ebenso in Bilanzen und Zahlenkolonnen verwandelt wie in Versprechen und soziale Beziehungen.“

 

 

 

Migration als Bewegung am Beispiel von Stuttgart und Lyon nach 1945

Anknüpfend an geschichts- und sozialwissenschaftliche Studien zur räumlichen Mobilität von Menschen untersucht Prof. Bettina Severin-Barboutie Praktiken und Taktiken des Kommens, Gehens und Bleibens vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die 1980er Jahre, wobei auch Protestformen wie Hungerstreiks zur Sprache kommen. Als Beispiele dienen die Städte Stuttgart und Lyon, die einerseits Gemeinsamkeiten aufweisen, die sie gut vergleichbar machen, andererseits aber auch für die Fragestellung produktive Unterschiede besitzen. Für beide Städte werden Männer, Frauen und Kinder italienischer Staatsangehörigkeit analysiert, für Stuttgart ferner türkische Staatsangehörige und für Lyon in Algerien geborene Menschen muslimischer Religion und ihre Nachkommen.

Buchcover Migration als Bewegung 150.jpgDie Autorin wirft neues Licht auf das Mobilitätsgeschehen nach 1945. Zum einen verabschiedet sie sich von der Vorstellung von Migration als Bewegung von A nach B und lotet unterschiedliche Formen, Richtungen, Funktionen und Deutungen menschlicher Bewegung durch den Raum aus. Beispielsweise beleuchtet sie Pendelbewegungen und verschiedene Arten und Semantiken der Rückkehr. Zum anderen gewährt sie Einblicke in Beziehungen zwischen unterschiedlichen Mobilitätsformen wie Arbeitskräftewanderungen und Urlaubsreisen und beleuchtet zugleich Wechselwirkungen zwischen Mobilität und Immobilität. Dadurch veranschaulicht sie nicht nur, dass menschliche Bewegung durch den Raum für das Verständnis von Migration ebenso relevant ist wie die Zeit vor und nach der Mobilität und entsprechend systematisch in deren historische Analyse einbezogen werden sollte. Sie generiert ebenfalls Fragen und eröffnet Perspektiven, die den Blick auf die Vergangenheit insgesamt erweitern könnten, darunter auch genuin medienhistorische Perspektiven wie die Medialität von Kommen, Gehen und Bleiben oder die komplexe Rolle der internationalen Medien in Mobilitäts- und Immobilitätsprozessen.

Die Monographie Migration als Bewegung am Beispiel von Stuttgart und Lyon nach 1945 von Bettina Severin-Barboutie erscheint im Oktober 2019 im Mohr Siebeck Verlag, Tübingen.

 

 

 

Die Publikationen von Prof. Heiner Goebbels zum Thema Theater finden Sie in der Rubrik Neues aus der Georg Büchner-Professur.

 

 

 

 

Personalia

Dorothee Beck, Julia Hamborg und Angelique Hertzel verstärken das deutsch-französische Projekt Geschlechtergerechte Sprache in Schulbüchern in Deutschland und Frankreich

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Dr. Dorothee Beck. Foto: Rosel Grassmann
Dr. Dorothee Beck koordiniert seit August 2019 das Projekt Geschlechtergerechte Sprache in schulischen Lehrbüchern in Deutschland und Frankreich. Ihre Stelle wird vom Flexi Funds des Forschungscampus Mittelhessen gefördert. Davor hat sie das HMWK-Projekt ‘Genderismus‘ in der medialen Debatte. Themenkonjunkturen 2006-2016 am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Uni Marburg bearbeitet. Ihre Forschungsinteressen beziehen sich auf das Verhältnis von Politik, Geschlecht und Medien, auf das Verhältnis von Privatsphäre und Öffentlichkeit(en) sowie auf Antifeminismus. Daneben arbeitet Dorothee Beck als gendersensible Kommunikationsberaterin und Moderatorin.

Angelique Hertzel und Julia Hamborg unterstützen das Projektteam seit Juli 2019 als wissenschaftliche bzw. studentische Hilfskraft bei Recherchen sowie beim Dolmetschen und Übersetzen. Angelique Hertzel bringt mit einem abgeschlossenen Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch und Französisch für das gymnasiale Lehramt, ihrem derzeitigen Masterstudiengang mit dem Hauptfach Deutsch als Fremdsprache sowie mehrerer Auslandspraktika in Frankreich im DaF-Bereich zudem wertvolle Erfahrungen mit Lehrwerken verschiedener Art in das Projekt ein. Julia Hamborg ist im Bachelorstudiengang SLK (Sprache, Literatur, Kultur) eingeschrieben, mit den Fächern Anglistik und Galloromanistik.

 

 

 

Ralph Zoth technischer Beschäftigter für IT-Koordination am ZMI

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Ralph Zoth.
Ralph Zoth ist seit Oktober 2019 als technischer Beschäftigter für IT-Koordination am ZMI. Er war bereits von April 2015 bis März 2019 als studentische Hilfskraft am ZMI für IT-Koordination und IT-Support, Video-Produktion und Web-Entwicklung beschäftigt und maßgeblich für die Neukonzeptionierung und -gestaltung der ZMI-Homepage verantwortlich.

 

 

 

Anette Feller und Komla Digoh neue studentische Hilfskräfte am ZMI

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Anette Feller.
Anette Feller verstärkt seit August 2019 als studentische Hilfskraft für Technik das ZMI. Feller studiert an der JLU Kunst, Englisch und Russisch für das Lehramt an Gymnasien. Sie ist Mitglied der Forschungs-AG Game Studies des Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK).

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Komla Digoh.
Komla Digoh ist seit August 2019 als studentische Hilfskraft für die Ludwig Börne-Professur tätig. Seit dem 15. Oktober unterstützt er zudem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des ZMI. Nach Abschluss der Bachelorstudiengänge Germanistik an der Université de Lomé (Togo) und Sozialwissenschaften an der Universität Gießen studiert er aktuell im Master Demokratie und Governance an der JLU.

 

 

 

Andrea Gärtner verlässt das ZMI

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Andrea Gärtner.
Andrea Gärtner war von 2015 bis 2019 als Sekretärin für das ZMI und die Seniorprofessuren tätig. Zum 1. Oktober 2019 wechselte sie an den Fachbereich 10 der JLU. Das ZMI dankt Frau Gärtner ganz herzlich für Ihren Einsatz und wünscht ihr für ihre weitere Tätigkeit an der JLU alles Gute.

 

 

 

Vera Ermakova hat das ZMI verlassen

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Dr. Vera Ermakova.
Dr. Vera Ermakova hat das ZMI zum 30. September 2019 verlassen. Vera Ermakova war von August 2016 bis zu ihrer Elternzeit Wissenschaftliche Koordinatorin im Forschungsschwerpunkt Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft und wechselt auf eine Stelle in Frankfurt. Wir danken Vera Ermakova herzlich für ihre Arbeit am ZMI und wünschen ihr für ihre weitere Zukunft alles Gute.

 

 

 

Laura Schilling wechselt nach Frankfurt

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Laura Schilling.
Laura Schilling hat das ZMI zum August 2019 verlassen. Schilling unterstützte das ZMI seit Dezember 2018 im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Recherche als studentische Hilfskraft. Sie studierte in Gießen im Bachelor Angewandte Theaterwissenschaft und wechselte zum Wintersemester nach Frankfurt. Zuvor arbeitete Laura Schilling im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in Tel Aviv in der Altenarbeit sowie im Moshe Dayan Centre for Middle Eastern and African Studies. Nachdem sie an der Freien Universität Berlin das BA Studium der Theaterwissenschaft aufgenommen hatte, wechselte sie 2015 an die JLU. Am ZMI war Laura Schilling maßgeblich an der Entwicklung und Gestaltung der neuen ZMI Info-Broschüre beteiligt. Wir danken Laura Schilling für ihren Einsatz am ZMI und die gute Zusammenarbeit.

 

 

 

Abdullah Erdogan hat das ZMI verlassen

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Abdullah Erdogan.
Abdullah Erdogan unterstützte das ZMI seit Mai 2018 als studentische Hilfskraft für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit sowie an der Ludwig Börne-Professur. Er studierte den Masterstudiengang Angewandte Theaterwissenschaften an der JLU. Am ZMI war er unter anderem an der Produktion des Videos Drei Fragen an… Heiner Goebbels beteiligt. Erdogan hat das ZMI im August 2019 verlassen. Wir danken Abdullah Erdogan für seine Tätigkeit am ZMI und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

 

 

 

Stellenausschreibung für eine*n Verwaltungsangestellte*n

Am Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Teilzeitstelle im Umfang von 50 % einer Vollbeschäftigung mit einer/einem

Verwaltungsangestellten

unbefristet zu besetzen. Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 8 Tarifvertrag Hessen (TV-H).

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Justus- Liebig-Universität Gießen. Die Forschungstätigkeiten finden in sechs Sektionen sowie dem Forschungsschwerpunkt „Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft“ statt. Am ZMI sind zudem drei Seniorprofessuren sowie mehrere Drittmittelprojekte angesiedelt.

Ihre Aufgaben:

  • Haushalts-, Rechnungs- und Personalwesen; insbesondere die Budgetverwaltung der Mittel des Zentrums, der Seniorprofessuren, der Projekte und Drittmittel
  • Erledigung der üblichen administrativen Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben, Schriftverkehr/ Post, Büromanagement, Datenverwaltung, Archivierung von Unterlagen, Bestellungen von Büromaterial (in der Regel digital)
  • Mithilfe bei der Vorbereitung von Veranstaltungen (Tagungen, Workshops, Vorträge, Gremiensitzungen, Besprechungen, interne Sitzungen)

Anforderungen:

  • Abgeschlossene Berufsausbildung für den Büro- und Verwaltungsbereich oder eine vergleichbare Berufsausbildung
  • Sehr gute Kenntnisse in der Haushalts- und Finanzverwaltung sowie der Personalverwaltung
  • Sehr gute EDV-Kenntnisse (Windows, Office, SAP, Plone u.a.)
  • Geläufigkeit in den universitären Abläufen und gute Kenntnisse der Hochschulverwaltung
  • Sehr gute Beherrschung der deutschen Sprache und mindestens Grundkenntnisse der englischen Sprache
  • Eine selbstständige, strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise bei der Erledigung von Verwaltungs- und Sekretariatsaufgaben sowie der Veranstaltungsorganisation
  • Teamfähigkeit und soziale Kompetenz
  • Unbedingte Voraussetzung ist gute Kommunikationsfähigkeit und Freundlichkeit im Umgang mit allen Statusgruppen der Universität sowie externen Partner/innen
  • Erwünscht sind Arbeitserfahrungen an einer Hochschule oder einer wissenschaftlichen Einrichtung

Die Justus-Liebig-Universität versteht sich als familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern sind willkommen. Ehrenamtliches Engagement wird in Hessen gefördert. Wenn Sie ein Ehrenamt ausüben, das für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist, geben Sie es bitte in Ihren Bewerbungsunterlagen an.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Jutta Hergenhan (Tel. 0641/99-16381 oder jutta.hergenhan@zmi.uni-giessen.de).

Ihre Bewerbung (keine E-Mail) richten Sie bitte unter Angabe der Referenznummer 606/Z mit den üblichen Unterlagen bis zum 25.10.2019 an Frau Dr. Jutta Hergenhan, Zentrum für Medien und Interaktivität, Ludwigstraße 34, 35390 Gießen. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Wir bitten, Bewerbungen nur in Kopie und ohne Hefter/Hüllen vorzulegen, da diese nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt werden.