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Virtuelle Rekonstruktionen in transnationalen Forschungsumgebungen

Das Portal: Schlösser und Parkanlagen im ehemaligen Ostpreußen


Kooperationsprojekt, Hauptantragsteller: Herder-Institut, Prof. Dr. Peter Haslinger

SchlossDas kulturelle Erbe der ehemals deutschen Region Ostpreußen bildet heute einen Bestandteil der Kulturlandschaft Polens, der Russischen Föderation und Litauens. Ein erheblicher Teil der architektonischen Denkmäler ist jedoch durch die Kriegszerstörungen und Vernachlässigungen inzwischen unwiederbringlich verloren. Hierzu zählen auch jene Schloss- und Parkanlagen, die im 18. Jahrhundert entstanden sind und nun, über zwanzig Jahre nach den Umbrüchen von 1989/91, besondere Anforderungen an die historische, bau- und kunstgeschichtliche Erforschung sowie die Dokumentation stellen.

Digitale 3D Rekonstruktion des Schlosses in Schlodien; 3D-Modellierung am Institut für Raumdarstellung (© Herder-Institut, 2015)
Der Systemwechsel brachte erstmals Impulse mit sich, die regionale Geschichte in ihrer Komplexität neu zu deuten und bislang tabuisierte Elemente in eine transnationale Deutungsstruktur zu integrieren sowie entsprechende Wege zu ihrer Vermittlung zu entwickeln. Die Ausgangslage verlangte ein interdisziplinäres Vorgehen ebenso wie das Arbeiten in transnationalen Netzwerken und die multiperspektivische Vermittlung der gemeinsam gewonnenen Erkenntnisse.

Das aufgebaute Wissensportal am Beispiel zweier heute fast vollständig zerstörter Barockschlösser, Schlodien (Gładysze in Polen) und Friedrichstein (Каменка in der Kaliningrader Oblast, Russland), ist im Überschneidungsbereich zwischen Architektur, Kunstgeschichte, Geschichte, Informatik und Wissenstransfer angelagert und zielt auf die Definition von Standards für die Erstellung und Präsentation von Daten in einem räumlichen Ordnungssystem im Sinne der „Charta zur Erhaltung
ComputervisualisierungSchlossschlodien.jpg
Computervisualisierung von Schloss Schlodien, Architekturbüro Arthur Sarnitz Königsberg (© Herder-Institut, 2016)
des digitalen Kulturerbes“ (UNESCO, 2003). Die vorläufigen Ergebnisse basieren auf der digitalen 3D Rekonstruktion der beiden Schlösser und bringen neue Erkenntnisse für die Quellenerschließung, Dokumentation, semantische Modellierung und Visualisierung von 3D-Datensätzen innerhalb der WebGL-Technologie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung einer Cultural Heritage Markup Language (CHML), eines menschen- und maschinenlesbaren XML-Schemas zur semantischen Annotation und Integration diverser Meta- und Paradaten einschließlich der Auszeichnung von Geometrie-, Material- und Lichteigenschaften im Quelltext. Die Forschungsergebnisse werden durch die Entwicklung eines interaktiven webbasierten „Virtuellen Museums“ den Forschern und der breiten Öffentlichkeit vor Augen geführt.

In der Projektlaufzeit sollte neben der forschungsgestützten 3D-Computer-Rekonstruktion der beiden Barockschlösser das verfügbare Wissen gebündelt und durch eigene Forschungen ergänzt werden. Das Portal entstand als offene Forschungsumgebung, die von den beteiligten Partnern wissenschaftlich und didaktisch konzipiert wurde und nach Abschluss des Projekts gemeinsam um weitere Komponenten ergänzt werden soll.

Karte von Ostpreußen

 

 

Eine virtuelle Rekonstruktion von Schloss Schlodien

 

Schloss Schlodien – Eine virtuelle Rekonstruktion. from Piotr Kuroczyński on Vimeo.

 

 

Eine virtuelle Rekonstruktion von Schloss Friedrichstein

 

Schloss Friedrichstein – Eine virtuelle Rekonstruktion from Piotr Kuroczyński on Vimeo.

 

Weitere Informationen zum Projekt: