Benutzerspezifische Werkzeuge

Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo kann sich rechts daneben das Bannerbild anschließen. Rechts daneben kann sich ein weiteres Bild/Schriftzug befinden. Es folgt die Suche. Unterhalb dieser oberen Leiste schliesst sich die Hauptnavigation an. Unterhalb der Hauptnavigation befindet sich der Inhaltsbereich. Die Feinnavigation findet sich - sofern vorhanden - in der linken Spalte. In der rechten Spalte finden Sie ueblicherweise Kontaktdaten. Als Abschluss der Seite findet sich die Brotkrumennavigation und im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Impressum, Hilfe und das Login fuer Redakteure. Barrierefreiheit JLU - Logo, Link zur Startseite der JLU-Gießen Direkt zur Navigation vertikale linke Navigationsleiste vor Sie sind hier Direkt zum Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen vor Suche vor Fußbereich mit Impressum

Navigation

Artikelaktionen

Spring School: "Historische Momentaufnahmen / Frozen Moments in History"

Spring School: "Historische Momentaufnahmen / Frozen Moments in History"

Fotografien halten historische Momente fest. Sie zeigen Ausschnitte eines Geschehens, das FotografInnen beobachtet und zum Dokumentieren ausgewählt oder vor der Kamera arrangiert haben. Menschen fotografieren professionell und als Amateure, im Auftrag und häufig Konventionen folgend, leidenschaftlich oder beiläufig, reflektiert oder aus einer Eingebung heraus. Im Unterschied zur Malerei spielt in der Fotografie das Werkzeug, hier also die technische Apparatur, eine größere, gleichsam eigenständigere Rolle. Spring School "Historische Momentaufnahmen"Fotoapparate lassen sich auch ohne besondere Fertigkeit bedienen. Und sie können unter Umständen zusätzlich Informationen einfangen, deren sich die Fotografierenden nicht bewusst waren. Um diesen Eigenarten gerecht zu werden und die Potenziale der Quellengattung auszuschöpfen, benötigen HistorikerInnen angemessene Fragestellungen. Gleichzeitig müssen sie lernen, Fotos zu lesen, und ihre Recherchen ausdehnen auf deren Entstehung, Verbreitung und Rezeption.

In der Spring School "Historische Momentaufnahmen / Frozen Moments in History" (11. März bis 15. März 2019) führten ExpertInnen an verschiedene Arbeitsweisen mit ganz unterschiedlichen Fotos sowie Fotografierpraxen heran und luden zum Mitdenken ein. Der international bekannte, mehrfach ausgezeichnete Fotograf Dr. Paul Lowe (London) stellte eigene Fotos aus Kriegs- und Krisengebieten vor und kommentierte darüberhinaus historische Aufnahmen vom Kriegsende 1945. Prof. Dr. Katharina Stornig und Florian Hannig (Gießen) analysierten Fotos, mit denen Hilfsorganisa­tionen im 19. und 20. Jahrhundert auf Not in Afrika aufmerksam machen wollten. Prof. Dr. Paul Betts (Oxford) diskutierte anhand von Fotos von Titos Paul Lowe FlyerStaatsbesuchen in Afrika, wie sozialistische Länder während des Kalten Krieges internationale Solidarität inszenierten. Ulrike Koppermann (Berlin) hinterfragte  das visuelle Narrativ des von der SS angefertigten sogenannten Auschwitz-Albums. Dr. Sylvia Necker (Nottingham) zeigte, wie sie in ihrer Forschung mit Fotoalben jüdischer Familien aus der NS-Zeit umgeht. Eine eintägige Exkursion zum Bildarchiv Foto Marburg und zum Bildarchiv des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung gab Gelegenheit, im Rahmen von eigens organi­sier­ten Führungen relevante Quellenbestände kennen­zu­lernen und forschungs­prak­tische Fragen zu erörtern.

TeilnehmerInnen waren eingeladen, eigene fotohistorische Projekte oder Ideen für eine fotohistorische Abschlussarbeit vorzustellen. Die Unterrichtssprache war Deutsch und Englisch. Die Spring School wurde vom Arbeitsbereich Fachjournalistik Geschichte in Kooperation mit der Sektion Medien und Geschichte des ZMI organisiert.

Das Studienmagazin Universum hat über den Vortrag von Paul Lowe berichtet.

 



(30.01.2019, Rahel Schmitz)