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Veranstaltungen

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Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

autoritäre populisten

Podiumsdiskussion: Autoritäre Populisten gegen Gender: Trump, Bolsonaro und die AFD

Autoritäre Populisten erfahren in vielen Ländern wachsenden Zuspruch durch die Wahlbevölkerung. Staaten von weltpolitisch zentraler Bedeutung wie die USA und Brasilien werden mit Donald Trump und Jair Bolsonaro inzwischen von autoritären Populisten regiert. Auch in Europa wird mit Ungarn durch die langjährige Regierung Victor Orbans ein Land durch die Herrschaft eines autoritären Populisten seit Jahren stark umstrukturiert. In Deutschland wachsen die Tendenzen ebenfalls hin zu einem autoritären Populismus: Indikatoren dafür sind die bundesweiten Wahlerfolge der AfD, die es als Partei erst seit wenigen Jahren gibt.

Zentrale Elemente des politischen Handelns autoritärer Populisten sind Angriffe gegen demokratische und egalitäre Geschlechtervorstellungen, und ganz konkret gegen Frauen und LGBTIQ*. Diese Angriffe finden in verschiedensten Formen statt: verbal, physisch, diskursiv, symbolisch, institutionell und nicht zuletzt durch Regierungshandeln. Ein Charakteristikum dieses genderfeindlichen populistischen Handelns ist seine mediale Dimension, und insbesondere die direkte Kommunikation autoritärer Populisten über soziale Medien.

Die Podiumsdiskussion möchte das Phänomen der „autoritären Populisten“ anhand der zentralen Akteure Donald Trump und Jair Bolsonaro im Hinblick auf deren Gender-Handeln und ihre damit verbundenen medialen Strategien beleuchten. Im Hinblick auf Deutschland wird gefragt, inwiefern Angriffe auf Geschlechtergleichheit, Frauen und LGBTIQ* auch hier Teil eines autoritären Populismus sind, oder ob die in Deutschland beobachtbaren Phänomene kategorial anders eingeordnet werden müssen. Nicht zuletzt interessieren auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der medialen Strategie sowie die Bedeutung unterschiedlicher Medien und Medienformate für den Erfolg autoritärer Populisten.

Die Veranstaltung findet am 24. Oktober um 18 Uhr c.t. in der Aula der JLU statt; die Referierenden sind Dr. Dinah Leschzyk (ZMI-Sektion Medien und Gender), Prof. Dorothée de Nève (stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des ZMI) und Prof. Greta Olson (ZMI-Sektion Medien und Gender).

 

(19.08.2019, Berit Beckers)

Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

 Internationale Tagung: Trans*Time in TV Series: (Inter)National Projections

TransTime Plakat

Vor etwa einem Jahrzehnt, im März 2007, wurden die international anerkannten Yogyakarta-Prinzipien festgehalten, die erste systematische Menschenrechtsgewährleistung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT). In ihnen wurden zum ersten Mal Anforderungen formuliert, die die Menschenrechtsstandards in Bezug auf sexuelle Minderheiten festschrieben. Punkt 18 geht explizit auf die Pathologisierung der Geschlechtsidentität ein und verlautbart, dass „niemand [...] aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität gezwungen werden [darf], sich irgendeiner Form von medizinischer oder psychologischer Behandlung, Untersuchung oder Maßnahme zu unterziehen, oder in eine medizinische Einrichtung eingewiesen zu werden“ (Hirschfeld-Eddy-Stiftung, 2008: 28). Dieser Meilenstein kristallisierte die Arbeit von trans* Aktivist*Innen weltweit. 

In den letzten Jahrzehnten heraus und diente als Sprungbrett für weitere Aktionen. Die Bemühungen zielten besonders auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und trugen zur Verbesserung der Situation von trans* Personen in verschiedenen Ländern bei, z. B. durch Gesetzesänderungen, wie sie die internationale Kampagne STP ,Stop Trans Pathologization‘ herbeiführte.

Zehn Jahre später, 2017, ist das Bild widersprüchlich. Einerseits ist Studien von The Human Rights Campaign Foundation und Trans People of Color Coalition zufolge die Zahl der registrierten Morde an trans* Personen die höchste aller Zeiten. Andererseits war in diesem Jahr die World Pride in Madrid dem trans* Kollektiv gewidmet, was ein Zeichen für die Anerkennung und Unterstützung innerhalb der LGTBIQ*-Bewegung ist.

Was die Sichtbarkeit von trans* Personen in den Medien angeht, was in der LGBTIQ*- Bewegung nahezu einstimmig als unabdingbarer Voraussetzung zur gesellschaftlichen Normalisierung von Minderheiten betrachtet wird, ist in den letzten Jahren ein Höhepunkt zu konstatieren. Das GLAAD-Media Institute, – Gay and Lesbian Alliance Against Defamation – begrüßte 2016 die zunehmende Präsenz von trans* Figuren aus verschiedenen identitären Intersektionen in Crenshaws Sinne in Serien (vgl. Loughrey 2016). Sophia Burset in Orange is the New Black oder die Protagonistin der Serie Transparent, Maura, sind gute Beispiele. Allerdings kritisiert GLAAD die einseitige und/oder oberflächliche Darstellung, die die Pathologisierung und/oder Stigmatisierung des Kollektivs reproduziere (vgl. Respers France 2017).

Auch in den letzten Jahrzehnten ist eine deutliche Popularisierung der Serien sowohl im Fernsehen als auch auf international verfügbaren Online-Streaming Plattformen, wie z. B Netflix, Amazon Prime und Hulu, festzustellen, sodass die Rede von einer Art Golden Age von Serien ist (vgl. Smith 2018: 72; de Gorgot 2014). Die Zuschauerquoten von Serien steigen ständig, was auch ihre zunehmende gesellschaftliche, akademische und wissenschaftliche Anerkennung bedingt. Das renommierte Filmfestival von Cannes beispielsweise hat eine separate Sektion für Serien eingerichtet, was diesen Anerkennungsprozess spiegelt (vgl. Muñoz Fernández 2016: 69).

Wie diese Beispiele zeigen, ist eine vergleichende Annäherung seitens der Medienwissenschaften methodisch sinnvoll und gesellschaftlich relevant. Dem Verständnis folgend, dass Serien Gesellschaftsmodelle anbieten und gewissermaßen befördern, zielt unsere Tagung darauf ab, die multisemiotischen Darstellungen (vgl. Kress 2010) von trans* Personen in den letzten Jahrzehnten in Serien zu untersuchen. Spezifischer geht sie der Hypothese nach, dass die Popularisierung von trans* Personen in kommerziellen Serien den „good-Trans*“ herstellt und dadurch die von Ihnen potenziell verkörperte Transgression verschleiert. Ferner setzt sich diese Tagung als Ziel, zu erläutern, durch welche - gerade medialen - Mittel dies stattfindet.

Die englischsprachige Tagung findet vom 30. bis 31. Januar 2020 im Margarete-Bieber-Saal der JLU Gießen statt.

Kontakt: Dr. Danae Gallo González


(19.09.2019, Berit Beckers)

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

Konferenz: Renegotiating Minoritarian In_Visibilities – englischsprachige, interdisziplinäre Konferenz

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In recent years, the relation between visibility and invisibility of minoritarian subject positions has been renegotiated and led to a preliminary re-assessment of the political potential of the concept of visibility. Thereby, invisibility or imperceptibility are subject to significant revaluation. Especially from activist, cultural and political points of view and in the contexts of queer or non-racist politics of migration, attempts have been made to question the topos of visibility and its positive connotations. However, the debate about a possible end of the critique of representation often disregards that politics of becoming imperceptible or invisible can indeed develop new modes of presentation and perception and therefore cannot unfold beyond representation.

Connecting theory and practice, the conference will provide spaces for various artistic, scholarly and political forms of exchange.

The three-day conference will take place on November 12–14, 2019 at the Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) of the Justus-Liebig-University Giessen, Germany. The conference is organized by the Research Area Visual and Material Culture Studies of the GCSC in cooperation with the ZMI-section Media and Gender. If you need childcare for the duration of or part of the conference, kindly let us know well in advance.

For questions, please contact 


Organisation:

  • Oliver Klaassen (Queer Art Studies, PhD student at the GCSC; Lecturer at various German universities)
  • Jana Tiborra (Art Pedagogy, Research Assistant at the Institute for Art Pedagogy, JLU; PhD student at the GCSC)
  • Katharina Wolf (Contemporary History, PhD student and Research Assistant at the GCSC)
  • Cathérine Ludwig-Ockenfels (Early Modern History, PhD student at the GCSC)

 

 

(19.09.2019, Berit Beckers)

Tagung: Medien als Dinge denken

Plakat: Medien als Dinge denken

Tagung: Medien als Dinge denken

Ansätze, die Medien als Dinge denken, haben schon seit einer ganzen Weile Konjunktur. Die Notwendigkeit einer soziologischen Forschungsperspektive, die die technisch-materielle Ausformung von Medien in den Blick nimmt, drängt sich in Zeiten umfassender Digitalisierung und Algorithmierung geradezu auf. Denn nach der Materialität des Digitalen zu fragen, heißt, die Stofflichkeit, Handlungsträgerschaft, Sichtbarkeit, Eigenlogik und Ästhetik des Digitalen zu reflektieren, wobei hier an eine Vielzahl an Ansätzen und Theorieangeboten angeknüpft werden kann: Materiellen Artefakten wird nicht nur in der Mediensoziologie, sondern beispielsweise auch in der Technik- und Wissenschafts-, der Architektur-, Organisations-, Kultur- oder Film- soziologie analytische Relevanz zugewiesen.

In den Science and Technology Studies, der Mediatisierungsforschung, Medienökologie und historischen Epistemologie liegen ebenso wie beispielsweise in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, den Kultur- und Erziehungswissenschaften, der Philosophie und Psychologie versierte Ansätze zur Untersuchung der gesellschaftlichen Bedeutung von Materialitäten vor. So unterschiedlich sich diese Ansätze, Forschungsfelder und Disziplinen auch gestalten: Werden die Dinge analytisch mitgedacht, so ist das Handeln mit selbigen üblicherweise als soziomaterielles Wechselspiel angelegt. Es wird von einer Prägekraft, Eigendynamik, Logik und generativen Kraft der Dinge, der Algorithmen, Technologien und Infrastrukturen ausgegangen. Diese Konzeptionen sind für die (Medien)Soziologie ebenso vielversprechend wie herausfordernd, werfen in theoretischer, epistemologischer und methodologischer Hinsicht zahlreiche Fragen auf und sind in der empirischen Forschung gar nicht so einfach einzulösen.

Auf der Jahrestagung der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie sollen theoretische und empirische Analysen vorgestellt und diskutiert werden, die die Materialität digitaler Medien in der Untersuchung sozialen Handelns systematisch mitdenken. Wir möchten dabei Arbeiten unterschiedlicher Verortungen miteinander ins Gespräch bringen, Gemeinsamkeiten und Differenzen der Perspektiven ausfindig machen und eine Selbstpositionierung in der Vielfalt der Ansätze ermöglichen.


Die Tagung findet am Donnerstag, den 10. und Freitag, den 11. Oktober im Margarete-Bieber-Saal statt. Für weitere Informationen sind das Plakat und das Programm der Tagung zu beachten.

Organisation: Nicole Zilien


(17.09.2019, Jonas Feike)

"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

AVEV Audio Concepts (Gießen) berichtet über Möglichkeiten und Grenzen von Sounddesign und Postproduktion.

SaP AVEV Plakat

"Stimmen aus der Praxis": Fix it in the Post - AVEV Audio Concepts

Im Rahmen des Sommerfestes der Fachjournalistik Geschichte am Donnerstag, den 18.Juli. wird die letzte Veranstaltung der Reihe "Stimmen aus der Praxis" dieses Semesters stattfinden. Zu Gast sind Fabrizio Costantino, Martin Giemza und Philipe Zenz von AVEV Audio Concepts. Bei AVEV handelt es sich um einen Zusammenschluss vierer junger Musiker, Komponisten und Audioproduzenten aus Gießen. Regelmäßig unterstützt AVEV Projekte, die in Zusammmenarbeit mit dem Institut für Fachjournalistik Geschichte entstanden sind. 

Anhand knapper Werkstattberichte, die die diversen Ebenen klanglicher Ausgestaltung unterschiedlicher geschichtsvermittelnder Medien thematisieren, liefert der Vortrag Einblicke in wesentliche Aufgabenfelder (bspw. Tonaufzeichnung und -bearbeitung, Mischung, Musikproduktion, Restauration) im Bereich der Audioproduktion. Nicht zuletzt werden auch Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Postproduktion ausgelotet.

Der Vortrag beginnt um 18:15 Uhr und wird in Raum C214, im Phil. 1 stattfinden.

 

 

(16.07.2019, Jonas Feike)

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sonneninsel Poster

Filmgespräch: Die Sonneninsel

Die Sektion "Medien und Geschichte" lädt zu Filmvorführung und anschließendem Gespräch mit Regisseur und Filmwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Elsaesser ein.

 

Im Deutschland der 1920er Jahre steht Liesel Elsaesser zwischen zwei Männern: Verheiratet ist sie mit Martin Elsaesser, und Leberecht Migge liebt sie. Beide Männer sind Architekten. Thomas Elsaesser, Enkel von Martin Elsaesser und einer der weltweit renommiertesten Filmwissenschaftler, erzählt in seinem Essayfilm die Liebes- und Familiengeschichte unter Verwendung privater Filmaufnahmen und Dokumente aus dem Familienarchiv. Martin Elsaesser prägte als Stadtbaudirektor das Stadtbild der Finanzmetropole Frankfurt am Main (1925 bis 1935). Leberecht Migges Interesse hingegen galt hauptsächlich der Garten- und Landschaftsarchitektur. Auf der "Sonneninsel" in der Nähe von Berlin versuchte der "Urahn" der grünen Bewegung mit Liesels Unterstützung seine Idee von sozialem Ausstieg und Selbstversorgung umzusetzen. Dort begegneten auch die beiden Männer einander. Thomas Elsaesser verknüpft seine Liebes- und Familiengeschichte mit der Reflexion der konträren architektonischen Konzepte Elsaessers und Migges, des Bauens im Geiste des kapitalistischen Wachstumsdenkens oder einer Stadtplanung, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und auf Ideen zurückgeht, die bis heute in der grünen Bewegung fortleben.

 

Das Screening findet am Donnerstag den 4. Juli 2019 um 19:30 Uhr im Kinocenter Gießen, Bahnhofstraße 34 statt. Der Eintritt beträgt 5 €.


(24.06.2019, Jonas Feike)

Marian Petraitis (Zürich) über Formen digitaler Dokumentationen

Plakat Marian Petraitis

Marian Petraitis (Zürich) über Formen digitaler Dokumentationen

Im Oberseminar zur Neueren und Neuesten Geschichte berichtet Marian Petraitis (Zürich) über den Wandel der RezipientInnen dokumentarischer Medien von bloßen ZuschauerInnen hin zum aktiven Mitgestalten der Formate.

Mit dem Aufkommen neuer dokumentarischer Formen im Digitalen ist der Betrachter mit einer scheinbar unendlichen Menge an Bewegtbildern konfrontiert. Obwohl dem Medium Film nahe, stellen neuere dokumentarische Projekte durch ihre Interaktions- und Partizipationsmöglichkeiten zu-dem klassische Epistemologien in Frage. Dabei fordern sie die Zuschauer*innen als User*innen auf, eigenes dokumentarisches Bildmaterial beizu-steuern oder bereits gesammeltes Material online zu bearbeiten, somit aktiv in den Entstehungsprozess einzugreifen. Auffallend häufig geht der Akt kollektiver Bilderproduktion mit dem Versprechen einher, einen alternativen Zugang zu Geschichte(n) zu eröffnen. Der Vortrag stellt zwei Gruppen neuer dokumentarischer Formen im Digitalen vor und fragt nach deren Potenzial, als Gegenstand für eine Geschichtsschreibung fungieren zu können.

 

Das Oberseminar findet am Mittwoch, den 19. Juni 2019 um 18 Uhr s.t. im Phil. I Raum C214 statt.

 

 

(18.06.2019, Jonas Feike)

Studientag "Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart"

Studientag "Außenseiterdiskurse in Geschichte und Gegenwart"

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Außenseiter – von einer einflussreichen sozialen Gruppe der Regelverletzung bezichtigte und darum von dieser ausgegrenzte Individuen – scheinen in den modernen westlichen Gesellschaften allgegenwärtig zu sein und sich in unserer zunehmend von politischen, religiösen und sozialen Krisen geprägten Zeit weiterhin zu vermehren: Der vieler Orten wiederauflebende protektionistische Nationalismus, die Islam- und Judenfeindlichkeit etwa in Europa, die Gewalt gegen people of color v. a. in den USA, aber auch der derzeit zu beobachtende Backlash gegen emanzipatorische Bewegungen und egalitäre Veränderungen, die Kontroversen um die Rechte Homosexueller, die Ungleichstellung von Frauen im Berufsleben und im Alter sind nur einige der aktuellen Symptome dieser Konjunktur des Außenseitertums.

Dabei hat es Außenseiter fraglos auch in der älteren und jüngeren Geschichte immer gegeben: Die frühneuzeitliche Hexenverbrennung mit klar misogyner Ausrichtung, die ethnisch motivierte Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner wie auch der Holocaust in der NS-Zeit – all diese Verfolgungswellen lassen sich als ideologisch geführte Feldzüge etablierter Gruppierungen gegen stigmatisierte und rigoros ausgegrenzte Minderheiten lesen: In allen Manifestationen sind Machtstrukturen wirksam, die in den selbst- und fremdgestifteten, diversen und konkurrierenden Diskursen von Außenseitern und über Außenseiter ihre Spuren hinterlassen haben.

Der in Verbindung mit dem komparatistischen Seminar Novela picaresca – Schelmenroman veranstaltete Studientag zielt darauf ab, bei den Teilnehmenden eine höhere Sensibilität für die Außenseiterthematik zu schaffen und die Mechanismen und Funktionsweisen hinter den Diskursen aufzudecken.

 

Die Veranstaltung findet am 03. Juli  2019 von 14-18h im Phil I, Raum G233 statt und ist offen für alle interessierten Mitglieder der JLU.

 

Kontakt:

 

(04.06.2019, Rahel Schmitz)

Podiumsdiskussion zum Thema "Digitale Schule"

Podiumsdiskussion zum Thema "Digitale Schule"

Seitdem der Bund angekündigt hat, im Rahmen des sogenannten „Digitalpakts“ 5 Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen zu investieren, fragen sich viele, wie genau mit den Geldern verfahren werden soll, damit die SchülerInnen „fit für die Zukunft“ gemacht werden. Sollen die Schulbücher abgeschafft werden? Sollen Hausaufgaben und Klausuren künftig am Computer bearbeitet werden? Sollen historische ZeitzeugInnen per Hologramm im Klassenzimmer erscheinen? Ein solcher Wandel verlangt vor allem den Lehrkräften einiges ab. Sie müssen entscheiden, welchen Mehrwert die Digitalisierung in Form von Apps etc. mit sich bringt und stehen dann vor der Herausforderung, sich mit der Technik vertraut zu machen – und das alles parallel zu den alltäglichen Aufgaben.

Unter dem Titel "Digitale Schule - Bildung per Doppelklick?" fand am Montag, den 27. Mai 2019, eine Podiumsdiskussion zu dem Thema statt.Eltern, SchülerInnen, Lehrkräfte und Bildungsinteressierte jeglichen Alters waren herzlich eingeladen; der Eintritt war frei. Devise: mitdiskutieren und mitmission!


Auf dem Podium waren:

  • Dr. Nicole Graulich (Didaktik der Chemie, JLU)
  • Ina Daßbach (Koordinatorin des Forschungsschwerpunkts Literalität und Bildung in der Mediengesellschaft am ZMI Gießen )
  • Prof. Dr. Jürgen Kurtz (Englischdidaktik, JLU)
  • Kai-Oliver Graf (Gymnasiallehrer Chemie/Bio)
  • Roland Mevißen (Gesamtschullehrer Arbeitslehre/Chemie sowie Lehrbeauftragter Didaktik der Arbeitslehre, JLU)
  • Moderation: Dr. Leo Will (mitmission e.V.; Englischdidaktik, JLU)

Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Parole Bildung" des Vereins mitmission e.V. statt. Ein Bericht des Gießener Anzeigers findet sich hier.

 

 

(22.05.2019, Rahel Schmitz)

Vortrag "Richtig gendern" von Duden-Autorinnen

Vortrag "Richtig gendern" von Duden-Autorinnen

Richtig_GendernSeit seiner Veröffentlichung im Jahr 2017 sorgt der Dudenband Richtig gendern für hitzige Diskussionen rund um den geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Nun bietet sich die Möglichkeit, mit den Autorinnen des Ratgebers ins Gespräch zu kommen.

Am 6. Juni 2019 halten die Autorinnen Prof. Dr. Gabriele Diewald und Dr. Anja Steinhauer des Ratgebers Richtig gendern. Wie Sie angemessen und verständlich schreiben einen Vortrag an der Justus-Liebig-Universität. In Form eines Werkstattberichtes erläutern die Autorinnen die Hintergründe der Entstehungsgeschichte sowie Inhalte des Nachschlagewerkes. Was waren Anreize und Überlegungen, die die Veröffentlichung angeregt haben? Welche Inhalte wurden aufgenommen und welche nicht? Und von welchen Reaktionen und Rezensionen können die Autorinnen berichten? In ihrem Vortrag berichten die Wissenschaftlerinnen auch über die Reaktionen und Rezensionen nach der Veröffentlichung des Dudenbandes.

Nach dem etwa einstündigen Vortrag bietet sich dem Publikum die Möglichkeit zum Austausch mit den Verfasserinnen. Von großem Interesse sind dabei sicherlich auch Fragen nach der praktischen Anwendung des Ratgebers im alltäglichen Sprachgebrauch und in Zusammenhang mit der Einführung des dritten Personenstandes.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr und findet im Margarete-Bieber-Saal (Ludwistraße 34, 35390 Gießen) statt. Die Veranstaltung wird von Dr. Jutta Hergenhan, der wissenschaftlichen Geschäftsführerin des ZMI sowie Sprecherin der Forschungssektion Medien und Gender, moderiert. Organisiert wird der Vortrag von dem hessenweiten Netzwerk Gender in der Lehre in Kooperation mit dem ZMI. Interessenten sind herzlich willkommen; der Eintritt ist frei. 

 

 

(14.05.2019, Rahel Schmitz)

Vortragsreihe: Medientechnik ∙ Körper ∙ Gesundheit

Vortragsreihe: Medientechnik ∙ Körper ∙ Gesundheit


Plakat Medientechnik - Körper - Gesundheit

Die Vortragsreihe im Sommersemester 2019 fragt nach medienbasierten Techniken und Technologien im Umgang mit dem alternden Körper und dem Streben nach Gesundheit, Fitness und Partizipation. Aktuelle gesellschaftliche Beispiele werden dabei mit Überblicken der historischen Entwicklungen kombiniert.

 

20. Mai 2019, 14-16 Uhr: „Moderne Medizintechnik im Altenheim: Partizipation durch Mediengestaltung“

 

Dr. Julia Inthorn (Hannover) initiiert in ihrem Forschungsprojekt „Moderne Medizintechnik im Altenheim“ mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden. Im Bezug darauf stellt Sie in ihrem Vortrag da, wie über Partizipation und im Zuge dessen über Medienproduktion gesprochen wurde und welche Einflussmöglichkeiten Pflegeschüler*innen für sich für denkbar halten.

 

17. Juni 2019, 14-16 Uhr: „Das Zeitalter der Fitness“

 

Prof. Dr. Jürgen Martschukat (Erfurt) befasst sich in seinem Vortrag mit einer Geschichte der Fitness. Dies meint mehr als Erfolg im Sport. Aus soziokultureller Perspektive stellt Fitness ein regulierendes Ideal moderner Gesellschaften dar und fordert dazu auf, an der Optimierung der eigenen körperlich-mentalen-sozialen Fähigkeiten zu arbeiten, um sie in die verschiedensten Lebensbereiche fruchtbar einzubringen.

 

8. Juli 2019, 14-16 Uhr: „Sein Leben in Ordnung bringen. Die Geschichte medienbasierter Selbsttechnologien von Rousseau bis Runtastic“

 

Dr. Gerrit Fröhlich (Trier) rückt in seinem Vortrag die mediale Verfasstheit von Selbsttechnologien in den Fokus. Entlang der Fallbeispiele des Tagebuchs und der digitalen Selbstvermessungen soll am Konzept der medienbasierten Selbsttechnologien aufgezeigt werden, wie mediensoziologische Ansätze für eine Soziologie des Subjekts fruchtbar gemacht werden können.

 

Ort

Justus-Liebig-Universität Gießen

Seminargebäude II, Raum 012

Alter Steinbacher Weg 44, 35394 Gießen

 

Organisation der Reihe: Tristan Dohnt, Dirk Medebach und Nico Wettmann

GGS-Sektionen „Medialisierung von Gesellschaft“ und „Alter(n) in Gesellschaft“

Institut für Soziologie

 

(13.05.2019, Jonas Feike)

Herausforderungen der Demokratiearbeit

Werkstattgespräch: Herausforderungen der Demokratiearbeit


Herausforderungen der DemokratiearbeitIn der Folge der Ereignisse von Chemnitz im August 2018 forderte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer eine stärkere Rolle der Zivilgesellschaft beim Einsatz für die Demokratie ein. Mit einer solchen Anerkennung der wichtigen Rolle zivilgesellschaftlichen Engagements für die demokratische Kultur durch den Ministerpräsidenten geht allerdings sofort ein Dilemma einher: Wie können von der höchsten Ebenen des politischen Systems Prozesse initiiert, Akteure gestärkt und eine Kultur gefördert werden, die ihrer Natur nach, um Bestand haben zu können, im Alltag durch Prozesse von Unten mit Leben erfüllt werden müssen? Hinzu treten weitere Schwierigkeiten.

Welche Herausforderungen stellen die wirtschaftliche und demografische Entwicklung des ländlichen Raums dar? Wie wirkt sich eine ostdeutsche- bzw. Nachwende-Identität und die ostdeutsche „deep story“ (Hochschild, 2016) auf die Entwicklung und Förderung einer demokratischen Kultur aus? Nicht zuletzt gibt es im Feuilleton immer wieder auch Forderungen, mit den Rechten zu reden (zuletzt Leo, Steinbeis und Zorn, 2017) oder ihnen zuzuhören (Richter 2018). Dabei stellt sich auch die Frage nach der Interaktion von kritischer medialer Repräsentation einer lokalen Situation für eine nicht-lokale breite Öffentlichkeit und den Reaktionen vor Ort auf diese Darstellung der Situation? Erleichtert oder erschwert das Skandalisieren von lokalen Zuständen die Demokratie-Arbeit im ländlichen Raum.

Diese Fragen sollen am Dienstag den 14.05. mit Maja Ulatowski, MA von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie MV e.V. besprochen werden. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Maja Ulatowski ist Politikwissenschaftlerin und schrieb ihre Masterarbeit zum Thema „Demokratiestärkung und Rechtsextremismusprävention im Stadt-Land-Vergleich am Beispiel der Partnerschaften für Demokratie Anklam / Amt Anklam-Land und Rostock“ bei Prof. Dr. Hubertus Buchstein an der Universität Greifswald. Sie arbeitet als Beraterin im RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald in Anklam.


(07.05.2019, Jonas Feike)


"Stimmen aus der Praxis": Die Reportage - Zwischen Nähe und Distanz

"Stimmen aus der Praxis": Die Reportage - Zwischen Nähe und Distanz


Logo Stimmen aus der PraxisDonnerstag, 9. Mai, 18:15 Uhr, C 214

 

Lena Niethammer hat Geschichte studiert, ist jetzt 29 Jahre alt und arbeitet sehr erfolgreich als freie Journalistin in Berlin. Sie schreibt vor allem Langzeitreportagen und Porträts u.a. für das Süddeutsche Zeitung Magazin, den Spiegel, für Reportagen, Die Zeit und den Tagesspiegel. Ihre Reportagen sind eindringlich und gehen einem nach der Lektüre noch lange durch den Kopf. Das liegt sowohl an der persönlichen Beziehung, die Lena Niethammer zu ihren ProtagonistInnen offenkundig entwickelt, als auch an der gelungenen Dramaturgie ihrer Reportagen. Sie wurde bereits mit dem Axel Springer Preis und dem Georg Schreiber Preis ausgezeichnet und mehrfach für den Deutschen Reporterpreis nominiert.

 

Wir wollen mit Lena Niethammer am Beispiel zweier ihrer Texte über ihre Arbeit sprechen. "Sieht mich jemand?" ist das Porträt eines 45-Jährigen, der per Kleinanzeige unter dem Titel „Gottverdammte Einsamkeit“ nach einem einzigen Menschen suchte, der mit ihm in den Zoo ging. Mehr sei hier nicht verraten. Lesen Sie lieber selbst:  

http://www.reporter-forum.de/fileadmin/pdf/Reporterpreis_2017/niethammer_sieht.pdf
Die Reportage "Täter und Opfer" handelt von sexuellem Missbrauch in einer Familie, dem Zerbrechen der Familie und dem Versuch zu verzeihen. Lena Niethammer hat dazu Antworten aus ihren langen Einzelinterviews mit der Tochter, dem Vater und der Mutter zu einem Gespräch komponiert, das die drei miteinander nie geführt hatten.

http://www.reporter-forum.de/fileadmin/pdf/Reporterpreis_2017/niethammer_opfer.pdf

Hier finden Sie weitere Reportagen von Lena Niethammer: https://cargocollective.com/LenaNiethammer

 

(07.05.2019, Jonas Feike)


"Digital Media Methods" - Crash-Kurs-Reihe

„Digital Media Methods“ – Crash-Kurs-Reihe für EinsteigerInnen

Plakat Digital Methods Stegbauer15. Mai 2019, 16-20 Uhr: Angewandte Soziale Netzwerkanalyse mit UCINET und Netdraw

Prof. Dr. Christian Stegbauer (Frankfurt) gibt eine praktische Einführung in die Analyse sozialer Netzwerke. Sowohl das Netzwerkanalyse-Programm UCINET als auch die Software zur Visualisierung von Netzwerkdaten Netdraw werden in ihren Grundzügen erläutert und im Rahmen des Kurses ausprobiert.

 

Plakat Digital Methods Nuernberg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






05. Juni 2019, 16-20 Uhr: Social Media Analyse mit NodeXL und Gephi

Prof. Dr. Christian Nuernbergk (Trier) bietet einen praktischen Einstieg in die Analyse von Social-Media-Daten. Am Beispiel von Twitter-Analysen werden sowohl das Programm NodeXL als auch die Visualisierungssoftware Gephi in ihren Grundzügen erläutert und im Rahmen des Kurses ausprobiert.

 

 

 

 

 

Verbindliche Anmeldung per Mail (max. 18 Teilnehmer/innen, keine Teilnahmegebühren): Maren.Juengling@sowi.uni-giessen.de

Organisation der Reihe: Prof. Dr. Nicole Zillien (Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Mediensoziologie)/  Prof. Dr. Elmar Schlüter (Professur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Methoden der international vergleichenden Sozialforschung)

 

(07.05.2019, Jonas Feike)


Vortragsreihe des Forschungsverbund Educational Linguistics

Vortragsreihe des Forschungsverbundes Educational Linguistics

Im Rahmen des Forschungsverbundes Educational Linguistics finden im Sommersemester 2019 drei Vorträge statt. Als Vortragende werden Prof. Dr. Camilla Badstübner-Kizik (Poznań), Prof. Dr. Gabriele Budach  (Luxemburg) sowie Prof. Dr. Jürgen Kurtz (Gießen) erwartet. Die Vorträge finden dienstags, um 18:15 im Seminargebäude Philosophikum, Raum 202 (Alter Steinbacher Weg 44) statt.

Am 07. Mai 2019 hält Prof. Dr. Camilla Badstübner-Kizik ihren Vortrag zum Thema "Linguistic Landscape – mediale didaktische Ressource vor Ort?"

Der Vortrag von Prof. Dr. Gabriele Budach zum Thema "Moving objects: Digitale Inszenierung als Methode des sprach- und kulturübergreifenden Lernens." findet am 28. Mai statt. 

Am 18. Juni spricht Prof. Dr. Jürgen Kurtz zum Thema "Fremdsprachenlernen im digitalen Wandel: Augmentierte Bildungsmedien als adaptive Assistenzsysteme."

Alle Interessenten sind herzlich willkommen.

 

 

(30.04.2019, Rahel Schmitz)

Vortrag: "Digital Humanities at Nottingham University and beyond"

Vortrag: "Digital Humanities at Nottingham University and beyond"

Prof. Dr. Katharina Lorenz, neues Mitglied in der Sektion Kunst und Medien, organisiert den Vortrag "Digital Humanities at Nottingham University and beyond. Uses in Research, teaching, and consultancy". In ihm werden Dr. Erin Snyder und Dr. Ben Bedwell von Entwicklungen im Bereich der Digitalen Geisteswissenschaften an ihrer Heimatuniversität berichten. 

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, den 16. Mai um 18 Uhr in Phil 1, Raum C27. Er wird im Rahmen des Arbeitskreises Digitale Geistes- und Sozialwissenschaften gehalten und durch das Living Lab für digitale Kulturpraktiken unterstützt.

 







(29.04.2019, Jonas Feike)

Filmfest "Giessener First Steps" mit Kurzfilmen von Studierenden

Filmfest "Giessener First Steps" mit Kurzfilmen von Studierenden

Im vergangenen Wintersemester verband das Seminar Media Analysis through Media Creation Theorie mit Praxis: Unter der Leitung von Prof. Greta Olson und mit der Unterstützung der deutschen Schauspielerin und Filmemacherin Lisa Friederich konnten die TeilnehmerInnen der Veranstaltung eigene Kurzfilme drehen.

Unter dem Titel Giessener First Steps – Filmfest featuring Short Films by Students in the Media Analysis Seminar werden diese Filme nun gezeigt. Die Vorführung findet am Freitag, den 03. Mai, von 15.00-18.00 Uhr im Vorlesungssaal A 1, Philosophikum I statt.

Auch in diesem Semester erhalten Studierende erneut die Möglichkeit, in dem Seminar Media Literacy through Media Creation eigene Kurzfilme zu kreieren. Im Rahmen des Co-Teaching-Projekts wird die Veranstaltung erneut von Prof. Olson und Lisa Friederich durchgeführt.

 

(16.04.2019, Rahel Schmitz)

Workshop zum Thema "Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation"

Workshop Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation

Workshop zum Thema "Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation"


Nach zwei Veranstaltungen im Rahmen der LBM-Workshopreihe Wissens- und Bildungsmedien (Zeitschriften als Wissens- und Bildungsmedienund Lehrbücher als Wissens- und Bildungsmedien) wird es diesmal um Kunstkommunikation gehen. Der Workshop mit dem Titel Sprachlich-kommunikative Praktiken im Umfeld von Kunstinstitutionen. Multimodale und -mediale Perspektiven auf öffentliche Kommunikation, organisiert von Tanja Škerlavaj (JLU Gießen) und Paul Reszke (Uni Kassel), findet am 12. April 2019 von 11.00 bis 17.00 Uhr im Seminargebäude 2 im Alten Steinbacher Weg 44, Raum 103 statt.

Der Workshop wird eröffnet von Tanja Škerlavaj (JLU) mit einem Vortrag über Funktionen und die multimodale Machart von Texten und Kommunikationsangeboten in der Außenkommunikation von Theatern. Anschließend gehen Maximilian Krug (Universität Duisburg Essen)und Anna Wessel (MLU Halle-Wittenberg)in ihrem Vortrag Praktiken des Wiederholens in Theaterproben der Frage nach, wiewannwas und mit welcher kommunikativen Funktion Teilnehmende in Theaterproben wiederholen.

Der zweite Teil des Workshops wird von Stephan Habscheid (Universität Siegen) eingeleitet – er spricht zum Thema Konversation in Pausengesprächen im TheaterChristine Hrncal (Universität Siegen) erweitert die Perspektive um Bewertungsinteraktionen in Pausengesprächen im Theater. Mit einem ähnlichen Thema, allerdings nicht im Bereich der prozessual-performativen, sondern der bildenden Kunst, setzt sich Sandra Winiger in ihrem Vortrag Konfigurationen der Bezugnahme auf Installationskunstauseinander. 

In der dritten und letzten Session des Workshops geht es um die documentaAndreas Gardt (Universität Kassel) referiert zu dem Kasseler documenta Institut in der Gründung und Paul Reszke (Universität Kassel) schließt den Workshop mit dem Vortrag 5 Jahre Sprachmaterial, 100 Tage Ausstellung, 1 Million Gäste – Inwieweit ist eine documenta linguistisch erforschbar? 

Das Booklet of Abstracts mit dem vollständigen Programm steht hier zum Download bereit.  

(04.04.2019 Laura Schilling)

Vorführung Dokumentarfilm "Linie 41" mit anschließender Diskussion

Vorführung Dokumentarfilm "Linie 41" mit anschließender Diskussion

Plakat Linie 41

Linie 41 ist eine Dokumentation, die die Geschichte und Psychologie im komplexen Dreieck von Tätern, Opfern und Zuschauenden ("bystanders") der Schoah beleuchtet.

 

Im Film wird ein Überlebender des Ghettos Litzmannstadt bei der Rückkehr in das heutige Łódź begleitet. Natan Grossmann hat über viele Jahre vermieden, sich mit der Geschichte seines Bruders Ber auseinanderzusetzen, der im Jahr 1942 verschwand. Nach 70 Jahren begibt er sich schließlich auf die Suche nach ihm und stößt dabei auch auf Spuren seiner Eltern, die im Ghetto umkamen. Natans Suche kreuzt sich auch mit der Geschichte von Jens Jürgen Ventzki, dem Sohn des ehemaligen Nazi-Oberbürgermeisters von Litzmannstadt, der einem dunklen Familiengeheimnis nachgeht. 

Die Filmemacherin Tanja Cummings kommt am 28. Mai 2019 zusammen mit Jens Jürgen Ventzki nach Gießen, um ihren Dokumentarfilm zur Diskussion zu stellen. Beginn der Vorführung ist um 19 Uhr im Kinocenter Gießen. Im Anschluss an den Film folgt eine Gesprächsrunde mit der Produzentin Tanja Cummings und Jens Jürgen Ventzki.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Kooperation der Fachjournalistik Geschichte, der ZMI-Sektion Medien und Geschichte, Zeitgeschichte, Osteuropäische Geschichte und Abeitsstelle Holocaustliteratur.

 

(07.05.2019, Jonas Feike)

Podiumsveranstaltung mit öffentlicher Debatte: "Europa vor der Wahl"

Plakat EU-Wahl korrigiert

Podiumsveranstaltung mit öffentlicher Debatte: "Europa vor der Wahl"

Mit der Wahl des Europäischen Parlaments am 26. Mai steht die EU und damit auch Europa vor einem Scheideweg. In der aktuellen Legislaturperiode des Europäischen Parlaments wurde der europäische Integrationsprozess durch zahlreiche Krisen geprägt. Neben jenen durch die Finanz- und Schuldenkrise ausgelösten ökonomischen und sozialen Erschütterungen, die die EU bis heute begleiten, sind dabei vor allem die so genannte Flüchtlingskrise, der Brexit und das Erstarken des Nationalismus sowie eine damit verbundene Infragestellung zentraler europäischer Werte in einzelnen Mitgliedstaaten zu nennen. Die Wahl zum Europäischen Parlament ist somit grundsätzlich als Bekenntnis für oder gegen Europa und im Besonderen als Votum für die künftige Ausgestaltung der EU zu verstehen.

Vor dem Hintergrund der besonderen Relevanz dieser Wahl, aktuellen Tendenzen der Desintegration innerhalb der EU und eines in Teilen durch Fake-News gestützten anti-europäischen Populismus bestehen große Informations-, aber mitunter auch Diskussionsbedarfe im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament.  Die Podiumsveranstaltung „Europa vor der Wahl“, die am 13. Mai 2019 in der Aula des Universitätshauptgebäudes (Ludwigstr. 23, 35390 Gießen) stattfand, richtete sich daher an die interessierte Öffentlichkeit und lud zur Debatte ein. Der Eintritt war frei.

Als ReferentInnen nahmen Tanja Binder, M.A. (Berlin), Steffen Fritzsche, M.A. (Pulse of Europe, Frankfurt a. M.), Julia Klein, M.A. (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Prof. Dr. Claus Leggewie (JLU Gießen) an der Podiumsdiskussion teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Verena Schäfer-Nerlich (JLU Gießen).

Die Podiumsveranstaltung war Teil der Veranstaltungsreihe Kontroversen des Instituts für Politikwissenschaft der JLU Gießen. Kooperationspartner sind das Regierungspräsidium Gießen und die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF, Landesverband Hessen e. V.). Die Hessische Staatskanzlei fördert die Veranstaltung im Rahmen der „Europawoche 2019“. Mehr Informationen finden sich hier.

 

Die Ankündigung der Veranstaltung im Gießener Anzeiger findet sich hier. Auf unserem YouTube-Kanal ist ein Videomitschnitt der Veranstaltung verfügbar:

 

(02.04.2019, Rahel Schmitz)