Lehre

Unser Ziel in der Lehre ist es, vier Hauptbereiche der
Sprachwissenschaft kontinuierlich abzudecken:
- Kernbereiche der Sprachwissenschaft (z.B. Grammatik, Semantik,
Kommunikationsanalyse, Sprachgebrauch und Sprachvariation,
Textanalyse);
- Anwendungsorientierte und berufsbezogene Themen (z.B.
Informationsvermittlung, Textverständlichkeit, Medienanalyse,
Hypertextproduktion);
- Sprachgeschichtliche Themen (z.B. einzelne Sprachstadien,
Textsorten, Probleme der sprachgeschichtlichen Entwicklung).
- Computerlinguistik (dieses Magisternebenfach vermittelt
vornehmlich anwendungsbezogene Texttechnologie,
Hypertext-Applikationen, formale Grundlagen, Programmierkenntnisse
etc.)
Grundgedanke unserer Konzeption für die Lehre ist es, den
Studierenden durch eine unterschiedliche Gewichtung von
Lehrveranstaltungen aus diesem Angebot jeweils unterschiedliche
Schwerpunktbildungen und "Abschluss-Typen" zu ermöglichen:
- Der bzw. die allround-Germanist/in beherrscht wichtige
Kerngebiete der Sprachwissenschaft einschließlich der
Sprachgeschichte, ist aber auch mit grundlegenden praktischen
Aspekten der Sprach- und Textanalyse, der Textproduktion und der
Textoptimierung vertraut. Dieses Profil erscheint uns besonders
wünschenswert für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer.
- Der bzw. die Medien- und Text-Spezialist/in hat eine solide
linguistische Basis und vertiefte Kenntnisse und Erfahrungen vor
allem im Bereich der Analyse, texttechnologisch gestützten
Produktion und Optimierung von (Gebrauchs-)Texten.
- Der bzw. die linguistische Spezialist/in hat früh im
Studium bemerkt, dass ein bestimmter Ausschnitt der
Sprachwissenschaft oder eine bestimmte Form der Anwendung besonders
attraktiv ist und auch weiterführende Perspektiven eröffnet (z.B.
Textsortengeschichte, Textoptimierung, Wörterbucharbeit,
sprachhistorische Forschung, Computerlinguistik). Hier versuchen
wir, zum einen ein hinreichend breites Fundament zu sichern, zum
andern aber auch, weiterführende Angebote für spezielle Interessen
zu ermöglichen.
Für das Grundstudium haben wir gemeinsame Inhaltsvorgaben für
Basisseminare zu Kernbereichen der Sprachwissenschaft erarbeitet. Sie
sollen einerseits einen kontinuierlichen Lehraufbau erleichtern, sie
sollen zum anderen sicherstellen, dass gewisse "Basics" im
Laufe des Grundstudiums erworben werden. Die Studierenden wissen dadurch
genauer, was sie eigentlich lernen sollen, die Lehrenden können etwas
zuversichtlicher planen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten in einem
bestimmten Studienabschnitt vorausgesetzt werden können.
|
Forschung & Projekte

Die Mitglieder unseres Arbeitsbereichs sind -- neben ihren Lehr- und
Verwaltungsaufgaben -- mit zahlreichen Forschungsaktivitäten und
Forschungsprojekten befasst: sie reichen von der Publikation einzelner
Arbeiten bis hin zu langfristigen Drittmittel- und
Transferprojekten.
Einige Hauptbereiche der Forschung von Mitgliedern des Arbeitsbereichs sind
z.B.:
- Kommunikationsanalyse, Dialoganalyse
- Computerlinguistische Anwendungen
- Medienanalyse (Zur Struktur von Zeitungskommentaren;
Verständlichkeit der Fernsehberichterstattung),
- Text- und Hypertexttechnologie
- Namenkunde (Hessische Flurnamenforschung),
- Historische Pragmatik (Textsortengeschichte, Struktur und
Geschichte von Kontroversen),
- Historische Semantik (Prinzipien der historischen Semantik,
Modalverben)
- Lexikologie und Wortschatzgeschichte (Organisationsprinzipien von
Wortschätzen, Geschichte des medizinischen Wortschatzes, Deutscher
Wortschatz um 1600)
- Rezeption mittelalterlicher Literatur (z.B. Mediaevalismus im 19.
Jahrhundert)
Darstellungen oder Hinweise zu einzelnen Projekten bieten unter
anderem der Forschungsbericht der Universität Gießen
und die Hinweise
und Bibliographien auf den persönlichen Seiten der Mitglieder unseres Arbeitsbereichs.
|