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Fachbereich 05 Sprache, Literatur, Kultur |
Germanistik |
Kommentiertes
Vorlesungsverzeichnis
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Allgemeine Studienberatung |
Prof. Dr. Erwin Leibfried (B 138, Tel.99-29073) | |||||||||
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Studienberatung für ausländische Studierende |
Sascha Feuchert, M.A. (B 155, Tel.99-29093) | |||||||||
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Magisterstudiengänge |
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Magister Deutsche Philologie (Haupt- und Nebenfach) |
Prof. Dr. Gerhard Kurz (B 130, Tel. 99-29070), Dr. Guido Naschert, (B 133, Tel. 99-29072), Dr. Udo Roth (B 133, Tel. 99-29072) |
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Magister Komparatistik (Haupt- und Nebenfach) |
Stephanie Waldow, M.A. (B 137, Tel. 99-31083) | |||||||||
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Magister Nebenfach Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik |
Prof. Lobin (D 407, Tel. 99-29050), Georg Rehm, M.A. (D 409, Tel. 99-29052) |
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Magister Studienelement Deutsche Philologie |
Prof. Dr. Gerhard Kurz (B 130, Tel. 99-29070), Christiane Holm, M.A. (B 156, Tel. 99-29077) |
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Magister Studienelement Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft |
Stephanie Waldow, M.A. (B 137, Tel. 99-31083) | |||||||||
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Magister Studienelement Text- und Mediengermanistik |
Prof. Dr. Wolfgang Gast (B 209, Tel. 99-29115) | |||||||||
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Lehramtsstudiengänge |
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L 1 |
Prof. Dr. Wolfhard Kluge (B 212, Tel. 99-29100) | |||||||||
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L 2 |
Prof. Dr. Wolfgang Gast (B 209, Tel. 99-29115) | |||||||||
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L 3 |
Prof. Dr. Hans Ramge (B 107, Tel. 99-29040) | |||||||||
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L 5 |
Prof. Dr. Carsten Gansel (B 208, Tel. 99-29145) | |||||||||
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Diplomstudiengänge |
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Diplomstudiengang Deutsch als Fremdsprache |
Prof. Dr. Dietmar Rösler (B 205, Tel. 99-29125) | |||||||||
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Aufbaustudiengang Deutsch als Fremdsprache |
Prof. Dr. Dietmar Rösler (B 205, Tel. 99-29125) | |||||||||
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Diplomstudiengang Drama, Theater, Medien |
Prof. Dr. Erwin Leibfried (B 138, Tel. 99-29073) Christiane Holm, M.A. (B 156, Tel. 99-29077) |
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Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft |
Prof. Dr. Gerhard Kurz (B 130, Tel. 99-29070), Christiane Holm, M.A. (B 156, Tel. 99-29077) |
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Zwischenprüfung |
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Zwischenprüfung |
Dr. Joachim Jacob (B 129, Tel. 99-29076) | |||||||||
Veranstaltungen des Fachgebiets GermanistikZu den Einführungsveranstaltungen ins Studiengebiet „Germanistik“1. Die Studiengänge für die Lehrämter L1–Verbundfach, L2, L5Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei Veranstaltungen (insgesamt 6 SWS): 1. Einer fachdidaktischen Grundlagenvorlesung. 2. Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet Sprache. 3. Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet Literatur/Medien. Im Wintersemester 2001/02 ist das Einführungsseminar in das Studiengebiet Sprache zu belegen. Jeweils drei dieser Seminare werden vom Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und vom Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur angeboten. Im Sommersemester 2002 ist das Einführungsseminar in das Studiengebiet Literatur zu belegen. Jeweils drei dieser Seminare werden vom Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und vom Institut für neuere deutsche Literatur angeboten. Die fachdidaktische Grundlagenvorlesung bietet das Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowohl im WS als auch im SS an. Die Verteilung auf die Einführungsseminare in das Studiengebiet Sprache findet statt am Dienstag, den 09.04.2002, um 14.15 Uhr im Hörsaal A 4. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche an den 'Schwarzen Brettern' der Institute aus. 2. Der Studiengang für das Lehramt L3Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei einführenden Veranstaltungen und einem Grundlagenseminar (Proseminar). Dies ergibt insgesamt 8 SWS:
Im Wintersemester 01/02 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar Deutsche Literaturwissenschaft zu belegen. Diese Veranstaltungen werden vom Institut für neuere deutsche Literatur im WS angeboten. Im Sommersemester 2002 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar Deutsche Sprachwissenschaft zu belegen. Diese Veranstaltungen werden im SS vom Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur angeboten. Die Verteilung auf die im Sommersemester 2002 angebotenen Einführungsseminare (Sprachwissenschaft) findet statt am Dienstag, den 09.04. um 14.15 Uhr in Hörsaal A 4. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche am schwarzen Brett des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur aus. 3. Die Magisterstudiengänge ‚Deutsche Philologie‘, Haupt- und Nebenfach1. Hauptfach/Nebenfach ‚Deutsche Sprachwissenschaft‘ und/oder ‚Deutsche Literaturwissenschaft: Die Einführungsphase für diese Fächer/Fächerkombination entspricht der Einführungsphase des L3-Studiengangs. 2. Hauptfach/Nebenfach ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘: Studienanfänger, die das Fach ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘ gewählt haben, belegen das Grundlagenseminar und die Grundlagenvorlesung am Institut für Didaktik. Das Einführungsseminar und die entsprechende Grundlagenvorlesung belegen sie in der germanistischen Fachwissenschaft, die sie zusätzlich gewählt haben. Die Einführungsseminare und die Grundlagenvorlesung Deutsche Literaturwissenschaft werden jeweils im Wintersemester angeboten, die entsprechenden Veranstaltungen Deutsche Sprachwissenschaft jeweils im Sommersemester. Die Verteilung auf die Seminare findet statt am Dienstag, den 09.04.2002 um 14.15 Uhr in Hörsaal A 4. 4. Das Magister-Studienelement Deutsche PhilologieDie Studierenden des Studienelementes Deutsche Philologie besuchen je ein Einführungsseminar in der Literatur- und Sprachwissenschaft. Es wird empfohlen, zugleich auch die entsprechenden Grundlagenvorlesungen zu besuchen. Die Verteilung auf die Seminare findet statt am Dienstag, den 09.04.2002 um 14.15 Uhr in Hörsaal A 4. 5. Der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft: Nebenfach Deutsche PhilologieDie Studierenden des o.g. Nebenfaches belegen zwei Einführungsseminare und eine Grundlagenvorlesung. Diese drei einführenden Veranstaltungen müssen die Studiengebiete ‚Deutsche Literaturwissenschaft‘, Deutsche Sprachwissenschaft‘ und ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘ abdecken. Einführung in die Sprachwissenschaft (Gemeinsame Ankündigung)Im Einführungsseminar werden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die für das Studium der Sprachwissenschaft grundlegend sind. Dazu gehören u.a. die Fähigkeiten, wissenschaftliche Texte zu lesen und zusammenzufassen, Protokolle zu schreiben und Kurzreferate zu präsentieren. Gleichzeitig sollen am Beispiel von besonders wichtigen Arbeitsbereichen (z.B. Grammatik, Dialog- und Textanalyse) sprachwissenschaftliche Analysemethoden vorgeführt und geübt werden, als Einführung in das sprachwissenschaftliche Denken. Für mehrere Themenbereiche gibt es eine direkte Verbindung zur Vorlesung, die zusätzlich theoretische Hintergründe und Zusammenhänge zu den Analyseaufgaben im Seminar bietet. Prof. Dr. Gerd Fritz Einführungsseminar L3, MA Di 10–12, B 106 Beginn: 16.04.2002
Zoran Ivkovic, M.A. Einführungsseminar L3, MA Di 12–14, B 31 Beginn: 16.04.2002
Dr. Martin Wachtel Einführungsseminar L3, MA Di 8–10, B 106 Beginn: 16.04.2002
Dr. Martin Wachtel Einführungsseminar L3, MA Di 10–12, B 24 Beginn: 16.04.2002 Einführung in die Literaturwissenschaft (Gemeinsame Ankündigung)Ziel des Einführungskurses ist die Vermittlung einer möglichst breiten germanistischen Grundqualifikation. Anhand einer Auswahl überschaubarer Themen wird in die Praxis literaturwissenschaftlichen Arbeitens eingeführt. Dazu gehören zunächst grundlegende Fertigkeiten wie Bücherkunde, Bibliographieren, Quellenerschließung, schriftliche Form wissenschaftlicher Arbeiten etc. Darüber hinaus werden folgende Bereiche behandelt: Beschreiben und Verstehen literarischer Texte; literarische Gattungen; Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, die eigenen Erwartungen und Interessen an ein Germanistikstudium zu reflektieren. Die Einführung wird mit einer Klausur abgeschlossen. Prof. Dr. Gerhard Kurz Einführungsseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 128 Beginn: 16.04.2002
Dr. Günter Butzer, Dr. Joachim Jacob Einführungsseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 33 Beginn: 16.04.2002
Dr. des. Udo Roth Einführungsseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 31 Beginn: 16.04.2002 Einführung in das Studiengebiet Literaturwissenschaft / Literaturdidaktik (Gemeinsame Ankündigung)In diesem Seminar soll in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und Fragestellungen der Literaturdidaktik eingeführt werden. Die Analyse von lyrischen, epischen und dramatischen Texten sowie methodische Möglichkeiten im Umgang mit Texten stehen im Zentrum des Seminars. Prof. Dr. Swantje Ehlers Einführungsseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Di 10-12, Beginn: 9.4.02
Prof. Dr. Carsten Gansel Einführungsseminar L1, L2, L5 Mi, 10-12, n.b. Beginn: 10.04.02
Prof. Dr. Wolfgang Gast Einführung in die Literatur- und Medienwissenschaft/Didaktik Vorlesung L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Di, 10-12, B 210 Beginn: 09.04.02 Im Zentrum dieser Einführung stehen Fragestellungen, Arbeitsbereiche, Begriffe und Methoden der Literatur- und Medienwissenschaft und ihrer Didaktik. Erste Schritte zum angemessenen Umgang mit Medientexten sollen an informierenden, unterhaltenden und bildenden Mediengenres kennengelernt und erprobt werden. Zur Einführungsveranstaltung ist ein Reader erstellt worden, den Sie in den Sekretariaten (Fr. Braun, Zi. 206, N.N., Zi. 207) erhalten.
Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche LiteraturDeutsche SpracheVorlesungenProf. Dr. Gerd Fritz Einführung in die Sprachwissenschaft Einführungsvorlesung L3, MA Di 14–16, A 4 Beginn: 09.04.2002 Einführungsvorlesung und Einführungsseminare ergänzen sich gegenseitig. Die Einführungsseminare bieten Gelegenheit zu praktischen Übungen, Fragen und Diskussionen, die Vorlesung bietet vor allem Überblick. Die Vorlesung informiert Sie zunächst über Ziele und Aufbau des Studiums der Sprachwissenschaft. Sie gibt dann einen ersten Überblick über das Fach, seine Aufteilung in Arbeitsbereiche und seine Anwendungsfelder. Sie erläutert, was sprachwissenschaftliche Theorien leisten und wozu man sie braucht. Im weiteren Verlauf der Vorlesung werden dann ausgewählte Arbeitsbereiche (z.B. Grammatik, Bedeutungstheorie, Dialoganalyse) und Problemfelder (z.B. die Frage der Textverständlichkeit, das Problem der Mehrdeutigkeit von Wörtern oder die Frage, wie Kinder die Sprache lernen) anhand von einfachen Beispielen behandelt. Als Leistungsnachweis für die Vorlesung gilt regelmäßige Anwesenheit und erfolgreiche Teilnahme an der Klausur.
Prof. Dr. Hans Ramge Deutsche Sprache in Zeit und Raum II: vom 17.Jh. bis zur Gegenwart Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,HaF,GH Mi 10–12, A 4 Beginn: 10.04.2002 Die Vorlesung stellt die neuzeitliche Entwicklung der deutschen Sprache zu einem hoch differenzierten Raum sprachlicher Varietäten dar: Der Herausbildung einer "neuhochdeutschen Schriftsprache" folgt ein lang währender Prozess fortschreitender Normierung und Standardisierung (bis hin zur aktuellen Rechtschreibreform) auf allen sprachlichen und textuellen Ebenen. Darin wird ausgehandelt, was von wem wie unter welchen Bedingungen gesagt (oder geschrieben) werden kann. Neben den sozial und kommunikativ begründeten Differenzierungen auf der Skala zwischen Standardsprache und Dialekten sind es vor allem ästhetisch-kulturelle (Literatursprachen) und gesellschaftliche Differenzierungen (Fachsprachen), die zu neuen Sprachformen und Sprachgebräuchen führen. Schwerpunktmäßig werden dabei die Massenmedien, die Institutionen und die öffentlich-politischen Handlungsfelder in ihrer Funktion für die Differenzierung des Sprachgebrauchs im 19. und 20. Jh. betrachtet. Die Vorlesung setzt das im Wintersemester begonnene Thema fort. Der Besuch der Wintersemester-Vorlesung ist aber für die Teilnahme an der jetzigen Vorlesung keine Voraussetzung. GrundstudiumJan Lüsing, M.A. Grundlagen der deutschen Grammatik Proseminar (Basisseminar) L1,L2,L3,L5,MA,DaF Do 10–12, B 33 Beginn: 11.04.2002 Kann ein Subjekt auch ein Substantiv sein? Was ist der Unterschied zwischen Prädikat und Verb? Was ist ein Adverbial und was ein Adverb? Wer diese Fragen nicht auf Anhieb beantworten kann, aber für seine Zukunft glaubt, in irgendeiner Form grammatische Kompetenz zu benötigen, der sollte dieses Seminar besuchen. Wie mache ich eine Konstituentenanalyse? Welches sind die wichtigsten Phrasentypen? Was bezeichnet man als die Valenz eines Lexems? Was sind die Grundgedanken der Dependenzgrammatik, der generativen Grammatik und der kategorialen Grammatik? Wer diese Fragen nicht auf Anhieb beantworten kann, aber später von sich behaupten will, er verstünde etwas von Syntax, der sollte ebenfalls dieses Seminar besuchen. Wer aber all diese Fragen auf Anhieb beantworten kann und Spaß an Grammatik hat, der muß dieses Seminar besuchen und Fragen stellen, die der Seminarleiter nicht auf Anhieb beantworten kann. Leistungsnachweis: Nach den jeweiligen thematischen Blöcken werden Übungsaufgaben ausgegeben. Literatur: Wöllstein-Leisten, A. u.a.: Deutsche Satzstruktur. Grundlagen der syntaktischen Analyse. Tübingen 1997.
Dr. Martin Wachtel Sprachwissenschaftliche Grundlagen für die Lehramtsstudiengänge Proseminar L1,L2,L3,L5 Mo 14–16, C 29 Beginn: 08.04.2002 Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende der Lehramtsstudiengänge. Ziel des Seminars ist es, zentrale sprachwissenschaftliche Grundlagen des Deutschunterrichts zu vermitteln. Folgende Themen werden behandelt: – Morphologie, Wort, Wortart, Wortbildung. – Satzanalyse, grammatische Kategorien, syntaktische Funktionen. – Textanalyse, Textproduktion und Lektüre von Texten. – Gesprächsanalyse und Kommunikationstraining. – Orthographie.
Prof. Dr. Henning Lobin Syntax und Morphologie Proseminar MA Di 14–16, B 26 Beginn: 09.04.2002 In diesem Seminar sollen einige neuere Syntaxtheorien behandelt werden. Die neuere Syntaxforschung zeichnet sich dadurch aus, dass eine Integration von Aspekten der Semantik auf der einen Seite und der Morphologie auf der anderen Seite angestrebt wird. Dazu werden Repräsentationsverfahren benötigt, die die komplexen Beziehungen zwischen diesen linguistischen Beschreibungsebenen auszudrücken erlauben. Als ein Instrument, die Integration praktisch zu vollziehen, hat sich seit geraumer Zeit die Technik der Unifikation durchgesetzt, die inzwischen einige Grammatiktheorien so stark durchzogen hat, dass man auch von Unifikationsgrammatiken spricht. Das Seminar wird sich vor allem mit der Lexical Functional Grammar ausführlich beschäftigen. Der Schwerpunkt im Seminar liegt auf der praktischen Arbeit mit diesem Grammatikformalismus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars sollten die Bereitschaft mitbringen, in Projektgruppen am Computer mit Hilfe einer speziellen Entwicklungsumgebung Grammatiken selbst zu entwickeln und auszutesten. Zu Beginn des Semester wird ein Reader mit relevanten Texten zur Verfügung gestellt.
Dr. Roland Mulch Dialekt und regionale Sprachkultur im Westmitteldeutschen Proseminar L1,L2,L3,L5 Do 14–16, Phil. II, E 07 Beginn: 11.04.2002 In dieser Einführung sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Einsichten in Probleme und Methoden der deutschen Mundartforschung gewinnen. Neben den dialektgeographischen Ansätzen europäischer Dialektologie in den letzten einhundert Jahren, die vor allem auf die raumbezogene Untersuchung dialektaler Sprachstrukturen abzielten, soll auf die Stellung und Verwendung des Dialekts im gesellschaftlichen Kontext hingewiesen werden. Es soll versucht werden, die gesellschaftlichen und situativen Bedingungen und Funktionen der Verwendung dialektaler Sprachvarietäten im deutschsprachigen Raum anhand ausgewählter Beispiele zu erläutern. Die Vergabe der Themen erfolgt in der ersten Seminarsitzung.
Prof. Dr. Hans Ramge Geschichte des Wahlplakats Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Do 10–12, B 106 Beginn: 11.4.2002 Von den „Maueranschlägen“ in der Mitte des 19.Jh.s bis zur Plakatwerbung etwa zur bevorstehenden Bundestagswahl ist es ein weiter Weg, in dem sich die heutigen Darstellungsformen allmählich herausgebildet haben. Diese Entwicklung soll im Seminar in den Grundzügen nachvollzogen werden. Dazu werden die wichtigsten linguistischen Analyseverfahren vermittelt, wobei das Verhältnis Sprache/Text - Bild - mediale Funktion im Mittelpunkt steht. Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des Seminars liegt in der Analyse von Wahlplakaten der Weimarer Republik, ein zweiter in der bundesrepublikanischen Entwicklung von 1948 bis heute.
Dr. Jörg Riecke Grundzüge der deutschen Sprachgeschichte Proseminar (Basisseminar) L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 16–18, B 31 Beginn:09.04.2002 In diesem Proseminar geht es um die Entwicklung der deutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ausgehend von sprachlichen Veränderungen der jüngsten und jüngeren Vergangenheit werden wir uns bis an die Quellen der deutschen Sprache zurückbewegen. Wir fragen dann nach den Anfängen der deutschen Sprache im frühen Mittelalter und wie sich aus diesen Anfängen die Norm der neuhochdeutschen Schriftsprache gebildet und im 19. Jahrhundert schließlich auch durchgesetzt hat. Zur ersten Orientierung empfehle ich: Christopher J. Wells: Deutsch. Eine Sprachgeschichte bis 1945. Tübingen 1990. – Gerhard Bauer – Herbert Schmidt, Einführung in die diachrone Sprachwissenschaft. Göppingen 2001.
Dr. Britt-Marie Schuster Linguistische Kommunikationsanalyse Proseminar (Basisseminar) L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 10–12, B 106 Beginn: 08.04.2002 In diesem Seminar soll erlernt werden, Texte und Gespräche zu beschreiben und zu analysieren. Kommunikationsanalytische Fähigkeiten gehören zu den Kernkompetenzen im Studium und in späteren Berufsfeldern (Schule, Journalismus, PR u.ä). Ziele dieses Seminars sind im Einzelnen: a) die Vermittlung eines kommunikationsanalytischen Vokabulars, mit dem die sprachlichen Organisationsformen von Texten und Gesprächen linguistisch beschrieben werden kann, b) die Vermittlung von Kriterien, mit denen v. a. die Qualität von Texten differenziert beurteilbar ist und daran anschließend c) das Erlernen von Optimierungsstrategien für die eigene Textproduktion.
Klaus-Peter Ulbrich, M.A. Textsorten Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 14–16, B 106 Beginn: 09.04.2002 Die sprachliche Größe „Text“ erscheint im kommunikativen Zusammenhang stets als Exemplar einer bestimmten Textsorte und zeichnet sich daher durch spezifische Merkmale aus, die sie von Exemplaren anderer Textsorten unterscheiden. Das Wissen um die Strukturen und Funktionen von Textsorten bestimmt sowohl die Textrezeption als auch die Textproduktion in entscheidendem Maße. In diesem Seminar werden verschiedene Ansätze zur Textsortentheorie besprochen und die typischen Merkmale relevanter Textsorten anhand von Beispielen erläutert. Ferner sollen textsortenspezifische Rahmenbedingungen sowohl für Rezeptions- wie auch für Produktionsprozesse erörtert werden. Das hierbei erworbene Wissen soll schließlich beim Produzieren eigener kleiner Texte angewendet werden. HauptstudiumProf. Dr. Gerd Fritz Bedeutungswandel Hauptseminar L3,MA,Prom. Mo 14–16, B 106 Beginn: 08.04.2002 Bis zum 11. September 2001 bezeichnete man im Deutschen mit dem Ausdruck Schläfer normalerweise jemanden, der mehr oder weniger ruhig schläft. Seit diesem Tag kennen wir aber auch eine neue Verwendungsweise des Wortes im Sinne von 'potenzieller Terrorist, der ohne erkennbare Aktivitäten auf den geeigneten Zeitpunkt für einen Terroranschlag wartet'. Diese Neuerung ist die Übernahme einer Verwendungsweise des englischen Wortes sleeper, das schon seit den 50er Jahren zur Kennzeichnung eines Spions oder Saboteurs verwendet wurde, der unerkannt auf einen Auftrag wartet. Nicht immer sind neue Verwendungsweisen so auffällig, viele entwickeln sich unbemerkt in kleinen Schritten. Wie dies möglich ist, wie sich verschiedene Arten von Neuerungen im Lauf der Geschichte der deutschen Sprache etabliert haben und wie sich damit die Bedeutung von Wörtern verändert hat, soll in diesem Seminar behandelt werden. Anhand von Datenmaterial aus unterschiedlichen Sprachstufen des Deutschen sollen die wichtigsten Typen und Aspekte des Bedeutungswandels untersucht werden. Literatur zur Vorbereitung: Fritz, G.: Historische Semantik. Stuttgart/Weimar 1998. (Sammlung Metzler 313) – Fritz, G.: Bedeutungswandel im Deutschen. Tübingen 1974. (Germanistische Arbeitshefte 12).
Prof. Dr. Henning Lobin Grammatische Probleme des Deutschen Hauptseminar L3,MA Mi 12–14, G 26 Beginn: 10.04.2002 Das Seminar wird sich mit einer Reihe von grammatischen Phänomenen des Deutschen befassen, deren Deutung nach wie vor kontrovers ist. Zu diesen Phänomenen gehören die Struktur des Verbalkomplexes, die Wortstellung im Aussagesatz, Koordination und Phänomene des Valenzwechsels. Das Seminar wird sich auf die maßgebliche wissenschaftliche Grammatik des Instituts für deutsche Sprache beziehen: LITERATUR: Zifonun, Gisela, Ludger Hoffmann und Bruno Strecker: Grammatik der deutschen Sprache. Berlin: de Gruyter, 1997. (3 Bde, ca. 2500 S.; wird in Auszügen als Kopie bereitgestellt). Nach der einleitenden Erarbeitung der theoretischen Grundlangen dieser Grammatik werden jeweils einzelne Phänomenbereiche durchgearbeitet. Dazu wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars die Bereitschaft erwartet, neben der Erstellung einer Hausarbeit auch ein Referat zu übernehmen, das sich auf einen bestimmten Teil der Grammatik stützt.
Prof. Dr. Hans Ramge Erzählerwerb Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 16–18, B 106 Beginn: 09.04.2002 Wenn kleine Kinder im Laufe des Spracherwerbs anfangen zu "erzählen", müssen sie vom Brabbeln bis zum "richtigen" Erzählen sehr unterschiedliche Dinge lernen und und besondere kommunikative Fähigkeiten ausbilden. Noch bis zur Einschulung ist die Erzählfähigkeit der meisten Kinder eher eingeschränkt, erfährt aber bis zum 10. Lebensjahr eine außerordentliche, auch schulisch geförderte Entwicklung. Im Seminar sollen zunächst Verfahren der linguistischen Erzählanalyse erarbeitet und im Bezug zur Ontogenese der Erzählkompetenz untersucht werden. Im Zentrum stehen dann aber die Aufnahme und Auswertung mündlicher und schriftlicher Erzählungen, die von Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern erhoben und analysiert werden sollen.
Prof. Dr. Hans Ramge Namenforschung und Sprachgeschichte Oberseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Do 8–10, B 106 Beginn: 11.04.2002 In Toponymen (Siedlungs-, Flur-, Gewässernamen u.a.) sind oft sprachliche Erscheinungen erhalten, die für den heutigen Sprachgebrauch der jeweiligen Region nicht mehr gelten, die also sprachgeschichtliche Veränderungen der verschiedensten Art spiegeln, vor allem lautliche und lexikalische. Aber auch semantische und sachreferentielle Wandlungen lassen sich vergleichend rekonstruieren, und aus den sprachlichen Zeichen kann oft auf vergangene Sachverhalte geschlossen werden. Im Oberseminar sollen solche Zusammenhänge an Einzelfällen und typologisch erarbeitet werden, wobei die hessischen Verhältnisse im Mittelpunkt stehen. Mit dem Seminar sind (nach Absprache) eine oder mehrere Exkursionen verbunden. Für die Teilnahme sind sprachhistorische Grundkenntnisse unabdingbar. Voraussetzung ist deshalb der Besuch (mindestens) einer Lehrveranstaltung (Vorlesung oder Proseminar), in der die ältere Sprachgeschichte des Deutschen behandelt wurde.
Prof. Dr. Rosemarie Rigol Spracherwerb: Datengewinnung und Analyse Hauptseminar (Blockseminar) L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mi, Do, Fr 9–13, B 26 03.04., 04.04., 05.04.2002 Fr 10–12, B 106 12.04., 19.04. 26.04.2002 In diesem vorwiegend methodischen Seminar geht es darum, die Aussagekraft von empirischen Daten zum Spracherwerb zu überprüfen. Das umschließt die Transkription von Bandaufnahmen in CHILDES+CLAN, die über verschiedene Markierungen einen ersten analytischen Zugriff auf die Daten ermöglicht. Die Transkription wird wesentlich bestimmt von den sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen zum Aufbau des Sprachvermögens bei Kindern. Block und anschließende Sitzungen haben zwei Schwerpunkte: 1. Einführung in die Transkription CLAN+CHAT und SONIC+CHAT, Analyseprogramme zur Ermittlung von Lexikonumfang und Lexikonstruktur usw. an empirischem Material. 2. Erarbeitung der Spracherwerbsstadien anhand der Literatur. Leistungsnachweis: Kommentierte Transkription einer Aufnahme. Dr. Jörg Riecke Sprache im Nationalsozialismus Hauptseminar L1,L2,L3,L5,DaF,MA,Prom.,HaF,GH Do 14–16, B 106 Beginn: 11.04.2002 In diesem Hauptseminar werden wir uns mit den verschiedenen Formen der „Sprache im Nationalsozialismus“ beschäftigen. Dazu zählen einerseits „nationalsozialistische Texte“ (Reden, Tagebücher, Parteiprogramme etc.) und alltägliche, ideologisch unspezifische Texte, denen zunächst nur gemeinsam ist, daß sie zwischen 1933 und 1945 entstanden sind. Andererseits gehören hierher aber auch die von der sprachwissenschaftlichen Forschung mit wenigen Ausnahmen (Victor Klemperer) bisher kaum beachteten Texte der Opfer des Nationalsozialismus. Hier werden wir zum größten Teil mit bisher noch unveröffentlichten Dokumenten arbeiten. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es erforderlich, daß sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Semesterbeginn nach Möglichkeit zu einer kurzen Vorbesprechung am 5.2.2002 um 12.00, Raum B 109 bei mir einfinden. Im Rahmen des Seminars besteht auch die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Exkursion. Zur vorbereitenden Lektüre ist mindestens erforderlich: Peter von Polenz, Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band 3: 19. und 20. Jahrhundert. Berlin – New York 1999, S. 523-575.
Dr. Britt-Marie Schuster Fachsprachen Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 14–16, B 31 Beginn: 08.04.2002 In dem Seminar soll den TeilnehmerInnen zunächst ein Überblick über den Stand der Fachsprachenforschung gegeben werden, v. a. hinsichtlich folgender Fragen: Wie verhält sich die Fachsprache zur Gemeinsprache bzw. was ist überhaupt eine Fachsprache? Auf welchen linguistischen Ebenen lassen sich Fachsprachen beschreiben und wie ihre Besonderheiten herausarbeiten? Wie haben sich Fachsprachen entwickelt und entwickeln sich noch? Und auch: Kann die Linguistik dazu beitragen, die Verständlichkeit einzelner Fachsprachen zu verbessern? Nach diesem Überblick soll versucht werden, einzelne Fachsprachen mit ihren spezifischen Charakteristika herauszuarbeiten, so u. a. die Fachsprache des Rechts, der Psychologie/Psychoanalyse und der Sprach- und Literaturwissenschaft. Das Seminar soll durch die Analyse fachsprachlicher Texte auch dazu dienen, Sicherheit im Gebrauch linguistischer Termini bei der Textbeschreibung zu gewinnen.
Prof. Dr. Fredrik Vahle / Klaus-Peter Ulbrich, M.A. Sprache, Rhythmus, Poesie. Reflexionen zur stimmlichen, sprachlichen und leiblichen Beweglichkeit Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 10–12, C 27 Beginn: 15.04.2002 Kinderreime, Lieder und Gedichte sind oft der erste Zugang des Menschen zur Literatur. Sie haben eine lange Geschichte, die sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. Aber sie sind nach wie vor auch von aktueller Bedeutung in der Familie und erst recht in der Schule. Angesichts des Überangebots in Massenmedien und Konsumwelt stellen gerade lebendige und persönliche Vermittlungsformen von Poesie ein wichtiges Gegengewicht dar. Dies gilt ebenso für die motorische, psychische und sprachliche Entwicklung des Kindes. Dabei gehen wir davon aus, dass der menschliche Körper und die menschliche Stimme die viel zu wenig beachteten Ausgangsmedien für Musik, Sprache und Poesie sind. Literatur: Fredrik Vahle: Bewegliche Lieder. Musik, die Beine macht. Rowohlt 2002 – Fredrik Vahle: Kinderlied. Erkundungen zu einer frühen Form von Poesie im Menschenleben. Beltz – Ingeborg Stengel/Theo Strauch: Stimme und Person. Klett-Cotta 1998.
Dr. Martin Wachtel Zur Konstruktion von Lehrerimages in den publizistischen Medien Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,DaF Mo 16–18, B 106 Beginn: 08.04.2002 Über lange Jahre waren das Bildungssystem, die Schule und der Berufsstand der Lehrer nur unter der Perspektive der knappen Mittel ein öffentliches Thema. Erst heute,
stehen Bildungssystem, Schule und Leitbilder des Lehrerberufs wieder auf der Agenda der öffentlichen Meinung. Im Seminar wollen wir daher folgender Frage nachgehen: Welche Klischees, Images und Leitbilder des Lehrerberufes werden von den Lehrerverbänden, den Kultusbürokratien, den Parteien sowie von den publizistischen Medien veröffentlicht? Von den Seminarteilnehmern wird eine intensive Mitarbeit in Projektgruppen erwartet.
Prof. Dr. G. Fritz Linguistisches Colloquium Oberseminar L3,MA,Prom. Do 16–18, B 106 Beginn: 11.04.2002 Im Linguistischen Colloquium sollen neuere Entwicklungen der Texttheorie (Dynamische Texttheorie), der Textproduktionsforschung und der Semantik diskutiert werden. Daneben sollen entstehende Dissertationen, Examens- und Magisterarbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Auf Wunsch können auch Themen behandelt werden, die in besonderer Weise der Examensvorbereitung dienen.
Prof. Dr. Hans Ramge Examenskolloquium Oberseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 18–20, B 106 Beginn: 09.04.2002 Das Kolloquium dient der vertiefenden Behandlung größerer linguistischer Problembereiche, die für Examensthemen bevorzugt werden. Es findet als Blockveranstaltung n.V. statt.
Dr. Martin Wachtel Examenskolloqium Oberseminar L1,L2,L5 Mo 18–20, B 106 Beginn: 08.04.2002 Das Seminar richtet sich ausschließlich an Examenskandidaten. Im Verlaufe des Semesters werden mögliche Examensthemen vorgestellt und erläutert. MediävistikVorlesungProf. Dr. Otfrid Ehrismann Deutsche Lyrik des Mittelalters Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH Mo 8.30–10.00, A 3 Beginn: 08.04.2002 Geschichte der volkssprachlichen Liedkunst von der ersten Überlieferung bis ins ausgehende Mittelalter; Fokus ist die höfische Liebeslyrik zwischen 1150 und 1230. Die wichtigsten Texte werden interpretiert und ihre jeweilige gesellschaftliche Instrumentalisierung diskutiert.
GrundstudiumProf. Dr. Otfrid Ehrismann Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Frühe Minnelyrik Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Do 12–14, B 106 Beginn: 11.04.2002 Einführung in Sprache, Metrik und Literaturgeschichte anhand eines Skripts; Texte werden zur Verfügung gestellt. – Leistungsnachweise nach regelmäßigem Besuch und bestandenen Tests.
Beate Martin Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Höfisches Leben Proseminar L1,L2,L3,MA,Prom. Mo 14–16, F 5 Beginn: 08.04.2002 Im Seminar werden wir uns mit den unterschiedlichsten Aspekten höfischen Lebens beschäftigen. Dazu gehören etwa die Themenkomplexe Ethik und Ästhetik, Minne, Jagd und ritterlicher Zweikampf. Wir werden aber auch einen Blick auf die höfische Sachkultur, d.h. auf die Bereiche Kleidung und Essen, Pferde und Ausrüstung werfen. Gleichzeitig soll Ihnen das Seminar sprachgeschichtliche und grammatische Grundkenntnisse vermitteln und Sie in die Lage versetzen, mittelhochdeutsche Texte zu lesen und zu übersetzen. Literatur: Die mittelhochdeutschen Texte, die als Seminargrundlage dienen, werden Ihnen in Kopie ausgeteilt. Das Skript zum Seminar können Sie in der ersten Sitzung käuflich erwerben. HauptstudiumProf. Dr. Otfrid Ehrismann Der „Tristan“ Gottfrieds von Straßburg Hauptseminar L3,MA,Prom. Mo 12–14, B 106 Beginn: 08.04.2002 Die berühmteste Liebesgeschichte des Mittelalters in ihrer besten Form. Wir interessieren uns für Aufbau, den spezifischen Minnebegriff, das Frauenbild, das literarische Umfeld, die rhetorische Präsentation.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann Lektüre eines mittelhochdeutschen Textes: Gottfrieds „Tristan“ Oberseminar L3,MA,Prom. Mo 14–16, B 24 Beginn: 08.04.2002 Ergänzend und vertiefend zum Hauptseminar, in dem die Textlektüre nicht in wünschenswertem Maße erfolgen kann. Zugleich Einübung in Examensfragen. Angewandte Sprachwissenschaft und ComputerlinguistikGeorg Rehm, M.A. Softwareentwicklung: Texttechnologie mit Perl Übung Mo 8–12, B 26 Beginn: 08.04.2002 Diese Veranstaltung schließt sich unmittelbar an das Programmierpraktikum des vergangenen Semesters an, das eine Voraussetzung für den Besuch dieser Übung ist. Dieser Kurs beschäftigt sich auf einer praktischen Ebene mit der Erstellung texttechnologischer Werkzeuge mit Hilfe der Programmiersprache Perl. Für diesen Zweck existieren zahlreiche Perl-Module (beispielsweise zur Verarbeitung von XML-Dateien), deren Einsatz in der Veranstaltung erlernt werden soll. Als Datengrundlage stehen für die praktische Arbeiten verschiedene, sehr umfangreiche XML-annotierte Korpora zur Verfügung, die auch in aktuellen Forschungsprojekten unseres Arbeitsbereichs eingesetzt werden. Teile der theoretischen Grundlagen dieser Übung – etwa zur Transformation von XML-Dateien – werden mit Hilfe des Web-basierten Moduls „Texttechnologie“ gelehrt, das derzeit an der JLU innerhalb des Verbundprojekts MiLCA ("Medienintensive Lehrmodule in der Computerlinguistik-Ausbildung") entwickelt wird. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Kurses werden Grundkenntnisse der Perl-Programmierung sowie die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit erwartet. Um eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail an Georg.Rehm@uni-giessen.de wird gebeten. Weitere Hinweise werden in den Semesterferien im World Wide Web unter der Adresse http://www.uni-giessen.de/~g91063/courses.shtml veröffentlicht.
Prof. Dr. Henning Lobin Syntax und Morphologie Proseminar Di 14–16, B 26 Beginn: 09.04.2002 Text siehe: Deutsche Sprache Grundstudium.
Prof. Dr. Henning Lobin Informationstechnologie und Neue Medien Hauptseminar Do 8–10, B 26 Beginn: 11.04.2002 Der Erfolg des World Wide Web ist im wesentlichen dadurch zu erklären, dass die Strukturierung der darin vermittelten Informationen offenen Standards unterliegt. Die Hypertext Markup Language (HTML) bildete den Grundstein für diese Entwicklung, inzwischen ist im Umfeld des für die Standardisierung zuständigen World Wide Web Consortium eine ganze Familie von Standards entstanden, die beinahe jeden Aspekt der textorientierten, hypermedialen Informationstechnologie abdecken. In dem Hauptseminar sollen die wichtigsten Vertreter dieser Familie von Standards im Original gelesen und in ihren gegenseitigen Zusammenhängen betrachtet werden. Die Behandlung jedes Standards wird durch praktische Übungen flankiert, weshalb von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in jedem Fall eine aktive Mitarbeit erwartet wird. Vorkenntnisse im Umgang mit HTML und XML sind erforderlich. Die verwendeten Texte werden über die Web-Seite des Seminars zur Verfügung gestellt.
Prof. Dr. Henning Lobin Computerlinguistisches Kolloquium Kolloquium Di 16–18, B 26 Beginn: 09.04.2002 Gegenstand dieses Kolloquiums sind aktuelle Forschungsthemen aus dem Gebiet der Computerlingustik, Sprach- und Texttechnologie, die vorzugsweise in Gestalt von Magister- und Doktorarbeiten im Zusammenhang mit dem Arbeitsbereich Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik bearbeitet werden. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird erwartet, dass sie dazu durch die federführende Vorbereitung einzelner Themen beitragen. Veranstaltungen des Instituts für neuere deutsche LiteraturwissenschaftDie einzelnen Veranstaltungen sind den drei folgenden Schwerpunkten zugeordnet: Theorie und Methoden der Literaturwissenschaft (a), Literatur und Geschichte (b) und ästhetische Theorie, Poetik, Literaturtheorie (c). VorlesungenProf. Dr. Gerhard Kurz Hauptwerke der deutschen Literatur vom 16. bis 20. Jahrhundert Vorlesung (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM Do 16-18, A 5 Beginn: 11.04.2002 Ich biete diese Vorlesung auf Wunsch von Studenten an. Behandelt werden zentrale Texte der deutschen Literaturgeschichte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dabei wird der weltliterarische Horizont dieser Texte (z.B. bei Fontane) berücksichtigt. Insofern ich ‚Meisterwerke‘ der deutschen Literatur auswähle, formuliere ich natürlich einen Kanon. Jede Kanonbildung hat Vor- und Nachteile. Da wir aber als endliche Wesen auswählen müssen, ist Kanonbildung unumgänglich. Dadurch bilden sich auch Gegenkanones. Auf solche Zusammenhänge möchte ich auch zu sprechen kommen. Ende des WS 2001/02 wird das Programm aushängen.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt Die Dramen G. E. Lessings Vorlesung (a,b,c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Mi 12–14, A 2 Beginn: 10.04.2002 Eine von dem Dramatiker Heiner Müller geschaffene Theaterfigur stellt sich mit der folgenden Sentenz dem Publikum vor: "Mein Name ist Gotthold Ephraim Lessing. Ich habe ein/zwei Dutzend Puppen mit Sägemehl gestopft, das mein Blut war, einen Traum vom Theater in Deutschland geträumt und öffentlich über Dinge nachgedacht, die mich nicht interessierten." Diese Absage an eine pathetisch-inhaltsleere Klassikerverehrung ist nur scheinbar provokant. In Wirklichkeit bleibt sie in den Vorstellungen befangen, die von jeher das Bild des Autors bestimmt haben: Das Stereotyp vom unpoetischen Dichter kombiniert sich mit der Vorstellung vom resignierten Theatermann und unversöhnlichen Polemiker. Die Forschung hat an die Stelle dieser - nie ganz beseitigten - Lessing-Legende andere Deutungsmuster gesetzt, die inzwischen jedoch ebenfalls kritisch zu prüfen sind. Die Vorlesung konzentriert sich auf das dramatische Werk und die gattungstheoretischen Schriften Lessings, wobei die angesprochenen forschungsgeschichtlichen Fragen (vgl. dazu den Überblick in: Das achtzehnte Jahrhundert 19/2 [1995], S. 172-192) einbezogen werden.
Prof. Dr. Erwin Leibfried Schiller Vorlesung (b) L1, L2, L5, L3,Mag., Prom., DTM, NF/DaF Do 14-16, A 3 Beginn: 18.04.2002 Schiller wurde im 19. Jahrhundert hoch geschätzt, teils vor Goethe in die Reihe der nationalen Dichter gestellt, um 1900 in Arbeiterbildungsvereinen gelesen. O tempora o mores! Dabei achtete man wenig auf Nietzsches Zwischenruf: Moraltrompeter. Heute ist er immerhin noch als Straßenname vorhanden und in Discos, wenn der Song of Joy gespielt wird. Es wird auch darum gehen, Schiller für sich und in seiner Zeit darzustellen und nach seiner heutigen Bedeutung für das Leben zu fragen. LITERATUR: Schiller-Handbuch, hrsg. v. Koopmann, 1998; Alt, Schiller, Leben-Werk-Zeit. Eine Biographie I/II, 2000
PD Dr. Dorothee Kimmich Epochenzyklus VIII: Klassische Moderne Vorlesung (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Di 16-18, A 1 Beginn 16.04.2002 Die Vorlesung bietet einen Überblick über die literarische Moderne von 1890 bis 1933. Hierbei werden in drei Schritten die Literatur und Kultur der Jahrhundertwende (1890-1910), die Literatur und Kunst des Expressionismus (1910-1918) und dann die Kultur der 20er Jahre behandelt. Der Aufbruch in die Moderne beginnt mit der Absetzung vom Naturalismus. Nietzsches „Parole Individualität“ (Johannes Schlaf) hat in den 90er Jahren den Antinaturalismus angeregt, der politische, weltanschauliche und ästhetische Gründe hatte. Die von den Künstlern der wilhelminischen Ära proklamierte radikale Autonomie der Kunst und der Künstler hat verschiedene Formen des Ästhetizismus, der Sprach- und Kulturkritik hervorgebracht. (Baudelaire, Maupassant, Proust, Rilke, Hofmannsthal, Kraus, George, Bahr, Ibsen, Strindberg, Nietzsche, Mauthner, Freud u.a.) Der expressionistischen Avantgarde in den Jahren 1910-1920 gilt dann die besondere Aufmerksamkeit, obwohl sie das Jahrzehnt keineswegs ausschließlich prägt (Thomas Mann, Rilke, Schnitzler, Hofmannsthal, Kafka). Die künstlerische Innovation und das kulturrevolutionäre Pathos einer jugendlichen Intellektuellen- und Künstleravantgarde kann in verschiedener Hinsicht als exemplarisch für die Moderne gelten. (Ball, Benn, Döblin, Edschmidt, Ehrenstein, Einstein, Hausmann, Höch, Kandinsky, Pinthus, Schwitters u.a.) Die Literatur und Kunst der Weimarer Republik bietet eine Vielzahl verschiedener „Modernen“, die in unterschiedlicher Weise alle auf die politische Entwicklung in Europa bezogen sind. Eine besondere Rolle für diesen Abschnitt spielt die Entstehung und Verbreitung des modernen Films. (Brecht, Fallada, Kästner, Kracauer, Benjamin, Jünger, Tucholsky, Thomas und Heinrich Mann, Musil, Broch, Breton, Aragon u.a.)
Peter Kurzeck (angefragt) Poetikvorlesung Vorlesung (c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Mo 16-18, A 2 Beginn: siehe Aushang ProseminareStefan Deines / Sandra Heinen Einführung in die Literaturtheorie und Kulturwissenschaft Proseminar (a) AVL (L3, Mag., DTM, NF/DaF) Mo 16-18, B 24 Beginn: 08.04.2002 Das Seminar gehört zu den beiden Einführungsveranstaltungen im Fach ‚Komparatistik‘. In diesem Kurs werden in der ersten Hälfte am Beispiel ausgewählter Texte grundlegende Literaturtheorien behandelt: Hermeneutik, Rezeptionsästhetik, Strukturalismus, Dekonstruktion sowie Intertextualitätstheorien. Im zweiten Teil werden kulturwissenschaftliche Ansätze besprochen, die auch für die Literaturwissenschaft von Nutzen sein können: Psychoanalyse, Kultursemiotik, Diskursanalyse, Mentalitätengeschichte, New Historicism, Gender Studies und Medientheorie. Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die Methodendiskussion innerhalb der Literaturwissenschaft zu vermitteln und in genauer Textlektüre zentrale Aspekte der einzelnen Ansätze herauszuarbeiten.
Yvonne Wübben Verfahren der Textanalyse Proseminar (a) L3, Mag, DTM, NF/DaF, AVL Blockseminar siehe Aushang Gegenwärtig wird die literaturwissenschaftliche Methodendiskussion nicht mehr von einer sukzessiven Ablösung einzelner interpretatorischer Leitparadigmen, sondern vielmehr von einer nahezu unüberschaubaren Paradigmenvielfalt bzw. -konkurrenz bestimmt. Das Seminar versucht sich diese Vielfalt zu erschließen, indem es in unterschiedliche Textanalyseverfahren (Hermeneutik, Strukturalismus, Diskursgeschichte und Literatursoziologie) einführt und deren Anwendbarkeit anhand ausgewählter Texte kritisch überprüft. Dabei geht es um zentrale Fragen wie: Was ist Literatur? Was ist ein Text? Welche heuristischen Probleme können sich bei der Literaturinterpretation stellen? Und welche Implikationen bzw. Grenzen weisen einzelne Analyseverfahren auf? LITERATUR: Terry Eagleton: Einführung in die Literaturtheorie. Aus dem Englischen von Elfi Bettinger und Elke Hentschel. Stuttgart 41997; Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. Hg. u. komm. v. Dorothee Kimmich, Rolf Günter Renner und Bernd Stiegler. Stuttgart 1997; Simone Winko: Diskursanalyse, Diskursgeschichte. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hg. v. Heinz Ludwig Arnold und Heinrich Detering. München 31999, S. 463-478; Matias Martinez: Dialogizität, Intertextualität, Gedächtnis. In: ebd., S. 430-445; Markus Schwingel: Kunst, Kultur und Kampf um Anerkennung. Die Literatur- und Kunstsoziologie Pierre Bourdieus in ihrem Verhältnis zur Erkenntnis- und Kultursoziologie. In: IASL 22.2 (1997), S. 109-151. Ein Reader wird Anfang des Semesters zur Verfügung stehen.
Dorette Ahlbrecht, M.A. Bibliographischen Wissen: der richtige Umgang mit Bibliographien, Nachschlagewerken, Handbüchern und Lexika Proseminar (a) L3, Mag., DTM, NF/DaF Mo 12-14, B 128 Beginn: 08.04.2002 Der schnelle zeit- und arbeitsökonomische Zugriff auf die relevante Literatur stellt einen nicht weniger wichtigen Arbeitsschritt für Ihre Hausarbeit dar als die schriftlichen Ausführungen selbst. Das Seminar bietet den Teilnehmern die Möglichkeit einer gründlichen Einarbeitung in die verschiedenen Typen von Bibliographien (Allgemeinbibliographien, Fachbibliographien, Literaturrecherche im Internet u.s.w.), literarischen Handbüchern, Kommentaren und Lexika. Mit praktischen Übungen sollen Sie in eine sinnvolle Literaturrecherche eingewiesen werden, die sich eben nicht nur auf die elektronischen Datenbanken und Bibliothekssysteme beschränkt. Darüber hinaus ist eine Exkursion nach Frankfurt (Deutsche Bibliothek oder Stadt- und Universitätsbibliothek) vorgesehen. Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen. LITERATUR: Carl Paschek: Praxis der Literaturinformation Germanistik. 2.völlig neu bearb. Aufl. Berlin 1999; Hansjürgen Blinn: Informationshandbuch deutsche Literaturwissenschaft. 4. Völlig neu bearb. U. stark erw. Aufl. Frankfurt 2001.
Dr. Günter Butzer, Dr. Joachim Jacob Grundtexte der Poetik Proseminar (c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Di 14-16, B 33 Beginn: 09.04.2002 Der Begriff der ‚Poetik’ kann die Theorie der Literatur, normative Anweisungen zur Herstellung von guter Dichtung und schließlich auch die Literaturkritik umfassen. Das Seminar will in all diese Problembereiche anhand der drei wichtigsten antiken Poetiken einführen, die die weitere europäische Literaturgeschichte bis heute maßgeblich bestimmt haben: der Poetik des Aristoteles, der Ars poetica des Horaz und der Abhandlung Vom Erhabenen des Longin. Neben der intensiven, abschnittsweisen Lektüre der genannten Texte sollen ausgewählte literarische Beispiele zur Verdeutlichung und zur Diskussion der behandelten Fragestellungen herangezogen werden. LITERATUR: Anzuschaffen sind: Aristoteles, Poetik, gr./dt., übers. und hrsg. v. Manfred Fuhrmann, Stuttgart 1982 [Reclam UB 7828]; Horaz, Ars Poetica. Die Dichtkunst, lat./dt., übers. und hrsg. v. Eckart Schäfer, Stuttgart 1972 [UB 9421]; Longinus, Vom Erhabenen gr./dt., übers. und hrsg. v. Otto Schönberger, Stuttgart 1988 [UB 8469]. Zur begleitenden Lektüre empfohlen: Manfred Fuhrmann, Die Dichtkunst der Antike. Aristoteles, Horaz, “Longin”. Eine Einführung, Darmstadt 21992.
Dr. Bettina Bannasch / Thomas Böhm, M.A. / Dr. Thomas Lange Was ist eigentlich Barock? Proseminar (c) L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, AVL Blockveranstaltung Vorbesprechung: 23.04.2002; 18 Uhr; G 338 Das Seminar widmet sich aus den Perspektiven der Musik-, Literatur- und Kunstwissenschaft dem Epochenbegriff des Barock. Dabei sollen für die jeweiligen Disziplinen die Kriterien zu einer Begriffsbildung bestimmt und kritisch überprüft werden. Ausgehend von jeder der Disziplinen soll an ausgewählten, möglichst „typischen“ Beispielen untersucht werden, ob es Stilmerkmale gibt, die für alle drei Künste relevant sind oder ob der Überbegriff „Barock“ nicht vielmehr entscheidende Differenzen verwischt. Um die Grenzbereiche von Musik, Literatur und bildender Kunst schärfer fassen zu können, berücksichtigt der interdisziplinäre Zugriff insbesondere die Gattungen Emblematik, Schauspiel und Oper. Um den Studierenden aller drei Fachbereiche die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben, ist das Seminar als eine Blockveranstaltung geplant, die an zwei Wochenenden zu Semesterende stattfinden wird.
Dr. Gideon Stiening Der Briefroman im 18. Jahrhundert Proseminar (b, c) L3, Mag., Prom., AVL Mi 10-12, B 24 Beginn: 16.04.2002 Die Gattung Briefroman erlebt im 18. Jahrhundert eine Blütezeit. Neben „Richardson, Rousseau und Goethe“ (Erich Schmidt) ist es eine große Reihe weiterer bedeutender europäischer AutorInnen, die sich des Briefes als Grundform ihrer Erzählformen bedient. Norbert Miller hat dies zu dem Urteil veranlasst, dass „nahezu alle großen Romane, in denen das Jahrhundert seine Empfindungen und Stimmungen widerspiegelte, als Briefromane konzipiert“ worden seien. Neben den oben genannten traten auch Montesquieu, Cleland, Smollet, de Laclos oder Mereau-Brentano als BriefromanautorInnen hervor. Das Seminar soll sich anhand einiger Beispiele dieser Gattung der spezifischen Formen auch ihrer zeitspezifischen Inhalte nähern. LITERATUR: Norbert Miller: Der empfindsame Erzähler. Untersuchungen an Romananfängen des 18. Jahrhunderts (spez. S. 138 – 214); Janet G. Altman: Epistolarity. Approaches to a Form. Ohio 1982; Monika Moravetz: Formen der Rezeptionslenkung im Briefroman des 18. Jahrhunderts. Tübingen 1990.
Roland Borgards Hinrichtungsgeschichten Proseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF Di 14-16, B 31 Beginn: 09.04.2002 Über die Recht- und Zweckmäßigkeit der Todesstrafe wird seit Beccarias so schmalem wie epochalem Text Über Verbrechen und Strafen von 1764 unablässig debattiert – bis heute. An diesen Debatten hat – neben juristischen und medizinischen Texten – die Literatur ihren Anteil. In kulturwissenschaftlicher Perspektive unternimmt das Seminar die Lektüre von Hinrichtungsgeschichten von Lenz‘ Zerbin über Goethe, Schiller, Kleist, Brentano, Büchner und Heine bis zu Kafkas Strafkolonie. Neben diesen Texten des literarischen Höhenkamms wird auch – so verlangt es ein kulturwissenschaftliches Vorgehen – einiges aus Juristerei (die Diskussion um die „qualifizierte Todesstrafe“) und Medizin (die Diskussion um den Schmerz der Enthauptung) zur Sprache kommen. LITERATUR: J.M.R. Lenz: Zerbin oder die neuere Philosophie, zu finden im Reclamheftchen UB 8468 (J.M.R. Lenz, Erzählungen: Zerbin. Der Waldbruder. Der Landprediger).
Prof. Dr. Erwin Leibfried Schillers Dramen Proseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Mo 14-16, B 33 Beginn: 15.04.2002 Wir wollen Schillers Dramen schlicht lesen und versuchen zu verstehen, was das - Lesen und Verstehen - heute heißen kann (heute: in einer Zeit, in der die modischen methodischen Verfahren und Theorieansätze sich überstürzen und Verwirrung auslösen müssen). Bis zum Semesterbeginn zu lesen sind Die Räuber und Kabale und Liebe, weitere Dramen dann während des Semesters. Ein Plan für die einzelnen Sitzungen steht im Internet (http://www.uni-giessen.de/~g929). Referate können in der vorlesungsfreien Zeit abgesprochen werden. LITERATUR: Leibfried, Schiller. Notizen zum heutigen Verständnis seiner Dramen, 1985.
Dr. Claudia Albes Novalis Proseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Mo 10-12, B 128 Beginn: 08.04.2001 "Experimentiren mit Bildern und Begriffen [...] ganz auf eine dem phys[ikalischen] Experim[entiren] analoge Weise. Zus[ammen]Setzen. Entstehn lassen" – mit solchen und ähnlichen Wendungen beschreibt Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, sein poetisches Verfahren und betont auf diese Weise den offenen, spielerischen und vielerorts an naturwissenschaftlichen Methoden orientierten Charakter seines Schreibens. Im Proseminar sollen die beiden wohl bekanntesten Texte des Dichters, das Romanfragment Die Lehrlinge zu Sais (1798/99) und der gleichfalls Fragment gebliebene Bildungsroman Heinrich von Ofterdingen (1799-1801), untersucht werden. Ziel der gemeinsamen Auseinandersetzung mit diesen anspruchsvollen Texten ist neben einer fundierten Kenntnis von Inhalt, Aufbau, Figurenkonstellationen und mythologischen Bezugnahmen eine sorgfältige Analyse ihrer erzählerischen Gestaltung. Das Ergebnis könnte eine Revision des Klischees von Novalis als einem schwärmerischen, todessehnsüchtigen Dichter sein, nämlich die Erkenntnis, dass der Romantiker Novalis gerade wegen der ästhetischen Radikalität, mit der er seine philosophischen Einsichten umsetzt, ein bemerkenswert moderner Autor ist. Teilnahmevoraussetzung ist die vorbereitende Lektüre der genannten Texte in den Semesterferien und die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats im Seminar. LITERATUR: Novalis, Gedichte. Die Lehrlinge zu Sais, hrsg. v. Johannes Mahr, Stuttgart 1997 (reclam 7991). Novalis, Heinrich von Ofterdingen. Ein Roman, hrsg. v. Wolfgang Frühwald, Stuttgart 1993 (reclam 8939).
Prof. Dr. Günter Oesterle E. T. A. Hoffmann Proseminar (c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, AVL Mo 14-16, G 25 Beginn: 15.04.2002 Die Prosa E. T. A. Hoffmanns eignet sich hervorragend, die verschiedenen Möglichkeiten romantischen Erzählens zu thematisieren: 1. die literarischen Gattungen des Märchens, der Novelle, der Kriminalgeschichte, 2. die ästhetischen Verfahren des Wunderbaren und Fantastischen, 3. die Versuche die verschiedenen Künste, Musik, Malerei, Theater in der Literatur vereint zu inszenieren. Die Rezeption Hoffmannscher Werke bei Poe und Baudelaire soll den Abschluß des Seminars bilden. LITERATUR: (Reclamausgaben) 'Klein Zaches genannt Zinnober' (306.2); 'Nußknacker und Mäusekönig' (1400); 'Der goldene Topf' (101); 'Der Sandmann – Das öde Haus' (230); 'Das Fräulein von Scuderi' (25). – Hartmut Steinecke: E. T. A. Hoffmann. Stuttgart 1997 (Reclam 17605); Brigitte Feldges, Ulrich Stadler: E. T. A. Hoffmann: Epoche – Werk – Wirkung. München 1986 (Beck´sche Elementarbücher). Bernhard R. Kaiser: E. T. A. Hoffmann. Stuttgart 1988 (Sammlung Metzler Band 243).
Dr. des. Udo Roth Georg Büchner – Das literarische Werk Proseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, AVL Do 14–16, B 128 Beginn: 11.04.2002 „Revolutionär, Dichter, Wissenschaftler“ – der durchaus hierarchisierend zu lesende Titel des 1987 erschienenen Darmstädter Ausstellungskataloges zum 150. Todestag Georg Büchners spiegelt in eigentümlicher Weise jene Schwierigkeiten wider, mit welchen sich die Büchner-Forschung konfrontiert sah und immer noch sieht, will sie sich der Frage nach einer Einheit im Gesamtwerk Büchners nähern. Abweichend von althergebrachten Ansätzen, aber auch von der seit einiger Zeit vermeintlich innovativen körperbezogen-anthropologisierenden Variante – die übrigens gar nicht so innovativ ist, konstatiert doch bereits 1836 Karl Gutzkow die „Autopsie, die aus allem spricht, was Sie [sc. Büchner] schreiben“ – will das Seminar versuchen, neue Möglichkeiten eines Verständnisses zu erschließen. Neben einer historischen und gesellschaftskritischen Analyse soll hierbei das Augenmerk vor allem auf den im gesamten Werk Büchners präsenten Einfluß der Naturwissenschaften und der Philosophie gelegt werden, wobei hiermit einhergehend auch der kritischen Diskussion neuerer Forschungsliteratur und Kommentare zum literarischen Werk ein Forum geboten wird. Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Georg Büchner: Werke und Briefe. Hrsg. v. Karl Pörnbacher u.a. München 1988 u.ö. [dtv klassik]; Jan-Christoph Hauschild: Georg Büchner. Eine Biographie. Stuttgart u. Weimar 1993; weiterhin zur einführenden Lektüre empfohlen: Georg Büchner: Sämtliche Werke, Briefe und Dokumente. Hrsg. v. Henri Poschmann. 2 Bde. Frankfurt a.M. 1992 u. 1999.
PD Dr. Christian Soboth Der Künstler in der Literatur II (1890-1960) Block-Proseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Vorbesprechung und Anmeldung am 17.05.2002, 11 Uhr c.t., Raum B 154 Termine: 6.07., 13.07., 20.07.2002, 9 Uhr c.t. (Samstags, 6-stündig) Fortsetzung des Seminars vom Wintersemester 2001/2002, an dem teilgenommen zu haben nicht die Voraussetzung ist für die Teilnahme an diesem Sommersemesterseminar. LITERATUR: Angeschafft und gelesen sein sollen (nicht: sollten) zur Vorbesprechung folgende Texte: Hugo von Hofmannsthal: Der Tod des Tizian; Franz Kafka: Erstes Leid, Der Hungerkünstler; Heinrich Mann: Pippo Spano; Thomas Mann: Tonio Kröger, Tod in Venedig; Klaus Mann: Mephisto; Gottfried Benn: Der Glasbläser; Ernst Jünger: Gläserne Bienen. – Über weitere Texte werden wir uns in der Vorbesprechung verständigen; zur Forschungsliteratur bitte die Ankündigung vom vergangenen Wintersemester beachten.
Wolfgang Jordan M.A. Die Essays Heinrich Manns Proseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL Fr 10-12, G 25 Beginn: 12.04.2002 Heinrich Mann (1871-1950) gehört zu den deutschen Autoren, die man zum „literarischen Gewissen“ der Weimarer Republik zählen kann. Seine politischen, historischen, gesellschaftskritischen sowie Kunst und Künstler reflektierenden Essays wenden sich vom Ideal des konsequenzlosen Ästhetizismus ab und finden zu einem deutlichen öffentlichen Engagement, das sich am Selbstverständnis der französischen Intellektuellen orientiert. Während des Nationalsozialismus verfasst Heinrich Mann im Exil streitbare Artikel und scharfsinnige Analysen, in denen er z.B. bereits 1935 den Holocaust klar erkennt: „Die deutschen Juden werden planmäßig vernichtet, daran ist nicht mehr zu zweifeln.“ Das Proseminar wird zu Beginn – nach einer kurzen Verständigung über die literarisch-philosophische Form des Essays – die frühen Aufsätze Heinrich Manns „Geist und Tat“, „Kaiserreich und Republik“, „Der Europäer“ etc. behandeln. Zur Illustration der deutschen Bewusstseinslage dieser Zeit wird der Roman „Der Untertan“ von 1916 hinzugezogen. Zum Vergleich ist ein Seitenblick auf die „Betrachtungen eines Unpolitischen“ von Thomas Mann möglich. Im Anschluss daran werden die im Exil verfassten Essays aus den Sammlungen „Es kommt der Tag“ und „Der Haß“ erörtert, die sich mit der geistigen Situation Nazi-Deutschlands auseinandersetzen. Hieran schließt sich ein Exkurs über den missglückten satirischen Roman „Lidice“ von 1942 an. Zum Abschluss werden Abschnitte aus der autobiographischen Essaysammlung „Ein Zeitalter wird besichtigt“ gelesen und besprochen. LITERATUR: Heinrich Mann: Es
kommt der Tag. Essays. Frankfurt am Main 1992. – Heinrich Mann: Der Haß.
Deutsche Zeitgeschichte. Frankfurt am Main 1987. – Heinrich Mann: Ein Zeitalter
wird besichtigt. Erinnerungen. Frankfurt am Main 1996. Texte, die nicht in den
hier aufgeführten Bänden zu finden sind, werden als Kopiervorlage bereitgestellt.
Dr. des. Guido Naschert Die ‚goldenen’ Zwanziger? Kulturgeschichtliche Annäherungen an ein Jahrzehnt Proseminar (a, b, c) L3, Mag., Prom., DaF, DTM, AVL Di 12-14, B 33 Beginn: 16.04.2002 In den letzten Jahren ist häufiger von der „’Rückkehr’ der Kulturgeschichte“ (Gangolf Hübinger) gesprochen worden. Ziel dieses ebenso literaturtheoretischen wie historischen Seminars ist es, an Gegenständen der zwanziger Jahre unterschiedliche Formen der Kulturgeschichtsschreibung von der Sozialgeschichte bis zum New Historicism kennenzulernen und zu erproben. Die methodische Reflexion gilt dabei weniger der Epochen-Konstruktion als vielmehr der Frage, wie die verschiedenen Ansätze das Vermittlungsproblem von kultureller ‚Wirklichkeit’ und fiktionalen Texten zu lösen versuchen. Wie lassen sich Erkenntnisse zu Phänomenen der Alltagskultur (etwa Boxen, Tanz, Mode), der sozialen und politischen Geschichte, zu Film, Musik oder Malerei für die Kontextbildung und Interpretation zeitgenössischer Literatur fruchtbar machen? Als wichtiger Leitfaden des Seminars dienen Hans-Ulrich Gumbrechts ‚Dispositive‘ und ‚Codes‘ des Jahres 1926 (s.u.). Bei der Auswahl der zu behandelnden Schriftsteller, Künstler und ihrer Medien ist dem Interesse der Teilnehmer keine Grenze gesetzt. Die Auswahl erfolgt in der ersten Sitzung. LITERATUR: S. Becker: Neue Sachlichkeit, 2 Bde., Köln, Weimar, Wien 2001. - S. Becker, Chr. Weiss (Hg.): Neue Sachlichkeit im Roman. Neue Interpretationen zum Roman der Weimarer Republik, Stuttgart, Weimar 1995. - M. Engel: Kulturwissenschaft/en - Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft - kulturgeschichtliche Literaturwissenschaft, in: KulturPoetik 1.1 (2000), S. 8-36. - H.-U. Gumbrecht: 1926. Ein Jahr am Rand der Zeit, Frankfurt 2000. - W. Hardtwig, H.-U. Wehler (Hg.): Kulturgeschichte Heute (= Geschichte und Gesellschaft, Sonderheft 16), Göttingen 1996. – M. Huber, G. Lauer (Hg.): Nach der Sozialgeschichte. Konzepte für eine Literaturwissenschaft zwischen Historischer Anthropologie, Kulturgeschichte und Medientheorie, Tübingen 2000. - W. Müller-Seidel: Literarische Moderne und Weimarer Republik, in: K.-D. Bracher, M. Funke, H.-A. Jacobsen (Hg.): Die Weimarer Republik 1918-1933. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Bonn 21988, S. 429-453. - G.-P. Rutz: Darstellungen von Film in literarischen Fiktionen der zwanziger und dreißiger Jahre (= Beiträge zur Medienästhetik und Mediengeschichte 8), Hamburg, London 2000. - W. Schmied (Hg.): Der kühle Blick. Realismus der Zwanzigerjahre in Europa und Amerika. Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München vom 1.6.-2.9.2001, München, London, New York 2001. - H.-U. Wehler: Die Herausforderung der Kulturgeschichte, München 1998. PD Dr. Dorothee Kimmich Medientheorien der 20er-Jahre Proseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Di 12-14, G 25 Beginn: 16.04.2002 „Basis für alle neue kommende Kunst ist das Kino“ (Yvan Goll 1920): Die Herausforderung der neuen Medien - außer dem Film auch die Photographie und das Radio - wird in den 20er Jahren auf verschiedensten Ebenen kontrovers diskutiert: Sowohl Aspekte der Gesellschafts- und Sozialkritik als auch solche der Kulturkritik und Ästhetik spielen eine große Rolle. Aus den 20er Jahren stammen die wichtigsten frühen Beobachtungen und Reflexionen der neu entstandenen Medien wie Film, Photographie und Radio. Es geht dabei durchweg um Fragen veränderter Wahrnehmung, um veränderte Kommunikationsformen, um Probleme einer modernen, den neuen Anforderungen entsprechenden Ästhetik und nicht zuletzt um die Veränderung von „Wirklichkeit“ bzw. dessen, was man darunter zu verstehen gewöhnt ist. In der Literatur entsteht eine neue Poetik. Es werden neue Inhalte und Formen entdeckt und ausprobiert. Nur im Kontext der Auseinandersetzung mit den neuen Medien - insbesondere dem Film - können diese Entwicklungen in ihrer praktischen und theoretischen Komplexität verständlich gemacht werden. Die Beobachtungen und Thesen von Benjamin, Kracauer, Brecht, Bálasz und Arnheim haben zudem in nachhaltiger Weise auch die aktuelle Einschätzung und Kritik der neuen Medien geprägt. Eine gemeinsame Lektüre der einschlägigen Texte soll dazu verhelfen, die wichtigsten Argumente in ihrem historischen und systematischen Kontext zu situieren und zu diskutieren. Ein Teil der Texte wird in einem Reader zu Beginn des Semesters vorgelegt. Als Qualifikation gilt die Teilnahme an einer Arbeitsgruppe und eine schriftliche Hausarbeit. LITERATUR: Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (in verschieden Ausgaben bei Suhrkamp); Siegfried Kracauer, Die Fotografie, in: ders., Schriften, hrsg. von Inka Mülder-Bach, Bd. 5.2, Frankfurt/Main 1990, S. 83-97; Siegfried Kracauer, Theorie des Films. Die Errettung der äußeren Wirklichkeit (Einleitung), Frankfurt/Main 1975; Béla Bálasz, Der Geist des Films (Auszüge), Frankfurt/Main 1972; Rudolf Arnheim, Film als Kunst (Auszüge); Kino-Debatte. Texte zum Verhältnis von Literatur und Film 1909-1929, hrsg. von Anton Kaes, München 1978 (bes. Einleitung, S. 1-36).
Sascha Feuchert Holocaust und Comic Proseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., AVL Fr 10-12, C 27 Beginn: 12.04.2002 Nicht erst seit Art Spiegelmans „Maus I und II“ gibt es Versuche, den Holocaust und den Krieg im Comic zu verarbeiten. Stets waren diese aber mit heftigen Debatten verbunden: Darf man - und wenn ja, wie - über den Holocaust (oder den Krieg) in Comic-Bildern sprechen? Das Seminar will nicht nur dieser Frage nachgehen, sondern chronologisch entwickeln, welche Formen einer derartigen Auseinandersetzung es gegeben hat. Den Ausgang nimmt es bei Calvo und Dancettes „Die Bestie ist tot. Der zweite Weltkrieg und die Tiere“ (1945). LITERATUR: Art Spiegelman: Maus I + II. Reinbek: Rowohlt 1986/1991. Weitere Primärwerke werden in der ersten Sitzung vereinbart. Sabine Gabler: „Judenverfolgung und Holocaust als Thema des Comic“. In: Mitteilungen des Instituts für Jugendbuchforschung. Heft 1/1996. S. 10-20. Andreas Huyssen: „Von Mauschwitz in die Catskills und zurück: Art Spiegelmans Holocaust-Comic Maus“. In: Manuel Köppen und Klaus R. Scherpe (Hgg.): Bilder des Holocaust. Literatur – Film – Bildende Kunst. Köln: Böhlau 1997. S. 171-189.
Prof. Dr. Klaus Inderthal Lyrik nach 1945 Proseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom. Mo 14-16, B 128 Beginn: 08.04.2002 Weitere Informationen siehe Aushang.
Prof. Dr. Klaus Inderthal Rolf Dieter Brinkmann Proseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom. Mo 16-18, B 128 Beginn: 08.04.2002 Weitere Informationen siehe Aushang.
Susanna Lulé Aspekte der gender-Debatte (am Beispiel von Th. Meinecke, Tomboy und J.W. Goethe, Die Wahlverwandtschaften) Proseminar (b, c) L3, Mag., DTM, AVL Do 10-12, B 24 Beginn: 11.04.2002 Thomas Meineckes 1998 erschienener Roman Tomboy liest sich wie ein popliterarischer Kommentar zu akademischen Geschlechtertheorien. Thema, Figurenarsenal und Struktur des Romans setzen theoretische Positionen, insbesondere diejenigen von Judith Butler, in fiktive Realität um. Der Roman soll als Ausgangspunkt dienen, um sich im Seminar in einige grundlegende Fragen der gender-Debatte einzuarbeiten. Nun ist die (theoretische wie literarische) Auseinandersetzung mit der Geschlechterproblematik aber keine Erfindung der letzten Jahrzehnte, sondern sie setzt bereits dort ein, wo sich die uns heute bekannte Ordnung der Geschlechter in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts durchzusetzen beginnt. Anhand einer Gegenlektüre – Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften, in dem die Problematik der Geschlechterdifferenz in komplexer Form thematisiert wird – soll derkritische Umgang mit einer nach wie vor aktuellen Forschungsfrage geschult werden. LITERATUR: vorausgesetzt wird die Lektüre der genannten Romane von Goethe und Meinecke während der Semesterferien (beide als Taschenbuch erhältlich); als Referenztext für die Diskussion bitte besorgen: Judith Butler, Das Unbehagen der Geschlechter (Frankfurt a. M. 1991); zum Einlesen in die Thematik: Jutta Osinski, Einführung in die feministische Literaturwissenschaft (Berlin 1998) und Hadumod Bußmann / Renate Hof (Hg.), Genus. Zur Geschlechterdifferenz in den Kulturwissenschaften (Stuttgart 1995) sowie für die historische Perspektive Claudia Honegger, Die Ordnung der Geschlechter. Die Wissenschaften vom Menschen und das Weib 1750-1850 (München 1996). HauptseminareProf. Dr. Friedrich Vollhardt Die Figur des Narren in der Literatur und Predigt der Reformationszeit Hauptseminar (b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Di 12-14, B 31 Beginn: 09.04.2002 Ausgehend von Texten prominenter Autoren (Brant, Erasmus, Murner u. Geiler v. Kaysersberg) soll die Diskursivierung der menschlichen ‚Narrheit’ um 1500 verfolgt werden, wobei unterschiedliche Kontexte und kulturelle Konfigurationen zu berücksichtigen sind. Vorbesprechung: 11.02.2002; 16 Uhr; B 135
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt / Dr. des. Guido Naschert Jahreszeiten/Lebenszyklen: Motivkomplexe in Literatur und Film (Eric Rohmer) Hauptseminar (b, c) L1, L2, L5, L3 ,Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Mo 16–20 (14-tägig), B 31 Beginn: 08.04.2002 Die Thematik von Jahreszeiten und Lebensaltern gehört in der Geschichte der europäischen >Sinnbildkunst< zu den ältesten Beispielen einer sinngebenden Natur– und Wirklichkeitsbeobachtung. Einen Höhepunkt erreicht die allegorische Gestaltung der Motivkreise in der Emblematik und Literatur des barocken Humanismus, was an ausgewählten Beispielen (Gryphius, Kluj, Birken) gezeigt werden soll. Doch noch ganz andere Medien unserer Gegenwartskunst zeigen sich von dieser allegorischen Tradition ästhetisch motiviert: Im Mittelpunkt des Seminars steht die Analyse ausgewählter Filme Eric Rohmers. Vorbesprechung: 11.02.2002; 16.15 Uhr; B 135
Prof. Dr. Dieter Arendt / Prof. Dr. Erwin Leibfried Clemens Brentano – eine poetische Existenz der Romantik Hauptseminar (b, c) L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Mi 10-12, B 128 Beginn: 17.04.2002 Clemens Brentano beabsichtigte, eine poetische Existenz zu realisieren und scheiterte mit seinem Plan. Zu fragen wäre: Was meinte er mit dem Begriff poetischer Existenz? Und: Warum vermochte er seine poetische Existenz nicht zu verwirklichen? Oder: Wird die Brechung seiner poetischen Existenz prismatisch sichtbar in seinem Werk? Oder: Hängt die Utopie seiner poetischen Existenz zusammen mit dem poetologischen Programm der Romantik? Diese Frage könnte weiterhin variiert werden. Im Seminar soll zur Sprache kommen: Brentanos Lyrik, Epik, Dramatik (Novelle, Roman, Märchen, Drama bzw. Komödie). LITERATUR: Hartwig Schulz: Schwarzer Schmetterling. Zwanzig Kapitel aus dem Leben des romantischen Dichters Clemens Brentano, Berlin, Aufbau Verlag 2000. Weitere Literatur in den Vorbesprechungen des Seminars, auch in der vorlesungsfreien Zeit.
Prof. Dr. Günter Oesterle Heinrich Heine. Lyrik und Prosa Hauptseminar (c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Di 14–16, G 25 Beginn: 16.04.2002 Die erste Hälfte des Semesters soll Heines Lyrik vom 'Buch der Lieder', den 'Verschiedenen', den Zeitgedichten bis zu 'Romanzero' behandeln. Dann folgt eine Auswahl aus den 'Reisebildern', den 'Französischen Malern' und 'Religion und Philosophie in Deutschland'. Im Mittelpunkt der Untersuchungen soll die Komik, der Witz, das Parodistische und Satirische stehen. Kulturhistorisch und literaturgeschichtlich sollen die deutsch-französischen Verhältnisse erarbeitet werden. LITERATUR: Jürgen Brummack (Hg.): H. Heine. Epoche – Werk – Wirkung. München 1980. Wolfgang Preisendanz: H. Heine. München 1973, Joseph A. Kruse (Hg.): Heine – Jahrbuch 1995 ff. Jan Christoph Hauschild, Michael Werner (Hg.): Der Zweck des Lebens ist das Leben selbst – Heinrich Heine – eine Biographie. Berlin 1999 (Ullstein-Buch 26566). PD Dr. Lothar Schneider Die Reportage oder: Von dem Problem, Wirklichkeit zu beschreiben Hauptseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag. Prom., DTM Mo 10-12, B 24 Beginn: 08.04.2002 Oft gilt die Reportage als ästhetisch randständiges Genre zwischen schöner Literatur und Journalismus. Doch sie beinhaltet zwei zentrale Probleme moderner Poetik: Wie kann Wirklichkeit beschrieben werden? Was geschieht, wenn ich dies tue? Genau diese Probleme treten in den zwanziger Jahren überall dort ins Blickfeld ästhetischen Interesses, wo es gilt, sowohl die Lebenswelt einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft, als auch Menschen, die von ihr geprägt sind, ohne Ressentiment zu beschreiben. Das Seminar wird von Texten dieser Zeit ausgehen, wird der Fragestellung jedoch auch in spätere Diskussionen folgen. LITERATUR: Bis zu den Semesterferien wird ein Reader erstellt werden; eine Literaturliste wird zur Vorbesprechung vorliegen und an C 28a ausgehängt werden. Die Vorbesprechung findet Montag, den 04.02., 12.00 in Raum B 154 statt.
PD Dr. Dorothee Kimmich Der Aufstand der Dinge: Dinge in der Literatur und im Film der 20er Jahre Hauptseminar (b, c) Mag., Prom., AVL Mi 10-12, G 26 Beginn: 17.04.2002 Das Seminar behandelt die Funktion und Repräsentation von Dingen in ausgewählten literarischen und philosophischen Texten des beginnenden 20. Jahrhunderts: Werke von Robert Musil, Franz Kafka, Robert Walser, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Louis Aragon, aber auch die Filmtheorie von Béla Bálasz, die Filme von Charlie Chaplin, Werke von Marcel Duchamp, Husserl und Heidegger werden besprochen. Das Seminar soll einen Überblick geben über die verschiedenen Funktionen von Dingen in literarischen und philosophischen Texten des frühen 20. Jahrhunderts: Es geht dabei etwa um die Vermenschlichung von Dingen und die Verdinglichung des Menschen, um die Entfremdung alltäglicher Dinge und um Formen außergewöhnlicher Wahrnehmung, die das Gewohnte entstellen und dadurch neue Perspektiven eröffnen. Das Verhältnis des Menschen zu den ihn umgebenden Dingen wurde unter ästhetischen, wahrnehmungstheoretischen, psychologischen, politischen und philosophischen Aspekten diskutiert. Das Thema bietet daher einen interessanten Einblick in repräsentative kulturelle Konstellationen des frühen 20. Jahrhunderts. Qualifikation: Schriftliche Hausarbeit LITERATUR: Robert Musil, Nachlaß zu Lebzeiten; Walter Benjamin, Berliner Kindheit; Louis Aragon, Le Paysan de Paris; Charlie Chaplin, Goldrush; Béla Bálazs, Die Sichtbarkeit des Menschen. Dorothee Kimmich, Aufmerksamkeit und Dingwahrnehmung bei Robert Musil, in: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 44 (2000), S. 177-194. Weitere Literatur wird zu Semsterbeginn genannt.
Dr. Andreas Hoeschen Brechts experimentelle Medienästhetik Hauptseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL Do 18-20, B 128 Beginn: 11.04.2002 Ab Mitte der zwanziger Jahre entwickelt Brecht in kurzen Prosatexten, ‚Lehrstücken‘ für das Theater und das Radio, in einer Schuloper und in einem Filmdrehbuch seine multimediale Ästhetik des industriell-technischen Zeitalters. Um dies nachzuvollziehen, sollen im Seminar gelesen, gesehen, gehört und besprochen werden: der Film Kuhle Wampe oder wem gehört die Welt?, die Theater-, Radio-, und Opernstücke Mann ist Mann, Der Ozeanflug, Das Badener Lehrstück vom Einverständnis, Der Jasager und der Neinsager, Die Dreigroschenoper, ausgewählte Kurzgeschichten sowie als theoretische Texte Der Dreigroschenprozeß und Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. Ein Ausblick soll Brechts konzeptionelle Sichtweise und sein ästhetisches Verfahren in den Zusammenhang der Avantgardebewegungen der zwanziger Jahre, insbesondere der russischen Theateravantgarde einordnen. LITERATUR: Die Texte für das Seminar finden sich in den Bänden 1, 2, 11 und 18 aus Bertolt Brecht: Gesammelte Werke in 20 Bänden. Frankfurt a. M. 1967 und in Brechts Modell der Lehrstücke. Zeugnisse, Diskussion, Erfahrungen. Hg. v. Reiner Steinweg. Frankfurt a. M. 1976. Zur Orientierung im kulturgeschichtlichen Kontext empfohlen: Jost Hermand, Frank Trommler: Die Kultur der Weimarer Republik, Frankfurt a. M. 1988. Weitere Literaturangaben sowie ein Verlaufsplan des Seminars werden in der Vorbesprechung verteilt.
Prof. Dr. Erwin Leibfried / Sascha Feuchert / Wolfgang Jordan Eine Stadt in der Literatur: Lodz Hauptseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Do 16-18, B 128 Beginn: 18.04.2002 Literarische Toposforschung einmal anders: Wir suchen in literarischen Texten nach Repräsentationen einer der interessantesten Städte Europas. Lodz, die Stadt unserer Partneruniversität, entwickelte sich im 19. Jh. aus einem kleinen Dorf in rasantem Tempo zu einer der größten Industriezentren Mittelosteuropas. Im vorigen Jahrhundert lebten Deutsche, Polen und Juden fast ohne Konflikte nebeneinander – das endete jäh, als die deutsche Wehrmacht 1939 Polen überfiel und die Nazis in Lodz das zweitgrößte Getto auf polnischem Boden errichteten. Rund 100 000 Menschen starben in diesem „Wartesaal des Todes“ (Jean Améry). Nach dem Krieg wurde Lodz zur zweitgrößten Stadt Polens – immer noch ein bedeutendes Industriezentrum. Heute ist die Stadt vor allem durch ihre Universität geprägt. Das Seminar versucht nicht nur zu untersuchen, wie die verschiedenen Etappen der Lodzer Geschichte in literarischen Texten reflektiert werden, sondern es will auch in die Stadt selbst entführen: Ein Teil des Seminars wird daher als Block in Lodz stattfinden. Die generelle Bereitschaft zur Partizipation an der Exkursion nach Polen (voraussichtlich Juli 2002) ist Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar. LITERATUR: Joseph Roth, Hotel Savoy; W. Reymont, Das gelobte Land (öfter im Internetantiquariat www.zvab.com), O. Singer, Im Eilschritt durch den Gettotag ... –, Reportagen aus dem Getto Lodz (erscheint: Berlin 2002).
Prof. Dr. Klaus Inderthal Max Frisch Hauptseminar L3, Mag., Prom., DTM Di 14-16, B 128 Beginn: 09.04.2002 Weitere Informationen siehe Aushang.
Prof. Dr. Gerhard Kurz Grundtexte der hermeneutischen Diskussion II Hauptseminar (a) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom. Do 10-12, B 128 Beginn: 11.04.2002 In diesem Seminar werden aktuelle Beiträge zur Hermeneutik diskutiert. Dabei wird die Debatte zwischen Hermeneutik und Dekonstruktivismus eine wichtige Rolle spielen. Ende des Wintersemesters 2001/02 wird das Programm ausgehängt werden. Der Besuch des Hauptseminars im Sommersemesters 2001 ist nicht Voraussetzung. LITERATUR: G. Kurz, Methoden der Textinterpretation in literaturwissenschaftlicher Perspektive. In: K. Brinker u.a. (Hg.), Text und Gesprächslinguistik. Berlin 2000, Bd. 1, S. 209-220. (Kopiervorlage in einem Reader im Handapparat ‚Hermeneutik‘).
PD Dr. Helga Meise Ein neues „Fräuleinwunder“? Aktuelle deutsche Literatur von Schriftstellerinnen Hauptseminar (a, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Do 12-14, B 128 Beginn: 11.04.2002 Das Seminar behandelt Literatur junger Autorinnen, die im In- und Ausland auf großes Interesse stößt und die Zuschreibung „Fräuleinwunder“ auf sich gezogen hat. Das Seminar fragt nicht nur nach der Herkunft dieser Zuschreibung, sondern auch nach Positionen und ästhetischen Verfahrensweisen, die die Texte kennzeichnen. LITERATUR: Gegenstand sind Texte von Sibylle Berg, Julia Frack, Judith Hermann, Felicitas Hoppe, Zoe Jenny, Inka Parein, Silke Scheuermann, Yoko Tawada, Alissa Walser. OberseminareProf. Dr. Friedrich Vollhardt Neue Ergebnisse der Lessing-Forschung (Fortsetzung) Oberseminar (a, b, c) L3, Mag., Prom., DTM Di 18-20, B 128 Beginn: 09.04.2002 Wir besprechen neuere Forschungsarbeiten zum Werk von Gotthold Ephraim Lessing. Daneben bietet das Seminar ein Forum für Examenskandidaten. Eine persönliche Anmeldung ist nicht erforderlich, doch sollten Interessenten, die im Rahmen des Oberseminars den Entwurf einer Abschlussarbeit vorstellen möchten, sich vorab mit mir in Verbindung setzen (gerne auch per E-Mail).
Prof. Dr. Erwin Leibfried „Barbareyen des aufgeklärten Jahrhunderts“. Edition und Kommentierung einer Trouvaille Oberseminar (b) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM Mo 16-18, B 33 Beginn: 15.04.2002 Wir hatten das große Glück, vor langer Zeit in einem Prager Antiquariat ein Originaldrama aus dem 18. Jahrhundert zu finden mit dem herrlichen Titel: Barbareyen des aufgeklärten Jahrhunderts, erschienen 1797. An diesem Stück ist vieles, angefangen beim Verfasser, unklar und der Kommentierung bedürftig. In Literaturgeschichten und Lexika wird man das Stück kaum finden. Nur der Fund berechtigte nicht zu irgendwelchen Aktivitäten; hier aber handelt es sich um ein Schauspiel, das - trivial - aufs Ganze geht. Es versammelt wie die „Lindenstraße“ und „Verbotene Liebe“ heute die populären Tendenzen der Jahrhundertendzeit: deshalb weil es ein Bild seiner Zeit entwirft, realitätsnah und hoher Sprüche fern. Es gehört zu den Stücken, die die Deutschen sahen, während ihre Klassiker schrieben. Kommentierung stellen wir uns auch ganz schlicht vor als Erläuterung heute vielleicht unbekannter Sachen. Etwa, wenn eine weibliche Figur sagt: Herr Kanzler, kann ich die Gnade von ihnen erwarten, daß Sie mich zu einer Angloise führen? Dann ist in diesem Satz nicht nur Angloise erläuterungsbedürftig. Das Stück wird im Kontext der dramatischen Literatur des Jahrhunderts verankert: Es ist Aufklärungskritik in der Aufklärung. Wir erarbeiten zugleich - citius, altius, fortius - einen Hypertext, d. h. Dramentext und Kommentar auf Diskette. So aber, dass - und dies leistet das Softwareprogramm Hyper - der Kommentar aufgerufen wird, wenn man z. B. das Wort Angloise markiert. LITERATUR: Der Text wird auf Diskette bereit gehalten (bitte in der vorlesungsfreien Zeit schon abholen), ein Facsimile kann auf CD zur Verfügung gestellt werden.
PD Dr. Dorothee Kimmich Neuere Forschungen zu kulturwissenschaftlichen Fragestellungen: Literatur und Medizin im 19. Jahrhundert Oberseminar (a, b, c) Mag., Prom., AVL Mo 18-20, G 25 Beginn: 15.04.2002 In diesem Seminar werden neuere Publikationen zu kulturwissenschaftlichen Themengebieten diskutiert. Schwerpunkt sind Texte zur Medien- und Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts. LITERATUR: Philipp Sarasin, Reizbare Maschinen. Eine Geschichte des Körpers 1765-1914, Frankfurt/Main 2001 (stw 1524); Stephan Rieger, Die Individualität der Medien. Eine Geschichte der Wissenschaft vom Menschen, Frankfurt/Main 2001 (stw 1520); Philipp Sarasin, Jakob Tanner (Hg.), Physiologie und industrielle Gesellschaft. Studien zur Verwissenschaftlichung des Körpers im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main (stw 1343); Jonathan Crary, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und moderne Kultur, erscheint Frühjahr 2002; u.a. – Die Auswahl weiterer Literatur und gegebenenfalls die Vorstellung eigener Arbeiten wird zu Beginn des Semesters mit den Seminarteilnehmer/innen festgelegt.
Prof. Dr. Klaus Inderthal Th. W. Adorno: Noten der Literatur; Ästhetische Theorie Oberseminar L3, Mag., Prom., DTM Di 16-18, B 128 Beginn: 09.04.2002 Weitere Informationen siehe Aushang.
Prof. Dr. Gerhard Kurz Literaturwissenschaftliches Kolloquium Oberseminar (a, b, c) L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., NF/DaF, AVL Fr 10-12, B 128 Beginn: 12.04.2002 Im Oberseminar werden grundlegende neuere literaturwissenschaftliche Arbeiten diskutiert. Im ersten Teil dient das Oberseminar wieder der Prüfungsvorbereitung. SprecherziehungElisabeth Kiefer Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Mo 10-12, B 9 Beginn: 08.04.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Mo 12-14, B 9 Beginn: 08.04.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, der hohe Anforderungen an die Stimmwerkzeuge stellt und zu einem stimmlichen Verschleiß führen kann. Die sogenannte Lehrerdysphonie ist allen Logopädinnen ein Begriff. Die Stimme aber ist für alle Lehrberufe das pädagogische Instrument schlechthin. Entsprechend sorgfältig sollten wir mit ihr umgehen, um spätere Schäden zu vermeiden. In dieser Veranstaltung werden Übungen zur Ausbildung einer tragfähigen Sprechstimme und einer schonenden Sprechtechnik angeboten. Das Ziel ist die Optimierung der stimmlichen und sprecherischen Fähigkeiten der Studierenden. Neben der Vermittlung theoretischen Wissens über die physiologischen Grundlagen, liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Atmung, Stimme und Sprechen. Einige Fragen des lebendigen Sprechausdrucks, z.B. Betonung, Sprechmelodie und Körpersprache, werden ebenso eine Rolle spielen wie phonetische Grundlagen. Für die praktischen Übungen (ab 3. Seminarsitzung) bitte bequeme Kleidung mitbringen. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.
Elisabeth Kiefer Literatur sprechen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Di 10-12, F 5 Beginn: 09.04.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer Literatur sprechen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Di 12-14, F 5 Beginn: 09.04.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 In den Lehrplänen für den Deutschunterricht wird das Ziel formuliert, die stimmlichen Ausdrucksfähigkeiten den Schülern und Schülerinnen bewusst zu machen und ihnen zu helfen, sie zu erweitern und zu stärken. Literatur gemeinsam zu lesen, zu analysieren, zu interpretieren und zu diskutieren ist ein selbstverständlicher Teil des Deutschunterrichts. Es ist jedoch für den Lehrenden nicht immer ganz leicht, Literatur ästhetisch gekonnt sprecherisch umzusetzen und so sinnlich erfahrbar zu machen. Wie kann man außerdem erreichen, dass die Schüler und Schülerinnen sinngemäß betonen, „schön“ und verständlich sprechen und Spaß daran haben, Gedichte, Dramen und Prosatexte sprecherisch zu gestalten? In dieser Veranstaltung werden wir erarbeiten, wie man Texte sinngemäß und interessant vorlesen und vortragen kann. Video- und Audioaufnahmen sollen helfen, den Erfolg der eigenen Vortragskunst zu überprüfen. Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme; Erarbeitung und Vortrag von Texten / Gedichten; Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit.
Elisabeth Kiefer Rhetorik und Kommunikation für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Mi 12-14, B 9 Beginn: 10.04.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Verständigung ist gerade in der Schule besonders wichtig. Gelungene Verständigung hängt aber nicht nur vom guten Willen ab. Dieses Grundlagenseminar soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern helfen, ihren Unterricht und ihren Berufsalltag sprachlich zu steuern. Kein Schultag vergeht, ohne dass die Lehrerin / der Lehrer in Diskussionen mit Schüler/innen, Kolleg/innen oder Eltern verwickelt wird. In diesem Seminar haben Lehramtsstudierende die Gelegenheit, sich mit grundlegenden Prinzipien des Vortrags, der Argumentation und Diskussion zu befassen und ihre rhetorischen Fähigkeiten auszubauen. Folgende Inhalte werden u.a. im Seminar behandelt und in praxisorientierten Übungen geprobt:
Videoaufnahmen sollen helfen, die eigenen Vortragsweisen bzw. das eigene Verhalten in Diskussionen zu reflektieren. Leistungsnachweis: Aktive, regelmäßige Teilnahme; Lösung von Aufgabenstellungen im Seminar Sibylle Just Ökonomischer Stimmgebrauch und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Blockseminar: Fr. 07.06. 12-18 Uhr, Sa.08.06 11-18 Uhr, Fr. 21.06. 12-18 Uhr, Sa. 22.06. 11-18 Uhr Raum siehe Aushang Teilnahmebeschränkung: 20 Der Lehrberuf ist einer der klassischen Sprechberufe. Da die Stimme hier besonders belastet wird, ist gerade in „Sprechberufen“ ein ökonomischer Stimmgebrauch von großer Bedeutung. Nicht nur die direkte Stimmbelastung, sondern auch die indirekte durch Stress führt oft zu Stimmschädigungen. Lehrer und Lehrerinnen machen deshalb einen hohen Prozentsatz der Klienten von Logopädinnen aus. Um Stimmschädigungen vorzubeugen, soll in diesem Blockseminar der Schwerpunkt auf Übungen zu einem ökonomischen Stimmgebrauch liegen. Neben der Vermittlung der anatomischen Grundlagen zur Atmung und Phonation liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Haltung, Atmung, Stimme und Sprechen. Von den Studierenden wird entsprechend eine aktive Teilnahme an allen praktischen Übungen erwartet. Bitte bringen Sie deshalb bequeme Kleidung (Jogginghose) und warme Socken mit. Isomatten sind vorhanden. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen im Seminar.
Susanne Sehr Übungen zum ökonomischen Stimmgebrauch für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch Mi 8.30-10, G 26 Beginn: 10.04.2002; Teilnahmebeschränkung: 20 Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, bei dem die Stimme tagtäglich einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist. Um dieser Anforderung gerecht zu werden und die Stimme vor Schädigungen und Überbelastungen zu bewahren, ist ein bewusster und ökonomischer Umgang mit diesem Instrument von großer Bedeutung. In diesem Seminar sollen daher neben grundlegenden theoretischen Kenntnissen zur Physiologie und Anatomie von Atmung und Stimme, vor allem auch praktische Übungen den Umgang und das Bewusstsein für die eigene Stimme fördern. Wir werden in den Bereichen Körperwahrnehmung, Atmung, Stimme und Artikulation arbeiten. Auf Wunsch der Studierenden können in einem kurzen Abriss die kindlichen Sprechstörungen aus dem Bereich der Logopädie vorgestellt werden, mit denen vor allem die Lehramtsstudierenden für die Grundschule konfrontiert sein werden. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnehme und Bearbeitung dern Aufgabenstellungen. Angebot von Studierenden für StudierendeChristina Friedrich, Jörg Stein, Katja Kirchner Schreibwerkstatt Vorbesprechung: Do 14.02.2002; 12.00 Uhr; C 30 Der dort abgesprochene Termin wird durch einen Aushang bekannt gegeben. „Ich schrieb schon Allerlei, worüber die einen herzlich lachten, indes andere sich unangenehm berührt fühlten. [...] Hoch über der Frage, was taktvoll oder taktlos sei, lebt und wogt das Leben, bewegt sich das mitunter rücksichtslos scheinende Talent.“ (Robert Walser Ich soll arbeiten) Im Vordergrund der Schreibwerkstatt soll die Begeisterung und Freude an eigenen schriftstellerischen Versuchen stehen. Das Allerlei, das während des Semesters produziert wird, landet nicht in der berühmten Schublade: Jeder ist sowohl Autor/in als auch Kritiker/in mit dem Ziel, miteinander gute Ansätze herauszuspüren und schlechte Angewohnheiten aufzudecken. Willkommen sind auch diejenigen, die nicht den ersten Platz auf der Bestsellerliste anstreben, sondern "lediglich" ihre schriftliche Ausdrucksfähigkeit trainieren möchten. Teilnahmebedingungen sind: Lust auf Kreativität, Mut zur Phantasie, Wille zur Produktivität, Bereitschaft zur fairen Diskussion und Fähigkeit zur Selbstkritik. Weitere Informationen zum konkreten Vorgehen werden in der Vorbesprechung gegeben. Dort besteht auch die Möglichkeit, eigene Ideen, Vorstellungen und Wünsche einzubringen. Veranstaltungen des Instituts für Didaktik der deutschen Sprache und LiteraturDidaktik der deutschen Sprache und LiteraturVorlesungenProf. Dr. Swantje Ehlers Einführung in die Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik Vorlesung L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Di 10-12, Ort: s. AushangBeginn: 16.04.2002 In dieser Vorlesung soll ein Überblick über die relevanten Handlungs- und Aufgabenfelder der Literaturdidaktik gegeben werden. Vor dem Hintergrund von Literatur-, Gattungs- und Erzähltheorien werden didaktische und methodische Aspekte von lyrischen, erzählenden und dramatischen Texten behandelt. Fragen der Kanonbildung sind ein weiteres Thema. Begleitend zu dieser Vorlesungsreihe finden Einführungsveranstaltungen in die Literaturwissenschaft/-didaktik statt. LITERATUR: E. Paefgen (1999): Einführung in die Literaturdidaktik. Stuttgart. GrundstudiumDr. Karl W. Bauer Einführung in die Deutschdidaktik (mit Tutorium) Einführungsseminar L1 (Grundschulfach, 1.u.2. Semester) Di, 10-12, C 27 Beginn: 9.4.2002 Das Seminar soll Einblicke in Struktur und Didaktik des Faches Deutsch in der Grundschule geben. Im zugeordneten einstündigen Tutorium werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.
Dr. Karl W. Bauer Erzählen im Deutschunterricht Proseminar L1, L2, L3, L5 Mi, 8-10, B 9 Beginn: 10.4.2002 Mündliches und schriftliches Erzählen gehört zu den festen Bestandteilen des Deutschunterrichts aller Schulformen und -stufen. Das Proseminar soll Einblick geben in die Grundlagen der sprach-, literaturwissenschaftlichen und didaktischen Erzählforschung und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu eigenen praktischen Versuchen anregen.
Ingeborg Berndt Vom Erstschreiben zur Schreibkonferenz Proseminar L1, L5 Mo 18 – 20, B 210 Beginn: 15.04.02 Di 16-18, B 24 Beginn: 16.04.02 Wie lernen Kinder schreiben? Was heißt schreiben? Schreibanlässe? Umgang mit Freiem Schreiben – Schreibanlässe, Rechtschreiben- und Grammatikfragen? Schreibkonferenzen.
Prof. Dr. Helmuth Feilke Rechtschreiben erforschen Proseminar L1,L2,L5 Mo 8.30 – 10, B 210 Beginn: 08.04.02 Rechtschreibung hat für viele Schüler und Lehrer vor allem mit dem Einprägen, Üben und Lernen rechtschriftlicher Wörter zu tun. Dieses Bild verdeckt die produktive und kreative Seite des Themas. Die Geschichte und der Erwerb der Orthographie zeigen, dass unsere Rechtschreibung aus einem sprachlichen "Labor" kommt: „Schreibversuche“ und "Schriftexperimente" sind die Grundlage für die Erfindung und Entwicklung der Schriftsprache. Das zeigen vor-orthografische Texte z.B. des 16. Jahrhunderts ebenso wie die Schreibversuche im Heft eines Schülers der ersten Klasse. Welche Strukturen der Rechtschreibung sind zu entdecken? Wie können eigene Texte, Sätze und Wörter auf solche Ordnungen hin untersucht werden? Welche Einsichten werden möglich, wenn man die Schüler etwa selbst Regeln für die Getrennt- und Zusammenschreibung von Wörtern herausfinden lässt? Das Seminar führt an ausgewählten Bereichen in die Thematik ein. LITERATUR: Eisenberg, Peter & Feilke, Helmuth. 2001. Rechtschreiben erforschen. In: Praxis Deutsch, Heft 171, 6-15; Risel, Heinz. 1997. Bestandsaufnahme: Rechtschreibdidaktik. Bühl (Konkordia)
Renate Fritz Grammatik im Unterricht Proseminar L2, L3, L5 Mi, 10-12, C 26 Beginn: 17.4.2002 Der Grammatikunterricht führt oft ein trauriges Leben im Deutschunterricht. Während in den Literaturunterricht viele Neuerungen Eingang gefunden haben, die kreativen und handlungsorientierten Unterricht ermöglichen, wird der Grammatikunterricht oft lieblos vorbereitet und ist bei den Schülerinnen und Schülern nach wie vor unbeliebt. Wie lässt sich Grammatik- und Literaturunterricht sinnvoll verbinden? Wie viel grammatisches Wissen brauchen Schülerinnen und Schüler für das Schreiben von guten Texten? Wie hängt die Rechtschreibung, die Zeichensetzung mit grammatischen Fragen zusammen? Diese Fragen sollen im Seminar an schulnahen Beispielen beantwortet werden. Dabei soll vorgeführt und ausprobiert werden, wie bunt und vielfältig, an Situationen und Funktionen orientiert Grammatik in den Unterricht eingebracht werden kann. LITERATUR:Eichler, W.: Grammatikunterricht. In: Lange, G./ Neumann, K. / Ziesenius, W. (Hrsg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts. Baltmannsweiler 1994. Menzel, W.: Praxis Deutsch Sonderheft Grammatik: Praxis und Hintergründe. Friedrich-Verlag 1995. – Heringer, H.J.: Kleine deutsche Grammatik. Berlin 1997.
Prof. Dr. Carsten Gansel Alice, Trotzkopf, Jim Knopf, Harry Potter - Helden in Kinder- und Jugendliteratur/-medien und ihre Geschichte(n) (II) Proseminar Alle L; Mag.; Prom.; DaF Mi 8-10, Ort: s. Aushang Beginn: 10.04.02 Der Erfolg von J.. Rowlings „Harry Potter“ zeigt, wie entscheidend das Erzählen von Geschichten in der Literatur ist, welche besondere Rolle die Figuren und Schauplätze spielen und wie durch kunstvoll gebaute Handlungsbögen Spannung erzeugt wird. Mit „Harry Potter“ wird eine Art „Defizitheld“ eingeführt und die entstehenden Konflikte erweisen sich als archetypisch, es geht um den uralten Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“. Das Seminar wird sich mit ausgewählten Texten aus der Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur beschäftigen, die inzwischen „Klassiker-Status“ besitzen. In diesem Rahmen sind Fragen nach der Textstruktur ebenso zu diskutieren, wie solche nach Kriterien der literarischen Wertung und dem Kanon. N.N. Zur Sprache der Werbung Proseminar L1,L2,L3 Mo 16–18, C 27 Beginn: 08.04.02 Ob im Fernsehen, Internet, im Radio, auf Plakaten oder in den Printmedien - Werbung gehört zum kommunikativen Alltag. Längst handelt es sich dabei nicht mehr nur um einen einfachen Produkt-, sondern um einen Kommunikationswettbewerb auf multimedialer Grundlage. Dementsprechend hat sich die Funktion der Sprache gewandelt. An die Stelle der reinen Information ist mehr und mehr die Anspielung getreten, welche auf das kommunikative Umfeld verweist, in welchem Werbung stattfindet. In der Veranstaltung sollen Anzeigen aus dem Bereich der Printmedien auf die dort zum Einsatz gebrachten sprachlichen Mittel untersucht und im Hinblick auf ihre (in multimedialem Kontext zu sehende) Funktionen und Intentionen beleuchtet werden. Des Weiteren werden Fragen der Werbeästhetik und der sozialen und kulturellen Bezüge von Werbung diskutiert.
N.N. Theorie und Praxis des wissenschaftlichen Schreibens Proseminar alle Studiengänge Mi 8–10, B 210 Beginn: 10.04.02 Das leere Blatt. Beginn einer jeden Hausarbeit. Tag für Tag vor dem Computer sitzen, Seite für Seite nach vorn kämpfen - für viele Studierende das vielleicht größte Problem ihrer universitären Ausbildung, aber auch ein sehr wichtiger Bereich beim Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken und des wissenschaftlichen Denkens. Eine besondere Schwierigkeit für Studierende besteht beim Schreiben darin, das sie sich in einer „fiktiven“ Kommunikationssituation befinden: sie haben die Vorgabe, „wie ein Wissenschaftler“ für einen (lediglich imaginären) gleichberechtigten Kreis von Wissenschaftlern Erkenntnisse hervorzubringen - doch ihr Text wird in der Regel nur von ihrem Dozenten gelesen, der als „Lehrer“ ihre Leistung beurteilt und ihnen einen Leistungsnachweis ausstellt. Mit solchen und ähnlichen kommunikativen Problemen wird jeder Studierende im Laufe seiner universitären Ausbildung konfrontiert. Hinzu kommt die Frage des Erwerbs rhetorischer und struktureller Textkompetenzen. In der Veranstaltung soll ein Einblick in einige theoretische Aspekte wissenschaftlichen Schreibens gegeben werden, im wesentlichen wird es jedoch darum gehen, konkrete Hilfen zur Planung und Verwirklichung von Hausarbeiten zu geben.
Prof. Dr. Wolfgang Gast Schulische Kanonliteratur verfilmt.Adaptionen von Werken Heinrichs, Thomas und Klaus Mann. Medienpädagogische Analysen Proseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Mi, 10-12, B 210 Beginn: 10.04.02; Anmeldung erforderlich! Das neue filmische Porträt von Heinrich Breloer “Die Manns” (Dez.2001) hat es noch einmal einem breiten Publikum vor Augen gestellt: Leben und Werk “der Manns” sind aufs engste mit der deutschen kulturellen und politischen Geschichte verknüpft. Viele literarische Werke dieser Schriftsteller-Familie sind seit langem Bestandteil des schulischen “Lektüre”-Kanons. Im Seminar sollen neben den literarischen Vorlagen vor allem die filmischen Adaptionen der wichtigsten Werke der Manns filmsprachlich, filmhistorisch und (kultur)politisch analysiert und auf medienpädagogische Funktionen hin befragt werden. LITERATUR: Neben den einschlägigen (Bild-) Monografien zu Thomas, Heinrich und Klaus Mann ist vor allem H. Breloers Buch (zum filmischen Dreiteiler) “Die Manns” (S.Fischer Verlag) Frankfurt/M. 2001 eine grundlegende Einführung in das Thema. Zur Filmsprache: W. Gast, Film und Literatur: Grundbuch. Frankfurt/M (Diesterweg) 1993 u.ö.; James Monaco: Filmverstehen. Reinbek 1995 (= rororo Bd. 6514)
Prof. Dr. Wolfhard Kluge Das erste Schuljahr: sprachwissenschaftlich. – Schriftspracherwerb in Theorie und Praxis. Proseminar und Übung L1, L5, Mag., Prom. Mo, 14.30-16, B 33 Beginn: 15.04.2002 (weitere Übungszeigen nach Vereinbarung) Veranstaltung der Lernwerkstatt Schuldruckzentrum Gutenberg. Einführung für Studierende des Grundschullehramts sowie LehrerInnen und Eltern in der Region. Das Seminar wird angeboten in Verbindung mit einer Übung zur „Einführung in die Praxis der Schuldruckerei“. Im Seminar wird die sprachtheoretische Grundlegung eines den Forderungen des neuen Hessischen Rahmenplans entsprechenden fibelfreien Anfangsunterrichts erarbeitet. Die Übung führt Kleingruppen in die Praxis ein. Die Teilnahme an dieser Übung ist daher verbindlich. LITERATUR:Freinet, Celestin. „Vom Schreiben- und Lesenlernen: Die ‚natürliche’ Methode.“ In: Boehncke/Humburg. Schreiben kann jeder. Reinbek 1980. rororo 7245. (Dieses Buch ist in der Fachbereichsbibliothek zugänglich, im Handel leider vergriffen. – Adrion, Dieter. Schuldruckerei – Rechtschreibvorteil inklusive. In: Balhorn Heiko und Brügelmann, Hans (Hrsg.): Bedeutungen erfinden – im Kopf, mit Schrift und miteinander. Bottighofen: Verlag Die Libelle, 1993. HauptstudiumDr. Karl W. Bauer Kinder und Fernsehen Hauptseminar L1, L2, L3, L5, DaF, Mag. Di, 16-20 (14tägl.), A 4 Beginn: 9.4.2002 Im Medienalltag von Kindern nimmt das Fernsehen immer noch einen vorrangigen Platz ein. Im Seminar sollen nach einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Kinderfernsehens exemplarische Analysen der wichtigsten Sende-formate durchgeführt sowie Ansätze zur Rezeptionsforschung und Didaktik diskutiert werden.
Dr. Karl W. Bauer Examenskolloquium Kolloquium Examenskandidatinnen/en vom SS 2001 Di, 16-20 (14tägl.), A 4 Beginn: 16.4.2002 Dieses Kolloquium ist verpflichtend für alle Studierenden, die bei mir im November 2002 ihr Examen mit der mündlichen Prüfung abschließen.
Prof. Dr. Swantje Ehlers Das vielsprachige Klassenzimmer Hauptseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DaF Di 16-18, B 33 Beginn: 09.04.2002 Die unterschiedlichen Spracherwerbssituationen von SchülerInnen deutscher und nicht-deutscher Herkunftssprache und die jeweiligen Lernervoraussetzungen sollen im Rahmen dieses Seminars genauer untersucht werden. Es wird angeknüpft an die internationale Forschung zum Bilingualismus. Vor diesem Hintergrund soll eine kritische Sichtung gegenwärtiger Konzepte der Deutschdidaktik vorgenommen und mögliche Alternativen für den gemeinsamen Unterricht von deutschen und ausländischen SchülerInnen entwickelt werden. LITERATUR: G. Belke (1999): Mehrsprachigkeit im Deutschunterricht. Baltmannsweiler.– E. Glumpler/E. Apeltauer (1997): Ausländische Kinder lernen Deutsch. Berlin.
Prof. Dr. Swantje Ehlers Examenskolloquium Oberseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Mo 16-18, Ort: s. AushangBeginn: 08.04.2002 Fragen, die die mündliche Prüfung, die Klausur und Wissenschaftliche Hausarbeiten betreffen, werden im Rahmen dieses Kolloquiums behandelt. Ebenfalls wird ein Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu relevanten Prüfungsthemen gegeben. Alle, die bei mir im Herbst 2002 und im Frühjahr 2003 Prüfungen machen möchten, sind verpflichtet, an diesem Oberseminar teilzunehmen.
Prof. Dr. Helmuth Feilke Beschreiben – Erklären – Anleiten: Linguistische und didaktische Perspektiven Hauptseminar L1,L2 Di 8.30–10, B 9 Beginn: 09.04.02 Vor allem das Erzählen, aber auch das Argumentieren sind die „Königskinder“ unter den Sprachhandlungen und Textklassen. Entsprechend haben sie auch in der Linguistik und der Sprachdidaktik stets große Aufmerksamkeit gefunden. Demgegenüber bleibt die Forschung zum „Beschreiben“ und beschreibenden Texten, -dazu gehören im weiteren Sinne auch „Erklärung“ und „Anleitung“- deutlich zurück. Das ist vor allem didaktisch unverständlich, denn in der Schule, insbesondere der Sekundarstufe 1, spielen die sogenannten informierenden Texte eine zentrale Rolle im Deutschunterricht. Auch im Erwerb von Textkompetenzen erweist sich das beschreibende Vorgehen als eine erfolgreiche Strategie der ersten Schritte zur Textbildung. Was tun wir, wenn wir etwas beschreiben? Was unterscheidet das Beschreiben von anderen Sprachhandlungen? Wie sehen Übergänge zum Erklären und Anleiten aus? Welche Möglichkeiten gibt es, das Beschreiben didaktisch zu modellieren?
Prof. Dr. Helmuth Feilke Linguistisches und sprachdidaktisches Kolloquium Oberseminar Mi 10–12, C 27 Beginn: 10.04.02 Die Veranstaltung gibt den Prüfungskandidaten für den Herbst/Winter 2002 Gelegenheit, ihre Prüfungsthemen vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren. Überdies sollen im Kolloquium neuere Aufsatz-Publikationen zu ausgewählten thematischen Schwerpunkten der Prüfungen gemeinsam besprochen werden. Für die Prüfungskandidaten ist die Teilnahme am Kolloquium verpflichtend. Dr. Roswitha Budeus-Budde / Prof. Dr. Carsten Gansel Schauplatz „Schule“ in deutschen Literatur/-medien und ihre Rezeption Hauptseminar Di 16.00-18.00, B 210 Beginn: 09.04.02 Deutsche Erzähler (u.a. Hermann Hesse, Thomas Mann, Robert Musil, J. R. Becher, A. Döblin) und Filmemacher haben immer wieder das Thema Schule gestaltet. Der Schauplatz „Schule“ spielt in der Gegenwart in der öffentlichen Debatte (PISA-Studie) wie in literarischen Texten, Serien, Hörspielen und Theaterstücken nicht nur für junge Leser eine herausragende Rolle. Dabei zeigen sich im Vergleich zu den Schulgeschichten der Vergangenheit Unterschiede, aber auch bestimmte literarische Stereotype. Im Seminar werden zunächst Leitbilder von Schule und ausgewählte Schulgeschichten diskutiert. Ausgehend davon geht es um eine Untersuchung der aktuellen Produktionen. In diesem Rahmen ist in kulturgeschichtlicher Perspektive auch zu fragen, auf welche Weise „Schule“ in den Medien - etwa dem Feuilleton - präsent ist. LITERATUR: Angaben in der ersten Sitzung
Prof. Dr. Carsten Gansel „Vergiss die Kindheit nicht“ - Erzählen über Kindheit und Jugend in der deutschen und polnischen Gegenwartsliteratur Hauptseminar Alle L, Mag., Prom.; DaF Blockseminar siehe Aushang des Instituts Die Veranstaltung wird gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Gießen und Zielona Gora als Blockseminar durchgeführt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung in der Sprechzeit erforderlich. Das Erzählen über Kindheit, Jugend, Adoleszenz gehört nicht erst seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts zu den Lieblingssujets von Autoren. Neu allerdings ist, dass Ende der 90er Jahre Kindheits- und Jugendgeschichten bevorzugt auch ein Thema der jüngsten Autorengeneration geworden sind. Dabei gilt es zu unterscheiden, „ob man über Kindheit schreibt oder aus Kinderperspektive“ (Marcel Beyer). Im Seminar werden Texte unterschiedlicher Autorengenerationen ebenso untersucht, wie solche aus der Allgemeinliteratur und der Kinder- und Jugendliteratur. Entsprechend sind verschiedene historische Kindheiten Gegenstand der Analyse wie auch mögliche nationalliterarische Besonderheiten. Ziel ist es, den „unterschiedlichen Blick“ (Uwe Johnson) jeweils an Texte der deutschen und polnischen Literatur zu legen. Prof. Dr. Wolfgang Gast / Prof. Dr. Schmidt, FB 03 Medien und Rezeption. Zielgruppenbestimmung und Programmkonsequenzen Hauptseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Kompaktphase 17./18. Juni 2002 in Schloss Rauischholzhausen: Anmeldung erforderlich! Termine für Vorbereitungssitzungen werden noch bekannt gegeben. Was so selbstverständlich erscheint, ist zumeist Ergebnis konzeptioneller Überlegungen und wirtschaftlich-politischer Analysen: Die Segmentierung von Zielgruppen der Medienprogramme und der Werbung. Das hat nicht nur gravierende Folgen für die Medienprogramme selbst, sondern bestimmt auch die Rezeptionsbedingungen und Wahrnehmungsraster der Leser und Zuschauer, ganz besonders auch die der Kinder und Jugendlichen sowie der älteren Menschen. Im Seminar wollen wir die Grundlagen der unterschiedlichen Zielgruppenbestimmungen kennenlernen und die Auswirkungen auf alle Bereiche der Medienkommunikation (einschließlich der Medienpädagogik) diskutieren. LITERATUR: Neueste Daten zum Medien- und Freizeitverhalten sowie jüngste Studien zur Nutzertypologie – bitte recherchieren, z. B. unter – http://www.Mediaperspektiven.de.
Prof. Dr. Wolfgang Gast Examenskolloquium – Neue Konzepte der Medienpädagogik Oberseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. Di, 8:30-10, B 210 Beginn: 09.04.2002 Dieses thematische Examenskolloquium für Lehramtsstudierende will kurz vor der Prüfung noch einmal neueste Entwicklungen der schulischen Medienpädagogik vorstellen und diskutieren. Daneben sollen auch Fragen und Probleme der Vorbereitung sowie des Ablaufs von Prüfungen besprochen und häufig gewählte Prüfungsthemen behandelt werden.
Prof. Dr. Wolfhard Kluge Examenskolloquium Oberseminar L1, L5, Mag., Prom. Mo, 18-20, B 31 Beginn: 15.04.2002, 14-tägl. Praktikumsvorbereitende VeranstaltungenDie Verteilung der Studierenden auf die Veranstaltungen zum Fachpraktikum Deutsch (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) erfolgt nach Anmeldung durch das Referat für Berufs- und Schulpraxis im Zentrum für interdisziplinäre Lehraufgaben (Karl Glöckner-Str 21 A).
Weitere Veranstaltungen: s. Aushang im Institut für Didaktik der der deutschen Sprache und Literatur. Deutsch als FremdspracheZuordnung der Veranstaltungen zu den Studieninhalten: a) Psycholinguistik des Fremdsprachenlernens, b) Methodik und Didaktik der Sprachvermittlung, c) Landeskunde- und Literaturvermittlung, d) Lehrmaterialanalyse und Mediendidaktik. Bei einigen Veranstaltungen sind je nach gewähltem Arbeitsschwerpunkt mehrere Zuordnungen möglich
Prof. Dr. Swantje Ehlers Das vielsprachige Klassenzimmer (a) Hauptseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DaF Di, 16-18, B 33 Beginn: 09.04.2002 Text: s. S. 53.
Sandra Köppen Dramapädagogische Elemente im Fremdsprachenunterricht (b) Proseminar, Aufbaustudiengang, Mag. NF Fr, 10-13.30, B 210, 14tg. Beginn: 19.4.02 Ich höre, und ich vergesse; Ich sehe, und ich erinnere; Ich tue, und ich verstehe. Im Mittelpunkt des dramapädagogischen Unterrichtskonzeptes steht das körperbezogene, auf das Verstehen von fremder Sprache, Literatur und Kultur gerichtete Tun von Lehrenden und Lernenden. Mit Hilfe von Methoden, die sich aus dramatischen Kunstformen ableiten lassen, werden fiktive Kontexte inszeniert, in denen Lehrende und Lernende miteinander umgehen und eben dadurch immer wieder zum gemeinsamen Sprechen provoziert werden. Die Aneignung der fremden Sprache wird als sinnliche Erfahrung begriffen. Ein Plädoyer für ein Lehren und Lernen mit Kopf, Herz, Hand und Fuß. LITERATUR: Manfred Schewe: „Fremdsprache inszenieren“. Herausgegeben von der Uni Oldenburg 1993
Eva Platten Der Einsatz von Chats im Fremdsprachenunterricht (d) Proseminar Aufbaustudiengang, Mag. NF Do 10-12, B 26 Beginn: 11.4.02 Neben E-Mail, dem World-Wide-Web und Video-Konferenzen gehört die Chat-Kommunikation zu den zentralen Angeboten des Internets, die für fremdsprachliche Lernprozesse interessant erscheinen. Folgende Fragen stellen sich im Hinblick auf die Praxis: Was für ein Medium ist der Chat? Welche Merkmale und Besonderheiten weist er auf? Welche didaktischen Möglichkeiten bietet er, wie lassen sich Lernprozesse in ihm gestalten? Welche Voraussetzungen sollten gegeben sein, um den Einsatz des Chats zu einem Gewinn zu machen? Diese und weitere Fragen sollen im Laufe des Seminars beantwortet werden. Die Grenzen und Möglichkeiten dieses zwiespältigen und interessanten Mediums sollen dabei aufgezeigt werden.
Prof. Dr. Dietmar Rösler Der Umgang mit nationalen Stereotypen im DaF-Unterricht. (b oder c) Seminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag. Mo 10-12, B210 Beginn: 08.04.02 Die Auseinandersetzung mit nationalen Stereotypen, besonders im sprachlich reduzierten Lernabschnitt unterhalb des Zertifikats Deutsch, läuft Gefahr, Stereotype zu verstärken oder gar zu produzieren. Eine Alternative dazu ist die Beschäftigung mit Stereotypen „im Rückwärtsgang“, also mit den im zielsprachigen Bereich (z.B. in Deutschland) vorhandenen Bildern vom eigenen Land, bei der es eher möglich ist, die Vorkommensweisen und Funktionen von Stereotypen differenziert zu behandeln. Im Seminar werden beide Vorgehensweisen gegenübergestellt; analysiert werden zum einen die Vorkommensweisen von nationalen Stereotypen in DaF-Lehrwerken; zum anderen werden anhand von Beispielen aus nach Interessenlage der Seminarteilnehmer ausgewählten Bereichen (ästhetische oder triviale Texte, Werbung, aktuelle Reportagen zur Fußball-Weltmeisterschaft o.ä.) authentische Texte analysiert und für mögliche Unterrichtseinsätze didaktisiert.
Prof. Dietmar Rösler Examenskolloquium Oberseminar Aufbaustudiengang L1, L2, DaF, NF Mag. Mo 14-16, B 210 Beginn: 08.04.02 Für Studierende der DaF-Studiengänge, die sich auf eine Prüfung oder ihre Diplomarbeit vorbereiten, und für Studierende der Studiengänge L1 und L2, die im kommenden Wintersemester von mir geprüft werden. Je nach Interessenlage der Teilnehmer wird das Kolloquium zwischen den beiden Gruppen geteilt oder gemeinsam durchgeführt.
Prof. Dietmar Rösler Lehrmaterialanalyse (d) Seminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag. Di 10-12 Uhr, B 26 Beginn: 09.04.02 Dieses Seminar führt in Theorie und Praxis der Lehrmaterialanalyse für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache ein. Behandelt werden Bereiche wie: Geschichte der Lehrmaterialanalyse, Rolle des Lehrmaterials beim Fremdsprachenlernen, Bedeutung von Lehrmaterial für die Choreographie des Unterrichts, gruppeneigenes vs. kommerzielles Material, Zielgruppen(un)genauigkeit von kommerziellen Lehrwerken, Adaption von Lehrmaterial, Bestandteile und innerer Aufbau von Lehrwerken, Grammatik- und Wortschatzprogression, Übungstypologien, Kriterien für die Bewertung von Lehrmaterial. Analysiert werden traditionell printgeleitete Lehrwerke, Lehrmaterial im Internet und das Zusammenspiel von printgeleitetem Lehrwerk und Online-Komponente.
Prof. Dr. Dietmar Rösler Deutsches Kabarett als landeskundlicher Gegenstand und Fertigkeiten integrierendes Sprachlernprojekt (b oder c) Seminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag. Di 14-16, B 210 Beginn: 09.04.02 Politisches Kabarett im DaF-Unterricht? Bloß nicht! All die tagesaktuellen Bezüge, die Sprachspiele, die literarischen Anspielungen – das kann man Lernern doch nicht zumuten! Oder höchstens in der Arbeit mit weit fortgeschrittenen Lernenden einsetzen. Diese Reaktion findet man häufig bei Lehrenden und Didaktikern, entsprechend wenig wurde bisher darüber geschrieben, ganz im Gegensatz etwa zu einem anderen Bereich, in dem auch viel mit sprachlicher Verknappung und tagesaktuellen Bezügen gearbeitet wird, der Werbung. In diesem Seminar wollen wir nun untersuchen, ob diese Abwehr berechtigt ist und welches Potential in der Arbeit mit Kabarett-Texten vorhanden ist. Dies geschieht auf zwei Ebenen. 1. Kabarett als Betrachtungsgegenstand. Hier stellt sich zum einen die komparatistische Frage, inwieweit sich das deutsche politische Kabarett von ähnlichen Formen in anderen Ländern (z.B. englische Stand-up-comedy) unterscheidet. Zum andern werden wir erarbeiten, wie Kabarett als Lese-, Hör- oder Hör-Seh-Text im Unterricht eingesetzt werden kann. Dies impliziert zum einen eine Auseinandersetzung mit der entsprechenden Fertigkeitsdidaktik, zum anderen werden wir im Seminar selbst die intertextuellen und gesellschaftlichen Bezüge der Texte herausarbeiten (müssen). 2. Über diese Arbeit im rezeptiven Bereich hinaus werden wir dann überlegen, inwieweit Kabarett auch noch in den produktiven Bereich integriert werden kann. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit der Beschreibung und Video-Dokumentation eines Kabarett-Projekts, in dem DaF-Studierende der Universität Brighton über die Rezeption von politischem Kabarett zur Textproduktion und zur Aufführung eines eigenen Programms geführt wurden.
Nicola Würffel Zum Einsatz literarischer Darstellungen von „Essen und Trinken“ im DaF-Unterricht (c) Proseminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag. Mi 12-14, B 210 Beginn: 10.04.02 Die Behandlung von Ess- und Trinkgewohnheiten ist ein fester Bestandteil jedes DaF-Curriculums, gehört das Essen doch zu den zentralen Bereichen unseres Alltagslebens, in denen soziale und individuelle Strukturen aufs engste verwoben sind. Selten wird der Bogen zu den literarischen Darstellungen von Essen und Trinken geschlagen, die man in überraschender Häufigkeit ausfindig machen kann, wenn man sich erst einmal auf die Suche begibt. Spannend für den DaF-Unterricht erscheint eine Lektüre dieser Texte, die nicht beim mimetischen Gehalt stehen bleibt, sondern die sich dem Bedeutungsraum annähert, den die literarischen Darstellungen des Themas darüber hinaus eröffnen. Im Seminar werden wir uns mit einer Anzahl von kurzen literarischen Texten oder Textauszügen beschäftigen, in denen das Essen und Trinken eine zentrale Rolle einnimmt. Neben einer Lektüre der Texte, die mit Hilfe unterschiedlicher Interpretationsmethoden versucht, den Bedeutungsraum der Darstellungen auszuloten, wird vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, welchen zusätzlichen Gewinn der Einsatz literarischer Texte (im Gegensatz zu den zu diesem Thema meist eingesetzten Sachtexten) erbringen kann und wie die Texte didaktisiert und im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht eingesetzt werden könnten. Ein Reader zum Seminar wird zwei Wochen vor Seminarbeginn erhältlich sein. Genauere Informationen finden sich ab Ende März auf der Seminar-Homepage, die von meiner Homepage aus zugänglich sein wird: http://www.uni-giessen.de/~g91105. |
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