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Germanistik |
Fachbereich Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen
Hinweise zur Benutzung
Gemeinsame Veranstaltungen des Fachbereichs
Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und
mittelalterliche Literatur
Veranstaltungen des Instituts für neuere deutsche Literatur
Sprecherziehung
Veranstaltungen des Instituts für Didaktik der deutschen
Sprache und Literatur
Sprechstundentermine der Lehrenden
Termine der Fachschaft
Öffnungszeiten der Fachbereichsbibliothek, Ausleihbedingungen
Dieses kommentierte Verzeichnis der Lehrveranstaltungen soll das Veranstaltungsprogramm des Fachbereichs Germanistik erläutern. Die hier vorgelegten Ankündigungen wurden von den Lehrenden selbst formuliert. Allgemein gilt für die Veranstaltungen, daß Thematik und Stoffplan lediglich in Grundzügen angedeutet werden können. Die endgültige Planung der Lehrveranstaltungen wird in der Regel jeweils in der ersten Sitzung zusammen mit den Teilnehmern festgelegt. Doch soll dieses Verzeichnis Ihnen die rechtzeitige Auswahl und Vorbereitung der Veranstaltungen erleichtern.
Das Verzeichnis gibt den Stand des Programms von Dezember 1996 wieder. Eventuell erforderliche Änderungen werden am Schwarzen Brett der Institute bzw. an den Dienstzimmern der Lehrenden bekanntgegeben. Die aktuellen Sprechstunden der Lehrenden sind in den Sekretariaten der Institute zu erfahren und zumeist auch an den Dienstzimmern angeschlagen.
Beauftragter für die Studienberatung ist Herr StR i.H. Bialke, bei dem auch die Studienordnungen erhältlich sind. Herr Bialke ist auch Zwischenprü fungsbeauftragter des Fachbereichs Germanistik und damit zuständig für die fachliche Zulassung zur Zwischenprüfung.
HF: - Hauptfach, NF = Nebenfach
L1: - Lehramt an Grundschulen
L2: - Lehramt an Haupt- und Realschulen
L3: - Lehramt an Gymnasien
L5: - Lehramt an Sonderschulen
Prom.: - Promotion
Mag.: - Magister;
DaF: - Deutsch als Fremdsprache
AVL: - Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft
Einführung in das Studium der Germanistik für Erstsemester
Die Einführung in das Studium der Germanistik besteht aus drei Komponenten, nämlich
1. - einer Ringvorlesung (wird nur im Wintersemester angeboten),
2. - einem Einführungsseminar und
3. - einem Tutorium.
Die Studierenden, die im Sommersemester an einem Einführungsseminar teilnehmen, müssen im Wintersemster 1997/98 an der Ringvorlesung teilnehmen.
Novellen der Romantik
Proseminar (als Einführungsveranstaltung) L1,2,3,5, Mag., Prom., HF/NF
Mo 14 - 16, B 33 - Beginn: 14. 04. 1997
Bei den Texten sollen jeweils drei Aspekte behandelt werden: die genretheoretische, die epochentheoretische und die werkspezifische Dimension.
Man besorge sich vorab, meist bei Reclam erhältlich und lese auch: Goethe, Novelle; Eichendorff, Das Schloß Durande, Das Marmorbild; Tieck, Der blonde Eckbert, Des Lebens Überfluß; Brentano, Die Geschichte vom braven Kasperl und vom schönen Annerl; E.T.A. Hoffmann, Der goldene Topf, Rat Krespel; Chamisso, Peter Schlemihls wundersame Geschichte.
Dr. Michael Schlott
Einführung in die germanistische Literaturwissenschaft
Einführungsseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., AVL, DTM
Do 14-16, B 128 - Beginn: 17. 04. 1997
Ziel des Seminars ist die Vermittlung einer möglichst breiten literaturwissenschaftlichen Grundqualifikation. Anhand überschaubarer Themenkomplexe werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in philologische Verfahrensweisen eingeübt und mit erprobten Strategien der literaturwissenschaftlichen Problembearbeitung bekannt gemacht. Die Grundkonzeption umfaßt folgende Bereiche: (1) Literaturwissenschaftliche Arbeitstechniken; (2) Beschreiben und Verstehen literarischer Texte auf der Grundlage von heuristischen Inventaren und Regeln; (3) Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung (Reihenbildungen, Epochenbegriffe, Kontextualisierung, Kanonbildung); (4) Funktion von Literatur und literarischer Kommunikation; (5) Literaturtheorie und methodische Praxis der germanistischen Literaturwissenschaft.
Literatur:
Jochen Schulte-Sasse, Renate Werner: Einführung in die Literaturwissenschaft. München (7. Auflage) 1991 (UTB 640).
Umberto Eco: Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Heidelberg (6., durchgesehene Auflage der deutschen Ausgabe) 1993 (UTB 1512).
Eckhardt Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. München (3. Auflage) 1993 (UTB 1582).
Literaturwissenschaft. Hg. v. Jürgen Fohrmann und Harro Müller. Unter Mitwirkung von Susanne Landeck. München 1995 (UTB 1874).
Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hg. v. Heinz Ludwig Arnold und Heinrich Detering. München 1996 (dtv 4704)
Dr. Rüdiger Vogt
Einführung in die Sprachwissenschaft/Sprachdidaktik
Einführungsseminar - L1, 2, 5
Di 10-12, B 210 - Beginn: 22.10.
In dieser Veranstaltung beschäftigen sich die Studierenden mit einigen grundsätzlichen Aspekten von Sprache und ihrem Gebrauch: Ausgehend vom Kommunikationsbegriff werden unterschiedliche Konzeptualisierungen von Sprache thematisiert. Der Gegensatz von Mündlichkeit und Schriftlichkeit erfährt ebenso Aufmerksamkeit wie der Begriff des Textes. Eine Einführung in die Grundlagen grammatischer Sprachbeschreibung orientiert das Interesse der Teilnehmer auf die Organisation sprachlicher Formen in Text und Dialog.
Die Studierenden
- - arbeiten selbständig an konkreten Texten
- - erproben elementare sprachwissenschaftliche Verfahren,
- - erhalten Gelegenheit, im Seminar Kurzreferate zu halten,
- - erarbeiten selbständig eine Hausarbeit.
Zu diesem Seminar wird ein begleitendes Tutorium stattfinden.
Dr. Martin Wachtel
Einführung in die Sprachwissenschaft
Einführungsveranstaltung
Di 10-12, B 106 - Beginn: 15.4.1997
Im Zentrum der Einführungsveranstaltung stehen Fragestellungen, Begriffe und Methoden wichtiger Arbeitsbereiche der germanistischen Sprachwissenschaft.
Die Studierenden sollen lernen,
- - mit theoretischen Texten der Sprachwissenschaft arbeiten zu können,
- - eigenständig Analysen zu sprachwissenschaftlichen Fragestellungen anfertigen zu können.
Das Seminar wird begleitet von einem Tutorium.
Themen sind hier
- - wichtige Informationen zu Fragen der Studiengestaltung,
- - Übungen zu elementaren Voraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens.
Spracherwerb: Geschichte und Paradigmen der Kindersprachforschung
Vorlesung - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF
Mi 10-12, A 5 - Beginn: 16.4.1997
Die erstaunliche Tatsache, dass kleine Kinder zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr das höchst komplexe und komplizierte Symbolsystem der Sprache in der Regel höchst effizient erwerben, hat zu sehr unterschiedlichen Beschreibungs- und Erklärungsansätzen für den Spracherwerb des Kindes geführt. Die Vorlesung versucht, einen Überblick zu vermitteln, indem sie
- - eine wissenschaftshistorische Perpektive einnimmt: die Geschichte der Kindersprachforschung besonders seit dem 19. Jh. in Abhängigkeit von den jeweiligen Forschungsinteressen;
- - die interdisziplinären Zusammenhänge der Spracherwerbsforschung zwischen Linguistik, Psychologie, Soziologie und (in Grenzen) Biologie darstellt: die nativistischen, kognitivistischen und interaktionalistischen Erklärungsmodelle;
- - und vor allem die wichtigsten Fakten des Spracherwerbs beschreibt: die Entwicklung und den Aufbau des grammatischen Regelsystems und der Kommunikationsfähigkeiten.
Prof. Dr. Gerd Fritz
Übungen zur linguistischen Kommunikationsanalyse
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF
Do 16-18, B 106 - Beginn: 17.04.1997
In diesem Seminar sollen Sie mit theoretischen Grundgedanken, methodischen Prinzipien und Anwendungsmöglichkeiten der linguistischen Kommunikationsanalyse vertraut gemacht werden. Nach einer Einführung in Grundlagen der Dialogtheorie sollen Sie Transkriptionsübungen machen. Anschließend werden Analysen aus der wissenschaftlichen Literatur diskutiert (z.B. zu Arzt-Patienten-Kommunikationen, Konfliktgesprächen, Beratungsgesprächen). Und schließlich sollen Sie eigene Analyseübungen zu unterschiedlichen Kommunikationsformen machen (z.B. Planungs- oder Vorwurfskommunikationen).
Theoretische Grundlagen finden Sie in:
Fritz, G.: Grundlagen der Dialogorganisation. In: Fritz, G./Hundsnurscher, F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse. Tübingen 1994, 177-202.
Musteranalysen finden Sie in:
Fritz, G./Muckenhaupt, M.: Kommunikation und Grammatik. 2. Aufl. Tübingen 1984. (z.B. Kap. 6-10).
Dr. Thomas Gloning
Wortfeldtheorie
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom,DaF
Di 16-8, B 33 - Beginn: 15.4.1997
Bei der Betrachtung von Wortschätzen kann man die Beobachtung machen, daß es Ausdrücke mit ähnlicher Bedeutung gibt, die sich aber doch noch in mancherlei Hinsicht voneinander unterscheiden lassen. Solche Ausdrücke bilden sogenannte Wortfelder. Eine Beschreibung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Bedeutungsaspekten ist unter anderem bei der Wortschatzvermittlung, beim Sprachvergleich und bei der Analyse literarischer Texte nützlich. Als Vater der Wortfeldtheorie gilt Jost Trier, der in den 30er Jahren einige grundlegende Arbeiten geschrieben hat. In der Folge sind eine ganze Reihe von historischen und aktuellen Wortfeldern des Deutschen beschrieben worden, z.B. das Wortfeld der Sitzgelegenheiten, das Wortfeld der Angst oder das Wortfeld der Unmutsäußerungen. Aber die Wortfeldtheorie hat auch Streit und Kritik hervorgerufen. Sie ist heute nicht unumstritten.
Im Seminar wollen wir uns einige Klassiker und einige neuere Entwicklungen der Wortfeldtheorie erarbeiten. Dabei sollen zwei Gesichtspunkte im Vordergrund stehen:
(1) Was sind die Grundannahmen der Wortfeldtheorie und wie kann man sie beurteilen? (Z.B. Was ist ein Wortfeld? Wie kann man Wortfelder überhaupt abgrenzen?)
(2) Wie macht man Wortfeldbeschreibungen und wofür sind sie nützlich?
Literatur zur Orientierung:
Coseriu, E.: Probleme der strukturellen Semantik. Tübingen 1978.
Faust, M.: Wortfeldstruktur und Wortverwendung. In: Wirkendes Wort 6 (1978) 365-401.
Gipper, H.: Jost Trier und das sprachliche Feld. Was bleibt? In: Zeitschrift für Germanistische Linguistik 23 (1996) 326-341.
Lutzeier, P.R. (Hg.): Studien zur Wortfeldtheorie. Studies in lexical field theory. Tübingen 1993.
Schmidt, L. (Hg.): Wortfeldforschung. Zur Geschichte und Theorie des sprachlichen Feldes. Darmstadt 1973.
PD Dr. Frank Heidermanns
Sprachwissenschaftliche Einführung in das Altnordische
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF
Do 14-16, G 27 - Beginn:17.4.1997
Unter den altgermanischen Sprachen zeichnet sich das Altnordische nicht nur durch seinen speziellen Sprachbau, sondern auch durch seine reichhaltige, großenteils vorchristliche Literatur aus. Die Lehrveranstaltung geht auf zwei Aspekte der Sprachgeschichte näher ein: zum einen auf die historische Grammatik samt ihren Beziehungen zu anderen indogermanischen Sprachen, zum anderen auf die Stellung des Altnordischen im Kreise der germanischen Sprachen. Hinzu tritt die Lektüre ausgewählter Passagen aus Edda- und Sagaliteratur. Die Übung, die ohne Vorkenntnisse besucht werden kann, wendet sich ausdrücklich auch an Studierende der Germanistik.
Dr. Roland Mulch
Methoden der Dialektologie am Beispiel des Hessischen
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF
Do 14-16, Phil. II, Haus E, Raum 07 - Beginn: 17.4.1997
"Dialekt ist die Unterwäsche des Menschen, Hochdeutsch die Konfektion, die er darüber trägt." Diese Formulierung von F. X. KROETZ als Ausgangspunkt benutzend, soll in diesem Proseminar der Weg von der traditionellen dialektgeographischen Methode in der deutschen Dialektforschung zu den modernen sozialdialektologischen Forschungsansätzen nachgezeichnet werden. Dabei stehen die Dialekte Hessens im Mittelpunkt. Neben dem Problem einer Dialekttheorie ist auch die Frage nach der pragmatischen Komponente der dialektalen Sprachvarietät von Interesse.
Erzählen im Vergleich der Geschlechter
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF
Do 18-20, B 106 - Beginn: 17.4.1997
Erzählen ist ein komplexer Vorgang, der von den unterschiedlichsten Faktoren beeinflußt wird. Es ergibt sich die Frage, inwieweit das Geschlecht für spezifische Erzählformen und -strukturen ausschlaggebend ist bzw. diese mitbedingt.
In Anlehnung an zentrale Arbeiten zur Erzählforschung und unter Berücksichtigung textlinguistischer Gesichtspunkte werden sowohl schriftliche als auch mündliche Texte, vorrangig aus dem schulischen Bereich, betrachtet und nach eigens aufgestellten Kriterien untersucht.
Dr. Jörg Riecke
Grundzüge der deutschen Sprachgeschichte
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom.
Do 14-16, B 106 - Beginn: 17.4.1997
In diesem Proseminar geht es um die Entwicklung der deutschen Sprache von den Anfängen bis zur Gegenwart. Wo und wann liegen diese Anfänge? Was verbindet das Deutsche mit den übrigen Sprachen und was ist dagegen "typisch deutsch"? Welche politischen und kulturellen Einflüsse haben die Anfänge begünstigt und wie hat sich schließlich unsere heutige Standardsprache aus diesen Anfängen heraus entwickelt? Zur Beantwortung dieser Leitfragen werden wir einerseits ein chronologisches Gerüst erarbeiten, in dem die wesentlichen sprachlichen und außersprachlichen Faktoren aufeinander bezogen sind. Zum anderen wollen wir uns einzelne Bereiche genauer ansehen, etwa die Sprache Luthers am Beispiel der Schrift "Von Kaufshandlung und Wucher" (Weimarer Ausgabe 15, S. 293-313) und die Sprache Goethes am Beispiel eines Ausschnitts aus den "Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten" (Weimarer Ausgabe 18, S. 191-222. Diese Texte sollten Sie zum Semesterbeginn schon einmal gelesen haben. Nicht unbedingt zur vollständigen Lektüre, sondern eher im Hinblick auf eine erste Orientierung, empfehle ich Ihnen die folgenden Titel:
Christopher J. Wells: Deutsch: eine Sprachgeschichte bis 1945, Tübingen 1990.
Eric Blackall: Die Entwicklung des Deutschen zur Literatursprache, Stuttgart 1966.
Prof. Dr. Rosemarie Rigol
Orthografie. Einführung in ein etwas anderes Regelsystem
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Mo 8.30-10, B 106 - Beginn: 14.4.1997
Die zehn Basisregeln der Orthografie zur Interpunktion, zur Getrennt- und Zusammenschreibung, zur Großschreibung und zur Schärfung und Dehnung werden anhand der angegebenen Literatur erarbeitet, dies auch im Vergleich Duden - Maas. Der Maassche Vorschlag schließt die Dudenregeln ein und gilt für 80 (Dehnung) bis 100 % der Fälle.
Von den Teilnehmern wird erwartet, daß sie sich auf einfache Sprachstrukturanalysen und auf anspruchsvolle Texte einlassen.
Der Nachweis der erfolgreichen Teilnahme am Seminar kann durch eine Klausur am Semesterende erworben werden.
Literatur:
Rechtschreibduden - neueste Ausgabe nach der Reform, 1996
Utz Maas (1992), Grundzüge der deutschen Orthografie, Tübingen: Niemeyer (Reihe Germ. Linguistik 120; Kollegbuch)
Britt-Marie Schuster, M.A. / Dr. Georg Vielmetter
Was heißt es, einen Text zu verstehen? Linguistische und philosophische Aspekte
Proseminar/Blockseminar - L1, L2, L3, L5, Mag.,Prom.,HF/NF
Fr 10-12, Raum B31 - Beginn: 18.4.1997
- Termine: 16./17.5. und 6./7.6.1997
Angenommen ich wartete an einer Bushaltestelle und jemand spräche mich mit der folgende Äußerung an: "Ich habe ihren Regenschirm gestern gesehen." Ich bin etwas irritiert, ich kenne meinen Gegenüber nicht und bin verwundert, daß er mich zu kennen scheint, auch einen Regenschirm habe ich nie besessen. Wie kann ich nun seine Äußerung verstehen? Offensichtlich sind bestimmte Voraussetzungen verletzt, die mir ein Verstehen dieser Äußerung ermöglichen würden, z.B. haben mein Gesprächspartner und ich nicht einen gemeinsamen Vorrat an geteiltem Wissen, allerdings verstehe ich die Bedeutung der einzelnen Worte und erkenne, daß mich offensichtlich jemand über etwas informieren will. In dem Seminar soll nun u.a gezeigt werden, wie man solche Situationen adäquat charakterisieren und "verstehen" kann. Im linguistischen Teil wird herausgearbeitet, wann überhaupt eine Äußerung zu einem Text wird, welches Wissen zum Textverstehen benötigt wird, ob bestimmte Kommunikationsbedingungen (z.B. mündlich vs. schriftlich) und Textsorten (fiktional vs. nicht-fiktional) einen Einfluß auf das Textverstehen besitzen oder ob man Texte auch mehr oder weniger verstehen kann. Wenn Philosophen sich mit dem Textverstehen beschäftigen, stellen sie zumeist etwas andere Fragen: Was heißt überhaupt verstehen? Wenn wir einen Text verstehen wollen, müssen wir dann verstehen, was der Autor uns sagen wollte? Oder ist der Leser gleichzeitig der Autor, weil er nämlich einem Haufen schwarzer Striche auf weißem Papier Sinn verleiht? Philosophen haben also einen anderen Blick auf die Titelfrage, im Seminar soll allerdings gezeigt werden, daß die Fragen, die sich beide Disziplinen stellen, oftmals nicht weit voneinander entfernt sind und daß die Antwortversuche auf die jeweiligen Fragen sich gegenseitig befruchten können.
Klaus-Peter Ulbrich
Behaupten, beweisen, begründen: Argumentative Sprechhandlungen
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Do 8-10, B 106 - Beginn: 17.4.1997
Argumentiert wird immer dann, wenn thematisierte Wahrheits- oder Geltungsansprüche strittig werden. Argumentationen gehören damit zu den komplexesten sprachlichen Handlungen, die meist in engem Zusammenhang mit textlinguistischen bzw. gesprächsanalytischen Fragestellungen diskutiert werden.
Im Seminar sollen zunächst die wichtigsten Konzepte zur Beschreibung von Argumentation behandelt und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit überprüft werden. Im Anschluß daran werden mit Hilfe dieser Methoden ausgewählte mündliche und schriftliche Texte auf ihre argumentativen Funktionen und Strukturen hin untersucht.
Dr. Martin Wachtel
Grundlagen der Sprachwissenschaft
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Di 14-16, B 106 - Beginn: 15.4.1997
Das Seminar richtet sich an diejenigen Studierenden, die keine Einführung in die Sprachwissenschaft besucht haben.
Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern einen Überblick über wichtige Arbeitsgebiete, Methoden und Begriffe der Sprachwissenschaft zu vermitteln. Dabei sollen sie lernen,
- - mit sprachwissenschaftlichen Texten arbeiten zu können,
- - selbständig Analysen zu sprachwissenschaftlichen Fragestellungen anfertigen zu können.
Zu den Arbeitsformen: In einem Reader werden einführende Texte zu den einzelnen Themenbereichen zusammengestellt. Diese sollen von allen TeilnehmerInnen zur Vorbereitung auf die Seminarsitzungen gelesen werden. Die Themen werden von Studierenden in Referatform vorgestellt. Für diesen Zweck wird weiterführende Literatur zur Verfügung gestellt.
Dr. Martin Wachtel
Zeichentheoretische Grundlagen der Werbeanalyse
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Di 8-10, B 106 - Beginn: 15.4.1997
Die Systematik der in Werbung verwendeten Zeichen ist differenzierter als dies die unbestimmte Opposition von 'Wort' und 'Bild' nahelegt. Mindestens drei unterschiedliche Kategorien sind bei der semiotischen Analyse zu berücksichtigen:
- - Sinnesmodalität: Auditiv vs. visuell
- - Zeichentyp: Ikon vs. Symbol
- - Zeichensystem: Verbal vs. non-verbal
Das Seminar hat daher zwei Schwerpunkte:
Dr. Martin Wachtel
Die Lehre vom Wort: Grammatik und Semantik
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Mo 14-16, B 106 - Beginn: 14.4.1997
So selbstverständlich jeder mit dem Begriff 'Wort' umgeht und darunter eine feste Größe der Sprache versteht, so schwierig ist es, eine abschließende und verbindliche Wortdefinition zu geben. Das Seminar wird die Erscheinungsvielfalt von Wörtern unter folgenden Aspekten bearbeiten:
- - Was ist ein Wort?
- - Grundzüge der Morphologie
- - Wortart und Wortartwechsel
- - Wortform und Flexion
- - Komposition
Da jedes Wort eine syntaktische und zugleich auch eine sematische Einheit darstellt, wird sich das Seminar zudem mit der Frage beschäftigen, auf welche Weisen die Bedeutung von Wörtern beschrieben werden kann.
Prof. Dr. Gerd Fritz
Bedeutungstheorie und Bedeutungsbeschreibung
Hauptseminar - L3,Mag.,DaF
Fr 10-12, B 106 - Beginn: 18.4.1997
Das Seminar soll Grundlagen einer Zentraldisziplin der Linguistik, der Semantik, vermitteln. In den ersten Wochen des Semesters soll ein Überblick gegeben werden über die wichtigsten Typen von Bedeutungstheorien (Vorstellungstheorie, kognitive Semantik, Referenzsemantik, strukturelle Semantik, wahrheitsfunktionale Semantik, handlungstheoretische Semantik). Das Hauptgewicht des Seminars liegt auf semantischen Beschreibungsübungen, bei denen die Zwecke semantischer Beschreibung, theoretische Grundlagen und methodische Prinzipien diskutiert werden sollen, u.a. das sog. minimalistische Beschreibungsprinzip, Probleme der Mehrdeutigkeit und das Verhältnis von sog. wörtlicher Bedeutung und metaphorischen Verwendungsweisen. Beispiele für geplante Gegenstände der Beschreibung sind: Adjektive (ein scharfes Bild, scharfe Kurven), Partikeln (ja, der kanns; das ist ja großartig) und Modalverben (das muß ein Irrtum sein).
Erste Literaturhinweise:
Lyons, J.: Bedeutungstheorien. In: von Stechow, A./Wunderlich, D. (Hg.): Semantik. Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. Berlin/New York 1991, 1-24.
Gloning, Th: Bedeutung, Gebrauch und sprachliche Handlung. Ansätze und Probleme einer handlungstheoretischen Semantik aus linguistischer Sicht. Tübingen 1996. (S. 1-13, 58-62, 193-214, zu Formen der Bedeutungsbeschreibung vor allem S. 337-380).
Dr. Thomas Gloning
Übungen zur Textsortengeschichte des Deutschen 1350-1808
Hauptseminar - L1,L2,L3,Mag.,Prom,DaF
Mi 8-10, B 106 - Beginn: 16.4.1997
Textsorten kann man betrachten als Standardlösungen für bestimmte sprachliche Aufgaben, die immer wieder vorkommen. Im Lauf der Zeit können sich in einer Sprachgemeinschaft nicht nur die Aufgaben, sondern auch die Standardlösungen verändern. Dann entstehen neue Textsorten oder bestehende Textsorten verändern sich.
Gegenstand des Seminars werden vor allem Fallstudien zur Geschichte einzelner Textsorten des Deutschen sein. Denn mit solchen Fallstudien läßt sich am ehesten eine Übersicht über Aspekte und Formen des Textsortenwandels gewinnen.
Einen Schwerpunkt bilden dabei die deutschen Kochbücher, deren Textsortengeschichte wir vom »Buch von guter Speise« (ca. 1350) über die Kochbücher des Maister Hanns (1460), der Sabina Welser (1553), des Abtes Bernhardin Buchinger (1671), der Theresia Lindner (1780) bis zum Bamberger Kochbuch des Jahres 1808 verfolgen. Aber auch andere Textsorten und Medientypen können wir für Fallstudien heranziehen, z.B. Zeitungen oder medizinische Fachtextsorten.
Literatur zur ersten Orientierung:
Ehlert, T.: »Nehmet ein junges Hun, ertränckets mit Essig«. Zur Syntax spätmittelalterlicher Kochbücher. In: Essen und Trinken in Mittelalter und Neuzeit. Hg. von I. Bitsch, T. Ehlert und X. von Ertzdorff. Sigmaringen 1990, 261-276.
Kästner, H./ Schütz, E./ Schwitalla, J.: »Dem gmainen Mann zu guttem Teutsch gemacht«. Textliche Verfahren der Wissensvermittlung in frühneuhochdeutschen Fachkompendien. In: Betten, A. (Hg.): Neuere Forschungen zur historischen Syntax des Deutschen. Tübingen 1990.
Kästner, H./ Schütz, E./ Schwitalla, J.: Die Textsorten des Frühneuhochdeutschen. In: Sprachgeschichte. Hg. von W. Besch u.a. Band 2. Berlin/ New York 1985, 1355-1368.
Schwitalla, J.: Deutsche Flugschriften 1460-1525. Textsortengeschichtliche Studien. Tübingen 1983.
Stopp, H. (Hg.): Aus Kochbüchern des 14. bis 19. Jahrhunderts. Quellen zur Geschichte einer Textart. Unter Mitarbeit von R. Ertl und A. Schmitt. Heidelberg 1980.
Prof. Dr. Hans Ramge
Ontogenese des Erzählens
Hauptseminar - L1, L2,L3,Mag.,Prom.,DaF
Di 16-18, B 106 - Beginn: 15.4.1997
Wie Kinder erzählen lernen: Das Interesse an diesem Thema verknüpft drei unterschiedliche Fragestellungen:
- - eine gesprächsanalytische: Welche konversationellen Mittel bestimmen in welcher Weise den alltäglichen Kommunikationstyp Erzählen und den Texttyp Erzählung, und wie werden sie erworben?
- - eine sozialisationstheoretische: Wie vollzieht sich der Erwerb der Fähigkeit, (Geschichten) zu erzählen, im Zusammenhang mit anderen Sprachhandlungsfähigkeiten, und was bedeutet das für die Entwicklung des Kindes?
- - eine didaktische: Wie kann die Erzählfähigkeit von Kindern (besonders in der Grundschule) gefördert werden?
Aspekte dieser Fragestellungen werden im Seminar theoretisch anhand der neueren Forschungsliteratur (vor allem: Schu, Boueke u.a., Hausendorf/ Quasthoff) und praktisch durch Analyse von Materialien (vorhandener und zu erhebender Art) bearbeitet.
Erwartet wird die Übernahme einer Seminararbeit; die bloße 'Teilnahme' ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.
Prof. Dr. Hans Ramge
Sprache und Geschichte in Hessen
Hauptseminar - L1,L2,L3,Mag.,Prom.
Fr 8.30-10, B 106 - Beginn: 18.4.1997
In diesem Seminar werden Grundzüge der regionalen Sprachgeschichte Hessens im Rahmen der (allgemeinen) Geschichte der deutschen Sprache behandelt. (Mögliche) Themen sind:
- - Römer, Kelten und andere: Frühe Besiedlungsspuren im Spiegel von Namen;
- - Die Franken und die ahd. Lautverschiebung: Die Gliederung des deutschen Sprachraums;
- - Stadt und Land: Die Entstehung der hessischen Dialekträume in Mittelalter und früher Neuzeit;
- - Schriftlichkeit und Mündlichkeit: Entwicklung und Verbreitung der nhd. Diphthongierung;
- - Der regionale Wortschatz: 'Dialektwörter' in Geschichte und Gegenwart;
- - 'Heimatdichter': Von Erasmus Alberus bis Goethe, Büchner u.a.;
- - Sprachliche Minderheiten in Hessen: Jiddisch, französisch (Hugenotten), manisch.
Schwerpunkte richten sich nach den Interessen der Seminarteilnehmer/innen. Teilnahmevoraussetzung sind Grundkenntnisse der deutschen Sprachgeschichte. Mit dem Seminar sind mehrere halb- und ganztägige Exkursionen verbunden (Dünsberg, Wetterau und n.V.)
Prof. Dr. Fritz Vahle
Sprache und Bewegung (mit praktischen Übungen)
Hauptseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF
Mo 10-12, B 106 - Beginn: 14.4.1997
Die wichtigsten Verben aus dem Bereich der Körperhaltung und Bewegung (gehen, stehen, sitzen, tanzen usw.) werden aus sprachhistorischer Sicht betrachtet und in ihrer aktuellen Bedeutung als einzelnes Wort und in Redewendungen untersucht. Die betreffenden Bewegungsvorgänge werden dann auf der Grundlage bestimmter Bewegungslehren (Feldenkrais, Tai Ji, Chi Gong) dargestellt. In diesem Kontext werden auch praktische Übungen durchgeführt, die von einfachen Bewegungserfahrungen in Zusammenhang von Sprache und Musik bis hin zu Bewegungsmeditationen reichen.
Literatur:
Fredrik Vahle: Hupp Tsching Pau - Bewegungsliederbuch. Weinheim/Basel 1995.
Weitere Literatur wird im Seminar bekanntgegeben.
Dr. Martin Wachtel
Formen audiovisuellen Berichtens: Theorie und Analyse
Hauptseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,DaF,HF/NF
Mo 16-18, B 106 - Beginn:14.4.1997
Das Seminar beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen des audiovisuellen Berichtens im Fernsehen. Das Thema wird unter vier Fragestellungen behandelt:
1. - Was sind die wichtigsten Spielarten audiovisuellen Berichtens?
2. - Was sind die auditiven und visuellen Gestaltungsmittel des Fernsehberichts?
3. - Was wissen wir über Verstehen und Wirkung audiovisueller Texte?
4. - Wie werden Fernsehberichte redaktionell geplant, journalistisch vorbereitet und produziert?
Einführende Literatur:
Ein Reader mit einführender Literatur steht in der Fachbereichsbibliothek zur Verfügung.
Prof. Dr. Gerd Fritz
Linguistisches Colloquium
Oberseminar - L3, Mag., DaF
Termine s. Anschlag (Raum B 111)
Im Linguistischen Colloquium soll insbesondere den Teilnehmern des Studienangebots "Informationsvermittlung und Medien" die Möglichkeit geboten werden, entstehende Examensarbeiten zu diskutieren. Weiterhin ist geplant, neuere Texte zur Semantik zu lesen - möglicherweise als Ergänzung zum Hauptseminar "Bedeutungstheorie und Bedeutungsbeschreibung".
Prof. Dr. Hans Ramge
Examens-Kolloquium und Linguistisches Kolloquium
Kolloquien - privatissime
Zeit n.V., B 106 - Beginn: n.V.
In den Kolloquien werden teils examensrelevante, teils forschungsbezogene linguistische Themen behandelt. Teilnahme durch persönliche Einladung, bei Vorträgen durch Aushang.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
König Artus in der Weltliteratur
Vorlesung - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,Gasthörer
Mo 8-10, A 3 - Beginn: 14.4.1997
Der Mythos von König Artus/Arthur und den Rittern der Tafelrunde gehört zu den prägenden Bestandteilen der europäischen Erzählkultur ( Genese des volkssprachlichen Romans). Die Vorlesung interpretiert die wichtigsten Textzeugen von der Genese des Mythos im römischen Britannien bis in die Gegenwart. Fokusse: soziokulturelle Funktionalisierungen, zentrale Einformungen im Mittelalter.
Literatur:
König Artus und seine Tafelrunde. Europäische Dichtung des Mittelalters. Stuttgart: Reclam, 1980 (UB 9945).
Norris J. Lacy / Geoffrey Ashe: The Arthurian Handbook. New York, London: Garland, 1988.
Otfrid Ehrismann: Von Geoffrey zu Handke. Der Artus-Mythos und seine deutsche Rezeption. In: Phantastische Welten. Märchen, Mythen, Fantasy. Hg. v. Th. Le Blanc u. W. Solms. Regensburg: Röth, 1994, S. 85-114.
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer
Liebe, Rittertum und Individualität in Romanen des Mittelalters
Vorlesung - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF,
- Hörer/innen aller Fachbereiche, Gasthö-
- rer/innen, WV,GS/HS
Mi 8.30-10.00, A 5 - Beginn: 16.4.1997
In ausgewählten Beispielen aus der deutschen und französischen Romankunst des Mittelalters werde ich Erzählthemen und Erzählstrukturen vorstellen und erläutern.
Lektüre zur Vorbereitung:
König Artus und seine Tafelrunde. Europäische Dichtung des Mittelalters. Stuttgart, Reclam Verlag 1980;
Tristan und Isolde im europäischen Mittelalter. Stuttgart, Reclam Verlag 1991;
Werner Paravicini, Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters. München, R. Oldenbourg Verlag 1994;
Maurice Keen, Das Rittertum. München, Zürich, Artemis Verlag 1987;
Aaron J. Gurjewitsch, Das Individuum im europäischen Mittelalter. München, Verlag C.H. Beck 1994
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Dichtung:
»Das Märe vom Helmbrecht«
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.
Mo 10-12, B 33 - Beginn: 14.4.1997
Einige Grundkenntnisse der deutschen Sprachgeschichte - Interpretationskompetenz für mhd. Dichtung
Literatur:
Das Märe von Helmbrecht (Reclam-Ausgabe)
Skript zum Seminar (in der ersten Sitzung erhältlich)
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer
Einführung in die Literatur des Mittelalters:
Hartmann von Aue: Gregorius
Proseminar - L3,Mag.,Prom.,HF/NF,WP,GS
Do 16-18, B 33 - Beginn: 17.4.1997
Lektüre des mittelhochdeutschen Textes, sprachgeschichtliche Erläuterungen, Übersetzung ins Neuhochdeutsche und inhaltliche Interpretation.
Bitte Text, Wörterbuch und Grammatik zur ersten Sitzung mitbringen
Text: Hartmann von Aue, Gregorius. Tübingen, Max Niemeyer Verlag 1984 und ältere oder neuere Auflagen. (= Altdeutsche Textbibliothek 2) Ich bitte ausdrücklich darum, diese Textausgabe zu kaufen.
Zum literarischen Vergleich: Lesen Sie
Thomas Mann, Der Erwählte. Roman. Fischer Taschenbuch Nr. 9426.
Hilfsmittel und Literatur für die Einführung:
Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit Berichtigungen und Nachträgen von Ulrich Pretzel. 37. Aufl. Stuttgart, S. Hirzel Verlag 1986 - neuere oder ältere Aufl. können auch benützt werden.
Karl Helm, Abriß der mittelhochdeutschen Grammatik... Tübingen, Max Niemeyer Verlag, neuere oder neueste Aufl.
Artikel: "Hartmann von Aue", in: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 2. A. Bd. 3(1981), Sp. 500 ff.
Joachim Bumke, Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter. München, Deutscher Taschenbuch Verlag 1990
Joachim Bumke, Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter. Bd. 1 und Bd. 2. München, Deutscher Taschenbuchverlag 1986
Werner Paravicini, Die höfisch-ritterliche Kultur des Mittelalters. München, R. Oldenbourg Verlag 1994
Dr. Antje Holzhauer
Hartmann von Aue "Erec"
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag.,Prom.,HF/NF
Di 14-16, B 31 - Beginn: 15.4.1997
Hartmann führt mit dem "Erec" den Artusroman in die deutsche Literatur ein. Das Werk ist eine Bearbeitung des französischen Vorbilds von Chrétien de Troyes "Erec et Enide" (um 1170) unter Benutzung mündlicher Traditionen, wie z.B. dem kymrischen Mabinogi "Gereint" und der nordischen "Erexsaga". Die Geschichte beginnt mit einer peinlichen Situation für den Helden Erec, die in einer Traumhochzeit endet. Da sich das frischvermählte Paar nur noch füreinander interessiert, wird es vom Artushof in die Wildnis geschickt, um sich zu bewähren und nach bestandenen Abenteuern seinen verlorenen Platz in der Gesellschaft wieder einzunehmen. In diesem Seminar sollen ausgewählte Passagen des "Erec" gelesen, übersetzt und im Kontext interpretiert werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Lektüre und Übersetzung. Qualifizierte Scheine können durch eine Klausur erworben werden.
Textgrundlage:
Thomas Cramer (Hg.): Hartmann von Aue. Erec. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung. Frankfurt/M. 1972 (Fischer TB 6017).
Sekundärliteratur:
Christoph Cormeau/Wilhelm Störmer: Hartmann von Aue. Epoche-Werk-Wirkung, 2. Aufl. München 1993 (Beck Arbeitsbücher zur Literaturgeschichte).
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
»Das Mittelalter zum Anfassen« - Exkursion vom 22.7.-5.8.1997 nach Mittelengland und Südschottland.»
Teilnahme nur nach persönlicher Anmelung - begrenzte Zahl von Teilnehmern/Teilnehmerinnen; s. gesonderten Aushang.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
Hauptseminar/Oberseminar - L3,Mag.,Prom.
Do 10-12, B 106 - Beginn 17.4.1997
Die Brüder Grimm als Sprach- und Literaturforscher und »Sammler«. Fokus: Der »romantische Impetus ihrer Arbeit.
Literatur:
Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Werke ( Seminarapparat)
Otfrid Ehrismann: »Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen als wir«. Die Grimms, Schelling; vom Ursprung der Sprache und ihrem Verfall. In: LiLi 16, 1986, 29-57.
Ders.: Philologie der Natur - die Grimms, Schelling, die Nibelungen. In: Brüder-Grimm-Gedenken 1985, 35-59.
Ders.: »Da nun die Poesie nichts anders ist, als das Leben selbst«. Über den altdeutschen Meistergesang von Jacob Grimm. In: Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Forschungsausgabe. Bd. 29. Hildesheim: Olms, 1993, S. *1-*40.
Ders.: »Das leibliche sinken und geistige aufsteigen der sprache« Jacob Grimm lesen. In: ebd. Bd.1, S. *1-*34.
Ulrich Wyss: Die wilde Philologie. Jacob Grimm und der Historimus. München: Beck, 1979.
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer
Wolfram von Eschenbach, Parzival. - Liebe, Rittertum und Individualität.
Haupt-/Oberseminar - L3, Mag.,Prom.,HF/NF,WP,HS
Di 18-20, B 33 - Beginn: 15.4.1997
Voraussetzung für die Teilnahme: erfolgreich bestandene Zwischenprüfung in Germanistik
Zur Vorbereitung: Bitte lesen Sie den Parzival schon vor dem Seminar!
Text: Wolfram von Eschenbach, Parzival. Berlin, de Gruyter, Studienausgabe. Ich bitte ausdrücklich, diese Ausgabe zu kaufen.
Übersetzungshilfe: Dieter Kühn, Der Parzival des Wolfram von Eschenbach. Insel Taschenbuch 1328, S. 429 ff.
Literatur:
Joachim Bumke, Wolfram von Eschenbach. Stuttgart, Metzler 6.A. 1991 = Sammlung Metzler, Bd. 36.
Weitere Literatur in der Ankündigung zu meiner Vorlesung in diesem Semester
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer
Meister Eckhart (1280-1328): Deutsche Predigten.
Haupt-/Oberseminar - L3,Mag.,Prom.,HF/NF,WP,HS
Fr 8.30-10.00, C 3 - Beginn: 18.4.1997
Interdisziplinäres Seminar
Gemeinsam mit den Herren Kollegen Prof. Dr. H. Deuser (evang. systematische Theologie) und H. Meinhardt (Philosophie) werden ausgewählte mittelhochdeutsche Predigten Meister Eckharts sprachlich, philosophisch und theologisch interpretiert.
Voraussetzung zur Teilnahme für Germanisten und Germanistinnen: abgelegte Zwischenprüfung in Germanistik, Lateinkenntnisse, Interesse für philosophische und theologische Fragen.
Text: Meister Eckhart, Deutsche Predigten und Traktate. Hrsg. von Josef Quint. Die maßgebliche wissenschaftliche Ausgabe der mhd. Texte. Vorhanden in der Bibliothek des Zentrums für Philosophie und des Fachbereichs Germanistik.
Meister Eckhart, Werke I und II. Texte und Übersetzungen von Josef Quint. Hrsg. und kommentiert von Niklaus Largier. Frankfurt a.M., Deutscher Klassiker Verlag 1993.
Die in den Seminarsitzungen gelesenen Texte werden in der 1. Seminarsitzung ausgegeben. Handapparate zum Seminar sind in den drei beteiligten Institutsbibliotheken bereitgestellt.
Zur allgemeinen Information vorab während der vorlesungsfreien Zeit wird empfohlen:
Gerhard Wehr, Meister Eckhart. Rowohlt-Monographie 1989 (Nr. 376)
Kurt Ruh, Meister Eckhart. Theologe, Prediger, Mystiker. München, Beck 1985
Kurt Ruh, Geschichte der abendländischen Mystik. Bd.3: Die Mystik des deutschen Predigerordens und ihre Grundlegung durch die Hochscholastik. München, Verlag C.H. Beck 1996.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Luhmann und de Man. Neuere literaturtheoretische Ansätze
Vorlesung - L1,2,3,5, Mag., Prom., HF/NF
Do 14-16, 2 st.,A 3 - Beginn: 17. 04 .97
Zwar sollte man mit Goethe daran festhalten, daß die Phänomene schon die Lehre (Theorie) sind; eine intensive Lektüre der Texte ist daher schon viel. Ein Blick auf theoretische Felder bleibt deshalb doch notwendig. Ich werde etwas weiter ausholen müssen und mit der neueren Ästhetik bei A. G. Baumgarten beginnend über Kant und Hegel zu Nietzsche kommen; eine Wende zu Heidegger ist wegen seines Einflusses auf die Franzosen unerläßlich. Im Zentrum soll aber eine Betrachtung der Ansätze stehen, die von der Systemtheorie, dem Dekonstruktivismus herkommen. Daneben möchte ich ein kleines Spektrum weiterer auf dem Markt der Meinungen vertretener Positionen aufzeigen, also etwa: Feministische Literaturwissenschaft, Diskurstheorie. Nötig ist aber auch eine Behandlung älterer Konzepte in modernisierten Fassungen (also etwa: was bringt die Lacansche Psychoanalyse?) Oder ein Blick zurück: kann es noch materialistische Literaturwissenschaft geben?
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Lessings Schriften für und über das Theater
Vorlesung - L1,2,3,5, Mag., Prom., DTM, HF/NF
Mi 10-12, A 1 - Beginn: 23. 04. 1997
Eine von dem Dramatiker Heiner Müller geschaffene Theaterfigur stellt sich mit der folgenden Sentenz dem Publikum vor: "Mein Name ist Gotthold Ephraim Lessing. Ich habe ein/zwei Dutzend Puppen mit Sägemehl gestopft das mein Blut war, einen Traum vom Theater in Deutschland geträumt und öffentlich über Dinge nachgedacht, die mich nicht interessierten." Diese Absage an eine pathetisch-inhaltsleere Klassikerverehrung ist nur scheinbar provokant. In Wirklichkeit bleibt sie in den Vorstellungen befangen, die von jeher das Bild des Autors bestimmt haben: das Stereotyp vom unpoetischen Dichter kombiniert sich mit der Vorstellung vom resignierten Theatermann und unversöhnlichen Polemiker. Die Forschung hat an die Stelle dieser - nie ganz beseitigten - Lessing-Legende andere Deutungsmuster gesetzt, die inzwischen jedoch ebenfalls kritisch zu prüfen sind: inwiefern ist Lessing der Repräsentant einer 'bürgerlich-empfindsamen' Aufklärung in Deutschland und was ist mit diesem Etikett gemeint? Wie ist das sozialgeschichtliche Paradigma zu reformulieren und wie sehen die alternativen Erklärungsmodelle aus? Die Vorlesung konzentriert sich auf das dramatische Werk und die gattungstheoretischen Schriften Lessings, wobei die angesprochenen forschungsgeschichtlichen Fragen (vgl. dazu den Überblick in: Das achtzehnte Jahrhundert 19/2 [1995], S. 172-192) einbezogen werden.
Prof. Dr. Christine Lubkoll / Prof. Dr. Günter Oesterle
Ringvorlesung: Heinrich von Kleist
Vorlesung (statt Epochenzyklus) - L1,2,3,5, Mag., Prom., DTM,AVL
Di 16-18, A 1 - Beginn: 15.4.1997
Im Sommersemester wird der Epochenzyklus unterbrochen zugunsten dieser Sonderveranstaltung: In Zusammenarbeit (und mit großzügiger finanzieller Unterstützung) der Münchener 'Stiftung für Romantikforschung' findet eine Vortragsreihe zum Thema 'Heinrich von Kleist' statt, zu der Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Die Ringvorlesung soll Einblicke in aktuelle und innovative Positionen und Perspektiven der gegenwärtigen Kleistforschung vermitteln und die Diskussion darüber ermöglichen. Anschließend werden die Gießener Vorträge in einem Sammelband publiziert.
Jörn Steigerwald M.A.
Literaturwissenschaftliche Methodendiskussion
Brückenkurs
Di: 10-12, B 128 - Beginn: 15.4.1997
Nach der hermeneutischen "Wut des Verstehens" kam die Methodendiskussion, dieser folgte die Methodenvielfalt, die in Paul Feyerabends 'anything goes' ihren scheinbaren Höhepunkt fand. Die jetzige Situation scheint eher durch ein 'nichts geht nicht mehr' gekennzeichnet zu sein. Sinn und Ziel dieses Brückenkurses ist es daher, die einzelnen Methoden (Diskursanalyse, Rezeptionsästhetik, Post-Strukturalismus, New Historicism etc.) anhand ausgewählter Schriften von Autoren(?) dieser Diskurse und ihren konkreten Anwendungen auf literarische Texte in gemeinsamer Lektüre zu erkunden. Gerade die Frage nach dem Nutzen und der Anwendbarkeit, aber auch ihrer besonderen Entstehungsgeschichte (als Reaktion auf, als Abgrenzung gegenüber von ...), soll im Mittelpunkt des Kurses stehen. Das Motto könnte daher auch lauten: "Was Sie schon immer über Literaturtheorie wissen wollten ...".
Als einführende Literatur und zugleich gute Textsammlung sei genannt:
Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. Hrsg. u. kommentiert von D. Kimmich, R.G. Renner u. B. Stiegler. Stuttgart (Reclam) 1996
Frank Rademacher
Einführung in die Textverarbeitung
Brückenkurs - L1,2,3,5, Mag., Prom., DTM, HF/NF
tgl. 9-13 ,Computerraum der UB - Vorbesprechung: 09.04.1997, B 31, 13.45
Termin: 21.7.-25.7.97
Der Kurs, der in Form eines Blockseminars im Anschluß an die Vorlesungszeit abgehalten wird, soll den Teilnehmenden alle Teile des Textverarbeitungsprogramms 'Winword 6.0' vermitteln, die zur Erstellung einer wissenschaftlichen Hausarbeit notwendig sind. Es handelt sich um einen Einführungskurs, für den keine Vorkenntnisse erforderlich sind. Die Erfahrungen in den vergangenen Kursen haben gezeigt, daß es für die Teilnehmenden von Vorteil ist, während des Kurses eine eigene Hausarbeit oder ein Referat zu verschriftlichen. So können genau die Probleme und Schwierigkeiten, die möglicherweise später auftreten, schon vorab geklärt werden. In der letzten Woche der Vorlesungszeit findet mittwochs um 13.45 in Raum B 31 eine kurze Vorbesprechung statt.
Da nur eine begrenzte Anzahl von Personalcomputern in der UB zur Verfügung steht, kann auch nur eine begrenzte Anzahl Studierender am Kurs teilnehmen. Tragen Sie sich deshalb bitte frühzeitig in die Liste ein, die dazu im Sekretariat bei Frau Geyer ausliegt. Die Eintragung in diese Liste ist verbindlich.
Frank Rademacher
Studentisch organisiertes Projekt: Erstellen einer Fachschaftszeitung
- Vorbesprechung: 16.4.1997, B 32, 13.45
Mi 13.45, B 32 (FS-Raum) - Beginn: 16.4.1997
In diesem studentisch organisierten Projekt soll den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben werden, Einblicke in die Vorbereitung und Erstellung einer Zeitschrift zu erhalten. Am Beispiel der bereits regelmäßig erscheinenden Fachschaftszeitung 'Wörtersee' werden alle anfallenden Arbeitsschritte, wie Themenplanung, Schwerpunktsetzung, Vergabe von Aufgaben, Interviews, Erstellen eines Artikels, Korrekturlesen, Layouting etc, aber auch organisatorische Probleme, wie etwa die der Finanzierung durchgesprochen. Vorkenntnisse in elektronischer Textverarbeitung oder einem Layoutprogramm sind vorteilhaft, aber keine Voraussetzung. Im Mittelpunkt des auf voraussichtlich vier Arbeitssitzungen á jeweils vier Stunden konzipierten Projektes soll aber die praktische Arbeit stehen. Konkret heißt das, der 'Wörtersee 9' wird von den Projektteilnehmenden zusammen 'gemacht'. Die erste Vorbesprechung, in der auch die Termine für die Arbeitssitzungen abgesprochen werden, findet am ersten Mittwoch des Semesters um 13.45 in Raum B 32 statt.
Dr. Bettina Banasch
Das Bilderbuch (als Gattung, auch Poetik des Bilderbuchs)
Proseminar - L1,L2,L3,L5, Mag., Prom., HF/NF
Mi 10-12, C 26 - Beginn: 16.4.97
Eine genauere Beschreibung lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor. Bitte beachten Sie die Aushänge.
Dr. Christine Haug
Der innerdeutsche Literaturaustausch - Buchmarkt und Kulturpolitik in den beiden deutschen Staaten seit 1949
Proseminar - L 1, L2, L3, L5, Mag./Prom. HF/NF
Mo 16-18; E 5 - Beginn: 14.04.1997
Das Seminar wird sich, ausgehend von der Entstehung eines Nachkriegsbuchmarkts in den amerikanischen und sowjetischen Besatzungszonen und ihrer unterschiedlichen politischen Ausrichtung sowie den Anfängen eines deutsch-deutschen Buchhandelsverkehrs nach 1945, mit der Frage beschäftigen, wie eine kontinuierliche Buchdistribution zwischen den beiden deutschen Staaten (von West nach Ost und umgekehrt) trotz subtiler Verhinderungsstrategien und kulturpolitischer Restriktionen sowie der diffizilen Lizensierungspraxis, die beide Staaten gleichermaßen praktizierten, aufrechterhalten werden konnte. Die Thematik soll einerseits exemplarisch an den kulturpolitischen Aktivitäten einzelner Verlegerpersönlichkeiten (z. B. Kurt Desch, Gustav Fischer, Klaus Wagenbach, Walter Janka/Aufbau Verlag sowie den Verlagsinhabern von Rütten & Löning) aufgearbeitet werden - ihre Versuche, die Probleme des "geteilten Buchmarkts" konstruktiv zu bewältigen; andererseits spielen die literarischen und buchhändlerischen Institutionen in Ost und West, z. B. die Schriftstellerverbände, der Börsenverein des deutschen Buchandels, die Buchmessen sowie die Deutsche Bücherei Leipzig und die Deutsche Bibliothek in Frankfurt, eine nicht geringe Rolle beim innerdeutschen Literaturtransfer. Von den SeminarteilnehmerInnen wird eine starke Leseleistung bei der Sichtung von Verlagsgeschichten, Dokumenten und Quellen erwartet, sowie ein besonderes Interesse an Archivarbeit (Recherche, Anschreiben, Materialbeschaffung, etc.).
Einführende Literatur:
Angelika Monden: Buchhandelgeschichtliche Quellen in der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv. Eine Bestandsinformation. In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 6 (1996).
Sigfried Lokatis/Stefan Tiepmar: Verlagsarchive der DDR. In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 6 (1996).
Simone Barck/Martina Langermann/Siegfried Lokatis: Jedes Buch ein Abenteuer. Zensur-System und literarische Öffentlichkeit(en) in der DDR bis Ende der 60er Jahre. Akademie Verlag, Februar 1997 (DM 68,00).
"Ein Oberkunze darf nicht vorkommen". Materialien zur Publikationsgeschichte und Zensur des Hinze-Kunze-Romans von Volker Braun. Hrsg. von York-Gothart Mix (Veröffentlichungen des Leipziger Arbeitskreises zur Geschichte des Buchwesens, Bd. 4 (1993). (DM 38,00).
Almuth Hammer,M.A./ Dr. Friedhelm Hartenstein
Hebräische Mythologie als Identitätshorizont jüdischer Autor(inn)en (Kafka, Benjamin, Celan, Sachs)
Proseminar - AVL, L1, L2, L3, L5, Mag, Prom.
Do 12-16 (14tägig), C 30 - Beginn: 17.4.1997
Durch die Infragestellung der religiösen und gesellschaftlichen Schranken konnte nach der Aufklärung die gesellschaftliche Integration der Juden in Deutschland beginnen. Der gleichzeitig sich herausbildende Nationalgedanke, der von vielen assimilierten Juden mitgetragen wurde, ging jedoch sehr bald mit einem immer aggressiver werdenden Antisemitismus einher, der schließlich in den Greueltaten des Nationalsozialismus einen grausamen Höhepunkt fand. Jüdische Autor(inn)en waren daher stets gezwungen, sich mit der Frage nach ihrer Identität auseinanderzusetzen: Ohnehin in den Zwiespalt zwischen ihrem nationalen Selbstverständnis als Deutsche und ihrem 'kulturellen' Selbstverständnis als Juden gestellt, wurden sie zusätzlich durch die rassistische Fremdzuschreibung von deutsch-national antisemitischer Seite als Juden tyrannisiert. Das Seminar will der Frage nachgehen, inwieweit deutschsprachige jüdischer Autor(inn)en auf hebräische Mythologie (Altes Testament, jüdische Traditionen) zurückgreifen, um ihre kulturell jüdische Identität zu verorten und gegen Fremdzuschreibungen zu schützen.
Nähere Literaturhinweise finden sich ab Mitte Februar 1997 an der Tür Raum B 156.
Dr. Herrad Heselhaus
Iphigenie - Literarische "Re-Visionen" des Mythos
Proseminar - L 1, L2, L3, L5, Mag./Prom. HF/NF
Blockseminar Fr. Sa - Termin: siehe Aushang
Das Seminar will anhand des "Iphigenien"-Stoffes das Verhältnis von Literatur und Mythos hinterfragen. Dabei wird der Figur der Jungfrau besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wird verschiedene literaturwissenschaftliche Ansätze ins Spiel bringen, die im Seminar aber nicht nur angewendet, sondern auch hinterfragt werden sollen: z.B. Psychoanalyse, Diskursanalyse und Dekonstruktion, Konstruktivismus und Feminismus. Ziel des Seminars ist neben der genauen und kritischen Lektüre auch ein kreativer und "revisionistischer" Umgang mit dem Stoff, der den intertextuellen Differenzen auch auf der Ebene der Interpretation noch gerecht werden kann.
Das Proseminar findet in drei Blöcken statt (freitags und samstags). Termine und Seminarplan werden baldmöglichst ausgehängt.
Dr. Carola Hilmes
Autobiographien von Schriftstellerinnen im 20. Jahrhundert
Proseminar - L 1, L2, L3, L5, Mag./Prom. HF/NF
Di 14 - 16 Uhr, B 33 - Beginn: 15.4.1997
Während die traditionelle Autobiographie gleichsam von einem vorkopernikanischen Selbstbild ausging, gerät die moderne Vermessung des Ich zu einem labyrinthischen Unternehmen. "Yes, I'm 20 people", heißt es bei Virginia Woolf. Es sind nicht zuletzt Experimente mit neuen literarischen Formen, die in den Selberlebensbeschreibungen im 20. Jahrhundert in den Vordergrund rücken - ein oft riskantes Spiel mit den Gattungen. Den Autobiographien einiger Schriftstellerinnen kommt dabei eine herausragende Rolle zu. Im Seminar vorgestellt und analysiert werden sollen u.a.: Virginia Woolf, Moments of Being (dt.: Augenblicke des Seins), Gertrude Stein, The Autobiography of Alice B. Toklas (1933), Unica Zürn, Der Mann im Jasmin. Eindrücke einer Geisteskrankheit (1965-67), Verena Stephan, Häutungen (1975), Christa Wolf, Kindheitsmuster (1979), Nathalie Sarraute, Enfance (1989).
Einführende Literatur:
Carola Hilmes, Moderne europäische Autobiographien, in: Die literarische Moderne in Europa, Bd. 3, hrsg. von Hans Joachim Piechotta, Opladen: Westdt. Verl. 1994, S. 370-392.
Geschriebenes Leben. Autobiographik von Frauen, hrsg. von Michaela Holdenried, Berlin: Erich Schmidt 1995
Dr. Beatrix Himmelmann
Charlotte Buff, Thomas Mann und Goethe
Proseminar - L1, L2, L3, Mag., HF/NF
Blockseminar - Vorbesprechung: Fr 18.04.97, 10-12, C 26
Termin: 02.-04.05.97 und 09.-11.05.97: Fr 10-14, C 26/ Sa, So, 10-14, B 128
Im Mittelpunkt des Seminars steht Thomas Manns Goethe-Roman "Lotte in Weimar". Thomas Mann entfaltet ihn um ein Detail der Goetheschen Biographie: Im Herbst 1816 hielt sich Charlotte Kestner geb. Buff, Jugendfreundin Goethes und Vorbild für die Lotte im "Werther", für längere Zeit in Weimar auf. Sie besuchte ihren Schwager Cornelius Johann Ridel. Es kam zu einer einzigen förmlichen Begegnung mit Goethe in seinem Haus am Frauenplan.
Thomas Mann zeigt Goethe in den verschiedensten Brechungen: er bedient sich des Goetheschen Prinzips der "wiederholten Spiegelungen", um ihn in der Vielfalt seiner Interessen und Tätigkeiten, aber auch in seinen Widersprüchen Gestalt werden zu lassen. Ein subtiles Portrait entsteht, das wie weniges geeignet ist, an Werk und Persönlichkeit Goethes heranzuführen. Und nicht zuletzt spiegelt sich auch Thomas Mann selbst in dem Protagonisten seines Romans.
Texte:
Thomas Mann, Lotte in Weimar, Frankfurt a.M. 1990 (Fischer-Taschenbuch 9432).
Thomas Mann, Goethes Laufbahn als Schriftsteller. Zwölf Essays und Reden, Frankfurt a.M. 1982 : Fischer-Taschenbuch 5715).
Literatur:
Gerhard Lange, Struktur- und Quellenuntersuchungen zur "Lotte in Weimar", Bayreuth 1970.
Thomas Mann, Selbstkommentare "Lotte in Weimar", hrsg. v. Hans Wysling u.a. (Informationen und Materialien zur Literatur), Frankfurt a.M. 1996 (Fischer-Taschenbuch 6894).
Prof. Dr. Klaus Inderthal
Walter Benjamin
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag, Prom, HF/NF
Mo 16-18, B 128 - Beginn: 14.4.1996
Erörtert werden soll Walter Benjamins kleine Prosa: "Einbahnstraße", "Berliner Kindheit um neunzehnhundert", "Berliner Chronik", "Denkbilder", "Kurze Schatten" u.a.
Literatur:
W. Benjamin, Gesammelte Schriften, Unter Mitwirkung von Th. W. Adorno und G. Scholem hg. v. R. Tiedemann u. H. Schweppenhäuser, Bd.IV, Frankf./M. 1972.
W. Benjamin, Berliner Kindheit um neunzehnhundert, Fassung letzter Hand, Frankf./M. 1992, 5. Aufl.
Prof. Dr. Klaus Inderthal
Lyrik nach 1945
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF
Mo 14 - 16, B 128 - Beginn: 14.4.1996
Thema sollen Lyrik und Poetik nach 1945 sein, in einer Erörterung von Werken Gottfried Benns, Bertolt Brechts, Paul Celans, Ingeborg Bachmanns u.a.
Dr. Andrea Jäger
Der bürgerliche Realismus. Ausgewählte literarische und programmatische Texte.
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF
Mi 14-17 (14tägig), B 31 - Beginn: 23.4.97
"...unser Glaube dagegen ist, daß die Idee sich in der Wirklichkeit realisiert, und diesen Glauben halten wir für das Prinzip der Zukunft". Was Julian Schmidt hier als die Grundüberzeugung der realistischen Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts formuliert, ist nicht ohne Ambivalenz. Die Gewißheit, die (zukünftige) Wirklichkeit als realisierte Idee zu erkennen, schließt nämlich die gegenteilige Krisenerfahrung ein, daß der Wirklichkeit des 19. Jahrhunderts nicht mehr so ohne weiteres anzusehen ist, inwiefern sie sich einer humanen Idee verdankt. Realistisches Schreiben beruht demnach auf einem "Trotzdem", mit dem die Literatur es als ihre Aufgabe betrachtet, das idealische der prosaischen Wirklichkeit der Anschauung verfügbar zu machen. Das Seminar möchte einen ersten Einblick in die Bandbreite literarischer Antworten und theoretischer Auseinandersetzungen in bezug auf diese Aufgabenstellung geben.
Literatur:
Otto Ludwig: Zwischen Himmel und Erde. (1856)
Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse. (1857)
Gottfried Keller: Züricher Novellen. (1876/78)
Conrad Ferdinand Meyer: Der Schuß von der Kanzel. (1878)
Theorie des bürgerlichen Realismus. Eine Textsammlung. Hg. von Gerhard Plumpe. Stuttgart 1985. (= RUB 8277)
(Alle Texte als Taschenbuch erhältlich)
Dr. Manfred Koch / Dr. Harald Schmidt
Sonderlinge, Dilettanten und Irre in der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts
Proseminar - L1,2,3,4,5; Mag; Prom; DTM
Di 10-12, B 31 - Beginn: 15.4.97
Das Seminar will literarische Typen sozialer und ästhetischer Devianz unter den besonderen Bedingungen des österreichischen Kulturraums diskutieren. Die zeitlich von der Ära Metternich bis zur Wiener Moderne reichenden Texte (Eichendorff, Lenau, Grillparzer, Stifter, Ferdinand von Saar, Hofmannthal, Schnitzler) sollen erläutert und auf die Entwicklung der medizinischen und psychologischen Theoriebildung bezogen werden (Herbertianismus, Seelendiätetik, Tiefenpsychologie).
Prof. Dr. Gerhard Kurz
Wie interpretiere ich einen Roman?
Proseminar - L1, L2, L3,L5, Mag., Prom.
Do 8,30-10, B 128 - Beginn: Voraussichtlich 2. Juni-Woche 1997.
Blockseminar. Bitte Aushang beachten!
Dieses Proseminar soll in die literaturwissenschaftliche Analyse eines Romans einführen. Als Texte werden zugrundegelegt: Eichendorff, Ahnung und Gegenwart (Reclam Nr. 8229); Kafka, Das Schloß (Reclam Nr. 9678)
Zur Einführung empfohlen:
H.-W. Ludwig, Hg., Arbeitsbuch Romananalyse, zuerst: Tübingen 1982
G. Genette, Die Erzählung, München 1994
Prof. Dr. Christine Lubkoll
Wozu Gedichte? Poetologische Lyrik vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
Proseminar - L1,2,3,5; Mag., AVL
Di 12-14, B 128 - Beginn: 15.4.1997
Von Goethes Satz "Gedichte sind gemalte Fensterscheiben" über Th. W. Adornos Diktum, "nach Auschwitz ließe kein Gedicht mehr sich schreiben" bis hin zu zeitgenössischen Dichtungen, deren "Muse der Computer ist" (Heiner Müller), spannt sich ein weiter Bogen: vom 18. bis zum 20. Jahrhundert verändern sich die gattungspoetologischen Voraussetzungen und Funktionsbestimmungen von Lyrik einschneidend. Das Seminar verfolgt diese Entwicklung, indem es exemplarisch poetologische Gedichte untersucht: Texte also, die selbst aussagen und vollziehen, was sie als Charakteristikum, Bedingung und Aufgabe von Lyrik ansehen. Begleitend werden einschlägige gattungspoetologische Positionen diskutiert. Eine Lektüreliste zur Vorbereitung (Primärtexte und Forschungsbeiträge) findet sich ab Anfang März in einem Seminarordner in der Bibliothek.
Dr. Helga Meise
Die "Galerie der starken Frauen". Berühmte Frauen in literarischen Diskursen der Frühen Neuzeit.
Proseminar - L1,2,3,5, Mag., Prom.
Do 10-12, B 33 - Beginn: 17.4.1996
Gegenstand des Seminars ist das Wissensdispositiv "starke Frauen", das in der Frühen Neuzeit in der Kunst und in literarischen Diskursen gleichermaßen virulent ist. Am Beispiel einiger Frauengestalten - Kleopatra, Penthesilea, Semiramis, Artemisia u.a. - untersucht das Seminar exemplarisch Entstehung, Rezeption und Wirkung des Dispositivs; dabei liegt das Hauptgewicht auf Texten des 17. Jahrhunderts. Im Zentrum der Diskussion stehen literarische Darstellungsmuster in Frauenkatalogen, Trauerspielen und Opern, die Indienstnahme des Dispositiv durch Barockfürstinnen sowie die Verbindunglinien, die zwischen literarischen Texten und bildkünstlerischen Arbeiten bestehen.
Literatur zur Vorbereitung:
Giovanni Boccaccio: De claris mulieribus. Die großen Frauen (1361/75). Stuttgart 1995 (reclam 9341).
Christine de Pinzan: Das Buch von der Stadt der Frauen. Le livre de la Cité des Dames (1405). München 1990 (dtv 2220).
Johann Caspar Eberti: Eröffnetes Cabinet deß Gelehrten Frauenzimmers (1706). Hf. v. Elisabeth Gössmann. München 1990 (=Archiv f. philosophie- und theologiegeschichtliche Frauenforschung, Bd. 3).
Die Galerie der Starken Frauen. Die Heldin in der französischen und italienischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Ausstellung im Kunstmuseum Düsseldorf 10.9-.-12.11.1995 und im Hessischen Landesmuseum Darmstadt 14.12.1995-26.2.1996.
Ausstellungskatalog bearb. v. Bettina Baumgärtel u. Silvia Neysters. Düsseldorf 1995.
Dr. Karl-Josef Müller
Realismus in der Literatur - was ist das?
Proseminar - L1, L2, L3, Mag., Prom.
Fr 10-12, B 24 - Beginn:18.4.1996
Immer wieder wird die Forderung laut, Kunst müsse sich 'kritisch' mit der Realität auseinandersetzen und diese widerspiegeln, doch die Kunst wehrt diesen Anspruch ab, indem sie eigene Welten konstruiert, am deutlichsten nachvollziehbar im abstrakten Bild. Die Frage nach der spannungsvollen und spannenden Beziehung zwischen Kunst und Wirklichkeit wird im Mittelpunkt des Seminars stehen, wobei ein Seitenblick auf die Situation in der bildenden Kunst der Fragestellung dienlich sein könnte.
Literatur:
Richard Brinkmann (Hrsg.): Begriffsbestimmung des literarischen Realismus, Darmstadt 1974
Th.W. Adorno: Engegement, Offener Brief an Rolf Hochhuth, in: Adorno: Noten zur Literatur (I-IV), Frankfurt 1981, S.409-430 u. S.591-598
Günter Grass: Geschenkte Freiheit. Versagen, Schuld, vertane Chance, DIE ZEIT, 10.Mai 1985
Gottfried Keller: Martin Salander
Thomas Bernhard: Auslöschung
Peter Handke: Die Lehre der Sainte-Victoire
Prof. Dr. Günter Oesterle
Heinrich von Kleist
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom.
Mo 16-18, B 24 - Beginn: 14.4.97
Das Seminar bezieht sich thematisch und in der Abfolge der Themen auf die im SoSe zu Kleist angebotene Ringvorlesung. Es wird eine extensive wie intensive Lektüre der Werke von Kleist empfohlen:
Literatur:
H. Sembdner. Hrsg., Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Berlin 1970.
Walter Hinderer. Hrsg., Kleists Dramen. Stuttgart 1981.
Thomas Wichmann. Heinrich von Kleist. Stuttgart 1988 (Slg. Metzler).
Dr. Michael Schlott
Literaturgeschichtsschreibung und Kanonbildung
Proseminar - L1, L2, L3, L4, L5, Mag., Prom., AVL, DTM
Fr 10-12, C 29 - Beginn: 18. 04. 1997
Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Konzeption des Seminars sieht keine verbindliche Antwort auf die Frage vor, was Studierende der germanistischen Literaturwissenschaft lesen sollen. Anhand ausgewählter Beispiele aus der Literaturhistoriographie des 19. und 20. Jahrhunderts werden zunächst die beiden grundlegenden Verständnisvarianten von "Kanon" zu erarbeiten sein: (1) Kanon als ein Corpus von "Werken", die in bestimmten gesellschaftlichen Gruppierungen oder "Nationen" eine verbindliche Geltung beanspruchen (materialer Kanon); (2) Kanon als ein Corpus von Interpretationen, die eine verbindliche Regelung im Bezug auf "Werthaftigkeit", "Gehalt" und "Bedeutung" vermeintlich kanonischer Texte vorsehen. Einzel-analysen des literaturhistoriographischen Materials sollen dabei den Blick für das wirkungsgeschichtliche Phänomen "rezipierter Rezeptionen" schärfen und die strukturbildenden Faktoren sowie stabilisierenden Ordnungsmuster im "Argumentations"-Repertoire der Literaturgeschichtsschreibung offenlegen. Von besonderem Interesse wird die vergleichende Erweiterung der Untersuchungsperspektive auf entsprechende Bereiche der kodifizierenden Literatur sein: Lexika, Handbücher, bereichsspezifische Studienbücher und Monographien. Die beabsichtigte normenkritische Reflexion auf die Leistungen literaturgeschichtlicher Kodifikationen und auf die entsprechenden Konstruktions- und Erklärungsangebote für literaturgeschichtliche Prozesse orientiert sich dabei an den dominanten organisierenden Darstellungsmustern, die sich unter folgenden Aspekten aufschlüsseln lassen: Autorbezug, Werkbezug, Gattungsbezug, Kontextualisierung, Adressaten- und Vermittlungsbezug.
Literatur:
Jede greibare Literaturgeschichte sowie "gängige" Handbücher und Lexika.
Heydebrand, Renate von: Wertung, literarische. In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. 2. Auflage. Bd. 4. Berlin, New York 1984. S. 828-871.
Dies.: Probleme des "Kanons" - Probleme der Kultur- und Bildungspolitik. In: Johannes Janota (Hg.): Methodenkonkurrenz in der germanistischen Praxis. Vorträge des Augsburger Germanistentags 1991. Bd. 4. Tübingen 1993. S. 3-22.
Simone Winko: Literarische Wertung und Kanonbildung. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hg. v. Heinz Ludwig Arnold und Heinrich Detering. München 1996 (dtv 4704). S. 585-600.
Rainer Grübel: Wert, Kanon und Zensur. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft (wie oben), S. 601-622.
Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes. 43. Jg. H. 3 (September 1996).
Dr. Christian Soboth
Der Opferdiskurs in der Literatur des 18. Jahrhunderts
Proseminar - L1,L2, L3, Mag., Prom.
Mo 10-12, B 128 - Beginn: 14.04.1997
Ein Opfer, was ist das überhaupt? Wenn wir heute von Opfer sprechen, dann bei Verkehrsunfällen, Gewaltverbrechen, Kriegen, bei Zeit und Geld. Was haben diese `Opfer' noch mit dem zentralen Opfer des christlichen Abendlandes zu tun, mit dem entsühnenden und versöhnenden Kreuzestod Christi? Ein Blick in die Literatur des 18. Jahrhunderts soll zur Klärung dieser Fragen beitragen. Während ausgerechnet die Theologen der Aufklärung glaubten, auf Opfer könne verzichtet werden, der Mensch sei auf der Welt, um glücklich zu werden und nicht um zu leiden, machten die Dichter das Opfer zu einem wichtigen Gegenstand ihres Nachdenkens und Schreibens. Diese Beobachtung scheint mir ebenso erläuterungsbedürftig wie die unterschiedlichen Interpretationen, die von Lessing bis zu Theodor Körner das Opfer erfahren hat. Leitlinie für Ihre Lektüre und für die Seminardiskussion ist die einfache Frage: Wer opfert wem wen oder was wie und warum?
Literatur:
Gryphius: Catharina von Georgien; Lessing: Emilia Galotti; Klopstock: Der Messias (8.-12. Gesang); Wieland: Der geprüfte Abraham (beide Fassungen), Peregrinus Proteus; Lenz: Der Hofmeister, Catharina von Siena, Gedichte in Auswahl; Hölderlin: Empedokles; Körner: Leier und Schwert
Zur Einführung:
Opfer-Artikel in: Die Religion in Geschichte und Gegenwart
J. Nieraad: Die Spur der Gewalt. Zur Geschichte des Schrecklichen in der Literatur und ihrer Theorie. Lüneburg 1994.
R. Girard: Das Heilige und die Gewalt. Zürich 1987.
E. Scarry: Der Körper im Schmerz. Die Chiffren der Verletzlichkeit und die Erfindung der Kultur. Frankfurt a.M. 1992.
M. Horkheimer/Th. W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Frankfurt a.M. 1988, S. 5-127.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Lessings Dramen
Proseminar - L1, L2, L3, L4, L5, Mag., DTM
Mo 18-20, E 4 - Beginn: 14. 04. 1997
Wie nähert man sich einem 'klassischen' Autor und seinen Werken, über die schon alles gesagt zu sein scheint? Am besten durch eine intensive Lektüre, der sich die Frage nach einer historisch adäquaten Interpretation anschließen kann. Das Seminar begleitet die im Sommersemester angebotene Vorlesung, es dient der Vertiefung der dort auf dem neuesten Forschungsstand behandelten Gegenstände. Probleme der Wirkungsgeschichte (Gründe für die Kanonisierung der Texte etc.) können nur am Rande berührt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die genaue Kenntnis folgender Stücke: Der junge Gelehrte, Der Freigeist, Die Juden, Miß Sara Sampson, Minna von Barnhelm, Emilia Galotti, Nathan der Weise.
Zur Einführung:
Wilfried Barner u.a.: Lessing. Epoche - Werk - Wirkung. 5. Auflage. München: Beck 1987
Wolfgang Albrecht: Gotthold Ephraim Lessing. Stuttgart, Weimar: Metzler 1996 (Sammlung Metzler 297).
Wichtiger Hinweis:Vorbesprechungen der Hauptseminare
Zum Ende des Wintersemesters 1996/97 finden erstmals Vorbesprechungen für die Hauptseminare im Sommersemester 1997 statt. Sie sollen eine gezielte Vorbereitung in den Semesterferien ermöglichen und außerdem einen Überblick über die zu erwartende Teilnehmerzahl geben, so daß evtl. ein Ausgleich geschaffen werden kann. Die Termine finden sich jeweils am Ende der einzelnen Veranstaltungskommentare.
Prof. Dr. Peter Beicken
(University of Maryland, USA, Gastveranstaltung)
Kafka und Film
Kompaktseminar (HS) - L1,2,3,5, Mag., Prom., AVL, DTM
Ganztägig am 10./11.07. (oder 17./18.07.) (evtl. im Schloß Rauischholzhausen)
Wer hat nicht schon beim Lesen Kafkas das Gefühl gehabt: wie in einem Horrorfilm!? Warum nicht einmal die 'ver-rückte' Welt des 'Kabinetts des Dr. Caligari' (1919) mit Kafkas diversen "Traumschrecken" vergleichen oder die "Gespenster"-Welt von 'Nosferatu' (1922) mit Kafkaschen Unheimlichkeiten? Kafka inszeniert mit der bedrückenden Intensität filmischer Visionen aufregende, fabelhafte Geschichten mit meist horrendem, tödlichen Ausgang. Dieses Kompaktseminar beabsichtigt eine Verbindung von Filmanalyse und Kafkainterpretation zur wechselseitigen Erhellung anhand ausgewählter Filmbeispiele (s.o., auch eine Kafkaverfilmung, Tuschis 'Nachtland' (1995) zu 'Ein Landarzt') und Kafkatexte, u.a. 'Beschreibung eines Kampfes', 'Urteil', 'Verwandlung', 'Strafkolonie', 'Proceß').
Informationen:
- - Falls im Schloß: Es entstehen zusätzliche Kosten für Fahrt, Verpflegung und Übernachtung.
- - Anmeldeliste im Sekretariat sowie geheftete Materialien und Leseliste mit Gesichtspunkten für die Vorbereitung.
Prof. Dr. Carsten Gansel
"ich meine: die Grenze: die Entfernung: den Unterschied" - Uwe Johnson als "Dichter der beiden Deutschland"?
Hauptseminar - L1,L2,L3,L5, Mag., DaF
Mi 10-12, E 5 - Beginn: 16.4.97
Kommentar: siehe S. 56.
Prof. Dr. Klaus Inderthal
Ästhetik und Literaturtheorie: Theorie der Metapher
Haupt-/Oberseminar - L3, Mag, Prom, HF/NF, DTM
Di 18-20, B 128 - Beginn: 15.4.1996
Thema ist die Metapher, mit Rücksicht z.B. auf Hans Blumenberg, Paul Ricoeur, Jacques Derrida, Paul de Man u.a.
Literatur zur Einführung:
A. Haverkamp, (Hrsg.), Theorie der Metapher, Darmstadt 1983.
Prof. Dr. Klaus Inderthal
Zum Werk von Gottfried Benn
Hauptseminar - L3, Mag, Prom, HF/NF
Di 14-16, B 128 - Beginn: 15.4.1996
Thema soll das Gesamtwerk Gottfried Benns sein, schwerpunktmäßig seine bedeutenden expressionistischen Anfänge (Gedichte, Rönne-Prosa) und sein Spätwerk (Gedichte, Prosa, Essays).
Literatur:
G. Benn, Ges. Werke in der Fassung der Erstdrucke, 4 Bde., Frankf./M. 1982 ff.
Vorbesprechung und Anmeldung: Mo, 17.02., 13.30 Uhr, Raum B 128.
Dr. Manfred Koch; Prof. Dr. Christine Lubkoll
Die Wiener Moderne
Hauptseminar - L3, Mag,Prom,DTM
(mit Exkursion nach Wien vom 20.-27.7.)
Termine der Vorbereitungssitzungen in der Vorbesprechung!
In drei vorbereitenden Kompaktsitzungen in Gießen und einer Studienwoche vor Ort will das Seminar einen Überblick geben über die wichtigsten Aspekte der sogenannten Wiener Moderne um 1900. Im Mittelpunkt werden Schriftsteller wie Hofmannsthal, Schnitzler, Beer-Hoffmann, Kraus und Freud stehen (mit einem Ausblick auf Ingeborg Bachmann). V.a. während des Wien-Aufenthalts soll es aber auch um Institutionen des Literaturbetriebs (Caféhaus, Presse) und die fast gleichzeitigen Modernisierungsschübe in der Architektur, der Malerei und der Musik gehen. Teilnehmen können 30 Studierende, die Unterbringung erfolgt in einer Jugendherberge im Zentrum (25.-DM mit Frühstück), Anfahrt mit der Bahn. Wer teilnehmen will, muß sich bei der Vorbesprechung verbindlich anmelden und eine Voranzahlung von 60.-DM leisten
Vorbesprechung und Anmeldung: Do, 20.02., 13 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Gerhard Kurz
Goethe, West-östlicher Divan
Hauptseminar - L1, L2, L3, Mag., Prom.,DTM, DaF, AVL
Mo 16-18, s. Aushang - Beginn: Voraussichtlich 2. Juni-Woche 1997
Blockseminar. Bitte Aushang beachten!
Zugrundegelegt wird die "Hamburger Ausgabe" der Werke Goethes (dtv).
Zur Einführung empfohlen:
M. Lemmel, Poetologie in Goethes west-östlichem Divan, Heidelberg 1987
Vorbesprechung und Anmeldung: Mo, 17.02., 13 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Gerhard Kurz
Literatur des Vormärz
Hauptseminar - L1, L2, L3, Mag., Prom., AVL
Do 16-18, B 128 - Beginn: Voraussichtlich 2. Juni-Woche 1997.
Blockseminar.Bitte Aushang beachten!
Diskutiert werden ausgewählte Texte von Heine, Mundt, Herwegh, Freiligrath, Büchner, Börne.
Zur Einführung empfohlen:
U. Köster, Literarischer Radikalismus, Frankfurt a.M. 1972
Vorbesprechung und Anmeldung: Mo, 17. 02.97, 13 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Gerhard Kurz
Literaturwissenschaftliches Kolloquium
Oberseminar - L3, Mag., Prom., DTM, AVL
Fr 10-12, B 128 - Beginn: Voraussichtlich 2. Juni-Woche 1997
Blockseminar, Bitte Aushang beachten!
Gelesen und diskutiert werden allgemein wichtige literaturwissenschaftliche Neuerscheinungen. Auf Wunsch können einige Sitzungen zur Examensvorbereitung vorgesehen werden.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Erarbeiten, vortragen, veröffentlichen. Planspiel wissenschaftlicher Diskurs
Hauptseminar - L3, Mag./Prom. HF/NF, DTM
Do 16-18, C 27 - Beginn: 17. 04. 1997
Es ist seit einiger Zeit üblich geworden, studentische Kolloquia als wissenschaftliche Veranstaltungen durchzuführen. Damit wird in gewisser Weise ein sehr altes Konzept aufgegriffen: forschend lernen. Besonders etwa findet wieder ein Studentenkolloquium im Rahmen der Weimarer Schiller-Tage statt. Diese Veranstaltung soll auf studentischen Wunsch vorbereitet werden. Eingeladen sind also Studierende, die sich schon etwas zutrauen und die glauben, daß ihr Referat nicht nur fürs Seminar gut ist, sondern auch schon für eine Tagung. Zum Abschluß des Seminars gehört die Teilnahme am Kolloquium in Jena.
Zur Vorbereitung sollte man unbedingt lesen:
Klees/Nasdala, Mir ekelt vor diesem Tintengleksenden Sekulum [...]. Im Institut (im Tempus-Zimmer) günstig erhältlich.
Weiteres in der ersten Sitzung.
Vorbesprechung und Anmeldung: Mi, 19.02., 13 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Perspektiven angewandter Literaturwissenschaft
Oberseminar - L1,2,3,5, Mag., Prom., HF/NF, DTM
Mo 16 - 18, C 26 - Beginn: 14. 04. 97
Vielleicht sogar im Zeichen der Globalisierung wird die Welt 1999 den 250. Geburtstag des Frankfurters feiern. Jedenfalls z.B. in Japan wird man seiner gedenken. Wir wollen auf diesem Gebiet nicht nur einige Überlegungen anstellen, sondern konkrete Projekte vorantreiben, die in den Alltag unserer Medienwelt passen. Eingeladen sind kreative Studierende, die mit dem PC umgehen können und marketing-Ideen haben. In der ersten Sitzung werde ich genauere Vorstellungen von dem entwickeln, was schon vorhanden ist.
Zur Vorbereitung kann das Goethe - Lesebuch eingesehen werden (im Tempusraum des Instituts, ebenso der "Karteikasten", u.U. gibt es auch schon einige Fernsehspots).
Prof. Dr. Christine Lubkoll
Antike Mythen in der postmodernen Literatur
Hauptseminar - L1,2,3, Mag., Prom., AVL
Do 10-12, B 128 - Beginn: 17.4.1997
Daß in der postmodernen Literatur ein geradezu exzessives Spiel mit kulturellen Zitaten betrieben wird, ist ein Allgemeinplatz der Literaturkritik. Fraglich bzw. diskussionswürdig erscheint dabei allerdings die Funktion, die den zahlreichen intertextuellen Bezügen im Rahmen des poetologischen Konzepts zukommt. Handelt es sich um eine radikale dekonstruktivistische Aushöhlung der literarischen Tradition? Oder dienen die vielfältigen Anleihen doch der Orientierung und einer neuen Ordnungsstiftung in der unüberschaubar gewordenen bzw. sinnentleerten modernen Welt? Besonders brisant wird diese Frage dort, wo mythische Vorlagen eingeschrieben werden, wo also jenes Erzählmodell zur Wirkung kommt, in dem es von jeher um die narrative Bewältigung von Aporien geht. Das Seminar untersucht dieses Phänomen an Texten von Christoph Ransmayr, Sten Nadolny, Botho Strauss, Lawrence Norfolk, Thomas Pynchon, Antonia Byatt und Nickolson Baker.
Vorbesprechung und Anmeldung: Di, 18.02., 14 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Christine Lubkoll
Walter Benjamin
Oberseminar - L3, Mag., Prom., AVL
Mi 10-12, B 128 - Beginn: 16.4.1997
Die Schriften Walter Benjamins geraten in den letzten Jahren erneut in den Blick der Literaturwissenschaft. Dabei sind es in erster Linie die sprach-, kunst- und geschichtsphilosophischen Entwürfe, aber auch die kulturkritischen und alltagsgeschichtlichen Perspektiven, die im Lichte neuerer Literaturtheorien an Aktualität gewinnen und für die Lektüre literarischer Texte, insbesondere für die Auseinandersetzung mit Phänomenen der Moderne und der Postmoderne, fruchtbar gemacht werden. Das Oberseminar setzt sich in intensiver Lektüre mit einem Querschnitt einschlägiger Texte Walter Benjamins auseinander; die endgültige Textauswahl erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern.
Vorbesprechung und Anmeldung: Di, 18.02., 14.30 Uhr, Raum B 128.
Prof. Dr. G. Oesterle
Monstrum und Ornament. Die Groteske und das Groteske.
Hauptseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. DTM
Mi 10-12, B33 - Beginn: 16.4.97
Das Seminar geht von Bachtins grotesker Körperkonzeption aus, im Gegenzug zu der dort vorgestellten Apotheose des Körpers als grotesken Körpers zielt es auf die Bedeutung des Ornamentalen im Grotesken als Spielraum für verdeckende Schreibweise und Öffnung für das Phantastische. Es werden Werke von Fischart bis Morgenstern, von Möser bis Scheerbart interpretiert und diskutiert.
Literatur:
R. Lachmann. Hrsg., Michail Batin, Rabelais und seine Welt. Frankfurt 1987.
G. Harpham. On the Grotesque. Strategies of Contradiction in Art and Literature. Princeton 1982.
W. Kayser. Das Groteske. Seine Gestaltung in Malerei und Dichtung. Oldenburg 1957.
Vorbesprechung / Anmeldung: Di, 18.02., 13.30 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. G. Oesterle
Auge und Ohr, Stimme und Körper. Moderne Wahrnehmungstheorien und ihre Geschichte.
Oberseminar - L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM
Mi 18-20, B128 - Beginn: 16.4.97
Das Seminar setzt historisch mit den Experimenten ein, die im 18. Jahrhundert mit Blinden und Stummen gemacht wurden. Es fragt nach der Bedeutung einer "Soziologie der Sinne" für eine literarische Anthropologie. Die Leitorientierung drückt am besten der Titel eines Reclambandes aus: "Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik". Außer historischen Texten u. a. von Diderot sollen für das Thema einschlägige Studien von Lepenies, Böhme, Foucault, Barthes, Sennett, Luhmann, Starobinski und Flusser vorgestellt und diskutiert werden.
Literatur:
Georg Simmel. Soziologie der Sinne. In: Aufsätze und Abhandlungen. Hrsg. A. Cavalli und V. Krech. Bd. 2, Frankfurt 1993, S. 276 ff.
Hartmut Böhme. Sinne und Blick. Variationen zur mythopoetischen Geschichte des Subjekts. In: Konkursbuch 13, Tübingen 1984, S. 27-62.
Der ganze Mensch. Anthropologie und Literatur im 18. Jahrhundert. Hrsg. Hans-Jürgen Schings. Stuttgart 1993.
Wolfgang Iser. Das Fiktive und das Imaginäre. Perspektiven literarischer Anthropologie. Frankfurt 1991.
Jacques Derrida. Die Wahrheit in der Malerei. Hrsg. Peter Engelmann, Wien 1992.
Wolf Lepenies. Autoren und Wissenschaftler im 18. Jahrhundert. München 1988.
Vorbesprechung und Anmeldung: Di, 18.02., 13.30 Uhr s.t., Raum B 128.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Literaturgeschichtliche Prozesse in der Frühen Neuzeit
Oberseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF
Di 18 - 20, C 26 - Beginn: 15. 04. 1997
Die historische Sozialforschung hat erst in den letzten Jahrzehnten wieder ein stärkeres theoretisches und empirisches Interesse an Fragestellungen entwickelt, die für die klassische Soziologie von Weber bis Durkheim kennzeichnend waren. Auf die Frage, unter welchen Bedingungen etwa der Begriff >Säkularisierung< für die Beschreibung von Wandlungsvorgängen in der Frühen Neuzeit beizubehalten ist, hält die Religionssoziologie gegenwärtig eine lapidare Antwort bereit: "Er müßte kontaktfähig sein." (Niklas Luhmann)
In der materialreichen Untersuchung zu einem Zentralbegriff der christlichen Anthropologie hat Hans-Georg Kemper die Kategorie der Säkularisierung zur methodischen Perspektivierung seiner Quellenstudien eingesetzt und zugleich als "Grundlage der Periodisierung" seiner auf sechs Bände angelegten Geschichte der Deutschen Lyrik der frühen Neuzeit (1987ff.) verwendet, da sich unter dem Stichwort 'Verweltlichung' eine Vielzahl von Phänomenen fassen lassen. Wie diese Formen der literarischen Sinnverständigung auf den Prozeß der gesellschaftlichen Modernisierung bezogen sind, welche Textcorpora sich hier für eine Untersuchung anbieten und welche 'Theoriemodelle' für eine literaturgeschichtliche Darstellung von Bedeutung sein könnten, soll im Ausgang von den einschlägigen Arbeiten Niklas Luhmanns diskutiert werden.
Literatur:
Hans-Georg Kemper: Deutsche Lyrik der frühen Neuzeit. Band 1: Epochen- und Gattungsprobleme. Reformationszeit. Tübingen: Niemeyer 1987, Kap. I/1
Niklas Luhmann: Funktion der Religion. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1977
ders.: Gesellschaftsstruktur und Semantik. Bd. 3. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1989
Giacomo Marramao: Die Säkularisierung der westlichen Welt. Übers. v. G. Memmert. Frankfurt a.M.: Insel 1996.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt / Dr. Merio Scattola (Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte Frankfurt)
C. M. Wielands Staatsroman "Der Goldne Spiegel" (1772)
Hauptseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., Prom. HF/NF
Di 16 - 18, B 128 - Beginn: 15. 04. 1997
Das Seminar widmet sich einer der noch zu wenig erschlossenen 'staatsbelletristischen' Schriften Wielands. Einbezogen werden weitere politische und publizistische Arbeiten des Autors. Eine ausführliche Themenliste steht am Ende des Wintersemesters zur Verfügung; bitte Aushänge beachten!
Empfohlene Ausgabe:
C.M. Wieland: Der goldne Spiegel und andere politische Dichtungen. Hg. v. Herbert Jaumann. München: Winkler 1979.
Zur Einführung:
Sven-Aage Jorgensen u.a.: Wieland. Epoche - Werk - Wirkung. München: Beck 1994
Klaus Schaefer: Christoph Martin Wieland. Stuttgart, Weimar: Metzler 1996 (Sammlung Metzler 295).
Vorbesprechung und Anmeldung: Mi, 19.02., 13.30 Uhr s.t., Raum B 128.
Dietrich Bialke
Deutsche Phonetik für ausländische Studierende
Di 12 - 14, C 26 - Beginn: 15.4.1996
Anhand von Sprachvergleichen Aufweis der phonetischen Unterschiede zwischen Muttersprachen der Tnn. und gemäßigter deutscher Hochlautung unter Zuhilfenahme von Vokaldreieck und Konsonantensystem ( IPA). Praktische Einübung der deutschen Lautung zunächst nach Texten mit systematischen Sprechübungen, später durch freies Sprechen.
Dietrich Bialke
Sprecherziehung für Lehramtskandidaten: Übung zum Sprechausdruck
Do 12-14, E 4 - Beginn: 17.4.1996
Do 14-16, E 4 - Beginn: 17.4.1996
Zu den Grundlagen des Sprechens
- - Respiration, Phonation, Artikulation und evtl. Fehlformen
- - sprecherische Ausdrucksmittel
Deren Realisation in
- - nachgestalteten, zunächst informativen Texten,
- - dann selbstgestalteten Texten, vorwiegend persuasiver Rede; dabei Berücksichtigung der sprecherischen Ebene (Lexikon, Syntax, Stil) und der kinetischen Ebene (Körpersprache).
Dietrich Bialke
Sprecherziehung für Lehramtskandidaten: Rhetorik
2 st. Di. 14 - 16, C 26 - Beginn: 15.4.1996
Theoretischer Teil:
- - Geschichte der Rhetorik
- - Die ethische Problematik; Manipulation und Argumentation
- - Komponenten des Kommunikationsprozesses
- - Redegattungen und ihr Aufbau
Praktischer Teil:
Persuasive Reden der Tnn. und deren Kritik hinsichtlich Aufbau, Sprache, sprecherischer Ausdrucksmittel und Körpersprache
Dietrich Bialke
Sprecherziehung für Lehramtskandidaten ohne Studienfach Deutsch
Mo 12-14, C 26 - Beginn: 15.4.1996
- - Überblick über Respiration, Phonation und Artikulation
- - Erarbeitung sprecherischer Ausdrucksmittel
- - Praktische Übungen im nach- und freigestaltenden Sprechen
- - Beseitigung eventueller Fehlformen
Dietrich Bialke
Einzelunterricht Sprecherziehung bei besonderen Sprechschwierigkeiten
4 st., Zeit nach Vereinbarung
- - Beseitigung von Fehlern in Lautbildung, Stimmbildung, Atmung; häufig Lispel, starke Dialektfärbung u.a.
- - Präzisierung der Klangformkomponenten; häufig mangelhafter dynamischer, melodischer oder auch artikulatorischer Ausdruck.
Die Übung wird auf die individuellen Bedürfnisse der Tnn. abgestellt.
Dietrich Bialke
Sprechwissenschaftliches Kolloquium
Zeit nach Vereinbarung - C 26
Vertiefende Lektüre und Diskussion von sprechwissenschaftlicher Literatur für besonders interessierte Tnn. Dabei kann es sich je nach den Zielen der Tnn. um theoretische Literatur handeln oder um Anleitungen zur Vervollkommnung sprecherischer Praxis.
Dr. Karl W. Bauer
Einführung in die Deutschdidaktik (mit Tutorium)
Einführungsseminar - L1 Grundschulfach, 1.u.2. Semester
Di 10-12, C 27 - Beginn: 15.4.1997
Es sollen Einblicke in Struktur und Didaktik des Faches Deutsch in der
Grundschule erarbeitet werden. Im zugeordneten einstündigen Turorium
werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.
Dr. Karl W. Bauer
Kinder- und Jugendzeitschriften
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag.
Mi 8-10, E 6 - Beginn: 16.4.1997
Zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften sind in beachtlich hohen Auflagen verbreitet (Spitzenreiter: "Bravo") und werden von vielen Kindern und Jugendlichen regelmäßig gelesen, gesammelt und getauscht.
Eltern, Lehrerinnen und Lehrer stehen einem Großteil der kommerziellen Blätter skeptisch oder gar ablehnend gegenüber - und haben dabei nicht selten ihre eigenen ehemaligen Vorlieben verdrängt.
Im Seminar sollen Geschichte, Verbreitung, Inhalt, Aufmachung und Herstellung der Zeitschriften sowie deren Nutzung im Medienalltag von Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Dabei sollen Erinnerungen an die eigene Lektüre den Ausgangspunkt, medienpädagogische Perspektiven den Abschluß bilden.
Ingeborg Berndt
Vom Erstschreiben zur Schreibkonferenz - Freies Schreiben in der Grundschule
Proseminar - L1,5
Mo 18-20, B 210 - Beginn: 14.04.1997
Di 16-18, C 27 - Beginn: 15.04.1997
Wie lernen Kinder schreiben? Was heißt schreiben? Schreibanlässe? Umgang mit Freiem Schreiben - Schreibanlässe, Rechtschreiben- und Grammatikfragen? Schreibkonferenzen.
Prof. Dr. Carsten Gansel
Zwischen Pinnochio, Pippi Langstrumpf und kleiner Hexe - Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur
Proseminar - L1,L2,L3,L5, Mag., DaF
Mi 8-10, B 210 - Beginn: 16.4.97
Literarischen Figuren wie Pinnochio, Pippi, Tom Sawyer sind aus dem Kinderalltag nicht wegzudenken. Es steht die Frage, was die einzelnen Texte zu "Klassikern" gemacht hat. In diesem Rahmen kommt es zur Diskussion von verschiedenen Definitionsversuchen des "Klassischen" und eine Verständigung über die jeweils prägenden Kindheits- und Jugendbilder. Im Zentrum des Seminars steht die Analyse von ausgewählten Kinderliteraturklassiker und ihr Vergleich.
Eine Liste mit der vorgeschlagenen Primär- und Sekundärlitertur liegt zu Semesterende im Sekretariat aus. Die Kenntnis der verzeichneten Primärliteratur wird zu Seminarbeginn vorausgesetzt.
Prof. Dr. Carsten Gansel
"Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur"? Zu aktuellen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur
Proseminar - L1,L2,L3,L5, Mag., DaF
Di 16-18, B 210 - Beginn: 15.4.97
Seit den 1980er Jahren ist es im Rahmen von gesellschaftlichen Modernisierungen zu einem einschneidenden Wandel auch der Kinder- und Jugendkultur gekommen: VIVA und MTV, Cyberspace, Frontpage oder Dress Code sind Begriffe, die in der Jugendkultur einen festen Platz haben. Es ist zu fragen, ob und wie in der KJL derartige Entwicklungen "reagiert" wird. In dem Seminar soll es um den Versuch gehen, neuere Entwicklungen zu beschreiben. Das Seminar ist als Kolloquium angelegt, zu dem Vorträge von Spezialisten wie die Diskussion/Analyse ausgewählter Texte gehören. Grundsätzlich ist nach der didaktischen Relevanz der jeweiligen (Literatur) Konzepte zu fragen.
Eine Liste mit der vorgeschlagenen Primär- und Sekundärliteratur liegt zu Semesterende im Sekretariat aus. Die Kenntnis der verzeichneten Primärliteratur wird zu Seminarbeginn vorausgesetzt.
Prof. Dr. Wolfgang Gast
Literarischer Realismus im Spiegel Filmischer Adaptionen (Schwerpunkt: Europäische Realisten)
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag./Prom., HF/NF, DaF
Fr 8-10, B 210 - Beginn: 18.4.97
Hier sollen die europäischen "Wurzeln" des literarischen Realismus im Spiegel filmischer Adaptionen der wichtigsten Autoren kennengelernt werden. Verfilmungen von Romanen Stendhals und Flauberts können ebenso dazu gehören wie die von Charles Dickens, Manzoni, Sir Walter Scott oder Turgenjew.
Als einführende Literatur wird zugrundegelegt:
Zum Realismus:
Aust, Literatur des Realismus. Stuttgart 1981 (= Sammlung Metzler, Bd. 157).
Zur Literaturverfilmung:
K. Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart 1993 (= Sammlung Metzler, Bd. 277)
W. Gast: Einführung in Begriffe und Methoden der Filmanalyse. Ffm. 1993 (= Film und Literatur.Grundbuch)
Themenheft 'Filmanalyse' von Praxis Deutsch, Heft 140 (Nov. 1996)
Prof. Dr. Wolfgang Gast
Literarischer Realismus im Spiegel filmischer Adaptionen (Schwerpunkt: Deutsche Realisten)
Proseminar - L1,L2,L3,L5,Mag./Prom., HF/NF
Di 8-10, B 9 - Beginn: 15.4.97
Hier sollen die deutschen Varianten des literarischen Realismus im Spiegel der wichtigsten Roman- und Novellenverfilmungen analysiert werden. Die Reihe der herangetragenen Autoren reicht von G. Keller und C.F. Meyer bis zu Raabe, Storm und natürlich Fontane [Literatur wie im 2. Proseminar 'Europäische Realisten'].
Prof. Dr. Ulrich Karthaus
Novellen Goethes
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag./Prom., HF/NF, DaF
Mo 16-18, B 31 - Beginn: 14.04.97
Bitte beachten Sie die Informationen, die am Ende des Wintersemesters ausgehängt werden!
Prof. Dr. Ulrich Karthaus
Kindheit, Jugend und Erinnerung
Proseminar - L1, L2, L3, L5, Mag./Prom., HF/NF, DaF
Di 16-18, C 30 - Beginn: 15.04.97
Bitte beachten Sie die Informationen, die am Ende des Wintersemesters ausgehängt werden!
Dr. Sabine Keiner
Emanzipatorische Mädchenliteratur und weiblicher Adoleszenzroman seit den 80er Jahren- handlungs- und produktionsorientierte Begegnungs- und Bearbeitungsverfahren im Deutschunterricht
Proseminar - L1,2,3,5
Di 18-20, C 30 - Beginn: 15.4.97
Zunächst werden Grundzüge der Geschichte des traditionellen Mädchenbuchs und seiner historischen Voraussetzungen und Strukturen vermittelt. In Abgrenzung zum traditionellen bzw. klassischen Mädchenbuch muß eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff emanzipatorische Mädchenliteratur folgen. Anhand ausgewählter emanzipatorischer Mädchenbücher (ab ca. 12 Jahren) des letzten Jahrzehnts wird es sowohl um literaturwissenschaftliche Analysen als auch um konkret unterrichtsbezogene Überlegungen gehen. Im Zusammenhang mit literaturdidaktischen Grundpositionen zur Rolle von KJL sollen aktuelle didaktisch-.methodische Textbegegnungs- und bearbeitungsverfahren (Handlungs- und Produktionsorientierung, kreatives Schreiben, szenische Interpretation wie Rollenspiele, Standbild etc.) im Seminar praktisch erprobt und konkrete Unterrichtsmodelle für die Klassen 5-11 entwickelt werden. Ausgehend von der derzeitigen Diskussion um eine geschlechtsspezifische Leseförderung sollen auch Überlegungen hinsichtlich des koedukativen und eines (teilweise) geschlechtsgetrennten Literaturunterrichts angestellt werden.
Teilnahmevoraussetzung ist ein Schulpraktikum im Fach Deutsch. Teilnehmerzahlbegrenzung wegen praktischer Erprobung. Anmeldung: Zimmer 213.
Prof. Dr. Wolfhard Kluge
Theorie und Praxis der Schuldruckerei
Proseminar - L1, L5
Mo 8-10, B 25 - Beginn: 14.04.97
Seminar mit praktischen Übungen zur Einführung in Technik und Gebrauch der Schuldruckerei. (Bitte beachten Sie auch die folgende Ankündigung.) Zur Vorbereitung auf Seminar und Druckerei-Einführung bitte ich zu lesen:
FREINET, Celestin. "Vom Schreiben- und Lesenlernen: Die 'natürliche' Methode. In: Boehncke/Humburg. Schreiben kann jeder. Reinbek 1980. rororo 7245. (Dieses Buch ist in der Fachbereichbibliothek zugänglich, im Handel aber leider vergriffen.)
ADRION, Dieter. Schuldruckerei - Rechtschreibvorteil inklusive. In: Balhorn, Heiko und Brügelmann, Hans (Hrsg.). Bedeutungen erfinden - im Kopf, mit Schrift und miteinander. Bottighofen: Die Libelle, 1993.
Prof. Dr. Wolfhard Kluge, Patrick Büttner, Sascha Feuchert, Melanie Ochs
Einführung in die Theorie und Praxis der Schuldruckerei (für Teilnehmer am Proseminar Theorie und Praxis der Schuldruckerei)
Übung - L1, L5
Zeiten nach Vereinbarung. - Beginn: 14.04.97
Bitte Aushang am Raum B25 beachten. Anmeldungen aus dem WS 96/97 werden vorab berücksichtigt.
Christa Kuhle
Schreiben und lesen lernen: Eintritt in die Welt der Schrift
Proseminar - L1, L5
Freitag, Zeit und Raum s. Aushang - Beginn: 18.04.97
Terminabsprache (6 Termine, freitags) in der ersten Sitzung am 18.4.97.
Thema des Seminars ist der Anfangsunterricht im Schreiben und Lesen. Frau Kuhle war bis 1996 Rektorin einer Grundschule und ist nun pädagogische Fachberaterin am Lehrerfortbildungs-/Landesinstitut in Soest.
Hartmut Lange
Kreative Textgestaltung
Proseminar - L1, L2, L5
Mi 18-20, B 210 Vorbesprechung - Beginn: 23.04.97
Termin für Blockveranstaltung: 06.-08.06.97, JH-Hohe Fahrt-Edersee
Aus dem Bereich "Kreatives Schreiben" sollen Texte entstehen, die nicht nur in verschiedenen Drucktechniken verschriftlicht, sondern auch kreativ gestaltet werden sollen. Die Kalligraphie wird als Unterrichtfach vorgestellt.
Prof. H.G. Rötzer
Grammatische Grundbegriffe
Proseminar - L1,L2,L5,DaF
Mo 10-12, B 210 - Beginn: 14.4.97
Es geht darum, ein für die Schule brauchbares Beschreitungsmodell zu erarbeiten.
Literatur:
Peter Eisenberg: Grundriß der deutschen Grammatik, Verlag Metzler
Karl-Dieter Bünting/Wolfgang Eichler: Grammatik-Lexikon, Cornelsen/Scriptor
Dennys Sawellion
Filmmusikprojekte im Unterricht
Proseminar - L1,2,3,5, Mag./Prom., HF/NF, DaF
Beginn: siehe Aushang Zimmer 203
Im Seminar sollen praxisorientierte didaktische Entwürfe zu fächerübergreifendem Unterricht in den Bereichen Film und Musik erarbeitet werden. Im Vordergrund steht dabei der medien- und musikpädagogische Ansatz. Der Schwerpunkt soll auf der Analyse und Produktion von kleineren Musikfilmbeiträgen, Videoclips und Werbefilmen liegen. Die Studenten sollen an die praktische Arbeit mit AV-Medien herangeführt werden, um diese kreativ in der Schule anwenden zu können. Kleine fiktionale Geschichten, in denen Dialog und Musik geschnitten werden, sollen in Kooperation mit dem Offenen Kanal Gießen, der die Möglichkeit von Schnitt- und Sendeplätzen bietet, produziert werden. Die Studenten sollen lernen, wie man eine Unterrichtseinheit mit Musik konzipiert, d.h. theoretische Grundlagen zur ästhetischen und konzeptionellen Entscheidungsfindung erarbeiten, Schnittpläne erstellen können, usw. Das Seminar sieht sich als Ergänzung zum filmgeschichtlichen Seminar von Dr. Marci-Boehncke, das ich zur Zeit mitbetreue.
Anmeldeliste Zimmer 213
Dr. Rüdiger Vogt
Rechtschreibreform
Proseminar - L1, 2, 3, 5
Di 8-10, B 210 - Beginn: 15.04.96
Die für das Jahr 1998 vorgesehene Rechtschreibreform wird wohl, trotz vielfacher und prominenter Kritik, zum 1.1.1998 realisiert. Wir werden also alle umlernen müssen. Dies ist eine gute Gelegenheit, sich nicht nur über die Regeln der Orthographie des Deutschen Gedanken zu machen, sondern auch ihre bisherige Entwicklung zu prüfen und sich die Positionen aus schon geführten Reformdiskussionen anzueignen.
Literatur:
Maas, U. 1992 Grundzüge der deutschen Orthographie. Tübingen: Niemeyer.
Nerius, D. et al. [Autorenkollektiv] 1989. Deutsche Orthographie. 2.A. Leipzig: Bibl. Institut. [11987]
Prof. Dr. Dieter Arendt
Doktoranden- und Magisterthemen
Oberseminar - L1, L2, L4, L5, Mag., Prom., HF/NF
Zeit und Raum n.V.
Thematik orientiert an Magister-Arbeit, Dissertation und mündlicher Prüfung.
Dr. Karl W. Bauer
Medien und Lernen
Kolloquium - L1, L2, L3, L5, DaF, Mag.
Di 16-20 (14tägl.), B 24 - Beginn: 22.4.1997
In Verbindung mit der "AG Medien und Lernen" (Bauer, Marci-Boehncke, Gast, Vogt) und unter Beteiligung auswärtiger Fachkolleginnen und -kollegen sollen in diesem Kolloquium aktuelle medienwissenschaftliche und pädagogische Ansätze diskutiert werden.
Dr. Karl W. Bauer
Examenskolloquium
Kolloquium - Examenskandidatinnen/-en vom WS 97/98
Di 16-20 (14tägl.), B 24 - Beginn: 15.4.1997
Dieses Kolloquium ist verpflichtend für alle Studierenden, die bei mir im Nov./Dez. 1997 ihr Examen ablegen.
Prof. Dr. Carsten Gansel
"ich meine: die Grenze: die Entfernung: den Unterschied" - Uwe Johnson als "Dichter der beiden Deutschland"?
Hauptseminar - L1, L2, L3, L5, Mag., DaF
Mi 10-12, E 5 - Beginn: 16.4.97
Uwe Johnson gehört zu den wichtigen Autoren des 20. Jahrhunderts. Eine bibliographische Spurensuche ergibt inzwischen über 3600 (!) Eintragungen. Die Ereignisse des Jahres 1989 haben das Interesse an diesem Autor, der immer wieder als "Dichter der beiden Deutschland" etikettiert wurde, nur noch erhöht. Es zeigt sich, daß sein Schaffen in der Tat an historischen Koordinaten festzumachen ist, die deutsche Geschichte vor und nach 1945 prägten. Fundamental für Johnson war das Erinnern an deutsche Schuld, an die Shoah und ihr Hineinreichen in die "Jetztzeit". Schließlich ging es Johnson um den Versuch, das Auseinanderleben der Deutschen literarisch zu erfassen und dabei jeweils "die andere Seite mit ihren eigenen Augen" zu sehen. Im Seminar sollen zunächst Koordinaten von Johnsons Poetik und ihre "Begleitumstände" untersucht werden. Ausgehend davon geht es um die Analyse und Diskussion ausgewählter Texte (u.a. "Ingrid Babendererde", "Zwei Ansichten", Teile aus den "Jahrestagen"). Eine Diskussion im Uwe-Johnson-Archiv in Frankfurt/M. bzw. im Suhrkamp Verlag sind geplant.
Eine Liste mit der vorgeschlagenen Primär- und Sekundärliteratur liegt zu Semesterende im Sekretariat Zimmer 207 aus. Die Kenntnis der verzeichneten Primärliteratur wird zu Seminarbeginn vorausgesetzt.
Prof. Dr. Wolfgang Gast
Examenskolloquium
Oberseminar - L1,L2,L3,L5,Mag./Prom.,HF/NF
Fr 10.30-12, B 210 - Beginn: 18.4.97
Das Kolloquium findet alle 14 Tage abwechselnd für L-Studierende einerseits und Mag/Prom-Absolventen andererseits statt.
Wegen meines Forschungssemesters im WS 97/98 werden alle für die Lehramtsprüfungen im Sommersemester 1998 gemeldeten Examenskandidaten gebeten, an diesem Kolloquium bereits im SS 97 teilzunehmen.
Prof. Dr. Wolfgang Gast
Mediencurriculum im Fach Deutsch*
Hauptseminar - L1,L2,L3,L5, Mag./Prom., HF/NF
Di 10.30-12, B 9 - Beginn: 15.4.97
* gilt als fachdidaktisches Seminar für L3-Studierende
Zunächst sollen - auf der Basis von neueren Lehrplänen sowie Konzepten der medienpädagogischen Forschung - Aufbau, Formen, Inhalte und Funktionen eines Mediencurriculums im Fach Deutsch auf den verschiedenen Schulstufen skizziert und analysiert werden.
Im zweiten Teil geht es dann um fachspezifische Konkretisierung, begleitet von Erkundungen gegenwärtiger Schulpraxis im Arbeitsbereich 'Medienpädagogik'.
Einführende Literatur:
Themenhefte von 1. Diskussion Deutsch, Heft 140 (1994) 2. Praxis Deutsch, Heft 140 (1996)
W. Gast, G. Marci-Boehncke: Medienpädagogik in der Schule. In: Medienpraktisch, Heft 3/1996, S. 47-51.
Prof. Dr. Ulrich Karthaus / Prof. Nitsche
Musik und Dichtung der Goethezeit
Hauptseminar - L1, L2, L3, L5, Mag./Prom., HF/NF, DaF
Di 10-12, Phil II, Haus D 08 - Beginn 15.04.97
Bitte beachten Sie die Informationen, die am Ende des Wintersemesters ausgehängt werden!
Prof. Dr. Ulrich Karthaus / Dr. Rüdiger Vogt
Rhetorik und Stilistik
Hauptseminar - L1, 2, 3, 5
Mo 14-16, C 27 - Beginn: 14.04.97
Wie gestaltet man einen Vortrag, der für seine Zuhörer interessant und anregend sein soll? Wie schreibt man Texte - wissenschaftliche und andere - so, daß der Leser in den Bann gezogen wird? Diese Fragen sollen die Teilnehmer beantworten, indem
- - sie die Tradition von Rhetorik und Stilistik erarbeiten,
- - ausgewählte Texte einer entsprechenden Analyse unterziehen und
- - selbst Texte schreiben und Reden halten.
Im Zusammenhang dieses Seminars ist ein Blockseminar mit praktischen Übungen an einem Samstag vorgesehen (Termin wird in der 1. Sitzung bekanntgegeben).
Begrenzte Teilnehmerzahl: Auswahl und evt. Losverfahren in der 1. Sitzung.
Literatur:
Göttert, K.H. 21994. Einführung in die Rhetorik. München: Fink.
Prof. H.G. Rötzer
Literaturgeschichte im Unterricht
Hauptseminar - L1,L2,L5,DaF
Mi 10-12, B 210 - Beginn: 16.4.97
In den Lehrplänen der einzelnen Bundesländer wird (auch für die Klassen 5 bis 10) erneut eine Art exemplarische Einführung in literarhistorische Fragestellungen verbindlich gefordert.
In dem Seminar soll untersucht werden: Welche Unterrichtswerke zur exemplarischen literaturgeschichtlichen Darstellung gibt es bereits? Wie könnte ein Minimalkanon literaturgeschichtlichen Wissens aussehen? Wie lassen sich literaturhistorische Fragestellungen in den allgemeinen Deutschunterricht einfügen?
Prof. H.G. Rötzer
Examenskolloquium
Haupseminar - L1,L2
Mo 16-18, B 9 - Beginn: 14.4.97
Das Examenskolloquium wird für Kandidatinnen und Kandidaten im Wintersemester 1997/98 angeboten.
Prof. H.G. Rötzer
Rechtschreibreform
Hauptseminar - L1,L2,L5,DaF
Mo 14-16, B 210 - Beginn: 14.4.97
Die Rechtschreibreform soll 1998 zumindest für die Anfangsklassen der einzelnen Schulformen verbindlich durchgeführt werden. Für die weiteren Klassen ist eine Übergangslösung vorgesehen. Die wichtigsten Veränderungen in der Rechtschreibung werden anhand der beiden Lexika vom Duden-Verlag und vom Bertelsmann-Verlag erarbeitet.
Dr. Rüdiger Vogt
Sprachdidaktik in der Diskussion
Oberseminar/Kolloquium - L1, 2, 5
Mo 16-18 (14tg.) B 210 - Beginn: 21.04.97
Welche Themen bestimmen derzeit die sprachdidaktische Diskussion? Konzepte und Positionen aus aktuellen Veröffentlichungen sollen zur Kenntnis genommen, analysiert und diskutiert werden. Die Auswahl der inhaltlichen Schwerpunkte erfolgt nach Absprache mit den Teilnehmern, die die inhaltliche Vorbereitung der Sitzungen leisten sollen. Darüber hinaus kommen auch Fragen der Examensvorbereitung zur Sprache.
Die Verteilung der Studierenden auf die schulpraktischen Seminare wird vom Referat für Berufs- und Schulpraxis vorgenommen. Studierende, die im Sommersemester 1997 ein Praktikum absolvieren wollen, erkundigen sich bitte dort, an welcher der angebotenen Veranstaltungen sie teilnehmen..
Praktikumsvorbereitende Veranstaltungen -
Bauer - Mi 10-12, C 30. - 16.04. - L2,5
Berndt - Mo 16-18, C 30 - 14.04. - L1
Konrad-Tromsdorf - Di 14-16, B 210 - 15.04. - L3 -
Praktikumsnachbereitende Veranstaltungen: siehe Aushang -
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Die Bedeutung des Sprachvergleichs für DaF und DaZ
Proseminar - DaF, MA
Do 10 - 12, B 210 - 17. 4.97
Rekapituliert werden zuerst die unterschiedlichen Vorstellungen, die es in der Fremdsprachendidaktik über die Bedeutung bzw. die Schädlichkeit des Sprachvergleichs gegeben hat, und die vorhandenen linguistischen Beschreibungsmöglichkeiten. Danach wird versucht zusammenzufassen: Wie wichtig sind sprachvergleichende Kenntnisse und Tätigkeiten für a) die Lehrenden, b) die Lehrmaterialmacher und Curriculumsentwerfer und c) die Lernenden selbst?
Im zweiten Teil des Seminars werden linguistische und didaktische Sprachvergleiche durchgeführt und diskutiert. (Achtung: Der Scheinerwerb erfolgt in diesem Seminar nur über eine vergleichende Hausarbeit, wobei Vorentwürfe der Hausarbeit im zweiten Teil des Seminars diskutiert werden.)
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Projektorientierte Landeskunde
Proseminar - DaF
Fr 10 - 14, 14tg., C 30 - 18. 4.97
Erarbeitet werden zunächst die gängigen didaktischen Landeskunde-Konzeptionen (sachbezogen, kommunikativ, interkulturell). Danach wird gefragt, ob und wie man mit lerner- und lernzielbezogener Projektarbeit bei der 'unendlichen Geschichte' Landeskunde der Gefahr der Beliebigkeit entgehen kann. Dies geschieht, je nach Begeisterungsfähigkeit und Engagement der SeminarteilnehmerInnen, durch die Diskussion oder Produktion von größeren Landeskundeprojekten.
Vorbereitende Lektüre:
Heft 6, Juni 1992, der Zeitschrift Fremdsprache Deutsch.
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (III): die Lernenden
Hauptseminar - DaF
Do 14 - 16, B 210 - 17.4.97
In vier - selbständigen, einzeln besuchbaren - Hauptseminaren werden innerhalb von zwei Jahren Gemeinsamkeiten, Unterschiede und wechselseitige Abhängigkeiten von natürlichem und gesteuertem Lernen und von Lernen innerhalb und außerhalb des deutschsprachigen Raums diskutiert. Behandelt wurden bisher die Bereiche Grammatik und interkulturelle Kommunikation; es folgen in diesem und im nächsten Semester die Bereiche Persönlichkeitsfaktoren und Lehrmaterialgestaltung.
In diesem Seminar werden Antworten gesucht auf die Fragen: Wie tragen Faktoren wie Alter, Geschlecht, (Sprach-)Lernerfahrungen, Motivation, Einstellungen zur Zielkultur, Selbstbild usw. zum Erfolg bzw. Mißerfolg von Fremdsprachenlernen bei? Wie einflußreich sind welche Aspekte der jeweiligen Faktoren für das gesteuerte und das natürliche Lernen, für das Lernen innerhalb und außerhalb des deutschsprachigen Raums?
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Kolloquium für Examenskandidaten
Oberseminar - DaF
Mo 16-18, F 7 - 14.04.97
Für Studierende des Aufbaustudienganges Deutsch als Fremdsprache, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten, ihre Abschlußarbeit schreiben oder ernsthaft auf Themensuche gehen wollen. Eingeladen sind auch Examenskandidaten aus anderen Studiengängen mit Themen aus dem Bereich Zweit- und Fremdsprachenlernen.
Kathrin Villinger
Sprachstandsdiagnosen
Proseminar - L1, DaF
Mo, 16-18, E 4 - Beginn: 14.4.1997
Um sinnvoll sprachliche Förderung planen und durchführen zu können, muß man wissen, über welche sprachlichen Strukturen die Lernenden schon sicher verfügen, in welchen Punkten sie noch Schwierigkeiten haben und was sie noch gar nicht erworben haben. Vor allem im Bereich der Zweitsprachenförderung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Muttersprache werden hierzu Sprachstandsdiagnosen eingesetzt. Im Seminar sollen verschiedene Diagnoseverfahren kennengelernt und in bezug auf ihre Zielsetzungen, Leistungen und Grenzen verglichen werden. Dabei sollen auch anhand verschiedener Texte ausländischer Schüler Sprachstandsdiagnosen praktisch durchgeführt werden.
Peter Zaeske
Einsatz von Zeitungen und Zeitschriften im DaF-Unterricht
Proseminar - DaF
Di, 10-12, B 33 - Beginn: 15.4.1997
Behandelt werden Einsatzmöglichkeiten von Zeitungstexten im DaF-Unterricht (Leseverstehen, Hinführung zum Schreiben, Bedeutung der Aktualität von authentischen Texten für die landeskundliche Information). Neben der Beschäftigung mit dem angemessenen didaktischen Ort für den Einsatz von Zeitungstexten wird vor allem die Diskussion des fehlenden Hintergrundwissens, der Kulturspezifik der Lektüre und des didaktischen Umgangs mit diesen im Vordergrund stehen.
Sprechstundentermine der Lehrenden
Beachten Sie bitte auch die Aushänge in den Instituten!
Name Raum Tel.: Termine in Termine im SS 1997
0641/99- den
Semesterferien
Arendt B 212 29100 nach Fr 10-11
Vereinbarung
Bauer B 215 29105 siehe Aushang Mi 15.30-17.00
Berndt B 211 29102 nach s. Aushang
Vereinbarung
Bialke B 140 29082 siehe Aushang s. Aushang
Ehrismann B 29034 s. Aushang Mo 9.45-10.15
109a Do 11.45-12.15
Fritz B 111 29030 siehe Aushang Do 14-15
Gansel B 208 29145 Mi 14-15
Gast B 209 29115 Mo, 03.03. u. Mi 10.30-12
14.04.: 11-13
u. n.V.
Gloning B 113 29032 s. Aushang Mi 11-12
Hammer B 156 s. Aushang s. Aushang
Haug B 141 29091 s. Aushang s. Aushang
Hegen priv. n.V. n.V.
06004/2877
Himmelmann B 129 n.V. n.V.
Holzhauer E 012 29200 n.V. n.V.
Inderthal B 134 29075 n.V. Di 16-17
Jäger 06401-42975 n.V. n.V.
Karthaus B 204 29135 n.V. s. Aushang
Kluge B 212 29100 .s. Aushang Mo 13-14
Koch B 156 29077 n.V. n.V.
Konrad-Tromsd B 211 29102 nach Di 12-13
orf Absprache;
Tel. (priv.):
06403/5594
Kurz B 130 29070 s. Aushang ab 01.06.: Mi 9-12
Leibfried B 138 29073 Mo 17 Mo 18
Lubkoll B 137 29074 Mo, 10.03.: Mi 12-13
11
Mi, 26.03. :
11
Marci-Boehnck B 203 29103 n.V. n.V.
e
Mulch E 012 29201 n.V. s. Aushang
Oesterle B 139 29090 n.V. n.V.
Quentin priv. nach n.V.
06421/27526 Vereinbarung
Ramge B 107 29040 Di 9-10 Di 15-16
außer
25.3.-8.4.97
Riecke B 104 29042 n.V. Mi 11-12
Rösler B 205 29125 s. Aushang Mo 14-15
Rötzer B 206 29110 Mo, 03.03., Mo 13-14
Mo 07.04.: 11
Schmidt, B 133 29076 n.V. n.V.
Harald
Schmidt, B 104 29042 o. n.V. n.V.
Herbert 29044
Schuster B 104 29042 n.V. Do 10-11
Soboth B 132 n.V. n.V.
Vahle B 103 29036 n.V. n.V.
Vogt B 214 29104 s. Aushang Di 12-13
von B 109 29035 n.V. Fr 10.30,
Ertzdorff-Kup priv.:0641/4 n.V.
ffer 6923
Wachtel B 114 29033 s. Aushang Di 12-13
Die Fachschaft Germanistik trifft sich während des Semesters mittwochs um 13.00 Uhr.
1. Allgemeine Informationen
Adresse: Otto-Behaghel-Str. 10 (Haus B), 35394 Gießen, Tel.: 0641/99-29181, -29182, -29183 (Aufsicht).
Öffnungszeiten: Mo-Do 9-17, Fr 9-15, vorlesungsfreie Zeit: halbtags nach Aushang.
Status: Präsenzbibliothek.
Bestand: ca. 115.000 Bände, 165 lfde Zeitschriften, Schallplatten, Mikrofiche-Editionen, Videothek.
Ausstattung: ca. 50 Leseplätze, Kopiermöglichkeit, Mikrofiche-Lesegerät, 4 PC (OPAC = Online Public Access Catalogue).
Kataloge: Alphabetischer Katalog.
Besondere Sammelgebiete: DDR-Literatur, Medien, Deutsch als Fremdsprache, Kinder- und Jugendliteratur.
Teilbestände befinden sich an Sonderstandorten:
- - Bibliothek Hermeneutik und Literaturkritik, Haus C, Zi. 4, (vormittags geöffnet), (Tel.:0641/99-15524).
- - Universitätsbibliothek (1. Stock): sprachwissenschaftliche und mediaevistische Bestände, Sonderkatalog (bis 10/1995).
- - Videothek im Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Zi. B 207, 9-12, Tel. 0641/99-29121).
2. Ausleihen von Büchern
Wenn Sie ein Buch ausleihen wollen, beachten Sie bitte die Ausleihbedingungen:
- - Wochenendausleihe von Fr bis Mo unter Vorlage eines Studenten- oder UB-Ausweises während des Semesters,
- - 2 Wochen unter Vorlage eines Studenten- oder UB-Ausweises während der Semesterferien.
Für ExamenskandidatInnen des FB 09:
- - bis zu 2 Wochen (Bescheinigung erforderlich).
Für jedes Buch muß ein Leihschein mit Durchschlag ausgefüllt werden.
Von der allgemeinen Ausleihe sind ausgeschlossen:
- - allgemeine Auskunftsmittel,
- - Bibliographien,
- - Wörterbücher und Lexika,
- - Zeitschriften, Rara,
- - Bücher/Materialien aus den Semesterapparaten von Veranstaltungen.
| Dieses Dokument wurde zuletzt überarbeitet am 02.06.2000 von Georg Rehm - Georg.Rehm@uni-giessen.de |
|
Anmerkungen bitte an: webmaster@germanistik.uni-giessen.de |
http://www.uni-giessen.de/germanistik/kommentiertes_vorlesungsverz/ss97.shtml Letzte Änderung: 2.04.2003 - 14:42 Uhr |