JLU Giessen Fachbereich 05
Sprache, Literatur, Kultur
Germanistik

 

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
des Fachgebiets Germanistik
am Fachbereich Sprache, Literatur, Kultur
der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wintersemester 2001/02

Inhalt

Hinweise zur Benutzung

Gemeinsame Veranstaltungen des Fachgebiets Germanistik

Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur

Deutsche Sprache

Vorlesung

Grundstudium

Hauptstudium

Mediävistik

Vorlesung

Grundstudium

Hauptstudium

Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik
Vergleichende Sprachwissenschaft

Veranstaltungen des Instituts für neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

Vorlesungen

Proseminare

Hauptseminare

Oberseminare

Sprecherziehung

Veranstaltungen des Instituts für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Vorlesungen

Proseminare

Hauptstudium

Schulpraktikum

Deutsch als Fremdsprache

 

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Hinweise zur Benutzung

Dieses kommentierte Verzeichnis der Lehrveranstaltungen soll das Veranstaltungsprogramm des Fachbereichs Germanistik erläutern. Die hier vorgelegten Ankündigungen wurden von den Lehrenden selbst formuliert. Allgemein gilt für die Veranstaltungen, daß Thematik und Stoffplan lediglich in Grundzügen angedeutet werden können. Die endgültige Planung der Lehrveranstaltungen wird in der Regel jeweils in der ersten Sitzung zusammen mit den Teilnehmern festgelegt. Doch soll dieses Verzeichnis Ihnen die rechtzeitige Auswahl und Vorbereitung der Veranstaltungen erleichtern.

Das Verzeichnis gibt den Stand des Programms von Mai 2000 wieder. Eventuell erforderliche Änderungen werden am Schwarzen Brett der Institute bzw. an den Dienstzimmern der Lehrenden bekanntgegeben. Die aktuellen Sprechstunden der Lehrenden sind in den Sekretariaten der Institute zu erfahren und zumeist auch an den Dienstzimmern angeschlagen.

Hinweise zum Grundstudium der Sprachwissenschaft

Im Bereich der Sprachwissenschaft werden regelmäßig Proseminare zu folgenden vier grundlegenden Themenbereichen angeboten (sog. Basisseminare): Grammatik, Kommunikationsanalyse, Sprachvariation, Sprachgeschichte. Kenntnisse in diesen Themenbereichen sind notwendig für ein erfolgreiches Studium der Sprachwissenschaft. Wir empfehlen daher nachdrücklich den Besuch von Basisseminaren. Wenn Sie wissen wollen, was in Basisseminaren behandelt wird, dann können Sie Lernzielkataloge zu diesen Seminartypen im Sekretariat (Raum B 112) bekommen. Sie finden die Lernzielkataloge auch im Internet:

    über die Homepage des Fachgebietes Germanistik http://www.uni-giessen.de/fb09 (dort „Informationen zum Studium“, dann „Hinweise zu Basisseminare“ anklicken)

    direkt unter http://www.uni-giessen.de/fb09/studi-infos/basissem.shtml

Hinweise zum Grundstudium der Mediävistik

Im Bereich der Mediävistik werden regelmäßig Proseminare mit dem Thema Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur angeboten. Der Besuch eines solchen Seminars ist für Studierende des Lehramtsstudiengangs L 3 obligatorisch, für andere Studiengänge fakultativ. Der Besuch anderer mediävistischer Proseminare ist generell fakultativ, jedoch zur Vertiefung des Lernstoffs erwünscht. Den Lernzielkatalog für das mediävistische Einführungsseminar finden Sie in den Aushängen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur sowie im Internet:

    über die Homepage des Fachgebietes Germanistik http://www.uni-giessen.de/fb09 (dort „Informationen zum Studium“, dann „Hinweise zu Basisseminare“ anklicken)

    direkt unter http://www.uni-giessen.de/fb09/studi-infos/basissem.shtml

Hinweise zum Studiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“

Das Fach „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“ erlaubt es Studierenden der verschiedenen Magisterfächer, eine anwendungsorientierte, berufsbezogene Spezialisierung vorzunehmen, die im Schnittpunkt zwischen Linguistik, Informatik und Neuen Medien angesiedelt ist. Nähere Informationen zu dem Studiengang, den Kombinationsmöglichkeiten und zum Praxisbezug sind bei Prof. Dr. H. Lobin in D 407, per Email (Henning.Lobin@germanistik.uni-giessen.de) und auf der Homepage des Arbeitsbereichs (http://www.uni-giessen.de/fb09/ascl) zu erhalten. Bitte beachten Sie auch die gesonderten Informations- und Einführungsveranstaltungen zu diesem Studiengang.

Studienberatung

Allgemeine Studienberatung:   Prof. Dr. K. Inderthal (B 133, T. 29075)

Lehramtsstudiengang L1:  

Prof. Dr. W. Kluge (B 212, T: 29100)
Lehramtsstudiengang L2:   Prof. Dr. W. Gast (B 209, T: 29115)  
Lehramtsstudiengang L3:   Prof. Dr. H. Ramge (B 107, T. 29040)  
Lehramtsstudiengang L5:   Prof. Dr. C. Gansel (B 208, T. 29145)  
Magister:  Prof. Dr. G. Kurz (B 130,T.29070)    

Dr. Pott (B 132, T. 29084

S. Wodianka (C 28, T. 29098)

Allgemeine und Vergleichende
Literaturwissenschaft
:    
Prof. Dr. Ch. Lubkoll (B 137, T. 29074)
Angewandte Sprachwissenschaft und
Computerlinguistik   
Prof. Dr. H. Lobin (D 412, T. 29050)  
Deutsch als Fremdsprache (DaF):       Prof. Dr. D. Rösler (B 203, T. 29125)
Drama, Theater, Medien:    Prof. Dr. E. Leibfried (B 138, T. 29073)

A. Hammer (B 156, T. 29077)

Text und Medien und Fachjournalistik:   Prof. Dr. W. Gast (B 209, T. 29115)
Sonstige germanistische Bausteine            
und Studienelemente:
            
Prof. Dr. G. Oesterle (B139, T. 29090)

A. Hammer (B 156, T. 29077)

Betreuung ausländischer Studierender:   

N.N.

 

Studienberatung außerdem durch die Fachschaft Germanistik (B 32)

                   

                                                                                                                  

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Gemeinsame Veranstaltungen des Fachgebiets Germanistik

Hinweise zu den Einführungsveranstaltungen im Studiengebiet Germanistik

I.     Die Studiengänge für die Lehrämter L1–Verbundfach, L2, L5

Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei Veranstaltungen (insgesamt 6 SWS):

1.   Einer fachdidaktischen Grundlagenvorlesung.

2.   Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet „Sprache“.

3.   Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet „Literatur/Medien“.

Im Wintersemester 01/02 ist das Einführungsseminar in das Studiengebiet „Sprache“ zu belegen. Jeweils drei dieser Seminare werden vom Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und vom Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur angeboten.

Im Sommersemester 02 ist das Einführungsseminar in das Studiengebiet „Literatur“ zu belegen. Jeweils drei dieser Seminare werden vom Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und vom Institut für neuere deutsche Literatur angeboten.

Die fachdidaktische Grundlagenvorlesung bietet das Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowohl im WS als auch im SS an.

Die Verteilung auf die Einführungsseminare in das Studiengebiet 'Sprache' findet statt am Dienstag, dem 16. 10., um 8.15 Uhr im Hörsaal A 2. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche an den 'Schwarzen Brettern' der Institute aus.

II.    Der Studiengang für das Lehramt L3

Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei einführenden Veranstaltungen und einem Grundlagenseminar (Proseminar). Dies ergibt insgesamt 8 SWS:

1.   Eine Grundlagenvorlesung und ein Einführungsseminar „Literaturwissenschaft“ (zusammen 4 SWS).

2.   Eine Grundlagenvorlesung und ein Grundlagenseminar/Proseminar „Sprachwissenschaft“ (zusammen 4 SWS).

Im Wintersemester 01/02 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar 'Deutsche Literaturwissenschaft' zu belegen. Diese Veranstaltungen werden vom Institut für neuere deutsche Literatur im WS angeboten.

Im Sommersemester 2002 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar „Deutsche Sprachwissenschaft“ zu belegen. Diese Veranstaltungen werden im SS vom Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur angeboten.

Die Verteilung auf die im WS 01/02 angebotenen Einführungsseminare findet statt am Dienstag, dem 16. 10., um 8.15 Uhr im Hörsaal B 9. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche am „Schwarzen Brett“ des Instituts für neuere deutsche Literatur aus.

III.  Die Magisterstudiengänge „Deutsche Philologie“, HF/NF

1.   Hauptfach/Nebenfach „Deutsche Sprachwissenschaft“ und/oder „Deutsche Literaturwissenschaft“. Die Einführungsphase für diese Fächer/Fächerkombination entspricht der Einführungsphase des L3-Studiengangs. Die Verteilung auf die Seminare findet ebenfalls am Dienstag, dem 16. 10., um 8.15 Uhr im Raum B 9 statt.

2.   Hauptfach/Nebenfach „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“: Studienanfänger, die das Fach „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“ gewählt haben, belegen das Grundlagenseminar und die Grundlagenvorlesung am Institut für Didaktik. Das Einführungsseminar und die entsprechende Grundlagenvorlesung belegen sie in der germanistischen Fachwissenschaft, die sie zusätzlich gewählt haben. Die Einführungsseminare und die Grundlagenvorlesung „Deutsche Literaturwissenschaft“ werden jeweils im Wintersemester angeboten, die entsprechenden Veranstaltungen „Deutsche Sprachwissenschaft“ jeweils im Sommersemester.

IV.   Das Magister-Studienelement „Deutsche Philologie“

Die Studierenden des Studienelementes „Deutsche Philologie“ besuchen je ein Einführungsseminar in der Literatur- und Sprachwissenschaft. Es wird empfohlen, zugleich auch die entsprechenden Grundlagenvorlesungen zu besuchen. Die Verteilung auf die Seminare findet ebenfalls am Dienstag, dem 16. 10., um 8.15 Uhr im Hörsaal B 9 statt.

V.    Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft: Nebenfach „Deutsche Philologie“

Die Studierenden des o.g. Nebenfaches belegen zwei Einführungsseminare und eine Grundlagenvorlesung. Diese drei einführenden Veranstaltungen müssen die Studiengebiete ‚Deutsche Literaturwissenschaft‘, Deutsche Sprachwissenschaft‘ und ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘ abdecken.

Einführungsseminare

Prof. Dr. Gerd Fritz

Einführung in das Studiengebiet Sprache

Einführungsseminar      L1,L2,L5

Di 10–12, B 106           Beginn: 16.10.2001

Von dieser Einführung in das Studiengebiet Sprache können Sie Folgendes erwarten: 1. Sie werden vertraut gemacht mit Grundlagen des Studiums der Sprachwissenschaft: Wie informiere ich mich über ein sprachwissenschaftliches Thema? Wie lese ich einen sprachwissenschaftlichen Text? Wie schreibe ich einen kurzen Text zu einem sprachwissenschaftlichen Thema? 2. Sie erfahren an ausgewählten Beispielen einiges über sprachwissenschaftliche Arbeitsweisen: Wie sieht eine sprachwissenschaftliche Theorie aus? Was sind sprachwissenschaftliche Analysemethoden? 3. Sie lernen einige Fakten über die deutsche Sprache und ihren Gebrauch: Was ist die Satzklammer im Deutschen? Warum sind Partizipialattribute so schwer zu verstehen? Wie macht man im Deutschen Aufforderungen und Vorwürfe? Wie lernen die Kinder das Erzählen? Im Seminar werden Sie auch etwas darüber erfahren, warum Wissen über die Sprache und ihren Gebrauch für Lehrer/innen notwendig ist.

 

Dr. Martin Wachtel

Einführung in das Studiengebiet Sprache

Einführungsseminar      L1,L2,L5

Di 8–10, B 106             Beginn: 16.10.2001

Di 10–12, B 24             Beginn: 16.10.2001

Im Zentrum der Einführungsveranstaltung stehen Fragestellungen, Begriffe und Methoden wichtiger Arbeitsbereiche der germanistischen Sprachwissenschaft.

Die TeilnehmerInnen sollen lernen,

-     mit Texten der Sprachwissenschaft arbeiten zu können,

-     eigenständig Analysen zu sprachwissenschaftlichen Fragestellungen anfertigen zu können.

Zudem wird das Seminar die Relevanz sprachwissenschaftlicher Kenntnisse und Fertigkeiten für die Schule erörtern.

 

PD Dr. Rüdiger Vogt

Einführung in die Sprachwissenschaft / Sprachdidaktik

Einführungsseminar      L1, L2, L5

Di 8-10, B 210              Beginn: 16.10.01

Di 10-12, C3                 Beginn: 16.10.01

Die Studierenden werden sich für die Schule einschlägige sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse, Verfahren und Kategorien anwendungsbezogen aneignen mit dem Ziel, eine eigenständige linguistische Analyse von Texten oder Gesprächen durchzuführen und schriftlich zu gestalten.

 

N.N.

Einführung in die Sprachwissenschaft / Sprachdidaktik

Einführungsseminar      L1, L2, L5

s. Aushang

 

Einführung in die Literaturwissenschaft [Gemeinsame Ankündigung]

Ziel des Einführungskurses ist die Vermittlung einer möglichst breiten germanistischen Grundqualifikation. Anhand einer Auswahl überschaubarer Themen wird in die Praxis literaturwissenschaftlichen Arbeitens eingeführt. Dazu gehören zunächst grundlegende Fertigkeiten wie Bücherkunde, Bibliographieren, Quellenerschließung, schriftliche Form wissenschaftlicher Arbeiten etc. Darüber hinaus werden folgende Bereiche behandelt: Beschreiben und Verstehen literarischer Texte; literarische Gattungen; Literaturgeschichte und Literaturgeschichtsschreibung. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, die eigenen Erwartungen und Interessen an ein Germanistikstudium zu reflektieren. Die Einführung wird mit einer – in allen Kursen identischen – Klausur abgeschlossen.

 

Prof. Dr. Gerhard Kurz

Einführungsseminar (a, b, c)  L1, L2, L5, L3, Mag., HF/NF

Di 10-12, B 128            Beginn: 16.10.2001

 

Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

Einführungsseminar (a, b, c)  L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, HF/NF

Di 10–12, B 31             Beginn: 16.10.2001

LITERATUR: Burkhard Moennighoff/Eckhardt Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 9. Aufl. München: Fink 2001 (UTB 1582).

 

N.N.

Einführungsseminar (a, b, c)  L1, L2, L5, L3, Mag., HF/NF

Di 10-12, B 33              Beginn: 16.10.2001

Bitte achten Sie auf Aushänge am schwarzen Brett!

 

Wolfgang Jordan M.A.

Einführung in die Germanistik

Einführungsseminar      obligatorische Veranstaltung für ausländische Studierende

Fr 12-14, B 128            Beginn: 19.10.2001

Ziel dieser obligatorischen Veranstaltung für ausländische Studierende ist es, in die literaturwissenschaftlichen Arbeitstechniken einzuführen. Zu diesen Techniken zählt das Bibliographieren, die Benutzung einer wissenschaftlichen Bibliothek, das korrekte Abfassen einer Hausarbeit und das Halten eines Referats. – Gleichzeitig will die Veranstaltung einen kurzen historischen Überblick über die Entwicklung der Germanistik geben.

LITERATUR: Eckhardt Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. München 1997. – Jost Hermand: Geschichte der Germanistik. Reinbek 1994.

   

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Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur

Deutsche Sprache

Vorlesung

Prof. Dr. Hans Ramge

Deutsche Sprache in Zeit und Raum I

Vorlesung                      L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF,HaF

Mi 10–12, A 4              Beginn: 17.10.2001

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der deutschen Sprache von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit (16.Jh.). Dabei steht die Entstehung des Deutschen als Ensemble von Sprachvarietäten  in der zeitlichen, räumlichen, sozialen und medialen Differenzierung im Mittelpunkt: Sprachepochen mit ihren Kennzeichen und den Übergangsproblemen, Entstehung und Verbreitung wichtiger Lautwandlungen (wie den Lautverschiebungen und der nhd. Diphthongierung) in Raum und Zeit, Entwicklung und Differenzierung des Wortschatzes, die Entwicklung von überregionalen Verkehrssprachen und Standardisierungen im Verhältnis zu den Substandardsprachen, die Bedeutung der Schriftlichkeit und die Entstehung der nhd. Schriftsprache usw.

Die Vorlesung ist in sich abgeschlossen. Sie wird aber im kommenden Semester fortgeführt durch eine zweite Vorlesung, die die 'Deutsche Sprache in Zeit und Raum' vom 17.Jh. bis zur Gegenwart behandelt.

Grundstudium

Dr. Jörg Riecke

Grundlagen der Sprachwissenschaft

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,DaF

Do 14–16, B 9              Beginn: 18.10.2001

Das Seminar richtet sich an Studierende, die eine nicht-sprachwissenschaftliche Einführung besucht haben. Die Veranstaltung soll Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Themen, Theorien und Methoden der germanistischen Sprachwissenschaft vermitteln. Die behandelten Schwerpunkte werden durch Referate der Teilnehmer vorgestellt. Seminarbegleitende Texte werden am Semesterbeginn ausgegeben.

Zur ersten vorbereitenden Lektüre empfohlen sei: Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann, Studienbuch Linguistik, 2. Aufl. Tübingen 1994.

 

Prof. Dr. Gerd Fritz

Deutsche Grammatik

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,DaF

Mo 14–16, B 106         Beginn: 15.10.2001

Dieses Seminar gehört zum Typ „Basisseminar“. Es vermittelt Grundlagen der grammatischen Analysemethoden und Grundkenntnisse in zentralen Bereichen der deutschen Grammatik, sozusagen das grammatische Handgepäck des Germanisten für alle Lebenslagen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Struktur der Nominalphrase (die vom Kanzler seit Jahren angekündigten Sparmaßnahmen im Personalbereich) und die Syntax des Verbs (daß Peter die Bücher hat wollen übersetzen lassen, Peter hat die Bücher übersetzen lassen wollen). In beiden Bereichen sollen besonders auch die Wortstellungsregularitäten behandelt werden. Um Sie mit Darstellungsformen und Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlicher Grammatiken vertraut zu machen, sollen Grammatikvergleiche zu einzelnen Problemfeldern erarbeitet werden. Neben der Duden-Grammatik (6. Aufl. 1998) sollen vor allem Heringers "rezeptive Grammatik" ("Lesen lehren lernen", 1988) und Eisenbergs "Grundriss der deutschen Grammatik" (1999) herangezogen werden. Erste Hinweise auf die Art der grammatischen Betrachtungsweise, die im Seminar praktiziert werden soll, finden Sie in Grewendorf/ Hamm/ Sternefeld: Sprachliches Wissen. Frankfurt am Main 1987, 156–181; 213–216.

 

Zoran Ivkovic, M.A.

Linguistische Kommunikationsanalyse

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.

Mo 10–12, C 27           Beginn: 15.10.2001

Die Fähigkeit, Kommunikationen zu analysieren, gehört zu den grundlegenden Kompetenzen, die man während des Germanistikstudiums erwerben sollte. Sowohl bei einer späteren Tätigkeit als Lehrerin/Lehrer als auch in außerschulischen Berufsfeldern spielen analytische Kenntnisse über Kommunikationen eine wichtige Rolle.

Ziel des Seminars ist es, Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen bspw. lernen, problematische Aspekte in bestimmten Kommunikationssituationen (mündliche und schriftliche) zu erkennen, diese genau zu analysieren und Vorschläge für Textoptimierungen zu erarbeiten. Folgende Themen werden unter anderem behandelt: Grundstrukturen von Kommunikationsformen, Thema und thematischer Zusammenhang, Kommunikationsprinzipien, Implikaturen, Verständlichkeit.

Neben der analytischen Arbeit soll auch darauf eingegangen werden, wie die neu gewonnenen Erkenntnisse von den Teilnehmern zur Optimierung eigener Textproduktion genutzt werden können.

LITERATUR: Fritz G. (1994): Grundlagen der Dialoganalyse. In: Fritz G./ Hundsnurscher F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse. Tübingen, 177–202.

 

Jan Lüsing, M.A.

Dynamische Semantik

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,DaF

Mo 16–18, B 106         Beginn: 15.10.2001

„Du bist ein Genie.“ Mit dieser Äußerung kann man jemanden loben oder (bei ironischer Verwendung) beleidigen. Den sprachlichen Ausdruck doch kann man verwenden, um einer Auffassung zu widersprechen. Ja kann dazu dienen, eine Zusage zu machen. Wann aber wird man gelobt und wann beleidigt? Welcher Auffassung widerspricht man und wozu macht man die Zusage? Diese Fragen kann nur der beantworten, der Kenntnis von dem bisherigen Verlauf des entsprechenden Dialogs hat.

Damit ist ein Gespräch nicht nur ein interaktiver, sondern insbesondere auch ein dynamischer Prozeß, innerhalb dessen jeder Gesprächsteilnehmer ein Korpus an Informationen sammelt und aktualisiert. Nur so ist es den Gesprächsteilnehmern in der konkreten Situation möglich, die Äußerung eines anderen Teilnehmers zu verstehen und das Gespräch mit eigenen Beiträgen fortzusetzen.

Eine Semantiktheorie als eine Theorie über das Verhältnis zwischen sprachlichen Ausdrücken und dem, wozu man diese verwenden kann, muß daher diese Dynamik des Kontextes als Aspekt bei den Verwendungsbedingung eines Ausdrucks berücksichtigen.

Das Seminar beginnt mit einer Einführung in die formalsprachliche und in die alltagssprachliche Semantiktradition sowie der Klärung des Verhältnisses dieser beiden wichtigsten Strömungen des 20. Jahrhunderts. Im Anschluß daran wird auf die Dynamisierung der Semantik als neueste Entwicklung eingegangen.

Literatur: Wird im Seminar bekanntgegeben.

 

Dr. Roland Mulch

Wege und Forschungsschwerpunkte der deutschen Dialektologie

Proseminar                             L1,L2,L3,L5,MA,Prom.

Do 14–16, Phil. II: E 07         Beginn: 18.10.2001

In dieser Einführung sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Einsichten in Probleme und Methoden der deutschen Mundartforschung gewinnen. Neben den dialektgeographi­schen Ansätzen europäischer Dialektologie in den letzten einhundertfünfzig Jahren, die vor allem auf die raumbezogene Untersuchung dialektaler Sprachstrukturen abzielten, soll auf die neueren, an pragmatischen Komponenten orientierten Aspekte in diesem Bereich (Linguistisierung der Dialektologie) hingewiesen werden. Es soll versucht werden, die gesellschaftlichen und situativen Bedingungen und Funktionen der Verwendung dialektaler Sprachvarietäten im deutschsprachigen Raum anhand ausgewählter Beispiele zu erläutern.

Literatur: Hermann Niebaum/Jürgen Macha: Einführung in die Dialektologie des Deutschen. Tübingen 1999 (Germanistische Arbeitshefte 37)

 

Prof. Dr. Hans Ramge

Sprachvariation im Deutschen

Proseminar (Basisseminar)    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF

Do 10–12, B 106                   Beginn: 18.10.2001

Muttersprachliche Sprecherinnen und Sprecher erwerben und verfügen meist über eine Fülle sprachlicher Varianten, die sie je nach Kommunikationsabsicht, Gesprächspartner, Thema usw. verwenden. Diese Varianten liegen auf sehr unterschiedlichen Variationsebenen, z.B. zwischen Dialekt und Standardsprache, fachsprachlicher und alltäglicher Kommunikation. Unterschiedliche Sprachvarianten bewirken Unterschiedliches: Sie haben wichtige kommunikative Funktionen, z.B. Vertrautheit oder Distanz zu vermitteln.

Im Basisseminar sollen die verschiedenen Arten sprachlicher Variation im Überblick erarbeitet werden und anhand von kleineren Einzelbeobachtungen und Aufnahmen der Seminarteilnehmer/-innen vertieft beschrieben und analysiert werden.

 

Gerd Richter, M.A.

Sprache in den digitalen Medien

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF

Mi 10–12, B 106          Beginn: 17.10.2001

Verbindliche Anmeldung zum Seminar in der Zeit vom 16.07.–16.10.2001 im Sekretariat (Raum B 112)

„KauderWebsch. Die rabiateste Rechtschreibreform findet fast unbemerkt statt – im Internet“ lautete der Titel eines Beitrags in der Computerzeitschrift c’t aus dem Jahr 1998. Ist eine Sprachveränderung oder gar ein Sprachwandel beobachtbar, der durch die neuen Kommunikationsformen im Internet verursacht wird? Auf welchen sprachlichen Ebenen sind Veränderungen beschreibbar? Wo sind E-Mail‑, Chat‑, Newsgroup‑ oder MUD-Kommunikation auf der Skala „Schriftlichkeit Mündlichkeit“ zu verorten?

Das Internet mit seinen Diensten ist aber nicht nur Gegenstand linguistischer Analysen, sondern dient zugleich auch der Präsentation und weltweiten Distribution von linguistischen Forschungsergebnissen. Online-Wörterbücher, digitale Editionen u.v.m. sollen ebenso im Seminar behandelt werden wie auch das dem World Wide Web (WWW) zu Grunde liegende Konzept „Hypertext“.

Von den TeilnehmerInnen werden elementare Computerkenntnisse und Bereitschaft zur Projektarbeit erwartet. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist – bedingt durch die technische Ausstattung der Computerräume – auf 25 beschränkt.

LITERATUR: Runkehl, Jens/Schlobinski, Peter & Siever, Torsten: Sprache und Kommunikation im Internet. Überblick und Analysen. Opladen 1998.  

Dr. Jörg Riecke

Deutscher Wortschatz

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,DaF

Di 16–18, B 106           Beginn: 16.10.2001

Im Mittelpunkt des Seminars steht der Wortschatz der deutschen Sprache. Wie in jeder Sprache sind die Wörter nicht einfach eine unendliche Menge von Zeichen, sondern es lassen sich Gliederungs- und Strukturmerkmale erkennen, mit deren Hilfe dem Chaos eine gedankliche Ordnung entgegengesetzt werden kann. Es wird die Rede sein von Wörtern und Wortarten, vom Einfluß anderer Sprachen und verschiedener Teilbereiche wie den Fach- und Sondersprachen, von den Bedeutungen und der Herkunft der Wörter und wie man das alles in Wörterbüchern darstellen kann. Das Seminar ist damit zugleich eine Einführung in die Lexikologie.

LITERATUR: Zur ersten vorbereitenden Lektüre empfohlen sei: George A. Miller, Streifzüge durch die Psycholinguistik, Frankfurt/M. 1995. – Rod Mengham, Im Universum der Worte, Über Ursprung, Funktion und Vielfalt menschlicher Sprache, Stuttgart 1995.

 

Prof. Dr. Rosemarie Rigol

Orthographie

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,DaF

Fr 10–12, B 106           Beginn: 19.10.2001

Die viel bestöhnte und langweilig erscheinende Orthographie ist Gegenstand dieses Seminars:

1.   Aufarbeitung der Altbestände an Wissen, Vergleich mit den neuen Regeln

2..  Versuch, die Vernunft hinter den Schreibweisen zu erkennen

3.   Kurze Reise durch die Geschichte der Reformversuche und die Widerstände

4.   Praktische Arbeit an Orthographieproblemen, wen sie auch immer betreffen mögen.

Unabdingbare Voraussetzung: Rechtschreibduden, mindestens 22. Auflage, also in der neuen Rechtschreibung (schon zur ersten Sitzung mitzubringen).

 

Dr. Britt-Marie Schuster

Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA

Mo 10–12, B 106         Beginn: 15.10.2001

Neben einem Überblick über Veränderungen im Sprachsystem steht in diesem Seminar das Zusammenwirken von gesellschaftlicher Veränderung und sprachlichem Wandel im Vordergrund. Im einzelnen wollen wir kennenlernen:

    bürgerliche Sprach- und Handlungsformen am Beginn des Jahrhunderts und ihr Verlust im Laufe des Jahrhunderts,

    den Sprachgebrauch im Nationalsozialismus in einzelnen Gesellschaftssegmenten, u. a. aber auch den Sprachgebrauch im deutschen Widerstand,

–    den zunehmenden Einfluß der englischen Sprache auf die deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg,

    den Sprachgebrauch der Studentenbewegung und nachfolgender sozialer Bewegungen,

    den durch die (Neuen) Medien verursachten Wandel in bezug auf relevante Kommunikationsformen am Ende des 20. Jahrhunderts.

Die Studierenden sollen am Beispiel der allerjüngsten Sprachgeschichte in Methoden sprachwissenschaftlichen und –geschichtlichen Arbeiten eingeführt werden.

 

Klaus-Peter Ulbrich, M.A.

Pragmatik und sprachliches Handeln

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF

Di 14–16, B 24             Beginn: 16.10.2001

Die linguistische Pragmatik versteht sich als eine Theorie des sprachlichen Handelns. Sie geht der Fragestellung nach, in welcher Weise wir sprachliche Mittel gebrauchen, wenn wir kommunikative Handlungen vollziehen. Von zentralem Interesse sind dabei die situativen und kommunikativen Bedingungen, welche den Gebrauch der im Sprachsystem angelegten Möglichkeiten steuern. Im Seminar werden zunächst die verschiedenen Theorien und Konzepte sprachlichen Handelns sorgfältig erörtert werden. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf den Begriff der kommunikativen Kompetenz einzugehen sein. Ferner sollen die wichtigsten Anwendungsgebiete dieses linguistischen Ansatzes aufgezeigt werden.

 

Dr. Martin Wachtel

Sprachwissenschaft für das Lehramt an Grundschulen

Proseminar                    L1

Mo 16–18, C 30           Beginn: 15.10.2001

Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende für das Lehramt für Grundschulen. Ziel des Seminars ist es, wichtige sprachwissenschaftliche Grundlagen für den Unterricht in der Grundschule zu vermitteln. Folgende Themen werden u.a. behandelt:

    Morphologie, Wort, Wortart, Wortbildung.

    Satzanalyse, syntaktische Kategorien und Funktionen.

    Analyse und Produktion einfacher Textsorten.

    Gesprächsanalyse und Gesprächserziehung.

    Schriftspracherwerb.

    Orthographie.

 

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Hauptstudium

Prof. Dr. Gerd Fritz

Gute Texte

Hauptseminar               L2,L3,MA,Prom.

Do 16–18, B 106          Beginn: 18.10.2001

Texte schreiben kann jeder. Gute Texte schreiben können nur wenige. Ein Grund dafür: Es gibt keine Patentrezepte. Warum das so ist und warum es aber trotzdem nützliche Ratschläge für das Textschreiben gibt, soll in diesem Seminar besprochen werden. Dazu müssen wir zuerst grundlegende Aufbauprinzipien von Texten betrachten. Danach wollen wir uns mit neueren Modellen zu Textproduktion, Textdesign, Textverständlichkeit und Textoptimierung beschäftigen. Ein wichtiger Bestandteil des Seminars sind Experimente und Übungen, in denen Texte beschrieben, analysiert, beurteilt, produziert und verbessert werden sollen. Als Leistungsnachweis dienen Kurzreferate, praktische Übungen und eine Klausur.

 

Prof. Dr. Hans Ramge, Dr. Britt-Marie Schuster

Sprachnorm und Standardisierung des Deutschen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Hauptseminar               L2,L3,MA,Prom.,DaF

Di 16-18, B 106          Beginn: 17.10.2001

Die Modernisierung der deutschen Sprache in der Neuzeit lässt sich als Prozess schubweise fortschreitender Standardisierung in einem sich immer stärker differenzierenden Varietätenraum beschreiben. Die Ansprüche einer hoch entwickelten Schriftlichkeit in den verschiedensten Kommunikationsbereichen fordern und fördern den überregionalen Sprachausgleich, die Konventionalisierung und Regulierung von Sprach- und Schreibgebräuchen, kurz: die Etablierung von Sprachnormen und Sprachstandards. Als intendierte (und institutionalisierte) Prozesse sind sie oft von zweifelhaften Ideologismen wie der Fremdwortfeindlichkeit begleitet.

Im Hauptseminar sollen die wichtigsten Entwicklungsschritte in sprachhistorischer Perspektive erörtert werden: beginnend bei den Sprachgesellschaften des 17. Jhs. über die Entwicklung der Literatursprache im 18.Jh., die mit Adelung, Gottsched und Campe verbundenen Normdiskussionen, den Allgemeinen Deutschen Sprachverein bis hin zu den gegenwärtigen Diskussionen über den Einfluss des Angloamerikanischen einerseits und die Rechtschreibreform andererseits.

 

Dr. Britt-Marie Schuster / Henriette Seyfferth (Journalistin, SWR)

Erster Teil des Studienangebots „Informationsvermittlung und Medien“: Wissenschaftsjournalismus

Hauptseminar (Blockseminar)               L3,MA,Prom.

Fr 10–12, s. Aushang des Instituts       Beginn: 19.10.2001

Wissenschaft in den Medien zu präsentieren, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Journalismus: Auf der einen Seite muß der/die Wissenschaftjournalist/in der Komplexität des wissenschaftlichen Fachgebiets gerecht werden und eine sachangemessene Darstellung wählen, auf der anderen Seite ist dies nicht immer problemlos mit einer rezipientengerechten Vermittlung von Inhalten zu vereinbaren. Im Seminar wollen wir zunächst die unterschiedlichen Formen des Wissenschaftsjournalismus – von den „Wissensseiten“ großer Tageszeitungen über den oft stark popularisierenden Transfer wissenschaftlicher Inhalte im Fernsehen bis zur wissenschaftsjournalistischen Internetpräsentation – mit ihrem jeweiligen Themenspektrum und ihrer Zielrichtung kennenlernen und sowohl sprach- als auch medienwissenschaftlich analysieren. Im Zentrum dieses eher theoriegeleiteten ersten Teils steht dabei die Frage, wie sich guter vom schlechten Wissenschaftsjournalismus abgrenzen läßt. Im zweiten Teil des Seminars soll den Studierenden die Gelegenheit gegeben werden, projektorientiert zu arbeiten: Idealiter, indem sie wissenschaftliche Themen ihrer Wahl und ihres Interesses wissenschaftsjournalistisch aufarbeiten.

 

Dr. Martin Wachtel

Deutsche Grammatik

Hauptseminar               L1,L2,L3,L5

Mo 14–16, B 24           Beginn: 15.10.2001

Das Seminar wird sich mit dem inneren Aufbau deutscher Sätze und anderen syntaktischen Strukturen befassen. Dabei werden die Konstituentenstruktur, die syntaktischen Kategorien und Funktionen und das Thema der topologischen Felder im Vordergrund stehen.

Zudem werden schulisch relevante Zusammenhänge zwischen Grammatik und Verständlichkeit, Grammatik und Stilistik, Grammatik und Kommunikationsanalyse sowie zwischen Grammatik und Orthographie erörtert.

 

Prof. Dr. Gerd Fritz

Linguistisches Colloquium

Oberseminar                 L3,MA,Prom.

Di 14–16, B 106           Beginn: 16.10.2001

Im Linguistischen Colloquium sollen neuere Entwicklungen der Semantik (Dynamische Semantik) und der Textproduktionsforschung diskutiert werden. Daneben sollen entstehende Dissertationen, Examens- und Magisterarbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Auf Wunsch können auch Themen behandelt werden, die in besonderer Weise der Examensvorbereitung dienen.

 

Prof. Dr. Hans Ramge

Linguistisches Kolloquium mit Examenskolloquium

Oberseminar                 L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF

Zeit: n.V.(s. Aushang), B 106

In den Kolloquien werden wichtige neuere Entwicklungen und Forschungen in der Sprachwissenschaft vorgestellt und erörtert. Die besonderen Examenskolloquien dienen der vertiefenden Behandlung größerer Problembereiche, die bevorzugten Examensthemen zu Grunde liegen.

 

Dr. Martin Wachtel

Examenskolloquium

Oberseminar                 L1,L2,L5

Mo 18–20, B 106         Beginn: 15.10.2001

Das Seminar richtet sich ausschließlich an Examenskandidaten. Im Verlaufe des Semesters werden mögliche Examensthemen vorgestellt und erläutert.

 

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Mediävistik

Vorlesung

Prof. Dr. Otfrid Ehrismann

Mythos Minne – Liebe in Texten des Mittelalters

Vorlesung                      L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH

Mo 8–10, A 3               Beginn: 15.10.2001

Anhand ausgewählter Texte werden literarische Diskurse über die Liebe im Mittelalter vorgestellt und diskutiert – zugleich eine Einführung in das höfische Leben des Mittelalters und seine Ethik.

 

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Grundstudium        

Prof. Dr. Otfrid Ehrismann

Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur – Minnelieder Walthers von der Vogelweide

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.

Do 12–14, B 106          Beginn: 18.10.2001

Das Seminar führt anhand der Übungseinheiten „Chronologie“, „Sprachgeografie, Konsonantismus – Die II. Lautverschiebung“, „Geregelter Lautwechsel und Lautwandel im Vokalismus“, „Konjugation – Der Ablaut“, „Deklination und Steigerung“, „Metrik“ und „Zur Dichtung um 1200“ in die Grundlagen der Mediävistik ein. – Als Textgrundlage sind Minnelieder des bedeutendsten Lyrikers des Mittelalters, Walther von der Vogelweide (ca. 1170 bis ca. 1230) gewählt. Walther entwickelt darin einige zeittypische Konzepte über die Liebe im höfischen Leben des Mittelalters – zugleich ein Diskurs über allgemeine ethische Fragen.

Für die Einführung in die Mediävistik erhalten Sie zu Beginn der ersten Stunde ein Skript (DM 7.30). Als Grundlage für die Lektüre benötigen Sie: Walther von der Vogelweide. Werke Bd. 2: Liedlyrik. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Stuttgart: Reclam, 1998. Am Ende der grammatischen Übungseinheiten "Chronologie", "Sprachgeografie", "Lautwandel" und "Konjugation" erfolgt ein Test zur jeweiligen Einheit, zum Schluss ein Übersetzungs-Test zu Fragen, die zu Beginn des Seminars verteilt werden; nicht bestandene Tests können einmal wiederholt werden. Den Leistungsnachweis erhalten Sie nach einem regelmäßigen Besuch der Veranstaltung und den bestandenen Tests.

 

Beate Martin

Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Hartmann von Aue, Iwein

Proseminar                    L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH,HaF

Fr 14–16, B 106           Beginn: 16.10.2001

In Hartmanns von Aue 'Iwein' begegnen uns überall märchenhafte Elemente: ein unsichtbar machender Ring, eine Zaubersalbe, die Sturmquelle, Ungeheuer, Zwerge, Riesen und vieles mehr. Wir werden den Text in Auszügen lesen und uns mit der Begegnung zwischen der höfischen Welt des Artushofs und dem „wilden Wald“ beschäftigen.

Gleichzeitig soll Ihnen das Seminar sprachgeschichtliche und grammatische Grundkenntnisse vermitteln und Sie in die Lage versetzen, einen mittelhochdeutschen Text zu lesen und zu übersetzen.

Literatur: Hartmann von Aue: Iwein. Hg. v. G.F. Benecke und K. Lachmann. Neu bearbeitet v. Ludwig Wolff. Berlin: de Gruyter 1968. Das Skript zum Seminar können Sie in der ersten Sitzung käuflich erwerben.

 

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Hauptstudium

Prof. Dr. Otfrid Ehrismann

Minne

Hauptseminar                                        L3,MA,Prom.

Mo 12–14, B 106                                  Beginn: 15.10.2001

Anhand ausgewählter Texte aus Lyrik und Epik werden Fragen zum literarischen Diskurs des Mittelalters über die Liebe – besonders über ihre "höfische" Form – diskutiert.

Den Leistungsnachweis erhalten Sie nach dem regelmäßigen Besuch der Veranstaltung und der Anfertigung eines Referats oder einer Hausarbeit. – In Bezug auf den Leistungsnachweis unterscheide ich: (1) Teilnahmeschein (Anfertigung eines leichteren Referats); (2) Leistungsnachweis im eigentlichen Sinne (Anfertigung eines anspruchsvolleren Referats oder einer Hausarbeit).

 

Prof.Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer, Prof.Dr. Helmut Meinhardt.

Interdisziplinäres Lektüreseminar – Philosphie – Mediävistik: Das St. Trudperter Hohelied (um 1160), eine mittelhochdeutsche Bearbeitung des Hohen Liedes aus dem Alten Testament der Bibel

Haupt-/Oberseminar     L3,MA.,Prom.

Do 10–12, C 210          Beginn: 18.10.2001

Voraussetzung für Germanisten für die Teilnahme: erfolgreich bestandene Zwischenprüfung in Germanistik, Lateinkenntnisse.

Gemeinsame Lektüre mit Übersetzung und Interpretation des mhd. Textes auf der Grundlage der theologisch–philosophischen Ausdeutungen eines Liebesdialogs aus dem Alten Testament in den theologischen Traditionen des Mittelalters.

Texte: Das St. Trudperter Hohelied. Eine Lehre der liebenden Gotteserkenntnis. Hrsg. von Friedrich Ohly unter Mitarbeit von Nicola Kleine. Frankfurt am Main, Deutscher Klassiker Verlag 1998. (Die maßgebliche Ausgabe, mit neuhochdeutscher Übersetzung und ausführlichem Kommentar.) Standort eines Exemplars im Besitz der FB Bibliothek Germanistik: UB-Lesesaal, Signatur: FH -9, ME e3/ 90. 652 - dort einzusehen für den Kommentar. Kopiervorlage für den Text vorh. Das Hohe Lied: in jeder Ausgabe des Alten Testaments. Kopiervorlage vorh.

Literatur: in der o.g. genannten Textausgabe von Friedrich Ohly: Die Deutsche Literatur des Mittelalters, Verfass. Lex. Bd. 9 (1995), Sp. 1089 ff - Kopiervorlage vorh. im Zentrum für Philosophie. – Manfred Gerwing: Theologie im Mittelalter. Personen und Stationen theologisch-spiritueller Suchbewegung im mittelalterlichen Deutschland. Paderborn 2000. – Urban Küsters: Der verschlossene Garten. Volkssprachliche Hohelied-Auslegung und monastische Lebensform im 12. Jahrhundert. Düsseldorf 1985. – Kurt Ruh: Geschichte der abendländischen Mystik. Bd. 2: Frauenmystik und Franziskanische Mystik der Frühzeit. Bd. 2. München, Beck 1990. – Friedrich Ohly: Hohelied-Studien. Grundzüge einer Geschichte der Hoheliedauslegung des Abendlandes bis um 1200. Wiesbaden, Franz Steiner Verlag 1958. – Friedrich Ohly: Gebärden der Liebe zwischen Gott und Mensch im St. Trudperter Hohelied. In: Wiss. Jahrbuch der Görres-Gesellschaft 34 (1993), S. 9-31. Kopiervorl. vorh. -wie oben. – Friedrich Ohly: Die Gattung des Hohenlieds in der Exegese. In: Friedrich Ohly: Ausgewählte Schriften zur Literaturgeschichte und zur Bedeutungsforschung. Stuttgart und Leipzig 1995, S. 95 ff. Kopiervorlage vorh. – Zum jüdischen Hohenlied im Alten Testament: Theologische Realenzyklopädie 15 (1986), S. 499ff. - Kopiervorlage vorh. – Marvin H. Pope: Song of Songs. A New Translation with Introduction and Commentary. New York, London u.a. 1977 - nur per Fernleihe erhältlich. Auszüge in umfangreicher Kopie vorh. – M. V. Fox: The Song of Songs and the Ancient Love Songs. Madison 1985 - In der FB. Theologie vorh.

 

Prof. Dr. Otfrid Ehrismann

Examenskolloquium

Oberseminar                 L3,MA,Prom.

Mo 14–16, B 109         Beginn: 15.10.2001

In diesem Seminar werden Sie auf das Staats- oder Magisterexamen (Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt Mediävistik) vorbereitet. Teilnehmen kann also nur, wer ein solches Examen auch anstrebt und im mediävistischen Hauptseminar einen qualifizierten Leistungsnachweis erworben hat. Wenn Sie die Mediävistik als Prüfungsgebiet wählen, benötigen Sie drei Spezialgebiete, die Sie aus den Bereichen Epik (z.B. „Parzival“, „Nibelungenlied“, „Erec und Iwein“, „Tristan“), Lyrik (z.B. „Walther von der Vogelweide“, „Neidhart von Reuental“, „Oswald von Wolkenstein“, „Lyrik vor Walther“), Rezeptionsgeschichte (z.B. „der Mythos von den Nibelungen“, „der Artus-Mythos“, „der Walther-Mythos“), historische Semantik (nach meinem Buch Ehre und Mut, Aventiure und Minne. Höfische Wortgeschichten aus dem Mittelalter (München 1995)) oder Sprachgeschichte wählen können; in einem dieser Gebiete müssen Sie einen didaktischen Schwerpunkt (etwa nach Ina Karg: Und waz si guoter lêre wernt. Mittelalterliche Literatur und heutige Literaturdidaktik. Frankfurt a.M. 1998) setzen und Sie müssen mindestens einen sprachlichen Schwerpunkt wählen.

Im Seminar will ich versuchen, Ihnen ein wenig die Prüfungsangst zu nehmen, indem ich anhand Ihrer Kurzreferate und Textstellen zur historischen Semantik die Prüfungssituation simuliere. Die Teilnahme am Seminar soll Ihnen auch einen Überblick über das geben, was „man“ über die Spezialgebiete hinaus in der Mediävistik wissen sollte, um einen möglichst guten Abschluss zu erzielen.

 

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Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik

Prof. Dr. Henning Lobin

Grundlagen der Computerlinguistik

Vorlesung

Do 8–10, B 26              Beginn: 18.10.2001

Dieser Kurs soll die Teilnehmer mit einem Bereich vertraut machen, dessen besonderer Reiz in seiner verbindenden Stellung zwischen den Geisteswissenschaften und technisch-mathematischen Disziplinen besteht. Die für den wissenschaftlichen Umgang mit Sprache notwendige Intuition trifft hier auf formale Methoden, die ihre Wurzeln in der Logik und der Informatik haben. Gleichwohl bedeutet dies nicht, daß die Computerlinguistik lediglich eine Übertragung traditioneller linguistischer Methoden auf den Computer ausmacht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache unter Zuhilfenahme eines automatischen Symbolverarbeitungssystems, wie der Computer es ist, hat in vielen Bereichen zur Entwicklung neuer Theorien, zur Analyse besonders komplizierter Zusammenhänge und zur Verwendung genauerer Formalismen geführt, die längst auch ihrerseits auf die Linguistik Einfluß ausüben. Obwohl der Bereich ‚Computerlinguistik‘ heißt, steht also der Computer keineswegs allein im Zentrum. Es geht um eine Linguistik, oder – genereller – um eine Art der Informationsverarbeitung, bei der durch und in Hinsicht auf den Computer Sprache und Kommunikation in einer anderen Perspektive erscheinen.

LITERATUR: J. Allen 1995: Natural Language Understanding. Redwood City: Cummings, 2nd ed. – H. Lobin 2001: Informationsmodellierung in XML und SGML. Berlin/Heidelberg: Springer.

 

N.N.

Informatik I

Vorlesung

4 SWS                           Beginn: s. Aushang

 

N.N.

Übungen zu Informatik I

Vorlesung

2 SWS                           Beginn: s. Aushang

 

Gerd Richter, M.A.

Sprache in den digitalen Medien

Proseminar

Mi 10–12, B 106          Beginn: 17.10.2001

Verbindliche Anmeldung zum Seminar in der Zeit vom 16.07.–16.10.2001 in Raum B 112.

„KauderWebsch. Die rabiateste Rechtschreibreform findet fast unbemerkt statt – im Internet“ lautete der Titel eines Beitrags in der Computerzeitschrift c’t aus dem Jahr 1998. Ist eine Sprachveränderung oder gar ein Sprachwandel beobachtbar, der durch die neuen Kommunikationsformen im Internet verursacht wird? Auf welchen sprachlichen Ebenen sind Veränderungen beschreibbar? Wo sind E-Mail‑, Chat‑, Newsgroup‑ oder MUD-Kommunikation auf der Skala „Schriftlichkeit Mündlichkeit“ zu verorten?

Das Internet mit seinen Diensten ist aber nicht nur Gegenstand linguistischer Analysen, sondern dient zugleich auch der Präsentation und weltweiten Distribution von linguistischen Forschungsergebnissen. Online-Wörterbücher, digitale Editionen u.v.m. sollen ebenso im Seminar behandelt werden wie auch das dem World Wide Web (WWW) zu Grunde liegende Konzept „Hypertext“.

Von den TeilnehmerInnen werden elementare Computerkenntnisse und Bereitschaft zur Projektarbeit erwartet. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist – bedingt durch die technische Ausstattung der Computerräume – auf 25 beschränkt.

LITERATUR: Runkehl, Jens/Schlobinski, Peter & Siever, Torsten: Sprache und Kommunikation im Internet. Überblick und Analysen. Opladen 1998.

 

Georg Rehm, M.A.

Automatisches Zusammenfassen von Texten

Proseminar (Wahlbereich)

Do 14–16, B 26            Beginn: 18.10.2001

Die durch das Internet stetig wachsende Informationsflut hat seit einigen Jahren einen lange vernachlässigten angewandten Bereich der Computerlinguistik wieder in den Fokus der aktuellen Forschung gerückt: Die automatische Erzeugung von Textzusammenfassungen.

In diesem Seminar werden zunächst aus den fünfziger und sechziger Jahren stammende, für die Entwicklung dieses Teilgebiets sehr wichtige Arbeiten vorgestellt, auf deren Ergebnissen noch heute ein Großteil der aktuellen Forschung aufbaut. Daraufhin werden neuere Ansätze der maschinellen Generierung von Textzusammenfassungen behandelt, u.a. automatische Diskursanalyse mittels der Rhetorical Structure Theory, Schema-basierte Informationsextraktion und verschiedene Aspekte der Zusammenfassung von Hypertext-Dokumenten.

Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar ist die Veranstaltung "Grundlagen der Computerlinguistik". Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, im Laufe des Semesters ein Referat zu übernehmen. Ein Leistungsnachweis kann durch ein Referat sowie durch die Anfertigung einer schriftlichen Ausarbeitung des Referatsthemas erworben werden.

Der Seminarplan sowie eine Literaturliste werden in der vorlesungsfreien Zeit im World Wide Web unter der Adresse http://www.uni-giessen.de/~g91063/courses.shtml verfügbar sein.

 

Georg Rehm, M.A.

Natürlichsprachliche Systeme im World Wide Web

Hauptseminar

Do 16–18, B 26            Beginn: 18.10.2001

Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die derzeit im Schnittpunkt von Computerlinguistik, Texttechnologie, World Wide Web und Hypertexttechnologie durchgeführt werden. Hierzu gehören etwa Systeme zum generellen und spezialisierten Information Retrieval, Verfahren zur automatischen Dokumentannotation und Informationsextraktion aus strukturierten und semistrukturierten Dateien. Im Zentrum der Veranstaltung stehen neben unterschiedlichen Methoden auch komplexe Architekturen natürlichsprachlicher Systeme und die Interaktion unterschiedlicher Komponenten.

Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar, das eine Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“ ist, sind Kenntnisse des Standards XML. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, im Laufe des Semesters ein Referat zu übernehmen. Ein Leistungsnachweis kann durch ein Referat sowie durch die Anfertigung einer schriftlichen Ausarbeitung erworben werden.

Der Seminarplan sowie eine Literaturliste werden in der vorlesungsfreien Zeit im World Wide Web unter der Adresse http://www.uni-giessen.de/~g91063 /courses.shtml verfügbar sein.

 

N.N.

Datenbanksysteme

Hauptseminar

2 SWS                           Beginn: s. Aushang

 

Prof. Dr. Henning Lobin

Übung zu Grundlagen der Computerlinguistik

Übung

Mi 12–14, B 26            Beginn: 24.10.2001

 

Prof. Dr. Henning Lobin

Programmierpraktikum

Übung

Di 14–18, B 26             Beginn: 16.10.2001

Ziel dieses Praktikums ist der Erwerb der Fähigkeit der praktischen programmiertechnischen Lösung von Problemen der Sprach- und Textverarbeitung auf der Grundlage der Programmiersprache Perl. Perl ist eine recht unkomplizierte Programmiersprache, die besonders gut für diese Zwecke geeignet ist. Sie stellt in der Computerlinguistik fast eine Art Standard dar und wird auch im Bereich der Web-Programmierung häufig eingesetzt.

Die Veranstaltung ist aufgeteilt in theoretische Teile, in denen es um die programmiertechnischen Grundlagen geht, und praktische Übungen, die im Laufe des Semester in größere, von Kleingruppen zu bearbeitende Projekte münden sollen. Von den Teilnehmern wird deshalb in jedem Fall die aktive Mitarbeit erwartet.

Das Programmierpraktikum ist Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“. Es wird die bereits erfolgte Teilnahme an der „Einführung in die Computerlinguistik“ vorausgesetzt.

Die verwendeten Materialien werden über die Web-Seite des Seminars zur Verfügung gestellt. Die Anschaffung eines Referenz-Werkes zur Sprache Perl wird erwartet.

 

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Vergleichende Sprachwissenschaft

Daniel Kölligen, M.A.

Einführung in die germanischen Sprachen

Proseminar                   

Mi 1416, C 29            Beginn: 17.10.2001

Nach einem Überblick über die älteren Stufen der germanischen Sprachen und ihrer Einteilung soll zunächst die Ausgliederung des Germanischen aus der indogermanischen Grundsprache dargestellt werden, wobei sowohl phonologische als auch morpohologische Aspekte besprochen werden (Lautverschiebung, Kasussynkretismus usf.). Anschließend soll ein Einblick in die spezifischen Entwicklungen der älteren germanischen Einzelsprachen (Gotisch, Altnordisch, Althochdeutsch, Altsächsisch, Altenglisch, evtl. Altfriesisch) in ihren wichtigsten Aspekten geboten werden, verbunden mit der Vorstellung kurzer Textbeispiele. In den folgenden Semestern sollen an dieses Seminar anschließende weitergehende Kurse zu den jeweiligen Einzelsprachen folgen (s. auch das Altsächsischseminar). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein Leistungsnachweis kann durch eine Klausur oder ein Referat erworben werden.

Literatur: Hutterer, C. J. 1975: Die germanischen Sprachen. Ihre Geschichte in Grundzügen. Budapest. – König, E. / Van der Auwera, J. (Hgg.) 1994: The Germanic languages. London / New York: Routledge. – Ramat, P. 1981: Einführung in das Germanische. Tübingen: Niemeyer. – Van Coetsem, F. / Kufner, H. L. (Hgg.) 1972: Toward a grammar of Proto-Germanic. Tübingen: Niemeyer. – Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Daniel Kölligen, M.A.

Altsächsisch

Proseminar                   

Mi 1618, C 29            Beginn: 17.10.2001

Dieses Seminar bietet eine Einführung in das Altsächsische, den Vorläufer des heutigen Niederdeutschen. Systematische Besprechung der wichtigsten Kapitel der Grammatik (historische Laut- und Formenlehre) sollen sich mit Textlektüre (Heliand) abwechseln. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein Leistungsnachweis kann durch eine Klausur oder ein Referat erworben werden.

Literatur: Behaghel, O. / Taeger, B. 1996: Heliand und Genesis. 10. überarb. Aufl. Tübingen: Niemeyer. – Gallée, J. H. 1993: Altsächsische Grammatik. 3. Aufl. mit Ber. und Literaturnachtr. von Heinrich Tiefenbach. – Holthausen, F. 1921: Altsächsisches Elementarbuch. 2. Aufl. Heidelberg: Winter. – Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

   

 

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Veranstaltungen des Instituts für neuere deutsche Literaturwissenschaft

Die einzelnen Veranstaltungen sind den drei folgenden Schwerpunkten zugeordnet: Theorie und Methoden der Literaturwissenschaft (a), Literatur und Geschichte (b) und ästhetische Theorie, Poetik, Literaturtheorie (c).

Vorlesungen

Prof. Dr. Christine Lubkoll

Einführung in das Studium der allgemeinen und vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft

Vorlesung (a)                L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Mi 10–12, B 9              Beginn: 17.10.2001

Die Vorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des Faches Komparatistik; sie richtet sich aber auch an Studierende der NDL oder anderer geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich für übergeordnete literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und Theorieansätze interessieren.

Gegenstand der Vorlesung ist ein Überblick über Kernbereiche der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft: Vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte (Thematologie; Mythosforschung; Analogiestudien; Gattungstheorie und Gattungsgeschichte; Periodisierung und vergleichende Epochenforschung) und Literatur- und Kulturtheorie (Literarische Wertung und Kanonbildung; Theorie und Praxis literarischer Übersetzung; Theorien interkultureller Vermittlungsprozesse, Intertextualität, Intermedialität).

All diese Bereiche werden in der Vorlesung exemplarisch behandelt. Eine Lektüreliste wird zu Beginn ausgegeben.

 

Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

Clash der Diskurse? Literatur und Wissenschaft(en) 1500-1800

Vorlesung (a, b, c)         L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Mi 12–14, A 2              Beginn: 17.10 2001

Gegenwärtig erleben wir eine Neuauflage der Diskussion über den Gegensatz der „Zwei Kulturen“, womit ein Anlass gegeben ist, die Voraussetzungen des neuzeitlichen Natur- und Wissenschaftsverständnisses darzustellen. In der Frühen Neuzeit ist das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur eines der wechselseitigen Bezugnahmen: Themen und Erkenntnisse der >new science< werden literarisch reflektiert, die poetische Imagination wird umgekehrt zum Gegenstand der anthropologischen Reflexion. Die Sonderstellung des Menschen in der Geschichte und der Hierarchie der Lebewesen wird zum Thema in unterschiedlichen Diskursen, die in einen Kompetenzstreit mit den Theologen und Bibelexegeten geraten. Die Geschichte der >artes et scientiae< in der Frühen Neuzeit ist zudem eine der Kommunikationsmedien und -zentren, der Darstellungsformen und Gattungstraditionen, der Sprach- und Stilnormen. Zu fragen ist, welchen Beitrag die Literatur zur Durchsetzung eines neuen Weltbildes, neuer Ansichten vom Menschen und von der Gesellschaft, neuen Entdeckungen und Erkenntnisweisen geleistet hat.

LITERATUR: Zur Einführung in den verwendeten Diskursbegriff vgl. Michael Titzmann: Kulturelles Wissen – Diskurs – Denksystem: Zu einigen Grundbegriffen der Literaturgeschichtsschreibung. In: Zeitschrift für französische Sprache und Literatur 1 (1989), S. 47-61.

 

Prof. Dr. Günter Oesterle

Erinnern in der Poesie und Wissenschaftsgeschichte I

Vorlesung (b, c)            L1, L2, L5, L3, Mag., Prom, DTM, NF/DaF, AVL

Mo 14–16, A 1             Beginn: 22.10.2001

Die Lektüre bedeutender Schriftsteller des 20. Jahrhunderts zeigt überdeutlich, dass Erinnern für die ästhetische Darstellung zentral geworden ist. Ich nenne beispielhaft Proust und Benjamin. Diese aktuelle Bedeutung darf freilich den Blick für die Erinnerungsliteratur vergangener Jahrhunderte nicht verstellen. Literarische Gattungen wie Elegie, Tagebuch, Autobiographie, Nekrolog machen dies offensichtlich. Die Vorlesung will versuchen, an Beispielen vom Barock bis zur Gegenwart die sich verändernde Bedeutung der Erinnerung von der Topik bis zu komplexen narrativen Sequenzen vorzustellen. Dabei sollen die Interpretationen abwechseln mit Exkursen zu wissenschaftlichen Erörterungen über Erinnerung (u.a. Bergson, Freud).

 

PD Dr. Lothar Schneider

Novalis. Eine intellektuelle Biographie der Frühromantik

Vorlesung (b, c)            L1, L2, L3, L5, Mag. Prom., DTM

Mo 10-12, A 3             Beginn: 15.10.01

Die Vorlesung gibt einen Überblick über Werk und Person Friedrich von Hardenbergs und eine Einführung in die poetologische, politische und wissenschaftliche Situation der Zeit.

LITERATUR: Als Werkausgabe empfohlen wird: Novalis: Werke. München: Beck 1987; an Sekundärliteratur aktuell sind: B. Wanning: Novalis zur Einführung. Hamburg 1996; Arctander O’Brien: Novalis. Signs of Revolution. Durham & London 1995; H. Uerlings: Friedrich v. Hardenberg, genannt Novalis. München: Metzler 1981.

 

Prof. Dr. K. Inderthal

Epochenzyklus VII: Moderne. Deutsche Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Vorlesung (b, c)            L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF

Di 16 – 18, A 1             Beginn: 16.10.2001

Die Vorlesung behandelt, in Übersicht, in exemplarischen Interpretationen den Expressionismus, Thomas Mann, Franz Kafka, Bertolt Brecht u.a. Zur Vorlesung wird ein begleitendes Seminar/Kolloquium angeboten: Di 14 – 16, Raum B 128.

 

Prof. Dr. Gerhard Kurz

Nullpunkt, Kahlschlag, tabula rasa: deutsche Literatur 1945-1949

Vorlesung (b, c)            L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM

Do 16-18, A 5              Beginn: 18.10.2001

Die Zäsuren dieser Überblicksvorlesung bilden das Ende des 2. Weltkriegs, das Ende des Nationalsozialismus einerseits und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik andererseits. Die literarische Situation dieser Anfangsjahre der beiden deutschen Republiken ist gekennzeichnet von programmatischen Neuanfängen, aber auch von Kontinuitäten. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang natürlich die Gründung der Gruppe 47.

LITERATUR: Als einführende Lektüre empfehle ich: Die Stunde Null in der deutschen Literatur. Ausgewählte Texte, Reclam-Verlag 1995 (9380); Zur literarischen Situation 1945-1949, hg. v. G. Hay, Kronberg 1977; „Als der Krieg zu Ende war“. Literarisch-politische Publizistik 1945-1950. Katalog Nr. 23 des Deutschen Literaturarchivs, 3. Aufl. Marbach 1986.

 

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Proseminare

Stephanie Waldow

Einführung in die vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte

Proseminar (a)              L3, Mag., DTM, AVL

Do 12-14, B 24             Beginn: 16.10.2001

Diese Einführung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden, die das Fach Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft (Komparatistik) im Haupt- oder Nebenfach studieren. Das Seminar dient der Einführung in die Methoden der Komparatistik, daher werden grundsätzliche Fragestellungen thematisiert. Darüber hinaus gibt es folgende Themenschwerpunkte: 1. Thematologie (am Beispiel des Antigone-Stoffs); 2. Gattungsgeschichte im übernationalen Vergleich (am Beispiel der Novelle); übergreifende Probleme der Epochengeschichtsschreibung (am Beispiel der ‚europäischen Romantik‘).

LITERATUR: Ab August steht ein Handapparat zur Verfügung, in dem sich sämtliche im Seminar besprochene Literatur befindet. Zur Vorbereitung in den Semesterferien empfiehlt sich folgende Lektüre: Peter von Zima: Komparatistik. Einführung in die vergleichende Literaturwissenschaft. Tübingen 1992; Birus, Hendrik: Germanistik und Komparatistik. DFG-Symposium 1993. Stuttgart 1995; Georg Steiner: Die Antigonen. Geschichte und Gegenwart eines Mythos. München 1990; Hugo Aust: Novelle. Stuttgart 1990; Gerhard Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart 1990.

 

Dorette Ahlbrecht, M.A.

Bibliographisches Wissen: der richtige Umgang mit literarischen Bibliographien, Nachschlagewerken, Lexika und Handbüchern

Proseminar (a)              L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/ DaF

Mo 14-16, G 26           Beginn: 15.10.2001

Der schnelle zeit- und arbeitsökonomische Zugriff auf die relevante Literatur stellt einen nicht weniger wichtigen Arbeitsschritt für Ihre Hausarbeiten dar wie die schriftlichen Ausführungen selbst. Das Seminar bietet den Teilnehmern die Möglichkeit einer gründlichen Einarbeitung in die verschiedenen Typen von Bibliographien (Allgemeinbibliographien, Fachbibliographien, Zeitschriftenbibliographien, Literaturrecherche im Internet, usw.), literarischen Handbüchern, Kommentaren und Lexika. Mit zahlreichen praktischen Übungen sollen Sie in eine sinnvolle Literaturrecherche eingewiesen werden, die sich eben nicht nur auf die elektronischen Datenbanken und Bibliothekssysteme beschränkt.

Zudem werden wir uns sowohl mit der Geschichte der Bibliographien als auch beispielhaft mit der Bedeutung von literarischen Bibliographien für die Literatur- und Kulturgeschichte auseinander setzen.

Thematisiert werden auch grundlegende Fertigkeiten des literaturwissenschaftlichen Arbeitens. Das Seminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Literatur: Grundlegend: Carl Paschek: Praxis der Literaturinformation Germanistik. Berlin 1999; Wolfgang Rasch: Gutzkow-Bibliographie. 2 Bde. Bielefeld 1998. Hansjürgen Blinn: Informationshandbuch deutsche Literaturwissenschaft. 3. neu bearb. u. erw. Aufl. Frankfurt 1994.

 

Prof. Dr. Christine Lubkoll

Einführung in die Dramenanalyse

Proseminar (a, b)          L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Di 14-16, G 25             Beginn: 16.10.2001

In diesem Seminar werden Grundbegriffe und Verfahren der Dramenanalyse erarbeitet und exemplarisch anhand einer diachronen Reihe kanonischer Dramen von der Antike bis zur Gegenwart erprobt. Dabei soll auch ein Überblick über verschiedene Dramentypen (offene und geschlossene Form) und Untergattungen vermittelt werden (antike Tragödie, Komödie, elisabethanisches Theater, klassizistische Tragödie, bürgerliches Trauerspiel, Ideendrama, Geschichtsdrama, soziales Drama, Einakter, absurdes Theater, Dokumentartheater).

LITERATUR: Empfehlung zur Vorbereitung: Bernd Asmuth: Einführung in die Dramenanalyse, 3. durchges. und erg. Aufl. Stuttgart 1990 (Metzler 188); Manfred Pfister: Das Drama. Theorie und Analyse. 8. Aufl. München 1994 (UTB 580).

Ein Seminarplan und eine Lektüreliste sind ab Mitte Juli im Sekretariat (Raum G 31) erhältlich.

 

Dr. Joachim Jacob / Katja Kirchner

Kopieren

Proseminar (a, b, c)       L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Mi 8.30-10, B 128        Beginn: 17.10.2001

Absicht dieses in Teilen auch experimentell angelegten Seminars ist es, die literarische Technik des Kopierens zu erforschen – und auszuprobieren. Kopieren, Abschreiben, Imitieren, Fälschen sind Techniken, die an verschiedenen Orten der Textproduktion zum Einsatz kommen. In den Rhetorik-Schulen des Altertums als Stilübung, mit der man den Vorbildern der Meister nacheifern soll, in den mittelalterlichen Klöstern, in denen Mönche jahrelang damit beschäftigt sind, Texte abzuschreiben, und nicht zuletzt vor dem heimischen Computer: 'Strg Copy' ... . Der theoretische Teil des Seminars wird zum einen diesen kulturellen Techniken des Kopierens gewidmet sein, zum anderen wird es um Beispiele ihrer spezifisch literarischen Aneignung in der Literaturgeschichte gehen: etwa um Stilparodien und -imitationen bei Thomas Mann, Robert Gernhardt und anderen. Im praktischen Teil des Seminars sollen dann eigene Schreibversuche zu unterschiedlichen Aspekten des Kopierens im Vordergrund stehen.

Neben den wöchentlichen Sitzungen sind zwei Projekttage vorgesehen. Obligatorisch ist die Bereitschaft, selbst Texte/Kopien zu produzieren und zur Diskussion zu stellen.

LITERATUR: Zur Vorbereitung empfehlen wir die Lektüre von Herman Melville: Bartleby. Erzählung (1853), dt., Frankfurt a.M. 1988.

 

Dr. Claudia Albes

Goethe und die Natur

Proseminar (a, b, c)       L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF

Mo 10-12, B128           Beginn: 15.10.2001

In vielfältiger Weise hat Goethe immer wieder die Natur und sein Verhältnis zu ihr gestaltet. Von den schwärmerischen Naturgedichten der Jugendjahre über pantheistische Spekulationen in der Nachfolge Spinozas bis hin zu ausgedehnten naturwissenschaftlichen Studien und Überlegungen zur Darstellbarkeit der Natur im Medium der Kunst lassen sich in Goethes Werk die unterschiedlichsten Spielarten der poetischen, philosophischen und wissenschaftlichen Naturaneignung entdecken.

Das Proseminar lädt dazu ein, die Entwicklung von Goethes Naturverhältnis am Beispiel seiner Lyrik zu untersuchen. Dabei sollen die frühen, noch von der Rokokoliteratur beeinflussten Gedichte ebenso berücksichtigt werden, wie die im Zeichen des Sturm und Drang entstandenen Sesenheimer Lieder, die großen Hymnen und klassischen Lehrgedichte, z.B. Metamorphose der Pflanzen, sowie Beispiele aus der Spätlyrik. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit wird die Analyse der einzelnen Gedichte stehen. Darüber hinaus soll aber auch der Frage nachgegangen werden, inwiefern Goethes Naturlyrik von historischen und zeitgenössischen Vorbildern (z.B. Herder oder Klopstock) beeinflusst ist.

LITERATUR: Zur ersten Lektüre sei empfohlen: Johann Wolfgang Goethe, Fünfzig Gedichte, Stuttgart 1999 (reclam 6783)

 

Susanna Lulé

Sinne und Wahrnehmung in Erzählungen der Romantik

Proseminar (b, c)          L3, Mag., Prom., DTM, AVL

Mo 14-16, B 31            Beginn: 18.10.2001

Gegenstand des Seminars sind Erzählungen der Romantik, in denen Sinnesphysiologie und Wahrnehmungskonzepte der Zeit thematisiert und problematisiert werden. In der Aufklärung hatte sich die Diskussion um die Sinne verschärft (‚kaltes Auge’ versus ‚inniges Ohr’) und die anatomische Zergliederung des Wahrnehmungsapparates durch Physiologie und Medizin eingesetzt. Die Literatur reagiert in spezifischer Weise darauf, indem sie das problematisch gewordene Verhältnis zwischen äußerer Welt, Sinneswahrnehmung und innerem Erleben thematisiert und sich insbesondere in die Bruchstellen der neuen Wissenschaften vom Menschen einschreibt: Grenzen werden besonders dort markiert, wo die Sinneswahrnehmung im Wahnsinn zusammenbricht, wo optische Instrumente zwischen Welt und Wahrnehmung treten. Vor diesem Hintergrund werden Texte von E.T.A. Hoffmann (Der Sandmann, Meister Floh) gelesen, aber auch von Brentano (BOGS-Satire), Tieck (Liebeszauber) u.a. sowie Heinses präromantischer Musikerroman Hildegard von Hohenthal, der ein noch ungebrochenes Verhältnis zwischen Sinnesphysiologie und Ästhetik präsentiert. Dabei sollen auch einige für die romantische Literatur zentrale Begriffe wie Phantasie und Synästhesie geklärt werden.

LITERATUR zur Einführung und Vorbereitung: Peter Utz: Das Auge und das Ohr im Text: literarische Sinneswahrnehmung in der Goethezeit. München 1990 (bes. Kap. 1, 2 und 6).

 

Guido Naschert

Der späte Lessing

Proseminar (b, c)          L3, Mag., Prom., NF/DaF, DTM

Mi 12-14, B 31             Beginn: 17.10.2001

Lessings dramatisches Gedicht Nathan der Weise (1779) gehört zu den kanonischen Texten der deutschen Aufklärung. Es soll in diesem Seminar vor dem thematischen Hintergrund seines Wolfenbütteler Spätwerks erschlossen werden. Der Lektüre gehen daher Einführungen in die theologischen Kontroversen (‘Fragmentenstreit’), in die Auseinandersetzung mit der Freimaurerei (Ernst und Falk, 1778) sowie in seine geschichtsphilosophischen Vorstellungen (Erziehung des Menschengeschlechts, 1780) voraus.

LITERATUR: Wilfried Barner u. a. (Hrsg.): Lessing. Epoche - Werk - Wirkung, München: Beck 41981; Monika Fick: Lessing-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart/Weimar: Metzler 2000.

 

Yvonne Wübben

Gespensterfurcht

Proseminar (b)              L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Mo 16-18, B 31            Beginn: 15.10.2001

Dass man ein „zartes Gemüt unter allen Umständen vor allen Eindrücken und Begriffen von Geistern und Gespenstern“ bewahren solle, ist eine vom englischen Philosophen John Locke vertretene Maxime, die im 18. Jh. allgegenwärtig war. Mit Abstinenzgeboten auf der einen und rationalen Erklärungen auf der anderen Seite versucht die Aufklärung, dem Aberglauben und der Angst vor dem Übernatürlichen zu begegnen. Trotz dieser Bemühungen bleibt die Gespensterfurcht ein zentrales Thema der literarischen, anthropologischen und poetologischen Texte um 1800 (u.a. bei Goethe, Schiller, Jean Paul, Tieck). Das Seminar wird den möglichen Gründen für dieses ‚Resistenzphänomen’ nachgehen und sich mit dem Konzept der ‚Gespensterfurcht wider bessere Einsicht’ auseinandersetzen. Zur Diskussion stehen dabei das Verhältnis von Sinnlichkeit und Verstand, die literarische Darstellung des Übernatürlichen und das spezifische historische Interesse, welches das ausgehende 18. Jh. im Umgang mit dem oftmals dem Irrationalismus zugeordneten Phänomen entwickelt hat.

LITERATUR: Einführende Literatur zur Gespenstergeschichte: Gero von Wilpert: Die deutsche Gespenstergeschichte. Motiv - Form - Entwicklung. Stuttgart 1994; bes. S. 98-183; einführende Literatur zur Furcht im 18. Jh.: Christian Begemann: Furcht und Angst im Prozess der Aufklärung. Zu Literatur und Bewußtseinsgeschichte des 18. Jh. Frankfurt a. M. 1987, bes. S. 273-289.

Ein Reader mit weiteren Texten wird Mitte Juli im Seminarapparat zur Verfügung gestellt.

 

Dr. Bettina Bannasch / Dr. Günter Butzer / Christiane Holm, M.A.

Monster

Proseminar/Übung (c)            L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Mi 10–12/18–20, B 24          Beginn: 17.10.2001

In diesem Seminar erfahren Sie alles, was Sie schon immer über Monster wissen wollten: Entstehung, Vorkommen, Verhaltensweisen und Bedeutung der abendländischen Mischwesen werden anhand von Text-, Bild- und Filmdokumenten eingehend studiert. Wir behandeln naturgeschichtliche Schriften zur Stellung der Monster in der natürlichen Ordnung, medizinische Werke zu ihrer Entstehung sowie religiöse Quellen zu ihrer geistlichen Interpretation. Daneben widmen wir uns ausführlich den poetischen Verarbeitungen der Monster in der Reise- und Abenteuerliteratur sowie im Schauerroman. Schließlich ist eine größere Einheit zur bildenden Kunst mit den Schwerpunkten Monster-Flugblätter, Illustrationen aus Monsterenzyklopädien und Höllenikonographie vorgesehen. Die begleitende Übung ist vor allem dem Film vorbehalten: Neben den obligatorischen Frankenstein-Versionen stehen Filme über Seemonster, Monsterkinder und Monsterliebhaber auf dem Programm. Wir versprechen, es ist für jeden etwas dabei... und nicht vergessen: Die feine Art mit Monstern ist – total gelassen sein!

Zu Beginn des Seminars ist ein Reader mit den einschlägigen Monster-Quellen erhältlich.

 

PD Dr. Christian Soboth

Der Künstler in der Literatur I (18. und 19. Jahrhundert)

Block-Proseminar (b, c)         L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Vorbesprechung und Anmeldung am 30.11.2001, 11 Uhr c.t., Raum B 24

Termine: 26.01., 2., 9. und 16.02.2002

Das Seminar will an markanten Beispielen unterschiedliche Formen der Selbstthematisierung und Selbstproblematisierung des Künstlers für das 18. und 19. Jahrhundert analysieren, wobei ein besonderes Augenmerk u.a. den Fragen gelten soll, (1) wie sich die Attraktivität welcher Künstler-Archetypen (Prometheus, Pygmalion usw.) in Texten des 18. und 19. Jahrhunderts erklärt, (2) welche Formen und Funktionen der Rückzug aus der Schreib-Gegenwart in die beschriebene Vergangenheit und zu toten, zum Teil vergessenen Kollegen hat, (3) warum so häufig zur Gattung der Novelle gegriffen wird sowie (4) warum eigentlich Schriftsteller so selten über Schriftsteller und mehr über Maler und Musiker schreiben.

LITERATUR: Gelesen sein sollen (nicht: sollten) zur Vorbesprechung: Bodmer: Pygmalion und Elise, Wackenroder: Das merkwürdige musikalische Leben des Tonkünstlers Joseph Berglinger (aus: W.H.W./Tieck: Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders), Hoffmann: Ritter Gluck, Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag, Büchner: Lenz, Grillparzer: Der arme Spielmann, Stifter: Nachkommenschaften, Storm: Psyche, Keller: Hadlaub, Raabe: Frau Salome (Texte zum Teil bei Reclam erhältlich, den Rest bitte anderweitig besorgen)

Zur Einführung (weitere Literatur in der Vorbesprechung): Metamorphosen des Dichters. Das Rollenverständnis deutscher Schriftsteller vom Barock bis zur Gegenwart. Hg. v. Gunter E. Grimm. Ffm. 1992 (= Literaturwissenschaft Fischer TB 10722). Jochen Schmidt: Die Geschichte des Genie-Gedankens in der deutschen Literatur. Philosophie und Politik 1750-1945. 2 Bde. Darmstadt 1985. Eckard Neumannn: Künstlermythen. Eine psychohistorische Studie über Kreativität. Frankfurt a. M. 1986.

 

Sascha Feuchert / Carola Surkamp

Einführung in die Erzähltextanalyse: Entwicklung des deutsch- und englischsprachigen Krimis unter komparatistischen Gesichtspunkten

Proseminar (a, b)          L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Mi 10-12, B 31             Beginn: 17.10.2001

Das Seminar setzt sich zum Ziel, das notwendige Handwerkszeug für die Analyse einer Gattung zu liefern, die sich großer Beliebtheit erfreut und doch – bei näherem Hinsehen – weitgehend unbekannt ist. Es werden daher sowohl grundlegende Methoden und Kategorien der Erzähltextanalyse (Kommunikationsebenen, Struktur der erzählerischen Vermittlung, Perspektivenstruktur, Figuren-, Bewußtseins-, Raum- und Zeitdarstellung etc.) vermittelt als auch Gattungskonventionen des Krimis (Bedeutung von Fragen, Limitierungsregeln, Kontextualisierung von Lösungselementen etc.) eingehend diskutiert. Ausgewählte Krimis werden mit Hilfe der erarbeiteten Analysekriterien beispielhaft interpretiert, wobei die unterschiedlichen Entwicklungstendenzen der Gattung Krimi im deutsch- bzw. englischsprachigen Raum besonders beachtet werden.

LITERATUR: E.A. Poe: „The Murders in the Rue Morgue“ (1841), Arthur Conan Doyle: „The Speckled Band“ (1892), Agatha Christie: The Murder of Roger Ackroyd (1926), Raymond Chandler: „Killer in the Rain“ (1948); E.T.A. Hoffmann: „Das Fräulein von Scuderi“ (1819), Friedrich Dürrenmatt: „Der Richter und sein Henker“ (1952), Jakob Arjouni: Happy Birthday, Türke (1985), Akif Pirinçci: Felidae (1989).

ZUR EINFÜHRUNG: Nünning, Ansgar: Uni-Training Englische Literaturwissenschaft. Stuttgart: Klett, 1996. Suerbaum, Ulrich: Krimi: Analyse der Gattung. Stuttgart: Reclam, 1984. Vogt, Jochen (Hg.): Der Kriminalroman: Poetik – Theorie – Geschichte. München: Fink, 1998.

 

PD Dr. Carola Hilmes

Orpheus und Eurydike

Proseminar (b)              L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, AVL

Mo 16-18, B 24            Beginn: 15.10.2001

Orpheus, die Symbolfigur des Dichters, wird in vielfacher Weise tradiert. Im Seminar soll die Rezeption dieser mythologischen Figur und der sich um sie rankenden Geschichten analysiert werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf den Varianten aus dem 19. und 20. Jahrhundert liegen: J. W. Goethe Urworte Orphisch (1820), P. B. Shelley Orpheus (1820) und R. M. Rilke, Orpheus. Eurydike. Hermes (1905). Neben den lyrischen sollen auch dramatische Bearbeitungen vorgestellt werden: Oskar Kokoschka Orpheus und Eurydike (1918), Jean Cocteau Orphée (1926), Marguerite Yourcenar La nouvelle Eurydice (1932), J. Anouilh Eurydice (1941) und T. Willliams Orpheus descending (1957). Ziel des Seminares ist es, die unterschiedlichen Bearbeitungen gegeneinander zu profilieren. Dabei sollen auch unterschiedliche Interpretationsansätze und die kulturwissenschaftliche Relevanz einer Auseinandersetzung mit dem Mythos diskutiert werden.

LITERATUR: Le mythe d’Orphée au XIXe et au XXe siècle, in: Revue de Littérature Comparée 4 (1999).  

Dr. des. Udo Roth

Lyrik um 1900

Proseminar (b, c)          L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, AVL

Do 14-16, B 24             Beginn: 18.10.2001

Lyrik um 1900 – mit dieser Wendung verbinden sich Begriffe wie Impressionismus, Symbolismus oder Jugendstil. Doch bezeichnen diese nur einen Teil des literarischen Lebens einer Epoche, die in all ihrer Zerfahrenheit, Begriffsverwirrung und nebuloser Weltanschauung eine, so konstatierte Fritz Mauthner 1891, „dumme Übergangsepoche“ war. Vornehmlich als Absage an traditionelle Formen und Funktionen künstlerischer Produktion charakterisiert, die sich unter anderem in der von Otto Julius Bierbaum propagierten ‚angewandten Lyrik‘ oder in der ‚Stimmungskunst‘ Maximilian Dauthendeys manifestiert, bietet sie ein komplexes Nebeneinander verschiedenster – traditioneller wie avantgardistischer – Strömungen und Tendenzen, die in ihrer Totalität kaum mit einem Epochenbegriff zu beschreiben sind. Das sich aus der ‚Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen‘ ergebende, die gesamte Lyrik, aber auch die Werke einzelner Autoren durchziehende Phänomen der Stilvielfalt soll anhand der Gedichte unter anderem Bierbaums, Dauthendeys, Dehmels, Georges, Hartlebens, Holz’, von Liliencrons, Wedekinds exemplarisch herausgearbeitet werden.

Literatur: zur Einführung und Vorbereitung: Jahrhundertwende. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1890–1910. Hrsg. v. Erich Ruprecht u. Dieter Bänsch. Stuttgart 1981; Franz Norbert Mennemeier: Literatur der Jahrhundertwende. Europäisch-deutsche Literaturtendenzen 1870–1910. 2 Bde. Bern u.a. 1985/88; Deutsche Dichtung um 1890. Hrsg. v. Robert Leroy u. Eckart Pastor. Bern u.a. 1991; Naturalismus – Fin de siècle – Expressionismus 1890–1918. Hrsg. V. York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Bd. 7); Walter Fähnders: Avantgarde und Moderne 1890–1933. Stuttgart/Weimar 1998.  

Roland Borgards

Heinrich Heine: „krank an Körper, aber...“

Proseminar (b)              L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF

Di 14-16, B 33              Beginn: 16.10.2001

Wie kommt ein Körper in den Text? Welche Verwandlungen erfährt er unterwegs zur Sprache? Antworten auf diese Fragen lassen sich dort finden, wo der Körper an seine Grenzen gerät: in Schmerz und Lust, in Krankheit und Tod. Und sie finden sich dort, wo der grenzwertig belastete Körper metaphorisch für psychische Befindlichkeiten einzustehen hat, z.B. im Liebesleid im Liebeslied. Heinrich Heine, um dessen Körpertexte es vornehmlich gehen wird, arbeitet unentwegt an der so minimalistischen wie radikalen Differenz zwischen Leid und Lied. Bei Heine stolpert der Körper in den Text. So entsteht beim Lesen eine eigenartige Mischung aus Trauer und Belustigung. Die literarischen Techniken dieses komisch-tristen Stolperns, die Metamorphosen des Körpers auf seinem Weg in die Sprache und schließlich Heines Stellung in einer Literatur der Körperlichkeit sind der Gegenstand des Seminars.

 

Wolfgang Jordan M.A

Friedrich Nietzsche und der Faschismus

Proseminar (b)              L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Fr 10-12, G 25              Beginn: 19.10.2001

Friedrich Nietzsche gilt noch heute vielen Interpreten als geistiger Wegbereiter des Faschismus und intellektueller Ahnherr des Holocausts. Besonders seine kraftvolle Sprache und sein kritisches Denken hinsichtlich der europäischen Zivilisation schrecken viele durch die historische Erfahrung sensibilisierte Leser ab. Ebenso bereitet die Vieldeutigkeit seiner Texte selbst geübten Interpreten immer wieder Verständnisschwierigkeiten. Dennoch haben nur wenige Autoren das moderne Denken und Schreiben so stark beeinflußt wie Nietzsche.

Das Proseminar will in der ersten Hälfte einführend auf die problematischen Thesen des Dichterphilosophen eingehen, die um die Schlagwörter „Leben“, „Instinkt“, „Nihilismus“, „Anti-Sozialismus“, „Feminismus“, „Religions- und Moralkritik“, „Übermensch“ und „Wille zur Macht“ kreisen. Anhand ausgewählter Textpassagen soll seine kulturpolitische Intention näher erörtert und untersucht werden, ob sich sein Denken als Aufruf zum Völkermord und Rassenwahn verstehen läßt.

Die zweite Hälfte des Seminars geht zunächst zur nationalsozialistischen Interpretation Nietzsches über, um deren Ergebnisse eingehender zu prüfen. Abschließend wird die sozialistische Nietzsche-Interpretation behandelt, die sich anscheinend ungeprüft der faschistischen Lesart bedient hatte.

LITERATUR: Nietzsche-Taschenbuchausgabe bei dtv nach Colli/Montinari – Thomas Mann: Nietzsche’s Philosophie im Lichte unserer Erfahrung. (1947) – Manfred Riedel: Nietzsche in Weimar. Ein deutsches Drama. Leipzig 1997. – Bernhard H. F. Taureck: Nietzsche und der Faschismus. Eine Studie über Nietzsches politische Philosophie und ihre Folgen. Hamburg 1989.

 

Prof. Dr. Klaus Inderthal

Proseminar / Kolloqium zur Vorlesung

Proseminar (b, c)          L1, L2, L5, L3 Mag., Prom., DTM

Di 14–16, B 128           Beginn: 16. 10. 2001

In dem Proseminar sollen Probleme der in der Vorlesung behandelten Literatur aufgenommen und diskutiert werden, z.B. der Expressionismus, Werke von Thomas Mann, Franz Kafka, Bertolt Brecht u.a. In dem Proseminar können Leistungsnachweise und Teilnahmescheine erworben werden.

 

Sascha Feuchert

Nicht abgeschlossene Geschichte: Frühe Texte der Holocaustliteratur

Proseminar (a, b)          L1, L2, L5, L3, Mag., DTM

Fr 14-16, B 128            Beginn: 19.10.2001

Bereits während der Ereignisse, die wir heute mit der Metapher ‚Holocaust‘ belegen, und unmittelbar danach entstanden (literarische) Texte, die versuchen, das Grauen des nationalsozialistischen Terrors und der Vernichtung zu vermitteln. Ausgehend von einer breiten Definition der Begriffe ‚Holocaust‘ und ‚Holocaustliteratur‘ soll im Seminar u.a. diskutiert werden, ob und inwiefern die behandelten Werke aus den Jahren 1934-1946 ‚authentischer‘ sein können als solche, die lange nach Kriegsende verfasst wurden. Neben sehr bekannten Schriften, wie Wolfgang Langhoffs Die Moorsoldaten (1935) oder auch Anna Seghers Das siebte Kreuz (1939, 1942), sollen ebenso heute fast vergessene Texte, wie Hans Berkes Buchenwald. Eine Erinnerung an Mörder (1946) oder Guido Kopps Ich aber habe leben müssen (1946), besprochen werden. Eine entsprechende Leseliste wird in der ersten Sitzung des Seminars vereinbart (zur Vorbereitung ist aber die Lektüre der unten angegebenen Sekundärwerke unbedingt erforderlich). Im Rahmen des Seminars ist wieder ein Autorengespräch mit einem Zeitzeugen geplant.

LITERATUR: James E. Young: Beschreiben des Holocaust. Frankfurt: Suhrkamp 1997. Sascha Feuchert (Hg.): Holocaust-Literatur. Auschwitz. Stuttgart: Reclam 2000. (Primärtexte werden – sofern nicht in der Fachbereichsbibliothek vorhanden – als Kopiervorlagen bereit gestellt)

 

Prof. Dr. Klaus Inderthal

Hans Magnus Enzensberger

Proseminar (b, c)          L1, L2, L5, L3, Mag., Prom.

Mo 14–16, B 128         Beginn: 15.10.2001

Thema des Seminars soll das lyrische und essayistische Gesamtwerk Hans Magnus Enzensbergers sein, besonders die eigens begründete neue Form des politischen Gedichts.

LITERATUR zur Einführung: Hans Magnus Enzensberger, hg. v. Reinhold Grimm, Frankfurt/M. 1984.

 

Guido Naschert

Thomas Bernhards späte Prosa

Proseminar (b, c)          L3, Mag., Prom., NF/DaF, DTM

Mi 18-20, B 31             Beginn: 17.10.2001

Bernhards Prosa zeichnet sich schon beim ersten Lesen durch eine ungemeine Sogwirkung aus, die ihre sprachphilosophischen Voraussetzungen leicht übersehen lässt. Ziel des Seminars ist es daher, zunächst den literarischen und gedanklichen Weg zu begreifen, der zu Bernhards Schreibhaltung führt. Im Anschluß daran sollen ausgewählte Texte von Gehen (1971) über Wittgensteins Neffe (1982), Der Untergeher (1983) bis zur Auslöschung (1986) einer narratologischen und stilistischen Analyse unterzogen werden. Das Seminar richtet sich dabei nicht nur an Bernhard-Fans, sondern auch an jene, die sich erstmals mit dem Autor vertraut machen möchten. Die Kenntnis der narratologischen Beschreibungssprache von Martinez/Scheffel wird vorausgesetzt, in die Probleme der Stilanalyse wird eigens eingeführt.

LITERATUR: M. Martinez/M. Scheffel: Einführung in die Erzähltheorie, München: Beck 1999. - (zur Einführung) B. Sorg: Thomas Bernhard, München: Beck 21992. – M. Mittermayer: Thomas Bernhard, Stuttgart, Weimar: Metzler 1995. – I. Petrasch: Die Konstitution von Wirklichkeit in der Prosa Thomas Bernhards, Frankfurt a. M., Bern, New York: Lang 1987.

 

Dr. des. Almuth Hammer

Fantasy - Mythen der Moderne?

Proseminar (c)              AVL (ggf. Mag., L3)

Do 14-16, B 128           Beginn: 18.10.2001

Die säkulare Gesellschaft des 20. Jahrhunderts ist einerseits gekennzeichnet durch „latente Mythen“ (Roland Barthes, Mythen des Alltags), andererseits bringt die moderne Popularkultur eine umfassende Mythenbildung hervor. Wenn dies zutrifft, so stellt sich die Frage, ob etwa das Genre Fantasy die Forderung der Romantik nach einer „Neuen Mythologie“ (Friedrich Schlegel) realisiert. Inwiefern wirkt Fantasy mythenbildend? Wo und wie wird „alte“ Mythologie aufgenommen und weiterbearbeitet? Woraus erklärt sich das Bedürfnis nach neuen Mythen?

Das Seminar nähert sich diesen Fragen anhand von verschiedenen Mythostheorien an; es versteht sich insofern als Theorie-Seminar. J.R.R. Tolkiens Lord of the Rings sowie The Hobbit und George Lucas‘ Star Wars (Epsiode IV-VI u. I) bilden die Grundlage unserer Diskussion; als Kontrolltexte sind Michael Endes Unendliche Geschichte und evtl. Otfried Preußlers Krabat vorgesehen.

Da die Texte Diskussionsgrundlage sind, werden ihnen nicht einzelne Sitzungen gewidmet, sondern die Mythostheorien werden an ihnen erprobt. Daher ist die Kenntnis aller Texte Voraussetzung für den Besuch des Seminars und wird zu Semesterbeginn in einem kleinen Quiz abgeprüft.

Einführende Literatur zu Mythos/Mythologie: Karl Kerenyi, Die Eröffnung des Zugangs zum Mythos. Ein Lesebuch, Darmstadt 1995; weitere Literatur finden Sie ab Mitte Juli im Seminarapparat.

 

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Hauptseminare

Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

Beschreibungen des Individuums: Autobiographie und Tagebuch als literarische Formen (Teil II: Von der Goethezeit bis Girolamo Cardano)

Hauptseminar (b,c)       L1, L2, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Mo 16–18, B 33           Beginn: 15.10.2001

Von chronologischen Aufzeichnungen unterscheidet sich die Autobiographie durch ihre narrative Organisation und die rechtfertigende, informierende oder unterhaltende Bezugnahme auf lebensgeschichtlich bedeutsame, also ausgewählte Sachverhalte, wobei die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeitsdarstellung nicht immer eindeutig zu ziehen ist. – Wir setzen das Seminar mit Beispielen aus der Literatur der Frühen Neuzeit – von Goethe bis zu Girolamo Cardano – fort. Der Besuch des Seminars im Sommersemester ist nicht Voraussetzung für die Teilnahme.

LITERATUR: zur Einführung: Michaela Holdenried: Autobiographie. Stuttgart: Reclam 2000 (Universal-Bibliothek 17624); Martina Wagner-Egelhaaf: Autobiographie. Stuttgart, Weimar: Metzler 2000 (Sammlung Metzler 323).

Vorbesprechung: Di 10. Juli 2001; 17 Uhr; B 135

 

Prof. Dr. Christine Lubkoll

Die Rezeption antiker Mythen in Klassizismus und Romantik

Hauptseminar (a, b, c)  L3, Mag., DTM, AVL

Do 10-12, B 128           Beginn: 18.10.2001

Obwohl die Aufklärung dem Mythos als Darstellungs- und Bewältigungsform kritisch gegenübersteht, erfährt die Rezeption antiker Mythen und die philosophische bzw. ästhetische Mythosreflexion um 1800 eine Hochkonjunktur. Im Seminar sollen zunächst mythostheoretische Positionen bzw. mythopoetische Modelle (Karl Philipp Moritz, Charles Dupuis, Johann Gottfried Herder, Friedrich Schlegel, Georg Friedrich Creuzer) diskutiert werden, um sodann klassizistische und romantische Modelle der Mythenadaption in literarischen Texten zu untersuchen. Auf dem Programm stehen Werke von Wieland (Alceste), Goethe (Iphigenie, Pandora), Schiller (Die Götter Griechenlandes, Die Braut v. Messina), Karl Philipp Moritz (Andreas Hartknopf), Novalis (Die Lehrlinge zu Sais), Clemens Brentano (Der Sänger) und Caroline v. Günderrode (Ariadne auf Naxos; Immortalita).

Vorbesprechung und Anmeldung: Do 12. Juli, 13 Uhr, Raum G 27/28.

 

Prof. Dr. Günter Oesterle

Lichtenberg und die Folgen

Hauptseminar (b, c)      L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Do 14-16, B 31             Beginn: 18.10.2001

Der gebürtige Hesse Georg Christoph Lichtenberg, Professor der Mathematik und Experimentalphysik an der im 18. Jahrhundert bedeutenden Universität Göttingen galt schon seinen Zeitgenossen als einer der witzigsten Stilisten, Satiriker und Publizisten. Große Resonanz fand der von ihm herausgegebene „Göttinger Taschenkalender“, in dem er seine Englandreisen verarbeitend u. a. die Kupferstiche des Engländers Hogarth kommentierte. Die nach seinem Tode veröffentlichten Tagebuchnotizen („Sudelbücher“ oder „Waste-Books“) verzeichnen bis heute eine nachhaltige Wirkung. Walter Benjamin schrieb z.B. ein Hörspiel über Lichtenberg. Das Seminar wird nicht nur den Satiriker und Aphoristiker, den Briefschreiber und Bildkommentator behandeln, sondern auch der Frage nachgehen, warum Lichtenbergs Romanprojekt unvollendet blieb. Besonderes Interesse wird das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur beanspruchen.

LITERATUR zur Einführung sei empfohlen: Ulrich Joost: Lichtenberg – der Briefschreiber. Göttingen 1993. Albrecht Schöne: Aufklärung aus dem Geist der Experimentalphysik. Lichtenbergsche Konjunktive. München 3 1993. Gerd Sautermeister: Georg Christoph Lichtenberg. München 1993 (Becksche Reihe Autoren = 630). Ulrich Joost: Georg Christoph Lichtenberg. In: Deutsche Dichter. Leben und Werk deutschsprachiger Autoren vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Hg. v. Gunter E. Grimm und Frank Rainer Max. Bd. 3: Aufklärung und Empfindsamkeit. Stuttgart: Reclam 1993, S. 193-199.

 

Prof. Dr. Gerhard Kurz

Grundtexte der literarischen Hermeneutik

Hauptseminar (a)          L1, L2, L5, L3, Mag., Prom.

Do 10-12, B 24             Beginn: 18.10.2001

In diesem Hauptseminar werden Texte behandelt, die für die Ausbildung der literarischen Hermeneutik in der Neuzeit eine grundlegende Bedeutung erhalten haben. Die Texte reichen vom 18. Jahrhundert (Chladenius) über Friedrich Schlegel, Schleiermacher, Dilthey, Gadamer, Szondi bis zu Eco. In der Seminararbeit werden diese Texte analysiert und an ausgewählten literarischen Beispielen auch kritisch erprobt.

LITERATUR zur Vorbereitung empfehle ich: Schleiermacher, Hermeneutik und Kritik, hg. v. M. Frank, Frankfurt a.M. 1977 (Suhrkamp TB); U. Eco, Zwischen Autor und Text, München 1996

 

Prof. Dr. Günter Oesterle / Prof. Albert Spitznagel

Autobiographie und Erinnerung

Hauptseminar               L1, L2, L5, L3, Mag., Prom. DTM, NF/DaF, AVL

Di 14-16, B 31              Beginn: 16.10.2001

Autobiographien lassen sich als Schlüsseltexte für epochale Veränderungen lesen. An ihnen lässt sich das Wechselspiel von Selbstenthüllung und Selbststilisierung studieren. An den Autobiographien, beispielsweise von Rousseau, Jung-Stilling, Karl Philipp Moritz bis Jean Paul und Bogumil Goltz kann gezeigt werden, wie der optimistische Versuch der Rekonstruktion einer erinnerten Welt zunehmend ersetzt wird durch radikale Fragen nach der Erinnerbarkeit, der Formen und Möglichkeit von Erinnerung. Die Differenz von Erinnertem und Erinnern wird Anlass für Experimente des Erzählens des eigenen Lebenslaufes. Das Seminar wird nicht nur ausgewählte Autobiographien vom 18. bis 20. Jahrhundert analysieren und interpretieren, sondern die gleichzeitig aufkommenden wissenschaftlichen Bemühungen um Selbstbeobachtung und Erinnerung in den Blick nehmen.

Empfohlene LITERATUR: Ralph-Rainer Wuthenow: Das erinnerte Ich. Europäische Autobiographie und Selbstdarstellung im 18. Jahrhundert. München 1974. Günter Niggl (Hg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung. 1989. Jürgen Lehmann: Bekennen – Erzählen – Berichten. Studien zur Theorie und Geschichte der Autobiographie. Tübingen 1988. Helmut Pfotenhauer: Literarische Anthropologie. Selbstbiographien und ihre Geschichte – Am Leitfaden des Leibes. Stuttgart 1987

 

PD Dr. Andrea Jäger

Die Novellen von Conrad Ferdinand Meyer und ihre Rezeption

Hauptseminar (b,c)       L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., NF/DaF

Do 14-18 Uhr (14tg), C 30    Beginn: 25.10.2001

Der Schweizer Conrad Ferdinand Meyer zählt zu den bedeutenden Vertretern des Realismus im 19. Jahrhundert. Dennoch ist er heutzutage deutlich weniger populär als sein Zürcher Kollege Gottfried Keller. Zwar zählt das eine oder andere Werk von Meyer noch immer zur schulischen Pflichtlektüre, aber insgesamt gelten seine Texte eher als monumental-düstere Werke eines mit psychischen Schwierigkeiten kämpfenden, konservativen Schriftstellers. Dieser Eindruck wurde vor allem durch die Rezeption erzeugt. Wer sich mit Meyers Werken auseinandersetzt, ist gezwungen, sich mit einer Fülle von theoretischen Texten über Meyer zu befassen, die das konservative Meyer-Bild beinahe unverrückbar festgeschrieben haben. Erst in jüngster Zeit gibt es Versuche, die Modernität und ästhetische Eigenwilligkeit des großen Realisten freizulegen. Das Seminar wird sich vor allem mit den Novellen von C.F. Meyer sowie deren Interpretation durch ein Jahrhundert hindurch beschäftigen.

LITERATUR: Andrea Jäger: Conrad Ferdinand Meyer zur Einführung. Hamburg: Junius 1998.

Vorbesprechung und Anmeldung: Mi 4. Juli, 13.30 Uhr B 31

 

Dr. Andreas Hoeschen

Formalismus und Strukturalismus in der Literaturwissenschaft

Hauptseminar (a, c)      L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF

Do 18-20, B 33             Beginn: 18.10.2001

Die Literaturtheorie des Formalismus/Strukturalismus wird heute zum literaturwissenschaftlichen Grundwissen gezählt: Das strukturalistische Begriffsinstrumentarium taucht „selbstverständlich“ in der gegenwärtigen Interpretationspraxis und Methodendiskussion auf.

Ziel des Seminars ist es, durch die Analyse ‚klassischer‘ Texte von Saussure, Šklovskij, Tynjanov, Jakobson, Barthes und Genette eine klare Vorstellung vom literaturwissenschaftlichen Problembewusstsein und vom methodischen Konzept des Formalismus/Strukturalismus zu erarbeiten. Thematisch geht es dabei u. a. um die Fragen, wodurch sich die Eigenart des Literarischen auszeichnet, was das „Faktum“ der Literaturwissenschaft sein kann, wie sich die Entwicklung literarischer Verfahren kennzeichnen lässt, welche Beziehungen Texte zueinander unterhalten und ob im Text ein Autor zu finden ist.

Ein genaues Seminarprogramm und eine Literaturliste werden in der Vorbesprechung verteilt.

 

Dr. Bettina Bannasch / Carolin Lorenz M.A.

Herta Müller: Erinnern und Erzählen vor dem Hintergrund der Diktatur

Hauptseminar (c)          L1, L2, L5, L3, Mag., DTM, NF/DaF, AVL

Do 12-14, B 128           Beginn 25.10.2001

Im Januar: Blockveranstaltung

Im Zentrum der Romane Herta Müllers stehen ihre Erfahrungen in der rumänischen Diktatur und die Frage, wie eine Sprache dafür gefunden werden kann, diese Erfahrungen aufzuzeichnen. Im Zusammenhang mit der Erinnerungsthematik möchten wir vor allem über die Romane "Herztier" und "Heute wär ich mir lieber nicht begegnet" sprechen; einbezogen werden poetologische Texte aus den Bänden "Der Teufel sitzt im Spiegel" und "Der fremde Blick". Die kurze Prosa in "Niederungen", "Barfüßiger Februar" und die Erzählung "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" ist als zweiter Schwerpunkt des Seminars gedacht.

Herta Müller wird im Januar 2002 für eine Lesung nach Gießen kommen. In diesem Zusammenhang hat sie sich bereit erklärt, im Rahmen eines Workshops über ihre Texte zu diskutieren. Das Hauptseminar ist aus diesem Grund als eine Veranstaltung mit zwei größeren Blocksitzungen im Januar geplant. In der ersten Sitzung im Oktober werden organisatorische Fragen geklärt und die Sekundärliteratur bekanntgegeben.

 

PD Dr. Helga Meise

Ein neues „Fräuleinwunder“? Aktuelle deutsche Literatur von Schriftstellerinnen

Hauptseminar (a, c)      L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF

Do 12-14, B 33             Beginn: 18.10.2001

Das Seminar behandelt Literatur junger Autorinnen, die im In- und Ausland auf großes Interesse stößt und die Zuschreibung „Fräuleinwunder“ auf sich gezogen hat. Das Seminar fragt nicht nur nach der Herkunft dieser Zuschreibung, sondern auch nach Positionen und ästhetischen Verfahrensweisen, die die Texte kennzeichnen.

LITERATUR: Gegenstand sind Texte von Sibylle Berg, Julia Frack, Judith Hermann, Felicitas Hoppe, Zoe Jenny, Inka Parein, Silke Scheuermann, Yoko Tawada, Alissa Walser.

 

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Oberseminare

Prof. Dr. Friedrich Vollhardt

Neue Ergebnisse der Lessing-Forschung

Oberseminar (a, b, c)    L3, Mag., Prom., DTM

Di 18-20, B128             Beginn: 16.10.2001

Wir besprechen neuere Forschungsarbeiten zum Werk von Gotthold Ephraim Lessing. Daneben bietet das Seminar ein Forum für Examenskandidaten. Eine persönliche Anmeldung ist nicht erforderlich, doch sollten Interessenten, die im Rahmen des Oberseminars den Entwurf einer Abschlussarbeit vorstellen möchten, sich vorab mit mir in Verbindung setzen (gerne auch per E-Mail).

 

Prof. Dr. Klaus Inderthal

Walter Benjamin

Oberseminar (a,b,c)      L3, Mag, Prom, DTM

Mo 16-18, B 128          Beginn: 15.10.2001

Das Seminar soll beginnen mit Benjamins Berliner Kindheit um neunzehnhundert, im Vergleich mit der Berliner Chronik, mit den Denkbildern, darunter den Städtebildern, das Seminar soll Benjamins Sprachphilosophie erörtern, den Kunstwerkaufsatz, die Thesen Über den Begriff der Geschichte, in Auswahl das Passagen-Werk.

LITERATUR zur Einführung: Th. W. Adorno, Über Walter Benjamin, Frankf./M. 1970; B. Menke, Sprachfiguren, Name – Allegorie – Bild nach Walter Benjamin, München 1991.

 

Prof. Dr. Gerhard Kurz

Literaturwissenschaftliches Kolloquium

Oberseminar (a, b, c)    L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL

Fr 10-12, B 128            Beginn: 19.10.2001

Dieses Oberseminar dient wieder im ersten Teil der Prüfungsvorbereitung. Im zweiten Teil sollen, nach Absprache, für das Fach grundlegende wissenschaftliche Neuerscheinungen diskutiert werden.

 

Prof. Dr. Christine Lubkoll / Stephanie Waldow

Literarische Neuerscheinungen

Oberseminar (a, b, c)    L1, L2, L5, L3, Mag., Prom., AVL

Mi 18-20, G 25            Beginn: 17.10.2001

In diesem Seminar sollen jüngste literarische Neuerscheinungen diskutiert werden (was in der Germanistik allzu selten geschieht); dabei soll der Versuch unternommen werden, gegenwärtige literarische Trends vor dem Hintergrund der Literaturentwicklung der letzten 20 Jahre zu reflektieren. Das Programm wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam in der 1. Sitzung des Semesters bestimmt; die Vorbesprechung im Juli ist deshalb unabdingbar: hier werden die in den Semesterferien notwendigen Vorbereitungen vorbesprochen.

Vorbesprechung und Anmeldung: Do 12. Juli, 12.30 Uhr, Raum G 27/28.

 

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Sprecherziehung

Termin der Anmeldung für alle Veranstaltungen: Di, 03. Juli, ab 14 Uhr, Raum C 42. Examenskandidatinnen und Examenskandidaten werden bevorzugt aufgenommen. Sprechstunden: Di 14-16 Uhr. Sie können mich auch per E-Mail erreichen.

Elisabeth Kiefer

Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Mo 10-12, B 9              Beginn: 15.10.2001, Teilnahmebeschränkung: 20

Beschreibung: siehe unten

 

Elisabeth Kiefer

Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Mo 12-14, B 9              Beginn: 15.10.2001, Teilnahmebeschränkung: 20

Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, der hohe Anforderungen an die Stimmwerkzeuge stellt und zu einem stimmlichen Verschleiß führen kann. Die sogenannte Lehrerdysphonie ist allen Logopädinnen ein Begriff. Die Stimme aber ist für alle Lehrberufe das pädagogische Instrument schlechthin. Entsprechend sorgfältig sollten wir mit ihr umgehen, um spätere Schäden zu vermeiden.

In dieser Veranstaltung werden Übungen zur Ausbildung einer tragfähigen Sprechstimme und einer schonenden Sprechtechnik angeboten. Das Ziel ist die Optimierung der stimmlichen und sprecherischen Fähigkeiten der Studierenden. Neben der Vermittlung theoretischen Wissens über die physiologischen Grundlagen, liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Atmung, Stimme und Sprechen. Einige Fragen des lebendigen Sprechausdrucks, z.B. Betonung, Sprechmelodie und Körpersprache, werden ebenso eine Rolle spielen wie phonetische Grundlagen. Für die praktischen Übungen (ab 3. Seminarsitzung) bitte bequeme Kleidung mitbringen.

Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.

 

Elisabeth Kiefer

Literatur sprechen für Lehramtsstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Di 10-12, F 5                Beginn: 16.10.2001, Teilnahmebeschränkung: 20

Beschreibung: siehe unten

 

Elisabeth Kiefer

Literatur sprechen für Lehramtsstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Di 12-14, F 5                Beginn: 16.10.2001. Teilnahmebeschränkung: 20

In den Lehrplänen für den Deutschunterricht wird das Ziel formuliert, die stimmlichen Ausdrucksfähigkeiten den Schülern und Schülerinnen bewusst zu machen und ihnen zu helfen, sie zu erweitern und zu stärken. Literatur gemeinsam zu lesen, zu analysieren, zu interpretieren und zu diskutieren ist ein selbstverständlicher Teil des Deutschunterrichts. Es ist jedoch für den Lehrenden nicht immer ganz leicht, Literatur ästhetisch gekonnt sprecherisch umzusetzen und so sinnlich erfahrbar zu machen. Wie kann man außerdem erreichen, dass die Schüler und Schülerinnen sinngemäß betonen, „schön“ und verständlich sprechen und Spaß daran haben, Gedichte, Dramen und Prosatexte sprecherisch zu gestalten?

In dieser Veranstaltung werden wir erarbeiten, wie man Texte sinngemäß und interessant vorlesen und vortragen kann. Video- und Audioaufnahmen sollen helfen, den Erfolg der eigenen Vortragskunst zu überprüfen.

Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme; Erarbeitung und Vortrag von Texten / Gedichten; Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit.

 

Elisabeth Kiefer

Rhetorik und Kommunikation für Lehramtsstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Blockseminar Fr, 09.11. 12-18, Sa, 10.11. 10-18, Fr, 23.11. 12-18, Sa, 24.11. 10-18 G 26; Teilnahmebeschränkung: 20

Verständigung ist gerade in der Schule besonders wichtig. Gelungene Verständigung hängt aber nicht nur vom guten Willen ab. Dieses Grundlagenseminar soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern helfen, ihren Unterricht und ihren Berufsalltag sprachlich zu steuern. Kein Schultag vergeht, ohne dass die Lehrerin / der Lehrer in Diskussionen mit Schüler/innen, Kolleg/innen oder Eltern verwickelt wird. In diesem Seminar haben Lehramtsstudierende die Gelegenheit, sich mit grundlegenden Prinzipien des Vortrags, der Argumentation und Diskussion zu befassen und ihre rhetorischen Fähigkeiten auszubauen. Folgende Inhalte werden u.a. im Seminar behandelt und in praxisorientierten Übungen geprobt:

    Vorbereitung und Präsentation kurzer Fachvorträge / Stegreifreden

    Aktives Zuhören / Ergebnisorientierte Diskussion / Aufgaben einer Diskussionsleitung / Körpersprache / Hörerorientiertes Argumentieren

Videoaufnahmen sollen helfen, die eigenen Vortragsweisen bzw. das eigene Verhalten in Diskussionen zu reflektieren.

Leistungsnachweis: Aktive, regelmäßige Teilnahme; Lösung von Aufgabenstellungen im Seminar

 

N.N.

Stimm- und Sprechübungen für Lehramtstudierende

Grundlagenseminar       L1, L2, L5, L3 Fach Deutsch

Teilnahmebeschränkung: 20

Bitte achten Sie auf Aushänge am schwarzen Brett!

Veranstaltungen des Instituts für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Wegen der noch nicht abgeschlossenen Berufungsverhandlungen für die Professur „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur, Schwerpunkt Sprachdidaktik“ (Nachfolge Prof. Dr. W. Kluge) können noch keine Veranstaltungen angekündigt werden. Bitte beachten Sie die diesbezüglichen Aushänge im Institut.

Vorlesungen

Prof. Dr. Carsten Gansel

Pop -Kultur - Literatur - Entwicklungen in der Gegenwartsliteratur (II)

Vorlesung                      L1, L2, L3, L5, Mag/Prom, HF, NF

Di 16-18, B 128            Beginn: 16.10.01

Betrachtet man Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur seit Mitte der 90er Jahre, dann zeigen sich im Literatursystem auf Seite der Autoren wie Kritiker unübersehbar Veränderungen, die einen Wechsel in „zeitgenössischen Anschauungen“ über Literatur  vermuten lassen. Kurz vor Ende des Jahrhunderts war von einem „literarischen Fräuleinwunder“ (Volker Hage) die Rede und schließlich sogar von einer neuen Erzählergeneration, die „literarische Theorien und Dogmen“ mißachten und „so saftig, unterhaltsam und unbekümmert“ erzählen würde, „wie einst der junge Grass“. Hoch bewertet wurde und wird die „neue Lust am Erzählen“. Mittlerweile werden einzelne Texte wie Autoren dem Begriff „Popliteratur“ zusammengefaßt. Die Vorlesung verfolgt Entwicklungslinien seit Ende der 60er Jahre und fragt nach dem Verhältnis von Pop und Literatur. In diesem Rahmen geht es darum, ausgewählte (junge) Autoren, ihre Stoffe, Themen, Schreibweisen in den Blick zu bekommen und Ansätze für eine Bewertung der gegenwärtig ablaufenden Prozesse in Literatur wie Medien zu gewinnen.

Im Rahmen der Vorlesung sind Lesung wie Gespräch mit einzelnen jungen Pop-AutorInnen geplant.

 

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Proseminare

Dr. Karl W. Bauer

Einführung in die Deutschdidaktik (mit Tutorium)

Einführungsseminar      L1 (Grundschulfach, 1.u.2. Semester)

Di, 10-12, C 27             Beginn: 16.10.01

Es sollen Einblicke in Struktur und Didaktik des Faches Deutsch in der Grundschule erarbeitet werden. Im zugeordneten einstündigen Tutorium werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.

 

Dr. Karl W. Bauer

Hörspielkassetten und CDs für Kinder

Proseminar                    L1, L5 Mag/Prom, HF/NF

Mi 10-12, C 27             Beginn: 17.10.01

Hörspielkassetten und -CDs zählen immer noch zu den meistgenutzten Medien bei Kindern im Vor- und Grundschulalter. Das Seminar soll Angebot und Marktlage untersuchen, Struktur und Machart an ausgewählten Beispielen analysieren und einen Blick auf die Nutzungsweisen von Kindern in verschiedenen Rezeptionssituationen werfen. Verbindungen zu anderen Medien (TV-Sendungen, Kinderfunk im Radio, Zeitschriften, Bücher, Spielzeug etc. - Stichwort „Medienverbund“) sollen ebenfalls kritisch beleuchtet und mediendidaktische Modelle zum Umgang mit Hörmedien in der Grundschule diskutiert werden.

 

Ingeborg Berndt

Vom Erstschreiben zur Schreibkonferenz - Freies Schreiben in der Grundschule

Proseminar                    L1, L5

Mo 18-20, B 210          Beginn: 15.10.01

Di 16-18, C 3                Beginn: 16.10.01

Wie lernen Kinder schreiben? Was heißt schreiben? Schreibanlässe? Umgang mit Freiem Schreiben - Schreibanlässe, Rechtschreiben- und Grammatikfragen? Schreibkonferenzen.

 

Prof. Dr. Swantje Ehlers

Über Außenseiter, edle Wilde, Fremdes und Anderes in der Literatur

Proseminar                    L1, L2, L3, L5,  Mag., Prom., DaF

Di 16-18, B 33              Beginn: 16.10.01

Anhand der Thematik von Fremdheit in der Literatur mit den zugrundeliegenden Mechanismen von Aus- und Eingrenzung, von Stereotypenbildung, von Anziehung des Exotisch-Fremden wie Abstoßung und Diskriminierung sollen Ansätze einer interkulturellen Literaturdidaktik erarbeitet werden. Eine interkulturelle Literaturdidaktik zielt darauf, die sprachliche und kulturelle Vielfalt in den Klassenräumen produktiv zu nutzen und Literatur als Medium vom Fremdheitserfahrung dafür aufzuschließen.

Literatur: J. Kristeva (1990): Fremde sind wir uns selbst. Frankfurt/M., H. Rösch (2000): Jim Knopf ist nicht schwarz. Hohengehren.

 

Prof. Dr. Swantje Ehlers

Lyrik

Proseminar                    L1, L2, L3, L5, Mag/Prom, HF/NF

Mi 10-12, B 210           Beginn: 17.10.01

Bitte beachten Sie die Aushänge!

 

Renate Fritz

Schreiben in der Sekundarstufe 1

Proseminar                    L2, L3, L5

Mi 10-12, C 30             Beginn: 17.10.01

„Im Mittelpunkt des Schreibunterrichts steht das praktische Tun; die für die Erweiterung der Schreibfähigkeit erforderlichen Kenntnisse, Erfahrungen, Einsichten und Routinen müssen primär durch das Schreiben selbst vermittelt werden.“ Dieses Zitat aus dem hessischen Rahmenplan Deutsch für die Sekundarstufe 1 lässt offen, wie ein gelungener Schreibunterricht aussehen könnte. Die Hoffnung, dass sich durch häufiges Schreiben die schriftlichen Produkte automatisch verbessern, ist trügerisch. Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Schreiben eine überaus lästige Pflicht. Allerdings gibt es im Bereich des „kreativen“ Schreibens (das gar nicht immer besonders kreativ ist) viele Möglichkeiten, den Schülerinnen und Schülern das Schreiben schmackhaft zu machen. Aber wie kann man Schülerinnen und Schüler für Überarbeitungen ihrer Texte gewinnen? Wie kann man die Schülerinnen und Schüler zu der „ Bereitschaft zur geistigen und psychischen Anstrengung, die das Schreiben erfordert“ (Rahmenplan Deutsch)  führen? Welchen Stellenwert sollte man als Lehrkraft der Rechtschreibung einräumen? Wie kann man die Möglichkeiten des Computers sinnvoll nutzen?

Wie man Schülerinnen und Schüler an normative Textsorten (Nacherzählung, Bildergeschichte, Inhaltsangabe, Interpretationsaufsatz) heranführen kann und welche Möglichkeiten das freiere Schreiben bietet, soll im Seminar praktisch erfahren und theoretisch beleuchtet werden. Auch Fragen und Probleme der Bewertung von Schülertexten sollen angesprochen werden.

LITERATUR: Brenner, G.: Kreatives Schreiben. Frankfurt 1990. Fritzsche, J.: Schreibwerkstatt. Stuttgart 1989. Sanner, R.: Aufsatzunterricht. In: Taschenbuch des Deutschunterrichts hrsg. von Lange/Neumann/Ziesenis. Baltmannsweiler 1994), Praxis Deutsch 137: Schreiben: Texte und Formulierungen überarbeiten. Praxis Deutsch 149: Zum Schreiben motivieren.

 

Prof. Dr. Carsten Gansel

Alice, Heidi, Jim Knopf, Harry Potter - Helden in Kinder- und Jugendliteratur/-medien und ihre Geschichte(n)

Proseminar                    L1, L2, L3, L5, Mag/Prom, HF/NF

Mi 8 – 10, B 210          Beginn: 17.10.01

Der Erfolg von J. K. Rowlings „Harry Potter“ zeigt, wie entscheidend das Erzählen von Geschichten in der Literatur ist, welche besondere Rolle die Figuren und Schauplätze spielen und wie durch kunstvoll gebaute Handlungsbögen Spannung erzeugt wird. Mit Harry Potter wird eine Art „Defizitheld“ eingeführt und die entstehenden Konflikte erweisen sich als archetypisch, es geht um den uralten Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“. Das Seminar wird sich mit ausgewählten Texten aus der Geschichte der Kinder- und Jugendliteratur und solchen beschäftigen, die inzwischen „Klassiker“-Status besitzen. In diesem Rahmen sind Fragen nach Textaufbau ebenso zu diskutieren, wie solche nach Kriterien der literarischen Wertung.

 

Prof. Dr. Wolfhard Kluge.

Das erste Schuljahr: sprachwissenschaftlich - Schriftspracherwerb in Theorie und Praxis.

Proseminar mit Übungen       L1, L5, Kontaktstudium

Mo 14.30 – 16.(14 tgl.) u. n.V., C 27    Beginn: 15.10.01

Das Seminar wird angeboten in Verbindung mit einer Übung zur „Einführung in die Technik der Schul­druckerei“. Im Seminar wird die sprachtheoretische Grundlegung eines den Forderungen des neuen Hessischen Rahmenplans entsprechenden fibelfreien Anfangsunterrichts erarbeitet. Die Übung führt Kleingruppen in die Praxis ein. Die Teilnahme an dieser Übung ist daher verbindlich.

Einführungsveranstaltung des Schuldruckzentrums Gutenberg für Studierende des Grundschullehramts sowie LehrerInnen und Eltern in der Region.

LITERATUR: Freinet, Celestin. „Vom Schreiben- und Lesenlernen: Die 'natürliche' Me­thode." In: Boehncke/Humburg. Schreiben kann jeder. Reinbek 1980. rororo 7245. (Dieses Buch ist in der Fachbereichsbibliothek zugänglich, im Handel leider vergriffen.) - Adrion, Dieter. Schuldruckerei - Rechtschreibvorteil inklusive. In: Balhorn, Heiko und Hans Brügel­mann (Hrsg.). Bedeutungen erfinden - im Kopf, mit Schrift und miteinander. Bottighofen: Verlag Die Libelle, 1993.

 

Heike Leuninger-Pradella

Individuelle und persönliche Zugänge und Perspektiven im Umgang mit Sprache und Schrift entdecken und auf der Basis systemisch-konstruktivistischer Didaktik betrachten

Proseminar                    L 5

Mo 10-12, B 24            Beginn: 15.10.01

Durch das Entdecken und Ausgestalten eigener Vorlieben und Stärken im Umgang mit Sprache und Schrift erfolgt eine Sensibilisierung für die Unterschiedlichkeit und Individualität der Schüler. Dabei wird der kommunikative Aspekt der Sprache als Wirklichkeitskonstrukteur in zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund stehen. Als theoretische Grundlage für diesen Ansatz werden Aspekte systemisch-konstruktiver Didaktik erarbeitet und methodisch selbst erfahren. Darauf aufbauen werden allgemeine didaktische Grundlagen für einen differenzierten Deutschunterricht entwickelt, der von den individuellen Stärken der Schüler ausgeht.

Sie werden verschiedene Zugänge kennen lernen und selbst ausprobieren. In der zweiten Seminarhälfte sind Hospitationsphasen an verschiedenen Schulformen geplant. Diese werden gemeinsam vorbereitet, in Kleingruppen durchgeführt und auf der Basis der zuvor erarbeiteten didaktischen Grundlagen ausgewertet. Ob diese zweite schulalltagsorientierte Phase zustande kommen wird, hängt noch von der Bereitschaft der Schulen und Lehrkräfte ab, dieses Vorhaben zu unterstützen. Im Handapparat werden Sie verschiedene Aufsätze finden, die sich mit der Thematik des systemischen Konstruktivismus befassen.

 

PD Dr. Rüdiger Vogt

Schulgrammatik

Proseminar                    L1, L2, L3, L5

Mo 8-10, B 210            Beginn: 15.10.01

In dieser Veranstaltung sollen die wesentlichen Probleme von didaktischen, also normativen Grammatiken im Vergleich zu den linguistisch-deskriptiven herausgearbeitet und an Beispielen aus dem Grammatikunterricht exemplifiziert werden.

 

Iris Wetzel

Literaturunterricht und Internet

Proseminar                    L1, L2, L3, L5

Do 10-12, B 210 / UB-Computerraum, Beginn: 18.10.01

Beschränkte Teilnehmerzahl; Voranmeldung: Siehe Anschlag Raum B 204

Bildungsauftrag der Schule und Lernziel des Deutschunterrichts ist die Vermittlung von Medienkompetenz.  Die neuen Medien stehen dabei zunehmend im Blickfeld.  Inwiefern der Einsatz des Mediums Internet zugleich für die Lektüre und Vermittlung fiktionaler Texte geeignet ist, soll unter literaturdidaktischen Gesichtspunkten beleuchtet werden. In diesem Seminar werden theoretische Texte zu diesem Thema, verschiedene Projekte und das Genre Hyperfiction vorgestellt und davon ausgehend Vor- und Nachteile der Nutzung des Internets im Literaturunterricht der Sek. I und II aufgezeigt.

LITERATUR  Borrmann, A./ Gerdzen, R. (2000): Internet im Deutschunterricht. Stuttgart u.a.: Klett. – Schlobinski, P./ Suter, B. (Hrsg.) (2001): Hyperfiction im Deutschunterricht. In: Der Deutschunterricht 2/ 2001.

 

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Hauptstudium

Prof. Dr. Dieter Arendt

Europäische Novellen-Märchen

Hauptseminar               L1, 2, 3, 5, Mag/Prom., HF/NF, DaF. AVL

Mi 10-12, B 128           Beginn: 24.10.01

Kunst-Märschen – eigentlich ein Widerspruch. Volks-Märchen, ursprünglich oral tradiert, werden nicht nur aufgeschrieben, stilisiert und in Sammlungen verbreitet, sondern überkommene Märchenmotive werden losgelöst, variiert und kombiniert und zu kunstvollen Märchen-Erzählungen bzw. Märchen-Novellen ausgeformt. Die Literarisierung beginnt bereits mit Goethes Märchen „Die neue Melusine“ und setzt sich fort über Novalis, Brentano, E.T.A. Hoffmann, Adelbert v. Chamisso, Wilhelm Hauff, Gottfried Keller, Christian Andersen Oscar Wilde, Salice Contena, Robert Louis Stevenson bis in die Gegenwart etwa zu Peter Rühmkorf. Während in den sog. Volksmärchen das Wunderbare „selbstverständlich“ ist, stellt sich nun die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem „selbstverständlichen“ Wunder im Märchen und dem gesellschaftlichen „Ereignis“ in der Novelle.

Literatur: Friedmar Apel: Die Zaubergärten der Phantasie. Heidelberg: Winter 1978. – Volker Klotz: Das europäische Kunstmärchen. Fünfundzwanzig Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Stuttgart: Metzler 1985.

 

Dr. Karl W. Bauer

Examenskolloquium

Kolloquium                   Examenskandidatinnen/-en vom Sommer 2002

Di 16-20, B 210 (14tg.)                         Beginn: 23.10.01

Dieses Kolloquium ist verpflichtend für alle Studierenden, die bei mir im April/Mai 2002 ihr Examen mit der mündlichen Prüfung abschließen.

 

Dr. Karl W. Bauer

Stereotypen von Lehrern und Schülern in Kindermedien

Hauptseminar               L1, L2, L3, L5, DaF, HF/NF, MA, Prom

Di 16-20, B 210 (14-tg.)        Beginn: 16.10.01

Stereotype und Leitbilder von Lehrerinnnen, Lehrern, Schule und Schülern haben zu verschiedenen Zeiten Hochkonjunktur in öffentlichen Diskursen und sind seit langem auch in Kinderbüchern, Cartoons, Hörspielen, Theaterstücken, Filmen und Fernsehsendungen für Kinder zu finden. Im Seminar sollen sie an ausgewählten Beispielen analysiert werden.

 

Prof. Dr. Swantje Ehlers

Klassiker – neu gelesen

Hauptseminar               L2, L3, Mag., Prom.

Di 10-12, B 210            Beginn: 16.10.2001

Wodurch wird ein Roman zum Klassiker? Welches sind die tragenden Texteigenschaften, Leseerwartungen, Rezeptionsmodi und Gesetze des literarischen Marktes, die dazu führen, dass ein Roman von verschiedenen Generationen immer wieder gerne gelesen wird und nicht zuletzt durch Schullektüre kanonisiert wird? An Klassikern wie z. B. E. Kästner oder A. Lindgren soll diesen Fragen nachgegangen werden. Des weiteren sollen Aspekte der Didaktik von Ganzschriften behandelt und Möglichkeiten der Neuperspektivierung von Klassikern nachgegangen werden.

Literatur: B. Kümmerling-Meibauer. Stuttgart 1998, Praxis Deutsch 135. Eine Liste mit Primärtexten liegt im Sekretariat (B 206) bereit.

 

Prof. Dr. Swantje Ehlers

Examenskolloquium

Oberseminar                 L1, L2, L3, L5, Mag., Prom.

Mo 16-18, B 210          Beginn: 22.10.2001

Alle, die bei mir Prüfungen machen möchten, sind verpflichtet, an diesem Oberseminar teilzunehmen. Fragen, die die mündliche Prüfung, die Klausur und wissenschaftliche Hausarbeiten betreffen, werden im Rahmen dieses Kolloquiums behandelt. Am Beispiel von Kinder-/Jugendliteratur sollen exemplarisch Systematisierungskriterien, Strukturierung von Gegenständen sowie Lernstrategien erarbeitet werden.

 

Prof. Dr. Carsten Gansel

Vom „Parfum“ über „Schlafes Bruder“ und den „Vorleser“ bis zum „Blütenstaubzimmer“ - Gegenwartsliteratur und ihre medialen Adaptionen im Deutschunterricht

Hauptseminar               L1, L2, L3, L5, Mag/Prom, HF/NF

Mi 10-12.Uhr, B 33     Beginn: 17.10.2001

Ein Blick auf die Rahmenrichtlinien verschiedener Bundesländer zeigt, daß in den letzten Jahren zunehmend erfolgreiche Texte der Gegenwartsliteratur Eingang in den Deutschunterricht gefunden haben. Das Seminar wird ausgewählte Texte von Patrick Süßkind („Das Parfum“), Robert Schneider („Schlafes Bruder“), Birgit Vanderbeke „Das Muschelessen“), Christoph Hein („Von allem Anfang an“) sowie jüngeren Autoren untersuchen und nach Möglichkeiten für die Behandlung im (integrativen) Deutschunterricht fragen. In dem Fall, da es

Eine Liste der vorgeschlagenen Primärliteratur ist zu Ende des Sommersemesters im Sekretariat bei Frau Klein (Zimmer 209) einsehbar.

 

Prof. Dr. Carsten Gansel

Examenskolloquium

Oberseminar                 Examenskandidaten für den Sommer 2002

Di 18-20, B 24              Beginn: 16.10.01

Das Examenskolloquium wird mit Blick auf die Prüfungen ausgewählte Schwerpunkte aus der Geschichte wie Didaktik der deutschen Literatur sowie neueste Publikationen diskutieren. Dazu gehören grundlegende Fragen zu literaturtheoretischen Aspekten (Erzähltheorie, Kanonforschung), literaturgeschichtlichen Epochen, ausgewählten Autoren, Spezialgebieten (KJL, Gegenwartsliteratur) sowie zur Geschichte des Deutschunterrichts (Methoden, Verfahren, didaktische Konzepte).

Die Veranstaltung ist für Examenskandidaten verpflichtend.

 

PD Dr. Rüdiger Vogt

Sprachdidaktisches Kolloqium

Haupt-/Oberseminar     L1,L2, L3, L5; Examenkandidat/inn/en/ im SoSe 2002

Mo 10-12, B 210          Beginn: 15.10.01

Diese Veranstaltung richtet sich sowohl an Examenskandidaten und –kandidatinnen als auch an Studierende im Haupststudium: Anhand der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen fachdidaktischen Publikationen zu den Lernbereichen „mündliche und schriftliche Kommunikation“, „Umgang mit Texten“ und „Reflexion über Sprache“ kann ein vertieftes Verständnis für sprachdidaktische Fragestellungen entwickelt werden. Auch Examenskandidaten/-innen können in ihrer Vorbereitung unterstützt werden.

 

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Schulpraktikum

Praktikumsvorbereitende Veranstaltungen

Die Verteilung der Studierenden auf die Veranstaltungen zum Fachpraktikum Deutsch (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) erfolgt nach Anmeldung durch das Referat für Berufs- und Schulpraxis im Zentrum für interdisziplinäre Lehraufgaben (Karl Glöckner-Str 21 A).

Bauer                            Mi, 8-10, B 31                Beginn: 17.10.01

Fritz                              Mi 8-10, C 30                  Beginn: 17.10.01

Vogt                              Mo 16-18, B 210             Beginn: 15.10.01

Wachtel                         Di 8-10, B 106                 Beginn: 16.10.01

Weitere Veranstaltungen: s. Aushang im Institut für Didaktik der der deutschen Sprache und Literatur.

 

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Deutsch als Fremdsprache

Elisabeth Althauser

DaF-Unterricht planen,  durchführen, reflektieren

Proseminar                    Aufbaustudiengang, Mag. NF

Fr 10-12, B 210            Beginn: 19.10.01

Vom DaF-Studium in den Unterrichtsalltag:  Das Seminar möchte diesen Weg mit Ihnen beschreiten und Sie dabei begleiten. Der erste Teil des Seminars macht Sie mit den theoretischen Grundlagen der Unterrichtsplanung vertraut. Durch Hospitation im Unterricht der Mittel- und Oberstufe DaF in studienvorbereitenden Deutschkursen (in Frankfurt/M.) werden Sie in dieser Phase auch Gelegenheit haben, Einblicke in den unterrichtlichen Alltag zu bekommen und die Rahmenbedingungen für die eigenen Unterrichtsversuche kennenzulernen.

Der zweite Teil des Seminars ist der praktischen Umsetzung gewidmet. Sie planen selbst eine Unterrichtsstunde/-sequenz und führen diese in einem Kurs (in Frankfurt/M.) durch. In einer abschließenden Phase wird die Unterrichtsplanung und -durchführung reflektiert. Zum Organisatorischen: Das Seminar wird an mindestens zwei Terminen am Studienkolleg der J.W.Goe­the-Universität Frankfurt/M. stattfinden.

 

Sandra Köppen

Binnendifferenzierung im DaF/DaZ-Unterricht

Proseminar                    Aufbaustudiengang, Mag. NF

Mo 14-16, B 210          Beginn: 15.10.01

Innere Differenzierung, Lernerorientierung und Öffnung von Unterricht sind Wege,  teilweise sehr heterogene Klassen  teilnehmerorientiert zu unterrichten. Binnendifferenzierung sollte daher ein notwendiger Bestandteil des Fremdsprachenunterrichts sein. Doch fehlt es oft an Ideen der Umsetzung. In diesem Seminar soll Binnendifferenzierung exemplarisch erfahren werden, Umsetzungsmöglichkeiten werden geklärt und wichtige Sozialformen und Methoden erläutert und ausprobiert.

LITERATUR: Klafki, Wolfgang: „Innere Differenzierung“. In: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Studie 5. Weinheim 1985. - Demming, S.: „Literaturauswahl Binnendifferenzierung“. In: Bildungsarbeit in der Zweitsprache Deutsch, 1999, S. 47-48. - Kilian, V.: „Binnendifferenzierung im Zweitsprachenunterricht Deutsch“. In: Kilian, V./Neuner, G./Schmitt, W.: Deutsch als Zweitsprache in der Erwachsenenbildung. München 1995.

 

Prof. Dr. Dietmar Rösler

Einführung in das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache

Proseminar                    Aufbaustudiengang, Mag. NF

Di 14-16, B 210            Beginn: 16.10.01

Dies ist eine Pflichtveranstaltung für diejenigen Studierenden, die Deutsch als Fremdsprache als Aufbaustudium, als Magisternebenfach oder als ‘F6-Zusatzfach’ beginnen. Sie gibt einen ersten Überblick über alle Aspekte des natürlichen und institutionell gesteuerten Lernens des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache.

 

Dietmar Rösler

Kolloquium Fremdsprachenlernen mit den Neuen Medien

Oberseminar                 Aufbaustudiengang

Di 18-20, B 26              Beginn: 23.10.01

Gegenstand des Kolloquiums sind neuere Texte und Forschungsprojekte zum Fremdsprachenlernen mit den Neuen Medien. Eine Teilnahme ist nur möglich nach persönlicher Anmeldung.

 

Dietmar Rösler

Internetgestütztes DaF-Lernen

Seminar                         Aufbaustudiengang, Mag. NF

Do 10-13, B 26             Beginn: 18.10.01

Im Gegensatz zu den Veranstaltungen der letzten Semester, in denen auch die Produktion von Internet-Lehrmaterial Gegenstand war, wird sich dieses Seminar ganz auf die Analyse und Kritik von DaF-Material im Internet konzentrieren. Entwickelt werden Kriterien für die Beurteilung der Qualität von Internet-Lernmaterialien für die folgenden Bereiche:

    Zusatzmaterial zu Print-Lehrwerken auf dem Weg zum Zertifikat DaF,

    lleinstehendes’ Lernmaterial für einzelne sprachliche und kulturelle Lernbereiche,

    didaktische Nutzung von Foren, Chats und

    nicht-didaktisiertes Material als Quelle brandaktueller Landeskunde.

Ziel des Seminars ist es, auf der Basis konkreter Materialanalysen und vorhandener Kriterienkataloge eine differenzierte, lernziel- und zielgruppenabhängige Kriteriensammlung zu erstellen.

 

 

Prof. Dr. Dietmar Rösler

Examenskolloquium

Do 18.10.01, B 210: 14-16: Alle Teilnehmer.

Teil I: Fr 19.10. und Fr 26.10.01: 14-18: L1 und L2-Prüfungskandidaten mit Prüfung im laufenden Wintersemester

Teil II: Do 22.11.01 -14.02.02: 14-16: DaF-Studierende und L1 und L2 Kandidaten für das kommende Sommersemester

Da ich in diesem Semester aufgrund eines ‚Prüfer-Engpasses’ auch verstärkt in den  Bereichen L1 und L2 prüfen werde, wird das Examenskolloquium abweichend von der ‚normalen’ Praxis am Anfang auf die Interessen der L1 und L2 Studierenden zugeschnitten sein. Beachten Sie bitte den etwas komplizierten Zeitablauf: ALLE TEILNEHMER kommen bitte zur ersten Planungssitzung am 18.10., danach kommt jede(r) nur noch in den für ihn/sie bestimmten Teil.

Für Teil II gilt: Er empfiehlt sich für Studierende des Aufbaustudienganges Deutsch als Fremdsprache, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten, ihre Abschlußarbeit schreiben oder ernsthaft auf Themensuche gehen wollen. Eingeladen sind auch Examenskandidaten aus anderen Studiengängen mit Themen aus dem Bereich Zweit- und Fremdsprachenlernen.

 

 

 


Anmerkungen bitte an:
webmaster@germanistik.uni-giessen.de
http://www.uni-giessen.de/germanistik/kommentiertes_vorlesungsverz/ws01-02.shtml
Letzte Änderung: 2.04.2003 - 14:42 Uhr