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Fachbereich 05 Sprache, Literatur, Kultur |
Germanistik |
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Kommentiertes
Vorlesungsverzeichnis
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Allgemeine Studienberatung |
Prof. Dr. K. Inderthal (B 133, Tel. 99-29075) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Studienberatung für ausländische Studierende |
N.N. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Magisterstudiengänge |
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Magister Deutsche Philologie |
Prof. Dr. G. Kurz (B 130, Tel. 99-29070), Dr. Pott, (B 132, Tel. 99-29084), S. Wodianka (C 28, Tel. 99-29098) |
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Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik |
Prof. Lobin (D 407, Tel. 99-29050) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft |
PD Dr. D. Kimmich (B 137, Tel. 99-29074) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Text und Medien und Fachjournalistik |
Prof. Dr. W. Gast (B 209, Tel. 99-29115) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Lehramtsstudiengänge |
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L 1 |
Dr. Bauer (B 215, Tel. 99-29105) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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L 2 |
Prof. Dr. W. Gast (B 209, Tel. 99-29115) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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L 3 |
Prof. Dr. H. Ramge (B 107, Tel. 99-29040) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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L 5 |
Prof. Dr. C. Gansel (B 208, Tel. 99-29145) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Diplomstudiengänge |
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Deutsch als Fremdsprache |
Prof. Dr. D. Rösler (B 205, Tel. 99-29125) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Drama, Theater, Medien |
Prof. Dr. E. Leibfried (B 138, Tel. 99-29073) A. Hammer (B 156, Tel. 99-29077) |
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Sonstige germanistische Bausteine und Studienelemente: |
Prof. Dr. G. Oesterle (B 139, Tel. 99-29090), A. Hammer (B 156, Tel. 99-29077) |
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Betreuung ausländischer Studierender |
N.N. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Studienberatung außerdem durch die Fachschaft Germanistik (B 32) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Veranstaltungen des Fachgebiets GermanistikZu den Einführungsveranstaltungen ins Studiengebiet „Germanistik“1. Die Studiengänge für die Lehrämter L1–Verbundfach, L2, L5Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei Veranstaltungen (insgesamt 6 SWS): 1. Einer Grundlagenvorlesung. 2. Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet Sprache. 3. Einem Einführungsseminar in das Studiengebiet Literatur/Medien. Im Sommersemester 2003 ist ein Einführungsseminar in das Studiengebiet „Literatur“ zu belegen. Diese Seminare werden vom Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und vom Institut für neuere deutsche Literatur angeboten. Die Grundlagenvorlesung bietet das Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur sowohl im WS als auch im SS an. Die Verteilung auf die Einführungsseminare in das Studiengebiet 'Sprache' findet statt am Dienstag, dem 15.10.02, 8.15 Uhr, im Hörsaal A 5. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche an den 'Schwarzen Brettern' der Institute aus. 2. Der Studiengang für das Lehramt L3Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei einführenden Veranstaltungen und einem Grundlagenseminar (Proseminar). Dies ergibt insgesamt 8 SWS:
Im Wintersemester 02/03 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar 'Deutsche Literaturwissenschaft' zu belegen. Diese Veranstaltungen werden vom Institut für neuere deutsche Literatur im WS angeboten. Im Sommersemester 2003 sind die Grundlagenvorlesung und das Einführungsseminar „Deutsche Sprachwissenschaft“ zu belegen. Diese Veranstaltungen werden im SS vom Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur angeboten. Die Verteilung auf die im WS 02/03 angebotenen Einführungsseminare findet statt am Dienstag, dem 15.10.02, 8.15Uhr, im Hörsaal B 9. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche am „Schwarzen Brett“ des Instituts für neuere deutsche Literatur aus. 3. Die Magisterstudiengänge ‚Deutsche Philologie‘, Haupt- und Nebenfach1. Hauptfach/Nebenfach „Deutsche Sprachwissenschaft“ und/oder „Deutsche Literaturwissenschaft“. Die Einführungsphase für diese Fächer/Fächerkombination entspricht der Einführungsphase des L3-Studiengangs. Die Verteilung auf die Seminare findet ebenfalls am Dienstag, dem 15.10.02, 8.15 Uhr im Hörsaal B 9 statt. 2. Hauptfach/Nebenfach ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘: Studienanfänger, die das Fach „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“ gewählt haben, belegen das Grundlagenseminar und die Grundlagenvorlesung am Institut für Didaktik. Das Einführungsseminar und die entsprechende Grundlagenvorlesung belegen sie in der germanistischen Fachwissenschaft, die sie zusätzlich gewählt haben. Die Einführungsseminare und die Grundlagenvorlesung „Deutsche Literaturwissenschaft“ werden jeweils im Wintersemester angeboten, die entsprechenden Veranstaltungen „Deutsche Sprachwissenschaft“ jeweils im Sommersemester. 4. Das Magister-Studienelement Deutsche PhilologieDie Studierenden des Studienelementes „Deutsche Philologie“ besuchen je ein Einführungsseminar in der Literatur- und Sprachwissenschaft. Es wird empfohlen, zugleich auch die entsprechenden Grundlagenvorlesungen zu besuchen. Die Verteilung auf die Seminare findet ebenfalls am Dienstag, dem 15.10.02, um 8.15 Uhr , Hörsaal B 9 statt. 5. Der Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft: Nebenfach Deutsche PhilologieDie Studierenden des o.g. Nebenfaches belegen zwei Einführungsseminare und eine Grundlagenvorlesung. Diese drei einführenden Veranstaltungen müssen die Studiengebiete ‚Deutsche Literaturwissenschaft‘, Deutsche Sprachwissenschaft‘ und ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘ abdecken. GrundlagenvorlesungProf. Dr. Helmuth Feilke Einführung in das
Studiengebiet Sprache Grundlagenvorlesung
L1, L2, L5 Dienstags 8.30–10, A 2 Beginn: 22.10.2002 Die Veranstaltung gibt einen Überblick zu Fragestellungen, Grundbegriffen und Methoden der Sprachwissenschaft. Wo liegen Unterschiede zwischen dem Alltagskonzept von Sprache und dem sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Gegenstand Sprache? Warum fällt das Nachdenken über Strukturen der Sprache schwer? Welche Strukturebenen im Aufbau einer Sprache können unterschieden werden? Wie wirken sich dabei unterschiedliche Theorien auf die Beschreibung und Analyse der Sprache aus? Wie stehen Schrift und Sprache zueinander? Wie verändert der Zugriff über die Schrift das Nachdenken über Sprache und vielleicht auch die Sprache selbst? Wo liegen Probleme des Schrifterwerbs und des Spracherwerbs bei Kindern? Wie sind linguistische Kategorien auf die Aufgaben des Deutschunterrichts zu beziehen? Die Vorlesung legt eine systematische Perspektive für die Behandlung dieser Fragen zugrunde und spricht auf dieser Grundlage zentrale Aufgaben- und Problemfelder des Unterrichts an. Die Veranstaltung ist Pflichtveranstaltung im Grundstudium des Faches
Deutsch und sollte im ersten Semester besucht werden. Obligatorisch ist außerdem
die Teilnahme an einem der angebotenen Einführungsseminare zum Studiengebiet
Sprache. Die Vorlesung wird mit einer Klausur abgeschlossen. Literatur:
: Volmert, Johannes, (Hg.): Grundkurs Sprachwissenschaft. 2. Auflg. München
(UTB): 2000 EinführungsseminareEinführung in das Studiengebiet Sprache (Gemeinsame Ankündigung)In dem Einführungsseminar werden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die für das Studiengebiet ‚Sprache’ grundlegend sind. Am Beispiel besonders wichtiger Arbeitsbereiche sollen sprachwissenschaftliche Analysemethoden vorgeführt und geübt werden. Ein weiteres Thema ist die Relevanz linguistischen Wissens für das Praxisfeld ‚Schule’. Das Seminar wird von einem Tutorium begleitet. Themen sind hier – wichtige Informationen zu Fragen der Studiengestaltung, – Übungen zu elementaren Voraussetzungen wissenschaftlichen Arbeitens.
Klaus-Peter Ulbrich, M.A. Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Di 10–12, B 9 Beginn: 22.10.2002
Torsten Steinhoff Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Mi., 8-10, B 210 Beginn: 23.10.2002
Dr. Martin Wachtel Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Di 10–12, B 24 Beginn: 22.10.2002
Dr. Martin Wachtel Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Mo 14–16, C 29 Beginn: 21.10.2002
PD Dr. Arne Wrobel Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Mo 10-12, B 24 Beginn: 21.10.2002
PD Dr. Arne Wrobel Einführungsseminar L1(VF),L2,L5 Di 10-12, C 3 Beginn: 22.10.2002
Einführung in die Literaturwissenschaft (Gemeinsame Ankündigung)Ziel des Einführungskurses ist die Vermittlung einer möglichst
breiten germanistischen Grundqualifikation. Anhand einer Auswahl überschaubarer
Themen wird in die Praxis literaturwissenschaftlichen Arbeitens eingeführt.
Dazu gehören zunächst grundlegende Fertigkeiten wie Bücherkunde,
Bibliographieren, Quellenerschließung, schriftliche Form wissenschaftlicher
Arbeiten etc. Darüber hinaus werden folgende Bereiche behandelt: Beschreiben
und Verstehen literarischer Texte; literarische Gattungen; Literaturgeschichte
und Literaturgeschichtsschreibung. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen,
die eigenen Erwartungen und Interessen an ein Germanistikstudium zu
reflektieren. Die Einführung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Prof. Dr. Gerhard Kurz Einführungsseminar (a, b, c) L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 128 Beginn: 22.10.2002
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt Einführungsseminar (a, b, c) L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 31 Beginn: 22.10.2002
PD Dr. Dorothee Kimmich Einführungsseminar (a, b, c) L3, Mag., HF/NF Mo 16-18, G 25 Beginn: 21.10.2002
Bianca Schwindt Einführungsseminar (a, b, c) L3, Mag., HF/NF Di 10-12, B 33 Beginn: 22.10.2002 Veranstaltungen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche LiteraturDeutsche SpracheVorlesungenProf. Dr. Henning Lobin Grammatik der deutschen Gegenwartssprache Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH,HaF Do 8–10, A 4 Beginn: 17.10.2002 Gegenstand dieser Vorlesung ist die grammatische Beschreibung des Deutschen. Dazu gehört, dass man sich zunächst darüber im Klaren sein muss, mit welchen Mitteln und Instrumenten man diese Beschreibung durchführen will, denn Grammatik ist nichts Naturgegebenes, sondern in wesentlichen Teilen eine theoretische Konstruktion. Auf der anderen Seite ist es notwendig, dass man weiß, was man mit der gewonnenen grammatischen Beschreibung einer Sprache eigentlich anfangen will. Grammatiken können sehr unterschiedlich gebraucht werden: etwa für den Fremdsprachunterricht, für maschinelle Übersetzungsprogramme oder für den ‚Hausgebrauch‘ (wie z.B. die Dudengrammatik). In diesem Kurs soll es um eine weniger spezifische Verwendungsweise gehen. Die grammatische Beschreibung soll hier in Bezug gesetzt werden zu dem, was Sätze oder Texte bei einem Leser bewirken. Man kann die Grammatik einer Sprache nämlich auch als ein Hilfsmittel auffassen für die Auslösung dessen, was überhaupt den Grund der menschlichen Sprachverwendung ausmacht: Ein Schreiber oder Sprecher will erreichen, dass der Leser oder Hörer etwas ganz Bestimmtes denkt, will oder glaubt. Und um das zu erreichen, hat er mit der Grammatik ein mehr oder weniger verlässliches Werkzeug an der Hand. LITERATUR: H.-J. Heringer 1988: Lesen lehren lernen. Eine rezeptive Grammatik des Deutschen. Tübingen: Niemeyer.
Prof. Dr. Friedrich Vahle Gedicht, Lied, Geschichte – Sprach- und Bewegungsförderung mit literarisch-musikalischen Mitteln Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 10–11, B 9 Beginn: 21.10.2002 Kinderreim und Kinderlied sind die frühesten Formen der Poesie im Menschenleben. Sie sind aber auch von Anfang an Medium der Sprachförderung. Fast unauffällig ist Bewegung schon immer dabei. Sprache, Poesie, Rhythmus, Bewegung – dieser Komplex ist fächerübergreifend und in seinen heimlichen und offensichtlichen Wechselbeziehungen nur nach und nach zu erfassen. In der Vorlesung soll durch Reflexion, aber auch durch praktische Übungen diesem Problem nachgespürt werden. Dabei geht es u.a. um ganzheitliche Verständigung sowie um solche literarischen Impulse, die ihren Beitrag dazu liefern können, dass Kinder und später auch Jugendliche nicht in destruktive Erlebniswelten abdriften. Literatur: Fritz Vahle: Kinderlied-Erkundungen zu einer frühen Form der Poesie im Menschenleben. Beltz Verlag, Weinheim 1992. – Hans Joachim Gelberg: Großer Ozean-Gedichte für Alle, Beltz Verlag, Weinheim 2002. – Fritz Vahle: Bewegliche Lieder-Musik macht Beine, Rowohlt Verlag, Reinbek/Hamburg, 2002. – Weitere Literatur wird in der Vorlesung bekanntgegeben. GrundstudiumGerd Richter, M.A. Sprache in den digitalen Medien Proseminar
L1,L2,L3,L5,MA Di 14–16, Computerlesesaal UB Beginn: 22.10.2002 „KauderWebsch. Die rabiateste Rechtschreibreform findet fast unbemerkt statt – im Internet“ lautete der Titel eines Beitrags in der Computerzeitschrift c’t aus dem Jahr 1998. Ist eine Sprachveränderung oder gar ein Sprachwandel beobachtbar, der durch die neuen Kommunikationsformen im Internet verursacht wird? Auf welchen sprachlichen Ebenen sind Veränderungen beschreibbar? Wo sind E-Mail-, Chat-, Newsgroup- oder MUD-Kommunikation auf der Skala „Schriftlichkeit – Mündlichkeit“ zu verorten? Das Internet mit seinen Diensten ist aber nicht nur Gegenstand linguistischer Analysen, sondern dient zugleich auch der Präsentation und weltweiten Distribution von linguistischen Forschungsergebnissen. Online-Wörterbücher, digitale Editionen u.v.m. sollen ebenso im Seminar behandelt werden wie auch das dem World Wide Web (WWW) zu Grunde liegende Konzept „Hypertext“. Wichtige Hinweise: Von den TeilnehmerInnen werden elementare Computerkenntnisse und Bereitschaft zur Projektarbeit erwartet. Die Zahl der Teilnehmer- Innen ist – bedingt durch die technische Ausstattung der Computerräume – auf 25 beschränkt.
Prof. Dr. Gerd Fritz Deutsche Grammatik Proseminar
(Basisseminar)
L1,L2,L3,L5,MA Di 10–12, B 106 Beginn: 15.10.2002 Dieses Seminar gehört zum Typ „Basisseminar“. Es vermittelt Grundlagen der grammatischen Analysemethoden und Grundkenntnisse in zentralen Bereichen der deutschen Grammatik, sozusagen das grammatische Handgepäck des Germanisten für alle Lebenslagen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Struktur der Nominalphrase (die vom Kanzler seit Jahren angekündigten Sparmaßnahmen im Personalbereich) und die Syntax des Verbs (daß Peter die Bücher hat wollen übersetzen lassen, Peter hat die Bücher übersetzen lassen wollen). In beiden Bereichen sollen besonders auch die Wortstellungsregularitäten behandelt werden. Um Sie mit Darstellungsformen und Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlicher Grammatiken vertraut zu machen, sollen Grammatikvergleiche zu einzelnen Problemfeldern erarbeitet werden. Neben der Duden-Grammatik (6. Aufl. 1998) sollen vor allem Heringers "rezeptive Grammatik" ("Lesen lehren lernen", 1988) und Eisenbergs "Grundriss der deutschen Grammatik" (1999) herangezogen werden. Erste Hinweise auf die Art der grammatischen Betrachtungsweise, die im Seminar praktiziert werden soll, finden Sie in Grewendorf/ Hamm/ Sternefeld: Sprachliches Wissen. Frankfurt am Main 1987, 156-181; 213-216.
Zoran Ivkovic, M.A. Deutsche Grammatik Proseminar (Basisseminar) L1,L2,L3,L5,MA Mo 16–18, B 24 Beginn: 14.10.2002 Die Grammatik ist ein zentraler Grundlagenbereich der Linguistik (Basisseminar). Grammatische Kenntnisse spielen in vielen Berufsfeldern eine zentrale Rolle (z.B. im Deutschunterricht), aber auch bei der eigenen Textproduktion können immer wieder grammatische Fragen auftauchen, wenn es zum Beispiel um stilistische Probleme geht, wie bei der Frage, ob man Funktionsverbgefüge, wie es viele populärwissenschaftliche Stilratgeber fordern, meiden soll. Ist ein Satz wie "Ich habe in Erfahrung gebracht, daß Grammatik wichtig ist" "schlechter" als der Satz "Ich habe erfahren, daß Grammatik wichtig ist"? Zentrale Bereiche der Grammatik sollen im Seminar angesprochen werden, die wichtig sind, um Texte aus grammatischer Perspektive analysieren und beschreiben zu können. Warum sind bspw. bestimmte Texte bzw. Textsorten schwer verständlich? Möglicherweise liegt es unter anderem an einer von einigen Autoren nach wie vor geteilten, vielen Lesern heutzutage aber nicht mehr nachvollziehbaren und nur in seltenen Fällen kommunikativ begründbaren Vorliebe für eine aus bestimmten Gründen im Laufe der Zeit konventionell gewordene, in der Grammatik unter der Überschrift der komplexen Nominalphrase behandelte syntaktische Struktur. (Der Satz enthält eine solche Struktur. Sie werden ihn schon nach einigen Sitzungen grammatisch analysieren können). LITERATUR: Wöllstein-Leisten, A. u.a. (1997): Deutsche Satzstruktur. Grundlagen der syntaktischen Analyse. Tübingen: Stauffenburg.
Dr. Lothar Lemnitzer und Karin Naumann, M.A. Lexikographie und Computerlexikographie (virtuelles Seminar der Universität Tübingen) Proseminar MA Mo 9–11, CLUB Beginn: 14.10.2002 In diesem Seminar wollen wir die sachgerechte Benutzung und die kritische Bewertung vor allem von elektronischen Nachschlagewerken vermitteln. Da der Computer nicht nur bei der Nutzung, sondern auch bei der Erstellung lexikalischer Ressourcen eine entscheidende Rolle spielt, wollen wir anhand einiger Fallstudien die computergestützte Erstellung von Einträgen in ein- und zweisprachigen Wörterbüchern vermitteln und einüben. Ziel des Kurses ist es vor allem, praktische und berufsrelevante Kenntnisse im Umgang mit elektronischen Wörterbüchern und computergestützter Erstellung lexikalischer Einträge zu vermitteln. Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Lösen von Übungen. Da das Seminar rein virtuell abgehalten wird, sollten sie während der Sitzungen im Computerlesesaal in der Universitätsbibliothek (CLUB) sein oder zumindest an einem Ort, wo Ihnen ein Rechner mit Zugang zum Internet zur Verfügung steht. Literatur: Das Seminar basiert auf Engelberg/Lemnitzer: Lexikographie und Wörterbuchbenutzung. Tübingen, 2001 (Stauffenburg Einführungen). Die Anschaffung wird empfohlen. Weitere Literatur wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben und in einem Seminarordner bereit gestellt. DozentInnnen: Lothar Lemnitzer und Karin Naumann, Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen. Sprechstunden: virtuell und nach Vereinbarung.
Prof. Dr. Henning Lobin Programmierpraktikum Übung MA,Prom. Di 14–18, B 26 Beginn: 15.10.2002 Ziel dieses Praktikums ist der Erwerb der Fähigkeit der praktischen programmiertechnischen Lösung von Problemen der Sprach- und Textverarbeitung auf der Grundlage der Programmiersprache Perl. Perl ist eine recht unkomplizierte Programmiersprache, die besonders gut für diese Zwecke geeignet ist. Sie stellt in der Computerlinguistik fast eine Art Standard dar und wird auch im Bereich der Web-Programmierung häufig eingesetzt. Die Veranstaltung ist aufgeteilt in theoretische Teile, in denen es um die programmiertechnischen Grundlagen geht, und praktische Übungen, die im Laufe des Semester in größere, von Kleingruppen zu bearbeitende Projekte münden sollen. Von den Teilnehmern wird deshalb in jedem Fall die aktive Mitarbeit erwartet. Das Programmierpraktikum ist eine Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“. Es wird die bereits erfolgte Teilnahme an der „Einführung in die Computerlinguistik“ vorausgesetzt. Die verwendeten Materialien werden über die Web-Seite des Seminars zur Verfügung gestellt. Die Anschaffung eines Referenz-Werkes zur Sprache Perl wird erwartet.
Dr. Roland Mulch Dialektologie in Vergangenheit und Gegenwart Proseminar
L1,L2,L3,L5 Do
14–16, Phil. II, E 07
Beginn: 17.10.2002 „Dialekt ist die Unterwäsche des Menschen, Hochdeutsch die Konfektion, die er darüber trägt.“ Diese Formulierung von F. X. Kroetz als Ausgangspunkt benutzend, soll in diesem Proseminar der Weg von der traditionellen dialektgeographischen Methode in der deutschen Dialektforschung zu den modernen sozialdialektologischen Forschungsansätzen nachgezeichnet werden. Dabei stehen die westmitteldeutschen Dialekte im Mittelpunkt. Neben dem Problem einer Dialekttheorie ist auch die Frage nach der pragmatischen Komponente der dialektalen Sprachvarietät von Interesse.
Prof. Dr. Hans Ramge Sprachvariation im Deutschen Proseminar
(Basisseminar)
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Do 10–12, B 106 Beginn: 17.10.2002 Sprecherinnen und Sprecher verfügen in der Regel über eine Fülle sprachlicher Varianten, die sie je nach Kommunikationssituation, Gesprächspartner, Thema usw. gebrauchen. Diese Varianten liegen auf sehr unterschiedlichen Ebenen, z.B. zwischen Dialekt und Standardsprache, fachsprachlicher und alltäglicher Kommunikation und hängen auch vom Kommunikationsmedium ab (z.B. Brief vs. Chat). Unterschiedliche Sprachvarianten bewirken Unterschiedliches: Sie haben wichtige kommunikative Funktionen, z.B. Vertrautheit oder Distanz zu vermitteln. Im Basisseminar sollen die verschiedenen Arten sprachlicher Variation im Überblick erarbeitet und anhand von Einzelbeobachtungen und Aufnahmen der Seminarteilnehmer/-innen vertieft beschrieben und analysiert werden.
Prof. Dr. Hans Ramge Einführung in die Namenkunde Proseminar
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mi 10–12, B 106 Beginn: 16.10.2002 Die Namenkunde beschäftigt sich hauptsächlich mit der Benennung von Personen (Personennamen oder Anthroponyme) und von Sachen, besonders Orten (Toponyme). Zu den Personennamen gehören nicht nur Vornamen und Familiennamen, sondern auch Beinamen, "Spitznamen", Hausnamen u.ä. Zu den Toponymen gehören neben den Ortsnamen im engeren Sinne auch Flur-, Berg-, Gewässer-, Landschaftsnamen u.ä. Im Seminar beschäftigen wir uns mit sprachtheoretischen Fragen (Was ist ein Name im Unterschied zum Wort?), fragen sprachpragmatisch nach den Benennungsmotiven und den Formen des Namengebrauchs, untersuchen sprachstrukturell die Bauformen von Namen und beschreiben sprachhistorisch die Entstehung und Entwicklung der hauptsächlichen Namentypen.
Dr. Britt-Marie Schuster Linguistische Kommunikationsanalyse Proseminar
(Basisseminar)
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 10–12, B 106 Beginn: 14.10.2002 Der Mensch als sprachbegabtes Wesen kommt ohne Kommunikation nicht aus – unseren Alltag bestimmen und begleiten die unterschiedlichsten Kommunikationssituationen. Welche Leistungen wir beim Kommunizieren vollbringen, ist uns meist nicht bewußt. Dieses Seminar will den Studierenden vermitteln, mit welchem sprachwissenschaftlichen Instrumentarium schriftliche und mündliche Kommunikation beschrieben und analysiert werden kann. Die Studierenden sollen elementare Formen der Gesprächs- und Textorganisation erkennen lernen, so lokale/globale Sequenzen, die thematische Organisation, Formen des Sprecherwechsels etc. Ihnen soll zusätzlich Hilfestellung gegeben, wie die eigene kommunikative Kompetenz geschult und die eigene Texterstellung verbessert werden kann. Dr. Britt-Marie Schuster Stilistik und Stilkunde Proseminar
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 14-16, B 31 Beginn: 14.10.2002 Was ist eigentlich „schlechter Stil“? Mit welcher Berechtigung sprechen wir von „schlechtem“ und „gutem“ Stil? Hat jeder seinen eigenen Stil? Gibt es kommunikative Stile? In diesem Seminar wollen wir zunächst Grundbegriffe der Mikro- und Makrostilistik und unterschiedliche sprachwissenschaftliche Stiltheorien kennenlernen, die zum Basiswissen eines jeden Germanistikstudierenden gehören sollten. Das erworbene Wissen soll zur Analyse von fiktionalen/nicht-fiktionalen Texten/Gesprächen genutzt werden, u.a. auch zur Analyse von Wissenschaftstexten. Im Anschluß wollen wir uns mit der linguistischen Bedeutung von Stilkunden, die dem Nutzer praktisches (rhetorisches) Wissen vermitteln wollen, auseinandersetzen und sie bewerten.
Klaus-Peter Ulbrich, M.A. Phonetik und Phonologie des Deutschen Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 14–16, C 27 Beginn: 15.10.2002 Phonetik und Phonologie sind Wissenschaften, die sich mit den Lauten der gesprochenen Sprache befassen. Um diese adäquat beschreiben zu können, werden spezielle Lautschriften benötigt. Ziel dieses Seminars ist es, in das gebräuchlichste phonetische Alphabet (API) einzuführen. Am Beginn steht daher eine ausführliche praktische Phase mit Hör- und Schreibübungen. Daraufhin werden die sprachlichen Funktionen der Laute und ihre Klassifizierungen innerhalb des Systems der deutschen Sprache erörtert. Das Seminar bietet keine Hilfestellung zum praktischen Erlernen einer besseren Aussprache des Deutschen.
Dr. Martin Wachtel und Prof. Dr. Wolfgang Gast Wahlkommunikation – Werbung für Politiker und Parteien Proseminar (Kompaktseminar) L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mi 16–18, B 210 1. Vorbesprechung: 30.10.2002 Text siehe: Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. HauptstudiumProf. Dr. Gerd Fritz Historische Pragmatik Hauptseminar L3,MA,Prom. Mo 14–16, B 106 Beginn: 14.10.2002 Die historische Pragmatik ist ein relativ neuer Arbeitsbereich der Sprachwissenschaft. (Eine eigene Zeitschrift, das "Journal of Historical Pragmatics", gibt es seit dem Jahr 2000.) Dieser Arbeitsbereich beschäftigt sich mit Veränderung und Kontinuität im Sprachgebrauch und in den Kommunikationsformen. In diesem Seminar sollen zunächst einige theoretische und methodische Grundlagen der historischen Pragmatik dargestellt werden. Danach sollen an ausgewählten Beispielen Formen der historischen Entwicklung von Kommunikationsformen behandelt werden (u.a. Geschichte der Höflichkeit, Geschichte der Zeitungsberichterstattung und der Fernsehnachrichten, Geschichte der wissenschaftlichen Diskussionsformen). Einen ersten Einblick in Themen und Arbeitsweisen der historischen Pragmatik geben die folgenden beiden Titel: Fritz, Gerd: Geschichte von Dialogformen. In: Fritz, G./ Hundsnurscher, F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse. Tübingen 1994, 545-562 – Fritz, Gerd/ Jucker, Andreas A. (Hg.): Kommunikationsformen im Wandel der Zeit. Vom mittelalterlichen Heldenepos zum elektronischen Hypertext. Tübingen 2000.
Prof. Dr. Gerd Fritz Bessere Texte - Methoden der Textoptimierung Hauptseminar L3,MA,Prom. Do 16–18, B 106 Beginn: 17.10.2002 Im Studium und in Ihrer zukünftigen Berufspraxis werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit oft in die Lage kommen, eigene und fremde Texte zu bewerten, zu überarbeiten und Hinweise zur Verbesserung von Texten zu geben. Leider gibt es keine todsicheren Patentrezepte für das Schreiben guter Texte und die Verbesserung vorhandener Texte. Was es aber gibt, sind brauchbare Diagnose- und Optimierungsverfahren, die auf einem Überblick über grundlegende Aufbauprinzipien von Texten und deren Anwendungsmöglichkeiten beruhen. In diesem Seminar soll zunächst eine Einführung in texttheoretische Grundlagen gegeben werden. Danach sollen Bewertungsprinzipien für Texte unterschiedlicher Textsorten diskutiert und Verfahren der Textoptimierung erprobt werden. Einen wichtigen Bestandteil des Seminars bilden Übungen, in denen Texte analysiert, beurteilt, produziert und verbessert werden sollen. Als Leistungsnachweis dienen eine Klausur und die Dokumentation und Präsentation von Textoptimierungsarbeiten.
Prof. Dr. Hans Ramge Journalistische Textsorten Hauptseminar (Studienangebot) L3,MA,Prom. Di 16–18, B 106 Beginn: 15.10.2002 Das Seminar findet im Rahmen des mehrsemestrigen Studienangebots "Informationsvermittlung und Medien" des Instituts statt und richtet sich deshalb in erster Linie an Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Angebots. Im Mittelpunkt des Hauptseminars stehen die journalistischen Textsorten des Berichtens, vor allem in den Printmedien, und als Kontrast solche des Bewertens. Erarbeitet werden Aufbau- und Darstellungsprinzipien aus der Produzenten- und Rezipientenperspektive, wobei insbesondere Kriterien der Verständlichkeit, Fragen der Optimierung von Verständlichkeit und des Wissensaufbaus im Vordergrund stehen.
Dr. Jörg Riecke Deutsch im Netz der europäischen Mehrsprachigkeit Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 16-18, B 106 Beginn: 14.10.2002 In diesem Hauptseminar wird die Geschichte und die Gegenwart der deutschen Sprache vor dem Hintergrund ihrer Beziehungen zu den übrigen Sprachen der Welt beleuchtet. Schwerpunkte markieren dabei Stichworte wie „Latein und Althochdeutsch“, „Französisch und Mittelhochdeutsch“ oder „Englisch und Gegenwartsdeutsch“. Die Arbeit im Seminar wird aber vermutlich zeigen, daß die wechselseitigen Auswirkungen des Sprachkontakts noch sehr viel differenzierter zu beurteilen sind. Zur Vorbereitung unbedingt erforderlich ist eine solide Kenntnis der Entwicklung der deutschen Sprachgeschichte. Für das Neuhochdeutsche empfehle ich die dreibändige Sprachgeschichte Peter von Polenz‘, für die gesamte Zeit: C.J. Wells, Deutsch: eine Sprachgeschichte bis 1945, Tübingen 1990.
Dr. Martin Wachtel Texte verstehen – Texte verfassen Hauptseminar L2,L3,L5,MA Mo 16–18, C 30 Beginn: 14.10.2002 Die Vermittlung des Lesens und Schreibens bis hin zur kompetenten Beherrschung dieser Kulturtechniken gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Schule, insbesondere des muttersprachlichen Unterrichts. Lernziel ist die Entwicklung einer umfassenden Textkompetenz für schriftsprachliche Texte. Das Seminar wird sich aus textlinguistischer Perspektive mit folgenden Fragen beschäftigen: – Textkohäsion und Textkohärenz. – Text und Textsorte. – Prinzipien der Kommunikation und Textbeurteilung. – Teilfertigkeiten der Lese- Schreibkompetenz.
Prof. Dr. Gerd Fritz Linguistisches Colloquium Oberseminar L3,MA,Prom. Di 14–16, B 106 Beginn: 15.10.2002 Im Linguistischen Colloquium sollen neuere Entwicklungen der Semantik, der Texttheorie und der Textproduktionsforschung diskutiert werden. Daneben sollen entstehende Dissertationen, Examens- und Magisterarbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Auf Wunsch können auch Themen behandelt werden, die in besonderer Weise der Examensvorbereitung dienen.
Prof. Dr. Hans Ramge Examenskolloquium Kolloquium L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 18–20, B 106 Beginn: 15.10.2002 Das Examenskolloquium richtet sich ausschließlich an Kandidatinnen und Kandidaten, die im Laufe des Wintersemesters ihre mündliche Prüfung ablegen. Das Kolloquium dient der vertiefenden Behandlung von linguistischen Gegenstandsbereichen, die Examensthemen bevorzugt zu Grunde liegen.
Dr. Martin Wachtel Examenskolloquium Oberseminar L1,L2,L5 Mo 18–20, B 106 Beginn: 14.10.2002 Das Seminar richtet sich ausschließlich an Examenskandidaten. Im Verlaufe des Semesters werden sprachwissenschaftliche Examensthemen vorgestellt und erläutert.
Dr. Martin Wachtel Praktikumsvorbereitung L2/3 Di 18–20, B 31 Beginn: 15.10.2002
Dr. Martin Wachtel Praktikum L2/3 Blockveranstaltung in MediävistikVorlesungProf. Dr. Otfrid Ehrismann Der Artusroman in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH Mo 8.30–9.45, A 3 Beginn: 14.10.2002 Das mündliche und schriftliche Erzählen von König Arthur/Artus und den Rittern der Tafelrunde ist eine der wesentlichen Bedingungen/Voraussetzungen der europäischen Romankultur. In der Vorlesung kommen zur Sprache: Die keltisch-britannische und französische Mythenbildung um König Arthur - die Arbeit am Artus-Mythos im deutschen Mittelalter: Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, Der Stricker und das spätere Mittelalter - Erinnertes Mittelalter: Romantik, Wilhelminische Zeit, ausgehendes 20. Jahrhundert. Die Rezeption des Mythos wird aus den jeweiligen historischen Bedingungen heraus begründet; der Schwerpunkt liegt auf dem hohen und beginnenden späten Mittelalter, der Zeit zwischen etwa 1180 und 1250.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann Epochenzyklus I: Deutsche Literatur des Mittelalters Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH Di 16–18, A 3 Beginn: 15.10.2002 Die Vorlesung behandelt den Zeitraum vom ausgehenden 8. bis
ins 15. Jahrhundert. Mit ihr beginnt der mehrsemestrige
"Epochenzyklus" der deutschen Literatur, der dann am Institut für
Neuere deutsche Literatur fortgesetzt wird. Eingeführt wird in die politischen
und gesellschaftlichen Bedingungen deutscher Textverschriftung, in die Grundzüge
der althochdeutschen und mittelhochdeutschen Literatur sowie in deren Relevanz für
die spätere Literaturgeschichte.
GrundstudiumBettina Hofman-Käs Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Die Minnelyrik Walthers von der Vogelweide Proseminar
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Di 10–12, Phil.2, E 101 Beginn: 15.10.2002 Dieses Seminar setzt zwei gleichwertige Akzente, nämlich sowohl einen sprachhistorischen als auch einen literaturwissenschaftlichen. Es werden Grundkenntnisse der deutschen Grammatik und der deutschen Sprachgeschichte mit mittelhochdeutschen Schwerpunkt vermittelt. Gleichzeitig sollen die TeilnehmerInnen Kenntnisse über die mittelhochdeutsche Dichtung erlangen und zur Übersetzung und Interpretation derselben befähigt werden. Die Minnelyrik Walthers von der Vogelweide als ein Herzstück der mittelhochdeutschen Dichtung eignet sich hervorragend zur Veranschaulichung der höfischen Kultur. Als Voraussetzung für den Erwerb eines qualifizierten Scheines dienen regelmäßige Teilnahme sowie das Bestehen der Klausur am Seminarende. LITERATUR: Walther von der Vogelweide, Gedichte, Fischer 1962; Script zum Proseminar (kann am Semesteranfang gekauft werden).
Dr. Jörg Riecke Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Hartmann von Aue, Gregorius Proseminar
L1,L2,L3,L5,MA,Prom. Mo 14–16, E 4 Beginn: 14.10.2002 Das Proseminar dient als Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur. Es werden Grundkenntnisse der deutschen Sprachgeschichte und der mittelhochdeutschen Literatur vermittelt. Textgrundlage ist der „Gregorius“ Hartmanns von Aue. Der Besuch des Proseminars wird mit einer Klausur abgeschlossen. Zur Anschaffung wird empfohlen: Hartmann von Aue, Gregorius. Hg. v. Hermann Paul, neu bearb. v. Burghardt Wachinger, 14. Aufl., Tübingen 1992. Altdeutsche Textbibliothek (ATB) 2. – Im Hinblick auf eine erste Orientierung empfehle ich Ihnen darüber hinaus den folgenden Titel: Thomas Bein, Germanistische Mediävistik. Eine Einführung, Berlin 1998. HauptstudiumProf. Dr. Otfrid Ehrismann „Erec“ und „Iwein“ – Die Artusromane Hartmanns von Aue Hauptseminar L3,MA,Prom. (für andere nur nach Besuch eines mediävistischen Proseminars) Mo 12–14, B 106 Beginn: 14.10.2002 Mit der Rezeption des Artusmythos durch den Ministerialen, Ritter und Dichter Hartmann von Aue beginnt in den Jahren ca. 1180-1200 die deutsche Romankultur. Textlektüre und Referate erschließen beide Romane und ihre historischen Bedingungen. Leistungsnachweise können durch Referate (Langreferate → Qualifizierter Schein; Kurzreferate → Teilnahmeschein) oder durch Hausarbeiten erworben werden. Forschungsliteratur wird in einem Apparat der Fachbereichsbibliothek zur Verfügung gestellt. Textgrundlage bilden: Hartmann von Aue: Erec. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung. Frankfurt a.M.: Fischer. – Hartmann von Aue: Iwein. Text und Übersetzung. Berlin: de Gruyter.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann Übungen zur historischen Semantik – Examenskolloquium Oberseminar L3,MA,Prom. (andere nach vorheriger Absprache) Di 14–16, B 109 Beginn: 17.10.2002 Die jetzt geltende Staatliche Prüfungsordnung berücksichtigt die für die Mediävistik selbstverständliche und unverzichtbare Gemeinsamkeit sprach- und literaturwissenschaftlicher Aspekte nicht mehr. Deshalb sind Staatsexamina im herkömmlichen mediävistischen Sinne - Wahl literarischer oder sprachlicher Themen aus dem Mittelalter - nicht mehr möglich. Vielmehr muss mittelalterliche Sprache im „Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur“ abgeprüft werden, und mittelalterliche Literatur ihrerseits im „Institut für Neuere deutsche Literatur“. Sofern Sie sich trotzdem im Staatsexamen für den Schwerpunkt Mittelalter entscheiden möchten, wird - da die Mediävistik aus wissenschaftshistorischen Gründen in der Sprachwissenschaft angesiedelt ist - der Schwerpunkt Ihrer Themenwahl im Bereich der historischen Sprachwissenschaft liegen müssen. Literarische Fragen der Mediävistik brauchen dabei jedoch vor allem in der historischen Semantik und bei einem textlinguistischen Schwerpunkt nicht zu kurz zu kommen.
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer und Prof. Dr. Helmut Meinhardt Interdisziplinäres Lektüre- Seminar – Philosophie- Mediävistik: Meister Eckhart (1280–1328): Deutsche Predigten Haupt-/Oberseminar L3,MA,Prom. Mo 10–12, C 210 Beginn: 14.10.2002 Voraussetzung für Germanisten für die Teilnahme: erfolgreich bestandene Zwischenprüfung in Germanistik, Lateinkenntnisse. Gemeinsame Lektüre mit Übersetzung und Interpretation ausgewählter mittelhochdeutscher Predigten unter philologischen und theologisch-philosophischen Gesichtspunkten. Text: Meister Eckhart, Deutsche Predigten und Traktate. Hrsg. von Josef Quint. – Die maßgebliche wissenschaftliche Ausgabe. Vorhanden in den Bibliotheken des Zentrums für Philosophie und der Germanistik (Fachbereich 5). Im Buchhandel erhältlich: Meister Eckhart, Werke I und II. Texte und Übersetzungen von Josef Quint. Hrsg. und kommentiert von Niklaus Largier. Frankfurt am Main, Deutscher Klassiker Verlag 1993. Die in den Sitzungen gelesenen Texte werden in der ersten Sitzung ausgegeben. Zur allgemeinen Information vorab während der vorlesungsfreien Zeit empfohlen: Gerhard Wehr, Meister Eckhart, Rowohlt-Monographie 1989 (Nr. 176). – Kurt Ruh, Meister Eckhart, Theologe, Prediger, Mystiker. München, Beck 1985. – Kurt Ruh, Geschichte der abendländischen Mystik. Bd. 3: Die Mystik des deutschen Predigerordens und ihre Grundlegung durch die Hochscholastik. München, Beck 1996. Angewandte Sprachwissenschaft und ComputerlinguistikGeorg Rehm, M.A. Grundlagen der Computerlinguistik Vorlesung Do 10–12, B 26 Beginn: 17.10.2002 Dieser Kurs soll die Teilnehmer mit einem Bereich vertraut machen, dessen besonderer Reiz in seiner verbindenden Stellung zwischen den Geisteswissenschaften und technisch-mathematischen Disziplinen besteht. Die für den wissenschaftlichen Umgang mit Sprache notwendige Intuition trifft hier auf formale Methoden, die ihre Wurzeln in der Logik und der Informatik haben. Gleichwohl bedeutet dies nicht, dass die Computerlinguistik lediglich eine Übertragung traditioneller linguistischer Methoden auf den Computer ausmacht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache unter Zuhilfenahme eines automatischen Symbolverarbeitungssystems, wie der Computer es ist, hat in vielen Bereichen zur Entwicklung neuer Theorien, zur Analyse besonders komplizierter Zusammenhänge und zur Verwendung genauerer Formalismen geführt, die längst auch ihrerseits auf die Linguistik Einfluss ausüben. Obwohl der Bereich Computerlinguistik heißt, steht also der Computer keineswegs allein im Zentrum. Es geht um eine Linguistik, oder – genereller – um eine Art der Informationsverarbeitung, bei der durch und in Hinsicht auf den Computer Sprache und Kommunikation in einer anderen Perspektive erscheinen. Literatur: Ralf Klabunde et al. (Hrsg.): Computerlinguistik und Sprachtechnologie – Eine Einführung, Heidelberg: Spektrum, 2001. Die Anschaffung dieses Bandes wird empfohlen. – James Allen: Natural Language Understanding, Redwood City: Cummings (2nd ed.), 1995.
Georg Rehm, M.A. Übung zu Grundlagen der Computerlinguistik Übung Mo 16–18, B 26 Beginn: 21.10.2002
Prof. Dr. Henning Lobin Programmierpraktikum Übung Di 14–18, B 26 Beginn: 15.10.2002 Text siehe: Deutsche Sprache Grundstudium.
Dr. Lothar Lemnitzer und Karin Naumann, M.A. Lexikographie und Computerlexikographie (virtuelles Seminar der Universität Tübingen) Proseminar Mo 9–11, CLUB Beginn: 14.10.2002 Text siehe: Deutsche Sprache Grundstudium.
Prof. Dr. Henning Lobin Natürlichsprachliche Systeme Hauptseminar Mi 8–10, D 412 Beginn: 16.10.2002 Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die derzeit im Schnittpunkt von Computerlinguistik, Texttechnologie, World Wide Web und Hypertexttechnologie durchgeführt werden. Hierzu gehören etwa Systeme zum generellen und spezialisierten Information Retrieval, Verfahren zur automatischen Dokumentannotation und Informationsextraktion aus strukturierten und semistrukturierten Dateien. Im Zentrum der Veranstaltung stehen neben unterschiedlichen Methoden auch komplexe Architekturen natürlichsprachlicher Systeme und die Interaktion unterschiedlicher Komponenten. Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar, das eine
Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und
Computerlinguistik“ ist, sind Kenntnisse des Standards XML. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, im Laufe des
Semesters ein Referat zu übernehmen. Ein Leistungsnachweis kann durch ein
Referat sowie durch die Anfertigung einer schriftlichen Ausarbeitung erworben
werden. Veranstaltungen des Instituts für neuere deutsche LiteraturwissenschaftDie einzelnen Veranstaltungen sind den drei folgenden Schwerpunkten zugeordnet: Theorie und Methoden der Literaturwissenschaft (a), Literatur und Geschichte (b) und ästhetische Theorie, Poetik, Literaturtheorie (c). VorlesungenLehrende des Instituts Neuere deutsche Literaturwissenschaft Einführung in die Literaturwissenschaft Einführungsvorlesung L3, Mag. Die., 12-14, H 1 Beginn: 22.10.2002 Einführungsvorlesung und Einführungsseminare ergänzen sich gegenseitig. Die Einführungsseminare bieten Gelegenheit zu praktischen Übungen, Fragen und Diskussionen, die Vorlesung bietet vor allem Überblick. Zugleich gibt die von den Lehrenden des Instituts für Neuere deutsche Literaturwissenschaft gemeinsam getragene Ringvorlesung die Gelegenheit, die Mitglieder des Instituts kennenzulernen. Die Vorlesung führt zunächst in den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaft ein, gibt dann einen Überblick über die Entwicklung der einzelnen literarischen Gattungen, über die Problematik von Epocheneinteilungen und der literarischen Kanonbildung. Weitere Themen sind die Bedeutung der Rhetorik für die Literaturwissenschaft, das Verhältnis von Autor, Text und Leser, Editionslehre und die Fachgeschichte der Germanistik. Abgeschlossen wird die Vorlesung mit der exemplarischen Erörterung von methodischen Argumentationshorizonten in der Literaturwissenschaft. Als Leistungsnachweis für die Vorlesung gilt regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur in der letzten Vorlesungswoche.
PD Dr. Dorothee Kimmich Einführung in das Studium der allgemeinen und vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft Vorlesung (a, b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Mi 10–12, H 3 Beginn: 16.10.2002 Die Vorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des Faches Komparatistik; sie richtet sich aber auch an Studierende der NDL oder anderer geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich für übergeordnete literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und Theorieansätze interessieren. Gegenstand der Vorlesung ist ein Überblick über Kernbereiche der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft: Vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte (Thematologie; Mythosforschung; Analogiestudien; Gattungstheorie und Gattungsgeschichte; Periodisierung und vergleichende Epochenforschung) und Literatur- und Kulturtheorie (Literarische Wertung und Kanonbildung; Theorie und Praxis literarischer Übersetzung; Theorien interkultureller Vermittlungsprozesse, Intertextualität, Intermedialität). All diese Bereiche werden in der Vorlesung exemplarisch behandelt. Eine Lektüreliste wird zu Beginn ausgegeben.
Prof. Dr. Erwin Leibfried Literatur der Romantik Vorlesung L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF Do 14-16, H 3 17.10.2002 Die Vorlesung wird die Literatur (und Kultur) einer Epoche darstellen, indem verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden (nach Gattungen, Personen, Theorien, Rolle der Frau, Geselligkeit; Begriffen: Ironie und Frömmigkeit; Sehnsucht) u.a.m. LITERATUR: Heine, Die romantische Schule; Korff, Geist der Goethezeit.
Prof. Dr. Gerhard Kurz Bürgerlichkeit und Literatur im 19. Jahrhundert Vorlesung (b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM, NF/DaF, AVL Do 16-18, H 2 Beginn: 17.10.2002 Die Vorlesung geht der Funktion der Literatur für die Bildung einer bürgerlichen Kultur im 19. Jahrhundert nach. U.a. werden die Bedeutung der Leserevolution, von literarischen Zirkeln, Lesevereinen, Theatern (Gießen, Frankfurt z.B.), Dichterdenkmälern und die Rolle der Literatur in der gymnasialen Ausbildung behandelt. LITERATUR: Th. Nipperdey, Deutsche Geschichte 1800-1866, (zuerst) München 1983, bes. S. 403-594. ProseminareRoland Borgards Einführung in die vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft Proseminar AVL Mo 14-16, G 25 Beginn: 14.10.2002 Diese Einführung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden, die das Fach ‚Allgemeine und vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft‘ (Komparatistik) im Haupt- oder Nebenfach studieren. Das Seminar dient der Einführung in die Methoden der Komparatistik. Vorgestellt werden: 1. Komparatistische Perspektiven. 2. Thematologie/Rezeptionsgeschichte (am Beispiel des Philoktet-Stoffs); 2. Gattungsgeschichte im übernationalen Vergleich (am Beispiel der Novelle); übergreifende Probleme der Epochengeschichtsschreibung (am Beispiel der ‚europäischen Romantik‘). LITERATUR: Peter von Zima: Komparatistik. Einführung in die vergleichende Literaturwissenschaft. Tübingen 1992; Birus, Hendrik: Germanistik und Komparatistik. DFG-Symposium 1993. Stuttgart 1995; Sophokles: Philoktet (erhältlich als Reclam-Heft); Hugo Aust: Novelle. Stuttgart 1990; Gerhard Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart 1990.
Dr. Günter Butzer Mündliches Erzählen Proseminar (a) L1, L2, L3, L5, Mag., NF, DTM, DaF, Prom., AVL Di 14–16, B 33 Beginn: 15.10.2002 Das Seminar beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis mündlichen Erzählens anhand von drei Themenkomplexen: a) das mündliche Erzählen im Alltag, seine kommunikativen Funktionen und narrativen Strukturen, wie sie von der Sozio- und Textlinguistik untersucht werden; b) die Inszenierung mündlichen Erzählens im schriftlichen Text, die die literaturwissenschaftliche Erzähltheorie seit dem Russischen Formalismus beschäftigt; c) die mediale Dimension mündlichen Erzählens, ihre Differenz zur Schriftlichkeit und ihre Wiederkehr im Rahmen der elektronischen Medien, die zum Gegenstand medientheoretischer Überlegungen geworden sind. Behandelt werden Protokolle von Alltagserzählungen sowie literarische Texte von Gogol, Storm, Dostojewskij, Schnitzler, Kafka und Beckett. LITERATUR: K. Ehlich (Hg.), Erzählen im Alltag, Frankfurt/M. 1980. – I.R. Titunik, Das Problem des skaz, in: W. Haubrichs (Hg.), Erzählforschung 2, Göttingen 1977 (LiLi, Beiheft 6). – P. Goetsch, Fingierte Mündlichkeit in der Erzählkunst entwickelter Schriftkulturen, in: Poetica 17 (1985). Marc Colavincenzo/Bianca Schwindt Die fiktionale Biographie in der deutsch- und englischsprachigen Erzählliteratur Proseminar (c) L1, L2, L3, L5, Mag., AVL, F6, DTM, DaF Do 12-14, B 128 Beginn:17.10.2002 „Aristoteles wurde geboren, arbeitete und starb.“ Mit diesem lapidaren Satz leitete Heidegger eine Vorlesung über Aristoteles ein und ersparte sich damit die konventionelle biographische Einführung seines Gegenstandes. Abgesehen von dieser doch eher minimalistischen, gibt es eine Vielfalt biographischer Ausdrucksformen. Eine davon ist die fiktionale Biographie, ein Genre, das trotz aller Debatten über den ‚Tod des Autors‘ und das ‚Verschwinden des Subjekts‘ ein eindeutiges Interesse an Lebensbeschreibungen von historischen Persönlichkeiten dokumentiert. In diesem Seminar sollen die verschiedenen Ausprägungen und darstellerischen Möglichkeiten der Gattung anhand von Beispielen aus der deutsch- und englischsprachigen Literatur der Gegenwart untersucht werden. Wie trägt die fiktionale Biographie einem gewandelten Subjektivitätsverständnis Rechnung? Wie verändert oder gar revidiert sie das aristotelische Verständnis des Verhältnisses von Geschichte und Fiktion? Dem kann in der sorgfältigen Lektüre der unten genannten Romane nachgegangen werden. In einem zweiten Schritt sollen die Romane im Hinblick auf verschiedene Darstellungsweisen der beiden Nationalliteraturen verglichen werden. Die englischsprachigen Romane werden in der Originalsprache diskutiert. LITERATUR: Feyl, Renate. Idylle mit Professor. Köln: KiWi 1992. Sparschuh, Jens: Lavaters Maske. München: Goldmann 2001. Ondaatje, Michael. Coming Through Slaughter. London: Picador 1979. Goto, Hiromi. Chorus of Mushrooms. London: The Women’s Press 1997. Die Forschungsliteratur wird rechtzeitig im Handapparat der FBB Germanistik bereitgestellt.
Dr. des. Udo Roth Tierfiguren in der romantischen Literatur Proseminar
(b, c)
L1, L2, L3, L5, Mag. Do
14–16, B 128
Beginn: 17.10.2002 Jeder kennt sie: Hase und Igel, die Bremer Stadtmusikanten, den gestiefelten Kater, Reineke Fuchs, den bösen Wolf. Tiere werden in Märchen, Fabeln, in der ‚schönen‘ Literatur seit Jahrtausenden mit menschlichen Eigenschaften und –arten ausgestattet, meist mit didaktischem oder moralisierendem Impetus. In der Romantik kristallisiert sich unter Auflösung der festen Traditionslinien ein neuer, ein anderer Typus der Tierfigur heraus, wobei ein entscheidender Einfluss von der sogenannten romantischen Naturphilosophie ausgeht. Das Seminar will versuchen, anhand ausgewählter Beispiele und unter Einbeziehung philosophischer sowie naturwissenschaftlicher Aspekte spezifische Funktionen von Tierfiguren in der romantischen Literatur herauszuarbeiten. LITERATUR: Clemens Brentano: Das Märchen von Gockel, Hinkel und Gackeleia; E.T.A. Hoffmann: Lebensansichten des Katers Murr; ders.: Meister Floh; Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (eine ausführliche Literaturliste liegt Anfang Oktober in der FBB aus); zur Einführung und Vorbereitung: Christa-Maria Beardsley: E.T.A. Hoffmanns Tierfiguren im Kontext der Romantik. Bonn 1985.
Prof. Dr. Erwin Leibfried Romantische Lyrik Proseminar L1, L2, L3, L5, AVL, Mag., Prom., HF/NF Mo 14–16, B 33 Beginn: 14.10.2002 Das Proseminar will einführen in Themen, Motive, Techniken der romantischen Lyrik; zugleich wird es eine Einführung in die Praxis der Lyrikanalyse sein. Sinnvoll ist zur Vorbereitung die durchaus unsortierte Lektüre romantischer Gedichte (bei Reclam sind u.a. erhältlich Gedichte von Brentano, Eichendorff, Lenau; nützlich kann auch sein, in Antiquariaten zu stöbern). Wichtig ist, die Konsequenzen daraus zu ziehen, dass romantische Lyrik weithin nur durch Vertonungen bekannt wurde und in Liedform weiterlebt. Ein Blick sollte auch fallen auf die neuromantischen Epigonen wie Geibel oder Bodenstedt.
Prof. Dr. K. Inderthal Lyrik des Expressionismus Proseminar
(b, c)
L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM Mo 14–16, B 128 Beginn: 14.10.2002 In dem Proseminar soll der Aufbruch der expressionistischen Lyrik literaturgeschichtlich und in exemplarischen Interpretationen von Gedichten besonders Gottfried Benns, Georg Heyms, Georg Trakls erörtert werden. LITERATUR: K. Pinthus, (Hrsg.), Menschheitsdämmerung, Ein Dokument des Expressionismus, Reinbek 1959 u.ö.; G. Benn, Gedichte, In der Fassung der Erstdrucke, hg. V. B. Hillebrand, Frankf./M. 1982; G. Trakl, Werke, Entwürfe, Briefe, hg, v. H.-G. Kemper, Stuttgart 1984.
Dr. Joachim Jacob Lyrik zwischen 1960 und 2000 Proseminar (b, c) L1, L2, L5 Di 14-16, B 31 Beginn: 15.10.2002 Die Erscheinungsformen der deutschen Lyrik im 20.
Jahrhundert sind außerordentlich vielfältig. Sie reichen von der
Wiederbelebung sehr traditioneller Formen bis zu avancierten Sprachexperimenten,
die nicht selten die Frage aufwerfen, wie man sich solchen Gebilden über die
bloße Lektüre hinaus nähern kann. Gegenstand des Seminars sind lyrische Texte
aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie ausgewählte programmatische
Schriften zum zeitgenössischen Gedicht aus diesem Zeitraum. Das Seminar richtet
sich ausdrücklich auch an Studienanfänger und soll über die Beschäftigung
mit Gegenwartsliteratur hinaus in die Interpretation von Gedichten überhaupt
einführen. Mit Ausnahme einiger von mir ‚gesetzter’ Texte bestimmen dabei
die Auswahl der behandelten Gedichte Sie! (Bitte dazu Aushang an B 129 beachten) LITERATUR: Anzuschaffen, zur vorbereitenden Lektüre empfohlen und Grundlage der Textauswahl: Harald Hartung (Hg.), Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Lyrik im 20. Jahrhundert, Stuttgart: Reclam 1999 (UB 9742, Euro 10,10).
Dr. Gideon Stiening Das Lachen. Geschichte und Theorie eines menschlichen Verhaltens Proseminar (b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Mi 12-14, B 128 Beginn: 16.10.2002 Der „verwirrende Zusammenhang des Lachens mit seinem Gegenstand“ (A. Kablitz) hat seit der Antike Philosophen, Wissenschaftler, aber auch Literaten zu unterschiedlichen Erklärungen veranlasst. Neben der seit Platon notorischen moralischen Kritik galten lange Zeit die Anthropologie und eine sich aus ihr ableitende Ästhetik als zuständige Wissenschaften für eine angemessene Bestimmung des Lachens. Die Kulturwissenschaft des späten 20. Jahrhunderts hat sich des Lachens erneut mit einem innovativen Erklärungsanspruch angenommen, und zwar gerade in der Kritik einer noch bei Plessner unbestrittenen Zuständigkeit der Anthropologie des Lachens; nunmehr soll das Lachen ein ausschließlich kulturhistorisches Phänomen sein. Im Seminar sollen einschlägige philosophische, einzelwissenschaftliche, aber auch literarische Zeugnisse der Theorie des Lachens und ihrer Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart erarbeitet werden. LITERATUR: Joachim Ritter: Über das Lachen (1940). In: ders.: Subjektivität. Sechs Aufsätze. Frankfurt 1974, S. 62 – 92; Dietmar Kamper / Christoph Wulf (Hg.): Lachen – Gelächzter – Lächeln. Reflexionen in drei Spiegeln. Frankfurt a.M. 1986; Lothar Fietz/Joerg O. Fichte/Hans-Werner Ludwig (Hrsg.): Semiotik, Rhetorik und Soziologie des Lachens. Tübingen 1996; Jan Bremmer/Herman Roodenburg (Hg.): Kulturgeschichte des Humors. Von der Antike bis heute. Darmstadt 1999.
Hansjörg Bay Kleists Fallen. Die Epochenschwelle um 1800 und der Paradigmenstreit in der Literaturwissenschaft Proseminar
(a, b, c)
L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Mo 12-14, B 24 Beginn: 14.10.2002 Kleists Texte sind spannungsgeladen und sprachgewaltig, aber auch voller Fallstricke und Stolpersteine. An der Epochenschwelle um 1800 verarbeiten sie die Probleme und Widersprüche der hereinbrechenden Moderne in einer Radikalität, die nicht nur auf der Ebene des Erzählten den “Umsturz aller Verhältnisse” heraufbeschwört, sondern auch den mitgeführten Deutungsangeboten immer wieder den Boden entzieht. Das macht Kleists Werk zur bleibenden Provokation für die Literaturwissenschaft. Kaum ein anderer Autor hat im Kontext aktueller Theoriedebatten vergleichbare Aufmerksamkeit erfahren. Der Streit zwischen poststrukturalistischen und hermeneutischen Ansätzen erwies sich dabei als ausgesprochen fruchtbar und lässt sich am ‘Fall’ Kleist exemplarisch vor Augen führen. Das Seminar gilt jedoch nicht so sehr diesem Paradigmenstreit als solchem als vielmehr der Frage, woher Kleists Texte ihr Irritationspotential beziehen und warum die aktuelle Diskussion immer wieder auf sie rekurriert - was also gerade diese Texte 200 Jahre nach ihrer “Verfertigung” für uns relevant macht. Um dabei der Gefahr bloßer Selbstbestätigung der theoretischen Ansätze zu entgehen, müssen die Fallen, die Kleist seinen Lesern und Leserinnen stellt, in ihrem historischen Gehalt begriffen werden. Das für Kleists ganzes Werk charakteristische Motiv des Fallens, Stürzens und Zusammenbrechens, des Zufallens und ‘zufälligen’ Zusammenfallens kann dabei als Ansatzpunkt dienen. Bei aller Aufmerksamkeit für theoretische Fragen wird im Seminar die Auseinandersetzung mit den Texten selbst - und d.h. mit ausgewählten Erzählungen, Dramen und Essays - und die Einübung in ein genaues, aufmerksames Lesen im Vordergrund stehen. Interesse an intensiver Textarbeit ist daher Voraussetzung. Zur Vorbereitung empfiehlt sich die Lektüre zumindest der Erzählungen. LITERATUR: Heinrich von Kleist: Sämtliche Werke und Briefe, hg. von Helmut Sembdner, 2 Bde., München 2001 (= dtv Tb 12919); Thomas Wichmann: Heinrich von Kleist, Stuttgart 1988 (= Sammlung Metzler 240).
Dr. des. Guido Naschert Der junge Goethe im Kontext seiner Zeit Proseminar
(a, b, c)
L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., NF/DaF, DTM, AVL Mi 12-14, B 24 Beginn: 16.10.2002 „Ein iunger Mensch ich weis nicht wie / Starb einst an der Hypochondrie / Und ward denn auch begraben. / Da kam ein schöner Geist herbey / Der hatte seinen Stuhlgang frey / Wie’s denn so Leute haben. / Der sezt’ nothdürftig sich auf’s Grab, / Und legte da sein Häuflein ab, / Beschaute freundlich seinen Dreck, / Ging wohl erathmet wieder weg, / Und sprach zu sich bedächtiglich: / ‚Der gute Mensch wie hat er sich verdorben! / Hätt er geschissen so wie ich, / Er wäre nicht gestorben!’“ (Freuden des iungen Werther) – Der derbe Witz, mit dem Goethe zugleich sein Werk die Leiden des jungen Werther (1774) wie Friedrich Nicolais Parodie Freuden des jungen Werther (1775) auf den Arm genommen hat, laden einmal mehr dazu ein, das gängige Bild des verstaubten Schulklassikers aus der Perspektive seiner Jugend zu revidieren. In diesem Seminar dienen uns Biographie, einige poetologische Schriften der Zeitgenossen sowie Aspekte des kulturhistorischen Kontextes dazu, um uns ausgewählten Werken des jungen Goethe anzunähern. Zugleich sollen die Inhalte der Einführungsseminare wiederholt und vertieft werden. Das Seminar richtet sich dabei ausdrücklich an Lehramt-StudentInnen, die eine fachwissenschaftliche Grundlage ihrer Goethe-Lektüre gewinnen wollen. Mit den redaktionell überarbeiteten Beiträgen der TeilnehmerInnen und den Handouts des Kursleiters soll eine CD-ROM erstellt werden. Anforderungen: Teilnahme, Mitarbeit, Referat; redaktionelle Ausarbeitung desselben zu einem CD-ROM-Beitrag. LITERATUR: Der junge Goethe in seiner Zeit. Texte und Kontexte. In zwei Bänden und einer CD-ROM, hg. v. Karl Eibl, Fotis Jannidis und Marianne Willems, Frankfurt a. M., Leipzig 1998. – Nicolas Boyle: Goethe. Der Dichter in seiner Zeit, Bd. 1: 1749-1790, München 1995.
Wolfgang Jordan M.A. Lion Feuchtwanger – Romane des Exils Proseminar L1, L2, L3, L5, Mag., DTM, NF/DaF, AVL Fr 10-12, G 25 Beginn: 18.10.2002 Der von den Nationalsozialisten aus Deutschland vertriebene Romancier Lion Feuchtwanger (1884-1958) zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Exilautoren. In seinen historischen wie zeitgeschichtlichen Romanen verbindet er abwechslungsreiches Handlungsgeschehen mit gesellschaftskritischer Diagnostik. Dies macht ihn zu einem der scharfsinnigsten Chronisten und Kritiker der faschistischen Epoche. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Romane Jud Süß (1925) und Die Geschwister Oppermann (1933). In Jud Süß thematisiert Feuchtwanger anhand des Schicksals eines deutschen Halbjuden im Württemberg des frühen 18. Jahrhunderts den Antisemitismus seines eigenen Zeitalters. Neben stoffgeschichtlichen Untersuchungen (Manfred Zimmermann, Wilhelm Hauff) soll hier grundsätzlich das Genre des historischen Romans sowie seine Verwendung als Zeitkritik behandelt werden. Daneben ist ein Ausblick auf die propagandistische Verwendung des Stoffes als Filmvorlage bei den Nationalsozialisten (Veit Harlan) möglich. Im Anschluss wird der Roman Die Geschwister Oppermann (vorher die Geschwister Oppenheim) gelesen und besprochen. Am Beispiel einer erfolgreichen Kaufmannsfamilie schildert Feuchtwanger die sich zuspitzende Judenverfolgung im Dritten Reich. Im Roman spiegeln sich die unterschiedlichen Erfahrungen der Opfer des Nationalsozialismus nach der Machtergreifung wider. Anhand des figuren- und handlungsreichen Romans soll neben direkten oder verschlüsselten Aussagen zum Nationalsozialismus und einzelnen Charakteranalysen auch die spezifische Erzählform und Kompositionstechnik untersucht werden. Weitere Ausblicke auf die beiden anderen Romane der Wartesaal-Trilogie, Erfolg (1930) und Exil (1940), sind möglich. LITERATUR: Lion Feuchtwanger: Erfolg. Frankfurt/M. 1975. – Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann. Frankfurt/M. 1981. – Lion Feuchtwanger: Exil. Frankfurt/M. 1979.
Prof. Dr. K. Inderthal Ingeborg Bachmann Proseminar (b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF Mo 16–18, B 128 Beginn: 14.10.2002 Thema des Seminars soll nach der Lyrik Die gestundete Zeit und Anrufung des Großen Bären und den späten Gedichten die Prosa Ingeborg Bachmanns sein: das >Todesarten<-Projekt. LITERATUR: Ingeborg Bachmann, Werke, hg. V. Ch. Koschel u.a.; Ingeborg Bachmann, >Todesarten<-Projekt, Kritische Ausg., hg. v. M. Albrecht u. D. Götsche; H. Höller, Ingeborg Bachmann. Das Werk. Von den frühesten Gedichten bis zum >Todesarten<-Zyklus, Frankf./M. 1987.
Sascha Feuchert Bernhard Schlink: Der Vorleser – ein Roman und seine Kontroverse Proseminar (b) L1, L2, L3, L5, Mag. HF/NF, DTM, AVL Fr 10-12, C 27 Beginn: 18.10.2002 Als Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser 1995 erschien, setzte er zu einem unvergleichlichen Siegeszug an: Als bislang einziger deutscher Roman schaffte er es in den USA auf Platz 1 der Bestsellerliste; Schlink selbst galt fortan als der erfolgreichste deutsche Schriftsteller der Gegenwart. Zudem wurde die Erzählung als erster gelungener deutscher Versuch bezeichnet, den Holocaust mit den Mitteln der Fiktion literarisch zu behandeln. Erst eine von England ausgehende Debatte, die wesentlich durch die Philologen Frederic Raphael und Jeremy Adler im Frühjahr 2002 ausgelöst wurde, stellt die bisherigen Bewertungen in Frage. Während für Raphael die „Ausgewogenheit zwischen den Belangen des Mörders und seines Opfers“ unerträglich schien, war für Adler der Roman nunmehr „kulturelle Pornographie“. Das Seminar setzt sich zum Ziel, durch eine gründliche Analyse des Romans zum Einen dezidiert zu den Kritiken Stellung zu nehmen und zum Anderen grundsätzliche Einsichten zu den Bedingungen der Möglichkeit einer Fiktionalisierung des Holocaust zu gewinnen. LITERATUR: Bernhard Schlink: Der Vorleser. Zürich: Diogenes 1995. (In Vorbereitung und ab September in Raum B 155 erhältlich: Seminarskript Rezensionen und Kritiken zu Schlinks Vorleser)
Dr. des. Guido Naschert Hauptwerke der deutschen Literaturwissenschaft im 20. Jahrhundert Proseminar (a, b, c) L3, Mag., Prom., DaF, DTM, AVL Mo 12-14, B 128 Beginn: 14.10.2002 Textphilologie oder Medienkulturwissenschaft: beide Ausrichtungen der Germanistik werden von einer komplexen Fachgeschichte geleitet. Das gilt sowohl für die Entwicklung ihrer Theorien wie für ihre Praktiken des Edierens, Kommentierens, der Textbeschreibung, Interpretation oder die Darstellung literaturgeschichtlicher Abläufe. Das Proseminar soll den TeilnehmerInnen an beispielhaften Monographien einen einführenden Überblick zur Geschichte der Germanistik seit Wilhelm Scherer und Wilhelm Dilthey bieten und ihnen dadurch sowohl den Umgang mit älterer Forschungsliteratur erleichtern, als auch den gesellschaftlichen Funktionswandel des Fachs verstehen helfen. Zudem hat die Auseinandersetzung mit der Fachgeschichte in den 1990er Jahren durch zahlreiche Forschungsprojekte, Tagungen und Publikationen einen bemerkenswerten Aufschwung erfahren, der wissenschaftlich interessierten StudentInnen gerade im Grundstudium dazu einlädt, aktuelle Fachdiskussionen schon frühzeitig unter einer wissenschaftshistorischen Perspektive wahrnehmen zu können. Mit den redaktionell überarbeiteten Beiträgen der TeilnehmerInnen und den Handouts des Kursleiters soll eine CD-ROM erstellt werden. Anforderungen: Teilnahme, Mitarbeit, Referat; redaktionelle Ausarbeitung desselben zu einem CD-ROM-Beitrag. LITERATUR (Auswahl): Christoph König, Eberhard Lämmert (Hg.): Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 1910 bis 1925, Frankfurt a. M. 1993; Jürgen Fohrmann, Wilhelm Voßkamp (Hg.): Wissenschaftsgeschichte der Germanistik im 19. Jahrhundert, Stuttgart, Weimar 1994; Jost Hermand: Geschichte der Germanistik, Reinbek bei Hamburg 1994; Wilfried Barner, Christoph König (Hg.): Zeitenwechsel. Literaturwissenschaft vor und nach 1945, Frankfurt a. M. 1995; Petra Boden, Rainer Rosenberg (Hg.): Deutsche Literaturwissenschaft 1945-1965. Fallstudien zu Institutionen, Diskursen, Personen, Berlin 1997; Petra Boden, Holger Dainat (Hg.): Atta Troll tanzt noch. Selbstbesichtigungen der literaturwissenschaftlichen Germanistik im 20. Jahrhundert, Berlin 1997; Christoph König, Hans-Harald Müller, Werner Röcke (Hg.): Wissenschaftsgeschichte der Germanistik in Porträts, Berlin, New York 2000; Jörg Schönert (Hg.): Literaturwissenschaft und Wissenschaftsforschung, Stuttgart, Weimar 2000. HauptseminareProf. Dr. Friedrich Vollhardt Barockdrama Hauptseminar (a, b, c) L1, L2, L3, Mag., Prom. ,DTM Mo 16–18, B 31 Beginn: 14.10.2002 Wenn gegenwärtig über die Erweiterung der Germanistik zur Kulturwissenschaft diskutiert wird, denkt man wohl kaum an Gryphius oder Lohenstein, die beiden wichtigsten deutschen Dramatiker des 17. Jahrhunderts. Wenn jedoch im Seminar die ‚politische’ Dimension ihrer Trauerspiele untersucht werden soll, sind kulturwissenschaftliche Fragestellungen notwendig zu berücksichtigen, etwa solche der Anthropologie, des Naturrechts oder der Staatstheorie in der Frühen Neuzeit. Die Bedingungen kulturwissenschaftlicher Literaturinterpretation sollen im Seminar auch theoretisch am Beispiel einer neuen Einführung erörtert werden, vgl. Claudia Benthien/Hans R. Velten (Hg.): Germanistik als Kulturwissenschaft. Eine Einführung in neuere Theoriekonzepte. Reinbek 2002 (Rowohlt TB 55643).
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt Novelle Hauptseminar (b, c) L1, L2, L3, Mag., Prom., DTM, AVL Di 18-20, B 128 Beginn: 15.10.2002 Das Seminar will anhand ‚klassischer’, als Muster geltender Novellensammlungen (Boccaccio, Goethe) in die Geschichte der narrativen Gattung einführen und am Beispiel von Gegenwartsautoren (Helmut Krausser, Josef Winkler u.a.) zeigen, wie die Erzählung ‚mittlerer Länge’ noch immer als Experimentierfeld genutzt wird. Zur Einführung empfohlen: Art. „Novelle“, in: Reallexikon der Deutschen Literaturwissenschaft. Bd. II. Berlin 2000, S. 725-731.
Prof. Dr. Gerhard Kurz Prosa des Expressionismus Hauptseminar (a, b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM, AVL, DaF Do 10-12, B 128 Beginn: 17.10.2002 In diesem Seminar werden ausgewählte Romane und Erzählungen von u.a. Einstein, Döblin, Benn, Kafka, Heym analysiert. Das Seminar ist zugleich ausgelegt als eine Übung in Stilanalyse. LITERATUR: W. Krull, Prosa des Expressionismus, Stuttgart 1984; Anthologien: E. Philipp, Hg., Prosa des Expressionismus, Stuttgart 1982; Th. Anz/M. Stark, Hg., Expressionismus. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1910-1920, Stuttgart 1982; O. F. Best, Hg., Theorie des Expressionismus, Stuttgart 1976.
Prof. Dr. Klaus Inderthal Paul Celan Hauptseminar (a, b, c) L3, Mag., Prom., DTM, AVL Di 14–16, B 128 Beginn: 15.10.2002 Das Seminar gilt in ausgewählten Interpretation der Gedichte und des Meridian dem Gesamtwerk Paul Celans. LITERATUR: P. Szondi, Celan-Studien, Frankf./M. 1972; Paul Celan, hg. v. W. Hamacher u. W. Menninghaus, Frankf./M.; die Gedichte der Lese-Ausgaben sind mit den Gedichten der historisch-kritischen Werkausgabe im Suhrkamp Verlag zu vergleichen.
PD Dr. Dorothee Kimmich Wolfgang Hildesheimer Hauptseminar (a, b, c) L3, Mag., Prom., DTM, NF/DaF Di 12-14, B 128 Beginn: 15.10.2002 "Es war mir immer darum zu tun (...) aus Phantasie nicht etwa Fiktion, sondern Realität" zu machen, kommentiert Wolfgang Hildesheimer seinen Versuch, die "Biographie" eines nie gelebten Lebens zu schreiben. Hildesheimer hat Romane, echte und fiktive Biographien, Erzählungen, "Legenden", Hörspiele, Theaterstücke und Essays geschrieben. Die zahlreichen Anspielungen auf Kunst, Musik und Literaturgeschichte lassen die Lektüre seiner Texte zum Detektivspiel werden. Er hat zudem eine Erinnerungs- und Gedächtnistheorie entwickelt und dies alles mit einer beißenden Ironie versehen, die in der deutschen Literaur nicht häufig anzutreffen ist. Am Beispiel einiger ausgewählter Werke sollen erzähltheoretische Aspekte der Texte erörtert und ihre literaturhistorische und -theoretische Kontextualisierung versucht werden. LITERATUR (u.a.): Wolfgang Hildesheimer, Lieblose Legenden, Frankfurt 1962 (Bibliothek Suhrkamp); Marbot, Frankfurt/Main 1996 (Suhrk. TB 2617)
PD Dr. Lothar Schneider Reportage im doppelten Deutschland Hauptseminar (a, b, c) L1, L2, L3, L5, Mag. Prom., DTM Mo 10-12, B 31 Beginn: 14.10.2002 Nach 1945 nimmt die Entwicklung der Reportage in den beiden Deutschland einen merkwürdig – und vielleicht bezeichnend – komplementären Verlauf: In der DDR zunächst gewünscht und gefördert, tritt sie im Verlauf der siebziger Jahre zurück, während sie in der BRD bald aus dem Blickfeld des Interesses geraten war und nun neue Konjunktur erfährt. Das Seminar wird zunächst Texte aus der unmittelbaren Nachkriegszeit betrachten, dann die genannte Entwicklung nachvollziehen, schließlich zur unmittelbaren Gegenwart überleiten. Am Schluss wird die Frage gestellt werden, ob sich die Gattung nicht in die verschiedenen Formen von reality-Darstellung, in faction, true crime, Interview etc. aufgelöst habe bzw. inwieweit die Nachricht von realen Gegebenheiten zur Domäne der Fernsehberichterstattung geworden sei. Die Teilnahme am Reportage-Seminar im vergangenen SS ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an dieser Veranstaltung! LITERATUR: Bis zu den Semesterferien wird ein Reader erstellt werden; eine Literaturliste wird zur Vorbesprechung vorliegen und an C 28a ausgehängt werden. Die Vorbesprechung findet Montag, den 24.06., 12.00 in Raum (s. gesonderter Aushang) statt.
Prof. Dr. Erwin Leibfried; Sascha Feuchert Stimmen aus der Hölle. Texte aus dem Getto Lodz Hauptseminar
L1, L2, L3, L5, Mag./Prom. HF/NF,
DTM, AVL Do
16-18, B 128
Beginn: 17.10.2002 Im Staatsarchiv Lodz – der Stadt unserer Partneruniversität – befinden sich 100 Archivmeter Materialien aus dem Getto Litzmannstadt (Lodz); darunter auch Tagebücher, Berichte, Notizen, die nicht nur pur dokumentarisch sind, sondern einen literarischen Rang haben. Wir wollen diese Literatur wissenschaftlich behandeln: den Textbestand philologisch sichern, kommentieren, edieren. Ab September können eingelesene Texte als PC-Datei zur Verfügung gestellt werden. LITERATUR: Oscar Singer, Im Eilschritt durch den Gettotag ... – Reportagen aus dem Getto Lodz, herausgegeben von Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke u.a., Berlin 2001 OberseminareProf. Dr. Erwin Leibfried Weiberlaunen und Männerschwäche. Edition und Kommentierung einer Trouvaille Oberseminar L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., HF/NF, DTM Mo 16-18, B 33 Beginn: 14.10.2002 Wir hatten das große Glück, vor langer Zeit in einem Prager Antiquariat ein Originaldrama aus dem 18. Jahrhundert zu finden mit dem herrlichen Titel: Weiberlaunen und Männerschwäche. Ein Original – Lustspiel von F .W. Ziegler, erschienen 1797. An diesem Stück ist vieles unklar und der Kommentierung bedürftig. In Literaturgeschichten und Lexika wird man das Stück kaum finden. Nur der Fund berechtigte nicht zu irgendwelchen Aktivitäten; hier aber handelt es sich um ein Schauspiel, das - trivial - aufs Ganze geht. Es versammelt wie die „Lindenstraße“ und „Verbotene Liebe“ heute die populären Tendenzen der Jahrhundertendzeit: deshalb weil es ein Bild seiner Zeit entwirft, realitätsnah und hoher Sprüche fern. Es gehört zu den Stücken, welche die Deutschen sahen, während ihre Klassiker schrieben. Der Text kann für Interessierte auf Diskette zur Verfügung gestellt werden.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt Neue Ergebnisse der Lessing-Forschung (Fortsetzung) Oberseminar
(a, b, c)
L3, Mag.,Prom.,DTM Di 16-18, B 24 Beginn: 15.10.2002 Wir besprechen neuere Forschungsarbeiten zum Werk von Gotthold Ephraim Lessing. Daneben bietet das Seminar ein Forum für Examenskandidaten. Eine persönliche Anmeldung ist nicht erforderlich, doch sollten Interessenten, die im Rahmen des Oberseminars den Entwurf einer Abschlussarbeit vorstellen möchten, sich vorab mit mir in Verbindung setzen (gerne auch per E-Mail).
Prof. Dr. K. Inderthal Hermeneutik und Dekonstruktion Oberseminar
(a, b, c)
L3, Mag., Prom., DTM Di 16-18, B 128 Beginn: 15.10.2002 Das Seminar soll eine Erörterung der Hermeneutik, der Dekonstruktion und ihrer markanten Differenzen sein. LITERATUR: H.-G. Gadamer, Wahrheit und Methode, Tübingen 1972, 3., erw. Aufl.; Hermeneutik und Ideologiekritik, mit Beiträgen von Apel u.a., Frankf./M. 1971; J. Culler, Dekonstruktion, Derrida und die poststrukturalistische Literaturtheorie, Reinbek 1999, Neuausg.; Ph. Forget, (Hrsg.), Text und Interpretation, München 1984.
PD Dr. Dorothee Kimmich Kulturwissenschaften
und Literaturwissenschaften Oberseminar
(a, b, c)
Mag., Prom. Mo 18-20, G 25 Beginn: 14.10.2002
Prof. Dr. Gerhard Kurz Literaturwissenschaftliches
Kolloquium Oberseminar (a, b, c) L1, L2, L3, L5, Mag., Prom., DTM, DaF, AVL Fr 10-12, B 128 Beginn: 18.10.2002 In diesem Oberseminar werden wichtige literaturwissenschaftliche Neuerscheinungen diskutiert (s. Aushang Ende des Sommersemesters). Auf Wunsch dienen einige Sitzungen wieder der Prüfungsvorbereitung. SprecherziehungWegen der angespannten Lage im Bereich Sprecherziehung gibt es zwei Termine für die Anmeldung für alle Seminare. Termin der Anmeldung für Examenskandidaten und Examenskandidatinnen: Mo, 17. Juni ab 14 Uhr, Raum C42. Termin für Restplätze: Di, 25. Juni ab 14 Uhr. Sprechstunden Di 14-16 Uhr. Sie können mich auch per E-Mail erreichen. Elisabeth Kiefer Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Mo 12-14, B 9 Beginn: 14.10.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer Stimm- und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Mo 16-18, B 9 Beginn: 14.10.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, der hohe Anforderungen an die Stimmwerkzeuge stellt und zu einem stimmlichen Verschleiß führen kann. Die sogenannte Lehrerdysphonie ist allen Logopädinnen ein Begriff. Die Stimme aber ist für alle Lehrberufe das pädagogische Instrument schlechthin. Entsprechend sorgfältig sollten wir mit ihr umgehen, um spätere Schäden zu vermeiden. In dieser Veranstaltung werden Übungen zur Ausbildung einer tragfähigen Sprechstimme und einer schonenden Sprechtechnik angeboten. Das Ziel ist die Optimierung der stimmlichen und sprecherischen Fähigkeiten der Studierenden. Neben der Vermittlung theoretischen Wissens über die physiologischen Grundlagen, liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Atmung, Stimme und Sprechen. Einige Fragen des lebendigen Sprechausdrucks, z.B. Betonung, Sprechmelodie und Körpersprache, werden ebenso eine Rolle spielen wie phonetische Grundlagen. Für die praktischen Übungen (ab 3. Seminarsitzung) bitte bequeme Kleidung mitbringen. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.
Elisabeth Kiefer Literatur sprechen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Di 12-14, G 26 Beginn: 15.10.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer Literatur sprechen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Di 14-16, G 26 Beginn: 15.10.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 In den Lehrplänen für den Deutschunterricht wird das Ziel formuliert, die stimmlichen Ausdrucksfähigkeiten den Schülern und Schülerinnen bewusst zu machen und ihnen zu helfen, sie zu erweitern und zu stärken. Literatur gemeinsam zu lesen, zu analysieren, zu interpretieren und zu diskutieren ist ein selbstverständlicher Teil des Deutschunterrichts. Es ist jedoch für den Lehrenden nicht immer ganz leicht, Literatur ästhetisch gekonnt sprecherisch umzusetzen und so sinnlich erfahrbar zu machen. Wie kann man außerdem erreichen, dass die Schüler und Schülerinnen sinngemäß betonen, „schön“ und verständlich sprechen und Spaß daran haben, Gedichte, Dramen und Prosatexte sprecherisch zu gestalten? In dieser Veranstaltung werden wir erarbeiten, wie man Texte sinngemäß und interessant vorlesen und vortragen kann. Video- und Audioaufnahmen sollen helfen, den Erfolg der eigenen Vortragskunst zu überprüfen. Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme; Erarbeitung und
Vortrag von Texten / Gedichten; Ausarbeitung einer Unterrichtseinheit.
Elisabeth Kiefer Rhetorik und Kommunikation für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Mi 18-20, B 9 Beginn: 16.10.2002, Teilnahmebeschränkung: 20 Verständigung ist gerade in der Schule besonders wichtig. Gelungene Verständigung hängt aber nicht nur vom guten Willen ab. Dieses Grundlagenseminar soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern helfen, ihren Unterricht und ihren Berufsalltag sprachlich zu steuern. Kein Schultag vergeht, ohne dass die Lehrerin / der Lehrer in Diskussionen mit Schüler/innen, Kolleg/innen oder Eltern verwickelt wird. In diesem Seminar haben Lehramtsstudierende die Gelegenheit, sich mit grundlegenden Prinzipien des Vortrags, der Argumentation und Diskussion zu befassen und ihre rhetorischen Fähigkeiten auszubauen. Folgende Inhalte werden u.a. im Seminar behandelt und in praxisorientierten Übungen geprobt: • Vorbereitung und Präsentation kurzer Fachvorträge / Stegreifreden • Aktives Zuhören / Ergebnisorientierte Diskussion / Aufgaben einer Diskussionsleitung / Körpersprache / Hörerorientiertes Argumentieren Videoaufnahmen sollen helfen, die eigenen Vortragsweisen bzw. das eigene Verhalten in Diskussionen zu reflektieren. Leistungsnachweis: Aktive, regelmäßige Teilnahme; Lösung von Aufgabenstellungen im Seminar
Sibylle Just Ökonomischer Stimmgebrauch und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Blockseminar: Fr. 15.11. 11-18 Uhr, Sa.16.11. 10-18 Uhr, Fr. 29.11. 11-18 Uhr, Sa. 30.11. 10-18 Uhr Raum siehe Aushang Teilnahmebeschränkung: 20 Beschreibung: siehe unten
Sibylle Just Ökonomischer Stimmgebrauch und Sprechübungen für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Blockseminar: Fr. 17.01.03 11-18 Uhr, Sa.18.01.03 10-18 Uhr, Fr. 31.01.03 11-18 Uhr, Sa. 01.02.03 10-18 Uhr Raum siehe Aushang Teilnahmebeschränkung: 20 (Vorbehaltlich der Genehmigung durch den Institutsrat) Der Lehrberuf ist einer der klassischen Sprechberufe. Da die Stimme hier besonders belastet wird, ist gerade in „Sprechberufen“ ein ökonomischer Stimmgebrauch von großer Bedeutung. Nicht nur die direkte Stimmbelastung, sondern auch die indirekte durch Stress führt oft zu Stimmschädigungen. Lehrer und Lehrerinnen machen deshalb einen hohen Prozentsatz der Klienten von Logopädinnen aus. Um Stimmschädigungen vorzubeugen, soll in diesem Blockseminar der Schwerpunkt auf Übungen zu einem ökonomischen Stimmgebrauch liegen. Neben der Vermittlung der anatomischen Grundlagen zur Atmung und Phonation liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Haltung, Atmung, Stimme und Sprechen. Von den Studierenden wird entsprechend eine aktive Teilnahme an allen praktischen Übungen erwartet. Bitte bringen Sie deshalb bequeme Kleidung (Jogginghose) und warme Socken mit. Isomatten sind vorhanden. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen im Seminar.
Susanne Sehr Übungen zum ökonomischen Stimmgebrauch für Lehramtsstudierende Grundlagenseminar L1, L2, L3, L5 Fach Deutsch Mi 12-14, G 26 Beginn: 14.10.2002; Teilnahmebeschränkung: 20 Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, bei dem die Stimme tagtäglich einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist. Um dieser Anforderung gerecht zu werden und die Stimme vor Schädigungen und Überbelastungen zu bewahren, ist ein bewusster und ökonomischer Umgang mit diesem Instrument von großer Bedeutung. In diesem Seminar sollen daher neben grundlegenden theoretischen Kenntnissen zur Physiologie und Anatomie von Atmung und Stimme, vor allem auch praktische Übungen den Umgang und das Bewusstsein für die eigene Stimme fördern. Wir werden in den Bereichen Körperwahrnehmung, Atmung, Stimme und Artikulation arbeiten. Auf Wunsch der Studierenden können in einem kurzen Abriss die kindlichen Sprechstörungen aus dem Bereich der Logopädie vorgestellt werden, mit denen vor allem die Lehramtsstudierenden für die Grundschule konfrontiert sein werden. Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen. Veranstaltungen des Instituts für Didaktik der deutschen Sprache und LiteraturDidaktik der deutschen Sprache und LiteraturVorlesungenProf. Dr. Helmuth Feilke Einführung in das
Studiengebiet Sprache Grundlagenvorlesung
L1, L2, L5 Di 8.30–10, A 2 Beginn: 22.10.2002 (s. unter gemeinsame
Veranstaltungen des Fachgebiets Germanistik)
Prof. Dr. Carsten Gansel Einführung in Theorie,
Geschichte und Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur Vorlesung Alle L, Ma, Prom,D DaF Mi 8-10, A 4
Beginn: 23.10.2002 Die Vorlesung gibt einen
Einblick in das Entstehen der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) seit dem
ausgehenden 18. Jhdt. und informiert über verschiedenen Gattungen und Genre
innerhalb der KJL. Dazu gehören Lieder und Gedichte für Kinder (Kinderlyrik),
Erzählungen, Kurzgeschichten und moderne Kinder- und Adoleszenzromane (u.a.
Erich Kästner, Astrid Lindgren, Peter Härtling, Christine Nöstlinger),
Kinderkrimis oder Beispiele für die phantastische KJL sowie das Bilderbuch. Im
Rahmen der Vorlesung wird auch die Struktur des Handlungs- und Sozialsystems
‘Kinder- und Jugendliteratur’ untersucht und theoretischen Aspekten wie dem
Erwerb von literarischer Bildung durch KJL nachgegangen. Schließlich wird ein
Einblick in Entwicklungen der KJL gegeben (Darstellungsweisen, Stoffe, Themen)
sowie ihre Rolle im Literaturunterricht diskutiert. Eine Orientierung bietet der Band: Carsten Gansel: Moderne Kinder- und Jugendliteratur. Ein Praxishandbuch für den Unterricht. Berlin: Cornelsen-Scriptor 2001 (2. Aufl.) GrundstudiumDr. Karl W. Bauer Einführung in die
Deutschdidaktik (mit Tutorium) Einführungsseminar
L1 (Grundschulfach, 1.u.2. Semester) Di 10-12, C 27
Beginn: 15.10.2002 Es sollen Einblicke in Struktur und Didaktik des Faches Deutsch in der Grundschule erarbeitet werden. Im zugeordneten einstündigen Tutorium werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.
Dr. Karl W. Bauer Comics und Zeichentrickfilme im
Deutschunterricht Proseminar
L1, L2, L5 Mi 8-10, B 31
Beginn: 16.10.2002 Comics und Zeichentrickfilme gehören nach wie vor zu den beliebtesten Kindermedien. Trotz anhaltender didaktischer Diskussion werden sie in der Praxis des Deutschunterrichts immer noch vernachlässigt. In diesem Proseminar sollen Geschichte, Strukturmerkmale, Typologie etc. von Comic und Zeichentrickfilm grundlegend erarbeitet werden sowie didaktische Modelle zur Thematisierung der Medien im Deutschunterricht verschiedener Schulstufen diskutiert werden. LITERATUR : Scott McCloud: Comics richtig lesen, Carlsen Verlag, Hamburg 1994.
Ingeborg Berndt „Vom Erstschreiben zur
Schreibkonferenz“ Proseminar
L1,L5 Di 16-18, C 3
Beginn: 21.10.2002 Wie lernen Kinder schreiben? Was heißt schreiben? Schreibanlässe? Umgang mit Freiem Schreiben - Schreibanlässe, Rechtschreiben- und Grammatikfragen? Schreibkonferenzen.
Renate Fritz Grammatik im Unterricht Proseminar
L2, L3, L5 Mi
10-12, B 24
Beginn: 16.10.2002 Der
Grammatikunterricht führt oft ein trauriges Leben im Deutschunterricht. Während
in den Literaturunterricht viele Neuerungen Eingang gefunden haben, die
kreativen und handlungsorientierten Unterricht ermöglichen, wird der
Grammatikunterricht oft lieblos vorbereitet und ist bei den Schülerinnen und
Schülern nach wie vor unbeliebt. Wie lässt sich Grammatik- und
Literaturunterricht sinnvoll verbinden? Wie viel systematisches grammatisches
Wissen brauchen Schülerinnen und Schüler für das Schreiben von guten Texten?
Wie hängt die Rechtschreibung, die Zeichensetzung mit grammatischen Fragen
zusammen? Wie kann man auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, deren
Muttersprache nicht Deutsch ist? Diese Fragen sollen im Seminar an schulnahen
Beispielen beantwortet werden. Dabei soll vorgeführt, ausprobiert und
theoretisch hinterfragt werden, wie bunt und vielfältig, an Situationen und
Funktionen orientiert Grammatik in den Unterricht eingebracht werden kann. LITERATUR: Eichler, W.: Grammatikunterricht. In: Lange, G./ Neumann, K./ Ziesenius, W. (Hrsg.): Taschenbuch des Deutschunterrichts. Baltmannsweiler 1994. Menzel, W.: Praxis Deutsch Sonderheft Grammatik: Praxis und Hintergründe. Friedrich-Verlag 1995. – Heringer, H.J.: Kleine deutsche Grammatik. Berlin 1997.
Prof. Dr. Carsten Gansel Lesesozialisation in der
Mediengesellschaft Proseminar alle L, MA, Prom Mi 10-12,
C 27
Beginn: 23.10.2002 Nicht erst nach den Ergebnissen der PISA-Studie steht die Frage im Raum, welchen Stellenwert die literarische Sozialisation in einer Mediengesellschaft hat. Das Seminar wird - ausgehend von der Diskussion um die PISA-Studie - der Frage nachgehen, welcher Zusammenhang zwischen Lese- und Medienkompetenz besteht. In diesem Rahmen werden Lesekonzepte und Lesefähigkeiten ebenso untersucht, wie Fragen nach dem Verstehen von Texten. Aktuelle empirische Befunde zur Lesesozialisation werden einbezogen und interpretiert. Abschließend geht es um die Diskussion von Konzepten zur Leseförderung.
Prof. Dr. W. Gast Medieninformation in
klassischen und Neuen Medien Proseminar
Alle L, MA, Prom, D, DaF Di 10-12, B 210 Information ist ein für viele gesellschaftliche, politische, ökonomische und kulturelle Bereiche immer wichtiger werdender ´Rohstoff`- und die Medien stellen diesen für den Bürger bereit. Dabei zeigen die einzelnen Medien je nach Merkmalen, Zeichenstruktur und Funktionen unterschiedliche Vermittlungsformen. Im Seminar
sollen Prozesse in den Medienredaktionen und Medienprodukte (Nachrichten der
einzelnen Medien, weitere journalistische Darstellungsformen) an wichtigen
Themen jeweils für sich untersucht und dann aufeinander bezogen werden. Als Grundlagenliteratur und Nachschlagewerk auch zur Anschaffung empfohlen: E.Noelle-Neumann, W.Schulz (Hrsg):
Fischerlexikon Publizistik/Massenkommunikation. NN
Prof. Dr. W. Gast/ Dr. Wachtel Wahlkommunikation – Werbung für
Politiker und Parteien Proseminar Alle L, MA, Prom als Kompaktseminar 1.Vorbesprechung: Mi, 30.10.2002 , 16 Uhr B 210 Anmeldung erforderlich (B 207, Frau Müller) Die Kampagnen
der Parteien zur Bundestagswahl 2002 und die begleitende Medienkommunikation
haben noch einmal die immer größer werdende Bedeutung der klassischen und
Neuen Medien im und für den Wahlkampf verdeutlicht. Im Seminar sollen die
verwendeten Inszenierungsstrategien der Parteien, die Trends zur
Personalisierung, zum Infotainment, usw. analysiert, die Rollen der
unterschiedlichen Medien näher bestimmt werden. Dabei werden sprachliche,
visuelle, auditive und audiovisuelle Texte und ihr Zeicheninventar, ihre Formen
und Funktionen Gegenstände gemeinsamer Untersuchungen sein. LITERATUR zur Einführung: Christina Holtz-Bacha (Hrsg.): Wahlkampf in den Medien – Wahlkampf mit den Medien. Ein Reader zum Wahljahr 1998. Wiesbaden 1999 (Eine Einführung der Herausgeberin als Kopiervorlage in B 207, bei Frau Müller erhältlich)
Prof. Dr. W. Kluge Das erste Schuljahr:
sprachwissenschaftlich. -
Schriftspracherwerb in Theorie und Praxis. Proseminar L1 Mo 14.30–16 (14tgl), B 25
Beginn: 04.11.2002 Veranstaltung der Lernwerkstatt Schuldruckzentrum Gutenberg. Einführung für Studierende des Grundschullehramts sowie LehrerInnen und Eltern in der Region. Das Seminar wird angeboten in
Verbindung mit einer Übung zur Einführung in die Technik der
Schuldruckerei Übung, B 25 L1 (Termine
nach Absprache
Beginn: 04.11.2002 Im Seminar wird die sprachtheoretische Grundlegung eines den Forderungen des neuen Hessischen Rahmenplans entsprechenden fibelfreien Anfangsunterrichts erarbeitet. Die Übung führt Kleingruppen in die Praxis ein. Die Teilnahme an dieser Übung ist daher verbindlich. (Schuldruckerei:
Gruppeneinteilung und Terminvereinbarung im Seminar am 4. November) LITERATUR:
Freinet, Celestin. „Vom Schreiben- und Lesenlernen: Die 'natürliche' Methode."
In: Boehncke/Humburg. Schreiben kann jeder. Reinbek 1980. rororo 7245. (Dieses
Buch ist in der Fachbereichsbibliothek zugänglich, im Handel leider
vergriffen.) - Adrion, Dieter. Schuldruckerei - Rechtschreibvorteil inklusive.
In: Balhorn, Heiko und Hans Brügelmann (Hrsg.).
Bedeutungen erfinden - im Kopf, mit Schrift und miteinander. Bottighofen: Verlag
Die Libelle, 1993.
Torsten Steinhoff Zur Bedeutung von
"Bedeutung": Probleme linguistischer Semantik Proseminar
Alle L Mo
16-18 , C 27
Beginn: 14.10.2002 Was
bedeutet ein Wort wie "Feuer"? Ist ein Lagerfeuer gemeint? Ein
Waldbrand? Das Glühen im Kamin? Oder haben wir es mit dem Wunsch eines
Rauchers, dem Befehl eines Offiziers oder dem Hilferuf einer Frau aus einem
brennenden Haus zu tun? Wie können wir überhaupt feststellen, was ein Wort wie
"Feuer" jeweils bedeutet? Bei solchen und ähnliche Fragen handelt es
sich um semantische Probleme, um
Aspekte der Bedeutung von sprachlichen Zeichen. Die Untersuchung semantischer Phänomene
zählt heute zu den zentralen Aufgaben der Linguistik, schließlich existiert
Sprache vor allem deshalb, weil sie es durch ihre Semantizität ermöglicht, im
Sprechen und Schreiben etwas mitzuteilen. Je mehr man sich jedoch mit Semantik
sprachwissenschaftlich beschäftigt hat, desto mehr Fragen und Probleme sind
dabei auch aufgetaucht. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass es die
Semantik im Gegensatz zur Phonologie, Morphologie oder Syntax mit der immateriellen
Seite von Sprache zu tun hat. Wie am "Feuer"-Beispiel deutlich wird,
sind Bedeutungen nicht greifbar, man kann sie lediglich herleiten. Wir wollen im
Seminar versuchen, die verschiedenen Theorieansätze zur Bedeutung sprachlicher
Zeichen zu reflektieren und darüber hinaus Überlegungen anstellen, wie
Semantik als Gegenstand im Deutschunterricht sinnvoll vermittelt werden kann. PD Dr. Arne Wrobel Gespräche führen im
Unterricht
Proseminar
L1, L2, L3,L5 Do 10-12, B
210
Beginn: 17.10.2002 Gespräche sind nach wie vor das
wichtigste Medium des Unterrichts. Der Deutschunterricht hat darüber hinaus die
Aufgabe, die Entwicklung von Gesprächsfähigkeiten zu fördern. "Ziel des
Deutschunterrichts ist... die Fähigkeit, in und mit Gesprächen soziale
Beziehungen zu knüpfen, zu erhalten, zu stabilisieren oder zu kontrollieren und
zu steuern. Das Gespräch hat Bedeutung für die Entwicklung der eigenen Person,
für den Aufbau von Ich-Identität und Selbstbewußtsein, dient aber auch der
Aneignung, Verarbeitung und Veröffentlichung von Erfahrungen" (Hess.
Rahmenplan Deutsch, Sek. I). Wir
werden uns in diesem Seminar vor allem mit folgenden Fragen beschäftigen: Was
sind Gespräche und wie lassen sie sich analysieren? Was heißt
"Unterrichten durch Gespräche"? Wie lassen sich Gesprächsfähigkeiten
entwickeln und die Forderungen des Rahmenplans didaktisch umsetzen? HauptstudiumProf. Dr. Dieter Arendt Zoologia poetica oder: „Der
Mensch ist eine vollständige Menagerie“(Friedrich Hebbel) Hauptseminar
Alle L, MA, Prom, D DaF
Mi 10 – 12, B 128 Zoologia poetica – Tiere in der Europäischen Literatur, nicht nur in den Äsopischen Fabeln, sondern in allen Gattungen, Romanen, Novellen, Märchen und Gedichten: Löwen, Wölfe, Füchse, Affen und Bären, Vögel, Fische und Flöhe usw. Zu fragen wäre nach der Bedeutung der Tier-Figuren oder Tier-Bilder in den Mythen und Märchen: Warum können Tiere dort sprechen? Tierbilder in Romanen: Warum wird aus dem ‚Butt‘-Märchen ein ‚Butt‘-Roman? Ferner nach der Tier-Symbolik in den religiösen Texten des Alten und Neuen Testaments und des ‚Physiologus‘: Warum eine Schlange im Paradies und warum fahren Dämonen in die Säue? Zu fragen wäre auch nach der Funktion der Tiere in der Heraldik: Warum immer Raubtiere in den Wappen? Und schließlich: Warum und wie stellen die Menschen sich selbst dar in Tieren?
Prof. Dr. Dieter Arendt Thematik nach Magisterarbeiten
und Dissertationen Oberseminar
MA, Prom Frei 11 – 13, s. Aushang d.
Instit. B 142
Dr. Karl W. Bauer Konzepte der Literatur- und
Mediendidaktik Hauptseminar
L1,L2,L3,L5 Di 16-20, (14tägl.), B 9
Beginn: 15.10.2002 In diesem
Seminar sollen Geschichte, aktuelle Konzepte, Verfahren und Materialien (Lesebücher,
Projektmappen, Karteien, Audio- und AV-Medien, ggf. Multimedia-Software etc.)
der Literatur- und Mediendidaktik analysiert und diskutiert werden. Daneben
sollen schulbezogene Fallstudien den alltäglichen Umgang mit diesen Konzepten
und Materialien sichtbar machen. LITERATUR
Klaus-Michael Bogdal/Hermann Korte (Hg.): Grundzüge der
Literaturdidaktik, dtv München 2002.
Dr. Karl W. Bauer Examenskolloquium Kolloquium
ExamenskandidatInnen vom Winter 2003 Di 16-20 (14tägl.), B 9
Beginn: 23.10.2002 Dieses Kolloquium ist verpflichtend für alle Studierenden, die bei mir im Okt./Nov. 2003 ihr Examen mit der mündlichen Prüfung abschließen.
Prof. Dr. Helmuth Feilke / Torsten Steinhoff/ PD Dr. Arne Wrobel Referieren: Linguistische und
didaktische Perspektiven Hauptseminar
L3, Ma, Prom, D DaF Mo 14 –16, B 210
Beginn: erste Semesterwoche Die Schule und die Universität sind Orte, an denen die Fähigkeit zu referieren eine große Rolle spielt. Beim Referieren geht es darum, das in Texten vorzufindende Wissen anderer aufzunehmen, zu bearbeiten und so selbst etwas zu lernen. Von Studierenden wird diese Kompetenz zum Beispiel beim Schreiben einer Hausarbeit verlangt. Das eigene wissenschaftliche Arbeiten beginnt mit der Erarbeitung des Forschungsstandes, mit der Bezugnahme auf fremde Texte und Argumentationen. Erst dann folgen eigene Überlegungen, die wiederum auf den Stand der Forschung zu beziehen sind und nur in dieser Bezugnahme verständlich und relevant werden. Der wissenschaftliche Diskurs ist für sein Funktionieren wesentlich darauf angewiesen, dass genau dies geschieht, dass sich also die einzelnen Beiträger auf ihn beziehen. So wird es möglich, Eigenes und Fremdes sowie Innovation und Tradition zu trennen und aufeinander zu beziehen. Besonders deutlich wird dieser Anspruch beim Referieren. Im Seminar soll danach gefragt werden, welche Bedeutung das Referieren hat und welche Techniken des Referierens fremder Beiträge es gibt. Des Weiteren wird es darum gehen, die verschiedenen Teilleistungen, die das Referieren umfasst (z. B. Darstellen, Zusammenfassen, Analysieren, Kommentieren etc.), näher zu untersuchen. Schließlich soll in didaktischer Hinsicht gefragt werden, welche Schwierigkeiten sich im Umgang mit fremden Texten in Schüler- und Studentenarbeiten zeigen und wie die Entwicklung der Fähigkeit zu referieren didaktisch gefördert werden kann. Das Seminar hat
Projektcharakter. Das Arbeitsprogramm wird in der ersten Sitzung gemeinsam
entwickelt. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, eine eigene kleine
Untersuchung durchzuführen und die Ergebnisse im Seminar vorzustellen. LITERATUR:
Angaben in der ersten Sitzung
Prof. Dr. Helmuth Feilke
Schrift und Sprache Hauptseminar
Alle L, Ma, Prom Mo 10–12, B 128 Beginn: erste Semesterwoche Die Vorstellung, unser sprachliches Wissen und Können sei unabhängig von den Medien des Handelns, ist weit verbreitet. Die Medien –auch die Schrift- werden häufig als bloße Darstellungs- und Ausdrucksmittel aufgefasst. Denken und sprachliche Kompetenz bleiben davon unberührt. Auch Schrift und Schreiben werden vielfach als eine Art „Sprachphotographie“ gedacht. Das zeigt sich etwa in der Auffassung, eine Alphabetschrift bilde die Lautung ab oder das Schreiben sei ein bloßer Ersatz des Sprechens. Tatsächlich zeigt sich, dass das Aufkommen von Schrift und Schreiben in der Geschichte wie beim lernenden Individuum das Konzept von Sprache, aber auch das Denken und Lernen tiefgreifend verändert. Das Hauptseminar möchte Gelegenheit dazu geben, die Zusammenhänge von Schrift, Sprache und sprachlichem Können anhand einer Auswahl exemplarischer Artikel zum Thema zu diskutieren. Zur Beachtung! Für den Erwerb eines Leistungsnachweises ist die verbindliche
Vorabsprache und Übernahme eines Seminar-Themas (gerne auch zu zweit, maximal
zu dritt) bis zum 15.9.02 in meiner Sprechstunde erforderlich.
Prof. Dr. Helmuth Feilke Linguistisches und
sprachdidaktisches Kolloquium Oberseminar
ExamenskandidatInnen des SS 03 Di 10-12, C 26
Beginn: erste Semesterwoche Die
Veranstaltung gibt den Prüfungskandidaten des Frühjahrs 2003 die Möglichkeit,
ihre Prüfungsthemen vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren. Überdies
sollen im Kolloquium neuere Aufsatz-Publikationen zu ausgewählten thematischen
Schwerpunkten der Prüfungen gemeinsam besprochen werden. Für die Prüfungskandidaten
ist die Teilnahme am Kolloquium verpflichtend. LITERATUR: Angaben in der ersten Sitzung
Prof. Dr. Carsten Gansel Examenskolloquium Oberseminar
Alle L, MA Prom, D DaF Di 18-20, B 210
Beginn: 23.10.2002 Examenskandidaten für das Sommersemester 2003 sowie das
Wintersemester 2003/2004 Das Examenskolloquium wird mit Blick auf die Prüfungen ausgewählte Schwerpunkte aus der Geschichte wie Didaktik der deutschen Literatur sowie neueste Publikationen diskutieren. Dazu gehören grundlegende Fragen zu literaturtheoretischen Aspekten (Erzähltheorie, Kanonforschung), literaturgeschichtlichen Epochen, ausgewählten Autoren, Spezialgebieten (KJL, Gegenwartsliteratur) sowie zur Geschichte des Deutschunterrichts (Methoden, Verfahren, didaktische Konzepte). Die Veranstaltung ist für Examenskandidaten verpflichtend. Prof. Dr. C. Gansel/Prof. Dr. W. Gast / N.N. Vom Pauker zum Edutainer? –
Lehr(leit)bilder in Literatur, Film und Neuen Medien Hauptseminar
L1,L2,L3,L5, Mag. Di
16-18, 210
Beginn 22.10.02 Ein Blick auf Literatur wie Film zeigt: Über einen längeren historischen Zeitraum wird die Schulzeit als ein Lebensabschnitt empfunden, in dem die Individualität des Einzelnen beschnitten wurde und Schüler der Macht von Lehrern ausgeliefert waren. Im Kontext eines Prozesses von Modernisierung kommt es zu Veränderungen; nicht mehr Schüler leiden unter strafenden Lehrern, sondern umgekehrt, Lehrer haben in einer Medien- und Erlebnisgesellschaft Probleme, den vielfältigen Anforderungen ganz unterschiedlicher Instanzen (u.a. Schüler, Eltern, Staat, Unternehmerverbände) zu entsprechen. Es hängt dies nicht zuletzt damit zusammen, dass gegenwärtig ganz unterschiedliche Lehrerleitbilder existieren. Das Seminar wird zunächst die divergierenden Leitbilder herausarbeiten, es wird sodann an ausgewählten Texten eine Leitbildanalyse vornehmen. Zu diesem Zweck werden aktuellste literarische Texte, Filme, Soaps, Serien, Talk-Shows sowie Produkte der Neuen Medien untersucht. Das Seminar wird kontinuierlich Ergebnisse neuester Forschungen in die Diskussion einbeziehen.
Prof. Dr. W. Gast Kolloquium für
Examenskandidaten Oberseminar L1, L2,L3 Di 8.30–10, B 210 Als Vorbereitung für die Abschlussprüfungen werden neuere Konzepte der Literatur- und Mediendidaktik vorgestellt und diskutiert. Außerdem werden Fragen der angemessenen Prüfungsorganisation (Themenauswahl, Themenstrukturierung u.ä.) gemeinsam bearbeitet.
Prof. Dr. W. Gast Schulautoren in Literatur und
Film: Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch Hauptseminar Alle L, MA, Prom Mi 10-12, B 210 Seit langem gehören
zahlreiche Werke der Schweizer Autoren Dürrenmatt und Frisch zum Kanon des
Literaturunterrichts der Sekundarstufen; eine Reihe von ihnen liegen auch in
gewichtigen Verfilmungen vor. Im Hauptseminar sollen dramatische und epische
Werke sowie deren filmische Adaptionen literatur- und medienwissenschaftlich
untersucht, literatur- und mediendidaktische
Konzepte zum Umgang mit ihnen im Deutschunterricht diskutiert werden. Zur Einführung : In der Reclam-Reihe Literaturwissen die Bände „Max Frisch“, hrsg. v. Müller-Salget, Stuttgart 1996 (= UB 15210) „Friedrich Dürrenmatt“, hrsg. v. sowie die einschlägigen Bänder der Reihe Rowohlts Bildmonografien.
Prof. Dr. W. Kluge Kolloquium für
Examenskandidaten Kolloquium
L1, L5 Mo 18–20 (14 tgl.), B 25
Beginn: 04.11.2002 PD Dr. Arne Wrobel Prozessorientierter
Schreibunterricht Hauptseminar
L1, L2, L3,L5
Mi 10-12,
B 33
Beginn: 16.10.2002 Die
Schreibprozessforschung hat in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl von
Erkenntnissen gewonnen, die auch für die Unterrichtspraxis interessant sind und
wichtige Impulse für eine Revision der Schreibdidaktik geliefert haben.
In dieser Veranstaltung wird es darum gehen, ·
die wichtigsten Theorien,
Methoden und Ergebnisse der Schreibforschung vorzustellen; ·
ihre Relevanz für die
Didaktik des Deutschunterrichts zu überprüfen; ·
Grundzüge der Entwicklung von
Textkompetenz nachzuzeichnen; · konkrete Unterrichtsprojekte einer prozessorientierten Schreibdidaktik für verschiedene Jahrgangsstufen kennen zu lernen bzw. auch selbst zu entwickeln. Praktikumsvorbereitende VeranstaltungenDie Verteilung der Studierenden auf die Veranstaltungen zum Fachpraktikum Deutsch (Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung) erfolgt nach Anmeldung durch das Referat für Berufs- und Schulpraxis im Zentrum für interdisziplinäre Lehraufgaben (Karl Glöckner-Str 21 A).
Weitere Veranstaltungen: s. Aushang im Institut für Didaktik der der deutschen Sprache und Literatur. Deutsch als FremdspracheZuordnung der Veranstaltungen zu den Studieninhalten: a) Psycholinguistik des Fremdsprachenlernens, b) Methodik und Didaktik der Sprachvermittlung, c) Landeskunde- und Literaturvermittlung, d) Lehrmaterialanalyse und Mediendidaktik. Bei einigen Veranstaltungen sind je nach gewähltem Arbeitsschwerpunkt mehrere Zuordnungen möglich
Elisabeth Althauser Der Umgang mit Fehlern im DaF-Unterricht: identifizieren - korrigieren -
auswerten (b) Proseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung
DaF Frei 10-12, B 210
Beginn: 18.10.2002 Wer
kennt nicht das Unbehagen, das Fehler im DaF-Unterricht immer wieder auslösen -
bei Lehrern und Lernern gleichermaßen! Dieses Unbehagen zu mindern und
Korrekturkompetenz zu erwerben ist Ziel des Seminars. Dazu
werden zunächst in einem theoretischen Teil Fragen der Fehlerdefinition-, und
klassifikation, der Fehlerkorrektur, der Bedeutung von Fehlern beim Spracherwerb
und der Einstellung von Lehrern und Lernern zu Fehlern im Zentrum stehen. In einem zweiten Schritt wird dann der Umgang mit Fehlern im DaF-Unterricht praktisch erprobt, in dem schriftliche und mündliche Äußerungen von Lernern in studienvorbereitenden Kursen der Mittel- und Oberstufe DaF exemplarisch korrigiert werden. In dieser Phase besteht auch die Möglichkeit, die praktische Umsetzung durch Hospitation in diesen Kursen (in Frankfurt/M.) zu beobachten und zu evaluieren sowie durch eigene Erfahrungen in selbst durchgeführten Unterrichtssequenzen zu erweitern und zu reflektieren. Abschließend
werden die aus der Theorie und Praxis gewonnenen Einsichten in ihrer
Konsequenz für das Erreichen einer Korrekturkompetenz des Lehrers und Lerners formuliert.
Daniela Hain Fachsprachenunterricht Wirtschaftsdeutsch (b) Proseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung
DaF Do 16-18,
B 210
Beginn: 17.10.2002 In
den letzten Jahren ist die Nachfrage nach fachsprachlichen DaF-Kursen im Bereich
Wirtschaftsdeutsch stark gestiegen. Die Gründe hierfür liegen zum Einen in der
wirtschaftlichen Position Deutschlands innerhalb eines Vereinigten Europas, zum
Anderen an dem Bedürfnis der DaF-Lerner, sich durch eine fachsprachliche
Kompetenz für bestimmte Berufsfelder zu qualifizieren. Im Seminar sollen folgende Fragen im Mittelpunkt des Interesses stehen: Was sind die möglichen Zielgruppen? Welche Anforderungen werden an die Lehrkraft gestellt? Was sind die Lernziele und Prüfungsanforderungen, wie sehen die Lehrmaterialien in diesem Bereich aus? Nach
einer Erarbeitung der wichtigsten Rahmenbedingungen
des Fachsprachenunterrichts sollen verschiedene Vermittlungsmöglichkeiten bzw.
Vorgehensweisen (z.B. Integration von interkulturellen Trainingsaspekten,
Einsatz von Planspielen und Fallstudien) diskutiert werden sowie Lehrwerke- und
materialien analysiert werden.
Prof. Dr. Dietmar Rösler Psycholinguistische Grundlagen des Fremd- und Zweitspracherwerbs (a) Pro-/Hauptseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung
DaF Mo 10-12, B
210
Beginn: 14.10.2002 In
diesem Seminar werden Fragen diskutiert wie z.B.: Verläuft der
Zweitspracherwerb parallel zum Erstspracherwerb? Wie unterschiedlich sind natürlicher
Zweitspracherwerb und Fremdsprachenlernen in Institutionen wie Schule und
Universität? Gibt es die sog. ‘kritische Periode’, ein bestimmtes Alter,
von dem ab sich die Art des Zweitspracherwerbs und des Fremdsprachenlernens ändert?
Was wissen wir über die mentalen Repräsentationen von Bedeutungen? Gibt es
hier Unterschiede zwischen genuin bilingualen Personen und anderen? Was wissen
wir über den Verstehensprozeß beim Hören, Sehen und Lesen von fremden Texten?
Was über die Organisation des Gedächtnisses? Wie weitgehend beeinflußt
Bekanntes unsere Wahrnehmung von Fremdem? Und: Wie gesichert sind unsere
bisherigen Antworten auf diese Fragen? Welche Auswirkungen haben sie auf die
Fremdsprachendidaktik?
Prof. Dr. Dietmar Rösler DaF-Lernen im Internet (d) Pro-/Hauptseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung
DaF Mo 14-16,
B 26
Beginn: 14.10.2002 Welche Rolle spielt das Internet beim Fremdsprachenlernen, welche Rolle könnte es spielen?. Diskutiert werden die Einsatzmöglichkeiten von Internet-Lernmaterial und Kriterien für die Beurteilung von deren Qualität für die folgenden Bereiche: -
Zusatzmaterial zu Print-Lehrwerken auf dem Weg zum Zertifikat DaF, -
‚alleinstehendes’ Lernmaterial für einzelne sprachliche und kulturelle
Lernbereiche, -
didaktische Nutzung von Foren, Chats und -
nicht-didaktisiertes Material als Quelle brandaktueller Landeskunde. Einen
ersten Einblick in die Diskussion über Kriterien zur Einschätzung von
Internet-Material findet man auf http://www.uni-giessen.de/~g91010/daf/Kriterienkatalog/kriterienkatalog.html,
dem Ergebnis eines Giessener Seminars zur Analyse von Online-Lernmaterial.
Prof. Dr. Dietmar Rösler Einführung in das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache Seminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung
DaF Di 14-16,
B 210
Beginn: 15.10.2002 Dies ist eine Pflichtveranstaltung für diejenigen Studierenden, die Deutsch als Fremdsprache, als Aufbaustudium, als Magisternebenfach, als L3-Erweiterungsfach oder als ‘F6-Zusatzfach’ beginnen. Sie gibt einen ersten Überblick über alle Aspekte des natürlichen und institutionell gesteuerten Lernens des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache.
Prof. Dr. Dietmar
Rösler Examenskolloquium Oberseminar
Aufbaustudiengang DaF,NF Mag., L3 Erweiterung
DaF, L1, L2 Di 18-20, 14tg., B
24
Beginn: 22.10.2002 Für
Studierende der DaF-Studiengänge, die sich auf eine Prüfung oder ihre
Diplomarbeit vorbereiten, und für Studierende der Studiengänge L1 und L2, die
im kommenden Sommersemester von mir geprüft werden. Je nach Interessenlage der
TeilnehmerInnen wird das Kolloquium zwischen den beiden Gruppen geteilt oder
gemeinsam durchgeführt.
Prof. Dr. Dietmar Rösler Forschungskolloquium Fremdsprachenlernen mit den Neuen Medien Kolloquium
(nach persönl. Anmeldung)
Aufbaustudiengang DaF, Prom Die 18-20, 14tg.,
B 26
Beginn: 15.10.2002 Gegenstand
des Kolloquiums sind neuere Texte und Forschungsprojekte zum Fremdsprachenlernen
mit den Neuen Medien. Eine Teilnahme ist nur möglich nach persönlicher
Anmeldung.
Nicola Würffel Lehren und Lernen in E-Mail-Tutorien (b,d) Proseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., Erweiterung DaF
L3 Zeit: Ort: B 26 Die
Neuen Medien spielen auch im DaF-Unterricht eine immer wichtigere Rolle. Sie ermöglichen
zum Beispiel ort- und zeitunabhängiges Lehren und Lernen in sogenannten
E-Mail-Tutorien: Ein sich in Deutschland (oder auch an einem anderen Ort)
befindender Deutschlehrender unterrichtet per Email einen sich irgendwo in der
Welt befindenden Deutschlernenden. Das Seminar bietet die Möglichkeit, erste
Lehrerfahrungen in dieser neuen Lehr- und Lernform zu sammeln und diese intensiv
zu reflektieren: Über einen Zeitraum von 6 Monaten werden Sie einen
Deutschlernenden an der Hongkong Baptist University per Mail betreuen - wobei
sie die Inhalte des Tutoriums zusammen mit Ihrem Tutee bestimmen können. Die
einzellernerbezogene Lehrsituation erlaubt Ihnen eine genaue Beobachtung der
Lernprozesse Ihres Tutees, die Sie durch den Einsatz didaktischer Mittel
versuchen können zu lenken. In den gemeinsamen Seminarsitzungen, die aufgrund
der Semesterzeiten der Studierenden in Hongkong bis ins Sommersemester 2003
reichen werden, besteht zum Einen
die Möglichkeit, im Austausch mit den anderen TutorInnen sowohl die eigenen
Lehrerfahrungen als auch die beobachteten Lernprozesse zu diskutieren; es werden
aber zum Anderen auch konkrete Vorschläge für diese spezielle Lehr- und
Lernform besprochen, die dann in den Tutorien ausprobiert werden können. Die
Teilnahme am Seminar setzt die Beteiligung an den Email-Tutorien voraus. Durch
einen zusätzlichen Praktikumsbericht kann außerdem ein Praktikumsnachweis
erworben werden. Bei
weiteren Fragen zum Ablauf wenden Sie sich bitte an nicola.c.wuerffel@germanistik.uni-giessen.
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