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Archiv |
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Inhalt
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Hinweise zur
Benutzung |
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Studienberatung |
6 |
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Hinweise zu den
Einführungsveranstaltungen des Instituts für Germanistik |
7 |
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Veranstaltungen des
Instituts für Germanistik |
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Einführungsveranstaltungen
des Studiengebiets Sprache |
8 |
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Einführungsveranstaltungen
des Studiengebiets Literaturwissenschaft |
10 |
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Sprachwissenschaft |
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Vorlesungen |
10 |
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Proseminare |
11 |
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Hauptseminare |
14 |
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Oberseminar |
15 |
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Übungen |
16 |
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Angewandte
Sprachwissenschaft und Computerlinguistik |
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Vorlesungen |
16 |
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Einführungsseminare/Proseminare |
17 |
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Hauptseminare |
18 |
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Übungen |
18 |
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Mediävistik |
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Vorlesungen |
19 |
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Proseminare |
19 |
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Hauptseminare |
21 |
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Oberseminare |
21 |
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Literaturwissenschaft |
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Vorlesungen |
23 |
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Einführungsseminare |
24 |
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Proseminare |
25 |
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Hauptseminare |
29 |
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Oberseminare |
32 |
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Komparatistik |
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Vorlesungen |
34 |
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Proseminare |
34 |
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Hauptseminare |
36 |
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Oberseminare |
39 |
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Sprachdidaktik |
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Vorlesungen |
40 |
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Einführungsseminare |
41 |
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Proseminare |
41 |
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Hauptseminare |
43 |
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Oberseminare |
44 |
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Übungen |
44 |
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Literatur- und
Mediendidaktik |
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Vorlesungen |
46 |
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Proseminare |
47 |
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Hauptseminare |
50 |
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Oberseminare |
52 |
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Deutsch als
Fremdsprache |
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Proseminare |
53 |
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Pro-/Hauptseminare |
55 |
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Oberseminare |
55 |
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Schulpraxis |
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Praktikumsnachbereitende Veranstaltungen |
56 |
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Praktikumsvorbereitende
Veranstaltungen |
56 |
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Sprecherziehung |
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Grundlagenseminare |
57 |
Abkürzungen
AVL Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft
DaF Deutsch als Fremdsprache
DTM Drama, Theater, Medien
GH Gasthörer
Geist Hörer aller geisteswissenschaftlichen Fächer
GS Grundstudium
HaF Hörer aller Fachbereiche
HF Hauptfach
HS Hauptstudium
L1 Lehramt an Grundschulen
L2 Lehramt an Haupt- und Realschulen
L3 Lehramt an Gymnasien
L5 Lehramt an Sonderschulen
Mag. Magister
NF Nebenfach
Prom. Promotion
WF Wahlfach
WV Wahlvertiefungsveranstaltung
Hinweise zur Benutzung
Dieses kommentierte Verzeichnis der Lehrveranstaltungen soll das Veranstaltungsprogramm des Instituts für Germanistik erläutern. Die hier vorgelegten Ankündigungen wurden von den Lehrenden selbst formuliert. Allgemein gilt für die Veranstaltungen, dass Thematik und Stoffplan lediglich in Grundzügen angedeutet werden können. Die endgültige Planung der Lehrveranstaltungen wird in der Regel jeweils in der ersten Sitzung zusammen mit den Teilnehmern festgelegt. Dieses Verzeichnis soll Ihnen die rechtzeitige Auswahl und Vorbereitung der Veranstaltungen erleichtern.
Das Verzeichnis gibt den Stand des Programms von Juni 2003 wieder. Eventuell erforderliche Änderungen werden an den schwarzen Brettern der Arbeitsbereiche bzw. an den Dienstzimmern der Lehrenden bekannt gegeben. Die aktuellen Sprechstunden der Lehrenden sind in den Sekretariaten der Institute zu erfahren und zumeist auch an den Dienstzimmern angeschlagen.
Hinweise zum Grundstudium der Sprachwissenschaft
Im Bereich der Sprachwissenschaft werden regelmäßig Proseminare zu folgenden vier grundlegenden Themenbereichen angeboten (sog. Basisseminare): Grammatik, Kommunikationsanalyse, Sprachvariation, Sprachgeschichte. Kenntnisse in diesen Themenbereichen sind notwendig für ein erfolgreiches Studium der Sprachwissenschaft. Studierenden der Studiengänge L3 und Magister empfehlen wir nachdrücklich, nach dem Einführungsseminar (Sprachwissenschaft 1) das Basisseminar Grammatik (Sprachwissenschaft 2) und danach ein weiteres Proseminar aus den Angeboten der Basisseminare zu besuchen. Wenn Sie wissen wollen, was in Basisseminaren behandelt wird, dann können Sie Lernzielkataloge zu diesen Seminartypen im Internet finden:
– über die Homepage des Fachgebietes Germanistik http://www.uni-giessen.de/germanistik/sprache/basissem.shtml (dort „Hinweise zu Basisseminaren“ anklicken)
– direkt unter der URL http://www.uni-giessen.de/sprache/forschung-und-lehre.shtml
Hinweise zum Studiengang Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik
Das Fach „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“ erlaubt es Studierenden der verschiedenen Magisterfächer, eine anwendungsorientierte, berufsbezogene Spezialisierung vorzunehmen, die im Schnittpunkt zwischen Linguistik, Informatik und Neuen Medien angesiedelt ist. Nähere Informationen zu dem Studiengang, den Kombinationsmöglichkeiten und zum Praxisbezug sind bei Prof. Dr. H. Lobin in D 407, per Email (Henning.Lobin@germanistik.uni-giessen.de) und auf der Homepage des Arbeitsbereichs (http://www.uni-giessen.de/fb09/ascl) zu erhalten. Bitte beachten Sie auch die gesonderten Informations- und Einführungsveranstaltungen zu diesem Studiengang.
Weitere Hinweise zu den Studiengängen, zu Lehrenden, Forschungsprojekten usw. finden Sie auf den Homepages der Institute:
www.uni-giessen/germanistik/Sprache/
www.uni-giessen/germanistik/Literatur/
www.uni-giessen/germanistik/Didaktik/
Hinweise zum Grundstudium der Mediävistik
Im Bereich der Mediävistik werden regelmäßig Proseminare mit dem Thema Einführung in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur angeboten. Der Besuch eines solchen Seminars ist für Studierende des Lehramtsstudiengangs L3 obligatorisch, für andere Studiengänge fakultativ. Der Besuch anderer mediävistischer Proseminare ist generell fakultativ, jedoch zur Vertiefung des Lernstoffs erwünscht. Den Lernzielkatalog für das mediävistische Einführungsseminar finden Sie in den Aushängen des Instituts für deutsche Sprache und mittelalterliche Literatur sowie im Internet:
– über die Homepage des Fachgebietes Germanistik http://www.uni- giessen.de/sprache/forschung-und-lehre.shtml (dort „Hinweise zu Basisseminaren“ anklicken)
– direkt unter der URL http://www.uni-giessen.de/germanistik/sprache/basissem.shtml
Studienberatung
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Allgemeine Studienberatung: |
Prof. Dr. E. Leibfried (B 138, T. 29073) |
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Lehramtsstudiengänge: |
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L 1: L 2: L 3: L 5: |
Dr. K- W. Bauer (B 215, T: 29105) Prof. Dr. W. Gast (B 209, T: 29115) Prof. Dr. H. Ramge (B 107, T. 29040) Prof. Dr. C. Gansel (B 208, T. 29145)
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Andere Studiengänge: |
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Magister: |
Prof. Dr. G. Kurz (B 130, T. 29070) Dr.
Guido Naschert (B 133, T. 29072) Dr.
Udo Roth (B 141, T. 29083) |
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Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft: |
Dr.
Roland Borgards (B 137, T. 31083) |
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Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik: |
Prof. Dr. H. Lobin (D 412, T. 29050) |
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Deutsch als Fremdsprache (DaF): |
Prof. Dr. D. Rösler (B 203, T. 29125)
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Drama, Theater, Medien: |
Prof. Dr. E. Leibfried (B 138, T.
29073) Natascha Hoefer, M.A.
(C 28, T. 29098) |
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Text und Medien und Fachjournalistik: |
Prof. Dr. W. Gast (B 209, T. 29115) |
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Sonstige germanistische Bausteine und Studienelemente: |
Prof. Dr. F. Vollhardt (B 135, T. 29080)
Natascha Hoefer, M.A. (C 28, T.
29098) Prof. Dr. G. Kurz (B 130, T. 29070) |
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Betreuung ausländischer Studierender: |
Charlotte Kitzinger (B 155, T. 29093) |
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Zwischenprüfung |
Dr. Joachim
Jacob (B 129, T. 29076) |
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Studienberatung außerdem durch die
Fachschaft Germanistik (B 32) |
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Hinweise zu den Einführungsveranstaltungen des
Instituts für Germanistik
I. Die Studiengänge für die Lehrämter L1 Verbundfach, L2, L5
Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie umfasst insgesamt 6 SWS:
1. Eine fachdidaktische Grundlagenvorlesung.
2. Ein Einführungsseminar in das Studiengebiet Sprache.
3. Ein Einführungsseminar in das Studiengebiet Literatur bzw. Literatur/Medien.
Im Wintersemester ist das Einführungsseminar in das Studiengebiet Sprache, im Sommersemester das Einführungsseminar in das Studiengebiet Literatur zu belegen.
Eine fachdidaktische Grundlagenvorlesung wird sowohl im WS als auch im SS angeboten.
Die Verteilung auf die im WS 03/04 angebotenen Einführungsseminare (Einführung in das Studiengebiet Sprache) findet statt am Dienstag, dem 21. Oktober 2003, um 8.15 Uhr in Hörsaal A 1. Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche an den „Schwarzen Brettern“ des Arbeitsbereiches "Didaktik der deutschen Sprache und Literatur" (2. Stock) aus.
II. Der Studiengang für das Lehramt L3
Die Einführungsphase in das Studium der Germanistik erstreckt sich über zwei Semester. Sie besteht insgesamt aus drei einführenden Veranstaltungen und einem Grundlagenseminar (Proseminar). Dies ergibt insgesamt 8 SWS:
1. Eine Grundlagenvorlesung und ein Seminar zur Einführung in die deutsche
Literaturwissenschaft.
2. Eine Grundlagenvorlesung und ein Seminar zur Einführung in die germanistische
Sprachwissenschaft.
Im Wintersemester sind die Grundlagenvorlesung und das Seminar zur Einführung in die Literaturwissenschaft, im Sommersemester die Grundlagenvorlesung und das Seminar zur Einführung in die Sprachwissenschaft zu belegen.
Die Verteilung auf die im WS angebotenen Einführungsseminare (Literaturwissenschaft) findet statt am Dienstag, dem 21. Oktober 2003, um 12.15 Uhr in Hörsaal A 2.
Bitte bringen Sie dazu Ihren Studienausweis mit. Die Teilnahmelisten für die Verteilung auf die einzelnen Einführungsseminare hängen am Ende der ersten Semesterwoche am „Schwarzen Brett“ des Arbeitsbereiches „Neuere deutsche Literatur“ (1.Stock links) aus.
III. Die Magisterstudiengänge „Deutsche Philologie“, HF/NF
1. Hauptfach/Nebenfach „Deutsche Sprachwissenschaft“ und/oder „Deutsche Literaturwissenschaft“. Die Einführungsphase für diese Fächer/Fächerkombination entspricht der Einführungsphase des L3-Studiengangs. Die Verteilung auf die Einführungsseminare des WS 03/04 findet ebenfalls am Dienstag, dem 21. Oktober 2003, um 12.15 Uhr in Hörsaal A 2 statt.
2. Hauptfach/Nebenfach „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“: Studienanfänger, die das Fach „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“ gewählt haben, belegen ein Einführungsseminar und eine Grundlagenvorlesung (L1,L2,L5 s.o.) des Arbeitsbereiches „Didaktik der deutschen Sprache und Literatur“. Ein weiteres Einführungsseminar und die entsprechende Grundlagenvorlesung belegen sie in der germanistischen Fachwissenschaft (Sprach- oder Literaturwissenschaft), die sie zusätzlich zur Didaktik der deutschen Sprache und Literatur gewählt haben. Die Grundlagenvorlesung und die Seminare zur „Einführung in die Literaturwissenschaft“ werden jeweils im Wintersemester angeboten, die entsprechenden Veranstaltungen „Deutsche Sprachwissenschaft“ jeweils im Sommersemester.
IV. Das Magister-Studienelement „Deutsche Philologie“
Die Studierenden des Studienelementes „Deutsche Philologie“ besuchen je ein Einführungsseminar in der Literatur- und Sprachwissenschaft. Es wird empfohlen, zugleich auch die entsprechenden Grundlagenvorlesungen zu besuchen. Die Verteilung auf die im WS 03/04 angebotenen Seminare findet ebenfalls am Dienstag, dem 21. Oktober 2003, um 12.15 Uhr in Hörsaal A 2 statt.
V. Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft: Nebenfach „Deutsche Philologie“
Die Studierenden des o.g. Nebenfaches belegen zwei Einführungsseminare und eine Grundlagenvorlesung. Diese drei einführenden Veranstaltungen müssen die Studiengebiete ‚Deutsche Literaturwissenschaft‘, Deutsche Sprachwissenschaft‘ und ‚Didaktik der deutschen Sprache und Literatur‘ abdecken.
Grundlagenvorlesung
PD Dr. Arne Wrobel
Einführung
in das Studiengebiet Sprache
Grundlagenvorlesung L1, L2, L5
Di 08-10,
A 1 Beginn: 21.10.2003
In der ersten Sitzung am 21.10.03 findet die Verteilung auf die Einführungsseminare (s.u.) statt.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick zu Fragestellungen, Grundbegriffen und Methoden der Sprachwissenschaft. Wo liegen Unterschiede zwischen dem Alltagskonzept von Sprache und dem sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Gegenstand Sprache? Warum fällt das Nachdenken über Strukturen der Sprache schwer? Welche Strukturebenen im Aufbau einer Sprache können unterschieden werden? Wie wirken sich dabei unterschiedliche Theorien auf die Beschreibung und Analyse der Sprache aus? Wie stehen Schrift und Sprache zueinander? Wie verändert der Zugriff über die Schrift das Nachdenken über Sprache und vielleicht auch die Sprache selbst? Wo liegen Probleme des Schrifterwerbs und des Spracherwerbs bei Kindern? Wie sind linguistische Kategorien auf die Aufgaben des Deutschunterrichts zu beziehen? Auf der Grundlage der Vorstellung der wichtigsten Gebiete und Problemstellungen der Sprachwissenschaft werden dann auch zentrale Aufgaben- und Problemfelder des Unterrichts angesprochen.
Die Veranstaltung ist Pflichtveranstaltung im Grundstudium des Faches Deutsch und sollte im ersten Semester besucht werden. Obligatorisch ist außerdem die Teilnahme an einem der angebotenen Einführungsseminare zum Studiengebiet Sprache.
Die Vorlesung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Literatur: Volmert, Johannes, (Hg.): Grundkurs Sprachwissenschaft. 2. Auflg. München (UTB): 2000
Einführungsseminare in das Studiengebiet Sprache
Im Einführungsseminar werden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die für das Studium der Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik grundlegend sind. Dazu gehören u.a. die Fähigkeiten, wissenschaftliche Texte zu lesen und zusammenzufassen, Protokolle zu schreiben und Kurzreferate zu präsentieren. Gleichzeitig sollen am Beispiel von besonders wichtigen Arbeitsbereichen (z.B. Grammatik, Dialog- und Textanalyse, Schriftspracherwerb) Analysemethoden vorgeführt und geübt werden. Für mehrere Themenbereiche der Einführungsseminare gibt es eine direkte Verbindung zur Vorlesung, die zusätzlich theoretische Hintergründe und Zusammenhänge zu den Analyseaufgaben im Seminar bietet.
Das Einführungsseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Dr. Britt-Marie Schuster
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Di 10–12, E 6 Beginn:
28.10.2003
Thorsten Steinhoff, M.A.
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Mo 10–12, B 128 Beginn: 27.10.2003
Di 10–12, G 26 Beginn: 28.10.2003
Klaus-Peter Ulbrich, M.A.
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Mo 10–12, G 25 Beginn: 27.10.2003
Di 10–12, F 5 Beginn: 28.10.2003
Di 14–16, G 25 Beginn: 28.10.2003
Dr. Martin Wachtel
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Di 10–12, A 5 Beginn:
28.10.2003
Grundlagenvorlesung
Hochschullehrer/innen
Einführung
in die Literaturwissenschaft
Grundlagenvorlesung L3,MA
Di 12–14, A 2 Beginn: 21.10.2003
Einführungsvorlesung und Einführungsseminar ergänzen sich gegenseitig. Die Vorlesung dient vor allem dem Überblick und gibt als gemeinsam konzipierte Ringvorlesung zugleich die Gelegenheit, die Lehrenden des Arbeitsbereichs Neuere deutsche Literaturwissenschaft kennen zu lernen. Die Vorlesung führt zunächst in den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaft ein, gibt dann einen Überblick über die Entwicklung der einzelnen literarischen Gattungen, diskutiert die Problematik von Epocheneinteilungen und der literarischen Kanonbildung. Weitere Themen sind die Bedeutung der Rhetorik für die Literaturwissenschaft, das Verhältnis von Autor, Text und Leser, Editionslehre und die Fachgeschichte der Germanistik. Abgeschlossen wird die Vorlesung mit der exemplarischen Erörterung von methodischen Argumentationshorizonten in der Literaturwissenschaft und einer offenen Podiumsdiskussion mit den Vortragenden. Als Leistungsnachweis für die Vorlesung gilt regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur in der vorletzten Vorlesungswoche.
In der 1. Sitzung am 21.10.2003 findet die Verteilung auf die Einführungsseminare „Einführung in die Literaturwissenschaft“ (s.u.) statt. Beginn der Ringvorlesung: 28.10.2003.
Einführungsseminare in das Studiengebiet Literaturwissenschaft
Das Einführungsseminar mit angeschlossenem Tutorium zielt auf die Vermittlung von literaturwissenschaftlichen Basisqualifikationen. Dazu gehören die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, wie Bibliographieren, Zitieren, Anfertigen von Hausarbeiten. Im Mittelpunkt der Seminare steht die Einführung in die literarischen Gattungen: die Analyse lyrischer, erzählender und dramatischer Texte, hinzu kommen Themengebiete wie Textkritik, Rhetorik und Epochengliederungen. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, die eigenen Erwartungen an ein Germanistikstudium zu reflektieren.
Das Einführungsseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Dr. Joachim Jacob
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, C 3 Beginn:
28.10.2003
Dr. Guido Naschert
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, B 31 Beginn: 28.10.2003
Bianca Schwindt
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, C 30 Beginn: 28.10.2003
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, B 128 Beginn: 28.10.2003
Sprachwissenschaft
Vorlesungen
Prof. Dr. Gerd Fritz
Semantik
und Pragmatik
Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Do 14–16, A 4 Beginn:
23.10.2003
Was bedeuten bestimmte Sätze und Wörter und wie werden sie in bestimmten Kontexten verwendet (z.B. auch ironisch und metaphorisch)? Dies sind semantische bzw. pragmatische Fragen. Die Beantwortung dieser Fragen setzt Antworten auf grundlegendere Fragen voraus: Was verstehen wir unter der Bedeutung eines Satzes/eines Worts? (Die Frage des Bedeutungsbegriffs – auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten.) Was passiert, wenn wir einen Satz in einem bestimmten Kontext verwenden? (Die Frage der Kontextveränderung bzw. der sprachlichen Handlungen.) Welche unterschiedlichen Möglichkeiten gibt es, Sätze und Wörter zu verwenden? (Fragen des Verwendungsspektrums, der Polysemie.) Wie beschreibt man die Bedeutung und die Verwendungen von sprachlichen Ausdrücken? (Die Frage der Beschreibungsmethoden.) Diese theoretischen und methodischen Fragen werden in der Vorlesung behandelt. Gleichzeitig soll an praktischen Beispielen gezeigt werden, wie ein Überblick über semantische Regeln und pragmatische Prinzipien bei der Analyse von Dialogverläufen, der Verbesserung der Verständlichkeit von Texten und einer reflektierten Interpretation von Texten hilft. Die Vorlesung vermittelt notwendige Grundkenntnisse für das Studium der Germanistik.
Prof. Dr. Friedrich Vahle
Kinderlied
– Kinderlyrik – Kindergeschichte
Vorlesung L1,L2,L5,HaF,GH
Mo 10–11, B 9 Beginn: 27.10.2003
Im Seminar wird die Geschichte von Kinderlied und Kinderlyrik behandelt. Es wird gezeigt, wie Poesie den Tagesrhythmus von Kindern begleiten kann. Lyrische und narrative Formen von Kinderliteratur werden vorgestellt. Der Entdeckung poetischer Kreativität im Liegen und Gehen wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Praktische Übungen und Reflexionen wechseln einander ab. Das Seminar wird mit einem Aktivtag beschlossen.
Literatur: Fritz Vahle: Kinderlied-Erkundungen zu einer frühen Form der Poesie im Menschenleben. Beltz Verlag, Weinheim 1992. – Hans Joachim Gelberg: Großer Ozean – Gedichte für Alle, Beltz Verlag, Weinheim 2002. – Fritz Vahle: Bewegliche Lieder-Musik macht Beine, Rowohlt Verlag, Reinbek/Hamburg, 2002. – Fritz Vahle: Mäuse wie wir – laute und leise Geschichten. Beltz Verlag. – Weitere Literatur wird in dem Seminar bekanntgegeben.
Proseminare
Prof. Dr. Gerd Fritz
Texte
schreiben im Studium
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Di 14–16, B 106 Beginn: 21.10.2003
Viele Studierende haben im Grundstudium und darüber hinaus erhebliche Schwierigkeiten, Texte zu schreiben, die für ein effektives Studium und damit für den Studienerfolg grundlegend sind, beispielsweise Kurzzusammenfassungen wissenschaftlicher Texte, Vorlesungsnotizen, Materialien für Referate oder ganze Hausarbeiten. Diese Schwierigkeiten hängen z.T. zusammen mit fehlender Erfahrung im Umgang mit wissenschaftlichen Texten unterschiedlicher Art. Dies gilt sowohl für das Lesen als auch für das eigene Schreiben.
Dieses Seminar verfolgt zwei Ziele: 1. Es sollen textlinguistische Kenntnisse und Methoden vermittelt werden, die eine systematische Analyse des Aufbaus fremder und eigener Texte ermöglichen und damit auch zum reflektierten eigenen Schreiben beitragen. Zu diesen Kenntnissen gehört auch das Wissen über Formen der wissenschaftlichen Argumentation und über Textsorteneigenschaften wissenschaftlicher Texte. 2. Es sollen gezielt Übungen zu einzelnen Problembereichen beim Schreiben wissenschaftlicher Texte gemacht werden, u.a.
– zur genauen und
distanzierten Wiedergabe von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und
Positionen,
– zur präzisen und adressatenorientierten
Bezugnahme auf Gegenstände des Textes,
– zur kohärenten und
differenzierten Satzverknüpfung,
– zur Form und Funktion
von Textelementen wie Definition, Beschreibung, Argumentation, Bewertung,
Beispiel,
– zum thematischen und
funktionalen Aufbau von Hausarbeiten und Referaten.
Nutzen Sie unsere Angebote zur Entwicklung der Schreibkompetenz zu Beginn Ihres Studiums! Wenn Sie Ihre Examensarbeit schreiben, ist es möglicherweise zu spät.
Zoran Ivkovic, M.A.
Linguistische
Kommunikationsanalyse
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA
Mo 16–18, B 31 Beginn: 20.10.2003
Die Fähigkeit, Kommunikationen zu analysieren, gehört zu den grundlegenden Kompetenzen, die man während des Germanistikstudiums erwerben sollte. Sowohl bei einer späteren Tätigkeit als Lehrerin/Lehrer als auch in außerschulischen Berufsfeldern spielen analytische Kenntnisse über Kommunikationen eine wichtige Rolle.
Ziel des Seminars ist es, Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen bspw. lernen, problematische Aspekte in bestimmten Kommunikationssituationen (mündliche und schriftliche) zu erkennen, diese genau zu analysieren und Vorschläge für Textoptimierungen zu erarbeiten. Folgende Themen werden unter anderem behandelt: Grundstrukturen von Kommunikationsformen, Thema und thematischer Zusammenhang, Kommunikationsprinzipien, Implikaturen, Verständlichkeit.
Neben der analytischen Arbeit soll auch darauf eingegangen werden, wie die neu gewonnenen Erkenntnisse von den Teilnehmern zur Optimierung eigener Textproduktion genutzt werden können.
LITERATUR: Fritz G. (1994): Grundlagen der Dialoganalyse. In: Fritz G./ Hundsnurscher F. (Hg.): Handbuch der Dialoganalyse. Tübingen, 177–202.
Prof. Dr. Henning Lobin
Texttheorie
und Texttechnologie
Proseminar L3,MA,Prom
Do 8–10, B 26 Beginn:
23.10.2003
Die Untersuchung der Struktur von Texten ist seit langem ein wichtiges Teilgebiet der Linguistik. Zieht man dazu das Vorbild der Grammatik von Sätzen heran, entstehen Modelle der syntaktischen und semantischen Strukturen in Texten, die man auch als Texttheorien bezeichnet. Das Seminar befasst sich in einem ersten Teil mit neueren Texttheorien in theoretischer und praktischer Hinsicht.
Die Verfügbarkeit standardisierter Textkodierungstechniken im digitalen Medium hat in den letzten Jahren zur Herausbildung eines Gebietes geführt, das sich mit der effizienten Produktion, Bearbeitung und Umsetzung großer Textmengen – z.B. in Sachbuchverlagen, Nachrichtenagenturen oder bei Internet-Inhaltsanbietern – befasst. Dabei steht eine Strukturierungmethodik textueller Inhalte im Zentrum, bei der textgrammatische Verfahren Anwendung finden und somit ein enger Bezug zu einzelnen Texttheorien gegeben ist. Der zweite Teil des Seminars befasst sich deshalb mit Grundelementen der Texttechnologie.
Eine wichtige Fragestellung in der Verbindung dieser beiden Teile des Seminars wird darin bestehen, in welcher Weise Texttheorien texttechnologisch nutzbar gemacht werden können.
Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Lektüre die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Zu Semesterbeginn wird ein Reader mit allen relevanten Texten zur Verfügung gestellt.
Dr. Roland Mulch
Von der
Mundartforschung zur Dialektsoziologie
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom
Do 14–16, Phil. II, E 07 Beginn: 23.10.2003
Die deutsche Dialektologie hat sich im 20. Jahrhundert von einer sprachhistorisch-geographisch orientierten Mundartkunde zu einer wichtigen Disziplin der germanistischen Linguistik entwickelt. Die traditionellen Methoden und Fragestellungen der empirischen Forschungsrichtung wurden in den letzten Jahrzehnten weiter entwickelt.
Sozio- und Pragmalinguistik nehmen heute einen bedeutsamen Platz im Spektrum dialektologischer Forschung ein. In dieser Einführung soll ein Überblick über die Dialektologie im deutschen Sprachraum früher und heute gegeben werden.
Prof. Dr. Rosemarie Rigol
Sprechsprache
– Schriftsprache
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Fr 10–12, B 106 Beginn: 24.10.2003
Das Verhältnis von Sprechsprache zur Schriftsprache wird häufig falsch eingeschätzt.
Viele Menschen nehmen an, dass die Schriftsprache eine Art Manifestation der Sprechsprache ist. Das Seminar soll diese unbefangene Sprachvorstellung zerstören, falls sie noch vorhanden ist.
Dazu werden in den Veranstaltungen die Charakteristika der beiden Existenzweisen von Sprache beobachtet, gesammelt und systematisiert, um zu vergleichen: worin treffen sich Sprechsprache und Schriftsprache? Wo treten sie jeweils auf? Von welchen regionalen und sozialen Einflüssen sind sie frei, jede auf ihre Weise, welchen unterliegen sie?
Beide Formen werden auch daraufhin untersucht, welche Kultur sie jeweils vertreten.
Ein zweiter Durchgang befasst sich mit der Entwicklung von Schriftsprachlichkeit in der Geschichte und daran anschließend mit den Prinzipien der Erfindung von Schrift.
Die Arbeit im Seminar erfolgt an Dokumentationen der Mündlichkeit, an Übergangsformen (z. B. Briefe von Ausgewanderten im 19. Jahrhundert), an Hochformen der Schriftsprache.
Leistungsnachweise: Analysen empirischer Materialien
Klaus-Peter Ulbrich, M.A.
Pragmatik
– Linguistik des Sprachgebrauchs
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Di 16–18, B 128 Beginn: 21.10.2003
Die linguistische Pragmatik befasst sich mit der Frage, mit Hilfe welcher Strategien und Prinzipien Menschen sprachliche Mittel gebrauchen um erfolgreich kommunizieren zu können. Im Seminar sollen zunächst die nötigen begrifflichen und methodischen Grundlagen erarbeitet werden. Ferner ist vorgesehen, verschiedene Ansätze, Kritikpunkte sowie insbesondere praktische Anwendungsmöglichkeiten in Bezug auf die verschiedenen pragmatischen Forschungsbereiche aufzuzeigen.
Dr. Martin Wachtel
Grammatik
und Deutschunterricht
Proseminar (Basisseminar) L1,L2,L3,L5
Mo 10–12, A 5 Beginn:
20.10.2003
Das Seminar gehört zum Typ „Basisseminar“. Es vermittelt Grundlagen der grammatischen Analyse und Grundkenntnisse in zentralen Bereichen der deutschen Grammatik. Zugleich beschäftigt es sich mit der Frage, in welchen Lernzielzusammenhängen des Deutschunterrichtes grammatische Kenntnisse und Fertigkeiten relevant sind.
Hauptseminare
Prof. Dr. Gerd Fritz
Deutsche
Grammatik
Hauptseminar L3,MA,DaF
Di 10–12, B 106 Beginn: 21.10.2003
Das Seminar vermittelt Grundlagen der grammatischen Analysemethoden und Grundkenntnisse in zentralen Bereichen der deutschen Grammatik, sozusagen das grammatische Handgepäck des Germanisten für alle Lebenslagen. Inhaltliche Schwerpunkte bilden die Grundstrukturen des Satzes im Deutschen, die Struktur der Nominalphrase (die vom Kanzler seit Jahren angekündigten Sparmaßnahmen im Personalbereich) die Syntax des Verbs (das Peter die Bücher hat wollen übersetzen lassen, Peter hat die Bücher übersetzen lassen wollen) und die Wortstellungsregularitäten in den topologischen Feldern (z.B.: Er hat seiner Schwester das Buch gegeben vs. Er hat es ihr gegeben). Um die Teilnehmer mit Darstellungsformen und Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlicher Grammatiken vertraut zu machen, sollen Arbeitsgruppen Grammatikvergleiche zu einzelnen Problemfeldern erarbeiten. Neben der Duden-Grammatik (6. Aufl. 1998) sollen vor allem Heringers „rezeptive Grammatik“ („Lesen lehren lernen“, 1988), Eisenbergs „Grundriss der deutschen Grammatik. Band 2: Der Satz“ (1999) und die IdS-Grammatik (1997) herangezogen werden.
Dr. Jörg Riecke
Deutsche
Wortbildung
Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Mo 16–18, B 106 Beginn: 20.10.2003
In diesem Hauptseminar sollen die Teilnehmer mit der deutschen Wortbildung vertraut gemacht werden. Behandelt werden Grundlagen und Forschungsprobleme.
Zur Vorbereitung empfehle ich: Ludwig Eichinger: Deutsche Wortbildung. Eine Einführung. Tübingen 2000. – Wolfgang Fleischer – Irmhild Barz: Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache. 2.Aufl., Tübingen 1995.
Dr. Britt-Marie Schuster
Grundzüge
der jüngeren Sprachgeschichte (1800–1945)
Hauptseminar L1,L2,L3,L5,MA
Di 16–18, B 106 Beginn: 21.10.2003
In diesem Hauptseminar soll versucht werden, wichtige Themen der jüngeren Sprachgeschichte gemeinsam zu erarbeiten. Zunächst erfolgt ein Überblick über die wichtigsten Veränderungen der Sprachstruktur auf den Ebenen Orthographie, Syntax und Lexik, jedoch auch auf der Ebene sprachlicher Handlungsformen. Dann werden wir uns unterschiedlichen Aspekten öffentlichen Sprachgebrauchs im Zeitraum von 1800 bis 1945 zuwenden. Dazu gehören: die Entwicklung von Massenmedien und ihrer Sprache, die Politisierung der Öffentlichkeit durch agitatorischen Sprachgebrauch, die Entstehung und Weiterentwicklung unterschiedlicher Verwaltungs- und Fachsprachen und bedeutsame Veränderungen der deutschen Literatursprache. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den Sprachgebrauch im Nationalsozialismus gelegt werden. Daneben sollen auch die kommunikativen Stile unterschiedlicher Gruppen thematisiert werden, so die Sprache des Bürgertums, der Unterschichten, jedoch bspw. auch der Jugendsprache. Insgesamt soll das Hauptseminar dazu dienen, anhand von repräsentativen Texten unterschiedliche Formen der Textanalyse kennen zu lernen und zu erproben.
Dr. Martin Wachtel
Text und
Bild in den Fernsehnachrichten
Hauptseminar L2,L3,MA
Mo 18–20, B 106 Beginn: 20.10.2003
Es bedarf heute kaum noch einer längeren Begründung, dass die Massenmedien auf unser Kommunikationsverhalten, unser Wissen und unsere Erfahrungen einen erheblichen Einfluss nehmen. Diese Annahme gilt – nach wie vor – auch für das audiovisuelle Massenmedium Fernsehen und dessen Nachrichtensendungen. Denn gerade die Rezeption des bewegten und vertonten Bildes ist oft mit der Erwartung verknüpft, dass es die Authentizität des unmittelbaren Erlebens vermittelt. Nachrichtensendungen prägen so unsere Annahmen darüber, was in der Welt geschieht, was gesellschaftlich relevant, weniger relevant oder irrelevant ist und welche Meinungen mehrheits- und durchsetzungsfähig sind.
Das Seminar wird sich mit folgenden Themen befassen:
– Öffentlichkeit,
öffentliche Meinung und die Konstruktion einer Medienwirklichkeit.
– Ereignisauswahl und
Thematisierung in den Nachrichtensendungen.
– Die Ankersperson und die
Funktion der Moderation.
– Formen des Berichtens.
– Kommunikatives Handeln
mit Text und Bild.
– Modelle der
Medienwirkung
Oberseminare
Prof. Dr. Gerd Fritz
Examenskurs
Linguistik
Oberseminar L3,MA
Mo 14–16, B 106 Beginn: 27.10.2003
Im Examenskurs sollen Themen behandelt werden, die speziell der Vorbereitung auf sprachwissenschaftliche Prüfungen dienen. Auf Wunsch können Ratschläge für die Wahl von Examensthemen und Hinweise auf die gezielte Vorbereitung von Examensthemen gegeben werden. Die Teilnehmer sollen Gelegenheit bekommen, einzelne Schwerpunkte vorzustellen und zu diskutieren. Schicken Sie mir möglichst schon vor Semesterbeginn Vorschläge für derartige Schwerpunkte. (gerd.fritz@germanistik.uni-giessen.de)
Dr. Martin Wachtel
Examenskolloquium
Oberseminar L1,L2,L5
Di 18–20, B 106 Beginn: 21.10.2003
Das Seminar richtet sich ausschließlich an Examenskandidaten. Im Verlaufe des Semesters werden Examensthemen vorgestellt und erläutert.
Übungen
N.N.
Programmierpraktikum
Proseminar
Di 14–18, B 26 Beginn: 21.10.2003
Angewandte Sprachwissenschaft und
Computerlinguistik
Vorlesungen
Georg Rehm, M.A.
Grundlagen
der Computerlinguistik
Vorlesung MA
Mo 10–12, B 26 Beginn: 20.10.2003
Dieser Kurs soll die Teilnehmer mit einem Bereich vertraut machen, dessen besonderer Reiz in seiner verbindenden Stellung zwischen den Geisteswissenschaften und technisch-mathematischen Disziplinen besteht. Die für den wissenschaftlichen Umgang mit Sprache notwendige Intuition trifft hier auf formale Methoden, die ihre Wurzeln in der Logik und der Informatik haben. Gleichwohl bedeutet dies nicht, dass die Computerlinguistik lediglich eine Übertragung traditioneller linguistischer Methoden auf den Computer ausmacht. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Sprache unter Zuhilfenahme eines automatischen Symbolverarbeitungssystems, wie der Computer es ist, hat in vielen Bereichen zur Entwicklung neuer Theorien, zur Analyse besonders komplizierter Zusammenhänge und zur Verwendung genauerer Formalismen geführt, die längst auch ihrerseits auf die Linguistik Einfluss ausüben. Obwohl der Bereich Computerlinguistik heisst, steht also der Computer keineswegs allein im Zentrum. Es geht um eine Linguistik, oder – genereller – um eine Art der Informationsverarbeitung, bei der durch und in Hinsicht auf den Computer Sprache und Kommunikation in einer anderen Perspektive erscheinen.
Literatur: Ralf Klabunde et al. (Hrsg.): Computerlinguistik und Sprachtechnologie – Eine Einführung, 2. Auflage. Heidelberg: Spektrum, 2003. Erscheint. Die Anschaffung dieses Bandes wird empfohlen. Die erweiterte und aktualisierte zweite Auflage wird voraussichtlich im Oktober erhältlich sein. – James Allen: Natural Language Undestanding, Redwood City: Cummings (2nd ed.), 1995.
Einführungsseminare/Proseminare
Prof. Dr. Henning Lobin
Texttheorie
und Texttechnologie
Proseminar L3,MA,Prom
Do 8–10, B 26 Beginn:
23.10.2003
Die Untersuchung der Struktur von Texten ist seit langem ein wichtiges Teilgebiet der Linguistik. Zieht man dazu das Vorbild der Grammatik von Sätzen heran, entstehen Modelle der syntaktischen und semantischen Strukturen in Texten, die man auch als Texttheorien bezeichnet. Das Seminar befasst sich in einem ersten Teil mit neueren Texttheorien in theoretischer und praktischer Hinsicht.
Die Verfügbarkeit standardisierter Textkodierungstechniken im digitalen Medium hat in den letzten Jahren zur Herausbildung eines Gebietes geführt, das sich mit der effizienten Produktion, Bearbeitung und Umsetzung großer Textmengen – z.B. in Sachbuchverlagen, Nachrichtenagenturen oder bei Internet-Inhaltsanbietern – befasst. Dabei steht eine Strukturierungmethodik textueller Inhalte im Zentrum, bei der textgrammatische Verfahren Anwendung finden und somit ein enger Bezug zu einzelnen Texttheorien gegeben ist. Der zweite Teil des Seminars befasst sich deshalb mit Grundelementen der Texttechnologie.
Eine wichtige Fragestellung in der Verbindung dieser beiden Teile des Seminars wird darin bestehen, in welcher Weise Texttheorien texttechnologisch nutzbar gemacht werden können.
Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird neben der regelmäßigen Lektüre die Bereitschaft zur Übernahme eines Referats erwartet. Zu Semesterbeginn wird ein Reader mit allen relevanten Texten zur Verfügung gestellt.
Alex Ostermann
EDV I und
II
Einführungsseminar
Di 12–14, s.Aush. d. Inst., MZVG 11 Beginn: 21.10.2003
Fr 13–14, s.Aush. d. Inst., MZVG 11 Beginn: 24.10.2003
N.N.
Informatik I
Proseminar MA
Di 8–10, s.Aushang des Inst. Beginn: 21.10.2003
Fr 8–10, s.Aushang des Inst. Beginn: 24.10.2003
N.N.
Programmierpraktikum
Proseminar MA
Di 14–18, B 26 Beginn: 21.10.2003
Ziel dieses Praktikums ist der Erwerb der Fähigkeit der praktischen programmiertechnischen Lösung von Problemen der Sprach- und Textverarbeitung auf der Grundlage der Programmiersprache Perl. Perl ist eine recht unkomplizierte Programmiersprache, die besonders gut für diese Zwecke geeignet ist. Sie stellt in der Computerlinguistik fast eine Art Standard dar und wird auch im Bereich der Web-Programmierung häufig eingesetzt.
Die Veranstaltung ist aufgeteilt in theoretische Teile, in denen es um die programmiertechnischen Grundlagen geht, und praktische Übungen, die im Laufe des Semesters in größere, von Kleingruppen zu bearbeitende Projekte münden sollen. Von den Teilnehmern wird deshalb in jedem Fall die aktive Mitarbeit erwartet.
Das Programmierpraktikum ist Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“. Es wird die bereits erfolgte Teilnahme an der „Einführung in die Computerlinguistik“ vorausgesetzt.
Die verwendeten Materialien werden über die Web-Seite des Seminars zur Verfügung gestellt. Die Anschaffung eines Referenz-Werkes zur Sprache Perl wird erwartet.
Hauptseminare
Prof. Dr. Henning Lobin
Natürlichsprachliche
Systeme
Hauptseminar MA
Mo 14–16, D 412 Beginn: 20.10.2003
Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit Forschungsprojekten, die derzeit im Schnittpunkt von Computerlinguistik, Texttechnologie, World Wide Web und Hypertexttechnologie durchgeführt werden. Hierzu gehören etwa Systeme zum generellen und spezialisierten Information Retrieval, Verfahren zur automatischen Dokumentannotation und Informationsextraktion aus strukturierten und semistrukturierten Dateien. Im Zentrum der Veranstaltung stehen neben unterschiedlichen Methoden auch komplexe Architekturen natürlichsprachlicher Systeme und die Interaktion unterschiedlicher Komponenten.
Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar, das eine Pflichtveranstaltung im Magisterstudiengang „Angewandte Sprachwissenschaft und Computerlinguistik“ ist, sind Kenntnisse des Standards XML. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten die Bereitschaft mitbringen, im Laufe des Semesters ein Referat zu übernehmen. Ein Leistungsnachweis kann durch ein Referat sowie durch die Anfertigung einer schriftlichen Ausarbeitung erworben werden.
Übungen
Georg Rehm, M.A.
Übung zu
Grundlagen der Computerlinguistik
Übung MA
Do 10–12, B 26 Beginn: 23.10.2003
Alex Ostermann
Übungen zu
EDV I und II
Übung MA
Fr 13–14, Beginn: 24.10.2003
s.Aush. des Inst., MZVG 11
N.N.
Übungen zu
Informatik I
Übung MA
Do 14–18, s. Aushang des Inst. MZVG 12
Mediävistik
Vorlesungen
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Mittelalter
für Lehrerinnen und Lehrer
Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH
Mo 8.30-9.45, A 3 Beginn: 20.10.2003
Was Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer über das Mittelalter wissen sollten – seine Sprache, seine Geschichte, vor allem seine Kultur. Texte, die sich auf das Mittelalter beziehen, finden Sie in den Lesebüchern seit der 4. Jahrgangsstufe. Die Vorlesung liefert Ihnen Grundlageninformationen, damit Sie mit diesen Texten verantwortungsvoll, selbstständig und kritisch umgehen können.
Proseminare
Prof.
Dr. Otfrid Ehrismann
Einführung
in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur - Fabeln des Mittelalters
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Do 12–14, A 4 Beginn:
23.10.2003
In diesem Seminar lernen Sie, selbstständig mit mittelhochdeutschen Texten umzugehen und über die geschichtliche Dimension der Sprache zu reflektieren – zwei Lernziele, die Sie für den Unterricht der Sekundarstufen benötigen. Anhand einzelner sprachgeschichtlicher Übungseinheiten (u.a. „Chronologie“, „Sprachgeografie“, „Konsonantismus – Die II. Lautverschiebung“, „Geregelter Lautwechsel und Lautwandel im Vokalismus“, „Konjugation – Der Ablaut“), eines mittelhochdeutschen Textes und mündlicher Statements zur Literaturgeschichte werden Sie in zentrale Gebiete der Mediävistik eingeführt.
Für die Teilnahme am Seminar benötigen Sie ein Skript, das Sie zu Beginn der ersten Stunde für ca. 4,20 € erwerben können, und das Reclam-Bändchen Nr. 8797 „Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch“.
Der Leistungsnachweis („qualifizierter Schein“) wird additiv erworben durch zwei Tests zu den jeweiligen Übungseinheiten. Potenzielle Testaufgaben finden Sie am Ende des Skripts.
Bettina Hofmann-Käs
Einführung
in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Minnesang
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.
Di 8–10, B 106 Beginn: 21.10.2003
Dieses Seminar setzt zwei gleichwertige Akzente, nämlich sowohl einen sprachhistorischen als auch einen literaturwissenschaftlichen. Es werden Grundkenntnisse der deutschen Grammatik und der deutschen Sprachgeschichte mit mittelhochdeutschem Schwerpunkt vermittelt (Grundlage: Script zum Proseminar von Herrn Prof. Ehrismann). Gleichzeitig sollen die TeilnehmerInnen Kenntnisse über die mittelhochdeutsche Dichtung erlangen und zur Übersetzung und Interpretation derselben befähigt werden. Der Minnesang ist die repräsentative Liedform der ritterlich-höfischen Kultur. Wir lernen verschiedene Autoren vom Kürenberger bis Oswald von Wolkenstein kennen.
Als Voraussetzung für den Erwerb eines qualifizierten Scheines dienen regelmäßige Teilnahme sowie das Bestehen der Klausur am Seminarende.
Dr. Jörg Riecke
Einführung
in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Mittelalterliche medizinische
Texte
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DaF,GH
Mo 14–16, F 5 Beginn: 20.10.2003
Den Teilnehmern wird zu Beginn des Semesters eine Textauswahl zur Verfügung gestellt.
Zur vorbereitenden Lektüre empfehle ich: Thomas Bein (Hg.): Wieder allen den suhtin. Deutsche medizinische Texte des Hoch- und Spätmittelalters, Stuttgart 1989.
N.N.
Einführung
in die mittelhochdeutsche Sprache und Literatur: Heinrich von Morungen
Proseminar L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH
Do 10–12, B 106 Beginn:
23.10.2003
Hauptseminare
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann. In Zusammenarbeit mit der Phantastischen Bibliothek Wetzlar
Artus,
Merlin, Avalon – Mittelalter und Fantasy
Hauptseminar L3,MA,Prom. (für andere nur nach Besuch eines mediävistischen
Proseminars)
Mo 12–14, B 106 Beginn:
20.10.2003
Die heutige Fantasy-Literatur arbeitet wesentlich mit Motiven und Strukturen des mittelalterlichen Artusromans. Wir untersuchen „moderne“ Artus-, Merlin-, Avalon-, Mittelalter- und Fantasyromane seit ca. den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts und gewinnen auf diese Weise ein Bild heutiger Mittelalterlichkeit.
Ihren Leistungsnachweis können Sie als Teilnahmeschein oder als qualifizierten Schein erwerben. Dies hängt davon ab, welches Referat oder welche Hausarbeit sie wählen. In Bezug auf die Forschungsliteratur für Referate und Hausarbeiten werden Sie beraten.
Lesen Sie bitte zur Vorbereitung meinen Artikel „Mittelalterrezeption“ im 9. Band der „Enzyklopädie des Märchens“.
Prof. Dr. Xenja von Ertzdorff-Kupffer, Prof. Dr. Helmut Meinhardt, Dr. Jörg Riecke
Interdisziplinäres
Kolloquium: Meister Eckhart (1280–1328): Deutsche Schriften
Haupt-/Oberseminar L3,MA,Prom.
Mo 10–12, C 210 Beginn: 27.10.2003
Voraussetzung für Germanisten für die Teilnahme: erfolgreich bestandene Zwischenprüfung in Germanistik, Lateinkenntnisse.
Gemeinsame Lektüre mit Übersetzung und Interpretation ausgewählter mittelhochdeutscher Traktate unter philologischen und theologisch-philosophischen Gesichtspunkten. Text: Meister Eckhart, Deutsche Predigten und Traktate. Hrsg. von Josef Quint. – die maßgebliche wissenschaftliche Ausgabe. Vorhanden in den Bibliotheken des Zentrums für Philosophie und der Germanistik. (Fachbereich 05). Im Buchhandel erhältlich: Meister Eckhart, Werke I und II. Texte und Übersetzungen von Josef Quint. Hrsg. und kommentiert von Niklaus Largier. Frankfurt am Main, Deutscher Klassiker Verlag 1993, Band 2.
Die in den Sitzungen gelesenen Texte werden in der ersten Sitzung ausgegeben.
Zur allgemeinen Information vorab während der vorlesungsfreien Zeit empfohlen: Gerhard Wehr, Meister Eckhart. Rowohlt-Monographie 1989 (Nr. 176) – Kurt Ruh, Meister Eckhart. Theologe, Prediger, Mystiker. München, Beck 1985 – Kurt Ruh, Geschichte der abendländischen Mystik. Bd. 3: Die Mystik des deutschen Predigerordens und ihre Grundlegung durch die Hochscholastik. München, Beck 1996 – Josef Sudbrack, Mystik. Sinnsuche und die Erfahrung des Absoluten. Darmstadt, Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2002.
Oberseminare
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Friedrich
Hebbels „Die Nibelungen“ – philologische Lektüre
Oberseminar, Kolloquium L3,MA,Prom.
Do 14–16, B 109 Beginn:
23.10.2003
Hebbels Nibelungendrama (1861) gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der nibelungischen Mittelalterrezeption des 19. und 20. Jahrhunderts. Hebbel hat seinen Nibelungentext in besonderer Weise mythologisiert. Wir lesen diesen Text und analysieren dabei seine Sprache, seine Chiffrierungen und potenziellen Quellen.
Literaturwissenschaft
Die einzelnen
Veranstaltungen sind z. T. den drei folgenden Schwerpunkten zugeordnet: Theorie
und Methoden der Literaturwissenschaft (a), Literatur und Geschichte (b) und
ästhetische Theorie, Poetik, Literaturtheorie (c).
Vorlesungen
Hochschullehrer/innen
Einführung
in die Literaturwissenschaft
Grundlagenvorlesung L3,MA
Di 12–14, A 2 Beginn: 21.10.2003
Einführungsvorlesung und Einführungsseminar ergänzen sich gegenseitig. Die Vorlesung dient vor allem dem Überblick und gibt als gemeinsam konzipierte Ringvorlesung zugleich die Gelegenheit, die Lehrenden des Arbeitsbereichs Neuere deutsche Literaturwissenschaft kennen zu lernen. Die Vorlesung führt zunächst in den Gegenstandsbereich der Literaturwissenschaft ein, gibt dann einen Überblick über die Entwicklung der einzelnen literarischen Gattungen, diskutiert die Problematik von Epocheneinteilungen und der literarischen Kanonbildung. Weitere Themen sind die Bedeutung der Rhetorik für die Literaturwissenschaft, das Verhältnis von Autor, Text und Leser, Editionslehre und die Fachgeschichte der Germanistik. Abgeschlossen wird die Vorlesung mit der exemplarischen Erörterung von methodischen Argumentationshorizonten in der Literaturwissenschaft und einer offenen Podiumsdiskussion mit den Vortragenden. Als Leistungsnachweis für die Vorlesung gilt regelmäßige Anwesenheit und die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur in der vorletzten Vorlesungswoche.
In der 1. Sitzung am 21.10.2003 findet die Verteilung auf die Einführungsseminare „Einführung in die Literaturwissenschaft“ (s. Einführungsseminare) statt. Beginn der Ringvorlesung: 28.10.2003.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Die Bibel
und die deutsche Literatur II
Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,HF/NF,studium generale
Do 14–16, A 5, Beginn:
23.10.2003
Man darf den Einfluss des Buches aller Bücher auf das abendländische Denken und Dichten hoch ansetzen. Der Prolog im Himmel (in Goethes Faust) findet sein Muster im Buch Hiob, der Schluss des Menschheitsdramas gebraucht die christliche Mythologie usw. ohne Ende. Ich werde zunächst die Texte der Bibel selbst, gestützt auf die wissenschaftlichen Kommentare, vorstellen, aufzeigen, was in ihnen - heute gelesen steckt. Man darf Wunder erwarten. Der Blick wird dann auch auf die (deutsche) Literatur gerichtet, etwa denke man an die Josephs-Geschichte, die Thomas Mann abgeliefert hat. Natürlich ist der Besitz einer Bibel (Altes Testament und Neues Testament) nützlich; man kann sie auf CD kaufen oder aus dem Internet kostenlos herunterladen. Fortsetzung der Vorlesung vom SS 03; man kann auch teilnehmen, wenn man den ersten Teil nicht gehört hat.
Prof. Dr. Günter Oesterle
Die
ornamentale Groteske in der Literatur von der frühen Neuzeit bis in die
Gegenwartsliteratur
Vorlesung L1,L2,L3,MA,Prom.,DTM,AVL,NF,DaF
Mo 16–18, A 4 Beginn:
20.10.2003
Wolfgang Kayser hat in einem berühmt gewordenen Buch zum Thema die Ablösung einer spezifischen ornamentalen bildkünstlerischen Groteske durch eine ästhetische Kategorie des Grotesken im Laufe des 18. Jahrhunderts behauptet. Die nachhaltige Wirkung der Ornamentgroteske in der Literatur nach 1800 ist das zentrale Thema der Vorlesung.
Literatur: Wolfgang Kayser: Das Groteske in Literatur und bildender Kunst. Reinbek 1966. – Michail Bachtin: Rebelais und seine Welt. Hrsg. v. R. Lochmann. Frankfurt 1987
PD Dr. Lothar Schneider
Einführung
in das Studium der allgemeinen und vergleichenden Literatur- und
Kulturwissenschaft
Vorlesung (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mi 10–12, A 3 Beginn:
22.10.2003
Die Vorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des Faches Komparatistik; sie richtet sich aber auch an Studierende der NDL oder anderer geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich für übergeordnete literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und Theorieansätze interessieren. Gegenstand der Vorlesung ist ein Überblick über Kernbereiche der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft: Vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte (Thematologie; Mythosforschung; Analogiestudien; Gattungstheorie und Gattungsgeschichte; Periodisierung und vergleichende Epochenforschung) und Literatur- und Kulturtheorie (Literarische Wertung und Kanonbildung; Theorie und Praxis literarischer Übersetzung; Theorien interkultureller Vermittlungsprozesse, Intertextualität, Intermedialität). All diese Bereiche werden in der Vorlesung exemplarisch behandelt. Eine Lektüreliste wird zu Beginn ausgegeben.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Epochenzyklus
Teil III: Aufklärung
Vorlesung (b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,NF,DTM,DaF
Di 16–18, A 1 Beginn:
28.10.2003
Der dritte Teil des literaturgeschichtlichen Überblicks folgt in der Konzeption der Vorlesung zur „-Frühen Neuzeit“, die ich im vergangen Sommersemester gehalten habe: Längsschnitte durch die Geschichte der Poetik und einzelner Gattungen verbinden sich mit Miniaturen zu Autoren und Werken, Ausführungen zur Real- und Wissenschaftsgeschichte ergänzen die Darstellung. – ‚Neueinsteiger’ und Studienanfänger sind selbstverständlich willkommen.
Einführungsseminare
Einführung
in die Literaturwissenschaft
Das Einführungsseminar mit angeschlossenem Tutorium zielt auf die Vermittlung von literaturwissenschaftlichen Basisqualifikationen. Dazu gehören die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, wie Bibliographieren, Zitieren, Anfertigen von Hausarbeiten. Im Mittelpunkt der Seminare steht die Einführung in die literarischen Gattungen: die Analyse lyrischer, erzählender und dramatischer Texte, hinzu kommen Themengebiete wie Textkritik, Rhetorik und Epochengliederungen. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, die eigenen Erwartungen an ein Germanistikstudium zu reflektieren.
Das Einführungsseminar wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Dr. Joachim Jacob
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, C 3 Beginn:
28.10.2003
Dr. Guido Naschert
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, B 31 Beginn: 28.10.2003
Bianca Schwindt
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, C 30 Beginn: 28.10.2003
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Einführungsseminar L3, MA
Di 10–12, B 128 Beginn: 28.10.2003
Proseminare
Dr. des Roland Borgards
Einführung
in die vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte
Proseminar (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 16-18, B 33 Beginn: 20.10.2003
Diese Einführung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden, die das Fach Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft (Komparatistik) im Haupt- oder Nebenfach studieren. Das Seminar dient der Einführung in die Methoden der Komparatistik, daher werden grundsätzliche Fragestellungen thematisiert. Darüber hinaus gibt es folgende Themenschwerpunkte: 1. Thematologie (am Beispiel des Antigone-Stoffs); 2. Gattungsgeschichte im übernationalen Vergleich (am Beispiel der Novelle); übergreifende Probleme der Epochengeschichtsschreibung (am Beispiel der ‚europäischen Romantik‘).
LITERATUR: Ab August steht ein Handapparat zur Verfügung, in dem sich sämtliche im Seminar besprochene Literatur befindet. Zur Vorbereitung in den Semesterferien empfiehlt sich folgende Lektüre: Peter von Zima: Komparatistik. Einführung in die vergleichende Literaturwissenschaft. Tübingen 1992; Birus, Hendrik: Germanistik und Komparatistik. DFG-Symposium 1993. Stuttgart 1995. – Georg Steiner: Die Antigonen. Geschichte und Gegenwart eines Mythos. München 1990. – Hugo Aust: Novelle. Stuttgart 1990. – Gerhard Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart 1990.
Dr. Günter Butzer
Populäre
Literatur im 19. Jahrhundert
Proseminar (b) L1,L2,L3,L5,MA,NF,DTM,DaF
Di 12–14, C 27 Beginn: 21.10.2003
Im 19. Jahrhundert
entstehen die Grundlagen moderner Massenkommunikation. Von dieser Entwicklung
ist u.a. auch die ‚schöne‘ Literatur in einer Weise betroffen, die ihr
Selbstverständnis als autonome gesellschaftliche Institution in Frage stellt.
Insbesondere die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts expandierenden
illustrierten Bildungszeitschriften spielen hier eine zentrale Rolle, weil sie
innerhalb kurzer Zeit die literarische Kommunikation okkupieren und sie Regeln
unterwerfen, die sich weniger an den Normen der Ästhetik als an den
Erfordernissen der Massenkommunikation orientieren. An dieser Entwicklung haben
praktisch alle Autoren der zweiten Jahrhunderthälfte Anteil – egal, ob sie
später kanonisiert wurden oder nicht. Das Seminar dient erstens der Rekonstruktion
der erwähnten Umbrüche in der literarischen Kommunikation im 19. Jahrhundert,
zweitens der Untersuchung der unterschiedlichen Positionen, die die
Autor/inn/en innerhalb des literarischen Feldes einnehmen, und drittens der
exemplarischen Analyse einzelner Genres (z.B. Kriminalgeschichte, Liebesroman,
historischer Roman, Lyrik für Frauen).
Dr. Hansjörg Bay / Dr. Günter Butzer
Lesen
Proseminar (a) alle
L,MA,DTM,AVL,Komp,DaF
Mi 10–12, F 6 Beginn: 22.10.2003
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende im Grundstudium, die bereits über Erfahrung im literaturwissenschaftlichen Umgang mit Texten verfügen und die Grundlage ihres Tuns theoretisch reflektieren wollen. Es geht dabei nicht um Fragen der Lesesozialisation, eine empirische Untersuchung des Lesevorgangs oder eine methodische Anleitung zum ‚richtigen‘ Lesen. Vielmehr wollen wir darüber nachdenken, was geschieht, wenn Literaturwissenschaftler Texte analysieren, ihre Strukturen beschreiben und ihnen Bedeutung zuweisen. Im Seminar sollen, ausgehend von der eigenen Praxis, unterschiedliche Lektüreverfahren transparent gemacht und diskutiert werden. Daneben werden exemplarische Textanalysen untersucht und deren methodische Prinzipien erarbeitet. Schließlich werden wir uns auch mit theoretischen Positionen zur Frage des Lesens im Spannungsfeld von Hermeneutik, Strukturalismus und Dekonstruktion auseinandersetzen.
Vanessa Dippel, MA
Goethes
"Wahlverwandtschaften"
Proseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,MA,AVL
Fr 10–12, 14 täg., C 3 Beginn: 24.10.2003
Plus Exkursion
»Die Studierten aus der Stadt und von den Akademien sind wohl klar und ordentlich, aber es fehlt an der unmittelbaren Einsicht in die Sache.« Dass entgegen der schlechten Prognosen Eduards - Protagonist in den "Wahlverwandtschaften" - die 'Studierten aus der Stadt' sehr wohl tiefere Einsichten in Goethes "besten Roman" (J. Hörisch) gewinnen können, soll das Proseminar beweisen. Wir werden den Text einer gründlichen und textnahen Lektüre unterziehen und vor diesem Hintergrund verschiedene Forschungspositionen diskutieren. Ein Teil der Veranstaltung wird in Weimar stattfinden. Dort haben wir die Gelegenheit, Zeitbezüge und ganz besonders die kunsttheoretischen Aussagen des Romans (Landschaftsgarten, lebende Bilder etc.) mit Fachleuten der Stiftung Weimarer Klassik und des Sonderforschungsbereichs Ereignis Weimar/Jena zu erarbeiten. Teilnahmevoraussetzung ist eine gute Textkenntnis. Ein kurzes Treffen zur Terminabsprache findet am 14.07.2003 um 13 Uhr s.t. (Raum G 27/28) statt.
Dr. Sascha Feuchert
Ein Text
und seine Wirkung: das Tagebuch der Anne Frank
Proseminar L3,MA,DTM,NF,DaF,AVL
Fr 10–12, B 128 Beginn: 24.10.2003
Wohl kaum ein Text der Holocaustliteratur löste so viel Anteilnahme aus wie das Tagebuch der Anne Frank: Besonders die dramatische Adaption führte auch in Deutschland zu einer regelrechten Anne-Frank-Bewegung. Das Seminar setzt sich zum Ziel, zunächst den Text selbst – unter genauer Berücksichtigung auch der durch die Editoren jahrzehntelang unterdrückten Passagen – genau zu verstehen, um dann die verschiedenen Stadien der Rezeption nachzuzeichnen. Dabei sollen jene kritischen Stimmen eine besondere Beachtung erfahren, die in der Beschäftigung mit dem Text der Anne Frank eine Strategie sahen, sich der eigentlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust zu entziehen.
LITERATUR: Anne
Frank: Anne Frank Tagebuch, autoris. u. erg. Fassung. Frankfurt: Fischer 2002.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Die Fabel
als gesellschaftlich vermittelte Gattung
Proseminar L1,L2,L3,L5,AVL,MA,Prom.,HF/NF
Mo 14–16, A 5 Beginn:
20.10.2003
Die Fabel ist seit der Antike eine Gattung, die besonders eng in ihre jeweilige gesellschaftliche Umgebung verflochten ist. Gerade weil oft immer dieselben Motive verwandt wurden, kann man in den Variationen geschichtliche Entwicklungen ablesen. Es soll ein Überblick von den Anfängen bis in die Gegenwart erarbeitet werden.
LITERATUR: Leibfried,
Fabel, Sammlung Metzler - Leibfried, Fabel, c.c.buchners - Leibfried/Werle,
Texte zur Theorie der Fabel, Sammlung Metzler. Näheres ab Anfang September
unter www.leibfried.info
Dr. des. Guido Naschert
Forum zur
deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Proseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,AVL,MA,Prom.,HF/NF
Mi 18–20, B 128 Beginn: 22.10.2003
Auch in diesem Semester wird das neue Literaturforum im MuK Gießen e. V. (An der Automeile 16, 35394 Gießen) fortgesetzt werden. Der Gesprächskreis ist offen für alle, denen die Diskussion über Neuerscheinungen der unmittelbaren Gegenwartsliteratur besonders am Herzen liegt. Im letzten Semester wurden Texte von Judith Hermann, Julie Zeh, Maxim Biller u. a. besprochen. Beim ersten Treffen wird aus den Vorschlägen der TeilnehmerInnen ein Leseplan entwickelt. Nach genauer Absprache ist ein Scheinerwerb im Rahmen dieser Veranstaltung möglich. Informationen finden Sie unter http://www.guidonaschert.de.
Dr. Kirsten Reimers
„Schlagt
ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent“ – Theorie, Geschichte und Praxis der
Literaturkritik in Wissenschaft und Medien
Proseminar (a,b,c) L3,MA,DTM.
Do 14–16, B 106 Beginn:
23.10.2003
Goethes drastische Ablehnung des Kritikerstandes ist keine Einzelmeinung, Martin Walser lieferte im letzten Jahr die aktuelle Variation der Mordgelüste von Schriftstellern. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist die Literaturkritik eine feste Institution im deutschen Literaturbetrieb – und immer wieder selbst Gegenstand von Kritik. In diesem Seminar soll neben der Untersuchung der Geschichte und dem Funktionswandel der Literaturkritik in den letzten 200 Jahren auch die Praxis nicht zu kurz kommen: Anhand von Beispielrezensionen und Schreibübungen sollen Funktionen, Ausprägungen und Stilmittel der Literaturkritik erarbeitet und das Rüstzeug des Kritikers praktisch analysiert und angewendet werden.
Literatur: Wilfried Barner (Hg.),
Literaturkritik. Anspruch und Wirklichkeit, Stuttgart 1990.
Dr. Kirsten Reimers
Kriminalromane
im „Dritten Reich“
Proseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,MA
Do 10–12, C 3 Beginn:
23.10.2003
Obwohl mit den offiziellen kulturpolitischen Konzepten nur schwer zu vereinbaren, wurden auch im nationalsozialistischen Deutschland Kriminalromane geschrieben. Kriminal- und Verbrechensliteratur besitzt neben dem Unterhaltungsaspekt oft auch gesellschafts- und justizkritische Elemente. Wie wurde dies während des Dritten Reiches gehandhabt? Wurde die innenpolitische Realität aus den Romanen ausgeklammert oder rekurrierten die Romane auf sie? Wenn ja, in welcher Weise geschah dies? Wie wurden Schuld, Strafe und Gerechtigkeit in den zeitgenössischen Romanen definiert? Diese und weitere Fragen werden im Seminar behandelt.
Literatur: Peter Nusser, Der
Kriminalroman, Stuttgart 21992
PD Dr. Lothar Schneider
Rilkes Weg
in die Moderne
Proseminar (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 10–12, C 3 Beginn: 20.10.2003
Aufgewachsen in Prag, hat sich Rilke nicht nur permanent mit der jungen Moderne auseinandergesetzt, sondern sie buchstäblich am Ort aufgesucht und erlebt. Das Seminar wird dieser Topographie nachgehen. Neben Stationen (Prag, Paris) und Reisen (Rußland, Ägypten) wird dabei besonders Rilkes Auseinandersetzung mit Malerei und Plastik (Cezanne, Rodin) in den Blick genommen.
Literatur: Rainer
Maria Rilke: Die Gedichte (Insel 1999 [Die Ausgabe enthält alle Gedichte und
ist in der Summe mit Abstand am preiswertesten!]); ders.: Die Aufzeichnungen
des Malte Laurids Brigge. Reclam (9626); ders.: Über moderne Malerei (Insel Tb
2546); ders.: Reise nach Ägypten (Insel 2699).
Dr. Gideon Stiening
Gottfried
Keller: Novellen und Erzählungen
Proseminar (b) L1,L2,L3,L5,AVL,MA,Prom.,HF/NF
Mi 12-14, C 3 Beginn: 22.10.2003
Gottfried Kellers erzählerisches Werk gehört zu den bedeutendsten des Genres im 19. Jahrhundert und gilt auch heute noch als Verkaufsschlager. Neben dem Roman Der grüne Heinrich, der zu einem der wichtigsten Exemplaren des Entwicklungsromans avancierte, sind es vor allem der Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla, die Züricher Novellen und weitere Novellen und Erzählungen, die zu den Standardwerken der Erzählkunst des sogenannten Realismus zu rechnen sind und die daher zu Recht auch in die Schulbücher des späten 20. Jahrhunderts aufgenommen wurden.
Literatur: Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla, hg. von Bernd Neumann. Stuttgart 1993. Zur Einführung: Gerhard Kaiser: Gottfried Keller. Das gedichtete Leben. Frankfurt 1987.
Hauptseminare
Dr. Joachim Jacob, unter Mitarbeit von Tanja Hagedorn, Michael Kühne, Axel Löber
„Was
gibt’s denn da zu lachen?“ Komik in Text, Bild und Ton
Hauptseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,MA,NF,DTM,DaF,AVL
Di 14–16, C 27 Beginn: 21.10.2003
Meist im Schatten „ernster“ Dichtung stehend, behaupten auch Witz und Komik ihren Platz in der Deutschen Literatur. Wie aber „funktioniert“ Komik? Gibt es eine spezifische Struktur des Komischen und wie wird sie erzeugt? Warum ist sie – wie immer wieder behauptet – besonders labil und besonders stark historischem Wandel unterworfen? Lässt sich über Komik fundiert urteilen? Diese und andere Fragen sollen an ausgewählten literarischen Beispielen des 20. Jahrhunderts diskutiert werden, vor allem auch an bislang von der literaturwissenschaftlichen Forschung kaum beachteten Autoren, wie Heinz Erhardt, Max Goldt, Hanns Dieter Hüsch oder Loriot. Ein zweiter Schwerpunkt des Seminars ist die Untersuchung der Funktionsweise von Komik im medialen Vergleich. Neben die Analyse sprachlicher Verfahren zur Erzeugung von Komik soll darum die Beschäftigung mit Komik im Bild und in der Musik treten, bzw. in der Kombination der Medien, wie sie etwa im Film zu beobachten ist. Erwartet wird die Bereitschaft zu intensiver Mitarbeit in einer Projektgruppe.
Zur vorbereitenden Lektüre empfehlen wir: Loriot: Menschen, Tiere, Katastrophen (Reclam UB 8820).
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Literarische
Kriegsdarstellungen Joschua –Thukydides – Makkabäer – Caesar – Schiller –
Goethe
Hauptseminar L3,MA,Prom.,HF/NF,DTM,AVL
Do 16–18, B 106 Beginn: 23.10.2003
Zunächst soll ein Schwerpunkt auf prosaische Arbeiten gelegt werden; bei entsprechendem Interesse können aber auch poetische Werke (Grimmelshausen, Remarque, Lyrik) behandelt werden. [Kenntnisse alter Sprachen: hebräisch, griechisch, lateinisch, sind kein Hindernis für die Teilnahme; ab und an müssen die Urtexte herangezogen werden, etwa bei dem Wort Bann, hebr. hrm (haeraem). Der Arbeit zugrundegelegt werden aber deutsche Übersetzungen.] Näheres ab Anfang September unter www.leibfried.info
Dr. des. Guido Naschert/Dr. des. Gideon Stiening
Philosophische
Frühromantik
Hauptseminar (b, c) L3,MA,Prom.,DTM,AVL
Di 16–18, G 25 Beginn: 21.10.2003
„Philosophie musst Du studiren, und wenn Du nicht mehr Geld hättest, als nöthig ist, um eine Lampe und Öl zu kaufen, und nicht mehr Zeit, als von Mitternacht bis zum Hahnenschrei,“ empfahl Friedrich Hölderlin 1796 seinem Bruder. Friedrich Schlegel betrachtete weite Strecken seines Lebens rückblickend als Philosophische Lehrjahre, und auch in den Schriften des Novalis’ findet die Reflexion wie selbstverständlich das Bedürfnis einer Philosophie. Selten waren Poesie und Philosophie in ihrem Anspruch, ihren Problemstellungen und Begründungen so eng aufeinander bezogen wie bei den Autoren der Frühromantik. Das Seminar bietet nach einer Einführung in wichtige Problemlagen der nachkantischen Philosophie die Möglichkeit zur Diskussion einer repräsentativen Textauswahl der genannten Autoren und einiger Zeitgenossen; darunter zählt auch Hölderlins Roman Hyperion (1797/1799). Am Di., den 22.07.03, findet um 16ct Uhr in Raum 141 eine Vorbesprechung statt.
LITERATUR: Manfred
Frank: „Unendliche Annäherung“. Die Anfänge der philosophischen Frühromantik. Frankfurt
a. M. 1997. – Frederick Beiser: German idealism. The struggle against subjectivism, 1781-1801.
Harvard UP 2002. – Terry Pinkard: German philosophy, 1760-1860. The legacy of
idealism. Cambridge UP 2002. – Robert Richards: The romantic conception if life.
Science and philosophy in the age of Goethe. University of Chicago Press 2002.
Prof. Dr. Günter Oesterle
Der
literarische Traum in Aufklärung, Romantik und dem poetischen
Realismus
Hauptseminar L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mi 10–12, G 25 Beginn: 22.10.2003
Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Interesse an dem Verhältnis von Wissen und Literatur sind Traumtheorien und die literarische Darstellung von Träumen ins Blickfeld der Forschung getreten. Literarische Träume sind bei Wieland, Novalis, Klingemann, Arnim, Heine wie Keller hochkomplexe Verdichtungen, in denen eine sich überlagernde Zeit wie Erinnerungsstruktur aufgewiesen werden kann. Dadurch ergeben sich neuartige Erzählsequenzen. Das Seminar will die damaligen Theorien des Traums zur Kenntnis nehmen und die ästhetischen und narratologischen Konsequenzen durch eine umfängliche Interpretationsarbeit aufweisen.
Literatur: Manfred
Engel: Traumtheorie und literarische Träume im 18. Jahrhundert. Eine Fallstudie
zum Verhältnis von Wissen und Literatur. In: Scientia Poetica. Jb.
F. Geschichte der Literatur und Wissenschaften. Bd. 2 (1998), S. 97-126. –
Peter-André Alt: Der Text der Imagination. Modelle des Traums in der Literatur
um 1800. In: Ordnungen des Imaginären. Theorien der Imagination in funktionsgeschichtlicher
Sicht. Sonderheft des Jg. 2002, Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeiner
Kunstwissenschaft, S. 141-161.
Dr. des. Udo Roth
1848 und
die Folgen
Hauptseminar (b, c) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,AVL
Do 14–16, B 128 Beginn:
23.10.2003
Die blutige Niederschlagung der (März-)Revolution 1848 zeitigte nicht nur politische und gesellschaftliche Folgen, auch in literarischer Hinsicht fand ein tiefgreifender Wandel statt. Unter dem von Otto Ludwig 1858/60 geprägten literarhistorischen Epochenbegriff „Poetischer Realismus“ entwickelte sich eine an der erfahrbaren Wirklichkeit orientierten und die Dinge des Alltags darstellende, dem liberalen Bürgertum zugewandte Literatur, die vor allem in der historisierenden, oft märchenhaften (Vers-)Erzählung und der Novelle ihren Horizont einer familialen Innerlichkeit, bürgerlicher Wertvorstellungen und einer Abgrenzung von der Politik findet. Anhand ausgewählter Beispiele (Heyse, Raabe, Scheffel, Stifter u.a.) will das Seminar versuchen, im zeitlichen Rahmen zwischen 1848 und 1871 die Besonderheiten dieses frühen, mehr oder weniger programmatischen ‚Realismus‘ herauszuarbeiten, wobei aber auch der Blick auf die Tendenzen der Unterhaltungspublizistik etwa in der Gartenlaube oder den Grenzboten ebenso fallen wird wie die Entwicklung auf dem Buchmarkt (Reclam’s Universal-Bibliothek existiert seit 1867!) berücksichtigt werden soll.
Empfohlene Literatur zur Einführung und Vorbereitung: Martini, Fritz: Deutsche Literatur im Bürgerlichen Realismus 1848–1898. 4., mit neuem Vorw. u. erw. Nachw. vers. Aufl. Stuttgart 1981 [1. Aufl. Stuttgart 1962]. – Realismus und Gründerzeit. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1848–1880. Mit einer Einführung in den Problemkreis und einer Quellenbibliographie hrsg. v. Max Bucher, Werner Kahl, Georg Jäger u. Reinhard Wittmann. 2 Bde. (Bd. 1: Einführung in den Problemkreis, Abbildungen, Kurzbiographien, annotierte Quellenbibliographie und Register; Bd. 2: Manifeste und Dokumente). Stuttgart 1981. Eine Leseliste liegt zum Ende des Sommersemesters in der FBB aus.
PD Dr. Lothar Schneider
Existenzialistische
Romane
Hauptseminar (a,b) L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 14–16, B 128 Beginn: 20.10.2003
Großstadt, Neon, Jazz. Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg ist den Intellektuellen eine Zeit radikaler Vereinzelung, Bindungslosigkeit und Freiheit, aber auch die Zeit zufälliger Gefängnisse und irrationaler Verstrickungen. In der Lektüre einer Reihe von Romanen wird das Seminar diesem Lebensgefühl und seinen Bedingungen nachgehen.
Literatur: Max Frisch: Stiller (Suhrkamp Tb 2647); ders.: Homo Faber (Suhrkamp Tb 2470); Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker (detebe 22535); Jean Paul Sartre: Der Ekel (rororo 10581); Albert Camus: Der Fremde (rororo 22189); Paul Bowles: Himmel über der Wüste (Goldmann btb 71309)
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Ästhetik
um 1800
Hauptseminar (a,b,c) L3,MA,Prom.,DTM
Mo 16–18, B 128 Beginn: 27.10.2003
Das Seminar bietet eine Einführung in ‚klassische’ Texte der idealistischen Ästhetik um 1800: Nach eingehender Lektüre grundlegender Schriften (Kants Kritik der Urteilskraft, Schillers Briefe Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen u.a. in Auswahl) soll auf neuere Forschungsansätze eingegangen werden.
Oberseminare
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Friedrich
Hebbels „Die Nibelungen“ – philologische Lektüre
Oberseminar, Kolloquium L3,MA,Prom.
Do 14–16, B 109 Beginn:
23.10.2003
Hebbels Nibelungendrama (1861) gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der nibelungischen Mittelalterrezeption des 19. und 20. Jahrhunderts. Hebbel hat seinen Nibelungentext in besonderer Weise mythologisiert. Wir lesen diesen Text und analysieren dabei seine Sprache, seine Chiffrierungen und potenziellen Quellen.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Hermeneutik
– Interpretation – Exegese
Oberseminar L3,MA,Prom.HF/NF,DTM,AVL
Mo 16–18, B 210 Beginn: 20.10.2003
Einmal soll der Stand der Hermeneutik-Theorie (um die es recht still geworden ist) referiert werden, darauf aufbauend die Differenz von Interpretation (poetischer Denkmäler) und Exegese (heiliger Texte), nützlich zu lesen:
Leibfried, Literarische Hermeneutik. Näheres ab Anfang September unter www.leibfried.info
Prof. Dr. Günter Oesterle
Walter
Benjamin und Siegfried Krakauer
Oberseminar L3,L5,MA,DTM,AVL
Di 16–18, G 26 Beginn: 21.10.2003
Kracauer hat 1928 in der Frankfurter Zeitung eine ausführliche Besprechung von Walter Benjamins Schriften vorgelegt. Dort benennt er Gemeinsamkeiten und Differenzen. Benjamin hat in der Folgezeit, besonders auf die Kritik reagiert, sich nicht um aktuelle Erscheinungen zu kümmern, indem er parallel zu Karacauer auf medientechnische Errungenschaften einging. Kracauer und Benjamin wurden dann wiederum implizit von Adorno kritisiert. Beide suchten im Bereich des Unscheinbaren, Entwerteten, von der Geschichte Übergangenen die "höchsten Bedeutungen".
PD Dr. Lothar Schneider
Literaturwissenschaftliche
Basistexte
Oberseminar (a) L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 18–20, B 128 Beginn: 20.10.2003
In diesem Seminar sollen in Absprache aller Teilnehmer eine Reihe ‚klassischer Texte‘ zur Literatur- und Kulturwissenschaft gelesen werden. Geeignete Kandidaten wären: Theodor W. Adorno: Der Artist als Statthalter; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Susan Sonntag: Against Interpretation; Arthur Coleman Danto: The Transfiguration of the Commomplace/Die Verklärung des Gewöhnlichen; Nelson Goodman: Languages of Art/Sprachen der Kunst.
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Ideengeschichte.
Methode und Programm (Fortsetzung)
Oberseminar (a,b,c) L3,MA,Prom.,DTM
Di 18–20, B 128 Beginn: 28.10.2003
Auch nach dem ›cultural turn‹ ist die Frage, wie man literarische Werke in ihren kulturellen Kontexten betrachtet, noch nicht zufriedenstellend beantwortet; eine ‚renovierte’ Ideengeschichte gewinnt hier an Attraktivität. Wir wollen der Diskussion vorgreifen und einige grundlegende Texte analysieren. Das Seminar steht allen Studierenden offen, die Interesse an theoretischen Fragestellungen haben (Anmeldung ist nicht erforderlich).
Einige Sitzungen sind der Vorstellung von Examens- und Dissertationsprojekten vorbehalten.
Komparatistik
Vorlesungen
Prof. Dr. Günter Oesterle
Die ornamentale
Groteske in der Literatur von der frühen Neuzeit bis in die Gegenwartsliteratur
Vorlesung L1,L2,L3,MA,Prom.,DTM,AVL,NF,DaF
Mo 16–18, A 4 Beginn:
20.10.2003
Wolfgang Kayser hat in einem berühmt gewordenen Buch zum Thema die Ablösung einer spezifischen ornamentalen bildkünstlerischen Groteske durch eine ästhetische Kategorie des Grotesken im Laufe des 18. Jahrhunderts behauptet. Die nachhaltige Wirkung der Ornamentgroteske in der Literatur nach 1800 ist das zentrale Thema der Vorlesung.
Literatur: Wolfgang Kayser: Das Groteske in Literatur und bildender Kunst. Reinbek 1966. – Michail Bachtin: Rebelais und seine Welt. Hrsg. v. R. Lochmann. Frankfurt 1987
PD Dr. Lothar Schneider
Einführung
in das Studium der allgemeinen und vergleichenden Literatur- und
Kulturwissenschaft
Vorlesung (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mi 10–12, A 3 Beginn:
22.10.2003
Die Vorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden des Faches Komparatistik; sie richtet sich aber auch an Studierende der NDL oder anderer geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich für übergeordnete literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen und Theorieansätze interessieren. Gegenstand der Vorlesung ist ein Überblick über Kernbereiche der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft: Vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte (Thematologie; Mythosforschung; Analogiestudien; Gattungstheorie und Gattungsgeschichte; Periodisierung und vergleichende Epochenforschung) und Literatur- und Kulturtheorie (Literarische Wertung und Kanonbildung; Theorie und Praxis literarischer Übersetzung; Theorien interkultureller Vermittlungsprozesse, Intertextualität, Intermedialität). All diese Bereiche werden in der Vorlesung exemplarisch behandelt. Eine Lektüreliste wird zu Beginn ausgegeben.
Proseminare
Dr. des Roland Borgards
Einführung
in die vergleichende Literatur- und Kulturgeschichte
Proseminar (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 16-18, B 33 Beginn: 20.10.2003
Diese Einführung ist eine Pflichtveranstaltung für alle Studierenden, die das Fach Allgemeine und Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft (Komparatistik) im Haupt- oder Nebenfach studieren. Das Seminar dient der Einführung in die Methoden der Komparatistik, daher werden grundsätzliche Fragestellungen thematisiert. Darüber hinaus gibt es folgende Themenschwerpunkte: 1. Thematologie (am Beispiel des Antigone-Stoffs); 2. Gattungsgeschichte im übernationalen Vergleich (am Beispiel der Novelle); übergreifende Probleme der Epochengeschichtsschreibung (am Beispiel der ‚europäischen Romantik‘).
LITERATUR: Ab
August steht ein Handapparat zur Verfügung, in dem sich sämtliche im Seminar
besprochene Literatur befindet. Zur Vorbereitung in den Semesterferien
empfiehlt sich folgende Lektüre: Peter von Zima: Komparatistik. Einführung in
die vergleichende Literaturwissenschaft. Tübingen 1992; Birus, Hendrik:
Germanistik und Komparatistik. DFG-Symposium 1993.
Stuttgart 1995. – Georg Steiner: Die Antigonen. Geschichte und Gegenwart eines
Mythos. München 1990. – Hugo Aust: Novelle. Stuttgart 1990. – Gerhard
Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart 1990.
Dr. Hansjörg Bay / Dr. Günter Butzer
Lesen
Proseminar (a) alle
L,MA,DTM,AVL,DaF
Mi 10–12, F 6 Beginn: 22.10.2003
Das Seminar richtet sich an fortgeschrittene Studierende im Grundstudium, die bereits über Erfahrung im literaturwissenschaftlichen Umgang mit Texten verfügen und die Grundlage ihres Tuns theoretisch reflektieren wollen. Es geht dabei nicht um Fragen der Lesesozialisation, eine empirische Untersuchung des Lesevorgangs oder eine methodische Anleitung zum ‚richtigen‘ Lesen. Vielmehr wollen wir darüber nachdenken, was geschieht, wenn Literaturwissenschaftler Texte analysieren, ihre Strukturen beschreiben und ihnen Bedeutung zuweisen. Im Seminar sollen, ausgehend von der eigenen Praxis, unterschiedliche Lektüreverfahren transparent gemacht und diskutiert werden. Daneben werden exemplarische Textanalysen untersucht und deren methodische Prinzipien erarbeitet. Schließlich werden wir uns auch mit theoretischen Positionen zur Frage des Lesens im Spannungsfeld von Hermeneutik, Strukturalismus und Dekonstruktion auseinandersetzen.
Vanessa Dippel, MA
Goethes
"Wahlverwandtschaften"
Proseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,MA,AVL
Fr 10–12, 14 tägl., C 3 Beginn: 24.10.2003
Plus Exkursion
»Die Studierten aus der Stadt und von den Akademien sind wohl klar und ordentlich, aber es fehlt an der unmittelbaren Einsicht in die Sache.« Dass entgegen der schlechten Prognosen Eduards - Protagonist in den "Wahlverwandtschaften" - die 'Studierten aus der Stadt' sehr wohl tiefere Einsichten in Goethes "besten Roman" (J. Hörisch) gewinnen können, soll das Proseminar beweisen. Wir werden den Text einer gründlichen und textnahen Lektüre unterziehen und vor diesem Hintergrund verschiedene Forschungspositionen diskutieren. Ein Teil der Veranstaltung wird in Weimar stattfinden. Dort haben wir die Gelegenheit, Zeitbezüge und ganz besonders die kunsttheoretischen Aussagen des Romans (Landschaftsgarten, lebende Bilder etc.) mit Fachleuten der Stiftung Weimarer Klassik und des Sonderforschungsbereichs Ereignis Weimar/Jena zu erarbeiten. Teilnahmevoraussetzung ist eine gute Textkenntnis. Ein kurzes Treffen zur Terminabsprache findet am 14.07.2003 um 13 Uhr s.t. (Raum G 27/28) statt.
Dr. Sascha Feuchert
Ein Text
und seine Wirkung: das Tagebuch der Anne Frank
Proseminar L3,MA,DTM,NF,DaF,AVL
Fr 10–12, B 128 Beginn: 24.10.2003
Wohl kaum ein Text der Holocaustliteratur löste so viel Anteilnahme aus wie das Tagebuch der Anne Frank: Besonders die dramatische Adaption führte auch in Deutschland zu einer regelrechten Anne-Frank-Bewegung. Das Seminar setzt sich zum Ziel, zunächst den Text selbst – unter genauer Berücksichtigung auch der durch die Editoren jahrzehntelang unterdrückten Passagen – genau zu verstehen, um dann die verschiedenen Stadien der Rezeption nachzuzeichnen. Dabei sollen jene kritischen Stimmen eine besondere Beachtung erfahren, die in der Beschäftigung mit dem Text der Anne Frank eine Strategie sahen, sich der eigentlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust zu entziehen.
LITERATUR: Anne Frank: Anne Frank Tagebuch, autoris. u. erg. Fassung. Frankfurt: Fischer 2002.
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Die Fabel
als gesellschaftlich vermittelte Gattung
Proseminar L1,L2,L3,L5,AVL,MA,Prom.,HF/NF
Mo 14–16, A 5 Beginn:
20.10.2003
Die Fabel ist seit der Antike eine Gattung, die besonders eng in ihre jeweilige gesellschaftliche Umgebung verflochten ist. Gerade weil oft immer dieselben Motive verwandt wurden, kann man in den Variationen geschichtliche Entwicklungen ablesen. Es soll ein Überblick von den Anfängen bis in die Gegenart erarbeitet werden.
LITERATUR: Leibfried, Fabel, Sammlung Metzler - Leibfried, Fabel, c.c.buchners - Leibfried/Werle, Texte zur Theorie der Fabel, Sammlung Metzler. Näheres ab Anfang September unter www.leibfried.info
PD Dr. Lothar Schneider
Rilkes Weg
in die Moderne
Proseminar (a,b) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 10–12, C 3 Beginn: 20.10.2003
Aufgewachsen in Prag, hat sich Rilke nicht nur permanent mit der jungen Moderne auseinandergesetzt, sondern sie buchstäblich am Ort aufgesucht und erlebt. Das Seminar wird dieser Topographie nachgehen. Neben Stationen (Prag, Paris) und Reisen (Rußland, Ägypten) wird dabei besonders Rilkes Auseinandersetzung mit Malerei und Plastik (Cezanne, Rodin) in den Blick genommen.
Literatur: Rainer
Maria Rilke: Die Gedichte (Insel 1999 [Die Ausgabe enthält alle Gedichte und
ist in der Summe mit Abstand am preiswertesten!]); ders.: Die Aufzeichnungen
des Malte Laurids Brigge. Reclam (9626); ders.: Über moderne Malerei (Insel Tb
2546); ders.: Reise nach Ägypten (Insel 2699).
Hauptseminare
Prof. Dr. D. Arendt
Europäische Märchennovellen
Hauptseminar Alle L, MA, Prom. HF / NF / D DaF / AVL
Mi 10-12, B 128
Novellen-Märchen bzw. Kunst-Märchen – eigentlich ein Widerspruch: Volks-Märchen, ursprünglich oral tradiert, werden nicht nur aufgeschrieben, stilisiert und in Sammlungen verbreitet, sondern überkommene Märchenmotive werden losgelöst, variiert und kombiniert und zu kunstvollen Märchen-Erzählungen bzw. Märchen-Novellen ausgeformt. Die Literarisierung beginnt bereits bei Straparola, Basile und Perrault, setzt sich fort mit Goethes Märchen ‚Die neue Melusine’ über Novalis, Brentano, E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Wilhelm Hauff, Gottfried Keller, Christian Andersen, Oscar Wilde, Salice Contessa, Robert Louis Stevensen bis in die Gegenwart, etwa zu Peter Rühmkorf. Während in den sog. Volks-Märchen das Wunderbare „selbstverständliche“ ist, stellt sich nun die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem „selbstverständlichen“ Wunder im Märchen und dem gesellschaftlichen „Ereignis“ in der Novelle.
Empfohlene Literatur: Fridmar Apel: Die Zaubergärten der Phantasie. Heidelberg: Winter 1978. Volker Klotz: Das europäische Kunstmärchen. Fünfundzwanzig Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Stuttgart: Metzler 1985. Hannelore Schlaffer: Poetik der Novelle. Stuttgart: Metzler 1993.
Dr. Joachim Jacob, unter Mitarbeit von Tanja Hagedorn, Michael Kühne, Axel Löber
„Was
gibt’s denn da zu lachen?“ Komik in Text, Bild und Ton
Hauptseminar (b,c) L1,L2,L3,L5,MA,NF,DTM,DaF,AVL
Di 14–16, C 27 Beginn: 21.10.2003
Meist im Schatten „ernster“ Dichtung stehend, behaupten auch Witz und Komik ihren Platz in der Deutschen Literatur. Wie aber „funktioniert“ Komik? Gibt es eine spezifische Struktur des Komischen und wie wird sie erzeugt? Warum ist sie – wie immer wieder behauptet – besonders labil und besonders stark historischem Wandel unterworfen ? Lässt sich über Komik fundiert urteilen? Diese und andere Fragen sollen an ausgewählten literarischen Beispielen des 20. Jahrhunderts diskutiert werden, vor allem auch an bislang von der literaturwissenschaftlichen Forschung kaum beachteten Autoren, wie Heinz Erhardt, Max Goldt, Hanns Dieter Hüsch oder Loriot. Ein zweiter Schwerpunkt des Seminars ist die Untersuchung der Funktionsweise von Komik im medialen Vergleich. Neben die Analyse sprachlicher Verfahren zur Erzeugung von Komik soll darum die Beschäftigung mit Komik im Bild und in der Musik treten, bzw. in der Kombination der Medien, wie sie etwa im Film zu beobachten ist. Erwartet wird die Bereitschaft zu intensiver Mitarbeit in einer Projektgruppe.
Zur vorbereitenden Lektüre empfehlen wir: Loriot: Menschen, Tiere, Katastrophen (Reclam UB 8820).
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Literarische
Kriegsdarstellungen Joschua –Thukydides – Makkabäer – Caesar – Schiller –
Goethe
Hauptseminar L3,MA,Prom.,HF/NF,DTM,AVL
Do 16–18, B 106 Beginn: 23.10.2003
Zunächst soll ein Schwerpunkt auf prosaische Arbeiten gelegt werden; bei entsprechendem Interesse können aber auch poetische Werke (Grimmelshausen, Remarque, Lyrik) behandelt werden. [Kenntnisse alter Sprachen: hebräisch, griechisch, lateinisch, sind kein Hindernis für die Teilnahme; ab und an müssen die Urtexte herangezogen werden, etwa bei dem Wort Bann, hebr. hrm (haeraem). Der Arbeit zugrundegelegt werden aber deutsche Übersetzungen.] Näheres ab Anfang September unter www.leibfried.info
Prof. Dr. Günter Oesterle
Der
literarische Traum in Aufklärung, Romantik und dem poetischen Realismus
Hauptseminar L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mi 10–12, G 25 Beginn: 22.10.2003
Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Interesse an dem Verhältnis von Wissen und Literatur sind Traumtheorien und die literarische Darstellung von Träumen ins Blickfeld der Forschung getreten. Literarische Träume sind bei Wieland, Novalis, Klingemann, Arnim, Heine wie Keller hochkomplexe Verdichtungen, in denen eine sich überlagernde Zeit wie Erinnerungsstruktur aufgewiesen werden kann. Dadurch ergeben sich neuartige Erzählsequenzen. Das Seminar will die damaligen Theorien des Traums zur Kenntnis nehmen und die ästhetischen und narratologischen Konsequenzen durch eine umfängliche Interpretationsarbeit aufweisen.
Literatur: Manfred
Engel: Traumtheorie und literarische Träume im 18. Jahrhundert. Eine Fallstudie
zum Verhältnis von Wissen und Literatur. In: Scientia Poetica. Jb.
F. Geschichte der Literatur und Wissenschaften. Bd. 2 (1998), S. 97-126. –
Peter-André Alt: Der Text der Imagination. Modelle des Traums in der Literatur
um 1800. In: Ordnungen des Imaginären. Theorien der Imagination in
funktionsgeschichtlicher Sicht. Sonderheft des Jg. 2002, Zeitschrift für
Ästhetik und Allgemeiner Kunstwissenschaft, S. 141-161.
Dr. des. Guido Naschert/Dr. des. Gideon Stiening
Philosophische
Frühromantik
Hauptseminar (b, c) L3,MA,Prom.,DTM,AVL
Di 16–18, G 25 Beginn: 21.10.2003
„Philosophie musst Du studiren, und wenn Du nicht mehr Geld hättest, als nöthig ist, um eine Lampe und Öl zu kaufen, und nicht mehr Zeit, als von Mitternacht bis zum Hahnenschrei,“ empfahl Friedrich Hölderlin 1796 seinem Bruder. Friedrich Schlegel betrachtete weite Strecken seines Lebens rückblickend als Philosophische Lehrjahre, und auch in den Schriften des Novalis’ findet die Reflexion wie selbstverständlich das Bedürfnis einer Philosophie. Selten waren Poesie und Philosophie in ihrem Anspruch, ihren Problemstellungen und Begründungen so eng aufeinander bezogen wie bei den Autoren der Frühromantik. Das Seminar bietet nach einer Einführung in wichtige Problemlagen der nachkantischen Philosophie die Möglichkeit zur Diskussion einer repräsentativen Textauswahl der genannten Autoren und einiger Zeitgenossen; darunter zählt auch Hölderlins Roman Hyperion (1797/1799). Am Di., den 22.07.03, findet um 16ct Uhr in Raum 141 eine Vorbesprechung statt.
LITERATUR: Manfred
Frank: „Unendliche Annäherung“. Die Anfänge der philosophischen Frühromantik. Frankfurt
a. M. 1997. – Frederick Beiser: German idealism. The struggle against subjectivism, 1781-1801.
Harvard UP 2002. – Terry Pinkard: German philosophy, 1760-1860. The legacy of
idealism. Cambridge UP 2002. – Robert Richards: The romantic conception if
life. Science and philosophy in the age of Goethe. University of Chicago Press
2002.
Dr. des. Udo Roth
1848 und
die Folgen
Hauptseminar (b, c) L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,DTM,AVL
Do 14–16, B 128 Beginn:
23.10.2003
Die blutige Niederschlagung der (März-)Revolution 1848 zeitigte nicht nur politische und gesellschaftliche Folgen, auch in literarischer Hinsicht fand ein tiefgreifender Wandel statt. Unter dem von Otto Ludwig 1858/60 geprägten literarhistorischen Epochenbegriff „Poetischer Realismus“ entwickelte sich eine an der erfahrbaren Wirklichkeit orientierten und die Dinge des Alltags darstellende, dem liberalen Bürgertum zugewandte Literatur, die vor allem in der historisierenden, oft märchenhaften (Vers-)Erzählung und der Novelle ihren Horizont einer familialen Innerlichkeit, bürgerlicher Wertvorstellungen und einer Abgrenzung von der Politik findet. Anhand ausgewählter Beispiele (Heyse, Raabe, Scheffel, Stifter u.a.) will das Seminar versuchen, im zeitlichen Rahmen zwischen 1848 und 1871 die Besonderheiten dieses frühen, mehr oder weniger programmatischen ‚Realismus‘ herauszuarbeiten, wobei aber auch der Blick auf die Tendenzen der Unterhaltungspublizistik etwa in der Gartenlaube oder den Grenzboten ebenso fallen wird wie die Entwicklung auf dem Buchmarkt (Reclam’s Universal-Bibliothek existiert seit 1867!) berücksichtigt werden soll.
PD Dr. Lothar Schneider
Existenzialistische
Romane
Hauptseminar (a,b) L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 14–16, B 128 Beginn: 20.10.2003
Großstadt, Neon, Jazz. Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg ist den Intellektuellen eine Zeit radikaler Vereinzelung, Bindungslosigkeit und Freiheit, aber auch die Zeit zufälliger Gefängnisse und irrationaler Verstrickungen. In der Lektüre einer Reihe von Romanen wird das Seminar diesem Lebensgefühl und seinen Bedingungen nachgehen.
Literatur: Max Frisch: Stiller (Suhrkamp Tb 2647); ders.: Homo Faber (Suhrkamp Tb 2470); Friedrich Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker (detebe 22535); Jean Paul Sartre: Der Ekel (rororo 10581); Albert Camus: Der Fremde (rororo 22189); Paul Bowles: Himmel über der Wüste (Goldmann btb 71309)
Prof. Dr. Friedrich Vollhardt
Ästhetik
um 1800
Hauptseminar (a,b,c) L3,MA,Prom.,DTM
Mo 16–18, B 128 Beginn: 27.10.2003
Das Seminar bietet eine Einführung in ‚klassische’ Texte der idealistischen Ästhetik um 1800: Nach eingehender Lektüre grundlegender Schriften (Kants Kritik der Urteilskraft, Schillers Briefe Ueber die ästhetische Erziehung des Menschen u.a. in Auswahl) soll auf neuere Forschungsansätze eingegangen werden.
Oberseminare
Prof. Dr. Erwin Leibfried
Hermeneutik
– Interpretation – Exegese
Oberseminar L3,MA,Prom.HF/NF,DTM,AVL
Mo 16–18, B 210 Beginn: 20.10.2003
Einmal soll der Stand der Hermeneutik-Theorie (um die es recht still geworden ist) referiert werden, darauf aufbauend die Differenz von Interpretation (poetischer Denkmäler) und Exegese (heiliger Texte), nützlich zu lesen:
Leibfried, Literarische Hermeneutik. Näheres ab Anfang September unter www.leibfried.info
Prof. Dr. Günter Oesterle
Walter
Benjamin und Siegfried Krakauer
Oberseminar L3,L5,MA,DTM,AVL
Di 16–18, G 26 Beginn: 21.10.2003
Kracauer hat 1928 in der Frankfurter Zeitung eine ausführliche Besprechung von Walter Benjamins Schriften vorgelegt. Dort benennt er Gemeinsamkeiten und Differenzen. Benjamin hat in der Folgezeit, besonders auf die Kritik reagiert, sich nicht um aktuelle Erscheinungen zu kümmern, indem er parallel zu Karacauer auf medientechnische Errungenschaften einging. Kracauer und Benjamin wurden dann wiederum implizit von Adorno kritisiert. Beide suchten im Bereich des Unscheinbaren, Entwerteten, von der Geschichte Übergangenen die "höchsten Bedeutungen".
PD Dr. Lothar Schneider
Literaturwissenschaftliche
Basistexte
Oberseminar (a) L3,MA,Prom.,DTM,NF,DaF,AVL
Mo 18–20, B 128 Beginn: 20.10.2003
In diesem Seminar sollen in Absprache aller Teilnehmer eine Reihe ‚klassischer Texte‘ zur Literatur- und Kulturwissenschaft gelesen werden. Geeignete Kandidaten wären: Theodor W. Adorno: Der Artist als Statthalter; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Susan Sonntag: Against Interpretation; Arthur Coleman Danto: The Transfiguration of the Commomplace/Die Verklärung des Gewöhnlichen; Nelson Goodman: Languages of Art/Sprachen der Kunst.
Sprachdidaktik
Vorlesungen
PD Dr. Arne Wrobel
Einführung
in das Studiengebiet Sprache
Grundlagenvorlesung L1, L2, L5
Di 08-10,
A 1 Beginn:
21.10.2003
In der ersten Sitzung am 21.10.03 findet die Verteilung auf die Einführungsseminare statt.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick zu Fragestellungen, Grundbegriffen und Methoden der Sprachwissenschaft. Wo liegen Unterschiede zwischen dem Alltagskonzept von Sprache und dem sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Gegenstand Sprache? Warum fällt das Nachdenken über Strukturen der Sprache schwer? Welche Strukturebenen im Aufbau einer Sprache können unterschieden werden? Wie wirken sich dabei unterschiedliche Theorien auf die Beschreibung und Analyse der Sprache aus? Wie stehen Schrift und Sprache zueinander? Wie verändert der Zugriff über die Schrift das Nachdenken über Sprache und vielleicht auch die Sprache selbst? Wo liegen Probleme des Schrifterwerbs und des Spracherwerbs bei Kindern? Wie sind linguistische Kategorien auf die Aufgaben des Deutschunterrichts zu beziehen? Auf der Grundlage der Vorstellung der wichtigsten Gebiete und Problemstellungen der Sprachwissenschaft werden dann auch zentrale Aufgaben- und Problemfelder des Unterrichts angesprochen.
Die Veranstaltung ist Pflichtveranstaltung im Grundstudium des Faches Deutsch und sollte im ersten Semester besucht werden. Obligatorisch ist außerdem die Teilnahme an einem der angebotenen Einführungsseminare zum Studiengebiet Sprache.
Die Vorlesung wird mit einer Klausur abgeschlossen.
Literatur: Volmert, Johannes, (Hg.): Grundkurs Sprachwissenschaft. 2. Auflg. München (UTB): 2000
Einführungsseminare
Im Einführungsseminar werden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die für das Studium der Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik grundlegend sind. Dazu gehören u.a. die Fähigkeiten, wissenschaftliche Texte zu lesen und zusammenzufassen, Protokolle zu schreiben und Kurzreferate zu präsentieren. Gleichzeitig sollen am Beispiel von besonders wichtigen Arbeitsbereichen (z.B. Grammatik, Dialog- und Textanalyse, Schriftspracherwerb) Analysemethoden vorgeführt und geübt werden. Für mehrere Themenbereiche der Einführungsseminare gibt es eine direkte Verbindung zur Vorlesung, die zusätzlich theoretische Hintergründe und Zusammenhänge zu den Analyseaufgaben im Seminar bietet.
Dr. Britt-Marie Schuster
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Di 10–12, E 6 Beginn:
28.10.2003
Thorsten Steinhoff, M.A.
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Mo 10–12, B 128 Beginn: 27.10.2003
Di 10–12, G 26 Beginn: 28.10.2003
Klaus-Peter Ulbrich, M.A.
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Mo 10–12, G 25 Beginn: 27.10.2003
Di 10–12, F 5 Beginn: 28.10.2003
Di 14–16, G 25 Beginn: 28.10.2003
Dr. Martin Wachtel
Einführungsseminar L1(VF),L2,L5
Di 10–12, A 5 Beginn:
28.10.2003
Dr. Karl W. Bauer
Einführung
in die Deutschdidaktik (mit Tutorium)
Einführungsseminar L1 (Grundschulfach, 1.u.2. Semester)
Di 10-12, C 27 Beginn: 21.10.2003
Es sollen Einblicke in Struktur und Didaktik des Faches Deutsch in der Grundschule erarbeitet werden. Im zugeordneten einstündigen Tutorium werden Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.
Proseminare
Ingeborg Berndt
„Vom
Erstschreiben zur Schreibkonferenz“
Proseminar L1, L5
Mo 18-20, B 210 Beginn: 20.10.2003
Di 16-18, Beginn: 21.10.2003
s. Aushang d. Instituts
Wie lernen Kinder schreiben? Was heißt schreiben? Schreibanlässe? Umgang mit Freiem Schreiben – Schreibanlässe, Rechtschreiben- und Grammatikfragen? Schreibkonferenzen.
Renate Fritz
Gameboy
statt Goethe? "Klassiker im Deutschunterricht"
Proseminar L2,L3,L5
Fr 10-12, B 31 Beginn: 24.10.03
Das Seminar wird sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen: Auf welche aktuellen Fragestellungen geben Klassiker auch heute noch wichtige Antworten? Wie kann ich Schüler für klassische Texte begeistern? Wie kann die sprachliche Distanz der Klassiker überwunden oder sogar genutzt werden? Gibt es bei der Klassikerlektüre sinnvolle Anknüpfungspunkte für den Sprachunterricht? Welche Schreibaufgaben lassen sich neben den gängigen Interpretationen stellen? Was ist von Adaptionen zu halten? Welche Möglichkeiten für projektartigen Unterricht gibt es bei der Klassikerlektüre? =>
Bei der Beschäftigung mit diesen Fragen wird das Seminar auch konkret auf Probleme der Unterrichtsplanung eingehen. Das Seminar eignet sich deshalb auch als ergänzende Vorbereitung und Einstimmung auf das Schulpraktikum.
Prof. Dr. W. Kluge
Das erste
Schuljahr: sprachwissenschaftlich.
- Schriftspracherwerb in Theorie
und Praxis.
Proseminar mit zusätzlichen Übungen (s. unter Übungen) / Grundstudium und Kontaktstudium / Sprachdidaktik/Deutschdidaktik
Do 14.30–16.00 (14tägl.) Beginn: 23.10.2003 / 2 SWS
B 25 (Vorbesprechung und Gruppeneinteilung)
und weitere Übungszeiten nach Vereinbarung
Veranstaltung der Lernwerkstatt Schuldruckzentrums Gutenberg. Einführung für Studierende des Grundschullehramts sowie LehrerInnen und Eltern in der Region.
Das Seminar wird angeboten in Verbindung mit einer Übung zur „Einführung in die Technik der Schuldruckerei“. Im Seminar wird die sprachtheoretische Grundlegung eines den Forderungen des neuen Hessischen Rahmenplans entsprechenden fibelfreien Anfangsunterrichts erarbeitet. Die Übung führt Kleingruppen in die Praxis ein. Die Teilnahme an dieser Übung ist daher verbindlich.
PD Dr. Arne Wrobel
Mündlichkeit
und Schriftlichkeit im Unterricht
Proseminar L1,
L2, L5
Di 10-12, G 25 Beginn: 21.10.2003
Mündlichkeit und Schriftlichkeit sind die beiden grundlegenden Dimensionen, in denen sich die sprachliche Sozialisation (in der Schule) vollzieht. Sie sind sowohl Medien als auch Gegenstand des Deutschunterrichts. Im Seminar werden wir diese Begriffe zunächst historisch, systematisch und ontogenetisch entfalten. Anschließend werden wir der Frage nachgehen, wie im Deutschunterricht beide Dimensionen konkret aufeinander bezogen werden. Ausgangspunkt sind hier die einschlägigen schulischen Formen des mündlichen bzw. schriftlichen Erzählens, Beschreibens und Argumentierens. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang erstens das Problem, in welcher Weise Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Verlauf der sprachlichen Sozialisation miteinander interagieren; zweitens die Frage, ob angesichts neuer Medien und evtl. auch neuer Bedürfnisse die derzeitige schulische Konzeptualisierung von Schriftlichkeit und Mündlichkeit überhaupt noch zeitgemäß ist.
Hauptseminare
PD Dr.
Arne Wrobel
Textproduktion
Hauptseminar L1, L2, L3,L5
Mi 10-12, B 106 Beginn: 22.10.2003
Schreiben ist eine komplexe Handlung. Ihren Produkten – den Texten – ist dies meist nicht mehr anzumerken. Die Spuren ihrer Entstehung sind an ihnen getilgt. Der soziale Sinn von Texten besteht ja geradezu darin, sie der allgemeinen Rezeption und Überlieferung zugänglich zu machen – und zwar unabhängig von den konkreten Bedingungen, Formen und Problemen ihrer Entstehung.
Aber wie entstehen Texte eigentlich? Wie ist der Weg von der Idee zum Text? Und warum ist dieser Weg oft so mühsam und problematisch? Im Seminar werden wir diesen Fragen nachgehen. Grundlage sind die Modelle und Ergebnisse der Schreibprozessforschung der letzten zwanzig Jahre. Neben diesen theoretischen Aspekten sollen auch verschiedene Formen des Schreibens in der Schule (Erzählen, Beschreiben, kreatives Schreiben usw.) thematisiert sowie Fragen der Organisation von Schreibunterricht diskutiert werden (Schreibkonferenzen; kooperatives Schreiben; Probleme der Bewertung von Prozessen).
Helga Schwenk
„Sprachhilfen
für Schüler mit der Erstsprache Türkisch.“
Hauptseminar L1, L2, L3, MA, Prom.
Vorbesprechung: 09.02.04
Zeit: 12.00 Uhr, B 210
Fr.
20.02.04
10-18 Uhr
Sa. 21.02.04 09-18 Uhr vorlesungsfreie Zeit
Mo. 23.02.04 09-18 Uhr vorlesungsfreie Zeit
Di. 24.02.04 09-18 Uhr vorlesungsfreie Zeit
Oberseminare
Prof. Dr. W. Kluge
Kolloquium
für Examenskandidaten
Kolloquium L1, L5
Do 16–18 (14 tägl.) B 25 Beginn: 23.10.2003 (Vorbesprechung)
PD Dr.
Arne Wrobel
Kolloquium
für Examenskandidaten
Oberseminar L1, L2, L3,L5
Blockveranstaltung
Termin und Ort s. Aushang im Institut (2. Stock)
Die Veranstaltung
dient der Prüfungsvorbereitung der Kandidaten, die bei mir im Frühjahr 2004
eine Prüfung ablegen wollen. Sie wird als Kompaktseminar angeboten. Termin und
Ort werden im Verlauf des Semesters bekannt gegeben. Beachten Sie die Aushänge!
Übungen
Prof. Dr. W. Kluge
„Einführung
in die Technik der Schuldruckerei“
Übung (s. unter Proseminar)
n.b., B 25 Beginn: 23.10.2003
Übungszeiten werden in der ersten Sitzung des Seminars abgesprochen. Die Teilnahme am Seminar „Das erste Schuljahr: sprachwissenschaftlich“ ist für die TeilnehmerInnen der Übung verpflichtend.
LITERATUR: Freinet, Celestin. „Vom Schreiben- und Lesenlernen: Die 'natürliche' Methode." In: Boehncke/Humburg. Schreiben kann jeder. Reinbek 1980. rororo 7245. (Dieses Buch ist in der Fachbereichsbibliothek zugänglich, im Handel leider vergriffen.) - Adrion, Dieter. Schuldruckerei - Rechtschreibvorteil inklusive. In: Balhorn, Heiko und Hans Brügelmann (Hrsg.). Bedeutungen erfinden - im Kopf, mit Schrift und miteinander. Bottighofen: Verlag Die Libelle, 1993.
Beschränkte
Teilnehmerzahl. Voranmeldungen aus dem SS 2003 werden vorab berücksichtigt.
Bitte beachten Sie die Aushänge bei Raum B 25.
Literatur- und Mediendidaktik
Vorlesungen
Prof. Dr. Swantje Ehlers
„Ringvorlesung
‚Märchen-Glück’ – Glücksentwürfe/Raumvorstellungen von Glück im Märchen“
Vorlesung Alle L, MA, Prom., D DaF
Mo 16-18,
A 1 Beginn:
27.10.2003
Weitere Infos siehe Aushang des Instituts.
Prof. Dr. Swantje Ehlers
Über
„Schwarze Charaktere“ und Funktionen des Schrecklichen in der Literatur
Vorlesung L1,L2,L3,L5,Mag,Prom, D DaF
Mi 08-10, A 4 Beginn:
22.10.2003
Gegenstand der Vorlesung sind die schwarzen Charaktere in der Schauer- und Kriminalliteratur sowie Techniken der Gestaltung des Schrecklichen und Unheimlichen. Transformationen und Aktualisierungen von Angst in der Literatur werden an exemplarischen Texten dargestellt und in ihrem ästhetischen, sozial-/ und gattungsgeschichtlichen Kontext reflektiert werden. Vor diesem Hintergrund sollen Bilder und Funktionen des Schrecklichen auch der gegenwärtigen Kriminalliteratur für jugendliche Leser im schulischen Kontext herausgearbeitet und in ihrer Bedeutung für die literarische Sozialisation erörtert werden.
Prof. Dr. Otfrid Ehrismann
Mittelalter
für Lehrerinnen und Lehrer
Vorlesung L1,L2,L3,L5,MA,Prom.,GH
Mo 8.30-10,
A 3 Beginn:
20.10.2003
Was Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer über das Mittelalter wissen sollten – seine Sprache, seine Geschichte, vor allem seine Kultur. Texte, die sich auf das Mittelalter beziehen, finden Sie in den Lesebüchern seit der 4. Jahrgangsstufe. Die Vorlesung liefert Ihnen Grundlageninformationen, damit Sie mit diesen Texten verantwortungsvoll, selbstständig und kritisch umgehen können.
Prof. Dr .Carsten Gansel / Prof. Dr. Wolfgang Gast
Ringvorlesung
„Literatur und Mediensozialisation“
(In Kooperation mit LIMES*)
Alle L, MA
Vorlesung Schwerpunkt: Literatur- und Medienwissenschaft und ihre Didaktik
Di 16-18,
A 1 Beginn:
21.10.2003
In Medien- und Literaturwissenschaft sowie der Soziologie ist mit Blick auf die Globalisierung betont worden, dass diese nicht nur die Ökonomie, sondern in gleichem Maße Politik, Technologie und eben die Kultur betrifft. „Entscheidenden Einfluss“ - so der Soziologe Anthony Giddens - „üben dabei die Kommunikationssysteme aus, die seit dem Ende der sechziger Jahre entwickelt worden sind.“ Die so genannte elektronische Kommunikation“ macht nicht nur eine schnellere Übermittlung von Nachrichten und Informationen möglich, sondern verändert einschneidend die „Lebensstrukturen“ der Bürger. Mit einigem Recht lässt sich sagen, dass etwa Fernsehbilder bzw. -Nachrichten eben nicht „Wirklichkeit(en)“ in die Wohnzimmer transportieren, sondern sie inszenieren bzw. konstruieren. Die öffentlich verhandelten Themen, Meinungen, Ereignisse stellen gewissermaßen eine Wirklichkeitskonstruktion dar, an der postmoderne Gesellschaften ihr Handeln ausrichten. Nicht zuletzt darum erscheint die Ausbildung von Medienkompetenz, die neben dem selbst bestimmten Umgang mit den Medien immer auch die kritische Reflexion ihrer Produkte meint, entscheidend.
Die Ringvorlesung - die von Vertretern der Universität Gießen sowie
auswärtigen Fachkollegen realisiert wird - geht dem Funktionieren literaler und medialer Prozesse auf den Grund und bezieht neuere Ergebnisse evolutionsbiologischer Forschung ein.
* LIMES = Arbeitsstelle
für Literatur- und Mediensozialisation
Prof. Gansel / Prof.
Gast FB 05 JLU Gießen
Proseminare
Dr. Karl W. Bauer
Kinder-
und Jugendzeitschriften im Deutschunterricht
Proseminar L1,
L2, L3, L5
Mi 8-10, E 6 Beginn: 22.10.2003
Zahlreiche Kinder- und Jugendzeitschriften sind in beachtlich hohen Auflagen verbreitet (Spitzenreiter: „Bravo“) und werden von vielen Kindern und Jugendlichen regelmäßig gelesen, gesammelt und getauscht.
Eltern, Lehrerinnen und Lehrer stehen einem Großteil der kommerziellen Blätter skeptisch oder gar ablehnend gegenüber – und haben dabei nicht selten ihre eigenen Vorlieben verdrängt.
Im Seminar sollen Geschichte, Verbreitung, Inhalt, Aufmachung und Herstellung der Zeitschriften sowie deren Nutzung im Medienalltag von Kindern und Jugendlichen untersucht werden.Dabei sollen Erinnerungen an die eigene Lektüre den Ausgangspunkt, medienpädagogische und fachdidaktische Perspektiven den Abschluss bilden.
Prof. Dr. Swantje Ehlers
Das Märchen
im mehrsprachigen Klassenzimmer
Proseminar L1,L2,L3,L5,Mag, D DaF
Di 16-18, E 6 Beginn:
21.10.2003
Thema des Seminars ist die Behandlung des Märchens insbesondere in sprachlich heterogenen Klassen. Die Funktion von Märchen soll in sozialpsychologischer, kulturtheoretischer, interkultureller und didaktischer Perspektive erschlossen werden.
Insbesondere sollen auch Märchen aus anderen Kulturen mit einbezogen und Fragen der Binnendifferenzierung in Lernergruppen mit unterschiedlichem Sprachhintergrund (Deutsch als L1 und L2) behandelt werden.
Prof. Dr. Carsten Gansel
„Kann man
literarisches Schreiben lernen? Oder Creative Writing – Theorie und Praxis“ (gemeinsam mit dem Autor Tobias Hülswitt)
(In Kooperation mit LIMES*)
Proseminar Alle L, MA, Prom.,
D DaF
(sowie als Block) Schwerpunkt:
Literaturdidaktik
Di 16-18, B 210 Beginn
21.10.2003
Kurz vor Ende des Jahrhunderts wurde der Eintritt einer neuen Erzählergeneration ausgemacht, die „literarische Theorien und Dogmen“ missachten und „so saftig, unterhaltsam und unbekümmert“ erzählen würde, „wie einst der junge Grass“. Gefeiert wurde die „neue Lust am Erzählen“ und das „vitale Interesse am Erzählen, an guten Geschichten und wacher Weltwahrnehmung“ herausgestellt, ja überhaupt eine „’Rückkehr des Epischen’“ diagnostiziert. Ein genauerer Blick auf die Entwicklungen in der Gegenwartsliteratur zeigt, dass ein Teil der jungen Autoren an amerikanische Traditionen anknüpft und am ‘Leipziger Literaturinstitut wichtige Impulse für das ‘Handwerk des Schreibens’ erhalten hat.
Das Seminar wird die Frage stellen, was ‘gute Geschichten’ sind, wie Autoren sie ‘bauen’, wie ein ‘plot’ funktioniert und warum Leser bestimmte Darstellungsweisen bevorzugen. Im Zentrum aber wird das eigene Schreiben und die Arbeit an den Texten stehen. Das Seminar ist daher als Gemeinschaftsprojekt mit dem Autor Tobias Hülswitt konzipiert. Ein Teil des Seminars wird als Block durchgeführt.
Begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung erforderlich: Zimmer B 207 bei Frau Müller ab 03. Juni 2003.
* LIMES = Arbeitsstelle
für Literatur- und Mediensozialisation
Prof. Gansel / Prof.
Gast FB 05 JLU Gießen
Prof. Dr. Carsten Gansel
Moderne
Kinder- und Jugendliteratur zwischen ‚Wirklichkeitserkundung’ und
phantastischer Weltreise
Alle L, MA, Prom., D DaF
Proseminar Schwerpunkt: Literaturdidaktik
Mi 08-10, B 210 Beginn
22.10.2003
Fragen von gesellschaftlicher Modernisierung sind in literatur- wie kulturgeschichtlicher Perspektive von besonderer Bedeutung und betreffen auch Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur. Bertolt Brecht hat im Kontext mit der Realismusdebatte des Exils notiert „Es verändert sich die Wirklichkeit, um sie darzustellen, muss die Darstellungsart sich ändern.“ Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass diese Denkfigur von Brecht auch für die KJL gilt und Autorinnen und Autoren nach adäquaten Mitteln suchen, um ihre Geschichten zu erzählen. Insofern existiert auch in der KJL eine Pluralität der Formen. Das Seminar wird maßgebliche ‘klassische Texte’ von Astrid Lindgren, Erich Kästner, Christine Nöstlinger ebenso untersuchen, wie moderne Kinder- und Jugendromane der Gegenwart. In diesem Rahmen werden auch Fragen zur Rolle von KJL im Literaturunterricht diskutiert.
Eine Liste der wichtigsten Primär- und Sekundärliteratur befindet sich im Sekretariat (Zimmer 207, Frau Müller).
Literaturhinweis: Carsten Gansel: Moderne Kinder- und Jugendliteratur. Ein Praxishandbuch für den Unterricht. Berlin: Cornelsen-Scriptor (3. Auflage) 2003.
Prof. Dr. Wolfgang Gast
„Fiktionale
Fernsehformate 2003: Spiegelung und Orientierung“
(In Kooperation mit LIMES*)
Proseminar Schwerpunkt: Literatur- und Medienwissenschaft
Di 10-12 Uhr, B 210 Beginn:
21.10.2003
Voranmeldung erforderlich! (Zi. B207 Frau Müller, ab 1. Juli 2003 )
Lange Zeit fungierten Buch und Literatur neben dem Theater als dominante Medien für gesellschaftliche Spiegelung und Orientierung. Im Verlaufe der medialen Evolution traten zunächst Kino und Spielfilm, dann zunehmend auch das Fernsehen mit unterschiedlichen Formaten hinzu und haben für viele Rezipienten Orientierungsfunktionen übernommen.
Im Seminar sollen jüngste fiktionale Fernsehformate unterschiedlicher Ebenen (Fernsehfilme, docu-dramas, Unterhaltungsserien) auf ihre Spiegelungsfunktionen von gesellschaftlich-politisch-ökonomischer Realität sowie ihre Orientierungsleistungen hin begründet ausgewählt und analysiert werden.
Zur Vorbereitung medienspezifischer Analysen wird empfohlen: Knut Hickethier, Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart (Metzler) 1993 sowie der ab Juli 2003 verfügbare Reader zur Grundvorlesung W. Gast, "Literatur/Medien" (Aushänge beachten).
* LIMES = Arbeitsstelle
für Literatur- und Mediensozialisation
Prof. Gansel / Prof. Gast FB 05 JLU Gießen
Prof. Dr. Wolfgang Gast
„Klassische
und moderne Balladen im Deutschunterricht“
Proseminar L1, L2
Kompaktseminar 2 Std.
Vorbereitungstermine vor Weihnachten 2003
Kompaktphase: 23. / 24. Januar 2004
Voranmeldung erforderlich! (Zi B 207 Frau Müller, ab 1. Juli 2003 )
Eine Gattung mit großer klassischer Literaturtradition hat sich ständig weiterentwickelt und ist auch gegenwärtig in den verschiedensten Medien lebendig. Sie ist ein für den Deutschunterricht fruchtbares Genre, dessen Bearbeitung sich für unterschiedliche Unterrichtskonzepte eignet - bis hin zu gestaltender kreativer Rezeption. Auch in modernen Medien fungieren balladeske Songs und Chansons als Spiegelungen von Zeitgeist und Lifestyle jüngerer Generationen. Im Seminar sollen neben literaturgeschichtlichen Interpretationen und medienspezifischen Analysen auch kreativ-gestaltende Übungen einbezogen werden.
Zur literaturwissenschaftlichen Einführung: Gottfried Weißert, Ballade. Stuttgart 1980 (= Sammlung Metzler Bd. 192)
Zur didaktischen Einführung Themenheft Praxis Deutsch Heft 169 (2001): Balladen in Text, Musik und szenischem Spiel.
Regina Hofmann
Kurzgeschichten
im Deutschunterricht
Proseminar L1, L2, L5
Do 10-12, B 210 Beginn: 23.10.2003
Das Seminar wird aus zwei Teilen bestehen. In einem theoretisch-didaktischen ersten Teil werden wir uns zunächst mit den Grundlagen beschäftigen, die man für den Entwurf einer Unterrichtsstunde zur Kurzgeschichte braucht. Dabei geht es zum einen um Merkmale der Kurzgeschichte und Kategorien zu ihrer Analyse, zum anderen um Fragen der Unterrichtsplanung und –gestaltung. Im darauffolgenden zweiten Teil werden konkrete Unterrichtsentwürfe zu einzelnen Kurzgeschichten im Seminar präsentiert und besprochen.
Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, an der Präsentation eines Unterrichtsentwurfes mitzuwirken.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ab dem 21.07.2003 wird eine Liste an Raum B 204 aushängen, in die sich die Teilnehmer verbindlich eintragen können.
Literatur: Marx, Leonie (1997): Die
deutsche Kurzgeschichte. Stuttgart: Metzler. Kroner, Bernd/Schauer, Herbert
(1997): Unterricht erfolgreich planen und durchführen. Der Ratgeber aus der
Praxis für die Praxis. Köln: Aulis-Verlag Deubner.
Hauptseminare
Prof. Dr. D. Arendt
Europäische Märchennovellen
Hauptseminar Alle L, MA, Prom. HF / NF / D DaF / AVL
Mi 10-12, B 128
Novellen-Märchen bzw. Kunst-Märchen – eigentlich ein Widerspruch: Volks-Märchen, ursprünglich oral tradiert, werden nicht nur aufgeschrieben, stilisiert und in Sammlungen verbreitet, sondern überkommene Märchenmotive werden losgelöst, variiert und kombiniert und zu kunstvollen Märchen-Erzählungen bzw. Märchen-Novellen ausgeformt. Die Literarisierung beginnt bereits bei Straparola, Basile und Perrault, setzt sich fort mit Goethes Märchen ‚Die neue Melusine’ über Novalis, Brentano, E.T.A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Wilhelm Hauff, Gottfried Keller, Christian Andersen, Oscar Wilde, Salice Contessa, Robert Louis Stevensen bis in die Gegenwart, etwa zu Peter Rühmkorf. Während in den sog. Volks-Märchen das Wunderbare „selbstverständliche“ ist, stellt sich nun die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem „selbstverständlichen“ Wunder im Märchen und dem gesellschaftlichen „Ereignis“ in der Novelle.
Empfohlene Literatur: Fridmar Apel: Die Zaubergärten der Phantasie. Heidelberg: Winter 1978. Volker Klotz: Das europäische Kunstmärchen. Fünfundzwanzig Kapitel seiner Geschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Stuttgart: Metzler 1985. Hannelore Schlaffer: Poetik der Novelle. Stuttgart: Metzler 1993.
Dr. Karl W. Bauer
Das
Bilderbuch. Geschichte, Analyse, Didaktik
Hauptseminar L1, L5
Di 16-20 (14tägl.), B 9 Beginn: 21.10.2003
Studiengebiet: Literaturdidaktik
Bilderbücher stellen eine eigene Gattung der Kinder- und Jugendliteratur dar, deren
(Vor-) Geschichte in Deutschland bis ins 16./17. Jahrhundert zurückreicht. Zwischen pädagogischen Absichten und künstlerischen Ansprüchen hat sich eine Fülle von Typen und Einzelwerken entwickelt, die im Seminar exemplarisch untersucht werden soll. Zugleich sollen die Bedeutung von Bilderbüchern für den Beginn der literarischen Sozialisation sowie Modelle zu ihrer didaktischen Verwendung im Unterricht diskutiert werden.
LITERATUR: Jens Thiele: Das Bilderbuch. Ästhetik-Theorie-Analyse-Didaktik-Rezeption, mit Beiträgen von Jane Doonan, Elisabeth Hohmeister, Doris Reske und Reinbert Tabbert, Oldenburg 2000.
Prof. Dr. Swantje Ehlers
Das
Lesebuch
Hauptseminar L2,L3,Mag,Prom
Di 08-10, B 106 Beginn: 21.10.2003
Gegenstand des Seminars sind Lesebücher für den Sekundarbereich. Untersucht werden sollen der Aufbau, die Konzeption, der Lektürekanon, die Rolle von Lesebüchern im Deutschunterricht und ihre historische Entwicklung. Die zugrunde liegenden literaturdidaktischen und –theoretischen Positionen sollen herausgearbeitet und kritisch geprüft werden.
Zur Orientierung: S. Ehlers (2003): Der Umgang mit dem Lesebuch, (Schneider)
Prof. Dr. Carsten Gansel
„Das
Dieter-Bohlen-Syndrom’ oder von Klatsch und Tratsch in ‚Literatur’ und Medien“
– Evolutionspsychologische Bausteine einer Literatur – und Medienwissenschaft
(In Kooperation mit LIMES*)
Alle L, MA, Prom.
Hauptseminar Schwerpunkt: Literatur-/Kulturwissenschaft
Mi 10-12, B 9 Beginn 22.10.2003
Wenn ein Wissenschaftszweig im letzten Jahrzehnt einen entscheidenden Schub erhalten hat, dann sind es die Bio- und Humanwissenschaften. Ergebnisse der Gen- und Hirnforschung haben wiederum eigenständige Theoriebildungen in Gang gebracht. Die Erkenntnisse etwa der Evolutionspsychologie sind von großem Interesse auch für die Literatur-, Sprach-, Medien- und Kommunikationswissenschaften. Dazu gehören Fragen nach den kognitiven Aspekten des Lernens und nicht zuletzt solche nach dem Verhältnis von Sprach-, Lese- und Medienkompetenz. Der Soziologe Anthony Giddens hat notiert, dass in dem Fall, da uns „das Bild Nelson Mandelas“ bekannter ist „als das Gesicht unseres Nachbarn“, sich etwas „im Wesen unserer alltäglichen Erfahrung“ verändert habe. Man kann in diesem Kontext auch vom so genannten ‘Attrappencharakter der Medien’ sprechen. Ausgehend vom aktuellen Phänomen des Erfolges der Autobiographien von ‘Prominenten’ werden erste Schritte gegangen und Verbindungen hergestellt zwischen evolutionspsychologischen Theorien sowie literatur- und medientheoretischen Fragestellungen.
* LIMES = Arbeitsstelle
für Literatur- und Mediensozialisation
Prof. Gansel / Prof.
Gast FB 05 JLU Gießen
Prof. Dr. Wolfgang Gast
„Satire, Satiren“
Alle
L, MA, Prom.
Hauptseminar Schwerpunkt: Literatur- und Mediendidaktik
Mi 10-12, B 210 Beginn: 22.10.2003
Der Titel spiegelt den Doppelcharakter des Hauptseminars: Zum einen Geschichte und Merkmale der Gattung Satire und ihrer Sonderformen (Parodie, Karikatur u.a.m.) kennenzulernen; zum anderen traditionelle und moderne (Medien-)Formen der Satire als literarische, visuelle und audiovisuelle Texte zu analysieren. Möglichkeiten des Umgangs mit Satire und satirischen Texten im Deutschunterricht gehören ebenfalls zum Gegenstandsbereich dieser Veranstaltung.
Satirische Texte, hrsg. von Norbert Feinäugle , Stuttgart 1976 u.ö. (= Reclams UB 9525); Parodie, hrsg. von Wolfgang Gast, Stuttgart 1975 u.ö. (= Reclams UB 9521)
Zur didaktischen Einführung: Themenheft Praxis Deutsch Heft 125 (1994): Das Komische
Oberseminare
Dr. Karl W. Bauer
Examenskolloquium
Kolloquium ExamenskandidatInnen vom Mai 2003
Di 16-20 (14täg.), B 24 Beginn: 28.10.2003 Alle L
Dieses Kolloquium ist verpflichtend für alle Studierenden, die bei mir im Mai 2003 ihr Examen mit der mündlichen Prüfung abschließen.
Prof. Dr. Swantje Ehlers
Examenskolloquium
Oberseminar L1,L2,L3,L5,Mag,Prom
Di 14-16 , B 128 Beginn: 28.10.2003
Im Rahmen dieses Kolloquiums werden Fragen, die die mündliche Prüfung, die Klausur und wissenschaftliche Hausarbeiten betreffen, behandelt. Es wird ein Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand zu relevanten Prüfungsthemen gegeben. Alle, die sich bei mir im Frühjahr 2004 prüfen lassen möchten, sind verpflichtet, an diesem Oberseminar teilzunehmen.
Prof. Dr. Carsten Gansel
„Rahmenpläne,
Kompetenzen, Unterrichtsmethoden und Integrativer Deutschunterricht – Zu
aktuellen Entwicklungen im Deutschunterricht“
(Kolloquium für
Examenskandidaten)
Alle L, MA, Prom., D DaF
Oberseminar Schwerpunkt: Deutschdidaktik
Di 18-20, B 210 Beginn 21.10.2003
Das Oberseminar wird aktuelle Entwicklungen im Deutschunterricht diskutieren, neue Forschungsliteratur auswerten und sich insbesondere mit Fragen eines integrativen Deutschunterrichts beschäftigen. Die drei Lernbereiche des Deutschunterrichts werden detailliert untersucht und die Anforderungen in Hinblick auf die Ausbildung von Kompetenzen geprüft. Zudem geht es um eine Prüfungsvorbereitung, in der ausgewählte Schwerpunkte präsentiert werden.
Prof. Dr. Wolfgang Gast
Literatur-
und mediendidaktische Prüfungsthemen
Kolloquium
für Examenskandidaten (Lehrämter)
L1, L2, L5
Oberseminar Schwerpunkt: Literatur- und Mediendidaktik
Di 8.30-10, B 210 Beginn: 21.10.2003
Relevante Themen aus dem Gegenstandsbereich ´Literatur und Medien`
(Kanonliteratur, KJL, Medienpädagogik) werden im Kontext der Prüfungsplanung exemplarisch aufbereitet. Wichtige neuere Forschungsliteratur wird dazu herangezogen und vorgestellt.
Deutsch als Fremdsprache
Zuordnung der Veranstaltungen zu den Studieninhalten:
a) Psycholinguistik des Fremdsprachenlernens,
b) Methodik und Didaktik der Sprachvermittlung,
c) Landeskunde- und Literaturvermittlung,
d) Lehrmaterialanalyse und Mediendidaktik.
Bei einigen Veranstaltungen sind je nach gewähltem Arbeitsschwerpunkt mehrere Zuordnungen möglich.
Proseminare
Elisabeth Althauser
Studienvorbereitender
DaF-Unterricht: Materialauswahl, Didaktisierung, Erprobung im Unterricht (b,d)
Proseminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung DaF
Zeit: 24.10.–12.12.03 und 16.1.-20.2. 04: Fr 10 – 12.
12.12.03 und 16.1.04 zusätzlich
auch 12-14 Uhr
Raum: B 210 Erste
Sitzung: 24.10.03
Welche Kriterien sind für die Auswahl von Lehrmaterialien maßgeblich? Wie kann die Eignung bestimmter Lehrwerke beurteilt werden? Wie können eigene Materialien für den Unterricht didaktisiert werden? In einem ersten Teil wird sich das Seminar theoretisch mit diesen Fragestellungen beschäftigen und die Grundlagen für die weitere, praxisorientierte Arbeit legen.
Im zweiten Schritt soll die Konkretisierung im Hinblick auf den Unterricht in studienvorbereitenden Kursen erfolgen. In dieser Phase ist vorgesehen, im studienvorbereitenden DaF-Unterricht am Studienkolleg der J.W.Goethe-Universität in Frankfurt/Main zu hospitieren. Die praktische Umsetzung steht im Zentrum des dritten und vierten Seminarabschnitts. In zwei Blockseminaren (12.12. und 16.1.) soll zunächst Lehrmaterial ausgewählt und didaktisiert werden, das dann von den Seminarteilnehmer/innen selbst im Unterricht der Studienvorbereitungskurse erprobt werden kann. Eine Reflexionsphase, in der die Erprobung der Lehrmaterialien ausgewertet wird, schließt das Seminar ab.
Prof. Dr. Swantje Ehlers
Das
Märchen im mehrsprachigen Klassenzimmer ( c )
Proseminar L1,L2,L3,L5,Mag,Prom. DaF
Di 16-18, E 6 Beginn:
21.10.2003
Thema des Seminars ist die Behandlung des Märchens insbesondere in sprachlich heterogenen Klassen. Die Funktion von Märchen soll in sozialpsychologischer, kulturtheoretischer, interkultureller und didaktischer Perspektive erschlossen werden.
Insbesondere sollen auch Märchen aus anderen Kulturen mit einbezogen und Fragen der Binnendifferenzierung in Lernergruppen mit unterschiedlichem Sprachhintergrund (Deutsch als L1 und L2) behandelt werden.
Daniela Hain
Die
Bedeutung des Europäischen Referenzrahmens für die Curriculum- und
Lehrmaterialentwicklung im Bereich Deutsch als Fremdsprache (d)
Proseminar Aufbaustudiengang
DaF, NF Mag., L3 Erweiterung DaF
Do 14-16, B 210 Beginn:
23.10.03
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen fungiert als gemeinsame europäische Basis für die Gestaltung von Lehrplänen, curricularen Richtlinien, Prüfungen und Lehrmaterialien. Er beschreibt ausführlich Fertigkeiten und Kompetenzen, die Lernende entwickeln sollen, um in der Zielsprache kommunikativ erfolgreich handeln zu können. Die genau definierten Kompetenzniveaus machen die Lernfortschritte auf jeder Stufe des Lernprozesses nachvollziehbar und vergleichbar und tragen somit zu einer größeren Transparenz von Kursprofilen, Richtlinien und Lehrplänen bei.
Im Seminar sollen die Auswirkungen des Referenzrahmens auf die zukünftige Gestaltung von Sprachlehr- und Sprachlernprozessen erörtert werden. Hierbei werden die Bereiche Lehrmaterial- und Curriculumentwicklung besonders im Vordergrund stehen.
Prof. Dietmar Rösler
Einführung
in das Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
Proseminar Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., L3 Erweiterung DaF
Di, 14-16, B 210 Beginn: 21.10.2003
Dies ist eine Pflichtveranstaltung für diejenigen Studierenden, die Deutsch als Fremdsprache als Aufbaustudium, als Magisternebenfach, als L3-Erweiterungsfach oder als ‘F6-Zusatzfach’ beginnen. Sie gibt einen ersten Überblick über alle Aspekte des natürlichen und institutionell gesteuerten Lernens des Deutschen als Zweit- und Fremdsprache.
Nicola Würffel
Online-Tutorierung.
Begleitseminar zum elektronischen Praktikum. (b)
Proseminar
Aufbaustudiengang DaF, NF Mag., Erweiterung DaF L3
Zeit:
21.10.03 10-14 Uhr eine Sitzung (4h) in den Semesterferien n. V.
04.11.03 10-14 Uhr 23.04.04 14-18 Uhr
25.11.03 10-14 Uhr 24.04.04 9-13 Uhr
16.12.03 10-14 Uhr Raum: B 26
17.02.04 10-14 Uhr
Digitale Medien spielen auch im DaF-Unterricht eine immer wichtigere Rolle. Im Zuge dieser Entwicklung hat auch das ort- und zeitunabhängige elektronische Betreuen von Lernenden, die so genannte Online-Tutorierung, an Bedeutung gewonnen. Eine Form der Online-Tutorierung ist das Lehren und Lernen in so genannten E-Mail-Tutorien: Ein/e sich in Deutschland (oder auch an einem anderen Ort) befindende/r Online-Tutor/in betreut elektronisch eine/n sich irgendwo in der Welt befindende/n Deutschlernende/n, der an einem Sprachkurs teilnimmt. Das Seminar bietet die Möglichkeit, erste Lehrerfahrungen als Online-Tutor/in zu sammeln und diese intensiv zu reflektieren: Über einen Zeitraum von 6 Monaten werden Sie eine/n Deutschlernende/n an der UW Milwaukee, USA, auf elektronischem Wege betreuen – wobei sie die Inhalte des Tutoriums zusammen mit ihrem/ihrer Tutee bestimmen können. Die einzellernerbezogene Lehrsituation erlaubt eine genaue Beobachtung der Lernprozesse des Tutees, die durch den Einsatz didaktischer Mittel unterstützt werden können. In den gemeinsamen Seminarsitzungen, die aufgrund der Semesterzeiten der Studierenden in den USA bis ins Sommersemester 2004 reichen werden, besteht zum Einen die Möglichkeit, im Austausch mit den anderen Tutoren und Tutorinnen sowohl die eigenen Lehrerfahrungen als auch die beobachteten Lernprozesse zu diskutieren; es werden aber zum Anderen auch konkrete Vorschläge für die Durchführung der Online-Tutorierung besprochen, die dann in den Tutorien ausprobiert werden können.
Die Teilnahme am Seminar setzt die Beteiligung an den Email-Tutorien voraus. Durch einen Praktikumsbericht kann zusätzlich ein Praktikumsnachweis erworben werden.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.uni-giessen.de/~g91010/daf/gep.htm
Pro-/ Hauptseminare
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Höflichkeit
als sprachlicher und landeskundlicher Gegenstand im DaF-Unterricht (b, c)
PS/HS Aufbaustudiengang DaF, NF Mag DaF, L3 Erweiterung DaF
Mo 10-12, B 210 Beginn: 20.10.2003
Die Deutschen und auch das Deutsche gelten mancherorts als direkt und unhöflich. Woher kommt so eine Einschätzung? Wie geht man als DaFler mit ihr um? In diesem Seminar werden wir uns zum einen mit Konzepten wie Höflichkeit und Direktheit auseinandersetzen und analysieren, worauf sich stereotypisierende vergleichende Äußerungen der Art ‚Die X sind höflicher als die Y’ stützen. Zum anderen werden wir auf der didaktischen Ebene diskutieren, wie man mit dem Thema Höflichkeit im DaF-Unterricht umgehen kann.
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Grundfragen
der psycholinguistischen Fremdspracherwerbsforschung (a)
PS/HS Aufbaustudiengang DaF, NF Mag DaF, L3 Erweiterung DaF
Mi 10-12, E 6 Beginn: 22.10.2003
In diesem Seminar werden anhand der gemeinsamen Lektüre und Diskussion aktueller und ‚klassischer’ psycholinguistischer Texte Grundfragen der psycholinguistischen Fremdspracherwerbsforschung diskutiert (Verhältnis von Zweitspracherwerb und Erstspracherwerb. Verhältnis von gesteuertem und natürlichem Spracherwerb. Individualität des Lernens. Mentale Repräsentation von Bedeutung. Bilingualismus. Verstehensprozess beim Hören, Sehen und Lesen von fremdsprachigen Texten). Ein Scheinerwerb ist in diesem Seminar nur durch das Verfassen einer Hausarbeit möglich.
Oberseminare
Prof. Dr. Dietmar Rösler
Examenskolloquium
Oberseminar L1, L2, Aufbaustudiengang
DaF, NF Mag ., L3 Erweiterung DaF
Mo 14-16, B 33 Beginn: 20.10.2003
Für Studierende der DaF-Studiengänge, die sich auf eine Prüfung oder ihre Diplomarbeit vorbereiten, und für Studierende der Studiengänge L1 und L2, die im kommenden Sommersemester von mir geprüft werden. Je nach Interessenlage der TeilnehmerInnen wird das Kolloquium zwischen den beiden Gruppen geteilt oder gemeinsam durchgeführt.
Schulpraxis
Praktikumsnachbereitende
Veranstaltungen
Bauer, Karl W
Kompakttermine nach Vereinbarung
Berndt, Ingeborg
Kompakttermine nach Vereinbarung
Fritz, Renate
Kompakttermine nach Vereinbarung
Ulbrich, Klaus-Peter
Kompakttermine nach Vereinbarung
Praktikumsvorbereitende
Veranstaltungen
Bauer, Karl W.
Mittwochs 10-12, C 25 Beginn: 22.10.2003
Berndt,
Ingeborg
Montags, 16-18, B 210 Beginn: 20.10.2003
Fritz, Renate
Mittwochs 8-10, B 106 Beginn: 22.10.2003
Ulbrich,
Klaus-Peter
Montags, 16.30-18, C 30 Beginn: 20.10.2003
Wachtel,
Martin
Montags, 12-14, B 210 Beginn: 20.10.2003
Weitere Veranstaltungen: S. Aushang im Arbeitsbereich für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur (2. Stock).
Sprecherziehung
Es gibt zwei Termine für die Anmeldung für alle Seminare. Termin der Anmeldung für Examenskandidaten und Examenskandidatinnen: ab Mo, 07. Juli 2003, 14–16 Uhr, Raum C42. Termin für Studierende ab dem 3./4./5. Semester: ab Mo, 21. Juli 14–16 Uhr. Sprechstunden Mo 14–15:30 Uhr. Sie können mich auch per E-Mail erreichen: Elisabeth.Kiefer@germanistik.uni.giessen.de
Grundlagenseminare
Sibylle Just
Ökonomischer
Stimmgebrauch und Sprechübungen für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Blockseminar: Fr. 28.11.2003, 11–18 Uhr, Sa. 29.11.2003, 10–18 Uhr,
Fr. 12.12.2003, 11–18 Uhr, Sa. 13.12.2003, 10–18 Uhr
Raum: B 9 Teilnahmebeschränkung: 20
Der Lehrberuf ist einer der klassischen Sprechberufe. Da die Stimme hier besonders belastet wird, ist gerade in „Sprechberufen“ ein ökonomischer Stimmgebrauch von großer Bedeutung. Nicht nur die direkte Stimmbelastung, sondern auch die indirekte durch Stress führt oft zu Stimmschädigungen. Lehrer und Lehrerinnen machen deshalb einen hohen Prozentsatz der Klienten von Logopädinnen aus. Um Stimmschädigungen vorzubeugen, soll in diesem Blockseminar der Schwerpunkt auf Übungen zu einem ökonomischen Stimmgebrauch liegen. Neben der Vermittlung der anatomischen Grundlagen zur Atmung und Phonation liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Haltung, Atmung, Stimme und Sprechen.
Von den Studierenden wird entsprechend eine aktive Teilnahme an allen praktischen Übungen erwartet. Bitte bringen Sie deshalb bequeme Kleidung (Jogginghose) und warme Socken (evtl. auch eine Decke) mit. Isomatten sind vorhanden.
Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.
Elisabeth Kiefer
Stimm- und
Sprechübungen für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Mo 10–12, B 9 Beginn: 20.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer
Stimm- und
Sprechübungen für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Mo 12–14, B 9 Beginn: 20.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, der hohe Anfordeungen an die Stimmwerkzeuge stellt und zu einem stimmlichen Verschleiß führen kann. Die so genannte Lehrerdysphonie ist allen Logopädinnen ein Begriff. Die Stimme aber ist für alle Lehrberufe das pädagogische Instrument schlechthin. Entsprechend sorgfältig sollten wir mit ihr umgehen, um spätere Schäden zu vermeiden. In dieser Veranstaltung werden Übungen zur Ausbildung einer tragfähigen Sprechstimme und einer schonenden Sprechtechnik angeboten. Das Ziel ist die Optimierung der stimmlichen und sprecherischen Fähigkeiten der Studierenden. Neben der Vermittlung theoretischen Wissens über die physiologischen Grundlagen, liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit an Atmung, Stimme und Sprechen. Einige Fragen des lebendigen Sprechausdrucks, z.B. Betonung, Sprechmelodie und Körpersprache, werden ebenso eine Rolle spielen wie phonetische Grundlagen. Für die praktischen Übungen (ab 3. Seminarsitzung) bitte bequeme Kleidung mitbringen.
Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.
Elisabeth Kiefer
Literatur
sprechen für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Di 12–14, B 9 Beginn: 21.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer
Literatur
sprechen für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Di 14–16, B 9 Beginn: 21.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
In den Lehrplänen für den Deutschunterricht wird das Ziel formuliert, die stimmlichen Ausdrucksfähigkeiten den Schülern und Schülerinnen bewusst zu machen und ihnen zu helfen, sie zu erweitern und zu stärken. Literatur gemeinsam zu lesen, zu analysieren, zu interpretieren und zu diskutieren ist ein selbstverständlicher Teil des Deutschunterrichts. Es ist jedoch für den Lehrenden nicht immer ganz leicht, Literatur ästhetisch gekonnt sprecherisch umzusetzen und so sinnlich erfahrbar zu machen. Wie kann man außerdem erreichen, dass die Schüler und Schülerinnen sinngemäß betonen, „schön“ und verständlich sprechen und Spaß daran haben, Gedichte, Dramen und Prosatexte sprecherisch zu gestalten? In dieser Veranstaltung werden wir erarbeiten, wie man Texte sinngemäß und interessant vorlesen und vortragen kann. Video- und Audioaufnahmen sollen helfen, den Erfolg der eigenen Vortragskunst zu überprüfen. Atem-, Stimm- und Sprechübungen werden als Vorbereitung auf das Lesen und Vortragen eine Rolle spielen.
Leistungsnachweis: Aktive Teilnahme; Erarbeitung und Vortrag von Texten / Gedichten.
Elisabeth Kiefer
Rhetorik
und Kommunikation für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3 L5 Fach Deutsch
Mi 10–12, B 31 Beginn: 22.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
Beschreibung: siehe unten
Elisabeth Kiefer
Rhetorik
und Kommunikation für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Do 12–14, B 9 Beginn: 23.10.2003, Teilnahmebeschränkung: 20
Verständigung ist gerade in der Schule besonders wichtig. Gelungene Verständigung hängt aber nicht nur vom guten Willen ab. Dieses Grundlagenseminar soll angehenden Lehrerinnen und Lehrern helfen, ihren Unterricht und ihren Berufsalltag sprachlich zu steuern. Kein Schultag vergeht, ohne dass die Lehrerin / der Lehrer in Diskussionen mit Schüler/innen, Kolleg/innen oder Eltern verwickelt wird. In diesem Seminar haben Lehramtsstudierende die Gelegenheit, sich mit grundlegenden Prinzipien des Vortrags, der Argumentation und Diskussion zu befassen und ihre rhetorischen Fähigkeiten auszubauen. Folgende Inhalte werden u.a. im Seminar behandelt und in praxisorientierten Übungen geprobt:
• Vorbereitung und Präsentation kurzer Fachvorträge / Stegreifreden
• Aktives Zuhören / Ergebnisorientierte Diskussion / Aufgaben einer Diskussionsleitung/
Körpersprache / Hörerorientiertes Argumentieren.
Videoaufnahmen sollen helfen, die eigenen Vortragsweisen bzw. das eigene Verhalten in Diskussionen zu reflektieren.
Leistungsnachweis: Aktive, regelmäßige Teilnahme; Lösung von Aufgabenstellungen im Seminar.
Elisabeth Kiefer
Offener
Stimmtreff – Stimm- und Sprechübungen
für Lehramtsstudierende mit Sprechproblemen
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Mi 9–10 (s.t.), B 31 Beginn: 22.10.2003
Sowie Einzeltraining – individuelle Terminabsprachen
Dieses Seminar dient zwei Zielen. Einerseits ist es offen für alle Lehramtsstudierende, die zur Kräftigung und zum Erhalt ihrer Stimme an einem wöchentlichen Stimmtraining teilnehmen möchten, andererseits wird hier Studierenden mit zu leisen, dünnen Stimmen oder Aussprachedefiziten die Chance gegeben ihre sprecherischen Fähigkeiten zu verbessern.
Besonders für Deutschlehrer ist eine klare und vorbildliche Aussprache, die sich an der Standardaussprache orientiert, unerlässlich. Grundschullehrerinnen und –lehrer werden von ihren Schülerinnen und Schülern noch sprecherisch nachgeahmt und entsprechend geben sie ggf. eigene Aussprachedefizite an die Kinder weiter. Dieses Zusatzangebot der Sprecherziehung richtet sich besonders an Studierende, die eine schnell ermüdbare oder zu leise/zu hohe Stimme haben, für die Deutsch nicht die Muttersprache ist, die dialektgefärbt sprechen oder die an Aussprachedefiziten (z.B. Lispeln) arbeiten möchten.
Hier haben Sie die Chance, in einer überschaubaren Gruppe Ihre Stimme zu kräftigen und in einem Einzeltraining Aussprachedefizite aufzuarbeiten. Dieses Seminar reicht nur in Verbindung mit intensivem Einzeltraining zum Erwerb des Sprecherziehungsscheins.
Elisabeth Kiefer
Stimme,
Spielen, Sprechen – Darstellendes Spiel und Sprecherziehung
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Do 16–19, B 9 Beginn:
23.10.2003
Teilnahmebeschränkung: 20
In mehreren Bundesländern gibt es inzwischen das Fach Darstellendes Spiel, das von Deutschlehrern unterrichtet wird. Auch die Leitung von Theater-AGs wird zumeist von Lehrenden des Faches Deutsch übernommen. Spielfreudigen Studierenden soll in diesem Seminar die Möglichkeit gegeben werden in die Theaterarbeit hineinzuschnuppern. Der Schwerpunkt der Arbeit wird naturgemäß im sprecherischen Bereich liegen. Folgende Inhalte werden u.a. im Seminar besprochen und praktisch erprobt:
• Stimmimprovisationen, Sprech- und Spielübungen
• stimmlicher Ausdruck, Bühnensprechen
• Körper - Bewegung - Stimme
• sprecherisch-kreative Erarbeitung von Theatertexten
• Erarbeitung kleiner Szenen
Da kreatives Arbeiten viel Zeit erfordert, wird dieses Seminar dreistündig angeboten. Bitte tragen Sie für dieses Seminar bequeme Kleidung, in der Sie sich gut bewegen können. Sie können in diesem Seminar den Pflichtschein für Sprecherziehung erwerben.
Leistungsnachweis: Aktive, regelmäßige Teilnahme; Lösung von Aufgabenstellungen im Seminar
Literatur: Michael Batz u. Horst
Schroth, Theater zwischen Tür und Angel, Reinbek bei Hamburg 1983 – Hans Martin
Ritter, Sprechen auf der Bühne, Berlin 1999 – Ingo Scheller, Szenisches Spiel:
Handbuch für die pädagogische Praxis, Berlin 1998.
Heidi Puffer
Rhetorik
und Stimme für Frauen im Lehrberuf
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Blockseminar (Seminar für Studentinnen)
Fr. 21.11.2003, 11–18 Uhr, Sa. 22.11.2003, 10–18 Uhr,
Fr. 05.12.2003, 11–18 Uhr, Sa. 06.12.2003, 10–18 Uhr
Raum: F 5 Teilnahmebeschränkung: 16
Lehrerinnen haben es manchmal besonders schwer sich vor lauten Schulklassen zu behaupten. Dabei spielen sowohl Stimme und persönliche Vortragsweise als auch die Präsentation der Inhalte eine entscheidende Rolle.
In diesem Blockseminar soll an beiden Bereichen intensiv gearbeitet werden. Wir werden rhetorische Übungsteile mit Stimmübungen verknüpfen und das Zusammenspiel von Stimme und Rhetorik optimieren. Eine rhetorisch gekonnte Präsentation wird durch eine tragfähige, „stimmige“ Stimme unterstützt und umgekehrt.
In einer überschaubaren Gruppe von Frauen können Sie hier Ihre eigene Stimme und Vortragsweise kennenlernen und gezielt an Verbesserungen arbeiten. Dabei wird die Möglichkeit zu Video- und Audiofeedback gegeben. Gerade auch Lehramtsstudentinnen, die eine eher leise Stimme haben und sich als schüchtern erleben, können in diesem Sprecherziehungsseminar ihre sprecherischen Fähigkeiten ausbauen.
Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Arbeit und von den Studentinnen wird entsprechend eine aktive Teilnahme erwartet. Bitte tragen Sie deshalb bequeme Kleidung. Isomatten sind vorhanden, Sie können aber auch gerne eigene Isomatten bzw. Decken mitbringen.
Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und
Bearbeitung der Aufgabenstellungen im Seminar.
Susanne Sehr
Übungen
zum ökonomischen Stimmgebrauch für Lehramtsstudierende
Grundlagenseminar L1,L2,L3,L5 Fach Deutsch
Blockseminar: Fr. 23.01.2004, 11–18 Uhr, Sa. 24.01.2004, 10–18 Uhr,
Fr. 06.02.2004, 11–18 Uhr, Sa. 07.02.2004, 10–18 Uhr
Raum: F 5 Teilnahmebeschränkung: 20
Der Lehrberuf ist ein Sprechberuf, bei dem die Stimme tagtäglich einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist. Um dieser Anforderung gerecht zu werden und die Stimme vor Schädigungen und Überbelastungen zu bewahren, ist ein bewusster und ökonomischer Umgang mit diesem Instrument von großer Bedeutung.
In diesem Seminar sollen daher neben grundlegenden theoretischen Kenntnissen zur Physiologie und Anatomie von Atmung und Stimme, vor allem auch praktische Übungen den Umgang und das Bewusstsein für die eigene Stimme fördern. Wir werden in den Bereichen Körperwahrnehmung, Atmung, Stimme und Artikulation arbeiten. Tragen Sie deshalb bitte bequeme Kleidung.
Leistungsnachweis: Regelmäßige, aktive Teilnahme und Bearbeitung der Aufgabenstellungen.