Hochleistungsrechner an den hessischen Hochschulen
Günther Teichmann/HRZ, 27.11.1995; überarbeitet am 15.5.2000Nach einer langen Diskussions- und Planungsphase konnte im Jahre 1991 das Projekt
"Hessischer Höchstleistungsrechner" (HHLR) erfolgreich abgeschlossen werden. Das ursprüngliche Konzept, nur einen Höchstleistungsrechner zu beschaffen, wurde dahingehend erweitert, dass insgesamt 4 Vektorrechner beschafft und an den
Hochschulen Darmstadt, Frankfurt, Gießen und Kassel aufgestellt wurden.
Den leistungsstärksten Vektorrechner (eine S400/40 der Firma Fujitsu; geliefert von SNI) erhielt die TH Darmstadt, da dieser Rechner auch als Landesvektorrechner zur Verfügung stehen sollte. Die anderen Universitäten erhielten ebenfalls Rechner der Firma Fujitsu: In Frankfurt wurde eine S200 aufgestellt und Gießen und Kassel bekamen jeweils eine S100.
Da der Vektorrechner S400/40 an der TH Darmstadt sehr schnell ausgelastet war, wurde im Jahre 1994 ein weiterer Rechner für die TH Darmstadt beschafft und mit der S400/40 gekoppelt. Der neue Rechner ist ein
Vektor-Parallelrechner der Firma Fujitsu mit der Typenbezeichnung VPP500.
Auch die Vektorrechner der Universitäten Gießen und Kassel wurden Anfang 1995 ausgetauscht und durch Rechner der Firma Silicon Graphics (SGI) ersetzt.
Das Spektrum der Rechner im hessischen Rechnerverbund wurde wesentlich erweitert, als im Jahre 1995 ein Parallelrechner der Firma IBM für die Universität Marburg beschafft wurde. Der Parallelrechner ist vom Typ: "IBM RS/6000 Scalable POWERparallel System SP" und hat 35 Knoten.
Um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, wurden in den folgenden Jahren einzelne veraltete Rechner stillgelegt und durch neue ersetzt. So wurde an der Universität Frankfurt ein neuer Parallelrechner vom Typ: "IBM RS/6000 Scalable POWERparallel System SP" in Betrieb genommen und an der Universität Gießen wurde der SGI-Rechner "Justus" durch einen Parallelrechner der Firma Fujitsu-Siemens mit der Modellbezeichnung HPCLine ersetzt.
Der neue Hochleistungsrechner an der Universität Gießen trägt den Namen: Hydra.
Höchst- und Hochleistungsrechner im hessischen Rechnerverbund
(Stand 15.5.2000)
- TU Darmstadt:
Vektor-Parallelrechner: Fujitsu / SNI -- VPP300 /6 ("
heiping")
- Universität Frankfurt:
Parallelrechner IBM SP2
- Universität Gießen:
Fujitsu-Siemens Rechner HPCLine ("hydra")
- Universität Kassel:
SGI-Rechner / Power Challenge ("
calculus") - Universität Marburg:
Parallelrechner IBM SP
Benutzung
Die Rechner des hessischen Rechnerverbundes stehen allen hessischen Wissenschaftlern zur Verfügung. Die Zulassung zum Rechenbetrieb muss -- bis auf eine Ausnahme -- bei den örtlichen Hochschulrechenzentren beantragt werden, die dann die Vergabe und Bereitstellung einer Benutzerkennung auf dem gewünschten Rechner in die Wege leiten.
Ausnahme: Wenn Sie den Parallelrechner in Marburg benutzen möchten, dann müssen Sie sich mit dem dortigen Rechenzentrum in Verbindung setzen und die Zulassung zu Rechenbetrieb beantragen. Ein
Antragsformular finden Sie im Web-Server der Universität Marburg.
Mitglieder der Universität Gießen, die die Rechner des hessischen Rechnerverbundes nutzen möchten, müssen folgendes beachten: Aus organisatorischen Gründen ist eine Zulassung auf einem Hochleistungsrechner nur möglich, wenn Sie bereits Zugang zum Workstation-Cluster des HRZs haben; also eine g-Nummer besitzen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie sich zuerst eine g-Nummer zuteilen lassen.
- Benutzungsantrag für E-Mail oder Workstation-Cluster
- (im Postscript-Format oder im
)
Eine Benutzerkennung für einen Hochleistungsrechner können Sie per E-Mail beantragen. Dabei sind folgende Angaben zu machen:
- Name des Hochleistungsrechners
- Ihre g-Nummer
- Projektbeschreibung
Diese Mail bitte an den zuständigen Mitarbeiter: Günther Teichmann schicken. Sobald der Antrag bearbeitet ist, erhalten Sie eine Antwort.
Rechenzeitkontingentierung
Da Rechenzeit auf den Hochleistungsrechnern nicht in beliebigem Maße zur Verfügung steht, muss die Rechenzeit kontingentiert werden. Dies geschieht in einem Antrags- und Zuteilungsverfahren (Projekt-Kontingentierung), das halbjährlich in den Monaten April und Oktober durchgeführt wird. Für die Vergabe der Rechenzeitkontingente ist der HHLR-Beirat zuständig.
Zuletzt geändert: 27.11.1995 (Günther Teichmann), 02.05.1996 (
Ob), 31.10.2000 (Teichmann)
