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prips - PRInt PostScript

Programmname prips
Version April 2000
Autoren Jürgen Obermann (HRZ) und Reinhard Thomanek (HRZ)
Zweck Drucken von PostScript- und ASCII-Dateien auf PostScript- und Laserjet-Druckern
Aufruf prips [-p | -P Drucker] [-1] [-h ] [-m] [-o "Enscript-Optionen"] [-q] [-t Titel] [-s Subtitel] [-b] [Datei(en)]
Wenn keine Dateien angegeben werden, liest prips von der Standardeingabe. Somit kann prips auch in einer Pipe verwendet werden.
Optionen
  • -p oder -P bestimmt den Drucker bzw. den Namen der Warteschlange. Wird kein Drucker angegeben, so wird der Name aus der Umgebungsvariablen LPDEST oder PRINTER übernommen. Der Drucker muß entweder PostScript oder PCL interpretieren können (d.h. der Name muß auf ps, ps2, pcl oder pcl2 enden, oder er muß speziell in Prips eingebaut sein).
    Weitere Informationen über Drucker und Warteschlangen stehen in Drucker an den HRZ-Workstations.
  • -1 unterdrückt das zweiseitige Drucken bei Druckern, die per Voreinstellung zweiseitig drucken.
  • -h unterdrückt das Drucken eines Titelblatts. Voreinstellung: ein Titelblatt drucken.
  • -m sendet Mail nach den Ende des Druckauftrags. Voreinstellung: keine Mail senden.
  • -o "Liste von Optionen" für das Kommando enscript zum Umwandeln von ASCII-Dateien in PostScript. Z.B.
    -o "-r" (rotate) dreht die Seite bei ASCII-Dateien um 90 Grad ins Querformat (nützlich bei langen Zeilen).
    -o "-r2" (rotate) dreht die Seite bei ASCII-Dateien um 90 Grad ins Querformat und druckt sie zweispaltig aus.
    -o "-f Courier-Bold8" druckt mit dem Font Courier-Bold in der Grösse von 8 Punkten aus.
  • -q (quiet) gibt keine Meldungen auf Standardausgabe aus, nur Fehler werden auf der Standardfehlerausgabe gemeldet. Voreinstellung: alle Meldungen ausgeben.
  • -t und -s legen Titel und Untertitel des Deckblattes fest, diese sollten nicht mehr als 30 Zeichen lang sein. Voreinstellung für den Titel ist der Inhalt der Umgebungsvariablen LOGNAME, für den Untertitel der erste Dateiname.
  • -b legt fest, daß das Titelblatt gedruckt werden soll.
Hinweise Prips erkennt automatisch, daß eine Datei im PostScript-Format ist, wenn die erste Zeile der Datei mit den zwei Zeichnen %! beginnt. Andernfalls wird die Datei als ASCII-Datei interpretiert und in PostScript umgewandelt.

ASCII-Dateien werden mit der GNU-Version des Programms 'enscript' mit dem Kommando 'enscript -E -i 0.6c -MA4' in PostSript umgewandelt. Wenn weitere Optionen an das enscript-Kommando übergeben werden sollen, z.B. ein anderer Font, -G für Gaudy-Modus etc., kann dies mit der Option -o "Liste der Optionen" erfolgen, oder es muss eine Umgebungsvariable ENSCRIPT='Liste der Optionen' z.B. in der Datei ~/.profile-privat vereinbart werden (vgl. man enscript).

Voreinstellung für ASCII-Dateien ist der Font Courier10 oder Courier7, falls im Querformat und in zwei Spalten gedruckt wird. Fontangaben bestehen aus zwei Teilen:

  • Ein PostScript-Fontname, z.B.
    • AvantGarde-Book (AvantGarde-BookOblique, -Demi, -DemiOblique),
    • Bookman-Light (Bookman-LightItalic, -Demi, -DemiItalic),
    • Courier (Courier-Bold, -Oblique, -BoldOblique),
    • Helvetica (Helvetica-Bold, -Oblique, -BoldOblique),
    • Helvetica-Narrow (Helvetica-Narrow-Bold, -Oblique, -BoldOblique),
    • NewCenturySchlbk-Roman (NewCenturySchlbk-Bold, -Italic, -BoldItalic),
    • Palatino-Roman (Palatino-Bold, -Italic, -BoldItalic),
    • Times-Roman (Times-Bold, -Italic, -BoldItalic),
  • Eine Punktgroesse, (1 Punkt=1/72 Zoll), z.B.
    • 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 18, 24

Wenn mehrere kleine ASCII- oder PostScript-Dateien auf einmal mit einem einzigen Auruf von prips gedruckt werden, wird Papier gespart, da nur eine einzige Titelseite erzeugt wird.

Bei großen Dateien ist es empfehlenswert sie einzeln zu drucken. Die Aufbereitung ist nicht so speicherintensiv und läuft schneller ab.

Bei Druckern, die zweiseitig drucken, werden bei allen Dateien außer der letzten die Seiten gezählt, um sie mit einer geraden Anzahl von Seiten zu drucken. Dadurch beginnt jede Datei auf einem neuen Blatt. Das Zählen der Seiten ist recht aufwendig, da die Dateien komplett durch Ghostscript aufbereitet werden müssen. Daher sollten größere Dateien besser einzeln gedruckt werden.

Alle zu druckenden Dateien werden (mit Titelblatt) zu einer einzigen Datei zusammenkopiert, um sie als einen einzigen Druckauftrag zusammenhängend auf dem Drucker auszugeben. Dies kann bei PostScript-Dateien dazu führen, daß die zweite oder ein weitere Datei nicht richtig gedruckt wird. Dann sollten die Dateien einzeln gedruckt werden. Bei ASCII-Dateien kann das nicht vorkommen.

 

Für Hinweise und Vorschläge wenden sich bitte an E-Mail: Webmaster@hrz.uni-giessen.deWebmaster@hrz.uni-giessen.de
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Letzte Änderung am 17.11.2005 von GP


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