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das
1994-95 aus Drittmitteln des Landes Hessen im Rahmen des
Landesforschungsschwerpunktprogramms eingerichtete Teilprojekt "Islamismus
und Zivile Gesellschaft im Nahen und Mittleren Osten" (Prof. Dr. A.
Hartmann) gemeinsam mit dem politologischen Teilprojekt "Der Islam im
Westen" (Prof. Dr. C. Leggewie), weiterfinanziert aus Universitätsmitteln
Mitgliedschaft (Schriftführung Prof. Dr. A. Hartmann) im Vorstand der
Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene
Forschung und Dokumentation (DAVO; Vorsitzender: Prof. Dr. Günter Meyer,
Geographisches Institut, Universität Mainz). In der DAVO haben sich sowohl
Studierende als auch Vertreter verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, der
Medien, Wirtschaft und Politik zwecks gemeinsamer praxisnaher Analyse der
Gegenwartslage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Mittelasien
zusammengeschlossen.
Mitherausgabe (Prof. Dr. A. Hartmann) der ab 1998 im Ergon-Verlag, Würzburg,
erscheinenden Schriftenreihe "Mitteilungen zur Sozial- und Kulturgeschichte
der islamischen Welt" (MISK):
1995-2000
Mitarbeit (Prof. Dr. A. Hartmann) in der Leitungskommission des
Graduiertenkollegs "Didaktik des Fremdverstehens" (Leitung: Prof. Dr. L.
Bredella). Dieses Teilprojekt der Gießener Orientwissenschaft untersucht
Stereotypen im Umgang mit "dem Fremden" wie Vorurteile, Feindbilder und
subjektive Theorien
Mitglied
des Sonderforschungsbereichs 434 "Erinnerungskulturen" der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (Sprecher: Prof. Dr. Jürgen Reulecke) Teilprojekt F
11 (ab 01.01.2000): "Der 'wahre' Islam: Exegesehorizont und
Erinnerungspraxis religiös-politischer Bewegungen der zeitgenössischen
muslimischen Ökumene" (Teilprojektleiterin: Prof. Dr. Angelika Hartmann;
BearbeiterInnen: Dr. Sabine Damir-Geilsdorf, Prof. Dr. Angelika Hartmann,
Dr. Béatrice Hendrich, Henner Kirchner)
DFG-Projekt 2001/2002: Söldner in der Sozialgeschichte des muslimischen
Vorderen Orients vom 9. bis 11. Jahrhundert" (wiss. Mitarbeiter: Dr. habil.
Gerhard Hoffmann, Leipzig; Projektleiterin: Prof. Dr. A. Hartmann).
DFG-Projekt gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Hans-Rimbert Hemmer
(Volkswirtschaft, JLU-Giessen): Armut palästinensischer Flüchtlinge. Eine
Untersuchung multidimensionaler Aspekte der Armut in palästinensischen
Flüchtlingslagern in Jordanien.
(wiss. Mitarbeiterin: Frau Dr. Sabine Damir-Geilsdorf; Federführung: Prof.
Dr. Angelika Hartmann). Dieses Projekt wird derzeit durch die
DFG-Fachvertreter begutachtet.
Arab
Media Review und MidEast Press-Digest - Projekt (Henner Kirchner)
Das Projekt Arab Media Review ist entstanden aus einer langjährigen
Beschäftigung mit der Region des Nahen und Mittleren Ostens. Der MidEast
Press-Digest ist eine wöchentlich erscheinende Zusammenfassung und Analyse
der in der Arabischen Welt von Marokko bis Irak veröffentlichten
Medienberichterstattung. Insgesamt werden ca. 200 Periodika in arabischer,
englischer und französischer Sprache bei der Auswertung berücksichtigt.
Dieser Dienst ist in Deutschland zurzeit einmalig
Über mehrere Lehrveranstaltungen am Institut für Orientalistik ist dieses
Projekt bereits in den Lehrbetrieb integriert und wird durch die geplante
Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) an der
Universität Gießen auch in einen breiteren, interdisziplinären Kontext
gestellt.
Vernetzungen: ZMI (Zentrum für Medien und Interaktivität) an der Uni Giessen
Integrationsprojekt "junge Türken, junge Polizisten – wir lernen uns
kennen", wird durchgeführt von der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstifung
e.V. in Giessen in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsfachhochschule in
Wiesbaden, Fachbereich Polizei-Studienort Giessen. Das zweijährige Projekt
wird vom Sozialministerium Hessen finanziert und von Frau Dr. Songül Rolffs,
Lektorin für Türkisch am Institut für Orientalistik, betreut.
In diesem Projekt lernen die türkischen Teilnehmer Deutsch und die deutschen
Teilnehmer Türkisch gemeinsam, d.h. sie bringen sich unter Anleitung der
Kursleiterin jeweils ihre Muttersprache gegenseitig bei. Zusätzlich findet
alle 14 Tage ein Themenabend statt, zu bestimmten Fragestellungen aus der
Kultur, der Religion, der Politik usw. wie z.B. "wir begehen Ramadan", "wir
feiern Zuckerfest", "wir feiern Weihnachten".. Nach zwei Jahren wird das
Projekt wissenschaftlich ausgewertet.
Integration der Orientalistik in die Partnerschaft mit der Universität Kazan,
Tatarstan; insbesondere die Zusammenarbeit mit der Fakultät für Tatarische
Philologie (Prof. Dr. Talgat Galiullin); Studenten- und Dozentenaustausch
ECTS-Programm mit dem Department of Oriental and Slavonic Studies der
Universität Leuven (Belgien).
Intensive
und gute Kontakte unterhält das Institut für Orientalistik außerdem zu
mehreren orientalischen und europäischen Universitäten und
Forschungsinstitutionen, z. B. in Kairo, Amman, Beirut, Istanbul, Paris,
Leuven, Leiden und Wien.
Neben der
universitären Forschung und Lehre fördert das Institut für Orientalistik
durch seinen interdisziplinären und den gesamten Vorderen Orient sowie
Teilgebiete Mittelasiens umfassenden Ansatz in besonderem Maße auch den
Informationsaustausch mit und zwischen den zahlreichen außeruniversitären
Institutionen, welche am aktuellen politischen und kulturellen Geschehen in
den islamischen Ländern interessiert sind. Der Öffentlichkeitsarbeit des
Instituts im Rahmen der Erwachsenenbildung im In- und Ausland kommt deshalb
ein hoher Rang zu. Aktuelle Themen zu den Problemkreisen der religiösen
Ethik, Geschichte, Politik und politischer Theorien der Muslime in ihren
Heimatländern sowie in Westeuropa stehen im Mittelpunkt dieses Bereichs der
Institutsaktivitäten, welche sich in Form von Vorträgen,
Podiumsdiskussionen, Mitwirkung bei berufsethischen Lehrgängen,
Politikberatung, wie z. B. im Rahmen der Rosenburggespräche der
Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Bonn, im Militärwissenschaftlichen
Büro des Ministeriums für Landesverteidigung in Wien, sowie auch in
Berichten für kirchliche bzw. weltanschaulich neutrale Einrichtungen, wie z.
B. für die Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn), oder
Tageszeitungen, wie z. B. die NZZ, niederschlagen.
Dokumentation "Islamismus und Zivilgesellschaft der islamischen Welt". Die
Sammlung enthält Monographien, Fachzeitschriften, Graue Literatur,
Presseartikel, Stellungnahmen offizieller islamischer Einrichtungen wie auch
des informellen Sektors, Parlaments- und Prozessprotokolle sowie auf Video
bzw. Kassette aufgezeichnete Predigten. An hessischen Universitäten stellt
diese ca. 1000 Bände umfassende Dokumentation ein Novum dar. Sowohl dem
Projekt- und Lehrbetrieb des Instituts als auch für Examens- und
Forschungsarbeiten außeruniversitärer Interessenten, z. B. aus den Medien
und der Wirtschaft steht die Dokumentation zur Verfügung. Mit einer
gezielten Auswertung der Sammlung wurde 1995 begonnen. Zentrale
Fragestellungen sind den Modellen der Identitätsbildung und der sozialen
Differenzierung in den islamischen Ländern gewidmet. |
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