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Ausstellung: Die Langsdorfer Verträge von 1263 und die Neugestaltung in der Mitte des Reiches

Dokumente der Ablösung Hessens von Thüringen: Wanderausstellung zu 750 Jahren Langsdorfer Verträge – Eröffnung am 5. August 2014 in der Gießener Universitätsbibliothek

Auch haben wir einen uneingeschränkten Frieden beschworen, welcher in unseren Gebieten allgemeingültig sein soll…

In der Gießener Universitätsbibliothek (UB) ist vom 5. August bis zum 8. September 2014, die Wanderausstellung „Neugestaltung in der Mitte des Reiches. 750 Jahre Langsdorfer Verträge 1263 / 2013“ zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung wird ein spannender Blick auf die Verträge zwischen dem Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein und Sophie von (Hessen-)Brabant, der Tochter der hl. Elisabeth von Thüringen geboten, die 1263 den Grundstein der Ablösung Hessens von Thüringen legten und damit der Beginn der eigenständigen Entwicklung Hessens waren. Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, den 5. August 2014, um 18 Uhr laden das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde und die UB alle Interessierten herzlich ein (Ausstellungsraum der UB, Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen).

In dem kleinen Ort Langsdorf (heute Stadt Lich, Kreis Gießen) fanden im Jahr 1263 Verhandlungen auf höchster politischer Ebene statt, die einer umfassenden territorialen Neugestaltung in der Mitte des damaligen Reiches Rechnung trugen. In den bislang auch in der Fachwelt kaum beachteten Langsdorfer Verträgen akzeptierte der damalige Erzbischof Werner von Eppstein als einer der mächtigsten Reichsfürsten seiner Zeit die Teilung der Landgrafschaft Thüringen und ermöglichte dem Hause Hessen-Brabant die Begründung einer Herrschaft eigenen Rechts. Für die weitere Entwicklung der Herrschaft Hessen zu einem eigenständigen Fürstentum, das mit der Erhebung Heinrichs „des Kindes“ in den Reichsfürstenstand 1292 seine offizielle Anerkennung fand, waren die Verhandlungen in campo apud Langesdorf (im Feld bei Langsdorf) mit den hier getroffenen Entscheidungen somit von grundlegender Bedeutung. Die vier Verträge dokumentieren authentisch und mit kaum vergleichbarem Detailreichtum mittelalterliche Verhandlungen, in denen auch aufschlussreiche Anstrengungen zur Friedenswahrung und Konfliktprävention gemacht wurden.

750 Jahre nach der Niederschrift erarbeitete das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde mit Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen eine Wanderausstellung, die an zahlreichen Orten in Hessen und Thüringen zu sehen ist, die in den Langsdorfer Verträgen eine Rolle spielten. Die in den Verträgen selbst nicht genannte Stadt Gießen fiel bereits 1264/65 durch Kauf an Landgraf Heinrich I. und kann daher gleichfalls in diesen Kontext gestellt werden.

Neben der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Langsdorfer Verträgen und ihren Folgen steht eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex. Am Ende eines vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziell geförderten Wettbewerbs, an dem sich Studentinnen und Studenten der Kunsthochschule Kassel mit ihren Entwürfen beteiligt haben, soll ein Kunstobjekt geschaffen werden, das die in den mittelalterlichen Urkunden behandelten Aspekte aufgreift, um die Ereignisse auch nach den Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Begleitend zur Ausstellung ist die reich gestaltete Broschüre Neugestaltung in der Mitte des Reiches. Die Langsdorfer Verträge 1263 erschienen. Erhältlich ist zudem eine wissenschaftliche Publikation, die neben der kritischen Edition der Urkunden Beiträge von 18 Autorinnen und Autoren mehrerer Disziplinen bietet, die die Zeugnisse des 13. Jahrhunderts umfassend aus verschiedenen Perspektiven in historische Zusammenhänge einordnen. Dabei wird das Verhältnis der Landgrafen von Hessen zu den benachbarten Fürstentümern, dem Mainzer Erzbistum und der Landgrafschaft Thüringen, ebenso behandelt wie die Überlieferungsgeschichte der Archivalien.

 

Termin

Die Langsdorfer Verträge von 1263 und die Neugestaltung in der Mitte des Reiches. 750 Jahre Langsdorfer Verträge 1263 / 2013

5. August 2014 bis 8. September 2014

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der UB zu sehen: Montag bis Sonntag von 8.30 bis 23 Uhr.

 

Ausstellungseröffnung

Dienstag, 5. August 2014

18.00 Uhr Eröffnung im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Gießen, Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen

 

Programm

Begrüßung:

Prof. Dr. Christine Reinle, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

Einführung in die Ausstellung:

Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann und Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld, Hess. Landesamt für geschichtliche Landeskunde

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

 

Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/ub

http://www.hlgl.hessen.de/irj/HLGL_Internet

 

Kontakt

Anja Golebiowski

Universitätsbibliothek

Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen

Telefon: 0641 99-14063

E-Mail: Anja.Golebiowski@bibsys.uni-giessen.de

 

Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld

Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde

Wilhelm-Röpke-Straße 6C, D-35032 Marburg

Telefon: 06421 28-24583

E-Mail: ulrich.ritzerfeld@hlgl.hessen.de

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