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Parlamentarischer Abend in Wiesbaden

„Forschungsallianz der Universitäten Gießen und Marburg“ stellt sich im Landtag vor

– Gemeinsamer Informationsabend der beiden traditionsreichsten Forschungsuniversitäten Hessens  im Landtag – Glückwünsche des Ministerpräsidenten Volker Bouffier

Collage Parlamentarischer Abend
Fotos: Rolf K. Wegst


Die gemeinsamen Aktionsfelder reichen von den Lebenswissenschaften und der Medizin über die Neurowissenschaften bis hin zu den Kultur- , Geschichts- und Sozialwissenschaften: Die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg machen Mittelhessen zu einer beispiellosen Forschungs- und Bildungslandschaft.  In der „Forschungsallianz der Universitäten Gießen und Marburg“ - Universities of Marburg and Giessen Research Alliance - bündeln die beiden traditionsreichsten Forschungsuniversitäten Hessens ihre Stärken. Im Rahmen eines Informationsabends im Hessischen Landtag in Wiesbaden präsentierten die Präsidien und Mitglieder beider Hochschulen am 14. Oktober 2014 den Parlamentarierinnen und Parlamentariern besondere Früchte ihrer Arbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten.


Ministerpräsident Volker Bouffier beglückwünschte die Beteiligten, allen voran die beiden Präsidenten – Prof. Dr. Katharina Krause für die Universität Marburg sowie Prof. Dr. Joybrato Mukherjee für die Universität Gießen – zur Forschungsallianz. Bouffier freute sich über diese ganz besondere hessische „Erfolgsgeschichte“ und erinnerte an die Gründungsfeier in der Marburger Aula im Jahr 2012: „Schon damals habe ich gesagt, es wird Zeit.“  


Er sei stolz auf die reichhaltige und erfolgreiche Wissenschaftslandschaft in Hessen, betonte der Ministerpräsident. Alle 13 hessischen Hochschulen hätten ihr eigenes Profil und leisteten viel. Die Forschungsallianz der Universitäten Gießen und Marburg könne und solle als Vorbild auch für andere Hochschulen dienen. Forschung brauche Freiheit und langen Atem. Die Aufgabe der Politik sei es, einen Rahmen dafür zu geben und Prioritäten zu setzen. Eine klare Priorität setze die hessische Landesregierung dabei auch in der Forschungsförderung.


Zuvor hatte der Vizepräsident des Hessischen Landtags Wolfgang Greilich die Gäste aus seiner mittelhessischen Heimat sehr herzlich begrüßt und auch im Namen des leider verhinderten Landtagspräsidenten Norbert Kartmann willkommen geheißen.  Mit Blick auf die Landtagsdebatte vom gleichen Tag zur Hochschulpolitik versicherte Greilich: „Lehre und gute Studienbedingungen sind für uns alle ein wichtiges Anliegen“. Unterschiedliche Auffassungen gebe es allenfalls in der Ausgestaltung. Genau wie die weiteren Parlamentarierinnen und Parlamentarier aller im Landtag vertretenen Parteien mischte er sich alsbald unter die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Viel Zeit für Gespräche nahmen sich auch Wissenschaftsminister Boris Rhein sowie die hochschulpolitischen Sprecher der fünf Fraktionen. In zahlreichen angeregten Gesprächen begegneten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik auf  Augenhöhe – ein gegenseitiger Kennlern- und Lernprozess in lockerer Atmosphäre im angenehmen Ambiente.  Zahlreiche Poster machten Wissenschaft verständlich und nachvollziehbar – egal ob es um Herz-Lungenforschung oder Zukunftsthemen wie Klimafolgenforschung und Elektromobilität ging.  Exponate – darunter sogar ein Mammut – boten willkommene Abwechslung.


Herzlich fielen die Dankesworte der beiden Universitätspräsidenten an das Präsidium des Landtags dafür aus, dass man diese hervorragende Möglichkeit erhalten habe, sich den Abgeordneten in diesem Rahmen vorstellen zu dürfen. Mit den Worten „Sie, die so etwas wie die ,Eigentümerversammlung‘ unserer beiden Landesuniversitäten darstellen“, richtete sich JLU-Präsident  Prof. Mukherjee an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier.  Mit einem kurzweiligen Rückblick auf die Geschichte der beiden benachbarten Universitäten hatte seine Kollegin, die Marburger Präsidentin Prof. Krause, den Reigen der bewusst knapp gehaltenen Reden und Grußworte eröffnet. Sie betonte: „Was einmal klein anfing, ist heute ein Schwergewicht in der hessischen Wissenschaftslandschaft: Zusammen haben die Forschungsuniversitäten Gießen und Marburg mehr, aktuell deutlich mehr als 50.000 Studierende, mehr als 8.500 Beschäftigte, es sind ca. 700 Professorinnen und Professoren tätig, für die Forschung geben wir neben den Grundmitteln mehr als 150 Millionen Euro eingeworbener Fördermittel aus, 25 Millionen Euro entfallen davon auf das LOEWE-Programm, und die Investitionen aus dem HEUREKA-Programm helfen uns, dass Forschung und Lehre in sanierten oder neuen Gebäuden und mit einer technischen Forschungsinfrastruktur erfolgen kann, die Spitzenforschung auf internationalem Niveau möglich macht.“


Zu den beiden Universitäten sagte sie: „Wir sind einander ähnlich, aber nicht gleich“. Mehr Kohärenz auf ausgewählten starken Feldern zu erreichen, auch und gerade in der Berufungspolitik, der Königsdisziplin jeder universitären Entwicklungsstrategie, und dies auf der Grundlage des jeweiligen eigenständigen Profils – das ist unsere Antwort auf die Aufgabe, einen Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftssystems in Hessen zu leisten.“  


Gemeinsam könnten beide Universitäten für die Region und das Land sowie den wissenschaftlichen Fortschritt mehr erreichen als im Alleingang, war sich JLU-Präsident Prof. Mukherjee ebenfalls sicher.  Er kündigte an, dass man gemeinsam die  Forschungsallianz beider Universitäten in den kommenden Jahren konsequent  weiter ausbauen wolle – unter Einbeziehung der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie der außeruniversitären Einrichtungen in der Region, insbesondere die Max-Planck-Institute in Marburg und Bad Nauheim, das Herder-Institut in Marburg sowie die im Aufbau befindliche neue Fraunhofer-Einrichtung in Gießen.  Damit greifen beide Hochschulleitungen zugleich grundlegende Überlegungen des Wissenschaftsrates auf. Prof. Mukherjee erinnerte an die Vorteile der systematischen Zusammenarbeit und einer abgestimmten Entwicklungsplanung: „Der Wissenschaftsrat betont – völlig zu Recht, wie wir finden –, dass weniger der Wettbewerb einzelner deutscher Hochschulen untereinander entscheidend ist, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtsystems der deutschen Wissenschaft in einem immer härter werdenden internationalen Wettbewerb. Mit unserem ,Spirit‘ der Zusammenarbeit in Mittelhessen bewegen wir uns genau auf dieser Linie.“


Mit großem Beifall wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung ein Kurzfilm über beide Universitäten bedacht, der eine angemessene Einstimmung in den Themenabend bot. Minutiös zu den einzelnen Bildsequenzen abgestimmte Livemusik – mit Solveig Hambruch (Oboe), Kay Noack (Klavier), Claas Johann Voß (Cello) – rundete das Programm ab. Für den reibungslosen Ablauf sorgten zahlreiche Helferinnen und Helfer im Hintergrund. Alle Fäden für eine perfekte Organisation hielten  die Persönlichen Referenten beider Hochschulpräsidenten, Dr. Elke Ziegler (Marburg) und Marko Karo (Gießen), in der Hand.

www.forschungsallianz-gi-mr.de

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