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Vom tierischen zum pflanzlichen Organismus – die evolutionäre Wandlung einer Amöbe

Sophie Steinhagen für ihre Masterarbeit am Institut für Botanik der JLU von der Deutschen Botanischen Gesellschaft ausgezeichnet

Nr. 04 • 7. Januar 2015

steinhagen
Sophie Steinhagen im Labor des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel.Foto: Nadja Stärck
Eine Amöbe, aus der sich während der Evolution ein mariner, pflanzlicher Organismus bildete, stand im Mittelpunkt ihres Forschungsinteresses: Sophie Steinhagen erhielt kürzlich für ihr äußerst erfolgreiches Studium der Biologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), das sie im November 2014 mit einer herausragenden Masterarbeit zum Thema „Ultrastruktur von Cryptochlora perforans“  abgeschlossen hatte, einen Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft. Zuvor hatte sie bereits vom Fachbereich 08 – Biologie und Chemie der JLU eine Auszeichnung bekommen.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit untersuchte Sophie Steinhagen eine Amöbe, die sich während der Evolution dadurch von einem tierischen in einen pflanzlichen Organismus, in eine Alge, verwandelt hatte, dass die Chloroplasten einer von der Amöbe aufgenommenen Grünalge nicht verdaut wurden, sondern in der Amöbe funktionsfähig blieben. Die untersuchte Art Cryptochlora perforans wurde vor über 25 Jahren als zweite der Abteilung Chlorarachniophyta in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Reinhard Schnetter entdeckt, der im vergangenen Sommersemester zusammen mit Dr. Katrin Ehlers und Prof. Dr. Volker Wissemann (alle vom Institut für Botanik der JLU) die Betreuung der Masterarbeit übernommen hatte.

Im Rahmen dieser Arbeit konnte ein Nucleomorph elektronenmikroskopisch nachgewiesen werden, das den Rest des Zellkerns der von der Amöbe aufgenommenen Grünalge und zugleich ein wichtiges Merkmal der Chlorarachniophyta darstellt. Weiterhin wurden in dem Untersuchungsobjekt symbiontische Bakterien gefunden, die von anderen Vertretern der Chlorarachniophyta nicht bekannt sind.

Sophie Steinhagen, Jahrgang 1990, hat an der JLU von 2009 bis 2014 Biologie studiert und arbeitet jetzt am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel an ihrer Doktorarbeit über marine Makroalgen. Sie untersucht die Ökologie und Taxonomie von Grünalgen, insbesondere den Einfluss von assoziierten Mikroorganismen, Lebensbedingungen und genetischer Determination auf die Morphologie von Ulva-Arten.

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Institut für Botanik der Justus-Liebig-Universität Gießen
c/o HHA, Senckenbergstraße 17, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-35160

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

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