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Wenn der Rücken zum Problem wird

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen erforschen psychologische Faktoren bei Rückenschmerzen – Probandinnen und Probanden gesucht

Nr. 105 • 12. Juni 2015

Studie Rückenschmerzen
Chronische Rückenschmerzen – Welche Rolle spielen psychologische Ursachen?Foto: Meike Engel

Schmerzen im Rücken – die kennt fast jeder. So geben auch 80 Prozent der Deutschen an, bereits mindestens einmal Rückenschmerzen gehabt zu haben. Was aber, wenn die Rückenschmerzen immer wiederkehren oder gar langfristig andauern? Das erklärte Ziel der Schmerzforschung ist es daher, besser zu verstehen, warum Schmerz chronisch wird und wie die Behandlung von Schmerzerkrankungen verbessert werden kann. Auch an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, neue Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Mechanismen der Schmerzverarbeitung zu erlangen. So wird aktuell unter der Leitung von Prof. Christiane Hermann (Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie) eine große Studie zu Rückenschmerzen durchgeführt.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle Gefühle, Lernen und das Gedächtnis bei der Entstehung von chronischen Schmerzen spielen. Neben der Erhebung der Befindlichkeit, individuellen Bewältigungsstrategien und schmerzbezogenen Merkmalen werden psychische und körperliche Vorgänge in Experimenten untersucht. Dabei kommen verschiedene Reize wie Musik oder Bilder, aber auch sensorische Reize wie zum Beispiel Wärme und Hitze zum Einsatz.

„Einige Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer sind dadurch erst einmal überrascht und vielleicht etwas verunsichert“, so Prof. Hermann. „Aber in einem Vorgespräch erklären wir ausführlich den Ablauf der Studie. Uns interessiert beispielsweise, welchen Einfluss Gefühle bei der Schmerzverarbeitung haben und wie sich das Schmerzgedächtnis dadurch beeinflussen lässt. Wir erhoffen uns wichtige Erkenntnisse, nicht nur für die Entstehung chronischer Schmerzen, sondern vor allem auch für ihre Behandlung“.

Bei chronischen Rückenschmerzen lässt sich meist weder eine umschriebene Krankheit noch eine sichere anatomische Quelle als Ursache für den Schmerz finden. Zu der Frage „Was hat den Schmerz ausgelöst?“ gesellt sich deshalb oft die Frage „Warum bleiben die Schmerzen bestehen?“. Die Betroffenen leiden unter Schmerzfolgen, die sich nicht nur auf körperliche Konsequenzen  wie Bewegungseinschränkungen oder  Muskelverspannung beschränken können. Auch Verunsicherung, Niedergeschlagenheit, Schlafprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit, Verzicht auf Freizeitaktivitäten und Rückzug aus dem Bekannten- und Freundeskreis können weitere Folgen von chronischen Rückenschmerzen sein und zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

Neben einer finanziellen Aufwandsentschädigung werden den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern eine individuelle Rückmeldung der Fragebogenergebnisse sowie eine kostenlose 90-minütige Beratung zu Rückenschmerzen angeboten. In Kleingruppen sprechen Psychologen mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die besonderen Umstände und Bedingungen von lang andauernden Rückenschmerzen und informieren über Behandlungsmöglichkeiten und die Frage „Was kann ich selbst für eine Schmerzlinderung tun?“ Für die Studie werden sowohl Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen als auch gesunde Personen gesucht.

Interessentinnen und Interessenten können sich unverbindlich unter der Nummer 0641 99-26092 (Anrufbeantworter) oder per melden.


  • Kontakt



Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie
Otto-Behagel-Str. 10F, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-26085

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

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