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Innovative Technik zur biotechnologischen Pilzkultivierung

Prof. Dr. Martin Rühl vom Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie der JLU erhält Stipendium der Max-Buchner-Forschungsstiftung der DECHEMA e.V.

Nr. 139 • 14. Juli 2016

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Prof. Dr. Martin Rühl. Foto: Dr. Siegrun Mohring
Filamentöse Pilze sind aus der industriellen Biotechnologie nicht mehr wegzudenken. Sie dienen der Herstellung von Proteinen, insbesondere von Enzymen in der Lebensmittelindustrie, aber auch von Substanzen wie Pigmenten, Antibiotika und Toxinen (sogenannte Sekundärmetabolite). Zudem dienen sie als Schutzkulturen, die das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen in Rohstoffen oder Lebensmitteln hemmen. Für seine Arbeiten zur Kultivierung filamentöser Pilze hat Prof. Dr. Martin Rühl vom Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ein Forschungsstipendium der Max-Buchner-Forschungsstiftung der DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) erhalten. Das Stipendium ist mit 10.000 Euro dotiert.
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Erlenmeyerkolben mit einer Flüssigkultur filamentöser Pilze. Foto: Marcus Schulze


In einer Pilotstudie soll in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bioverfahrenstechnik und Pharmazeutische Technologie der Technischen Hochschule Mittelhessen (Prof. Dr. Peter Czermak) und der Gießener Projektgruppe Bioressourcen des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME (Hendrich Quitmann) das Potenzial der Akustischen Resonanz-Mischtechnik für die Submerskultivierung von filamentös wachsenden Organismen ermittelt werden. Das Forschungsprojekt ist am 1. Juli 2016 gestartet.

Die meisten industriell genutzten filamentösen Pilze gehören zur Abteilung der Schlauchpilze (Ascomyceten). Ihre Kultivierung findet fast ausschließlich in flüssigen Medien statt, in dem die Hyphen – der fadenförmige Zellverbund der Pilze – auf unterschiedliche Weise im Medium verteilt werden. Im Labor geschieht diese Durchmischung meistens in mit Medium gefüllten Glaskolben, die einer horizontalen, kreisförmigen Bewegung ausgesetzt werden. Eine innovative Möglichkeit der Durchmischung für den Labormaßstab bietet hier die Akustische Resonanz-Mischtechnik (engl. Resonant Acoustic® Mixing Technology). Hierbei werden mit Flüssigmedium gefüllte Kolben in vertikale Schwingungen mit niedriger Frequenz im akustischen Bereich (ca. 60 Hz) und hoher Amplitude versetzt. Diese Technik gewährleistet eine effektive und energiesparende Durchmischung. Durch die Art der Vermischung wird die Oberfläche der Kulturflüssigkeit stark vergrößert, sodass ein erhöhter Sauerstofftransfer möglich ist.

Prof. Dr. Martin Rühl, Jahrgang 1978, studierte Biotechnologie und Bioinformatik an der Hochschule Weihenstephan und schloss sein Studium 2004 als Dipl. Ing. (FH) ab. Er promovierte 2010 an der Georg-August-Universität Göttingen im Bereich Molekulare Holzbiotechnologie und technische Mykologie und ist seit 2012 Juniorprofessor für Lebensmittelanalytik und Lebensmittelbiotechnologie an der JLU.

Die Max-Buchner-Forschungsstiftung vergibt jährlich rund 15 Stipendien. Sie fördert Forschungsarbeiten auf den Gebieten Chemische Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie sowie angrenzenden Forschungsgebieten, in denen ein neues, innovatives Thema aufgegriffen bzw. ein neuer methodischer Ansatz zur Lösung eines bestehenden Problems verfolgt wird. Hohe Priorität erhalten Anträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Anträge mit stark interdisziplinärem Charakter.

  • Kontakt


Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie
Heinrich-Buff-Ring 17-19, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-34901

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041

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