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Konfliktregionen im östlichen Europa

Auftaktkonferenz und Festakt zur Eröffnung des LOEWE-Schwerpunkts an der JLU Gießen

Nr. 141 • 17. Juli 2017
Das Gießener Zentrum Östliches Europa der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg) eröffnen am 20. und 21. Juli 2017 den neuen LOEWE-Schwerpunkt „Konfliktregionen im östlichen Europa“ mit einer Auftaktkonferenz (Senatssaal der JLU, Ludwigstraße 23) sowie einem Festakt (Aula der JLU, Ludwigstraße 23). Bei diesem Anlass wird auch die kürzlich eingerichtete Zweigstelle des Herder-Instituts an der JLU feierlich eröffnet.

Der neue Forschungsschwerpunkt „Konfliktregionen im östlichen Europa“ wird vom Land Hessen im Rahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) bis zum Jahr 2020 gefördert. Die dramatische Entwicklung in der Ukraine, insbesondere die Annexion der Krim im Jahr 2014, und die darauf folgenden Sanktionen des Westens gegenüber Russland führten zu einem neuen Ost-West-Konflikt. Darüber hinaus umfasst das östliche Europa weitere Konfliktregionen und aus früheren Territorialkonflikten herrührende geo- und geschichtspolitische Verwerfungen. Dabei zeigt sich, dass bisherige Fehleinschätzungen weniger durch einen Mangel an Faktenwissen als vielmehr an Deutungswissen bedingt waren.

Der LOEWE-Schwerpunkt wird entsprechend von der Leitidee getragen, dieses Deutungswissen als Voraussetzung für Lösungsstrategien bereitzustellen, neue Formen der Ost-West-Wissenschaftskommunikation zu entwickeln und dadurch einer erneuten Spaltung Europas entgegenzuwirken. In direktem Dialog mit Partnern im östlichen Europa soll eine neue Typologie von Konfliktregionen im östlichen Europa anhand einer multiperspektivischen Analyse von Geschichte und Gegenwart der Konfliktregionen erarbeitet werden – aus geschichts-, sprach-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln.

Neben den Gastgebern aus Gießen und Marburg nehmen zahlreiche Partner aus dem östlichen und westlichen Europa an der Konferenz teil. Das Programm umfasst drei Keynote Lectures von renommierten Konflikt-Forschern, die aus der Sicht der Schwerpunktdisziplinen ersten Input für das vierjährige Forschungsprogramm geben werden. So wird sich Prof. Dr. Dirk Uffelmann (Passau) in seiner Keynote Lecture mit vermeintlicher „Russophobie“ im ukrainischen Internet auseinandersetzen und dabei die Kollision zwischen zwei Konzepten – Russophobie und Russophonie – unter die Lupe nehmen. Prof. Dr. Stefan Wolff (Birmingham) wird einen Überblick über Tendenzen und Dynamiken der Konflikte im gesamten Osteuropa in den vergangenen Jahren und einen Ausblick auf die zukünftige Erforschung der Konflikte in dieser Region geben. Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (München) analysiert Konflikte und Gewalt als Themen in internationalen Geschichtskommissionen.

Weitere Vorträge der Konferenzteilnehmer spannen einen weiten Bogen von Tendenzen und Dynamiken bei lokalen und überregionalen, ethnischen, politischen und Sprachenkonflikten über die Rolle von internationalen Institutionen und Organisationen bis zu konkreten Fallbeispielen, wie dem anhaltenden russisch-ukrainischen Konflikt im Osten der Ukraine oder den langwierigen Konflikten von Südossetien und Abchasien. Die Vortragenden werden dabei eine Reihe osteuropäischer Länder und Regionen von Polen, Slowakei, Ungarn, Mazedonien über Moldawien, Belarus und Ukraine bis zum Kaukasus aus geschichts-, sprach-, politik- und literaturwissenschaftlicher Sicht analysieren.

Als Höhepunkt der Veranstaltung findet am Donnerstag, 20. Juli, um 18.15 Uhr in der Aula der JLU (Ludwigstraße 23) ein Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung des LOEWE-Schwerpunkts statt, zu dem auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Prof. Dr. Gwendolyn Sasse (Berlin) wird einen Festvortrag zum Thema „Neue Akzente in der Konfliktforschung: Was lehrt uns die Region Osteuropa?“ halten. Gerne können Interviews mit den Referenten und Referentinnen über die Koordination des LOEWE-Schwerpunkts (Aksana.Braun@gizo.uni-giessen.de) vereinbart werden.

  • Termin

Donnerstag, 20. Juli ab 18.15 Uhr: Festakt zur Eröffnung des LOEWE-Schwerpunkts
Aula des Universitätshauptgebäudes (Ludwigstraße 23, 35390 Gießen)

  • Kontakt

Sprecherin des LOEWE-Schwerpunkts:
Gießener Zentrum östliches Europa
Otto-Behaghel-Str. 10 Haus E, 35394 Gießen

Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts:
Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft
Gisonenweg 5-7, 35037 Marburg

Koordination des LOEWE-Schwerpunkts:
Gießener Zentrum östliches Europa
Otto-Behaghel-Str. 10 Haus E
35394 Gießen

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

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