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Nähe über große Distanzen – medialer Alltag der Migration

Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Universität Gießen lädt am 30. Januar 2015 zur Tagung „Medien – Bildung – Migration“ ein

Nr. 15 • 23. Januar 2015

ZMI
„Medien – Bildung – Migration“ - Foto: ZMI / Urs Bremer

Welche Bedeutung haben verschiedene Medien in Migrationszusammenhängen? Wie erzeugen unterschiedliche Medien als Mittel der Kommunikation ein Gefühl der Nähe über große Distanzen hinweg? Wie kann man die Themen Medien und Migration in den Schulunterricht einbinden? Eine Tagung des Zentrums für Medien und Interaktivität der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gibt wissenschaftliche Einblicke in diesen Themenkomplex. Es eröffnen sich dadurch auch Perspektiven, wo und wie sich Gießener Migrationsgeschichte im Alltag erfahren und entdecken lässt.  Das Team des Projekts migr@com unter der Federführung der Soziologin Prof. Dr. Heike Greschke lädt am 30. Januar 2015 ab 10 Uhr zur Tagung „Medien – Bildung – Migration“ in den Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34 in Gießen ein.

In vier Vorträgen gehen Experten und Expertinnen zahlreichen Fragen zum Themenkomplex Medien und Migration auf den Grund, darunter Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg, Dr. Kyoko Shinozaki, Universität Bochum, Dr. Robert Fuchs, Dokumentationszentrum über die Migration in Deutschland (DOMiD) und Prof. Dr. Heike Greschke, Leiterin des ZMI-Projekts migr@com. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit zur Diskussion in den beiden folgenden Workshops: „Die Migrationsstadt Gießen interaktiv – Lehrpfad zum Thema Medien und Migration“ und „Schreiben Sie Migrationsgeschichte – Perspektiven für www.migracom.de“

Das Projekt migr@com

Deutschland ist Ziel- und Startpunkt vieler Menschen, die eine Zukunft in der Ferne suchen. Gießen ist die Ankunftsstadt für tausende Migrationserfahrene. Flüchtlinge aus aller Welt beziehen die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung. Zahlreiche Gaststudierende sind an den beiden Gießener Hochschulen willkommen. Fast alle Menschen, die in der Ferne leben, suchen Wege, um die Beziehungen zu Familie und Freunden im Herkunftsland zu pflegen. Die Themen Medien und Migration sind bisher jedoch nicht hinreichend erforscht und umfassend dokumentiert. Die Plattform www.migracom.de lädt Betroffene dazu ein, ihre Erfahrungen zu teilen und gemeinsam Geschichte zu schreiben.

Im Rahmen des Projekts migr@com unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Greschke  veranschaulichen die Forscherinnen und Forscher des ZMI der JLU in einer digitalen Ausstellung – dem Internetportal www.migracom.de – wie Menschen, die in der Vergangenheit von ihren Familien getrennt lebten oder immer noch leben, Kontakt zu ihren Freunden und Verwandten in der Heimat halten können. Oftmals ergeben sich hierbei größere Hürden. In anderen Fällen kann durch neue Medien ein Gefühl der Nähe zu den eigenen Verwandten erzeugt werden, das kaum mit Briefen und Telefonen herzustellen wäre. Briefe, Telefone, Handys, Soziale Netzwerke, Fotos, Geschenkpäckchen, Tonkassetten, Zeichnungen, Bilder, Postkarten und viele andere mediale Objekte tragen unzählige Geschichten aus dem Alltag in transnationalen Familien in sich. Über diese Objekte verbinden sich die Erfahrungen der Familien, ungeachtet von Herkunft, Sprache oder Aufenthaltsstatus, zu einem bedeutsamen Teil deutscher Migrationsgeschichte und -gegenwart, der bislang weder umfassend dokumentiert noch systematisch erforscht worden ist.

Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft. Hochschulwettbewerb 2014


Das ZMI-Projekt „Grenzen überwinden – Nähe erzeugen: Digitales Miteinander in der Migrationsgesellschaft“ (migr@com) ist Gewinner beim Hochschulwettbewerb „Mehr als Bits und Bytes – Nachwuchswissenschaftler kommunizieren ihre Arbeit“ und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und Wissenschaft im Dialog mit 10.000 Euro für die Umsetzung prämiert. Der Hochschulwettbewerb wird seit 2007 ausgeschrieben. Im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2014 – Die digitale Gesellschaft wird er von Wissenschaft im Dialog durchgeführt. Das Wissenschaftsjahr wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur ausgerichtet, macht Forschung und Wissenschaft erlebbar und fördert die gesellschaftliche Debatte über Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels. www.digital-ist.de

 

  • Termin

Tagung „Medien – Bildung – Migration“
Zeit 30. Januar 2015 ab 10.00 – 16:45 Uhr
Ort: Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34 in 35390 Gießen

  • Weitere Informationen

www.migracom.de

  • Kontakt:

, Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität Gießen
Karl-Glöckner-Straße 21E; 35394 Gießen
Telefon: 0641/99-23280; Fax: 0641/99-23289

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

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