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Universität Gießen vergibt Helge-Agnes-Pross-Förderpreise 2017

Forschungsarbeiten zur strukturellen Benachteiligung von Frauen mit geistiger Behinderung sowie zur geschlechtersensiblen Elitenforschung in der fünften Ausschreibungsrunde ausgezeichnet

Nr. 153 • 10. August 2017

Helge-Agnes-Pross-Preisverleihung
Glückwünsche im Rahmen einer Feierstunde anlässlich der Verleihung des Helge-Agnes-Pross-Preises: (v.l.n.r.) Prof. Ulrike Weckel, Dr. Nadyne Stritzke, Preisträgerin Tabea Bodenstedt, Preisträgerin Dr. Karoline Klamp-Gretschel, JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee, Prof. Thomas Brüsemeister und Prof. Reinhilde Stöppler.- Foto: Katrina Friese
Dr. Karoline Klamp-Gretschel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Förderpädagogik und Inklusive Bildung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), und Tabea Bodenstedt, Hilfskraft am Historischen Institut der JLU, sind mit dem Helge-Agnes-Pross-Förderpreis der JLU ausgezeichnet worden. Der Preis wird vergeben für Forschungsarbeiten, die sich mit einem für die Frauen- und Geschlechterforschung relevanten Thema befassen und durch die Integration der Gender-Perspektive herausragende Erkenntnisgewinne für ihre Fächer liefern. JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee und die zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der JLU Dr. Nadyne Stritzke überreichten den Preis im Rahmen einer Feierstunde.


„Die ausgezeichneten Arbeiten sind von hoher fachlicher Qualität und verfügen über eine große gesellschaftspolitische Bedeutung“, so JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Dr. Karoline Klamp-Gretschel liefert Handlungsstrategien zum Abbau struktureller Benachteiligungen von Frauen mit geistiger Behinderung, während die Arbeit von Tabea Bodenstedt insbesondere für die geschlechtersensible Elitenforschung von großer Relevanz ist. Damit liefern beide Preisträgerinnen, denen ich herzlich zu ihrer Auszeichnung gratuliere, wertvolle Impulse für ihre Fachdisziplinen.“ Durch den Förderpreis erhöht die JLU die Sichtbarkeit der Frauen- und Geschlechterforschung, trägt zu deren Verankerung in Forschung und Lehre aller Fachbereiche bei und leistet einen Beitrag zur Nachwuchsförderung in diesem innovativen Forschungsfeld.


Dr. Karoline Klamp-Gretschel erhielt den Preis für ihre Dissertation mit dem Titel „Selbstbestimmung bei Frauen mit geistiger Behinderung – Vom Privaten zur politischen Teilhabe“, die von Prof. Dr. Reinhilde Stöppler (Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Geistigbehindertenpädagogik) und Prof. Dr. Thomas Brüsemeister (Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Sozialisation und Bildung) betreut wurde. Klamp-Gretschel rückt die Lebensbedingungen von Frauen in den Blick, die mehrdimensionalen Diskriminierungen und Hierarchisierungen aufgrund von Behinderung und Geschlecht ausgesetzt sind und analysiert ihre politische Teilhabe und Selbstbestimmung. Damit reagiert sie unter anderem auf den Umstand, dass bisher keine adäquate Forschungsliteratur zum Abbau struktureller Benachteiligungen von Frauen mit geistiger Behinderung vorliegt. Ihre Arbeit ist nicht nur im akademischen Diskurs profunde verankert, sondern besitzt auch eine politisch relevante Praxiskomponente und schafft so den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis.


Tabea Bodenstedt beschäftigte sich in ihrer prämierten Masterarbeit „Reden über Reichtum. Erbinnen und Öffentlichkeit im 20. Jahrhundert“, die von Prof. Dr. Ulrike Weckel (Professur für Fachjournalistik Geschichte) und Apl. Prof. Dr. Anne Nagel (Historisches Institut) betreut wurde, aus einer kulturgeschichtlichen Perspektive mit der Frage, wie Frauen als Erbinnen im Laufe des vergangenen Jahrhunderts medial inszeniert und rezipiert wurden. Sie leistet damit einen Beitrag zur historischen wie fachübergreifenden Frauen- und Geschlechterforschung. In ihrer Abschlussarbeit verfolgt sie innovative Fragestellungen auf hohem Niveau. Damit bietet sich nicht nur weiterführendes Potenzial für die Frauen- und Geschlechterforschung, sondern eröffnet auch eine vielschichtige und überfachliche Diskussion über Geschlecht und Reichtum.

Der Helge-Agnes-Pross-Förderpreis ist in der Kategorie Dissertationsprojekte mit 4.500 Euro dotiert, in der Kategorie Abschlussarbeiten mit 500 Euro. Er wird aus Mitteln des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder finanziert. Über die Vergabe des Preises entscheidet das Präsidium der JLU auf Grundlage der Förderempfehlung der Gleichstellungskommission sowie der Arbeitsstelle Gender Studies.

Erstmals wurde der Helge-Agnes-Pross-Förderpreis im Jahr 2012 im Rahmen des Gleichstellungskonzepts der JLU ausgeschrieben. Mit der Namensgebung ehrt die JLU die Soziologin und Begründerin des soziologischen Instituts der Universität Gießen, Prof. Dr. Helge Agnes Pross (1927-1984). Pross legte bereits in den 1960er und 1970er Jahren Studien zu Bildungschancen von Mädchen, zur Gleichberechtigung im Beruf, zur Lebenssituation von Hausfrauen und zu Selbstbildern von Männern und Frauen vor.

  • Weitere Informationen

www.uni-giessen.de/org/admin/stab/preise/helgeagnespross

  • Kontakt



Büro für Chancengleichheit der Justus-Liebig-Universität Gießen
Goethestraße 58, 35390 Gießen
Telefon: 0641 99-12057/-12056

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