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Neue Heisenberg-Professorin in der Biologie

 
Seevogel-Expertin Prof. Dr. Petra Quillfeldt und JLU freuen sich gemeinsam über erfolgreichen DFG-Antrag

Nr. 176 • 6. September 2012

Nach einem monatelangen Forschungsaufenthalt auf einer Insel am Rande der Antarktis ist sie in Gießen eingetroffen: Mit der Biologin und Seevogel-Expertin Prof. Dr. Petra Quillfeldt hat die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erneut eine Heisenberg-Professur besetzt. Der Fachbereich 08 – Biologie und Chemie freut sich damit nicht nur über die begehrte DFG-Förderung für fünf Jahre, sondern auch über eine hervorragende inhaltliche Bereicherung im Grenzgebiet zwischen Ökologie, Verhaltensbiologie und Tierphysiologie. Die Heisenberg-Professur „Verhaltensökologie und Ökophysiologie“ soll am Ende in eine reguläre Professur übergehen.

Gerade an der JLU könne sie sich „durch die breit gefächerte Ausrichtung der Lebenswissenschaften und die umweltkundliche Ausrichtung der Fächer eine sehr gute Anbindung und hervorragende Interaktionsmöglichkeiten“ vorstellen, sagte die neue Heisenberg-Professorin, die „einen wichtigen Beitrag zum Forschungs- und Lehrprofil der JLU“ leisten möchte. Auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des deutsch-kolumbianischen Exzellenzzentrums CEMarin bestünden gemeinsame Interessen.

Die Forschung in Prof. Quillfeldts zentralem Arbeitsgebiet, der Ökologie mariner Vögel, hat gerade in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Der Zeitpunkt ist günstig, um von der Beobachtung der ökologischen Muster zur Untersuchung evolutionärer Mechanismen überzugehen. Gleichzeitig möchte die Wissenschaftlerin relevante Daten und Lösungsvorschläge für den Naturschutz erarbeiten, ohne sich dabei auf Hochseevögel zu beschränken. So sind ihre Forschungsergebnisse unter anderem im Hinblick auf die Anpassungen der Vögel an Klimaveränderungen relevant. Die Methoden lassen sich auf andere Tiergruppen übertragen und ermöglichen vielfältige Kooperationen und Projekte.

Prof. Quillfeldt war zuletzt am Max-Planck-Institut (MPI) für Ornithologie (Vogelwarte Radolfzell) als Leiterin einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe tätig. Die 39-jährige Biologin hat zwei Kinder. Nach ihrem Diplom an der Universität Jena und ihrer Promotion an der FU Berlin sammelte sie Forschungs- und Lehrerfahrungen in Glasgow und Cardiff, bevor sie 2005 ans MPI wechselte.

Eine Heisenberg-Professur ermöglicht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Zugang zu einer unbefristeten Professur an einer deutschen Hochschule. Zugleich ermöglicht sie der Hochschule eine Profil- bzw. Strukturbildung. Voraussetzung für eine Heisenberg-Professur ist daher neben der wissenschaftlichen Qualifikation der Antragstellerin beziehungsweise des Antragstellers ein überzeugendes Konzept der Hochschule, aus dem hervorgeht, inwiefern die Heisenberg-Professur zu ihrer wissenschaftlichen Profil- bzw. Strukturentwicklung beiträgt und in dem sie verbindlich erklärt, dass sie die Heisenberg-Professur nach Ende der DFG-Förderdauer - gemäß den landesrechtlichen Möglichkeiten - in ihren Etat übernimmt, falls eine Evaluation durch DFG und Hochschule zu einem positiven Ergebnis geführt hat.

  •  Kontakt

Prof. Dr. Petra Quillfeldt, Institut für Tierökologie und Spezielle Zoologie
Heinrich-Buff-Ring 26-32, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-35701

 

Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

Die neue Heisenberg-Professorin Dr. Petra Quillfeldt in der Subantarktis mit einem ihrer Forschungsobjekte, einem Küken des Blausturmvogels. Bild: Alice Carravieri
Die neue Heisenberg-Professorin Dr. Petra Quillfeldt in der Subantarktis mit einem ihrer Forschungsobjekte, einem Küken des Blausturmvogels. Bild: Alice Carravieri
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