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Mit Forschung und Lehre Beiträge zum gesellschaftlichen Fortschritt und Zusammenhalt leisten

Akademischer Festakt der Universität Gießen mit Preisen und Auszeichnungen für exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs – Festvortrag von DFG-Präsident Prof. Dr. Peter Strohschneider – Prof. Mukherjee blickt auf erfolgreiches Jahr der JLU zurück und formuliert kommende Herausforderungen

Nr. • 27. November 2015

Preisträger
Die Preisträgerinnen und Preisträger mit JLU-Präsidium und DFG-Präsident Peter Strohschneider. Foto: JLU-Pressestelle / Katrina Friese

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Mit einem Festvortrag des DFG-Präsidenten Prof. Dr. Peter Strohschneider und der Würdigung erfolgreicher Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler hat die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) am Freitag ihren Akademischen Festakt, den Höhepunkt im Jahreslauf der Universität, begangen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren der Einladung in die Aula der Universität gefolgt.

Strohschneider
Prof. Dr. Peter Strohschneider hielt den Festvortrag. Foto: JLU-Pressestelle / Katrina Friese


In seiner Rede zur Lage der Universität betonte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, die JLU werde auch weiter alles dafür tun, ihrer Rolle als öffentlich grundfinanzierter Universität gerecht zu werden: Verankert in der Gesellschaft müsse sie „durch freie Forschung und Lehre und durch die Kraft wissenschaftlicher Erkenntnis“ Beiträge zum gesellschaftlichen Fortschritt und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. „In diesen Tagen wird deutlich, dass dies der große Maßstab ist, an dem wir uns messen lassen müssen – wir stellen uns dieser Aufgabe aus Überzeugung und mit all der Tatkraft, die wir aktivieren und mobilisieren können“, betonte.
Musiker
Mitglieder der Universitätsorchesters gestalteten den Festakt musikalisch. Foto: JLU-Pressestelle / Katrina Friese
Mukherjee
JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee blickte auf ein erfolgreiches Jahr der Universität Gießen zurück. Foto: JLU-Pressestelle / Katrina Friese


Der Präsident sprach in diesem Zusammenhang von der großen Zahl der Flüchtlinge insbesondere in Gießen, aber angesichts der jüngsten Anschläge auch von einem Terrorismus, „der für sich beansprucht, vom Islam legitimiert zu sein“. Gerade jetzt gehe es darum, „eine islamische Theologie aufzubauen, die mit unseren Werten, unserem Rechtsstaat und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung kompatibel ist“, betonte Mukherjee. Die Universitäten Gießen und Frankfurt bilden an ihrem gemeinsamen Zentrum für Islamische Studien – einem von bundesweit vier Standorten für islamische Theologie – Lehrkräfte für den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in Hessen aus.

Zuvor hatte Mukherjee in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr von den großen Erfolgen der Universität Gießen in Forschung und Lehre berichtet. Beispielhaft seien hier der Leibniz-Preis für den Historiker Prof. Dr. Friedrich Lenger, ein neues DFG-Graduiertenkolleg in den Materialwissenschaften oder der Erfolg der Universität in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ genannt. „Exzellente Forschung findet in Deutschland an sehr vielen Einrichtungen statt – das ist eine herausragende Stärke des deutschen Wissenschaftssystems“, betonte Mukherjee im Hinblick auf die geplante Fortführung der Exzellenzinitiative. „Dabei wird es aus unserer Sicht darauf ankommen, die Förderung nicht auf einige wenige, sogenannte ‚Spitzenstandorte‘ in der Bundesrepublik zu konzentrieren, sondern wie bisher nach dem Prinzip ‚Geld folgt Forschungsexzellenz‘ zu verfahren.“

Peter Strohschneider, der in seinem Festvortrag „Über einige Funktionen der Nachwuchsbildung“ sprach, ist seit Januar 2013 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und seit 2002 Professor für Germanistische Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Zwischen 2006 und 2011 war Peter Strohschneider Vorsitzender des Wissenschaftsrates.

Der Festakt wurde von Mitgliedern des Universitätsorchesters Gießen musikalisch umrahmt.

Im Mittelpunkt stand die Verleihung von Preisen und Auszeichnungen für exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs:

- Der Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen ging in diesem Jahr an Dr. Eleftherios Goulielmakis, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München. Der Physiker erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Preis in Anerkennung seiner herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Attosekundenphysik
und -technologie mit weichen Röntgenstrahlen. Gestiftet wird der Preis von den regionalen Institutionen der Pfeiffer Vacuum Technology AG, der Dr.-Erich-Pfeiffer-Stiftung und der Ludwig-Schunk-Stiftung.

- Dr. Katja Dörschner-Boyaci (Abteilung für Allgemeine Psychologie) wurde für ihre herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet „Neuronale Grundlagen der Materialwahrnehmung“ mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis der Justus-Liebig-Universität Gießen ausgezeichnet.

- Eine mit 1.000 Euro Druckkostenzuschuss verbundene Auszeichnung für Arbeiten zur Geschichte der Justus-Liebig-Universität Gießen ging an Dr. Gesine Hauer  für ihre herausragende Promotionsschrift zum Thema „Hexenprozesse an der Ludoviciana - Die Spruchpraxis der juristischen Fakultät Gießen in Hexensachen (1612–1723)“.

- Der von der Dr.-Herbert-Stolzenberg-Stiftung ausgelobte Dr.-Herbert-Stolzenberg-Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. In der Sektion Rechtswissenschaft erhielt PD Dr. Sven Simon (Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht) den Preis in Anerkennung seiner herausragenden Habilitationsschrift zum Thema „Grenzen des Bundesverfassungsgerichts im europäischen Integrationsprozess. Eine Bestimmung der Kompetenzgrenzen für die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Integration der Bundesrepublik in die Europäische Union" und seines sonstigen wissenschaftlichen Œuvres. In der Sektion Medizin wurde Dr. Soni Savai Pullamsetti (derzeit Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim) ausgezeichnet in Anerkennung ihrer herausragenden Forschung zum Thema „Molekulare Grundlagen des Lungenhochdrucks“ und ihres sonstigen wissenschaftlichen Œuvres.

- Zum Andenken an Prof. Dr. Wolfgang Mittermaier, Professor für Strafrecht an der Justus-Liebig-Universität Gießen von 1903 bis 1933, hat die Erwin-Stein-Stiftung 1995 den Wolfgang-Mittermaier-Preis gestiftet. Bei der Bewertung der Leistungen in der akademischen Lehre soll insbesondere die Erziehung zum forschenden Denken und zur akademischen Verantwortung einschließlich der Förderung von Toleranz und Völkerverständigung berücksichtigt werden. Das Vorschlagsrecht für diesen Preis liegt bei den Studierenden, die auch im Kuratorium vertreten sind. Der mit 3.000 Euro dotierte Wolfgang-Mittermaier-Preis für herausragende Leistungen in der akademischen Lehre wurde in diesem Jahr an Ceren Türkmen (Institut für Soziologie) verliehen.

Dank der finanziellen Unterstützung der Gießener Hochschulgesellschaft war es auch in diesem Jahr wieder möglich, acht hervorragende Dissertationen, die an der JLU eingereicht wurden, mit einem Preis in Höhe von jeweils 500 Euro auszuzeichnen.

- Die Dissertationsauszeichnung in der Sektion Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften ging an Dr. Katharina Frank (Betreuer: Prof. Dr. Martin Lipp) für ihre Dissertation „Eheverträge als effektives Gestaltungsinstrument – Die Grenzen der Privatautonomie im englischen und deutschen Sachrecht sowie im europäischen Zivilverfahrens- und Kollisionsrecht“.

- In der Sektion Sozial- und Sportwissenschaften sowie Psychologie wurde Dr. Jan Labitzke (Betreuer: Prof. Dr. Alexander Grasse) für seine Dissertation „Mehr partizipative Demokratie wagen? Die Online-Konsultationen der Europäischen Kommission“ ausgezeichnet.
 
- In der Sektion Sprach-, Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften ging die Auszeichnung an Dr. Nora Benitt (Betreuer: Prof. Dr. Michael K. Legutke) für ihre Dissertation „Becoming a (Better) Teacher – A Qualitative Case Study on Classroom Action Research as an Instrument for Professional Development in Foreign Language Teacher Education“.

- In der Sektion Naturwissenschaften erhielt Dr. Alexander König (Betreuer: Prof. Dr. Michael Martin) für seine Dissertation „Zoonotisches Potenzial neu entdeckter Orthohepadnaviren aus Fledermäusen und die Charakterisierung der Virus-Rezeptor Interaktionen des Hepatitis B Virus“ eine Auszeichnung.

- Die Dissertationsauszeichnung in der Sektion Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement ging an Dr. David Windhorst (Betreuer: Prof. Dr. Hans-Georg Frede / Prof. Dr. Lutz Breuer) für seine Dissertation „Prediction of hydrological fluxes under global change in a tropical mountainous rainforest ecosystem of South Ecuador“.

- In der Sektion Veterinärmedizin, Tierbiologie, Medizin, Zahnmedizin und Humanbiologie wurde Dr. Sandra Bader (Betreuer: Prof. Dr. Martin Diener) für ihre Dissertation „Das non-neuronale cholinerge System des Kolons der Ratte“ ausgezeichnet.

Die beiden sektionsunabhängigen Dissertationsauszeichnungen gingen in diesem Jahr an:

- Dr. Hannes Rusch (Betreuer: Prof. Dr. Eckart Voland) für seine Dissertation „Intergroup conflict as a driver of the evolution of human cooperativeness? - Theoretical predictions and empirical evidence of asymmetries in altruistic behavior in war“.

- Dr. Sylvie Laureen Drahorad (Betreuer: Prof. Dr. Peter Felix-Henningsen) für ihre Dissertation „Eigenschaften und ökologische Funktionen biogener Bodenkrusten im Negev, Israel“.  

 

 

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Pressestelle der Justus-Liebig-Universität Gießen, Telefon: 0641 99-12041