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Erfolg für internationales Graduiertenkolleg

DFG fördert das Internationale Graduiertenkolleg „The Brain in Action“ für weitere viereinhalb Jahre

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Gießen und Marburg, 20. Dezember 2017

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Beteiligte des IRTG-1901 beim Gruppenfoto an der Universität Marburg. Foto: Jan-Hendrik Lünter
Großer Erfolg für das an den Universitäten Marburg und Gießen etablierte Internationale Graduiertenkolleg „The Brain in Action“ (IRTG-1901). Der Senatsausschuss für Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung für weitere viereinhalb Jahre ab April 2018 beschlossen. Die Höhe der Förderung beträgt etwa 4,5 Millionen Euro.

„Wir freuen uns außerordentlich über diese Bestätigung unserer Arbeit in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, so Prof. Dr. Frank Bremmer, Neurophysiker, Geschäftsführender Direktor des Marburg Center for Mind, Brain and Behavior (MCMBB) und Sprecher des IRTG-1901 auf Marburger Seite. „Dies ist ein großer Erfolg des gesamten Teams, auf deutscher und kanadischer Seite“, ergänzt Prof. Dr. Katja Fiehler, Psychologin und Sprecherin des IRTG auf Gießener Seite.
 
Das IRTG-1901 ist ein Ausbildungs- und Forschungsverbund, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von insgesamt fünf Hochschulen zusammenbringt: die Universitäten Marburg und Gießen auf deutscher Seite und die drei Universitäten York (Toronto), Western (London, Ontario) und Queen’s (Kingston, Ontario) auf kanadischer Seite. Das IRTG-1901 wurde zum 1. Oktober 2013 von der DFG eingerichtet. Insgesamt 25 Doktorandinnen und Doktoranden promovieren auf deutscher Seite, 12 davon aus dem IRTG finanziert, und werden von 12 Professorinnen und Professoren betreut. Etwa ebenso viele Doktorandinnen und Doktoranden und Professorinnen und Professoren sind auf kanadischer Seite tätig. Zentrale Komponente des IRTG sind Forschungsaufenthalte der Promovierenden an den beteiligten Universitäten im Partnerland. „Unsere Promovierenden verbringen 6 bis 12 Monate ihrer Doktorarbeit in Kanada. Die bisherigen Forschungsaufenthalte waren für die Promovierenden wissenschaftlich aber auch persönlich überaus erfolgreich und bereichernd. Gerade die internationale Vernetzung in einer frühen Karrierephase ist ein großes Plus“, sagt Fiehler. „Im Laufe der bisherigen vier Jahre hat sich ein toller Team-Spirit gebildet, über Universitäts- und Ländergrenzen hinweg“, sagt Bremmer.

Zentrales Forschungsthema des IRTG-1901 ist die Frage, wie Wahrnehmung und Handlung zusammenspielen und auf neuronaler Ebene verarbeitet werden. Traditionell wurden Wahrnehmung und Handlung getrennt untersucht. „Im täglichen Leben, wie etwa beim Greifen nach einer Tasse Kaffee, müssen sensorische und motorische Signale aber gleichzeitig vom Gehirn verarbeitet werden, wenn etwa das Fühlen beim Berühren der Tasse signalisiert, das Ziel der Handlung erreicht zu haben“, so Bremmer „Wir freuen uns sehr darüber, die erfolgreiche deutsch-kanadische Forschung auf diesem Feld in den kommenden Jahren fortsetzen zu können“. „Unsere Bilanz ist bereits jetzt sehr erfolgreich: Zehn Promotionen wurden bislang erfolgreich abgeschlossen und alle Promovierten haben attraktive Stellen in der Wissenschaft oder High-Tech-Industrie gefunden“, sagt Fiehler.

Graduiertenkollegs werden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft für bis zu neun Jahre gefördert. Ziel ist, die Promotionsphase weiter zu strukturieren und durch Zusatzangebote sogenannte „transferable skills“ zu vermitteln, um damit die Promovierenden optimal auf Karrieren innerhalb oder außerhalb der Wissenschaft vorzubereiten. Die erfolgreiche Verlängerung des IRTG-1901 ist nach der Verlängerung des SFB/TRR-135 innerhalb weniger Wochen bereits der zweite große Erfolg der Neurowissenschaften und der Psychologie an den Standorten Marburg und Gießen

 

Der Forschungscampus Mittelhessen ist eine hochschulübergreifende Einrichtung nach §47 des Hessischen Hochschulgesetzes der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen zur Stärkung der regionalen Verbundbildung in der Forschung, Nachwuchsförderung und Forschungsinfrastruktur.

 

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