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13 Millionen Euro aus LOEWE-Mitteln für Mittelhessen

 
Staatsministerin Kühne-Hörmann übergibt Bescheide für Projekte der Universität Gießen und der Technischen Hochschule Mittelhessen

hmwk. Weitere rund 13 Millionen Euro fließen aus dem LOEWE-Forschungsförderungsprogramm des Landes nach Mittelhessen: An der Justus-Liebig-Universität Gießen werden zwei neue LOEWE-Schwerpunkte eingerichtet, zwei LOEWE-Schwerpunkte der Universität und der Technischen Hochschule Mittelhessen bekommen eine Auslauffinanzierung, und sieben Verbundvorhaben zwischen der Technischen Hochschule Mittelhessen und Unternehmen aus der Region Gießen werden neu in die Förderung aufgenommen.

„Die LOEWE-Projekte an der Universität Gießen tragen wesentlich dazu bei, den Bereich der Lebenswissenschaften als profilbildenden Schwerpunkt der Universität weiter zu stärken“, sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann bei der Übergabe der Urkunden und Zuwendungsverträge heute in Gießen. Im Hinblick auf die Technische Hochschule hob sie hervor, dass diese die erfolgreichste aller hessischen Fachhochschulen im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms sei. „LOEWE stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen und bewirkt weitere Verbesserungen der strukturellen Bedingungen für ausgezeichnete Forschung“, sagte Kühne-Hörmann. Die Universität Gießen erhält nach ihren Worten aus den seit 2008 im Rahmen des LOEWE-Programms bewilligten Fördermitteln insgesamt rund 34 Millionen Euro. An die Technische Hochschule Mittelhessen fließen etwa 6,3 Millionen Euro.

„Dieser herausragende Mehrfach-Erfolg bestätigt einmal mehr die Stärke der Justus-Liebig-Universität Gießen als Forschungsuniversität, die das LOEWE-Programm gezielt in ihren verschiedenen Profilbereichen zur Exzellenzbildung nutzt“, sagte Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Wir haben damit zudem sehr gute Grundlagen für weitere große Verbundprojekte in der Zukunft gelegt.“

Prof. Dr. Günther Grabatin, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, sagte: „Das LOEWE-Programm hat der Forschung an unserer Hochschule einen Schub gegeben. Unsere erfolgreichen Anträge zeigen: Qualität wird belohnt. Neben der Arbeit in den Schwerpunkten haben wir die Möglichkeit, im Programm der LOEWE-Förderlinie 3 gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen anwendungsorientiert zu forschen und so unsere Aufgabe als Technologiemotor der Region zu erfüllen.“
Bei der Feier im Forum Volksbank Mittelhessen in Gießen trug Alex Dreppec, Erfinder des Science Slam und Wilhelm-Busch-Preisträger, „Gedichte für die Wissenschaft“ vor, in denen die einzelnen Projekte gewürdigt wurden.

In dem neuen medizinischen LOEWE-Schwerpunkt „Non-neuronale cholinerge Systeme“ geht es um die Frage, welche Rolle der für das Nervensystem wichtige Botenstoff Acetylcholin bei der Behandlung entzündlicher Krankheiten spielt. Acetylcholin ist Überträgerstoff im Nervensystem und als Signalmolekül in Bakterien, Einzellern, Pflanzen und vielen Säugerzellen außerhalb des Nervensystems vorhanden, insbesondere an Körperoberflächen und im Abwehrsystem. Störungen dieses Systems führen zu Erkrankungen. Ziel des LOEWE-Schwerpunkts ist es, die molekularen und zellulären Komponenten dieses Regulationssystems unter gesunden und krankhaften Bedingungen zu entschlüsseln und daraus therapeutische Nutzungen zu ermöglichen. Die Spanne der relevanten Krankheitsbilder reicht von der Haut (Neurodermitis, Blasen bildende Erkrankungen) über die Transplantatabstoßung bis zur häufig tödlich endenden Sepsis. An diesem Schwerpunkt unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen, der von 2012 bis 2014 mit 3,7 Millionen Euro gefördert wird, sind die Universitäten Marburg und Frankfurt beteiligt.

Die Gießener Raumfahrt-Aktivitäten auf dem Gebiet der Ionentriebwerke für Satelliten und Raumfahrzeuge haben eine 40 Jahre lange Tradition und sind in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut worden, unter anderem durch Kooperationen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Einführung des in Deutschland einzigartigen Zweigs „Atom-, Plasma- und Raumfahrtphysik“ im Masterstudiengang Physik. Diese Aktivitäten bieten nun wesentliche Grundlagen zur Etablierung des neuen LOEWE-Schwerpunkts „RITSAT Raumfahrt-Ionenantriebe“, durch den in Gießen ein international konkurrenzfähiges Zentrum für Elektrische Raumfahrtantriebe entstehen soll, in dem Lehre, Forschung, Entwicklung und Vermarktung unter einem Dach vereint sind. So sollen die Gießener Wissenschaftler nachhaltig zur Neu- und Weiterentwicklung von Raumfahrtantrieben für die anstehenden wissenschaftlichen Missionen des DLR und der Europäischen Weltraumbehörde ESA beitragen. Projektpartner ist die Technische Hochschule Mittelhessen, assoziierte Partner sind GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH in Darmstadt, DLR Göttingen und das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Der LOEWE-Schwerpunkt wird von 2012 bis 2014 mit knapp 3,8 Millionen Euro gefördert.

Der LOEWE-Schwerpunkt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ wird als erster geisteswissenschaftlicher Forschungsverbund im Rahmen des Programms unterstützt. Seit 2008 flossen 2,3 Millionen Euro in das Projekt. Nun kommen bis 2012 weitere knapp 900.000 Euro hinzu. Die Federführung liegt bei der Universität Gießen, Partner sind das Herder-Institut Marburg und die Technische Hochschule Mittelhessen. Der LOEWE-Schwerpunkt befasst sich mit den Folgen, die mediale Veränderungen auf Kulturtechniken ausüben. Dabei stehen insbesondere die kommunikativen Techniken des Lesens und Schreibens und die darauf aufbauenden Kulturtechniken wie Recherchieren und Archivieren, Interpretieren, Digitalisierung von Information, Vernetzung ihrer Übermittlungswege und multimediale Formen des Interagierens mit dem Computer im Mittelpunkt.

Wie kann der Transport von Wirkstoffen zellbasierter Arzneiformen im Körper kontrolliert und optimiert werden? Danach fragt der LOEWE-Schwerpunkt „Biomedizinische Technik“. Ziel ist die anwendungsorientierte Entwicklung von zulassungsfähigen Technologien für die zellbasierte und nanopartikelbasierte Therapie zum Beispiel entzündlicher Krankheiten der Lunge oder der Haut. Mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren soll der Transport von Wirkstoffen kontrolliert und optimiert werden. An dem LOEWE-Schwerpunkt unter Federführung der Technischen Hochschule Mittelhessen war bis Mitte vorigen Jahres die Philipps-Universität Marburg beteiligt. Er wurde seit 2008 mit rund 4,2 Millionen Euro gefördert und bekommt nun bis 2013 eine Auslauffinanzierung von etwa 1,7 Millionen Euro.
Die sieben Verbundvorhaben der Technischen Hochschule Mittelhessen mit kleinen und mittleren Unternehmen in der Region Gießen befassen sich mit Projekten der Bio- und Energietechnologie und der Medizintechnik. Das Fördervolumen liegt hier bei insgesamt gut drei Millionen Euro.

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