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Universität Gießen erhält zum dritten Mal zwei Auszeichnungen für exzellente Hochschullehre

 
Der Botaniker Prof. Dr. Volker Wissemann und die „Refugee Law Clinic“ konnten sich gegen 57 Bewerber durchsetzen und erhalten den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2010

Nr. 307 • 13. Dezember 2010


Pflanzenkunde und Rechtswissenschaften haben ab heute etwas gemeinsam: Sie haben der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) zwei Auszeichnungen für exzellente Leistungen in der Lehre eingebracht. Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann und der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung Prof. Dr. Michael Madeja ehrten am heutigen Montag, 13. Dezember 2010, im Wiesbadener Schloss Biebrich die fünf Preisträger des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre. Seit 2007 wird der deutschlandweit höchstdotierte Landespreis für herausragende und innovative Hochschullehre vom Land Hessen und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung verliehen.

In diesem Jahr erhält die Justus-Liebig-Universität zum dritten Mal gleich zwei Auszeichnungen. Unter 57 Bewerbern konnten sich der Botaniker Prof. Dr. Volker Wissemann in der Kategorie „Einzelperson“ und die „Refugee Law Clinic (RLC)“ in der Kategorie „Projekt einer Arbeitsgruppe oder Organisationseinheit“ durchsetzen.

JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee freut sich sehr über die Auszeichnung: „Der erneute Doppelerfolg der JLU bestätigt, dass wir nicht nur ein in der Breite hochattraktives Lehr- und Studienangebot aufweisen, sondern in vielen Fachgebieten eine herausragende ,Spitzenlehre' bieten. Die ausgezeichneten Projekte und innovativen Aktivitäten tragen bei zur weiteren Profilierung der JLU als eine Universität, an der sowohl exzellente Forschung als auch hervorragende Lehre betrieben werden.“ Prof. Dr. Eva Burwitz-Melzer, als JLU-Vizepräsidentin zuständig für Studium und Lehre, ergänzte: „Mit  den zwei ausgezeichneten Lehrkonzepten zeigt unsere Universität, dass erfolgreiche, adressatengerechte Lehre auch weit über die Grenzen der JLU hinaus wahrgenommen wird. Die Wertschätzung des Engagements von Herrn Wissemann und der Projektgruppe um die ‚Refugee Law Clinic‘ kommt nicht zuletzt durch die breite Unterstützung des Vorschlags durch die Studierenden selbst zum Ausdruck.“

„Wer mich um halb sieben aus den Federn kriegt, damit ich rechtzeitig in der Vorlesung sitze, kann so schlecht nicht sein…“, steht auf meinprof.de über den Gießener Professor Dr. Wissemann. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis für seine herausragenden Leistungen in der Hochschullehre macht es amtlich. „Es berührt mich sehr, diesen Preis zugesprochen zu bekommen“, sagte Wissemann. „Er würdigt das Engagement für eine moderne, authentische, verlässliche und fachlich solide Ausbildung und Bildung, bei der neben der fachlichen Komponente der individuelle Empfänger, Studierende oder Studierender, zentral ist. Mich persönlich freut am meisten, dass sich Studierende der JLU fachbereichsübergreifend zu einem Preisvorschlag zusammen gefunden haben, und quer durch alle Ausbildungszweige von Lehramt, Bachelor, Master, Veterinärmedizin, Haushalts- und Ernährungswissenschaften ihr Engagement gezeigt haben.“

Volker Wissemann begann seine Karriere 1985 mit einer Ausbildung zum Zierpflanzengärtner in Leverkusen. Er studierte Biologie an der Georg-August-Universität Göttingen, sein Diplom legte er 1995, seine Dissertation 1999 und seine Habilitation 2006 vor. Seit 2007 hat Wissemann die Professur für Spezielle Botanik an der JLU inne. Er ist Verantwortlicher Herausgeber der Annals of the History and Philosophy of Biology (seit 2005), Generalsekretär der Deutschen Botanischen Gesellschaft (seit 2008) und Vizepräsident des Verbands der Botanischen Gärten Deutschlands (seit 2009). Das Preisgeld soll für die Ausbildung der Studierenden im Botanischen Garten und für die geplante Hermann-Hoffmann-Akademie für junge Forscher speziell für den E-Learning-Bereich „Pflanzenkenntnisse“ eingesetzt werden.

Den zweiten Preis in der Kategorie „Projekt einer Arbeitsgruppe oder Organisationseinheit“ in Höhe von 100.000 Euro verliehen Eva Kühne-Hörmann und Prof. Dr. Michael Madeja der „Refugee Law Clinic (RLC)“, die durch Prof. Dr. Thilo Marauhn, Dr. Dr. Paul Tiedemann und Dipl.-Pol. Janina Gieseking betreut wird. Sie teilen sich den Preis mit Prof. Dr. Thomas Groß, der das Projekt vom Beginn bis zum Wintersemester 2009/10 betreute, und mit dessen wissenschaftlicher Assistentin Alexandra Tryjanowski, die wesentlich am Aufbau beteiligt war und zeitgleich mit Prof. Groß die Universität Gießen zum Sommersemester 2010 verlassen hat.

Die Arbeitsgruppe „Refugee Law Clinic“ ist an der Professur für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht der JLU unter der Leitung von Prof. Dr. Thilo Marauhn angesiedelt. Die RLC ist einzigartig in der universitären Lehrlandschaft Deutschlands und basiert auf anglo-amerikanischen Vorbildern. 2007 wurde sie durch Dr. Dr. Paul Tiedemann, Richter am Verwaltungsgericht Frankfurt und Mitglied der Internationalen Asylrichtervereinigung, ins Leben gerufen. Das innovative Unterrichtsprojekt soll junge Juristinnen und Juristen möglichst früh an die Praxis heranführen. Die RLC verknüpft Theorie und Praxis: Die teilnehmenden Studierenden besuchen Vorlesungen und Seminare, beraten aber auch Menschen, die rechtlicher Unterstützung bedürfen und in Ermangelung eines legalen Status oder des notwendigen Geldes auf kostenlose Hilfe angewiesen sind.

Dr. Dr. Tiedemann, Lehrbeauftragter an der JLU, ist überglücklich: „Es ist einfach toll, dass der Hessische Hochschulpreis, der in diesem Jahr erstmals an die Rechtswissenschaft in Gießen gegangen ist, gerade der ‚Refugee Law Clinic‘ gewidmet wurde. Offenbar hat die Jury den innovativen Ansatz dieses Projekts für die Lehre erkannt, mit dem Gießen ein Vorreiter in Deutschland ist.“ Dem stimmt Prof. Marauhn freudestrahlend zu: „Der Preis würdigt die Praxisnähe der rechtswissenschaftlichen Ausbildung am Fachbereich Rechtswissenschaft und ist auch ein Zeichen der Anerkennung dafür, dass Lernende und Lehrende im Rahmen der ‚Refugee Law Clinic‘ gemeinsam gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.“ Das Preisgeld soll für den Aufbau einer flüchtlingsrechtlichen Bibliothek genutzt werden, die Verbreitung von Law Clinics fördern sowie das Budget für externe Referenten aufstocken.

  • Kontakt:

Prof. Dr. Volker Wissemann, AG Spezielle Botanik
Heinrich-Buff-Ring 38, 35392 Gießen
Telefon: 0641 99-35170

Prof. Dr. Thilo Marauhn
Dr. Dr. Paul Tiedemann
Öffentliches Recht IV, Licher Straße 76, 35394 Gießen
Telefon: 0641 99-21151

Herausgegeben von der Pressestelle der Universität Gießen, Telefon 0641 99-12041

Prof. Dr. Volker Wissemann.
Prof. Dr. Volker Wissemann. Foto: Daniela Wissemann
Das derzeit aktive Team der „Refugee Law Clinic”.
Das derzeit aktive Team der „Refugee Law Clinic” (v.l.): Prof. Dr. Thilo Marauhn, Dipl.-Pol. Janina Gieseking und Initiator Dr. Dr. Paul Tiedemann. Nicht auf dem Bild sind Prof. Dr. Thomas Groß und Alexandra Tryjanowski, die ebenfalls ausgezeichnet wurden