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Mittelalterliche Musikinstrumente im Computertomographen

 
Wissenschaftler-Team will der ältesten Drehleier Europas ihre Geheimnisse entlocken

Nr. 60  • 6. April 2009

Die genauen Innenmaße der Musikinstrumente des Mittelalters – wie Drehleiern und Schalmeien – sind ähnlich wie der Lack des Geigenbauers Stradivari Geheimnisse, die bis heute nicht entschlüsselt wurden. Eine Gruppe von Wissenschaftlern unter Beteiligung des Gießener Mathematikers Prof. Dr. Tomas Sauer hat jetzt die älteste Drehleier Europas aus dem 15. Jahrhundert sowie die älteste, komplett erhaltene Kernspaltflöte der Welt (um ca. 1200) unter Verwendung modernster Technologie digital vermessen. Dabei werden die Bohrungen und Konstruktionen in Hundertstel Millimeter genau gescannt und als 3-D-Modell digital animiert – hierdurch werden erstmals alle verborgenen Geheimnisse sichtbar.

 

Damit trägt die langjährige Kooperation von Prof. Sauer (Gießener Professur für Numerische Mathematik) und Prof. Dr. Achim Langenbucher (ebenso wie der ebenfalls beteiligte Prof. Dr. Dr. h.c. Willi Kalender vom Institut für Medizinische Physik der Universität Erlangen) auch Früchte auf einem gänzlich unerwarteten Gebiet außerhalb ihrer „normalen“ Forschungsgebiete. Die drei Wissenschaftler arbeiteten für die Vermessung der Musikinstrumente mit dem Forschungszentrum Mittelaltermusik in Schloss Wernsdorf (Prof. Dr. Wolfgang Spindler) zusammen.

 

Zur Vollendung der letzten Scans und Vorstellung der Ergebnisse der ersten 3-D-Modelle am 9. April 2009 um zehn Uhr in Erlangen sind die Medien herzlich eingeladen. (Institut für Medizinische Physik, Henkestraße 91, 91052 Erlangen)

 

Pressetermin in Erlangen: Donnerstag, 9. April 2009, 10 Uhr,

Institut für Medizinische Physik, Henkestraße 91, 91052 Erlangen 

 

Kontakt:

Prof. Dr. Tomas Sauer, Numerische Mathematik

Heinrich-Buff-Ring 44, 35392 Gießen

Telefon: 0641 99-32192, Fax: 0641 99-32199
Scan einer mittelalterlichen Drehleier mittels eines Spiral-Computertomographen. Foto: Prof. Dr. Tomas Sauer