Leben und Studieren in Gießen
Gießen, die traditionsreiche Universitätsstadt und "Kulturstadt an der Lahn", liegt im Lahntal zwischen Vogelsberg, Taunus und Westerwald. In Stadt und Region finden kulturell und sportlich Interessierte zahlreiche Angebote für eine attraktive und auch aktive Freizeitgestaltung. Gute Einkaufsmöglichkeiten, eine vielfältige Gastronomie mit erschwinglichen Preisen und nicht zuletzt die guten Verkehrsverbindungen auf Straße und Schiene charakterisieren Gießen als wirtschaftliches Zentrum und Verkehrsknotenpunkt in Mittelhessen.
Es lebt sich gut in Gießen.
Die Stadt ist jung. Sie ist die Stadt in Deutschland mit dem höchsten Anteil an Studierenden: Rund 76.000 Menschen leben hier; an der Justus-Liebig-Universität und der
Fachhochschule Gießen-Friedberg sind rund 26.000 Studierende immatrikuliert. Dies prägt auch das Stadtbild, die "Kneipenszene" und das Kulturangebot der Stadt. Eine "Studentenbude" ist schnell gefunden (Förderprogramme für studentischen Wohnraum machen es möglich), die Wohnungs- und Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise niedrig und Studierende können mit dem Semesterticket für einen geringen Beitrag pro Semester alle Einrichtungen des
Rhein-Main-Verkehrsverbundes ohne zusätzliche Kosten auch überregional nutzen. Die Stadt ist überschaubar. Alles ist gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Bus zu erreichen. Und wer zwischendurch einmal Großstadtluft schnuppern will, ist mit der Bahn in 40 Minuten in Frankfurt.
Es studiert sich gut in Gießen.
Studierende -- insbesondere Neulinge, die an der Justus-Liebig-Universität ein Studium aufnehmen -- finden schnell Kontakt. Für Studienanfängerinnen und -anfänger aller Fächer wird in jedem Semester eine systematische Einführung angeboten. Bereits mit den Zulassungsunterlagen bzw. bei der Einschreibung erhalten sie umfassendes Informationsmaterial. Die Zentrale Studienberatung führt in Zusammenarbeit mit den einzelnen Fachbereichen jeweils in der Woche vor Vorlesungsbeginn eine Studieneinführungswoche durch. In Kleingruppen, die von erfahrenen Kommilitoninnen und Kommilitonen geleitet werden, erarbeiten die Studierenden gemeinsam die wichtigsten Informationen zu Studienaufbau und -inhalten, Veranstaltungsformen, Prüfungsverfahren, Studientechniken und erstellen den Stundenplan. Sie führen Gespräche mit Hochschullehrerinnen und -lehrern, hören Vorträge, erkunden Fachbereiche, lernen wichtige Einrichtungen sowie Beratungs- und Informationsmöglichkeiten für Studierende an der Universität kennen. Das gemeinsame Erkunden der Stadt Gießen und Feten runden die Woche ab. Für ausländische Studierende bietet das Akademische Auslandsamt ein Zusatzprogramm an. Studierende, die ihren Studienplatz erst im Nachrückverfahren erhalten haben, können bis zur dritten Vorlesungswoche noch an einem gekürzten Einführungsprogramm teilnehmen.
Die Justus-Liebig-Universität sieht die gute Information und Betreuung der Studierenden neben Forschung und Lehre als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Das Studieneinführungsprogramm ist deshalb nur ein Teil des umfassenden Betreuungs- und Beratungsangebotes, das sich über das gesamte Studium erstreckt. Dieses reicht von Tutorenprogrammen bis hin zur Betreuung in Kleingruppen durch die Professoren. Hinzu kommen Studienfachberatung, allgemeine Studienberatung, Akademisches Auslandsamt, Sozialberatung des Studentenwerkes, Gleichstellungsbeauftragte, Beratungsstelle für behinderte und chronisch kranke Studierende ... als weitere Anlaufstellen. Veranstaltungen zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (Fremdsprachen, Verfassen schriftlicher Arbeiten, Referate und Präsentationstechniken etc.) sowie zur Prüfungsvorbereitung, zu Studientechniken, zum Übergang vom Studium zum Beruf und anderen Themen sowie Vortragsreihen zu berufskundlichen Themen werden fachbezogen oder fachübergreifend von verschiedenen Einrichtungen der Universität angeboten.
Es feiert sich gut in Gießen.
Mit der feierlichen Verabschiedung von Absolventen und Promotionsfeiern -- Veranstaltungen, die häufig von den Fachschaften mit organisiert werden -- leben akademische Traditionen zunehmend wieder auf und stoßen bei den Studierenden auf immer größere Resonanz. Der Akademische Festakt, der höchste Feiertag der Justus-Liebig-Universität, findet jeweils am letzten Freitag im November in der Aula statt. In feierlichem Rahmen werden hier mehrere Wissenschaftspreise, darunter der angesehene und überregional ausgeschriebene Röntgen-Preis, der Schunk-Preis und der Preis der Justus-Liebig-Universität, an verdiente (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen.
Bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit von Wissenschaft und Forschung kommt das ausgelassene Feiern nicht zu kurz. Beim alljährlichen Sommerfest im Schloss Rauischholzhausen, idyllisch im nahen Ebsdorfergrund gelegen, beim winterlichen Uni- und Theaterball im Gießener Stadttheater, aber auch beim "Sport-Dies" des Allgemeinen Hochschulsports (ahs) am Kugelberg feiert die gesamte Universität. Semester- und AStA-Feten, von den Studierenden organisiert, sind beliebte Treffpunkte über Fach- und Fachbereichsgrenzen hinweg.
Kulturelle Höhepunkte sind das europäische Theaterfestival "Diskurs", organisiert von Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft, aber auch die Semesterkonzerte des Universitätsorchesters, die Internationalen Gießener Gitarrentage oder Ausstellungen der angehenden Kunstpädagogen und Kunstpraktiker.
Nicht zu vergessen die diversen Feste in der Stadt und Umgebung von Gießen, etwa das Stadtfest Ende August, das die gesamte Fußgängerzone durchzieht, der "Musikalische Sommer" auf dem Schiffenberg, der jeweils an Wochenenden im lauschigen Innenhof der einstigen Klosterruine mit verschiedensten Programmen stattfindet, oder das überregional bekannte Golden-Oldies-Festival in Wettenberg, mit Musik und Motoren ab den 50-er Jahren, um nur einige wenige Highlights zu nennen. Wie gesagt, es lebt und studiert sich gut in Gießen.
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