Video-Blog: Archive for the ‘Vorträge’ Category

Neue Wege zu alten Texten

Monday, December 21st, 2009

Christian Kiening

Der Vortrag gibt einen Einblick in aktuelle kulturwissenschaftliche Fragestellungen der Mediävistik. An einem anschaulichen Beispiel zeigt er, wie spannend der Umgang mit der Fremdheit älterer Texte sein kann. Dabei wird er auch auf aktuelle Debatten zum Konzept der Alterität eingehen.

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Versuch über das Prinzip Database. Zur Praxis digitaler Denk- und Wissensräume

Tuesday, May 19th, 2009

Lev Manovich behauptet die Database als aktuelle „key form of cultural expression“. Erwin Panofskys Analyse der Zentralperspektive als Symbolischer Form der Neuzeit folgend, schlägt er vor, Database als eine gegenüber der Perspektive neue Symbolische Form zu denken. Der Vortrag stellt einen Versuch dar, Manovichs These in einem inszenierten Selbstexperiment zur medieninduzierten Wissensformation zu überprüfen. Inhalt und Form des Beitrags werden nach dem Beispiel des Films „Memento“ (Christopher Nolan 2001) aufeinander bezogen. Dabei entsteht eine eigenartige mimetische Identifikation mit dem Problem des Hauptakteurs im Film, die einen Einblick gibt in eine vielleicht zukünftige Kulturtechnik des Irr-Sinns und der Destinerrance.

Torsten Meyer

Prof. Torsten Meyer ist seit 2004 Juniorprofessor für “Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Forschung und Lehre im Bereich Multimedia mit einem Schwerpunkt in der Didaktik der Bildenden Kunst” an der Univerität Hamburg.
Nach einem Studium der Fächer Erziehungswissenschaft, Kunst, Soziologie und Philosophie in Lüneburg und Hamburg war er 1996-1999 Stipendiat am DFG-Graduiertenkolleg “Ästhetische Bildung” und begann währenddessen seine Arbeit in der Lehre. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter leitete er das MultiMedia-Studio am Institut für Didaktik der ästhetischen Erziehung an der Universität Hamburg. 2002 promovierte er zum Doktor der Philosophie mit einer Arbeit über “Interfaces, Medien, Bildung. Nebst Anmerkungen zu einem Fach für Schnittstellen: Kunst–Pädagogik.” und wurde hierfür mit dem Karl H. Ditze Preis der Universität Hamburg ausgezeichnet.

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Kann das 21. Jahrhundert ein aristotelisches sein? Gegen den Konstruktivismus

Tuesday, December 16th, 2008

Die Bedeutung des Adjektivs ‚aristotelisch’, das im Vortragstitel anklingt, legt nahe, dass das ‚Denken’ in der menschlichen Fähigkeit zu unterscheiden begründet liegt. Jedoch ist hiermit nicht das Unterscheiden von Konzepten (durch die wir die Welt abbilden oder konstruieren) gemeint, sondern vielmehr eine Handlung, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Phänomenen unseres alltäglichen Lebens steht.
Unsere gegenwärtige kulturelle Situation kann man als eine des „Ich denke, also bin ich“ und zunehmend als elektronischen Albtraum bezeichnen. Vor diesem Hintergrund richtet der Vortrag sein Augenmerk auf zwei zentrale Fragen: Wäre es wünschenswert, auf eine Beziehung zu den Dingen zurückzugreifen, die unmittelbarer und weniger konstruktivistisch wäre? Und: Können wir derzeit Anzeichen und Symptome eines solchen Wunsches, gar einer Rückkehr zu einer unmittelbareren Beziehung zu den Dingen in der Welt ausmachen?

Hans-Ulrich GumbrechtProf. Hans-Ulrich Gumbrecht ist derzeit Albert Guérard-Professor of Literature an den Instituten für Vergleichende Literaturwissenschaften, Romanistik und Italianistik an der Stanford University. Nach einem Studium der Romanistik, Germanistik, Philosophie und Soziologie in München, Regensburg, Salamanca und Pavia wurde Prof. Gumbrecht an der Universität Konstanz promoviert und habilitiert, bevor er Rufe an die Universitäten Bochum und Siegen annahm. (Gast-)Professuren führten ihn anschließend unter anderem nach Berkeley, Yale, Montréal, Rio de Janeiro, Princeton, Barcelona, Budapest, Aarhus, Lissabon und Paris. Prof. Gumbrecht ist Mitherausgeber von Grundriss der romanischen Literaturen des Mittelalters, Figurae – Readings in Medieval Culture sowie Writing Science und Espaces Métisses und schreibt regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie für Merkur – Zeitschrift für europäisches Denken. Ein Portrait der ZEIT über Hans-Ulrich Gumbrecht finden Sie unter: Manuel J. Hartung: Das Spiel mit Sepp, in: DIE ZEIT 13/2007.

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Vortrag Stefanie Hoth: “Der 11. September und die Bilder – oder wie Bilder das Ereignis prägen”

Saturday, December 15th, 2007

Worin für sie die spezielle Faszination des Phänomens “Kultur” besteht, erklärten junge Kulturwissenschaftler des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus Liebig Universität Gießen von April bis November 2007 in einer öffentlichen Ringvorlesung unter dem Motto “Exzellent in Sachen Kultur”. Ganz nach dem ‘Prinzip Justus Liebig’, der seine Forschungen populärwissenschaftlich aufbereitete, um eine allgemeine Leserschaft zu erreichen, richteten sich die Vorträge, die im Jahr des 400. Geburtstags der Justus Liebig Universität an bedeutsamen Orten der Stadt- und Universitätsgeschichte in Giessen angeboten wurden, an ein breites Publikum.

Stefanie Hoths Vortrag vom 8. November 2007 zum Thema “Der 11. September und die Bilder – oder wie die Bilder as Ereignis prägen” stellte den letzten Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung dar, die im Jahr 2008 eine Fortsetzung finden wird.

 

 

 

 

 

 

Bildquelle (creative commons)

 
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