Alexander Friedrich: Das Internet als Medium und Phantasma
Das Internet als Leitmedium der Informationsgesellschaft hat eine rege Debatte nicht nur in den Geistes- und Kulturwissenschaften ausgelöst. Längst ist die Frage nach seiner gesellschaftlichen Bedeutung zum Gegenstand öffentlicher Diskurse geworden. Worum gestritten wird, ist die Legitimität der Hoffnungen und Sorgen, die sich mit dem Medium verbinden. So wurde in den vergangenen Jahren nicht nur ein ‚Kulturkampf’ zwischen den Vertretern der klassischen Printmedien und denen der digital natives ausgerufen. Fragen des Urheberrechts und der Datensicherheit sind längst zum Politikum geworden. Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung der Lebenswelt werden einerseits neue Formen weltweiter Kooperation, andererseits aber auch immer umfassendere Kontrollmöglichkeiten eröffnet. Dabei nährt die technische Entwicklung sowohl Utopien als auch Dämonisierungen einer vollständig vernetzen Welt. Die Veranstaltung möchte einen Überblick über historische und aktuelle Diskursformationen geben, die diese Entwicklung begleiten und prägen. Dabei soll vor allem die Metaphorik der kollektiven Imaginationen des Internets in den Blick genommen werden.
Alexander Friedrich studierte Philosophie, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Soziologie an
der TU Chemnitz. Während seines Studiums war er als studentische Hilfskraft in der DFG-Forschergruppe »Neue Medien im Alltag« tätig. 2006 schloss er sein Studium mit einer Magisterarbeit über Heideggers geschichtsphilosophische Hölderlin-Interpretation während des Zweiten Weltkriegs ab. Seit Oktober 2008 promoviert er als Stipendiat des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) an der JLU zu dem Thema: »Metaphorologie der Vernetzung. Zur Struktur und Dynamik einer kulturellen Leitmetapher«.
Kunstgeschichte und Islamwissenschaft in Gießen. Während ihres Studiums war sie als studentische Hilfskraft am Sonderforschungsbereich 434 „Erinnerungskulturen“ tätig. Seit Oktober 2007 ist Anne Hillenbach Doktorandin am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und seit Juni 2008 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Musikwissenschaft in Hamburg und Göttingen. Nach dem Magisterexamen 2006 folgten Aufenthalte als Doktorandin an der University of California (Berkeley) sowie der Universität Freiburg. Während dieser Zeit war sie verstärkt als freie Journalistin vorwiegend im Bereich der Konzertkritik tätig. Seit August 2008 setzt sie ihre Promotion „Monumentale Erinnerung – ästhetische Erneuerung. Die Ästhetik der Intermedialität in den Schriften der Neudeutschen Schule“ als Mitglied des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und als Koordinatorin des Career Service fort.
Islamwissenschaft in Bonn und Bayreuth. Seine Magisterarbeit „1001. Strukturen und Motive aus 1001 Nacht in Büchern und Filmen der Gegenwart“ wird 2010 im LIT-Verlag veröffentlicht. Seit 2007 gibt er verschiedene Lehrveranstaltungen zu Themen wie „Die Beat-Generation“ oder „Literaturverfilmungen“. Seit Oktober 2009 promoviert er am am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) zum Thema „Der Cliffhanger. Formen und Funktionen eines Kultur und Medien übergreifenden Erzählmittels“.
Französistik, Italianistik und Journalistik in Leipzig und Paris. Studienbegleitend arbeitete sie als freie Journalistin, Übersetzerin und Sprachlehrerin. Seit Oktober 2008 promoviert sie am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) zu intra- und intermedialen Bezügen im zeitgenössischen Autorenfilm. Seit März 2010 ist sie zudem am Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) als Assistentin der Geschäftsführung des LOEWE-Schwerpunkts „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ tätig.




