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Germanistische Institutspartnerschaft Gießen-Cluj
 

 

 

Babeş-Bolyai Universität Cluj-Napoca Justus-Liebig-Universität Gießen

Seit Januar 2007 besteht eine Germanistische Institutspartnerschaft zwischen Gießen und Cluj-Napoca (Klausenburg), finanziert durch den DAAD.

Die Partnerschaft, initiiert zum 400-jährigen Jubiläum der Universität Gießen und im Jahr des EU-Beitritts Rumäniens, führt die Germanistik zweier traditionsreicher Universitäten zusammen: Die Germanistik in Klausenburg kann sich auf eine lange Tradition berufen, die bis auf das Jahr 1560 zurückreicht. Die Babeş-Bolyai-Universität, heute über 55.000 Studenten die zweitgrößte Universität Rumäniens, ist seit 1995 eine dreisprachig rumänisch-ungarisch-deutsche Universität. Einer der Schwerpunkte der Klausenburger Germanistik liegt im Bereich der deutschen Regionalliteratur im südöstlichen Mitteleuropa und ihrer Verflechtungen und Wechselbeziehungen in multikulturellen Lebensräumen. Die Gießener germanistische Literaturwissenschaft dagegen, die schon seit Langem mit verschiedenen Ländern Osteuropas kooperiert und mit dem 2006 gegründeten Gießener Zentrum östliches Europa (GiZo) in enger Verbindung steht, ist v.a. auf die Kulturwissenschaft und die Betrachtung der verschiedenen regional, sozial und kulturell bestimmten Einzelliteraturen innerhalb der deutschen Literatur ausgerichtet, darunter auch auf die deutsche Literatur außerhalb Deutschlands. So bestehen direkte Berührungspunkte zwischen dem Klausenburger Masterstudiengang „Deutsche Literatur im südöstlichen Mitteleuropa“ und dem Gießener Masterstudiengang „Deutsche Literatur – Deutsche Literaturen“. Nachdem mittlerweile beide Studiengänge akkreditiert sind, findet ein Dozentenaustausch innerhalb der jeweiligen Module statt, der das Lehrangebot in beiden Universitäten bereichert. Daneben findet aber auch eine gegenseitige Unterstützung in anderen Studiengängen statt, u.a. im BA Literatur und in der Deutschdidaktik/DaF  

Die GIP wird von Frau Prof. Dr. Cora Dietl (Gießen) und Herrn Prof. Dr. András Balogh (Cluj) betreut und dient neben dem Dozentenaustausch v. a. der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Klausenburg, aber auch in Gießen. Sie ist auch mit einem gemeinsamen Forschungsprojekt verbunden. Es trägt den Arbeitstitel Die interkulturelle Geschichte der deutschen Regionalliteraturen aus Südosteuropa und zielt auf eine umfassende Aufarbeitung der siebenbürgisch-, rumänien- und ungarndeutschen Literatur vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Aktuelle Aktivitäten der GIP
 

Seit 1.4.2011 wird in Gießen das "Lexikon der mittelalterlichen Literatur in Ungarn und Rumänien" koordiniert und erstellt. Das aus Bundesmitteln finanzierte Projekt soll Ende 2013 zum Abschluss gebracht werden.

 

Attribute im Dienste des Nominalstils: Grenzen der Verstehbarkeit
Fortbildungsseminar der GIP Gießen-Cluj-Temesvar in Temesvar, 6. bis 8. März 2012
organisiert von Prof. Dr. Mathilde Hennig (Gießen)

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