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Lexikon der arthurischen Gestalten in den deutschen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Monographien zu einzelnen arthurischen Helden aus komparatistischer Sicht existieren ebenso wie Nachschlagewerke im Stil eines „Who is Who“ zu den wichtigsten Helden in der Artusdichtung (v. a. in der englischen oder auch französischen). Ein umfassendes Lexikon aller Gestalten, die in der deutschen Artusdichtung auftreten, sowie ihrer Verwendung in anderen Textsorten fehlt aber bisher. Das neue Nachschlagwerk soll nicht nur der Orientierung des Lesers eines einzelnen Romans oder der Aufspürung von intertextuellen Bezügen dienen, es soll auch zeigen, wie durch verschiedene Artusromane eine kohärente Welt der Matière de Bretagne entworfen wird und wie die einzelnen Autoren auf das von den Dichterkollegen entworfene Flechtwerk der Beziehungen zwischen den Figuren Bezug nehmen – bestätigend, weiter verstrickend oder demonstrativ das Beziehungsgeflecht zerschlagend. Es soll in den einzelnen Artikeln deutlich werden, welchem Zweck die jeweilige Figur im fiktiven oder pseudohistorischen Netzwerk dient und wie sie außerhalb dessen und außerhalb ihrer Epoche und Gattung eingesetzt werden kann.

Im Rahmen des Jahres der Geisteswissenschaften 2007 ist das Forschungsvorhaben in einer multimedialen Projektwoche einem breiteren Publikum vorgestellt worden:

Rund um die Tafelrunde – Artus und seine Ritter gestern und heute

Ausgezeichnet mit einem Anerkennungspreis des BMBF im Wettbewerb "Geist begeistert".