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Link: Presseberichte zum Erasmus IP Das Erasmus Intensivprogramm (IP) gilt der interdisziplinären, multilateralen Erforschung der Rolle von Sprache und Literatur in nationalen und regionalen Identitätsfindungs- und Erinnerungsprozessen sowie der Komplexität solcher Identitätsfindungsprozesse in heterogenen Literaturlandschaften. Als ein ideales Beispiel einer multinationalen und -kulturellen Literaturstadt ist Vilnius als Untersuchungsgegenstand ausgewählt worden. Heute Hauptstadt von Litauen und derzeit Kulturhauptstadt Europas, ist Vilnius ein kulturelles und literarisches Zentrum, in dessen Stadtbild sich polnische, russische und weißrussische, jüdische, aber auch tatarische, karaimische und spätestens mit dem zweiten Weltkrieg auch deutsche Einflüsse eingeschrieben haben. Wie das Stadtbild ist auch die Literatur aus Vilnius nur in ihrer Heterogenität und Hybridität zu erfassen. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt „Vielfalt auf (kl)einem Raum. Heterogenität und Hybridität in Literatur und Kultur Mitteleuropas am Beispiel von Vilnius“ werden sich Studierende der Universitäten Gießen, Lodz und Kaunas nicht nur theoretisch mit verschiedenen Literaturen auseinandersetzen, die in Regionen kultureller Pluralität aufeinander treffen, sondern auch einen virtuellen Reiseführer der Stadt erarbeiten. Insofern verfolgt das geplante Intensivprogramm folgende Ziele:
Zielgruppen sind primär Studierende des Lodzer und des Gießener MA-Studiengangs „Deutschsprachige Literatur und Kultur im östlichen Europa“ sowie des BA-Studiengangs „Deutsche Philologie“ und des (beantragten) MA-Studiengangs „Angewandte Germanistik und Lithuanistik“ der VDU Kaunas. Studierende anderer Studiengänge sind herzlich willkommen. In den drei interdisziplinär angelegten Blockseminaren, die in aufeinander folgenden Jahren an den drei Partnerhochschulen stattfinden, werden die Studierenden sowohl verschiedene Kulturen mit ihren heterogenen Literaturlandschaften kennen lernen als auch die unterschiedlichen Forschungstraditionen der verschiedenen Disziplinen und Länder. In den einzelnen Seminaren werden nicht nur kulturwissenschaftliche und komparatistische Aspekte betrachtet, sie sollen darüber hinaus auch Foren einer Diskussion unterschiedlicher theoretischer Herangehensweisen sein. In Praxisphasen werden Methoden des Übersetzens sowie der technischen und didaktischen Aufbereitung von literaturwissenschaftlichen Erkenntnissen erarbeitet. Die Vor- und Nachbereitung der Seminare wird sich neuere Informationstechnologien zunutze machen, um so den Austausch virtuell fortzusetzen. Darüber hinaus werden in Gießen, Lodz, Kaunas und Vilnius Institutionen besucht, die sich mit der Erforschung, dem Erhalt und der Vermittlung des kulturellen Erbes befassen.
Das erste
der drei Seminare fand vom 1. bis zum 14. Oktober 2009 in Gießen statt.
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung [Mitteilung] trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben. |