Die Marienbader Ereignisse wirken als Schock, der Goethe in die Phase des Greisenalters zwingt. Lange lebt er eingezogen am Frauenplan, ohne Weimar zu verlassen. Briefe und Besucher verbinden ihn mit der Außenwelt.

An großen Werke entstehen Wilhelm Meisters Wanderjahre und Faust, der Tragödie 2. Teil, aber auch Kleinode wie die Novelle oder die Dornburger Gedichte. Der Faust, von der Forschung schon lange als das Menschheitsdrama - teatro del mundo - angesprochen, wird zu seinem Vermächtnis, in das er die Summe seines Lebens packt. Aber auch die Wanderjahre können als Sammelbecken der Goetheschen Altersweisheit gelesen werden.

Wichtig werden die Briefe und Gespräche; vorgestellt wird der Meister in ausführlichen chronologischen Überblicken.

Vor ihm sterben die Begleiter seines langen Lebens: Charlotte von Stein 1827, Carl August 1828, die Großherzogin Luise 1830, auch sein Sohn August; noch im Jahr seines Todes der Berliner Freund Zelter.

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