Inhaltliche Übersicht zur Thematik des Seminars
Die Analytische Philosophie ist die wohl bedeutendste philosophische Strömung der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Ausgehend von den Arbeiten von Frege, Russell, Wittgenstein und den Vertretern des Wiener Kreises prägte sie zunächst vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum, dann aber zunehmend in Europa die philosophische Diskussion.
Neben einer Kritik an metaphysischen Konzeptionen stimmen die unterschiedlichen Ausprägungen der Analytischen Philosophie in ihrer Fokussierung auf die Sprache überein. Dabei wird nicht nur die Möglichkeit erörtert, künstliche Sprachsysteme zur (logischen) Analyse philosophischer und einzelwissenschaftlicher Problemstellungen einzusetzen. Vielmehr geht es um die Klärung der Bedeutung von Begriffen und Aussagen. Deren Analyse geht einher mit der Entwicklung von Kriterien, um ein sinnvolles Reden, beispielsweise über "Wahrheit", zu ermöglichen.
Wie im Titel formuliert, ist diese Lehrveranstaltung als Einführung konzipiert und auch für Studierende aller Fachrichtungen geeignet.
Wegen der Klarheit ihrer Konzepte und Darstellungen bietet es sich - trotz der oben angedeuteten inhaltlichen Ausdifferenzierung - an, die Analytische Philosophie in einer kompakten Lehrveranstaltung zu studieren. Deshalb werden wir im Rahmen eines Ferienkurses mit täglich drei Unterrichtsstunden sowohl die Grundgedanken (historischer Schwerpunkt) als auch die aktuellen Fragestellungen (systematischer Schwerpunkt) dieser herrschenden philosophischen Strömung behandeln.