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Die mittelalterliche Philosophie zeichnet sich einerseits dadurch aus, daß sie Werke der antiken Philosophie rezipiert, interpretiert und deren Positionen weiterentwickelt. Andererseits versuchen die mittelalterlichen Denker die Inhalte der christlichen Offenbarung innerhalb eines rationalen Weltverständnisses zu verstehen und dort einzuordnen. Diese beiden Unternehmungen führen zu vielen bemerkenswerten und fruchtbaren Werken, die vor allem metaphysische, sprachanalytische und logische Probleme thematisieren.
Charakteristisch für die mittelalterliche Philosophie ist die Bildung von Schulen, die inhaltlich überwiegend neuplatonisch und aristotelisch ausgerichtet sind. Hier entstehen die zahlreichen Kommentare, Interpretationen, Summen und Traktate, in denen das philosophische und theologische Denken systematisch dargestellt ist. Die darin explizierten Begriffe prägen die Sprache der Philosophie bis heute.
Die Lehrveranstaltung bietet eine überblicksartige Zusammenschau der wichtigsten Themen und Personen der mittelalterlichen Philosophie. Systematisch bedeutende Positionen werden durch entsprechende Lektüre vertieft. Wegen dieser Konzeption ist die Lehrveranstaltung nicht nur für Studierende der Philosophie in den Anfangssemestern, sondern auch für Hörer aller Fachbereiche geeignet.
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Diese Lehrveranstaltung ist eine Mischung aus Vorlesung, Seminar und Lektürekurs. Damit Sie dennoch alle innerhalb eines Philosophiestudiums vorgesehenen Leistungsnachweise im Prinzip erwerben können, werden eine Klausur und eine mündliche Prüfung angeboten.
Ort: Philosophikum I, Raum C 29
Beginn der Lehrveranstaltung: 2. Februar 2004
Wer Interesse am Erwerb eines qualifizierten Leistungsnachweises hat:
Ein sogenannter "kleiner Schein" kann erworben werden durch eine bestandene mündliche Prüfung (20 Minuten) im Anschluß an die Lehrveranstaltung oder durch eine mit mindestens "ausreichend" bestandene Klausur - Inhalt der jeweiligen Prüfungen: der behandelte Stoff.
Alternativ besteht die Möglichkeit, diesen Leistungsnachweis durch ein Kurzreferat (20-25 Minuten) zu erwerben.
Ein sogenannter "großer Schein" kann erworben werden durch eine - mindestens mit "ausreichend" bewertete - mündliche Prüfung und eine - mindestens mit "ausreichend" bewertete - Klausur. Außerdem besteht die Möglichkeit der Übernahme eines Referates (Gestaltung der Seminarsitzung mit entsprechender schriftlicher Ausarbeitung) oder der Anfertigung einer Hausarbeit.
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| Termin | Thema der Seminarsitzung
| 2. Februar
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Einführung
| 10. Februar
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Geistesgeschichtlicher Hintergrund: Platonismus, Neuplatonismus
| 14. Februar
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Neuplatonismus, Augustinus
| 17. Februar
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Augustinus, Johannes Scotus Eriugena
| 21. Februar
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Dionysius Areopagita, Dialektikerstreit, Theodizee
| 21. Februar
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Ontologischer Gottesbeweis, Universalienproblem
| 24. Februar
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Anselm von Canterbury, Petrus Abaelard
| 28. Februar
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Averroes, Thomas von Aquin
| 28. Februar
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Thomas von Aquin, Scholastik
| 1. März
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Referat: Ethik (Thomas von Aquin, Wilhelm von Ockham)
| 2. März
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Albertus Magnus, Roger Bacon
| 9. März
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Bonaventura, Johannes Duns Scotus, Meister Eckhart
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| Literatur |
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Die Klausur findet statt am Mittwoch, den 10. März, in der Zeit zwischen 17:30 und 19:45 Uhr in Raum C 29.
Zur Anschaffung nachdrücklich empfohlen ist der folgenden Band mit Quellentexten zur mittelalterlichen Philosophie: Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung. Band 2: Mittelalter / hrsg. von Kurt Flasch. Bibliographisch ergänzte Ausgabe. Ditzingen: Reclam, 1994 (Preis: 11,60 Euro).
Der Seminar-Apparat befindet sich in der Bibliothek des Zentrums für Philosophie (Gebäude C1, 2. Obergeschoß). Weitere Literatur ist in der UB verfügbar.
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